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Dokumentenidentifikation DE60126884T2 14.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001201422
Titel Laminat mit abziehbarer Oberschicht und Verfahren zum Abziehen der Oberschicht vom Laminat
Anmelder Matsushita Electric Works, Ltd., Kadoma, Osaka, JP;
Konishi Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Ishikawa, Hiroyuki, Kadoma-shi, Osaka 571-8686, JP;
Shimotsuma, Sumiya, Chuo-ku, Osaka-shi, Osaka 541-0045, JP;
Matsushita, Shinichiro, Chuo-ku, Osaka-shi, Osaka 541-0045, JP;
Hamada, Keiichi, Chuo-ku, Osaka-shi, Osaka 541-0045, JP
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 60126884
Vertragsstaaten DE, FR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.10.2001
EP-Aktenzeichen 011250636
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2002
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse B32B 7/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C09J 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B32B 7/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C08J 9/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C09J 5/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Laminat mit einer ablösbaren Deckschicht, das als Baumaterialien verwendet werden kann, die über einen langen Zeitraum schwierige Anwendungsbedingungen überstehen, und leicht nach der Verwendung rezykliert werden können, und ein Verfahren zum Ablösen der Deckschicht von dem Laminat zum Rezyklieren.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

In der Vergangenheit sind laminierte Platten oder Bretter weitverbreitet in vielen Anwendungsgebieten verwendet worden, beispielsweise als Baumaterialien für Büro, Eigentumswohnungen und Haus, Materialien für Raumausstattung und Automobilinnenräume. Die laminierten Platten oder Bretter werden üblicherweise hergestellt, indem ein Substrat, wie ein Holzbrett oder eine Fasergipsplatte, mit einer verzierten Kunststoffolie, beispielsweise eine Polyvinylchlorid-, Polyester- oder Polyolefinfolie mit einem aufgedruckten Muster, wie Holzmaserung, oder einer verzierten Metallplatte, beispielsweise eine mit Lack angestrichene Metallplatte, eine Stahlplatte mit einer Rostschutzoberfläche, die durch Behandlung mit Phosphat erhalten wurde, oder eine Aluminiumplatte mit einer Beschichtung durch anodische Oxidation, verbunden wird.

Jedoch ist es wünschenswert, wenn eine Reparatur oder ein Abbruch bei den vorstehend beschriebenen Anwendungen durchgeführt wird, die Metall- oder Kunststoffolie vom laminierten Brett abzulösen. Wenn die Metall- oder Kunststoffolie nicht leicht abgelöst werden kann, muß das gesamte laminierte Brett als Industrieabfall entsorgt werden. In den letzten Jahren wurde der Einfluss, den der Industrieabfall auf die Umwelt ausübt, ein Angelegenheit von öffentlichem Belang. Deshalb wird versucht, die Leichtigkeit des Ablösens der Metall- oder Kunststoffolie und die Leichtigkeit des Rezyklierens oder Wiederverwendens des laminierten Bretts nach der Verwendung zu verbessern.

Beispielsweise offenbart die japanische Patentvorveröffentlichung [KOKAI] Nr. 56-61468 einen ablösbaren Klebstoff, der dadurch gekennzeichnet ist, daß er 30 bis 100 Gewichtsteile Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur Volumenexpansion durch Erwärmen, bezogen auf 100 Gewichtsteile einer Klebstoffkomponente, enthält. Durch die Verwendung diese Klebstoffs gibt es Vorteile dahingehend, daß ein Vorgang des Ablösens von Etiketten von etikettierten Flaschen nach der Verwendung oder des Abreißens eines unnötigen Aufklebers von einem gekauften Gegenstand leicht wird.

Jedoch ist im Gebiet der Baumaterialien eine sehr hohe Bindungsstärke zwischen der Metall- oder Kunststoffolie und dem Substrat erforderlich, verglichen mit den vorstehend beschriebenen Fällen. Insbesondere wenn das laminierte Brett unter Verwendung einer spezifischen Kunststoffolie, wie Polyester oder Polyolefin, die Schwierigkeiten bei der Haftung aufweist, hergestellt wird, ist es notwendig, daß das laminierte Brett außer der hohen Bindungsstärke ausgezeichnetes Leistungsvermögen bei Wasserfestigkeit, Hitzebeständigkeit, Warmkriechfestigkeit und Beständigkeit gegen heißes Wasser zeigt.

Unter diesen Umständen wird damit gerechnet, daß ein laminiertes Brett mit verbesserter Leichtigkeit des Ablösens der Kunststoffolie oder der Metallplatte, d. h. der Leichtigkeit des Rezyklierens oder Wiederverwendens des laminierten Bretts nach der Verwendung, entwickelt wird, während für ausgezeichnete Bindungsleistung des laminierten Brettes gesorgt wird, das eine ausgedehnte Zeit schwierige Anwendungsbedingungen überstehen kann.

Aus der Patentzusammenfassung von Japan JP2001-169808 ist eine klebrige Folie vom thermisch trennbaren Typ bekannt, die erhalten wird, indem eine thermisch expandierbare Schicht, die thermisch expandierbare Mikrokugeln enthält, und eine klebrige Schicht, die eine klebrige Substanz enthält, auf mindestens einer Oberfläche eines Substrats mit Hitzebeständigkeit und Streckbarkeit erzeugt wird.

Weiterhin offenbart das Dokument WO 98/50480 eine wärmehärtbare Klebstoffzusammensetzung, die ein Polyepoxidharz, einen Härter und mehrere Mikrokugeln enthält. Die Mikrokugeln, das Polyepoxidharz und der Härter und die relativen Mengen davon werden so gewählt, daß die Zusammensetzung beim Härten eine Semistrukturbindung an das Substrat in diesem sauber thermisch Entfernbaren vom Substrat erzeugen kann.

Deshalb ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Laminat mit einer ablösbaren Deckschicht bereitzustellen, das als Baumaterialien verwendet werden kann, die die Fähigkeit zum Überstehen schwieriger Anwendungsbedingungen aufweisen, und leicht nach der Verwendung rezykliert werden kann.

Diese Aufgabe wird von einem Laminat oder einem Schichtstoff nach Anspruch 1 und einem Verfahren nach Anspruch 11 gelöst. Die Ansprüche 2 bis 10 betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsformen des Laminats oder des Schichtstoffs nach Anspruch 1, die Ansprüche 12 bis 14 betreffen bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens nach Anspruch 11.

Das heißt, das Laminat der vorliegenden Erfindung umfasst ein Substrat, die Deckschicht und eine bindende Schicht zwischen der Deckschicht und dem Substrat. Entweder das Substrat oder die Deckschicht ist oder beide sind porös. Ein Klebstoff zum Erzeugen der bindenden Schicht umfasst (A) eine wässrige Dispersion, die ein Polymer enthält, das die Eigenschaften aufweist, daß ein getrockneter Film der wässrigen Dispersion eine Zugfestigkeit von 1 bis 28 MPa und prozentuale Dehnung (percentage elongation) von 100 bis 2000% aufweist, und (B) eine Klebstoffzusammensetzung auf Wasserbasis, die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion enthält, die jeweils aus einer Polymerhülle bestehen, in die ein Gas eingekapselt ist.

Da die wässrige Dispersion (A) mit den vorstehenden Eigenschaften im Klebstoff enthalten ist, ist es möglich, die bindende Schicht bereitzustellen, die ausgezeichnete Bindungsleistung zwischen der Deckschicht und dem Substrat aufweist, ohne die Fähigkeit zur thermischen Expansion der Mikrokugeln der Klebstoffzusammensetzung auf Wasserbasis (B) zu verschlechtern. Außerdem ist, um Wasser, das beim Laminierverfahren im Klebstoff enthalten ist, zu entfernen, mindestens eines von Substrat und Deckschicht porös.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Deckschicht eine Kunststoffdeckschicht oder eine verzierte Metallplatte und das Substrat ist ein poröses Brett oder eine poröse Platte.

Die wässrige Dispersion (A) enthält ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVAc) und zusätzlich zum Ethylen-Vinylacetat-Copolymer vorzugsweise eine anionische Polyurethandispersion. Im letzteren Fall ist es bevorzugt, eine anionische Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen als die anionische Polyurethandispersion zu verwenden.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Ablösen der Deckschicht vom vorstehend beschriebenen Laminat bereitzustellen. Das heißt, das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß es den Schritt des Bestrahlens des Laminats mit Licht umfasst, während ein Erwärmungsverfahren an dem Laminat durchgeführt wird.

Durch Erwärmen des Laminats nach der Verwendung wird eine dramatische Zunahme des Volumens der Mikrokugeln in der bindenden Schicht bewirkt. Diese Volumenexpansion der bindenden Schicht erleichtert die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht in gewissem Ausmaß. Jedoch verschlechtert sich, wenn die Temperatur des Laminats abnimmt, die Leichtigkeit des Ablösens allmählich, da die Bindungsstärke durch Schrumpfen der Mikrokugeln wiedererlangt wird. Außerdem ist es für Arbeiter schwierig, den Ablösvorgang des Laminats lange Zeit bei der hohen Temperatur durchzuführen. Darüber hinaus kann längeres Erwärmen die Qualität des Laminats verändern oder eine Verformung des Laminats bewirken. Dies sind immer noch Probleme beim Rezyklieren des Laminats.

In der vorliegenden Erfindung wird gefunden, daß die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht durch Bestrahlen des Laminats mit Licht, vorzugsweise fernes Infrarot oder Ultraviolett, während das Laminat erwärmt wird, beträchtlich verbessert werden kann. Insbesondere wenn fernes Infrarot mit einer Wellenlänge von 5 bis 30 &mgr;m verwendet wird, kann die Deckschicht leicht in kurzer Zeit, beispielsweise mehrere Minuten, abgelöst werden. Außerdem ist es möglich, das Anhaften eines Restes der bindenden Schicht an die abgelöste Deckschicht zu verhindern. Darüber hinaus besteht, wenn das Laminat 2 Minuten oder mehr mit dem fernen Infrarot bestrahlt wird, während es auf eine Temperatur von 150°C oder mehr erwärmt wird, ein weiterer Vorteil dahingehend, daß sich die Deckschicht nach dem Bestrahlen von selbst ablösen kann.

Diese und noch weitere Aufgaben und Vorteile werden aus der folgenden ausführlichen Erläuterung der Erfindung und bevorzugter Beispiele der Erfindung offensichtlich.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Wie vorstehend beschrieben, besteht das Laminat oder der Schichtstoff der vorliegenden Erfindung aus dem Substrat, der ablösbaren Deckschicht und der bindenden Schicht zwischen der Deckschicht und dem Substrat.

Als Substrat des Laminats ist es beispielsweise möglich, ein poröses Brett, wie z. B. ein Holzbrett, eine mitteldichte Faserplatte (MDF), Spanplatte und Furnier, ein Brett aus anorganischem Material, wie Fasergipsplatte, ein nicht entflammbares Brett und eine autoklavierte Leichtbetonplatte (ALC), und ein poröses Kunststoffbrett, wie ein geschäumtes Polyurethanbrett und ein geschäumtes FRP-Brett, zu verwenden.

Eine Metallplatte oder -brett kann als die ablösbare Deckschicht des Laminats verwendet werden. In diesem Fall ist es möglich, als die Metallplatte oder -brett beispielsweise eine verzierte Stahl- oder Metallplatte oder -brett mit einer Polymerlackbeschichtung, Stahlplatte oder -brett mit einer Oberfläche nach Behandlung mit Phosphat oder eine Aluminiumplatte oder -brett mit einer Beschichtung nach anodischer Oxidation zu verwenden. Als die Stahl- oder Metallplatte oder -brett mit der Polymerlackbeschichtung sind beispielsweise mit Epoxidharz beschichtete Stahl- oder Metallplatten oder -bretter und PVC-beschichtete Stahl- oder Metallplatten oder -bretter bekannt.

Außerdem kann eine Kunststoffolie als Deckschicht des Laminats verwendet werden. In diesem Fall ist es möglich, als die Kunststoffolie beispielsweise eine Polyolefinfolie, wie eine Polypropylenfolie mit einer Oberfläche nach Behandlung durch Koronaentladung, Polyesterfolie, Acrylfolie, Melamin-Formaldehydharz-Folie oder dergleichen, zu verwenden. Eine Kunststoffolie mit Verzierung kann als das Material für die Deckschicht verwendet werden.

Der Klebstoff, der verwendet wird, um die bindende Schicht zwischen der Deckschicht und dem Substrate des Laminats der vorliegenden Erfindung zu erzeugen, umfasst eine wässrige Dispersion (A), die ein Polymer enthält, und eine Klebstoffzusammensetzung auf Wasserbasis (B), die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion enthält, die jeweils aus einer Polymerhülle bestehen, in die ein Gas eingekapselt ist.

In der vorliegenden Erfindung ist es wichtig, daß ein getrockneter Film aus der wässrigen Dispersion (A) eine Zugfestigkeit von 1 bis 28 MPa und eine prozentuale Dehnung von 100 bis 2000% zeigt. Wenn die Zugfestigkeit weniger als 1 MPa beträgt, kann keine zufrieden stellende Bindungsstärke zwischen der Deckschicht und dem Substrat erhalten werden. Wenn die Zugfestigkeit mehr als 28 MPa beträgt, gibt es ein Problem dahingehend, daß die Leistung der Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion in der bindenden Schicht gehemmt wird. Das heißt, die Mikrokugeln sind einheitlich in der bindenden Schicht dispergiert, die durch Trocknen des Klebstoffs erhalten wird. Wenn das Laminat eine ausgedehnte Zeit erwärmt wird oder vorzugsweise Ultraviolett oder fernes Infrarot während des Erwärmens auf das Laminat bestrahlt wird, dehnt sich jede der Mikrokugeln in der bindenden Schicht dramatisch aus, wodurch sich die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht vom Laminat verbessert. Deshalb führt eine zu große Zugfestigkeit des getrockneten Films aus der wässrigen Dispersion (A) zu einer Verringerung der Expansionsleistung der Mikrokugeln in der bindenden Schicht.

Andererseits gibt es, wenn die prozentuale Dehnung weniger als 100% beträgt, das Problem dahingehend, daß die Leistung der Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion in der bindenden Schicht gehemmt wird. Wenn die prozentuale Dehnung mehr als 2000% beträgt, wird es schwierig, ausreichende Bindungsleistung bei der praktischen Verwendung des Laminats beizubehalten. Um die maximale Expansionsleistung der Mikrokugeln zu erzielen, während die ausgezeichnete Bindungsleistung ausreichend beibehalten wird, um schwierige Anwendungsbedingungen zu überstehen, wird es besonders bevorzugt, daß der getrocknete Film aus der wässrigen Dispersion (A) eine Zugfestigkeit von 3 bis 15 MPa und eine prozentuale Dehnung von 200 bis 1500% zeigt. Falls notwendig, kann die wässrige Dispersion (A) ein Aufweichungsmittel, wie ein Weichmacher, und/oder ein Verstärkungsmittel, wie anorganische Füllstoffe, wie Ton, Talkum und so weiter, enthalten.

Der getrocknete Film aus der wässrigen Dispersion (A) kann erhalten werden, indem die wässrige Dispersion einheitlich auf eine Folie, wie ein Trennpapier, aufgetragen wird und der aufgetragene Film 7 Tage bei 23°C unter Lufttrocknungsbedingungen oder natürlichen Trocknungsbedingungen belassen wird. Um die Eigenschaften des getrockneten Films zu bewerten, wird vorzugsweise der getrocknete Film mit einer Dicke von ungefähr 0,15 mm und einer Gestalt des Typs Nr. 3, die in JIS (japanischer Industriestandard) K 6251 angegeben ist, verwendet. Die Zugfestigkeit des getrockneten Films bedeutet eine maximale Festigkeit beim Versagen, die bei der Zuggeschwindigkeit von 500 mm/min bei Zimmertemperatur (23°C) bestimmt wird. Die prozentuale Dehnung kann aus einer maximalen Dehnung des getrockneten Films beim Versagen bestimmt werden. Diese Eigenschaften des getrockneten Films aus der wässrigen Dispersion (A) werden ohne die Klebstoffzusammensetzung auf Wasserbasis (B) bestimmt, die die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion enthält.

In der vorliegenden Erfindung ist die wässrige Dispersion (A) eine Ethylen-Vinylacetat-Copolymer- (EVAc) Emulsion oder ein Gemisch aus der EVAc-Emulsion und einer anionischen Polyurethandispersion. In diesem Fall ist das Laminat der vorliegenden Erfindung ausgezeichnet in der Verträglichkeit mit den vorhandenen Produktionsanlagen in Baumaterialfabriken und so weiter. Außerdem ist es möglich, das Laminat mit ausgezeichneter Wasserfestigkeit, Hitzebeständigkeit, Bindungsleistung der Deckschicht bei praktischer Verwendung und verbesserter Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht bereitzustellen.

Die EVAc-Emulsion ist eine Polymeremulsion, die durch Copolymerisation eines Ethylenmonomers und eines Vinylacetatmonomers oder durch Copolymerisation eines Ethylenmonomers, eines Vinylacetatmonomers und einer kleinen Menge eines multifunktionellen Monomers erhalten wird. Es wird bevorzugt, daß das Copolymerisationsverhältnis von Ethylen/Vinylacetat (Gewichtsverhältnis) im Bereich von 5~35/95~65 und stärker bevorzugt 10~30/90~70 liegt. Der Bereich von 10~30/90~70 des Copolymerisationsverhältnisses ist effizient, um ausgewogene Leistung in Bindungsstärke, Wasserfestigkeit, Hitzebeständigkeit, Warmkriechfestigkeit, Beständigkeit gegen heißes Wasser und der Fähigkeit zur nachfolgenden Volumenexpansion der Mikrokugeln zu erhalten.

Die EVAc-Emulsion kann durch Emulsionspolymerisation unter Bedingungen hohen Drucks in Gegenwart von mindestens einem aus einem oberflächenaktiven Mittel und wasserlöslichen Polymeren, wie Polyvinylalkohol oder Hydroxyethylcellulose, erhalten werden. Um gute Verträglichkeit mit den vorhandenen Produktionsanlagen und einheitliche Dispersion der Mikrokugeln im Klebstoff zu erzielen, wird es bevorzugt, daß das Ethylen-Vinylacetat-Copolymer Polyvinylalkohol enthält. Als ein bevorzugtes Beispiel enthält die EVAc-Emulsion 2 bis 6 Gew.-% Polyvinylalkohol, und das Gewichtsverhältnis von Ethylen/Vinylacetat liegt im Bereich von 15 bis 30/85 bis 70.

Außerdem wird es bevorzugt, daß eine in Toluol unlösliche Fraktion des getrockneten Films aus der Ethylen-Vinylacetat-Copolymer- (EVAc) Emulsion 70 Gew.-% oder mehr und insbesondere 85 Gew.-% oder mehr beträgt. Im vorstehenden Bereich der in Toluol unlöslichen Fraktion ist es möglich, ausgezeichnete Warmkriechfestigkeit des Laminats und Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht bereitzustellen. Diese in Toluol unlösliche Fraktion wird durch den Ausdruck angegeben: In Toluol unlösliche Fraktion T (Gew.-%) = (W2/W1) × 100, wobei „W2" das Gewicht der unlöslichen Substanz des getrockneten Films ist, das durch 24 Stunden Extrahieren der löslichen Substanz bei 60°C aus 2,0 g des getrockneten Films unter Verwendung von 200 ml Toluol und Messen des Gewichts der unlöslichen Substanz des getrockneten Films nach dem Extrahieren bestimmt werden kann, und „W 1" das Gewicht (= 2,0 g) des getrockneten Films ist, das vor dem Extrahieren gemessen wird.

Beispielsweise kann die Ethylen-Vinylacetat-Copolymer- (EVAc) Emulsion mit der in Toluol unlöslichen Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr unter Verwendung des multifunktionellen Monomers in Kombination mit Ethylenmonomer und Vinylacetatmonomer hergestellt werden. Das multifunktionelle Monomer ist ein Monomer, das zwei oder mehr Doppelbindungen (C=C-Bindung) als die Komponente des Copolymers ergeben kann. Beispielsweise ist es möglich, Triallylcyanurat, Triallylisocyanurat und Diallylphthalat zu verwenden.

Im Fall der Verwendung des Copolymers aus Polyvinylalkohol enthaltendem Ethylen-Vinylacetat-multifunktionellem Monomer, welches eine in Toluol unlösliche Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr aufweist, wird es bevorzugt, daß das Gewichtsverhältnis von Ethylen/Vinylacetat im Bereich von 5 bis 30/95 bis 70 und insbesondere 10 bis 30/90 bis 70 liegt, wodurch gutes Leistungsvermögen bei der Filmerzeugbarkeit des Klebstoffs, Flexibilität des erzeugten Films und Hitzebeständigkeit des Klebstoffs erhalten wird. Es wird auch bevorzugt, daß das Gewichtsverhältnis von multifunktionellem Monomer/Vinylacetat im Bereich von 0,05 bis 0,4/100 und insbesondere 0,1 bis 0,2/100 liegt. Darüber hinaus wird es bevorzugt, daß der Gehalt an Polyvinylalkohol im Bereich von 1 bis 10 Gew.-% und insbesondere 3 bis 8 Gew.-%, bezogen auf das gesamte verwendete Polymer, liegt. In diesem Fall ist es möglich, ausgezeichnete Haftung an der Kunststoffolie, die als die Deckschicht verwendet wird, bereitzustellen.

Es wird bevorzugt, daß die Konzentration des Feststoffgehalts in dem Copolymer aus Polyvinylalkohol enthaltendem Ethylen-Vinylacetat-multifunktionellem Monomer, welches eine in Toluol unlösliche Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr aufweist, im Bereich von 40 bis 70 Gew.-% und insbesondere 45 bis 65 Gew.-% liegt. In diesem Bereich ist es möglich, die Leichtigkeit des Bindens, die mechanische Stabilität der bindenden Schicht und Rohfestigkeit im Anfangsstadium des Laminierens weiter zu verbessern.

Wenn das Copolymer aus Polyvinylalkohol enthaltendem Ethylen-Vinylacetat-multifunktionellem Monomer, welches eine in Toluol unlösliche Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr aufweist, hergestellt wird, kann das weitere Monomer für die Copolymerisation zugegeben werden, falls notwendig. Als das weitere Monomer ist es beispielsweise möglich, Acrylsäure, einen Acrylester, wie Ethylhexylacrylat, Butylacrylat oder ein Ethylacrylat, einen (Meth)acrylatester, wie Butyl(meth)acrylat oder Ethyl(meth)acrylat, ein anderes Monomer als (Meth)acrylat, das eine Carboxylgruppe enthält, Sulfonsäure oder ein Monomer, das eine funktionelle Gruppe, wie eine Hydroxylgruppe, Epoxidgruppe, Methylolgruppe, Aminogruppe und Amidgruppe, enthält, zu verwenden.

Die EVAc-Emulsion, die eine in Toluol unlösliche Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr aufweist, kann auch mit einem Herstellungsverfahren hergestellt werden, das in der japanischen Patentvorveröffentlichung Nr. 9-194811 offenbart wird.

Andererseits ist die anionische Polyurethandispersion eine Polyurethandispersion mit anionischen Ladungen im Molekül. Als die anionische Polyurethandispersion wird es bevorzugt, eine anionische Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen zu verwenden. Das anionische Polyurethanpolymer mit Sulfonatgruppen ist ein Urethanpolymer mit Sulfonatgruppen im Molekül, das üblicherweise als ein Sulfonat emulsionsstabilisiert ist. Der Klebstoff, der die anionische Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen enthält, ist dabei wirksam, die Verminderungen der Wasserfestigkeit und Bindungsleistung des Klebstoffs zu verhindern, die durch Formulieren der wässrigen Dispersion (A) mit den Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion verursacht werden. Insbesondere ist der Klebstoff ausgezeichnet in der Haftung an einer Kunststoffolie und sorgt für Warmkriechfestigkeit.

Es wird bevorzugt, daß die Konzentration des Feststoffgehalts in der anionischen Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen im Bereich von 20 bis 60 Gew.-% und insbesondere 35 bis 55 Gew.-% liegt, wodurch verbesserte Leistung bei der Leichtigkeit des Auftragens des Klebstoffs und mechanische Stabilität der bindenden Schicht erhalten werden. Außerdem wird es bevorzugt, als die anionische Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen eine aromatische anionische Polyurethandispersion mit Polyesterstruktur und Sulfonatgruppen zu verwenden.

Als die anionische Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen ist es beispielsweise möglich, UPRENE UXA-3005 oder UX-306 (hergestellt von SANYO CHEMICAL Co., Ltd.), ECOS1000S oder ECOS1000H (hergestellt von DAINIPPON INK AND CHEMICALS, INCORPORATED) oder SUPERFLEX 410, 700, 750 (hergestellt von DAI-ICHI KOGYO SEIYAKU Co., Ltd) zu verwenden.

Im Fall der Verwendung eines Gemischs aus der EVAc-Emulsion mit einer in Toluol unlöslichen Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr und einer anionischen Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen als die Wasserdispersion (A) ist es möglich, die Verminderungen in Wasserfestigkeit und Bindungsleistung des Klebstoffs zu minimieren, die durch Mischen der Wasserdispersion (A) mit den Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion verursacht werden. Außerdem ist es möglich, eine Verminderung der Wasserfestigkeit der bindenden Schicht zu verhindern, die durch das Vorliegen der Mikrokugeln in der bindenden Schicht verursacht wird.

Was die Zumischmenge an der anionischen Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen relativ zu dem Copolymer aus Polyvinylalkohol enthaltendem Ethylen-Vinylacetat-multifunktionellem Monomer, welches eine in Toluol unlösliche Fraktion von 70 Gew.-% oder mehr aufweist, betrifft, wird es bevorzugt, daß die Zumischmenge (Feststoffgehalt) der anionischen Polyurethandispersion im Bereich von 2 bis 50 Gewichtsteilen und insbesondere 3 bis 40 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile (Feststoffgehalt) des Copolymers, liegt. In diesem bereich ist es möglich, bessere Leistung in Warmkriechfestigkeit und Bindungsstärke unter normalen Anwendungsbedingungen zu erhalten. Außerdem gibt es einen Vorteil dahingehend, daß die Deckschicht effektiv an das Substrat gebunden werden kann. Dies sorgt für eine Verbesserung hinsichtlich Kosten/Leistung des Laminats.

Außer der Wasserdispersion (A) ist die Klebstoffzusammensetzung auf Wasserbasis (B), die die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion, die jeweils aus einer Polymerhülle bestehen, in die ein Gas eingekapselt ist, enthält, eine essentielle Komponente des Klebstoffs der vorliegenden Erfindung. Diese Klebstoffzusammensetzung (B) ist wichtig, um die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht (Leichtigkeit des Rezyklierens oder Wiederverwendens nach der Verwendung) bereitzustellen. Das heißt, wenn die Mikrokugeln erwärmt werden, nimmt der innere Gasdruck der jeweiligen Polymerhülle zu. Außerdem führt, da die Polymerhülle durch das Erwärmen erweicht wird, die Zunahme des inneren Drucks der Polymerhülle zu einer dramatischen Zunahme des Volumens der Mikrokugeln. Mit Hilfe dieser dramatischen Volumenzunahme in der bindenden Schicht kann die Deckschicht leicht vom Laminat abgelöst werden.

Es wird bevorzugt, daß die Vergrößerung durch Expansion der Mikrokugeln im Bereich von 20-fach bis 100-fach liegt und eine Anfangstemperatur für die Expansion der Mikrokugeln im Bereich von 90°C bis 150°C liegt. Wenn die Vergrößerung durch Expansion weniger als 20-fach ist, kann sich die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht verschlechtern. Wenn die Vergrößerung durch Expansion mehr als 100-fach ist, kann die Erwärmungstemperatur und -dauer, die benötigt wird, um die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht zu erhalten, zunehmen. Wenn andererseits die Anfangstemperatur für die Expansion weniger als 90°C beträgt, kann die Volumenexpansion der Mikrokugeln beginnen, wenn das Laminat unter heißen Wetterbedingungen verwendet wird, beispielsweise unter der brennenden Sonne mitten im Sommer. Wenn die Anfangstemperatur für die Expansion mehr als 150°C beträgt, können die Erwärmungstemperatur und -dauer, die benötigt werden, um die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht zu erhalten, zunehmen. Deshalb ist es, wenn die Vergrößerung durch Expansion und die Anfangstemperatur für die Expansion der Mikrokugeln in den vorstehenden Bereichen liegen, möglich, das Rezyklieren des Laminats effektiv durchzuführen.

Außerdem wird es bevorzugt, daß die mittlere Teilchengröße der Mikrokugeln im Bereich von 3 &mgr;m bis 30 &mgr;m und stärker bevorzugt 9 &mgr;m bis 17 &mgr;m liegt. Wenn die mittlere Teilchengröße weniger als 3 &mgr;m beträgt, kann sich die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht verschlechtern. Außerdem besteht die Befürchtung, wenn die Mikrokugeln mit der wässrigen Dispersion (A) gemischt werden, daß die Mikrokugeln nicht einheitlich im Klebstoff dispergiert werden können. Wenn andererseits die mittlere Teilchengröße mehr als 30 &mgr;m beträgt, kann die Verteilung der Mikrokugeln im Klebstoff eine große Menge an Körnchen ergeben. In einem solchen Fall ist die Leichtigkeit des Ablösens erledigt.

Wenn ein Acrylpolymer, das keine Chlorverbindung enthält, als ein Material für die Mikrokugeln verwendet wird, gibt es Vorteile dahingehend, daß kein Dioxin erzeugt wird, und die Mikrokugeln sind hinsichtlich der Verträglichkeit mit der Ethylen-Vinylacetat-Copolymer- (EVAc) Emulsion und der Fähigkeit zur thermischen Expansion ausgezeichnet. Außerdem wird es bevorzugt, kommerzielle Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion zu verwenden, z. B. EXPANCEL 053DU (hergestellt von EXPANCEL/Akzo Nobel, Vergrößerung durch Expansion: 35-fach, Anfangstemperatur für die Expansion: 101°C).

Es wird bevorzugt, daß die Zumischmenge an den Mikrokugeln im Bereich von 2 bis 100 Gewichtsteilen und insbesondere 5 bis 75 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Feststoffgehalt des Polymers in der wässrigen Dispersion (A), liegt. Im Fall der Verwendung des Gemischs aus dem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVAc) und der anionischen Polyurethandispersion wird es bevorzugt, daß die Zumischmenge an den Mikrokugeln im Bereich von 2 bis 100 Gewichtsteilen und insbesondere 5 bis 75 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Feststoffgehalt des gesamten Polymers in dem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer und der anionischen Polyurethandispersion, liegt. Wenn die Zumischmenge weniger als 2 Gewichtsteile beträgt, kann sich die Leichtigkeit des Ablösens der Deckschicht verschlechtern. Wenn die Zumischmenge weniger als 100 Gewichtsteile beträgt, können Verminderungen der Wasserfestigkeit und der Bindungsstärke des Laminats auftreten. Außerdem führt die Verwendung übermäßiger Mengen an den Mikrokugeln zu einer Abnahme des Kosten-Leistung-Verhältnisses. Wenn die Zumischmenge im Bereich von 5 bis 75 Gewichtsteilen liegt, gibt es einen Vorteil dahingehend, daß die bindende Schicht erfolgreich der Volumenexpansion der Mikrokugeln folgen kann.

Wenn das Laminat der vorliegenden Erfindung in Anwendungsgebieten, wie Überziehen von Brettern, die ausgezeichnete Wasserfestigkeit, Hitzebeständigkeit und Siedefestigkeit benötigen, verwendet wird, kann ein Vernetzungsmittel, wie eine Polyisocyanatverbindung oder Epoxidverbindung, zum Klebstoff der vorliegenden Erfindung gegeben werden.

Durch Zugeben der Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion zu der Ethylen-Vinylacetat-Copolymer-Emulsion und, falls notwendig, der anionischen Polyurethandispersion in den erforderlichen Zumischmengen und Rühren des resultierenden Gemischs in einem herkömmlichen Gefäß, kann der Klebstoff, der zur Erzeugung des Laminats der vorliegenden Erfindung verwendet wird, erhalten werden. Falls notwendig, kann der Klebstoff Verdickungsmittel, Mittel zur Regulation des pH-Werts, Füllstoffe, Lösemittel, wie Toluol oder Xylol, Weichmacher, Entschäumungsmittel oder Mehltauschutzmittel enthalten.

Ein laminiertes Brett der vorliegenden Erfindung, das aus einem porösen Brett (Substrat), einer Kunststoffolie (Deckschicht) und einer bindenden Schicht dazwischen besteht, kann mit dem folgenden Verfahren unter Verwendung einer herkömmlichen Laminiermaschine hergestellt werden. Das heißt, der vorstehend beschriebene Klebstoff wird einheitlich auf das poröse Brett, wie eine Fasergipsplatte, mittels einer Auftragwalzenbeschichtung oder einer Düsenbeschichtung aufgetragen, wodurch darauf eine aufgetragene Schicht des Klebstoffs erhalten wird. Dann wird die Kunststoffolie auf die aufgetragene Schicht gelegt und eine erforderlich Zeit lang unter einem Druck gehalten. Nachdem der Druck entfernt ist, wird das resultierende Laminat getrocknet, wodurch das laminierte Brett der vorliegenden Erfindung erhalten wird. Dieses laminierte Brett kann weitverbreitet als Gehäusematerialien, wie Türbretter und Rahmen für Küchen, Innentür, Schrank, Schuhschrank oder Waschtisch, oder die anderen Baumaterialien verwendet werden.

Außerdem kann ein laminiertes Brett der vorliegenden Erfindung, das aus einem porösen Brett (Substrat), einer Metallplatte oder -brett (Deckschicht) und einer bindenden Schicht dazwischen besteht, mit dem folgenden Verfahren unter Verwendung einer vorhandenen Produktionsanlage in einer Baumaterialfabrik hergestellt werden. Das heißt, der vorstehend beschriebene Klebstoff wird einheitlich auf das poröse Brett, wie eine Fasergipsplatte, mittels einer Auftragwalzenbeschichtung oder einer Düsenbeschichtung aufgetragen, wodurch darauf eine aufgetragene Schicht des Klebstoffs erhalten wird. Dann wird die Metallplatte oder -brett auf die aufgetragene Schicht gelegt und eine erforderliche Zeit lang unter einem Andruckverfahren gehalten. Nach dem Andruckverfahren wird das resultierende Laminat eine vorgegebene Zeitdauer unter Lufttrocknungsbedingungen belassen, wodurch das laminierte Brett der vorliegenden Erfindung erhalten wird. Dieses laminierte Brett wird vorzugsweise als Materialien für Badezimmer verwendet, wie Wandtäfelung oder Deckenbrett.

Vor dem Schritt des Bindens der Metallschicht an das poröse Brett kann eine Schutzschicht, wie eine Epoxidschicht oder eine PVC-Schicht, auf der unteren Oberfläche (die Oberfläche, die zum porösen Brett zeigt) der Metallplatte erzeugt werden. Außerdem kann eine Verzierungsschicht, wie eine Harzschicht, auf der oberen Oberfläche (äußere Oberfläche) der Metallplatte erzeugt werden. Die Metallplatte mit der Verzierungsschicht wird üblicherweise als „eine verzierte Metallplatte" bezeichnet. Der Klebstoff kann auf die untere Oberfläche der Metallplatte oder auf beide Oberflächen von Metallplatte und porösem Brett aufgetragen werden.

Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zum leichten Ablösen der Deckschicht vom vorstehend beschriebenen Laminat bereit. Das heißt, dieses Verfahren umfasst die Schritte des Bestrahlens des Laminats mit Licht, während das Laminat erwärmt wird. Als das Licht, mit dem bestrahlt werden soll, wird bevorzugt Ultraviolett und fernes Infrarot verwendet. Insbesondere wird es bevorzugt, fernes Infrarot mit einer Wellenlänge von 5 bis 30 &mgr;m zu verwenden.

Um die Deckschicht leicht und effektiv vom Laminat abzulösen, wird es bevorzugt, das Laminat 2 Minuten oder länger mit fernem Infrarot zu bestrahlen, während das Laminat auf 150°C oder mehr erwärmt wird. Das Ablöseverfahren der vorliegenden Erfindung kann unter Verwendung eines Ofens, der eine Einheit zur Bestrahlung mit fernem Infrarot aufweist, und eines Fördersystems zum Befördern des Laminats, das behandelt werden soll, in die Erwärmungszone des Ofens durchgeführt werden. In diesem Fall wird das Fördersystem beispielsweise so reguliert, daß das Laminat die Erwärmungszone innerhalb von 2 Minuten durchlaufen kann. Die Temperatur der Erwärmungszone beträgt 150°C. Die Bestrahlungseinheit strahlt fernes Infrarot mit einer Wellenlänge von 5 bis 30 &mgr;m auf das Laminat, das die Erwärmungszone durchläuft. Die Bestrahlung mit fernem Infrarot wird auf die Deckschicht des Laminats durchgeführt. Wenn das Laminat aus dem Ofen kommt, kann sich die Deckschicht von selbst vom Laminat ablösen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es kein Anhaften eines Rückstands der bindenden Schicht an der abgelösten Deckschicht. Somit ist, da die Deckschicht leicht vom Laminat innerhalb sehr kurzer Zeit abgelöst werden kann, das Ablöseverfahren der vorliegenden Erfindung effizient, wodurch die Effektivität des Rezyklierens des Laminats nach der Verwendung verbessert wird.

In einer anderen Ausführungsform kann das Ablöseverfahren der vorliegenden Erfindung unter Verwendung eines Ofens mit einer Bestrahlungseinheit für Ultraviolett und des vorstehend beschriebenen Fördersystems durchgeführt werden. In diesem Fall wird das Fördersystem beispielsweise so reguliert, daß das Laminat die Erwärmungszone innerhalb von 10 Minuten durchlaufen kann. Die Temperatur der Erwärmungszone beträgt 150°C. Die Bestrahlungseinheit strahlt Ultraviolett auf das Laminat, das die Erwärmungszone durchläuft. Wenn das Laminat aus dem Ofen kommt, kann sich die Deckschicht von selbst vom Laminat ablösen. Darüber hinaus ist es möglich, das Anhaften eines Restes der bindenden Schicht an die abgelöste Deckschicht zu verhindern.

Wie vorstehend beschrieben, ist die Bestrahlung mit Ultraviolett oder fernem Infrarot wirksam, um effektiv den Vorgang des Rezyklierens des Laminats durchzuführen. Wenn es jedoch zulässig ist, die Behandlungsdauer zu verlängern, kann die Deckschicht abgelöst werden, indem das Laminat die ausgedehnte Zeit lang lediglich erwärmt wird, ohne die Bestrahlung mit Ultraviolett oder fernem Infrarot. Beispielsweise kann ein herkömmlicher Ofen, wie ein Heißluft-Umluft-Gerät, verwendet werden. Wenn die Erwärmungstemperatur 150°C beträgt, ist es notwendig, das Laminat 20 Minuten bis etwa 1 Stunde lang bei der Temperatur zu halten. Außerdem ist es notwendig, wenn die Erwärmungstemperatur 120°C beträgt, das Laminat mindestens 1 Stunde bei der Temperatur zu halten. Als das Mittel zur Erwärmung kann ein Infrarotofen verwendet werden.

Wenn es erforderlich ist, das Anhaften des Restes der bindenden Schicht an die abgelöste Deckschicht zu verhindern, wird es bevorzugt, daß eine Behandlung zur Aufrauung der Oberfläche, wie Sandstrahlen, an der oberen Oberfläche, die zur Deckschicht des Substrats zeigt, bei der Herstellung des Laminats durchgeführt wird. Da die Bindungsstärke zwischen dem Substrat und der Deckschicht durch einen Ankereffekt verbessert wird, wird es für die bindende Schicht schwierig, sich vom Substrat abzulösen.

BEISPIELE

Die folgenden sind bevorzugte Beispiele der vorliegenden Erfindung. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf diese Beispiele begrenzt.

(1) EVA(1)

Eine wässrige Lösung von Polyvinylalkohol wurde in eine Hochdruck-Polymerisationsvorrichtung gegeben, so daß der Gehalt an Polyvinylalkohol 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte, verwendete Polymer, beträgt. Nachdem eine erforderliche Menge an Ethylengas in die Vorrichtung eingeleitet worden war, wurde eine gemischte Lösung aus Vinylacetat und dem multifunktionellen Monomer in die wässrige Lösung des Polyvinylalkohols getropft. Als Nächstes wurde eine Emulsionspolymerisation des resultierenden Gemischs bei einer Temperatur von 50 bis 70°C unter Druck durchgeführt, wodurch eine Copolymeremulsion aus Polyvinylalkohol enthaltendem Ethylen-Vinylacetat-multifunktionellem Monomer erhalten wurde, die als die wässrige Dispersion (A) des Klebstoffs der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

In diesem Beispiel wurde Triallylisocyanurat als das multifunktionelle Monomer verwende. Das Gewichtsverhältnis von Ethylen/Vinylacetat beträgt 17/83, und das Gewichtsverhältnis von multifunktionellem Monomer/Vinylacetat beträgt 0,1/100. Die in Toluol unlösliche Fraktion des getrockneten Films der Copolymeremulsion ist 92,5 Gew.-%. Die Viskosität der Copolymeremulsion beträgt 2000 mPa·s/25°C. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 4,6. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 55,3 Gew.-%. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 9,8 MPa bzw. 700%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als EVA(1) bezeichnet.

(2) EVA(2)

Eine Copolymeremulsion aus Polyvinylalkohol enthaltendem Ethylen-Vinylacetat-multifunktionellem Monomer wurde mit im wesentlichen demselben Verfahren wie im Fall des EVA(1) erhalten, ausgenommen daß das Gewichtsverhältnis von multifunktionellem Monomer/Vinylacetat 0,07/100 beträgt. Die in Toluol unlösliche Fraktion des getrockneten Films der Copolymeremulsion ist 75,5 Gew.-%. Die Viskosität der Copolymeremulsion beträgt 200 mPa·s/25°C. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 55,0 Gew.-%. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 4,5. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 9,5 MPa bzw. 710%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als EVA(2) bezeichnet.

(3) SF467

Als eine kommerzielle Ethylen-Vinylacetat-Copolymeremulsion wurde „SUMIKAFLEX 467" (hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) verwendet. Die in Toluol unlösliche Fraktion des getrockneten Films der Copolymeremulsion ist 29 Gew.-%. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 65,0 Gew.-%. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 5. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 4,0 MPa bzw. 770%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als SF467 bezeichnet.

(4) OM4000

Als eine kommerzielle Ethylen-Vinylacetat-Copolymeremulsion wurde „KURARAY OM-4000" (hergestellt von KURARAY CO., LTD.) verwendet. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 56,0 Gew.-%. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 5. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 4,0 MPa bzw. 1000%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als OM4000 bezeichnet.

(5) OM3100

Als eine kommerzielle Ethylen-Vinylacetat-Copolymeremulsion wurde „KURARAY OM-3100" (hergestellt von KURARAY CO., LTD.) verwendet. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 56,0 Gew.-%. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 5. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 1,5 MPa bzw. 3000%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als OM3100 bezeichnet.

(6) SF480

Als eine kommerzielle Ethylen-Vinylacetat-Copolymeremulsion wurde „SUMIKAFLEX 480" (hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) verwendet. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 5. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 55,0 Gew.-%. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 29,0 MPa bzw. 0%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als SF480 bezeichnet.

(7) SF400

Als eine kommerzielle Ethylen-Vinylacetat-Copolymeremulsion wurde „SUMIKAFLEX 400" (hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) verwendet. Der Feststoffgehalt in der Copolymeremulsion beträgt 55,0 Gew.-%. Der pH-Wert der Copolymeremulsion beträgt 5. Die Zugfestigkeit bzw. prozentuale Dehnung des getrockneten Films der Copolymeremulsion betragen 7,4 MPa bzw. 520%. Nachstehend wird diese Copolymeremulsion als SF400 bezeichnet.

(8) S-PU

Die verwendete, anionische Polyurethandispersion weist eine aromatische Struktur, Polyesterstruktur und Sulfonatgruppe in ihrem Polymer auf. Der Feststoffgehalt in der Polyurethandispersion beträgt 45,0 Gew.-%. Der pH-Wert der Polyurethandispersion beträgt ungefähr 8. Nachstehend wird diese Polyurethandispersion als S-PU bezeichnet.

(9) EX053

Als Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion, die jeweils aus einer Polymerhülle bestehen, in die ein Gas eingekapselt ist, wurde EXPANCEL 053DU (hergestellt von EXPANCEL/Akzo Nobel) verwendet. Die Mikrokugeln weisen die Eigenschaften der Vergrößerung durch Expansion von 35-fach und der Anfangstemperatur für die Expansion von 101°C auf. Nachstehend werden die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion als EX053 bezeichnet.

Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiele 1 bis 2

Gemäß den Zumischmengen, die in Tabelle 1 aufgeführt sind, wurden EVA(1), EVA(2), SF467, EX053 und S-PU gemischt, wodurch die Klebstoffe der Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiele 1 bis 2 erhalten wurden.

In jedem der Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiele 1 bis 2 wurde ein laminiertes Brett mit einer Kunststoffdeckschicht unter Verwendung des erhaltenen Klebstoffs hergestellt. Das heißt, Lauan-Sperrholz mit einer Dicke von 3,0 mm, das der Class 1 des Japanese Agricultural Standard (JAS) entspricht, wurde als das Substrat verwendet. Der Klebstoff wurde einheitlich auf der oberen Oberfläche des Lauan-Sperrholzes unter Verwendung einer Kautschukwalze aufgetragen. Die verwendete Menge an dem Klebstoff beträgt 110 g/m2. Dann wurde eine verzierte Folie aus Polyethylenterephthalat als die Kunststoffdeckschicht auf die aufgetragene Oberfläche des Lauan-Sperrholzes gelegt. Die Dicke der verzierten Folie beträgt 0,08 mm. Das resultierende Laminat wurde 1 Stunde bei 22°C unter einem Druck von 0,2 MPa gehalten. Nachdem der Druck entfernt ist, wurde das Laminat fünf Tage bei 22°C getrocknet, wodurch das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht erhalten wurde.

Die folgenden Bewertungen des Leistungsvermögens wurden an dem laminierten Brett mit der Kunststoffdeckschicht durchgeführt.

(1) Eintauchtest

Ein Eintauchtest (immersion test) zur Bewertung der Bindungsstärke der Kunststoffdeckschicht wurde gemäß dem Verfahren durchgeführt, wie es in Class 2 des JAS (Japanese Agricultural Standard) angegeben ist. Das heißt, das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 75 mm × 75 mm erhalten wurde. Das Teststück wurde 2 Stunden in Wasser bei 70°C eingetaucht. Nachdem das Teststück 3 Stunden in einer Vorrichtung mit konstanter Temperatur, die bei 60°C gehalten wurde, getrocknet worden war, wurde die Ablöselänge der Kunststoffdeckschicht gemessen und bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt. In Tabelle 1 zeigt das Symbol „O" an, daß es kein Ablösen gab. Das Symbol „&Dgr;" zeigt an, daß die Ablöselänge 25 mm oder weniger beträgt. Das Symbol „x" zeigt an, daß die Ablöselänge mehr als 25 mm beträgt.

(2) Warmkriechtest

Ein Warmkriechtest (Heat Creep Test) zur Bewertung der Warmkriechfestigkeit des laminierten Bretts mit der Kunststoffdeckschicht wurde bei Temperaturen von 60°C und 70°C gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer rechteckigen Gestalt von 25 mm Breite × 200 mm Länge erhalten wurde. Die Kunststoffdeckschicht wurde von einer Kante des Teststücks um lediglich eine Strecke von 50 mm in der Richtung der Länge abgelöst. Dann wurde das Teststück so in eine Vorrichtung mit konstanter Temperatur, die bei 60°C oder 70°C gehalten wurde, gelegt, daß das Teststück horizontal angeordnet ist, und der abgelöste Teil der Kunststoffdeckschicht vom Teststück in vertikaler Richtung herabhängt. Das Teststück wurde 1 Stunde unter diesen Bedingungen gehalten. Außerdem wurde das Teststück weiter 1 Stunde in der Vorrichtung mit konstanter Temperatur unter den Bedingungen gehalten, daß das freie Ende des abgelösten Teils der Kunststoffdeckschicht mit einem Gewicht von 500 g beschwert wurde, und dann wurde die Zunahme der Ablöselänge der Kunststoffdeckschicht gemessen. Wenn die Zunahme der Ablöselänge kleiner ist, bedeutet dies, daß die Warmkriechfestigkeit besser ist. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.

(3) Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot

Ein Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Kunststoffdeckschicht nach dem Bestrahlen mit fernem Infrarot auf das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht unter Erwärmungsbedingungen, während erwärmt wurde, wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 150 mm × 150 mm erhalten wurde. Um das Teststück mit fernem Infrarot zu bestrahlen, während erwärmt wird, wurde eine Vorrichtung zur Bestrahlung mit fernem Infrarot „MINI-JET MJS-200" (hergestellt von JARD, INC) verwendet. Der Ablösetest wurde bei drei verschiedenen Temperaturen, d. h. 120°C, 150°C und 200°C, durchgeführt. Die Bestrahlungsdauer mit fernem Infrarot beträgt 2 Minuten. Nachdem die Bestrahlung beendet war, wurde der Ablösestatus der Kunststoffdeckschicht bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.

In Tabelle 1 zeigt das Symbol „&jocir;" an, daß sich die Kunststoffdeckschicht von selbst ablösen kann und selbst nach dem Abkühlen die Kunststoffdeckschicht leicht abgelöst werden kann, ohne einen Rest der bindenden Schicht auf der abgelösten Kunststoffdeckschicht zu belassen. Das Symbol „O" zeigt an, daß sich die Kunststoffdeckschicht nicht von selbst ablösen kann, die Kunststoffdeckschicht jedoch leicht ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Kunststoffdeckschicht abgelöst werden kann. Das Symbol „&Dgr;" zeigt an, daß sich die Kunststoffdeckschicht nicht von selbst ablösen kann, die Kunststoffdeckschicht jedoch leicht unmittelbar nach dem Bestrahlen ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Kunststoffdeckschicht abgelöst werden kann und, wenn die Kunststoffdeckschicht nach dem Abkühlen abgelöst wird, ein Reißen des laminierten Bretts auftreten kann. Das Symbol „x" zeigt an, daß sich die Kunststoffdeckschicht nicht von selbst ablösen kann und, wenn die Kunststoffdeckschicht unmittelbar nach dem Bestrahlen abgelöst wird, ein Rest der bindenden Schicht auf der abgelösten Kunststoffdeckschicht bleibt und, wenn die Kunststoffdeckschicht nach dem Abkühlen abgelöst wird, ein erhebliches Reißen des laminierten Brett auftritt. Das Symbol „x x" zeigt an, daß sich die Kunststoffdeckschicht nicht von selbst ablösen kann und, selbst wenn die Kunststoffdeckschicht unmittelbar nach dem Bestrahlen abgelöst wird, ein erhebliches Reißen des laminierten Bretts auftritt.

(4) Ablösetest mit Bestrahlung durch Ultraviolett

Ein Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Kunststoffdeckschicht nach dem Bestrahlen mit Ultraviolett auf das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht unter Erwärmungsbedingungen wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 150 mm × 150 mm erhalten wurde. Um das Teststück mit Ultraviolett zu bestrahlen, während erwärmt wird, wurde eine Vorrichtung zur Bestrahlung mit Ultraviolett „PANA CURE NUX7328F-467" (hergestellt von Matsushita Electric Works, Ltd.) verwendet. Der Ablösetest wurde bei 150°C durchgeführt. Die Bestrahlungsdauer mit Ultraviolett beträgt 10 Minuten. Nachdem die Bestrahlung beendet war, wurde der Ablösestatus der Kunststoffdeckschicht gemäß den Bewertungsstandards bewertet, die in dem vorstehenden Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot angegeben sind. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.

(5) Ablösetest mit Heißluft

Der Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Kunststoffdeckschicht nach dem Erwärmen des laminierten Bretts mit der Kunststoffdeckschicht durch Heißluft ohne Bestrahlung mit Licht wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 150 mm × 150 mm erhalten wurde. Um das Teststück mit der Heißluft zu erwärmen, wurde eine Heißluft-Umluft-Vorrichtung „HISPEC HT210" (hergestellt von KUSUMOTO CHEMICALS LTD.) verwendet. Der Ablösetest wurde bei 150°C mit jeweils zwei verschiedenen Erwärmungsdauern, d. h. 20 Minuten und 24 Stunden, durchgeführt. Nach der Wärmebehandlung wurde der Ablösestatus der Kunststoffdeckschicht gemäß den Bewertungsstandards bewertet, die in dem vorstehenden Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot angegeben sind. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Ergebnisse:

Wie aus den Ergebnissen der Tabelle 1 ersichtlich, ist das laminierte Brett mit der Kunststoffdeckschicht aus jedem der Beispiele 1 bis 3 in Warmkriechfestigkeit und Bindungsstärke im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen schlechter. Jedoch genügen diese Eigenschaften der laminierten Bretter aus den Beispielen 1 bis 3, um sie für Baumaterialien zur Raumausstattung zu verwenden, die keine hohe Haltbarkeit benötigen. Andererseits sind die laminierten Bretter aus den Beispielen 1 bis 3 ausgezeichnet in der Leichtigkeit des Ablösens der Kunststoffdeckschicht, mit anderen Worten der Leichtigkeit des Rezyklierens des laminierten Bretts nach der Verwendung. Insbesondere in den Beispielen 2 und 3, wenn fernes Infrarot oder Ultraviolett auf das laminierte Brett bei der Erwärmungstemperatur von 150 oder 200°C bestrahlt wird, kann sich die Kunststoffdeckschicht von selbst vom laminierten Brett ablösen. In diesem Fall tritt das Ablösen an der Grenzfläche zwischen der Kunststoffdeckschicht und der bindenden Schicht auf dem Substrat ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Kunststoffdeckschicht auf.

Das laminierte Brett aus jedem der Beispiele 4 und 5, das unter Verwendung des Klebstoffs, der die anionische Polyurethandispersion (S-PU) zusätzlich zu der EVAc-Emulsion enthielt, hergestellt wurde, zeigt gute Warmkriechfestigkeit und Bindungsstärke. Deshalb können diese laminierten Bretter in Anwendungen verwendet werden, die hohe Hitzebeständigkeit benötigen, beispielsweise Baumaterialien für Fensterrahmen. Außerdem wird wie im Fall der Beispiele 2 und 3 die Leichtigkeit des Ablösens der Kunststoffdeckschicht bei dem laminierten Brett aus dem Beispiel 5 durch die Bestrahlung mit Ultraviolett oder fernem Infrarot erhalten. Darüber hinaus bestätigt sich, daß, wenn die Bestrahlungsdauer mit fernem Infrarot bei der Erwärmungstemperatur von 120°C auf 10 min. verlängert wird, die Leichtigkeit des Ablösens vom Niveau „&Dgr;" auf das Niveau „O" verbessert werden kann. Die Ergebnisse des Ablösetests mit Heißluft zeigen, daß die Kunststoffdeckschicht abgelöst werden kann, indem das laminierte Brett eine ausgedehnte Zeit lang ohne Bestrahlung mit Licht lediglich erwärmt wird.

In den Vergleichsbeispielen 1 und 2 war es sehr schwierig, die Kunststoffdeckschicht vom laminierten Brett abzulösen, da der Klebstoff nicht die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion (EX053) enthält, die eine essentielle Komponente der vorliegenden Erfindung sind. Als die Kunststoffdeckschicht gewaltsam vom Laminat abgelöst wurde, trat ein erhebliches Reißen des Laminatbretts auf.

Beispiele 6 bis 11 und Vergleichsbeispiele 3 bis 4

Gemäß den Zumischmengen, die in Tabelle 2 aufgeführt sind, wurden EVA(1), SF400, OM4000, OM3100, SF480, EX053 und S-PU gemischt, wodurch die Klebstoffe der Beispiele 6 bis 11 und Vergleichsbeispiele 3 bis 4 erhalten wurden.

In jedem der Beispiele 6 bis 11 und Vergleichsbeispiele 3 bis 4 wurde ein laminiertes Brett mit einer Metalldeckschicht unter Verwendung des erhaltenen Klebstoffs hergestellt. Das heißt, eine Fasergipsplatte mit einer Dicke von 12 mm wurde als das Substrat verwendet. Der Klebstoff wurde einheitlich auf der oberen Oberfläche der Fasergipsplatte unter Verwendung einer Kautschukwalze aufgetragen. Die Beschichtungsmenge an dem Klebstoff beträgt 110 g/m2. Dann wurde eine verzierte Stahlplatte mit einer Dicke von 1,0 mm als die Metalldeckschicht auf die aufgetragene Oberfläche der Fasergipsplatte gelegt. Zuvor wurde an der Oberfläche der verzierten Stahlplatte, die zur Fasergipsplatte zeigt, unter Verwendung von Phosphorsäure eine Behandlung zum Korrosionsschutz durchgeführt. Das resultierende Laminat wurde 1 Stunde bei 22°C unter einem Druck von 0,5 MPa gehalten. Nachdem der Druck entfernt ist, wurde das Laminat fünf Tage bei 22°C getrocknet, wodurch das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht erhalten wurde.

Die folgenden Bewertungen des Leistungsvermögens wurden an dem laminierten Brett mit der Kunststoffdeckschicht durchgeführt.

(1) Zugtest bei Zimmertemperatur

Ein Zugtest zur Bewertung der Bindungsstärke der Metalldeckschicht bei Zimmertemperatur wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 25 mm × 25 mm erhalten wurde. Das Teststück wurde in eine Zugtestvorrichtung „AUTOGRAPH AG-5000A" (hergestellt von Shimadzu Corporation) gegeben, und dann wurde damit ein Zugtest bei einer Testgeschwindigkeit von 50 mm/min bei der Temperatur von 22°C durchgeführt, um die Bindungsstärke zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.

(2) Zugtest unter Bedingungen von feuchter Wärme

Ein Zugtest zur Bewertung der Bindungsstärke der Metalldeckschicht wurde nach dem den Bedingungen von feuchter Wärme Ausgesetztsein gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 25 mm × 25 mm erhalten wurde. Das Teststück wurde 48 Stunden in einer Atmosphäre von 40°C, 90% r. F. gehalten. Dann wurde das Teststück in die Zugtestvorrichtung „AUTOGRAPH AG-5000A" gegeben und damit ein Zugtest bei einer Testgeschwindigkeit von 50 mm/min durchgeführt, um die Bindungsstärke zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.

(3) Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot

Ein Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht nach dem Bestrahlen mit fernem Infrarot auf das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht unter Erwärmungsbedingungen wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 150 mm × 150 mm erhalten wurde. Um das Teststück mit fernem Infrarot zu bestrahlen, während erwärmt wird, wurde eine Vorrichtung zur Bestrahlung mit fernem Infrarot „MINI-JET MJS-200" verwendet. Der Ablösetest wurde bei drei verschiedenen Temperaturen, d. h. 120°C, 150°C und 180°C, durchgeführt. Die Bestrahlungsdauer mit fernem Infrarot beträgt 2 Minuten. Nachdem die Bestrahlung beendet war, wurde der Ablösestatus der Kunststoffdeckschicht bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.

In Tabelle 2 zeigt das Symbol „&jocir;" an, daß sich die Metalldeckschicht von selbst ablösen kann und selbst nach dem Abkühlen die Metalldeckschicht leicht ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Metalldeckschicht abgelöst werden kann. Das Symbol „O" zeigt an, daß sich die Metalldeckschicht nicht von selbst ablösen kann, die Metalldeckschicht jedoch leicht ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Metalldeckschicht abgelöst werden kann. Das Symbol „&Dgr;" zeigt an, daß sich die Metalldeckschicht nicht von selbst ablösen kann, die Metalldeckschicht jedoch leicht unmittelbar nach dem Bestrahlen ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Metalldeckschicht abgelöst werden kann und, wenn andererseits die Metalldeckschicht nach dem Abkühlen abgelöst wird, ein Reißen der Fasergipsplatte auftreten kann. Das Symbol „x" zeigt an, daß sich die Metalldeckschicht nicht von selbst ablösen kann und, wenn die Metalldeckschicht unmittelbar nach dem Bestrahlen abgelöst wird, ein Rest der bindenden Schicht auf der abgelösten Metalldeckschicht bleibt und, wenn die Metalldeckschicht nach dem Abkühlen abgelöst wird, ein erhebliches Reißen des laminierten Brett auftritt. Das Symbol „x x" zeigt an, daß sich die Metalldeckschicht nicht von selbst ablösen kann und, selbst wenn die Metalldeckschicht unmittelbar nach dem Bestrahlen abgelöst wird, ein erhebliches Reißen des laminierten Bretts auftritt.

(4) Ablösetest mit Bestrahlung durch Ultraviolett

Ein Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht nach dem Bestrahlen mit Ultraviolett auf das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht unter Erwärmungsbedingungen wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 150 mm × 150 mm erhalten wurde. Um das Teststück mit Ultraviolett zu bestrahlen, während erwärmt wird, wurde eine Vorrichtung zur Bestrahlung mit Ultraviolett „PANA CURE NUX7328F-467" verwendet. Der Ablösetest wurde bei 150 °C durchgeführt. Die Bestrahlungsdauer mit Ultraviolett beträgt 10 Minuten. Nach der Bestrahlung wurde der Ablösestatus der Metalldeckschicht gemäß den Bewertungsstandards bewertet, die in dem vorstehenden Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot angegeben sind. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.

(5) Ablösetest mit Heißluft

Der Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht nach dem Erwärmen des laminierten Bretts mit der Metalldeckschicht durch Heißluft ohne Bestrahlung mit Licht wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit dem Metall wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 150 mm × 150 mm erhalten wurde. Um das Teststück mit der Heißluft zu erwärmen, wurde eine Heißluft-Umluft-Vorrichtung „HISPEC HT210" verwendet. Der Ablösetest wurde bei 150°C mit zwei verschiedenen Erwärmungsdauern, d. h. 20 Minuten und 24 Stunden, durchgeführt. Nach der Wärmebehandlung wurde der Ablösestatus der Metalldeckschicht gemäß den Bewertungsstandards bewertet, die in dem vorstehenden Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot angegeben sind. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.

Ergebnisse:

Wie in Tabelle 2 aufgeführt, reicht die Bindungsstärke des laminierten Bretts aus jedem der Beispiele 6 bis 11 zur praktischen Verwendung als Baumaterialien, die hohe Haltbarkeit benötigen, aus. Außerdem ist die Verwendung des Klebstoffs, der sowohl die anionische Polyurethandispersion (S-PU) als auch die Ethylen-Vinylacetat-Copolymer- (EVAc) Emulsion enthält, wirksam, um weiter die Bindungsstärke zu verbessern (Beispiele 5, 6). Insbesondere wenn die Kombination aus der anionischen Polyurethandispersion (S-PU) und der Ethylen-Vinylacetat-Copolymer-Emulsion (EVA(1)) verwendet wird, die dadurch gekennzeichnet ist, daß eine in Toluol unlösliche Fraktion eines getrockneten Films aus der Copolymeremulsion 70 Gew.-% oder mehr beträgt, ist es möglich, die Bindungsstärke beträchtlich zu verbessern (Beispiel 6).

Andererseits sind die laminierten Bretter aus den Beispielen 6 bis 11 ausgezeichnet in der Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht. Das heißt, wenn fernes Infrarot oder Ultraviolett auf das laminierte Brett bei der Erwärmungstemperatur von 150 oder 180°C bestrahlt wird, kann sich die Metalldeckschicht von selbst vom laminierten Brett ablösen. In diesem Fall tritt das Ablösen an der Grenzfläche zwischen der Metalldeckschicht und der bindenden Schicht auf dem Substrat ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Metalldeckschicht auf.

Wenn die Bestrahlungsdauer mit fernem Infrarot bei der Erwärmungstemperatur von 120°C auf 10 min. verlängert wird, bestätigt sich, daß die Leichtigkeit des Ablösens vom Niveau „&Dgr;" auf das Niveau „O" verbessert werden kann. Die Ergebnisse des Ablösetests mit Heißluft zeigen, daß die Kunststoffdeckschicht abgelöst werden kann, indem das laminierte Brett eine ausgedehnte Zeit lang ohne Bestrahlung mit Licht lediglich erwärmt wird.

In den Vergleichsbeispielen 3 und 4 war die Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht schlecht, da die Zugfestigkeit oder die prozentuale Dehnung der EVAc-Emulsion des Klebstoffs außerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung liegt. Somit belegen diese experimentellen Ergebnisse, die den Unterschied zwischen den Beispielen 6 bis 11 der vorliegenden Erfindung und den Vergleichsbeispielen 3 und 4 im Hinblick auf die Leichtigkeit des Ablösens zeigen, die Wichtigkeit der Bereiche der Zugfestigkeit und der prozentualen Dehnung, die in Anspruch 1 definiert sind.

Beispiele 12 bis 17 und Vergleichsbeispiele 5 bis 6

Gemäß den Zumischmengen, die in Tabelle 3 aufgeführt sind, wurden EVA(1), SF400, OM4000, OM3100, SF480, EX053 und S-PU gemischt, wodurch die Klebstoffe der Beispiele 12 bis 17 und Vergleichsbeispiele 5 bis 6 erhalten wurden.

In jedem der Beispiele 12 bis 17 und Vergleichsbeispiele 5 bis 6 wurde ein laminiertes Brett mit einer Metalldeckschicht unter Verwendung des erhaltenen Klebstoffs hergestellt. Das heißt, ein Sperrholz mit einer Dicke von 10 mm wurde als das Substrat verwendet. Der Klebstoff wurde einheitlich auf der oberen Oberfläche des Sperrholzes unter Verwendung eines Kautschukwalzenbeschichters aufgetragen. Die Beschichtungsmenge an dem Klebstoff beträgt 0150 g/m2. Dann wurde eine verzierte Stahlplatte mit einer Dicke von 1,0 mm als die Metalldeckschicht auf die aufgetragene Oberfläche des Sperrholzes gelegt. Zuvor wurde eine Epoxidbeschichtung auf der Oberfläche der verzierten Stahlplatte durchgeführt, die zum Sperrholz hin zeigt. Das resultierende Laminat wurde 3 Stunden bei 22°C unter einem Druck von 0,5 MPa gehalten. Nachdem der Druck entfernt ist, wurde das Laminat fünf Tage bei 22°C getrocknet, wodurch das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht erhalten wurde.

Die folgenden Bewertungen des Leistungsvermögens wurden an dem laminierten Brett mit der Metalldeckschicht durchgeführt.

(1) Zugtest bei Zimmertemperatur

Ein Zugtest zur Bewertung der Bindungsstärke der Metalldeckschicht bei Zimmertemperatur wurde gemäß demselben Verfahren, wie in den Beispielen 6 bis 11 angegeben, durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.

(2) Zugtest unter feuchten Bedingungen

Ein Zugtest zur Bewertung der Bindungsstärke der Metalldeckschicht unter feuchten Bedingungen wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt. Das heißt, das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht wurde zerschnitten, wodurch ein Teststück mit einer quadratischen Gestalt von 25 mm × 25 mm erhalten wurde. Das Teststück wurde 3 Stunden in Wasser bei 23°C eingetaucht. Unmittelbar nach der Eintauchbehandlung wurde das Teststück, das nass geworden war, in die Zugtestvorrichtung „AUTOGRAPH AG-5000A" gegeben und damit ein Zugtest bei einer Testgeschwindigkeit von 5 mm/min durchgeführt, um die Bindungsstärke zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt.

(3) Ablösetest mit Bestrahlung durch fernes Infrarot

Ein Ablösetest zur Bewertung der Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht nach dem Bestrahlen mit fernem Infrarot auf das laminierte Brett mit der Metalldeckschicht unter Erwärmungsbedingungen wurde gemäß dem im wesentlichen selben Verfahren durchgeführt, wie in den Beispielen 6 bis 11 angegeben, ausgenommen daß das Teststück 2 Minuten bei 150°C mit fernem Infrarot bestrahlt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt.

Ergebnisse:

Wie in Tabelle 3 aufgeführt, reicht die Bindungsstärke des laminierten Bretts aus jedem der Beispiele 12 bis 17 zur praktischen Verwendung als Baumaterialien aus. Außerdem ist die Verwendung des Klebstoffs, der sowohl die anionische Polyurethandispersion (S-PU) als auch die Ethylen-Vinylacetat-Copolymer- (EVAc) Emulsion enthält, wirksam, um weiter die Bindungsstärke zu verbessern (Beispiele 16, 17). Insbesondere wenn die Kombination aus der anionischen Polyurethandispersion (S-PU) und der EVAc-Emulsion (EVA(1)) verwendet wird, die dadurch gekennzeichnet ist, daß eine in Toluol unlösliche Fraktion eines getrockneten Films aus der Copolymeremulsion 70 Gew.-% oder mehr beträgt, ist es möglich, eine beträchtlich verbesserte Bindungsstärke (Beispiel 17) bereitzustellen, selbst wenn die mit Epoxid beschichtete Oberfläche der verzierten Stahlplatte an das Sperrholz für eine Betontafel gebunden ist.

Andererseits sind die laminierten Bretter aus den Beispielen 12 bis 17 ausgezeichnet in der Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht. Das heißt, wenn fernes Infrarot auf das laminierte Brett bei der Erwärmungstemperatur von 150°C bestrahlt wird, kann sich die Metalldeckschicht von selbst vom laminierten Brett ablösen. In diesem Fall tritt das Ablösen an der Grenzfläche zwischen der Metalldeckschicht und der bindenden Schicht auf dem Substrat ohne Anhaften eines Rests der bindenden Schicht an der abgelösten Metalldeckschicht auf.

In den Vergleichsbeispielen 5 und 6 war die Leichtigkeit des Ablösens der Metalldeckschicht schlecht, da die Zugfestigkeit oder die prozentuale Dehnung der EVAc-Emulsion im Klebstoff außerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung liegt.

Wie aus den vorstehend beschriebenen Beispielen ersichtlich, wird mit dem Laminat der vorliegenden Erfindung, das in Bindungsstärke, Warmkriechfestigkeit und Wasserfestigkeit ausgezeichnet ist, als Baumaterialien gerechnet, die schwierige Anwendungsbedingungen überstehen können. Außerdem wird, da die Deckschicht leicht vom Laminat in kurzer Zeit durch Bestrahlen des Laminats mit fernem Infrarot oder Ultraviolett, während erwärmt wird, abgelöst werden kann, mit dem Laminat der vorliegenden Erfindung, das eine Leichtigkeit des Rezyklierens nach der Verwendung aufweist, auch als einem umweltfreundlichen Baumaterial gerechnet. Darüber hinaus ist die Leichtigkeit des Ablösens dabei wirksam, das Haftungsversagen beim Laminierverfahren zu vermindern und die Ausbeuten am Laminat zu verbessern.

Die Merkmale, die in der vorstehenden Beschreibung und den Ansprüchen offenbart werden, können sowohl getrennt als auch in beliebiger Kombination davon Material für die Verwirklichung der Erfindung in verschiedenen Formen davon sein.


Anspruch[de]
Laminat, umfassend eine ablösbare Deckschicht, ein Substrat und eine bindende Schicht zwischen der Deckschicht und dem Substrat, wobei entweder das Substrat und/oder die Deckschicht porös ist und wobei ein Klebstoff zum Bilden der bindenden Schicht folgende Komponenten umfasst:

(A) eine wässrige Dispersion, die ein Polymer enthält, das die Eigenschaften aufweist, daß ein getrockneter Film der wässrigen Dispersion eine Zugfestigkeit von 1 bis 28 MPa und eine prozentuale Dehnung von 100 bis 2000% aufweist; und

(B) eine Klebstoffzusammensetzung auf Wasserbasis, die Mikrokugeln mit der Fähigkeit zur thermischen Expansion enthält, die jeweils aus einer Polymerhülle bestehen, in die ein Gas eingekapselt ist,

wobei die wässrige Dispersion (A) ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer enthält.
Laminat nach Anspruch 1, wobei die Deckschicht eine verzierte Metallplatte ist und das Substrat eine poröse Platte ist. Laminat nach Anspruch 1, wobei die Deckschicht eine Kunststoffolie ist und das Substrat eine poröse Platte ist. Laminat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die wässrige Dispersion (A) mindestens ein Material, ausgewählt aus Vinylacetatpolymer oder -copolymer, Urethanpolymer, Acrylpolymer oder -copolymer, Siliconpolymer, Chloroprenelastomer und Styrol-Butadien-Elastomer, enthält. Laminat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die wässrige Dispersion (A) ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer und eine anionische Polyurethandispersion enthält. Laminat nach Anspruch 5, wobei die anionische Polyurethandispersion eine anionische Polyurethandispersion mit Sulfonatgruppen ist. Laminat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Menge der Mikrokugeln in einem Bereich von 2 bis 100 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Teile Feststoffgehalt des Polymers in der wässrigen Dispersion (A), liegt. Laminat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Mikrokugeln die Eigenschaften einer 20-fachen bis 100-fachen Vergrößerung durch Expansion und der Anfangstemperatur für die Expansion von 90°C bis 150°C aufweisen. Laminat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die in Toluol unlösliche Fraktion eines getrockneten Films des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers 70 Gew.-% oder mehr beträgt. Laminat nach Anspruch 5, wobei die Menge der Mikrokugeln in einem Bereich von 2 bis 100 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Feststoffgehalt des gesamten Polymers in dem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer und der anionischen Polyurethandispersion, liegt. Verfahren zum Ablösen der Deckschicht vom Laminat nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend den Schritt des Bestrahlens des Laminats mit Licht, während das Laminat erwärmt wird. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Licht fernes Infrarot mit einer Wellenlänge von 5 bis 30 &mgr;m ist. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Laminat 2 Minuten oder länger mit dem fernen Infrarot bestrahlt wird, während es auf eine Temperatur von 150°C oder mehr erwärmt wird. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Licht Ultraviolett ist.






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