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Dokumentenidentifikation DE102005059109A1 14.06.2007
Titel Verfahren zur Herstellung einer Plastikkarte mit erhabenen Informationen und eine entsprechende Vorrichtung
Anmelder Atlantic Zeiser GmbH, 78576 Emmingen-Liptingen, DE
Erfinder Berndtsson, Anders, Stein am Rhein, CH
Vertreter Ullrich & Naumann, 69115 Heidelberg
DE-Anmeldedatum 08.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005059109
Offenlegungstag 14.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse B42D 15/10(2006.01)A, F, I, 20051208, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 17/00(2006.01)A, L, I, 20051208, B, H, DE   B41M 1/12(2006.01)A, L, I, 20051208, B, H, DE   B41M 1/30(2006.01)A, L, I, 20051208, B, H, DE   B41M 3/14(2006.01)A, L, I, 20051208, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Verfahren zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte (1) oder dgl., wobei die Karte (1) auf einer Seite Informationen (2) in erhabener Form aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Informationen (2) mit definierbarer Geometrie drucktechnisch auf der Kartenoberfläche erzeugt werden. Eine Vorrichtung zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte (1) oder dgl, wobei die Karte (1) auf einer Seite Informationen (2) in erhabener Form aufweist, mit einer die erhabenen Informationen (2) auf der Karte (1) erzeugenden Bearbeitungsstation (7), vorzugsweise zur Anwendung des zuvor genannten Verfahrens, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstation (7) eine Druckeinrichtung zur drucktechnischen Erzeugung der erhabenen Informationen (2) umfasst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte oder dgl., wobei die Karte auf einer Seite Informationen in erhabener Form aufweist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte oder dgl., wobei die Karte auf einer Seite Informationen in erhabener Form aufweist, mit einer die erhabenen Informationen auf der Karte erzeugenden Bearbeitungsstation, vorzugsweise zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Es geht hier grundsätzlich um die Herstellung jedweder Karten mit erhabenen Informationen, wobei es sich bei den Informationen regelmäßig um Buchstaben und/oder Zahlen handelt. Die Kreditkarte ist eine solche Karte, die regelmäßig aus Plastik (meist PVC) im Format einer Checkkarte hergestellt ist. Auf der Vorderseite einer herkömmlichen Kreditkarte sind die Kartendaten erhaben geprägt. Eine solche Prägung wird üblicherweise als Hochprägung bezeichnet.

Das Erzeugen der Prägung erfordert einen erheblichen technischen Aufwand. In Bezug auf einen bislang verwendeten Prägemechanismus sei lediglich beispielhaft auf die DE 36 86 262 T2 verwiesen. Das Prägen erfolgt unter Nutzung von Prägestempeln, mit denen die Karte plastisch verformt wird. Für jede Zahl und für jeden Buchstaben ist ein anderer Prägestempel zu verwenden. Außerdem ist der Vorgang des Prägens äußerst langsam, d.h. zeitkritisch, da nämlich üblicherweise ein Zeichen nach dem anderen, d.h. einzeln, geprägt wird. Des Weiteren ist eine Mindestgröße der Zeichen aufgrund der zum Einsatz kommenden Mechanik vorgegeben. Somit lässt sich auf eine Karte im Scheckkartenformat nur eine begrenzte Anzahl von Zeichen nebeneinander anordnen.

Außerdem lassen sich nach dem bekannten Verfahren mittels Prägetechnik nur ausgewählte Zeichen ausbilden, zu denen nämlich Prägestempel existieren. Ein Wechsel von römischen Zahlen und arabischen Schriftzeichen auf beispielsweise asiatische Zeichen ist in Ermangelung geeigneter Prägestempel regelmäßig nicht möglich.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte oder dgl., wobei die Karte auf einer Seite Informationen in erhabener Form aufweist, derart auszugestalten und weiterzubilden, dass bei einfachster Technik beliebig große Informationseinheiten, insbesondere Zeichen, bei kürzester Bearbeitungszeit auf die Karte aufbringbar sind. Des Weiteren soll eine entsprechende Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens angegeben werden.

Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale der nebengeordneten Patentansprüche 1 und 22 gelöst.

Das erfindungsgemäße Verfahren löst die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Danach ist das Verfahren zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte oder dgl., wobei die Karte auf einer Seite Informationen in erhabener Form aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Informationen mit definierbarer Geometrie drucktechnisch auf der Kartenoberfläche erzeugt werden.

Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass sich erhabene Informationen, so beispielsweise Zahlen oder Buchstaben, auf der Oberfläche einer Kreditkarte auch unter Nutzung anderer Techniken aufbringen lassen, nämlich unter Nutzung der Drucktechnik. So lassen sich die erhabenen Informationen mit definierbarer Geometrie drucktechnisch auf der Kartenoberfläche erzeugen, so dass ein mühsames und aufwendiges Prägen der Karte nicht erforderlich ist. Außerdem ist dadurch die Gefahr vermieden, dass die Karte durch das Prägen zumindest bereichsweise deformiert wird. Ganz im Gegenteil wird auf eine eine glatte, ebene Oberfläche aufweisende Karte eine Information ohne mechanische Einwirkung auf die Karte aufgebracht. Bei entsprechender Dicke ist auch hier von einer erhabenen Information die Rede, wobei die Höhe der Information bei Anwendung einer geeigneten Drucktechnik der Höhe bei bisheriger Prägung entspricht.

In Bezug auf die anzuwendende Drucktechnik ist es von Vorteil, wenn zur Erzeugung der Informationen siebdrucktechnisch gearbeitet wird. Dabei sei angemerkt, dass sich grundsätzlich jedwede Drucktechniken anwenden lassen, sofern es möglich ist, Informationen in erhabener Ausgestaltung auf die Karte aufzubringen. Letztendlich geht es darum, dass die Informationen bildende Material fest auf die Oberfläche der Karte aufzubringen, nämlich ganz überwiegend durch Adhäsion und/oder chemische Reaktion. So ist es denkbar, dass zur Erzeugung der Informationen eine Art Klebstoff verwendet wird, der sich drucktechnisch auf der Oberfläche posiaufbringen lässt.

Insbesondere bei siebdrucktechnischer Erzeugung der Informationen lassen sich diese mittels einer Schablone aufbringen, wobei die Schablone mit den Informationen entsprechenden Ausnehmungen oder Perforationen ausgestattet ist. Entsprechend der gewünschten Dicke bzw. Höhe der Informationen wird eine Schablone mit entsprechender Dicke verwendet.

In Bezug auf die Vorbereitung des eigentlichen Bedruckens, d.h. in Bezug auf die Fertigstellung der jeweils erforderlichen Schabtone, ist es von besonderem Vorteil, wenn die Ausnehmungen oder Perforationen in der Schablone lasertechnisch erzeugt werden. Über einen geeigneten Prozessrechner und ein entsprechendes Grafikprogramm lassen sich beliebige Ausnehmungen/Perforationen erzeugen. Entgegen dem bislang bekannten Stand der Technik, wonach zum Prägen vorgefertigte Prägestempel mit den jeweiligen Zeichen verwendet werden, ist man hier in der Erzeugung der Informationen frei, lassen sich nämlich mit Hilfe der Lasertechnik beliebige Informationen in die Schablone einarbeiten, die dann wiederum zum Bedrucken der Kartenoberfläche im Sinne einer Maske dient.

Zur Herstellung der jeweils erforderlichen Schablone ist es von weiterem Vorteil, wenn die lasertechnische Erzeugung der Ausnehmungen/Perforationen in einer besonderen Laserstation erfolgt, die gegen die Umgebung weitestgehend abgeschirmt ist. Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn die Schablone unmittelbar vor der eigentlichen Bearbeitungsstation, d.h. vor dem Bedrucken der Karte, räumlich wie auch zeitlich, gefertigt wird. Somit lässt sich die Schablone unmittelbar der Bearbeitungsstation zum Bedrucken der Karte zuführen.

Insbesondere in Bezug auf die Serienfertigung entsprechender Karten ist es von weiterem Vorteil, wenn als Schablone ein bandförmiges Material, vorzugsweise ein Kunststoffband bzw. eine bandförmige Kunststofffolie, verwendet wird. Das bandförmige Material ist in weiter vorteilhafter Weise auf einer zur Bevorratung dienenden Rolle aufgewickelt und wird von dieser kontinuierlich über die Lasterstation der eigentlichen Bearbeitungsstation, d.h. der Druckstation, zugeführt. Die Ausgestaltung der Schablone als bandförmiges Material beschleunigt den Prozess des Zuführens der Schablone ganz erheblich.

So wird die Schablone in Form eines bandförmigen Materials durch die Laserstation in die Druckstation gefördert. In der Druckstation werden die zu bedruckenden Karten und die Schablone – zum Bedrucken der Karte – zusammengeführt, wobei zum Fördern der Karte beliebige Fördertechniken realisierbar sind. Unter Zugrundelegung der zuvor gefertigten Schablone findet der Druck auf der Kartenoberfläche statt, und zwar in einer Dicke, die in etwa der Dicke der Schablone entspricht. Die durch den Druck darzustellenden Informationen lassen sich in einer Dicke erzeugen, die der Dicke der Schablone entsprechen kann. In besonders vorteilhafter Weise ist es möglich, während des Drucks, d.h. während des Aufbringens des Materials, die Schablone an – bzw. abzuheben und dadurch den Druck in seiner Erhabenheit, d.h. seiner zu erzielenden Dicke, nachzuziehen. Durch diese Vorgehensweise lassen sich Dimensionen erreichen, die weit über der Dicke der Schablone liegen.

Zum Bedrucken der Karte, insbesondere zum Erzeugen der erforderlichen Dicke der Informationen, wird vorzugsweise ein besonderes Kunststoffmaterial verwendet, welches kontrolliert aushärtet. Entsprechend härten die Informationen bereits in der Druckstation und/oder in einem der Druckstation nachgeordneten Bereich aus, wobei der Prozess des Aushärtens sich über einen gewissen Zeitraum hinweg erstrecken kann. Bei hinreichend gehärteten Informationen kann die Schablone auch bereits vor dem endgültigen Aushärten entfernt werden, wobei darauf zu achten ist, dass beim Entfernen der Schablone das aufgebrachte Material insgesamt auf der Karte verbleibt.

Das Aushärten des die Informationen bildenden Materials kann unter Nutzung einer der Druckstation zugeordneten oder der Druckstation nachgeordneten Aushärteeinrichtung erfolgen. Eine solche Aushärteeinrichtung erzeugt Wärme und/oder Licht, in vorteilhafter Weise UV-Licht, wodurch das Aushärten des Materials beschleunigt, vor allem aber auch kontrolliert gesteuert werden kann. Im Rahmen einer Aushärtung durch UV-Licht findet regelmäßig eine Vernetzung im Material und dadurch eine äußerst schnelle Härtung statt.

Wie bereits zuvor erwähnt, kann die Schablone nach dem Drucken und nach einem ersten Anhärten von der Karte entfernt werden. Ebenso ist es denkbar, dass die Schablone bis nach dem ersten Anhärten oder bis zum nahezu vollständigen Aushärten des Materials auf der Karte verbleibt.

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn das die Informationen bildende Material im Randbereich zumindest geringfügig abgerundet ist. Eine solche Abrundung lässt sich entweder gleich beim Bedrucken durch Ausgestaltung einer entsprechenden Schablone hervorrufen oder durch eine anschließende Behandlung der die Informationen tragenden Karte. So könnte die Karte mit den erhabenen Informationen einer anschließenden Wärmebehandlung unterzogen werden. Da das Material stets einen energetisch günstigen Zustand anstrebt, bilden sich bei Erwärmung gerundete Randbereiche, wobei eine solche Temperaturbehandlung bereits vor dem vollständigen Aushärten stattfinden kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Informationen durch einen flüssigen, aushärtbaren Kunststoff erzeugt werden.

Ebenso ist es denkbar, dass die Karte mit den erhabenen Informationen vor oder nach dem vollständigen Aushärten einer Ultraschallbehandlung zugeführt wird. Insbesondere bei Verwendung thixotroper Materialien lassen sich die Randbereiche der einzelnen Informationen bzw. Zeichen aufgrund der so erzeugbaren niedrigen Viskosität und aufgrund des Strebens des Materials nach geringer Oberflächenenergie/Oberflächenspannung abrunden, wie dies bei herkömmlich geprägten Zeichen durch das Prägen – per se – erreicht wird.

Nach der eigentlichen Behandlung bzw. Herstellung der Karte mit den erhabenen Informationen ist es von weiterem Vorteil, wenn die Schablonen bzw. das entsprechende bandförmige Material einem zur Entsorgung dienenden Depot zugeführt werden. Dazu ist es von weiterem Vorteil, wenn das bandförmige Material nach der Druckstation auf eine Rolle aufgewickelt wird, die sich dann insgesamt entsorgen bzw. recyceln lässt.

Die vorliegende Erfindung ist in Bezug auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung durch die Merkmale des Patentanspruchs 22 definiert. Danach ist eine Vorrichtung zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte oder dgl., wobei die Karte auf einer Seite Informationen in erhabener Form aufweist, mit einer die erhabenen Informationen auf der Karte erzeugenden Bearbeitungsstation, insbesondere zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstation eine Druckeinrichtung zur drucktechnischen Erzeugung der erhabenen Informationen umfasst. Die Druckeinrichtung ist vorzugsweise als Siebdruckeinrichtung ausgeführt.

Entsprechend den Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Bearbeitungsstation eine Lasereinrichtung vorgeordnet, die zum Lochen bzw. Perforieren einer zum Drucken dienenden Schablone – Druckschablone – dient. Bei der Druckschablone kann es sich um eine Kunststofffolie, vorzugsweise in Form eines Bandes, handeln.

Die Kunststofffolie wird insbesondere bei bandförmiger Ausgestaltung über eine Rolle bereitgestellt und gelangt von der Rolle über die Lasereinrichtung zur Bearbeitungsstation.

Die zu bedruckende Karte ist ebenfalls der Bearbeitungsstation zuführbar, und zwar über beliebige Zuführmechanismen. In der Bearbeitungsstation wird die Schablone auf die Karte gelegt und kann der Druckvorgang bei entsprechender Belegung der Karte durchgeführt werden.

Der Bearbeitungsstation ist eine Härteeinrichtung zu- oder nachgeordnet, wobei die Härteeinrichtung eine UV-Bestrahlungseinheit umfassen kann. Auch eine Wärmequelle lässt sich zur Begünstigung des Aushärtens zur Anwendung bringen.

Außerdem ist es denkbar, dass der Bearbeitungsstation eine Wärmebehandlungseinrichtung zu- oder nachgeordnet ist. Eine solche Wärmebehandlungseinrichtung oder aber auch eine Ultraschalleinrichtung können zum Abrunden der Randbereiche eines jeden aufgedruckten Zeichens verwendet werden, um nämlich einen Eindruck zu erzeugen, wie er bei geprägten Zeichen vorliegt.

Weiter ist es denkbar, dass die Schablone, vorzugsweise in Form einer bandförmigen Kunststofffolie, einem vorzugsweise als Rolle ausgeführten Depot zuführbar ist, um nämlich das bandförmige Material insgesamt entsorgen bzw. recyceln zu können.

Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass die zuvor erörterten Merkmale zu dem erfindungsgemäßen Verfahren auch eine vorrichtungsmäßige Ausprägung haben können. Eine Kombination dieser Merkmale mit den die Vorrichtungsansprüche betreffenden Merkmalen ist nicht nur möglich, sondern von Vorteil.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die den Patentansprüchen 1 und 22 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigt die

einzige Fig. ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wodurch sich das erfindungsgemäße Verfahren erörtern lässt.

Die in der einzigen Fig. gezeigte schematische Anordnung bezieht sich auf ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Danach wird eine Kreditkarte 1 mit Informationen in erhabener Form ausgestattet, wobei es sich dabei – bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel einer Kreditkarte – um Informationen in Form von Zahlen 2 handelt. Wesentlich dabei ist, dass diese Zahlen 2 in erhabener Form auf der Kreditkarte 1 aufzubringen sind.

Die einzige Fig. zeigt des Weiteren, dass über eine erste Rolle 3 eine bandförmige Kunststofffolie 4 durch Abwickeln bereitgestellt wird. Diese Kunststofffolie 4 durchläuft eine Lasereinrichtung 5, wobei dort eine Perforation 6 in die Kunststofffolie 4 eingebracht wird. Diese Perforation 6 entspricht der auf die Kreditkarte 1 aufzubringenden Zahlenfolge 2.

Der Lasereinrichtung 5 schließt sich eine Bearbeitungsstation 7 an, der gleichermaßen die Kreditkarte 1 im Ruhezustand zugeführt wird. Dort gelangt die perforierte Kunststofffolie 4 mit der auf die Kreditkarte 1 aufzudruckenden Zahlenfolge 2 unmittelbar über die Kreditkarte 1, so dass ein siebdrucktechnisches Bedrucken der Kreditkarte 1 entsprechend der durch Perforation vorgegebenen Zahlenfolge 2 erfolgen kann.

Nach dem Aushärten des die Zahlenfolge 2 bildenden erhabenen Materials wird die Kunststofffolie 4 von der Kreditkarte 1 entfernt, wobei das endgültige Aushärten des Materials durch UV-Bestrahlung begünstigt wird. Dies lässt sich der einzigen Fig. nicht entnehmen und sei hier lediglich in Ergänzung zu der allgemeinen Beschreibung angemerkt. Ebenso lassen sich die Randbereich der einzelnen Zahlen 2 durch Wärmebehandlung und/oder Ultraschallbehandlung abrunden.

Die Kunststofffolie 4 wird nach dem Druckvorgang und nach dem Entfernen von der Oberfläche der Kreditkarte 1 auf eine zweite Rolle 8 aufgerollt und lässt sich insgesamt entsorgen bzw. recyceln.

Die bedruckte Kreditkarte 1 wird zur weiteren Handhabung entsprechend dem Bedarf weiter gefördert, wobei die weitere Handhabung der Kreditkarte nicht zu der beanspruchten Lehre gehört und eine entsprechende Darstellung an dieser Stelle jedenfalls entbehrlich ist.

Schließlich sei angemerkt, dass die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele lediglich der beispielhaften Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte (1) oder dgl., wobei die Karte (1) auf einer Seite Informationen (2) in erhabener Form aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Informationen (2) mit definierbarer Geometrie drucktechnisch auf der Kartenoberfläche erzeugt werden. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen (2) siebdrucktechnisch, erzeugt werden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen (2) mittels einer Schablone (4) mit den Informationen (2) entsprechenden Ausnehmungen erzeugt werden. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass entsprechend der gewünschten Dicke bzw. Höhe der Informationen (2) eine Schablone (4) mit entsprechender Dicke verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone (4) entsprechend den Informationen (2) perforiert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen/Perforationen (6) lasertechnisch in der Schablone (4) erzeugt werden. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die lasertechnische Erzeugung der Ausnehmungen/Perforationen (6) in einer Laserstation (5) erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Schablone (4) ein bandförmiges Material, vorzugsweise ein Kunststoffband bzw. eine Kunststofffolie, verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bandförmige Material von einer zur Bevorratung dienenden Rolle (3) abgewickelt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone (4), insbesondere in Form eines bandförmigen Materials, durch die Laserstation (5) in eine Druckstation (7) gefördert wird. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Druckstation (7) die Karte (1) und die Schablone (5) zum Bedrucken der Karte (1) zusammengebracht werden. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Druckstation (7) und/oder der Druckstation (7) nachgeordnet die drucktechnisch auf die Karte (1) aufgebrachten Informationen (2) aushärten. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushärten der Informationen (2) unter Nutzung einer der Druckstation (7) zugeordneten oder nachgeordneten Aushärteeinrichtung erfolgt. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aushärteeinrichtung Wärme und/oder Licht, vorzugsweise UV-Licht, erzeugt. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Drucken und nach einem ersten Anhärten die Schablone (4) von der Karte (1) entfernt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Drucken und nach dem Aushärten die Schablone (4) von der Karte (1) entfernt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte (1) mit den erhabenen Informationen (2) einer Wärmebehandlung unterzogen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte (1) mit den erhabenen Informationen (2) vor oder nach dem vollständigen Aushärten einer Ultraschallbehandlung zugeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen (2) durch einen flüssigen, aushärtbaren Kunststoff erzeugt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone (4), vorzugsweise in Form eines bandförmigen Materials, nach der Druckstation (7) einem Depot, vorzugsweise in Form einer Rolle (8), zugeführt wird. Vorrichtung zur Herstellung einer Plastikkarte, insbesondere einer Bankkarte, Kreditkarte (1) oder dgl., wobei die Karte (1) auf einer Seite Informationen (2) in erhabener Form aufweist, mit einer die erhabenen Informationen (2) auf der Karte (1) erzeugenden Bearbeitungsstation (7), vorzugsweise zur Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstation (7) eine Druckeinrichtung zur drucktechnischen Erzeugung der erhabenen Informationen (2) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinrichtung (7) als Siebdruckeinrichtung ausgeführt ist. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Bearbeitungsstation (7) eine Lasereinrichtung (5) vorgeordnet ist, die zum Perforieren (6) einer zum Drucken dienenden Schablone (4) dient. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckschablone als Kunststofffolie (4), vorzugsweise in Form eines Bandes, ausgeführt ist. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie (4) von einer Rolle (3) über die Lasereinrichtung (5) der Bearbeitungsstation (7) zuführbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die zu bedruckende Karte (1) der Bearbeitungsstation (7) zuführbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Bearbeitungsstation (7) eine Härteeinrichtung zu- oder nachgeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Härteeinrichtung eine UV-Bestrahlungseinheit umfasst. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Bearbeitungsstation (7) eine Wärmebehandlungseinrichtung zu- oder nachgeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone (4), vorzugsweise in Form einer bandförmigen Kunststofffolie (4), einem vorzugsweise als Rolle (8) ausgeführten Depot zuführbar ist.






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