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Dokumentenidentifikation DE602004001363T2 14.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001491240
Titel Fuss- oder Schuhhaltevorrichtung
Anmelder Salomon S.A., Metz-Tessy, FR
Erfinder Gonthier, Jean-Francois, 74540 Viuz La Chiesaz, FR
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 602004001363
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 26.05.2004
EP-Aktenzeichen 040123820
EP-Offenlegungsdatum 29.12.2004
EP date of grant 28.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse A63C 9/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für das Halten eines Fußes oder eines Schuhs, bei welcher der Halt des Fußes oder Schuhs mit Hilfe von mindestens einem Verbindungsteil erfolgt. Die Erfindung betrifft ebenso ein Verbindungsteil, welches dazu bestimmt ist, einen Bestandteil der Vorrichtung zu bilden.

Derartige Vorrichtungen werden für das Ausüben des Surfens auf Schnee oder Snowboardens, des Skifahrens auf Schnee oder auf Wasser, des Schneeschuhlaufens, des Rollschuhfahrens oder anderem verwendet.

Eine Vorrichtung mit Verbindungsteilen gemäß dem Stand der Technik weist im Allgemeinen einen lateralen Teil und einen medialen Teil auf, welche zwischen sich einen Bereich zur Aufnahme des Fußes oder des Schuhs begrenzen, sowie mindestens ein Verbindungsteil, welches mit jedem der Teile, dem lateralen und dem medialen Teil, über eine laterale Befestigung und eine mediale Befestigung verbunden ist. Jedes Verbindungsteil dient dazu, den Fuß oder den Schuh im Aufnahmebereich zu halten.

Jeder Abschnitt eines Verbindungsteils weist eine variable Krümmung auf, um sich an den Fuß oder an den Schuh anzupassen. Dies ist der Grund, warum jeder Abschnitt eines Verbindungsteils eine oder mehrere Schichten an mehr oder weniger nachgiebigem Material, wie z.B. Kunststoff, Kautschuk, Stoff, Leder oder jedes äquivalente Material aufweist. Die Schichten sind geformt, damit das Verbindungsteil natürlich eine gekrümmte Form aufweist, nahe zu derjenigen, welche ihm eigen ist, wenn es den Fuß oder den Schuh spannt.

Die Befestigungen selbst richten die Enden des Verbindungsteils gemäß im Wesentlichen zu dem Fuß oder Schuh tangentialen Richtungen aus.

Somit tendiert selbst im Fall einer Öffnung des Verbindungsteils, um den Durchgang des Fußes oder des Schuhs in Richtung einer Annährung oder einer Entfernung von der Aufnahmezone zu erlauben, jeder Abschnitt des Verbindungsteils dazu, in einer Position des Umfangs des Fußes oder des Schuhs zu verbleiben. Folglich erfolgt die Spannung des Verbindungsteils mit keiner oder einer geringen Verformung. Dies begünstigt eine Homogenität der Spannung, wobei die durch das Verbindungsteil ausgeübten Kontaktdrücke gleichförmig verteilt werden.

Die Benutzung der Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik weist jedoch einen Nachteil auf. Der Benutzer muss, wenn er sie anziehen oder ausziehen möchte, mindestens einen Abschnitt eines Verbindungsteils in Abstand von der Bahn des Fußes oder des Schuhs halten. Dies trifft insbesondere für das Anziehen bzw. das Einsteigen zu, welches die Annäherung in Richtung zu der Aufnahmezone mit sich bringt. Wenn er nicht entfernt wird, befindet sich der Abschnitt des Verbindungsteils tatsächlich unter dem Fuß oder unter dem Schuh. In diesem Fall ist das Schließen des Verbindungsteils nicht mehr möglich und der Halt des Fußes oder des Schuhs findet nicht statt. In einer Richtung einer Entfernung, während dem Ausziehen, ist das Vorhandensein des Abschnitts ebenso störend. Wenn er nicht in Abstand gehalten wird, reibt er auf dem Fuß oder dem Schuh.

Häufig ist das Vorhandensein eines Abschnitts des Verbindungsteils in der Bahn des Fußes oder des Schuhs eine Behinderung für den Benutzer.

Das Dokument DE-A-101 49 813 beschreibt ein Verbindungsteil, welches einen Abschnitt aufweist, dessen Krümmung variabel ist, jedoch nicht einstellbar ist, wenn er in offener Position ist.

Es ist eine der Aufgaben der Erfindung, eine zeitweilige und stabile, teilweise oder vollständige Befreiung der Bahn des Fußes oder des Schuhs zu ermöglichen und zwar dies für eine Richtung einer Annährung oder einer Entfernung von der Aufnahmezone.

Im Hinblick darauf schlägt die Erfindung eine Vorrichtung zum Halten eines Fußes oder eines Schuhs vor, wobei die Vorrichtung einen lateralen Teil und einen medialen Teil aufweist, welche eine Zone zur Aufnahme des Fußes oder des Schuhs begrenzen, sowie mindestens ein Verbindungsteil, welches mit jedem der Teile, dem lateralen Teil und dem medialen Teil, über eine laterale Befestigung und über eine mediale Befestigung verbunden ist, wobei das Verbindungsteil mindestens einen Abschnitt aufweist, dessen Krümmung variabel ist.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Mittel zur Einstellung der Krümmung mindestens eines Teils des Abschnitts aufweist.

Der Benutzer kann somit die Krümmung des Abschnitts anpassen bzw. einstellen, um ihn teilweise mindestens, ja sogar vollständig in Abstand von der Bahn des Fußes oder des Schuhs zu halten.

Es stellt sich somit nichts oder fast nichts dem Anziehen oder dem Ausziehen entgegen. Ein Fuß oder ein Schuh kann freier hindurchgehen in einer Richtung einer Annährung an oder einer Entfernung von der Aufnahmezone.

Ein Vorteil, welcher sich daraus ergibt, ist eine größere Leichtigkeit des Anziehens oder des Ausziehens, da der Benutzer den Abschnitt nicht gleichzeitig entfernt halten muss, wie er seinen Fuß versetzt. Folglich kann er stabile und komfortable Positionen einnehmen und er kann sich auf die Bewegung des Fußes konzentrieren.

Selbstverständlich kann der entfernte Abschnitt in einer Richtung eines Schließens des Verbindungsteils zurückgebracht werden.

Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden mit Hilfe der nachfolgenden Beschreibung in Bezug auf die beigefügte Zeichnung besser verstanden werden, welche gemäß nicht beschränkenden Beispielen darstellen, wie die Erfindung realisiert werden kann, und in welcher:

1 eine perspektivische Ansicht einer Haltevorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit geschlossenen Verbindungsteilen ist;

2 ein Schnitt gemäß II-II aus 1 ist;

3 eine Draufsicht eines ersten Befestigungsabschnitts eines Verbindungsteils der Vorrichtung aus 1 ist;

4 ein Schnitt gemäß IV-IV aus 3 ist;

5 ein Schnitt gemäß V-V aus 3 ist;

6 eine Draufsicht eines verformbaren Elements des Befestigungsabschnitts aus 3 ist;

7 eine zu 2 ähnliche Ansicht mit dem offenen Verbindungsteil ist;

8 eine Draufsicht eines zweiten Befestigungsabschnitts eines Verbindungsteils einer Haltevorrichtung gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist:

9 eine Draufsicht eines Vorprodukts eines verformbaren Elements des Befestigungsabschnitts aus 8 ist;

10 ein Schnitt gemäß X-X aus 9 ist;

11 eine Draufsicht des verformbaren Elements des Befestigungsabschnitts aus 8 ist;

12 ein Schnitt gemäß XII-XII aus 11 ist;

13 ein Schnitt gemäß XIII-XIII aus 11 für eine erste Form eines verformbaren Elements ist;

14 ähnlich zu 13 für eine zweite Form eines verformbaren Elements ist;

15 eine Seitenansicht des zweiten Befestigungsabschnitts ist, wobei das verformbare Element eine erste Form aufweist;

16 eine Seitenansicht des zweiten Befestigungsabschnitts ist, wobei das verformbare Element die zweite Form aufweist.

Obwohl sich die nachfolgend beschriebenen Beispiele eher auf das Gebiet des Snowboardens beziehen, muss man verstehen, dass sie sich ebenso auf andere Gebiete, wie oben angegeben, anwenden lassen.

Das erste Beispiel wird mit Hilfe der 1 bis 7 dargestellt.

Wie man es in der 1 sieht, erlaubt eine Haltevorrichtung 1 das zeitweilige Halten eines nicht dargestellten Schuhs auf einem Brett 2.

Auf bekannte Art und Weise weist die Haltevorrichtung 1 eine Basis 3 auf, die sich longitudinal zwischen einem hinteren Ende 4 und einem vorderen Ende 5 erstreckt.

Die Basis 3 weist eine obere Fläche 6 auf, die dafür vorgesehen ist, um gegenüberliegend der Sohle des Schuhs zu sein, und eine untere Fläche 7, die dafür vorgesehen ist, über dem Brett zu sein.

Die Basis 3 wird an dem Brett 2 über ein Mittel gehalten, welches in der Form einer Scheibe 10 dargestellt ist, die selbst an dem Brett 2 über Schrauben 11 gehalten wird.

Selbstverständlich können andere Mittel zum Halten der Basis 3 vorgesehen werden.

Die Basis 3 ist seitlich durch einen lateralen Flansch 12 und durch einen medialen Flansch 13 umrandet. Jeder der Flansche 12, 13 bildet jeweils einen lateralen Teil oder medialen Teil der Vorrichtung 1, um eine Zone 14 zur Aufnahme des Schuhs zu begrenzen. Wenn dieser letztere auf die Vorrichtung 1 gesetzt ist, gehen die Flansche 12, 13 seitlich an der Sohle entlang. Selbstverständlich kann etwas anderes vorgesehen sein als die Flansche 12, 13, um die lateralen und medialen Teile zu bilden. Zum Beispiel können einfache seitliche und mediale Anschläge passen.

Die Flansche 12, 13 sind über einen Bogen 15 auf Höhe des hinteren Endes 4 verbunden. Vorzugsweise bilden die Basis 3, die Flansche 12, 13 und der Bogen 15 ein einstückiges Teil, welches z.B. aus Kunststoffmaterial realisiert ist. Es kann jedoch vorgesehen sein, dass die Flansche oder der Bogen Teile sind, welche mit der Basis über jedes andere Mittel, wie z.B. eine Klebung, eine Schweißung, eine Verschraubung, eine Einpassung oder anderem fest verbunden sind.

Auf zusätzliche Art und Weise erlaubt ein hinteres Abstützelement 16 es einem Benutzer, hintere Abstützungen mit dem Unterteil des Beines vorzunehmen. Das hintere Abstützelement 16 ist mit den Flanschen 12, 13 z.B. mittels einer Anlenkung 17 fest verbunden.

Es sind ebenso zwei Verbindungsteile zum Halten auf entfernbare Art und Weise des Schuhs auf der Basis 3 zwischen den Flanschen 12, 13 in der Aufnahmezone 14 vorgesehen.

Ein erstes Verbindungsteil 20 befindet sich in Richtung zur Vorderseite auf Höhe der metatarsophalangischen Anlenkung, wenn der Fuß gehalten wird. Ein zweites Verbindungsteil 21 befindet sich in Richtung nach hinten auf Höhe des Spanns des Fußes, wenn der Fuß gehalten wird.

Jedes der Verbindungsteile 20, 21 erstreckt sich transversal zwischen den Flanschen 12, 13.

Selbstverständlich kann eine andere Anzahl von Verbindungsteilen vorgesehen werden.

Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, wie man es besser in der 2 sieht, ist das zweite Verbindungsteil 21 in der Form einer Zusammenfügung von drei Abschnitten dargestellt, welches ein erster Befestigungsabschnitt 22, ein Bedeckungsabschnitt 23 des Schuhs und ein zweiter Befestigungsabschnitt 24 sind.

Der erste Abschnitt 22 weist ein Befestigungsende 25 und ein freies Ende 26 auf. Das Befestigungsende 25 ist mit dem lateralen Flansch 12 über eine laterale Befestigung verbunden. Diese letztere ist in der Form einer Anlenkung dargestellt, welche z.B. mit Hilfe einer Niete 30 realisiert ist.

Ein erstes Verbindungsmittel ist vorgesehen, um auf lösbare Art und Weise den Bedeckungsabschnitt 23 mit dem ersten Abschnitt 22 zu verbinden, wobei das freie Ende 26 des ersten Befestigungsabschnitts 22 über dem Bedeckungsabschnitt 23 ist. Dieses Mittel weist z.B. einen Spannmechanismus mit Sperrklinke 31 auf, welcher an dem Bedeckungsabschnitt 23 auf Höhe des ersten Endes 32 des letzteren befestigt ist. Das Verbindungsmittel des Bedeckungsabschnitts 23 mit dem ersten Abschnitt 22 weist ebenso eine Reihe von Zähnen 33 auf, die auf dem ersten Abschnitt 22 geformt sind. Die Zähne 33 verteilen sich ausgehend von dem freien Ende 26 bis in die Nähe der Anlenkung 30.

Unter einem Einwirken auf den Hebel 34 des Mechanismus 31 ist es möglich, das Verbindungsteil 21 unter einem Annähern des ersten Endes 32 in Richtung zu dem lateralen Flansch 12 zu spannen. Unter einem Einwirken auf einen Knopf 35 des Mechanismus 31 ist es möglich, das Verbindungsteil 21 zu entspannen oder es sogar zu öffnen. In diesem letzteren Fall werden der Bedeckungsabschnitt 23 und der erste Abschnitt 22 getrennt.

Selbstverständlich können andere Mittel zum Verbinden des Bedeckungsabschnitts 23 mit dem ersten Abschnitt 22 vorgesehen werden.

Der zweite Befestigungsabschnitt 24 weist selbst ein Befestigungsende 40 und ein freies Ende 41 auf. Das Befestigungsende 40 ist mit dem medialen Flansch 13 über eine mediale Befestigung verbunden. Diese letztere ist in der Form einer Anlenkung dargestellt, die z.B. mit Hilfe einer Niete 42 realisiert ist.

Ein zweites Verbindungsmittel ist vorgesehen, um auf einstellbare Art und Weise den Bedeckungsabschnitt 23 mit dem zweiten Abschnitt 24 zu verbinden, wobei das freie Ende 41 des zweiten Befestigungsabschnitts 24 oberhalb des Bedeckungsabschnitts 23 ist. Dieses Mittel weist z.B. eine Schraube 43 auf, die in den Bedeckungsabschnitt 23 auf Höhe eines zweiten Endes 44 dieses letzteren eingeschraubt ist. Die Schraube 43 durchquert eines der Löcher 45, die in den zweiten Abschnitt 24 gebohrt sind.

Der Benutzer kann somit derart vorgehen, dass das zweite Ende 44 des Bedeckungsabschnitts 23 in der Nähe des medialen Flansches 13 ist. Die Einstellung der Position, des Bedeckungsabschnitts 23 im Verhältnis zu dem zweiten Abschnitt 24 wird selten verändert. Sie ist vorgesehen, um dem Raumbedarf des Schuhs Rechnung zu tragen.

Die beiden Anlenkungen folgen im Wesentlichen gemäß einer transversalen Achse der Vorrichtung, was es dem zweiten Verbindungsteil 21 erlaubt, den Schuh gleichförmig zu bedecken.

Selbstverständlich können die Anlenkungen durch andere Mittel, wie z.B. Schrauben, Drehzapfen oder anderem realisiert werden.

Gleichermaßen können die Befestigungen des Verbindungsteils 21 an den Flanschen 12, 13 durch andere Mittel erfolgen, wie z.B. eine Umwicklung um eine Durchgangsvorrichtung oder anderem.

Das Verbindungsteil 21 ist im Wesentlichen nicht dehnbar in der Richtung seiner Länge, d.h. von einem Flansch zum anderen. Die Materialien, welche es bilden, werden zu diesem Zweck ausgewählt. Insbesondere weisen die ersten und zweiten Abschnitte 22, 24 vorzugsweise jeweils ein längliches Band 46, 47 auf, das ausgehend von einem Kunststoffmaterial, wie z.B. einem Polyamid oder einem Polyurethan, verstärkt oder nicht verstärkt, hergestellt ist. Jedes Band 46, 47 erstreckt sich in der Länge jeweils ausgehend von dem Befestigungsende 25, 40 bis zu dem freien Ende 26, 41 des Befestigungsabschnitts 22, 24.

Der Bedeckungsabschnitt 23 selbst weist auch eine längliche Form auf. Er erstreckt sich in der Länge zwischen dem ersten Ende 32 und dem zweiten Ende 44.

Jeder Abschnitt 22, 23, 24 ist nichtsdestotrotz mehr oder weniger nachgiebig. Seine Krümmung ist variabel und er kann sich biegen, um sich dem Fuß oder dem Schuh anzupassen.

Gemäß der Erfindung weist die Haltevorrichtung 1 ein Mittel zur Einstellung der Krümmung von mindestens einem Teil eines Abschnitts 22, 23, 24 des Verbindungsteils 21 auf.

Es ist auch möglich, dem Abschnitt 22, 23, 24 z.B. eine Form einer Umgebung des Schuhs oder auch eine Form einer Entlastung in Abstand von der Aufnahmezone 14 zu geben. In diesem zweiten Fall werden das Anziehen und das Ausziehen erleichtert.

Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ermöglicht, wie man es mit Hilfe der 3 bis 7 versteht, ein Mittel zur Einstellung die Krümmung eines Teils des ersten Abschnitts 22 des zweiten Verbindungsteils 21 einzustellen. Dieses Mittel weist ein verformbares Element auf, welches durch eine längliche Lasche 50 dargestellt ist. Diese letztere ist einem Band 46 hinzugefügt, um den ersten Befestigungsabschnitt 22 zu bilden. Noch genauer ist die Lasche 50 in dem Band 46 versenkt bzw. eingebettet. Die Lasche 50 kann jedoch vorgesehen sein, um dem Band 46 auf andere Art und Weise hinzugefügt zu werden, z.B. indem sie auf die Oberfläche des Bandes geklebt wird, oder durch jedes andere Mittel. Die Lasche 50 ist im Wesentlichen in der Richtung der Länge das Bandes 46 ausgerichtet. Auf diese Weise weisen diese letztere und das Band 46 entlang der Lasche 50 eine gleiche Krümmung auf.

Die Lasche 50 enthält vorzugsweise ein Metall oder eine metallische Legierung. Zum Beispiel kann es sich um eine Kupferlegierung, eine Stahllegierung oder ein anderes Material handeln. In dem Fall von Stahl kann eine reduzierte elastische Grenze gesucht werden. Dies macht das Mittel zur Einstellung plastisch verformbar. Somit kann der Benutzer durch seine Handhabungen die Lasche 50 biegen und folglich einen Teil des ersten Befestigungsabschnitts 22. Die Lasche 50 auferlegt ihre eigene Krümmung dem Band 46.

Wenn die Lasche 50 gebogen wurde, behält sie natürlich die Krümmung, welche ihr gegeben wurde, bei. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass die Lasche 50 ein Element ist, welches sich plastisch verformt. Sie wird nur eine andere Form einnehmen, wenn man sie anders biegt. Es ist selbstverständlich möglich, die Lasche 50 zu biegen, um den ersten Abschnitt 22 außerhalb der Aufnahmezone 14 zu entfernen, wie dies in der 7 der Fall ist. Der Benutzer kann somit den Fuß oder den Schuh ohne Behinderung hindurch gehen lassen. Eine Biegung in der umgekehrten Richtung bringt das freie Ende 26 des ersten Befestigungsabschnitts 22 in Richtung zu dem medialen Flansch 13 zurück. Dies erlaubt es dem Abschnitt 22, die Basis 3 zu bedecken und folglich den Fuß oder den Schuh. Dies ermöglicht auch eine Schließung des zweiten Verbindungsteils 21, wie dies in den 1 und 2 der Fall ist.

Unter einem sich noch spezieller auf die 3 bis 6 zuwendend, wird man feststellen, dass die Lasche 50 einen länglichen Körper 51 aufweist, der durch ein erstes Ende 52 und ein zweites Ende 53 begrenzt ist, sowie durch einen ersten Rand 54 und einen zweiten Rand 55. Auf nicht beschränkende Art und Weise sind die Enden 52, 53 abgerundet und die Ränder 54, 55 sind im Wesentlichen gerade. Dies verleiht der Lasche 50 eine längliche Form. Daraus folgt eine Reduzierung des Risikos eines Auftretens von Rissen in dem Band 46 von dem ersten Abschnitt 22.

Die Lasche 50 ist ebenso durch ein Loch 56 für den Durchgang der Niete 30 durchbohrt. Es sind somit gleichzeitig die Lasche 50 und das Band 46, welche die in dem Befestigungsabschnitt 22 ausgeübten Kräfte aushalten.

Die Lasche 50 ist weiterhin in Richtung des zweiten Endes 53 oberhalb des Lochs 56 durchbrochen. Zum Beispiel durchquert ein Spalt 57 an den abgerundeten Enden 58, 59 die Lasche 50. Der Spalt 57 schwächt lokal die Lasche 50 in einem mechanischen Sinne. Es ist somit leichter, die Lasche 50 auf Höhe des Spalts 57 zu biegen. Des Weiteren begünstigt der Spalt 57 die Einsetzung der Lasche 50 in das Material, welches das Band 46 bildet.

Vorzugsweise ist die Lasche 50 im Wesentlichen seitlich zentriert zwischen einem ersten Rand 65 und einem zweiten Rand 66 des Bandes 46. Die Lasche 50 ist auch im Wesentlichen in der Richtung der Dicke zwischen einer ersten Fläche 67, welche die Zähne 33 aufweist, und einer zweiten glatteren Fläche 68 zentriert. Diese Vorkehrung bzw. Anordnung begünstigt eine gleichmäßige Aufteilung von in dem ersten Befestigungsabschnitt 22 ausgeübten Kräften.

Selbstverständlich können andere Formen und andere Stellen einer Einsetzung für die Lasche 50 vorgesehen werden.

Das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung wird mit Hilfe der 8 bis 16 dargestellt. Aus Gründen der Einfachheit werden lediglich die Unterschiede im Verhältnis zum ersten Beispiel beschrieben.

Die 8 ist eine Draufsicht eines zweiten Befestigungsabschnitts 80 für ein nicht dargestelltes Verbindungsteil, welches ähnlich zu dem zweiten Verbindungsteil 21 des ersten Beispiels ist.

Der zweite Befestigungsabschnitt 80 erstreckt sich in der Länge zwischen einem Befestigungsende 81 und einem freien Ende 82, in der Breite zwischen einem ersten Rand 83 und einem zweiten Rand 84 und in der Dicke zwischen einer ersten Fläche 85 und einer zweiten Fläche 86.

Löcher 87, die in dem Befestigungsabschnitt 80 auf der Seite des freien Endes 82 vorgesehen sind, erlauben den Durchgang eines Befestigungsmittels zu einem Bedeckungsabschnitt. Dieses Mittel kann eine Schraube oder etwas anderes sein.

Ein Loch 88, das selbst auf der Seite des Befestigungsendes 81 vorgesehen ist, erlaubt den Durchgang eines Befestigungsmittels, wie z.B. eine Niete.

Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung erlaubt ein Mittel zur Einstellung die Krümmung eines Teils des zweiten Abschnitts 80 des zweiten Verbindungsteils einzustellen. Dieses Mittel umfasst ein verformbares Element, welches in der Form eines Zangenrings 95 (frz. maillon) dargestellt ist, der einem Band 96 hinzugefügt ist, um den zweiten Abschnitt 80 zu bilden.

Der Zangenring 95 ist an das Band 96 auf der Seite der ersten Fläche 85 angefügt.

Der Zangenring 95 weist ein erstes Ende 97 und ein zweites Ende 98 auf, welche z.B. jeweils in einem ersten Klotz 99 und einem zweiten Klotz 100 eingesetzt bzw. eingepasst sind, der auf der Fläche 85 vorragt.

Selbstverständlich kann jedes andere Mittel als eine Einpassung passen, wie z.B. eine Verschraubung, eine Vernietung, eine Klebung oder anderem. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Zangenring 95 woanders sei, z.B. auf der Seite der zweiten Fläche 86, in einem Hohlraum des Bandes 96 oder anderem.

Der Zangenring 95 weist eine erste Lamelle 101 und eine zweite Lamelle 102 auf, die sich jeweils zwischen seinen Enden 97 und 98 erstrecken. Die Lamellen 101, 102 sind vorzugsweise im Wesentlichen gemäß der Länge des Bandes 96 ausgerichtet.

Wie man es besser in der 9 sieht, ist der Zangenring 95 ausgehend von einem Vorprodukt 103 in Form eines Bogens hergestellt. Eine Brücke 104 verbindet die Lamellen 101, 102 in Richtung zu dem ersten Ende 97 des Zangenrings 95, wohingegen in Richtung zu dem zweiten Ende 98 des Zangenrings die Lamellen 101, 102 jeweils ein erstes freies Ende 105 und ein zweites freies Ende 106 aufweisen. Vorzugsweise bilden die Lamellen 101, 102 und die Brücke 104 ein einstückiges Teil. Es können jedoch mehrere untereinander zusammengefügte Stücke vorgesehen sein.

Wenn der zukünftige Zangenring 95 sich im Zustand des Vorprodukts 103 befindet, sind die Lamellen 101, 102 parallel zueinander. Andererseits ist das Vorprodukt 103, wie man es unter Zuhilfenahme der 10 versteht, im Wesentlichen eben. Die Lamellen 101, 102 und die Brücke 104 sind somit flach. Des Weiteren sind die Lamellen 101, 102 und die Brücke 104 koplanar.

Das Vorprodukt 103 wird vorzugsweise ausgehend von einem Blech oder Bogen einer metallischen Legierung hergestellt. Zum Beispiel ist ein Stahl, der für die Herstellung von Federn vorgesehen ist, sehr geeignet. Der Zangenring 95 weist somit Metall auf. Es können jedoch andere Materialien in Betracht gezogen werden, wie Kunststoffe.

Das Blech gibt den Lamellen 101, 102 und der Brücke 104 die gleiche Dicke. Die Breite jeder Lamelle ist deutlich größer als die Dicke. Jede Lamelle 101, 102 weist z.B. einen rechteckigen Querschnitt auf.

Der gebildete Zangenring 95 ist allein in der 11 dargestellt. Er wird durch die Zusammenfügung und die feste Verbindung miteinander der jeweiligen Enden 105, 106 der Lamellen 101, 102 erhalten.

Wie es die 12 zeigt, wird die feste Verbindung der Lamellen 101, 102 z.B. durch Eindrücken realisiert. Nach der Ubereinanderlegung der Enden 105, 106 der Lamellen 101, 102 drückt ein Dorn das Material, welches das zweite Ende 106 bildet, quer durch das erste Ende 105. Gleichzeitig wie er das Material drückt, durchbohrt der Dorn die Enden 105, 106 der Lamellen 101, 102. Anschließend stülpt eine Form das Material des zweiten Endes 106 auf der anderen Seite des ersten Endes 105 um.

Selbstverständlich ist diese Technik nicht beschränkend und es kann alternativ z.B. eine Schweißung, eine Verklebung, eine Verbindung, die ein komplementäres Teil aufweist, oder etwas anderes vorgesehen sein.

Nach der festen Verbindung sind die Enden 105, 106 der Lamellen 101, 102 flach aufeinander. Die Lamellen 101, 102 des Zangenrings 95 sind direkt auf Höhe des zweiten Endes 98 verbunden, wohingegen sie durch die Brücke 104 auf Höhe des ersten Endes 97 getrennt sind. Die Parallelität der Lamellen 101, 102 verschwindet in einer Richtung einer Entfernung von der Brücke 104. Daraus folgt, dass das Vorprodukt 103, welches im Wesentlichen eben ist, einen gekrümmten Zangenring 95 hervorbringt. Noch genauer ist der Zangenring 95 gleichzeitig longitudinal und transversal gekrümmt. Die Krümmung kann zwei verschiedene stabile Zustände einnehmen.

Ein erster stabiler Zustand ist mit Hilfe der 13 und 15 dargestellt. Der Zangenring 95 weist eine erste transversale Krümmung im Verhältnis zu einer Referenzebene A auf, sowie eine erste longitudinale Krümmung im Verhältnis zu einer Referenzebene B. Da der Zangenring 95 auf das Band 96 aufgesetzt ist, nimmt dieses letztere im Wesentlichen die Krümmung des Zangenrings an. Es kann sich z.B. um eine Situation der Bedeckung eines Fußes oder eines Schuhs handeln.

Eine umgekehrte Situation ist mit Hilfe der 14 und 15 dargestellt. Diese Situation kann gemäß einer Handhabung des Benutzers erhalten werden, um einen Durchgang für den Fuß oder den Schuh freizulegen. In diesem Fall weist der Zangenring 95 eine zweite transversale Krümmung im Verhältnis zu der Referenzebene A sowie eine zweite longitudinale Krümmung im Verhältnis zu der Referenzebene B auf. Selbstverständlich erfolgen die beiden transversalen und longitudinalen Krümmungen, welche dem zweiten stabilen Zustand entsprechen, in einer zu den ersten Richtungen entgegengesetzten Richtung.

Der Übergang von dem einen zu dem anderen der Zustände kann manuell erfolgen oder durch jede andere Einwirkung. Selbstverständlich hindert nichts den zweiten Abschnitt 80 daran, andere Krümmungen als diejenige einzunehmen, welche er natürlich unter dem Einfluss des Zangenrings einnimmt.

Vorzugsweise erfolgt der Übergang von dem einen zu dem anderen der stabilen Zustände durch eine elastische Verformung des Zangenrings 95. Dies bedeutet, dass die Lamellen 101, 102 sich verformen, ohne dass die elastische Grenze des Materials, welches sie bildet, überschritten wird, ja sogar nicht einmal erreicht wird. Die Struktur des Zangenrings 95 macht das Mittel zur Einstellung elastisch verformbar. Somit erfolgt der Übergang von einer Krümmung zu der anderen des zweiten Abschnitts 80 auf sehr durch den Benutzer wahrnehmbare Art und Weise.

Selbstverständlich kann der Zangenring 95 anders realisiert werden, z.B. durch eine Gießung aus einem Kunststoffmaterial.

Auf allgemeine Art und Weise wird die Erfindung ausgehend von Materialien und gemäß Umsetzungstechniken realisiert, welche dem Fachmann bekannt sind.

Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt und umfasst alle die Varianten, welche in die Reichweite der nachfolgenden Ansprüche fallen können.

Insbesondere kann jede andere Struktur anstelle einer Einsetzung für das Mittel zur Einstellung der Krümmung eines Abschnitts des Verbindungsteils vorgesehen werden.

Die Erfindung kann umgesetzt werden, wie auch immer die Anzahl von Abschnitten sei, welche in dem Verbindungsteil enthalten sind.


Anspruch[de]
Verbindungsteil (20, 21), welches dafür bestimmt ist, Teil einer Vorrichtung (1) zum Halten eines Fußes oder eines Schuhs zu sein, wobei das Verbindungsteil (20, 21) mindestens einen Abschnitt (22, 23, 24, 80) aufweist, von dem die Krümmung variabel ist, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Mittel zur Einstellung der Krümmung von mindestens einem Teil des Abschnitts (22, 23, 24, 80) aufweist, wenn das Verbindungsteil in offener Stellung ist. Vorrichtung (1) zum Halten eines Fußes oder eines Schuhs, wobei die Vorrichtung (1) ein Verbindungsteil nach Anspruch 1 aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sie ebenso einen lateralen Teil (12) und einen medialen Teil (13) aufweist, welche einen Bereich (14) zur Aufnahme des Fußes oder des Schuhs begrenzen, mindestens ein Verbindungsteil (20, 21), welches mit jedem der Teile, dem lateralen Teil (12) und dem medialen Teil (13), durch eine laterale Befestigung (30) und durch eine mediale Befestigung (42) verbunden ist. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Einstellung plastisch verformbar ist. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Einstellung elastisch verformbar ist. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Einstellung der Krümmung eine längliche Lasche (50) ist, wobei die längliche Lasche (50) einem Band (46) hinzugefügt ist, um den Abschnitt (22, 23, 24) zu bilden, wobei die längliche Lasche (50) im Wesentlichen in der Richtung der Länge des Bandes (46) ausgerichtet ist. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die längliche Lasche (50) in dem Band (46) versenkt ist. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die längliche Lasche aus Metall ist. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (50) mit einem Loch (56) für den Durchgang einer Niete durchbohrt ist. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spalt (57) die Lasche (50) durchquert. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Einstellung der Krümmung ein Zangenring (95) ist, welcher ein erstes Ende (97) und ein zweites Ende (98) aufweist, wobei der Zangenring (95) einem Band (96) hinzugefügt ist, um den Abschnitt (80) zu bilden, wobei der Zangenring (95) eine erste Lamelle (101) und eine zweite Lamelle (102) aufweist, welche im Wesentlichen gemäß der Länge des Bandes (96) ausgerichtet sind, wobei die Lamellen (101, 102) flach sind, wobei die Lamellen (101, 102) auf Höhe des zweiten Endes (98) direkt miteinander verbunden sind, wohingegen sie durch eine Brücke (104) auf Höhe des ersten Endes (97) voneinander getrennt sind, wobei die Enden (105, 106) der Lamellen (101, 102) flach aufeinander liegen in Richtung zum zweiten Ende (98), wobei der Zangenring (95) in Längsrichtung natürlich gekrümmt ist, wobei die Krümmung des Zangenrings (95) zwei verschiedene stabile Zustände einnehmen kann. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Zangenring (95) Metall umfasst.






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