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Dokumentenidentifikation DE102005058477A1 14.06.2007
Titel UV-Strahlermodul und UV-Bestrahlungsanordnung
Anmelder Advanced Photonics Technologies AG, 83052 Bruckmühl, DE
Erfinder Gaus, Rainer, Dr.-Ing., 83703 Gmund, DE;
Bär, Kai K. O., Dr., 83043 Bad Aibling, DE;
Mohr, Wolfgang, 25469 Halstenbek, DE;
Demmel, Johann, 83623 Dietramszell, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Anmeldedatum 07.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005058477
Offenlegungstag 14.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse G21K 5/04(2006.01)A, F, I, 20051207, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05D 3/06(2006.01)A, L, I, 20051207, B, H, DE   
Zusammenfassung UV-Strahlermodul hoher Leistung, mit einer Mehrzahl von langgestreckten UV-Strahlern, die jeweils einen mindestens in einem Mittenbereich geradlinig röhrenförmigen Hüllkörper und in einem Winkel zum Hüllkörper verlaufende und diesem gegenüber seitlich versetzte Anschlusskontakte aufweisen, Anschlussmittel zum elektrischen Anschluss der UV-Strahler an eine Hochleistungs-Stromversorgung und einem Modul-Gehäuse, das einen, insbesondere im Wesentlichen quaderförmigen, Gehäuseabschnitt zur Aufnahme der Mehrzahl von UV-Strahlern in zueinander paralleler Ausrichtung in einer Strahlerebene mit mindestens einem zugeordneten Reflektorabschnitt sowie einen im Wesentlichen offenen Anschlussabschnitt zur Durchführung der Anschlussmittel und zum Durchtritt von Kühlgas aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein UV-Strahlermodul, welches eine Mehrzahl von langgestreckten UV-Strahlern aufweist und so ausgebildet ist, dass mehrere derartige Module aneinandergereiht werden können, sowie eine aus derartigen Modulen aufgebaute UV-Bestrahlungsanordnung.

UV-Strahler, d.h. Leuchtkörper mit einem für UV-Anwendungen relevanten Nutzanteil im Wellenlängenbereich der ultravioletten elektromagnetischen Strahlung (UV-Bereich), sind in verschiedensten konstruktiven Ausführungen seit langem bekannt. Ausführungen mit langgestrecktem Hüllkörper sind typischerweise an den gegenüberliegenden Enden des Hüllkörpers gesockelt und mit Anschlusskontakten versehen, die in entsprechend geformte Gegenstücke einer Lampenhalterung bzw. eines Strahlergehäuses eingreifen; vgl. dazu etwa US 4,019,062 oder US 4,864,145.

Auch zum Aufbau des zugehörigen Strahlergehäuses hat es mit Blick auf medizinisch-kosmetische Anwendungen einerseits und technologischer Anwendungen andererseits seit Jahrzehnten verschiedenste Konstruktionsvorschläge gegeben, die u.a. auf die Gewährleistung einer gleichmäßigen Ausleuchtung des zu bestrahlenden Objektes und auf eine effiziente Ausnutzung der Strahlung abzielten. Hierzu sei rein beispielhaft verwiesen auf die US 4,644,899 oder US 4,864,145 sowie die neueren Dokumente DE 102 43 577 A1 und WO 2005/105448 A2, die auf die Anmelderin der vorliegenden Patentanmeldung zurückgehen.

Für bestimmte technische Anwendungen ist es wünschenswert oder aufgrund baulicher Gegebenheiten gar erforderlich, eine kompakt bauende und insbesondere in einen eng definierten Abschnitt einer Bearbeitungsstrecke einfügbare UV-Bestrahlungsanordnung verfügbar zu haben, die einerseits eine hohe und flexibel auf die konkreten Anforderungen anpassbare Bestrahlungsleistung liefert und andererseits kostengünstig hergestellt und gewartet werden kann.

Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, ein UV-Strahlermodul zur Bildung einer derartigen UV-Bestrahlungsanordnung sowie auch einen geeigneten Aufbau einer solchen Gesamtanordnung anzugeben.

Diese Aufgabe wird in ihren beiden Aspekten durch ein UV-Strahlermodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch eine UV-Bestrahlungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.

Die Erfindung schließt zunächst den wesentlichen Gedanken der Bereitstellung einer UV-Bestrahlungseinrichtung mit Modul-Charakter, d.h. mit einem eine leichte und variable Addition gleichartiger Einrichtungen ermöglichenden Aufbau ein. Sie schließt weiter den Gedanken ein, bereits ein einzelnes derartiges Strahlermodul mit einer Mehrzahl von "eng gepackten" UV-Strahlern zu versehen und zugleich dafür Sorge zu tragen, dass diese thermisch nicht überlastet werden. Hierzu gehört zur Erfindung des weiteren der Gedanke des Einsatzes von UV-Strahlern, die einen mindestens in einem Mittenbereich geradlinig röhrenförmigen Hüllkörper und in einem Winkel zum Hüllkörper verlaufende und diesem gegenüber seitlich versetzte Anschlusskontakte aufweisen.

Zur Erfindung gehört des weiteren der Gedanke einer Untergliederung des Gehäuses in einen (bevorzugt weitgehend quaderförmigen) Gehäuseabschnitt zur Aufnahme der UV-Strahler und einen Anschlussabschnitt, über den ein Anschluss der Module zur Bildung einer Gesamtanordnung (mit dem erforderlichen elektrischen Anschluss) einerseits und eine aktive Gas- bzw. Luftkühlung unter Absaugung des Kühlgases andererseits realisierbar ist. Die UV-Strahler sollen im entsprechenden Gehäuseabschnitt eine zueinander parallele Ausrichtung unter Bildung einer Strahlerebene haben.

Eine bevorzugte Ausführung des vorgeschlagenen Strahlermoduls zeichnet sich aus durch eine der Anzahl der UV-Strahler entsprechende Anzahl separater Reflektorabschnitte aus, die jeweils zwei Seitenwände aufweisen und in geringem Abstand gereiht sind derart, dass die Seitenwände vollflächig von vorbeistreichendem Kühlgas bestrichen werden können. Diese Gehäuseausführung sichert in besonders effizienter Weise die erforderliche Wärmeabführung von den mit großer Strahlungsintensität beaufschlagten Reflektorabschnitten und ermöglicht somit eine besonders einfache, leichte und kostengünstige Ausführung derselben, ohne dass thermische Probleme aufträten. Speziell können die Reflektorabschnitte aus Metallblech, insbesondere Aluminiumblech, mit relativ geringer Wandstärke gefertigt werden – was im übrigen für das gesamte Modul-Gehäuse eine aus Gewichts- und Kostengründen höchst vorteilhafte Ausführung darstellt.

Eine weitere bevorzugte Ausführung des Modul-Gehäuses zeichnet sich dadurch aus, dass der oder jeder Reflektorabschnitt in Zuordnung zu je einem UV-Strahler einen trog- oder (kopfstehend) W-förmigen Querschnitt aufweist. Bei dieser Ausführung werden insbesondere die Strahler selbst thermisch geschont, indem eine Rückfokussierung der erzeugten Strahlung in das Strahlerinnere reduziert wird. Die hier angegebene Geometrie ermöglicht es zudem, die Reflektoren in technologisch einfacher und kostengünstiger Weise durch mehrfaches Abkanten oder Biegen eines Metallbleches herzustellen.

Eine weiter bevorzugte Ausführung hinsichtlich der Reflektorabschnitte sieht vor, dass diese zwischen den Hüllkörpern der UV-Strahler und deren Anschlusskontakten angeordnet sind derart, dass sie die Anschlusskontakte gegenüber der erzeugten Strahlung abschirmen. Dies trägt weiter zu einer hohen thermischen Standfestigkeit der UV-Strahler und damit des gesamten Moduls und somit zu geringen laufenden Betriebskosten (speziell Wartungskosten) bei. Da bei dieser Anordnung die thermisch besonders kritischen Anschlussbereiche weitgehend vor Eigenstrahlung geschützt werden, wird ein Überhitzen dieser Bereiche und damit eine Limitierung der Lampen-Lebensdauer durch Defekte in diesen Bereichen vermieden.

Speziell zur Schaffung einer geometrisch gut definierten Bestrahlungszone und zur Vermeidung von Strahlungsverlusten ist in einer weiter bevorzugten Ausführung vorgesehen, dass an oder nahe den Enden der Hüllkörper Endreflektorabschnitte vorgesehen sind, die eine zur Strahlerebene geneigte, insbesondere senkrechte, Reflexionsebene für die erzeugte Strahlung aufspannen. Hierdurch werden die über die Enden der Strahler hinaus gerichteten Strahlungsanteile zurückgeworfen und in im eigentlichen Bestrahlungsbereich nutzbare Anteile umgewandelt. Die Endreflektoren stellen außerdem einen zusätzlichen Wärmeschutz für die Strahler-Endabschnitte dar.

In einer weiteren bevorzugten Gehäuseausführung ist vorgesehen, dass eine dem Anschlussabschnitt gegenüberliegende Gehäuse-Vorderseite mit einer Quarzglasscheibe verschlossen ist. Damit im Zusammenhang sind zur Realisierung der oben bereits erwähnten aktiven Gaskühlung an mindestens einer Seitenfläche und/oder einer Gehäuserückseite, benachbart zum Anschlussabschnitt, mindestens eine Kühlgas-Zuführungsöffnung und im Gehäuseinneren Leiteinrichtungen zur Führung von Kühlgas um die UV-Strahler und den oder jeden Reflektorabschnitt herum zum Anschlussabschnitt hin vorgesehen. In bevorzugten Ausgestaltungen umfassen die Leiteinrichtungen Leitbleche zur Umlenkung eines Kühlgasstroms zwischen der oder jeder Kühlgaszuführungsöffnung und dem Anschlussabschnitt des Modul-Gehäuses.

Speziell bei der oben angesprochenen Ausführung mit Endreflektoren ist zudem vorgesehen, dass die Leiteinrichtungen Durchströmöffnungen in den Endreflektorabschnitten zum Durchtritt von Kühlgas zu den Hüllkörpern der UV-Strahler umfassen. Es kann also Kühlluft von der Rückfläche oder den Seitenflächen des Modul-Gehäuses durch die Endreflektoren in den Arbeitsbereich der Strahler gesaugt und – unter effizienter Umspülung der Strahler und zugeordneten Reflektorabschnitte – wieder zum Anschlussabschnitt an der Gehäuserückseite gesaugt werden.

Die oben erwähnten Maßnahmen ermöglichen es, in dem Strahlermodul jeweils eine Mehrzahl von UV-Strahlern hoher Leistung von mehr als 90 W/cm, insbesondere zwischen 100 und 150 W/cm, bezogen auf die wirksame Strahlerlänge, einzusetzen. Das vorgeschlagene UV-Strahlermodul ist also prädestiniert für Hochleistungs-Anwendungen, wie sie bei der Druckfarben-Vernetzung auf mit hoher Geschwindigkeit laufenden Druckbildträgern oder vergleichbaren Anwendungen in der Massenproduktion anderer Produkte mit UV-vernetzbaren Beschichtungen auftreten.

Ein wesentlicher Gedanke bei der vorgeschlagenen UV-Bestrahlungsanordnung ist das Vorsehen eines Abluft- und Kabelkanals, durch den Kühlgas aus angeschlossenen Strahlermodulen abgesaugt (und damit eine effiziente Durchströmung und Kühlung der Module gesichert) werden kann und über den zugleich der elektrische Anschluss der Module mit den erforderlichen Zuleitungskabeln hohen Querschnitts in einfacher und eleganter Weise erfolgen kann. Die UV-Strahlermodule werden jeweils mit ihren Anschlussbereichen mittels eines speziellen Befestigungs-Flansches am Abluft- und Kabelkanal angebracht, wobei dieser bevorzugt zugleich auch den mechanischen Träger der gesamten Bestrahlungsanordnung bildet oder umfasst. Der besagte Abluft- und Kabelkanal ist bevorzugt derart ausgebildet, dass eine Mehrzahl von parallel gereihten Strahlermodulen anschließbar ist.

Des weiteren sei darauf hingewiesen, dass die UV-Strahlermodule jeweils einen Befestigungsflansch oder eine ähnliche Einrichtung zur Anbringung am erwähnten Abluft- und Kabelkanal der Gesamtanordnung aufweisen können, der insbesondere direkt an das Modul-Gehäuse angeformt oder in anderer geeigneter Weise angefügt sein kann. Es ist aber alternativ hierzu auch möglich, einen separaten Befestigungsflansch bereitzustellen, der erst bei der Montage der Bestrahlungsanordnung mit dem jeweiligen Strahlermodul verbunden wird.

Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass ein weitgehend gasdichter Verschluss der Wandung des Abluft- und Kabelkanals einerseits durch eine der Breite des Strahlermoduls entsprechende Flanschbreite gesichert werden kann. Alternativ hierzu ist aber auch die zusätzliche Bereitstellung von Passringen vorzusehen, die zwischen schmalere Flansche der UV-Strahlermodule zum Verschluss der Kanalwandung eingefügt werden können.

Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im übrigen aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Figuren. Von diesen zeigen:

1 eine perspektivische Schnittdarstellung zweier aneinandergereihter UV-Strahlermodule gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, im Querschnitt,

2A eine schematische Längsschnittdarstellung eines UV-Strahlermoduls nach 1,

2B die Darstellung nach 2A mit Pfeilen zur Darstellung eines Kühlgas-Strömungsverlaufes,

3 eine perspektivische Darstellung einer UV-Bestrahlungsanordnung mit zwei UV-Strahlermodulen nach 1 bis 2B, mit Prinzipdarstellung der Einbausituation in einer Druckmaschine, und

4 eine Detailansicht der UV-Bestrahlungsanordnung nach 3, mit teilweise geöffnetem Abluft- und Kabelkanal.

1 zeigt zwei Strahlermodule 100 in einer gemischten perspektivischen und Querschnitts-Darstellung, in der nur eines der (identischen) Module mit Bezugsziffern zur weiteren Erläuterung versehen ist. Die Längsschnitt-Darstellungen nach 2A und 2B knüpfen hier an, haben aber hinsichtlich der konkreten Gehäuseausführung eher den Charakter von Prinzipskizzen.

Wie in 1 zu erkennen, umfasst ein UV-Strahlermodul 1 drei langgestreckte UV-Strahler 3, denen jeweils ein mehrfach abgekanteter Blech-Reflektor 5 zugeordnet ist, in einem ebenfalls aus Blech gefertigten Gehäuse 6. In einem ersten (in der Figur unteren) Gehäuseabschnitt 7, dessen Unterseite im wesentlichen vollflächig mit einer Quarzglasscheibe 9 verschlossen ist, sind die UV-Strahler 3 parallel zueinander in einer Strahlerebene gereiht, die parallel zur Ebene der Quarzglasscheibe 9 liegt.

Dieser untere Gehäuseabschnitt 7 ist durch eine Tragplatte 11 von einem oberen Gehäuseabschnitt 13 getrennt, der sich an der der Tragplatte 11 gegenüberliegenden Seite glockenartig zu einem Anschlussbereich 15 verjüngt. In 1 ist auch angedeutet dargestellt, dass an der Tragplatte 11 Montagebügel und -schrauben 17a, 17b zur Befestigung der einzelnen Strahler 3 und Reflektoren 5 im Gehäuse 6 vorgesehen sind. Weitere Einzelheiten der 1 werden hier nicht beschrieben; hierzu wird auf die Beschreibung zu 3 und 4 weiter unten verwiesen.

2A und 2B zeigen schematisch einen Gehäuseinnenaufbau der UV-Strahlermodule 3 (ohne dass Übereinstimmung zwischen 1 einerseits und 2A und 2B andererseits im Detail angestrebt wird), und zwar in Art einer Längsschnittdarstellung. Hier ist insbesondere der Aufbau der Strahler 3 mit einem im Mittenbereich zylindrischen Hüllkörper 3.1 und zwei Anschlusskontakten 3.2 und 3.3 genauer zu erkennen. Es ist auch dargestellt, dass die Anschlusskontakte 3.2, 3.3 seitlich versetzt gegenüber der Achse des Hüllkörpers 3.1 liegen und die Leitungsdrähte unter einem rechten Winkel zu dieser verlaufen und dass die Ebene des Reflektors 5 zwischen dem Hüllkörper 3.1 und den Anschlusskontakten 3.2, 3.3 sich erstreckt. In diesen Figuren nicht dargestellte Anschlusskabel verlaufen von den Anschlusskontakten 3.2, 3.3 durch den Anschlussbereich 15 nach oben. Es ist auch zu erkennen, dass nahe den seitlichen Enden des Hüllkörpers 3.1 an den UV-Strahlern Endreflektoren 19, 21 vorgesehen sind, die sich ebenfalls senkrecht zur Strahlerachse erstrecken.

3 zeigt mit den dort eingezeichneten Pfeilen, die eine Luftströmung verdeutlichen, die Funktion weiterer Einzelheiten des Modul-Gehäuses 6, nämlich von auf dessen Rückseite (in der Figur: Oberseite) angeordneten Kühllufteinlässen 23, 25 und verschiedenen Leiteinrichtungen für hierüber angesaugte Kühlluftströme. Diese umfassen Luftleitbleche 27, 29, die sich von einer Gehäuserückwand 31 aus senkrecht bis auf die Höhe der Längsachsen der Strahler 3 ins Gehäuseinnere erstrecken und die Kühlluftströme zunächst weit ins Gehäuseinnere lenken. Dazu gehören auch Durchströmöffnungen 33, 35 in den Endreflektoren 19, 21, die Kühlluft in den sich besonders stark erhitzenden Mittenbereich der Strahler 3 lenken. Schließlich umfassen die Leiteinrichtungen auch (wie in 1 zu erkennen) senkrecht aufstehende Seitenwandungen 5.1, 5.2 der Reflektoren 5, die vom Kühlstrom vollflächig überstrichen werden und daher große Wärmemengen von den Reflektoren an den Kühlluftstrom abgeben können.

4 zeigt eine UV-Bestrahlungsanordnung 100, welche hier zwei UV-Strahlermodule 1 umfasst und zwischen zwei Anlagen-Wänden 101, 103 einer Druckmaschine eingepasst ist. Die Strahlermodule 1 sind jeweils mit Befestigungsflanschen 105 hängend an einem Abluft- und Kabelkanal 107 befestigt, der im dargestellten Beispiel in das Gehäuse eines Absaugaggregates 108 mündet.

Einzelheiten des Aufbaus des Abluft- und Kabelkanals 107 sind in 4 dargestellt, wo der Kanal mit teilweise abgenommener Wandung zu sehen ist. Die in dieser Figur dargestellten Teile und gewählten Bezugsziffern entsprechen ansonsten denen der 3. Es ist zu erkennen, dass die Wandung des Abluft- und Kabelkanals 107 durch Faltenbälge 109 gebildet ist, von denen in 4 nur einer dargestellt ist, aber in 3 zwei in unterschiedlichem Aufspreizungszustand zu sehen sind.

3 zeigt im übrigen auch einen Abdeckring 111, der einen Zwischenraum zwischen den Befestigungsflanschen 105 der beiden dort vorhandenen UV-Strahlermodule 1 in der Wandung des Abluft- und Kabelkanals 105 verschließt. Auch dieser Abdeckring ist in 4 fortgelassen. Dafür sind dort eine zentrale Tragstruktur 113 des Abluft- und Kabelkanals 107 sowie eine Kabelführung 115 zum elektrischen Anschluss der UV-Strahlermodule 1 zu erkennen. Die Tragstruktur 113 gewährleistet, dass der Abluft- und Kabelkanal zugleich als stabiler mechanischer Träger der UV-Bestrahlungsanordnung 100 dient, um auch eine größere als die dargestellte Anzahl von UV-Strahlermodulen 1 zu tragen.

Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf dieses Beispiel beschränkt, sondern ebenso in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachgemäßen Handelns liegen. Derartige Abwandlungen betreffen insbesondere verschiedenartige Kombinationen der einzelnen gezeigten Merkmale und speziell Abwandlungen der Gehäuseform der UV-Strahlermodule und der Gestalt und des Wandungsaufbaus des Abluft- und Kabelkanals.


Anspruch[de]
UV-Strahlermodul (1) hoher Leistung, mit

– einer Mehrzahl von langgestreckten UV-Strahlern (3), die jeweils einen mindestens in einem Mittenbereich geradlinig röhrenförmigen Hüllkörper (3.1) und in einem Winkel zum Hüllkörper verlaufende und diesem gegenüber seitlich versetzte Anschlusskontakte (3.2, 3.3) aufweisen,

– Anschlussmitteln zum elektrischen Anschluss der UV-Strahler an eine Hochleistungs-Stromversorgung und

– einem Modul-Gehäuse (6), das einen, insbesondere im wesentlichen quaderförmigen, Gehäuseabschnitt (7) zur Aufnahme der Mehrzahl von UV-Strahlern in zueinander paralleler Ausrichtung in einer Strahlerebene mit mindestens einem zugeordneten Reflektorabschnitt sowie einen im wesentlichen offenen Anschlussabschnitt (15) zur Durchführung der Anschlussmittel und zum Durchtritt von Kühlgas aufweist.
UV-Strahlermodul nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine der Anzahl der UV-Strahler (3) entsprechende Anzahl separater Reflektorabschnitte (5), die jeweils zwei Seitenwände (5.1, 5.2) aufweisen und in geringem Abstand gereiht sind derart, dass die Seitenwände vollflächig von vorbeistreichendem Kühlgas bestrichen werden können. UV-Strahlermodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Reflektorabschnitt (5) in Zuordnung zu je einem UV-Strahler (3) einen trog- oder W-förmigen Querschnitt aufweist. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Reflektorabschnitt (5) im wesentlichen zwischen den Hüllkörpern (3.1) der UV-Strahler (3) und deren Anschlusskontakten (3.2, 3.3) angeordnet ist derart, dass er die Anschlusskontakte gegenüber der erzeugten Strahlung abschirmt. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an oder nahe den Enden der Hüllkörper (3.1) Endreflektorabschnitte (19, 21) vorgesehen sind, die jeweils eine zur Strahlerebene geneigte, insbesondere senkrechte, Reflexionsebene für die erzeugte Strahlung aufspannen. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Anschlussabschnitt (15) gegenüberliegende Gehäuse-Vorderseite mit einer Quarzglasscheibe (9) verschlossen ist. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Seitenfläche und/oder einer Gehäuserückseite, benachbart zum Anschlussabschnitt (15), mindestens eine Kühlgas-Zuführungsöffnung (23, 25) vorgesehen ist und im Gehäuseinneren Leiteinrichtungen (27, 29, 33, 35) zur Führung von Kühlgas um die UV-Strahler (3) und den oder jeden Reflektorabschnitt (5) herum zum Anschlussabschnitt (15) hin vorgesehen sind. UV-Strahlermodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtungen Leitbleche (27, 29) zur Umlenkung eines Kühlgasstroms zwischen der oder jeder Kühlgaszuführungsöffnung (23, 25) und dem Anschlussabschnitt (15) umfassen. UV-Strahlermodul nach Anspruch 5 und Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtungen Durchströmöffnungen (33, 35) in den Endreflektorabschnitten (19, 21) zum Durchtritt von Kühlgas zu den Hüllkörpern (3.1) der UV-Strahler (3) umfassen. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul-Gehäuse (6) mindestens zum überwiegenden Teil aus Metallblech, insbesondere Aluminiumblech, aufgebaut ist. UV-Strahlermodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Reflektorabschnitt (5) als mehrfach abgekantetes und/oder gebogenes Blechteil, insbesondere aus Aluminiumblech, dessen im gebrauchsfertigen Zustand dem UV-Strahler zugewandte Oberfläche insbesondere für UV-Strahlung hochgradig reflektierend und dessen gegenüberliegende Oberfläche hochgradig IR-Strahlung emittierend ist, ausgebildet ist. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-Strahler (3) jeweils eine spezifische Leistung von mehr als 90 W/cm, insbesondere zwischen 100 und 150 W/cm, bezogen auf die wirksame Strahlerlänge, aufweisen. UV-Strahlermodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul-Gehäuse (6) einen Anschlussflansch (105) zur Anbringung an einem Abluft- und Kabelkanal (107) einer UV-Bestrahlungsanordnung aufweist. UV-Bestrahlungsanordnung (100), insbesondere UV-Trockner zum Vernetzen von Druckfarben in einer Druckmaschine, gekennzeichnet durch mindestens ein an einen Ablauf- und Kabelkanal (107) angeflanschtes UV-Strahlermodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche. UV-Bestrahlungsanordnung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von parallel zueinander und eine gemeinsame Strahlerebene schaffenden UV-Strahlermodulen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13. UV-Bestrahlungsanordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Abluft- und Kabelkanal (107) einen mechanischer Träger (113) des UV-Strahlermoduls oder der UV-Strahlermodule (1) aufweist. UV-Bestrahlungsanordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Abluft- und Kabelkanal (107) eine variable, insbesondere ziehharmonikaartig ausgebildete, Wandung (109) zum Einfügen eines oder mehrerer Anschlussflansche (105) zum Anschluss eines oder mehrerer UV-Strahlermodule (1) unter im wesentlichen dichtem Verschluss der verbleibenden Kanallänge aufweist. UV-Bestrahlungsanordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, gekennzeichnet durch Zwischenringe (111) zum im wesentlichen gasdichten Verschluss von Zwischenbereichen der Wandung des Abluft- und Kabelkanals (107) zwischen dort angeflanschten UV-Strahlermodulen (1).






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