Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine geräuschgedämpfte
Vorrichtung zum Einlassen von Wasser in einen Behälter, insbesondere zum Füllen
eines Spülkastens.
Das Füllen eines Spülkastens nach jedem Spülvorgang
erzeugt bekanntermaßen Schallschwingungen, die vorzugsweise eliminiert oder
wenigstens reduziert werden.
Es sind verschiedene Arten von Vorrichtungen zum Einlassen von Wasser
in einen Spülkasten, die zur Geräuschreduzierung ausgelegt sind, bekannt.
In der europäischen Patentanmeldung EP-A-424274 wird beispielsweise
für Geräuschreduzierung gesorgt, indem das Wasser in einer mit massiven
kugelförmigen Körpern gefüllten Kammer im Kreis geführt wird.
Aus der US-A-1976442 ist ein Schalldämpfer bekannt, der eine Reihe von perforierten
Platten umfaßt, die in einer Kammer aufgenommen sind, wobei die Löcher
aufeinanderfolgender Platten in bezug aufeinander versetzt sind. Die Lösungen
sind zwar recht wirkungsvoll, können aber, was die Geräuschreduzierung
angeht, noch weiter verbessert werden und verursachen außerdem Probleme bei
der Herstellung (was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß
die massiven Körper hergestellt und in die Kammer eingeführt werden müssen).
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wasserzuführungsvorrichtung
bereitzustellen, die im Vergleich zu bekannten Lösungen bei der Geräuschreduzierung
voll wirksam ist und sich gleichzeitig preisgünstig und leicht herstellen läßt.
Erfindungsgemäß wird gemäß Anspruch 1 eine geräuschgedämpfte
Vorrichtung zum Einlassen von Wasser in einen Behälter, insbesondere zum Füllen
eines Spülkastens, bereitgestellt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich nicht
nur preisgünstig und leicht herstellen, sondern Tests haben auch gezeigt, daß
sie bei der Geräuschreduzierung voll wirksam ist.
Es werden mehrere nichteinschränkende Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beispielhaft unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Einlaßvorrichtung,
2 eine auseinandergezogene Perspektivansicht mehrerer
Bestandteile der Vorrichtung aus 1,
3 eine Draufsicht auf zwei der Bestandteile in
2,
4 eine Draufsicht auf einen wahlfreien Bestandteil
der Vorrichtung aus 1, und
5 eine auseinandergezogene Perspektivansicht einer
alternativen Ausführungsform der Bestandteile in 2.
Nummer 1 in 1 bezeichnet als
Ganzes eine geräuschgedämpfte Einlaßvorrichtung für einen nicht
gezeigten Spülkasten. Die Vorrichtung 1 umfaßt einen Körper
2, der eine Ventilanordnung 3 aufnimmt, die zwischen einem Einlaßkanal
4 und einem Auslaßkanal 5 angeordnet ist. Der Einlaßkanal
4 ist zum Anschluß an die Wasserleitung mit einem Stutzen
6 verbunden, und der Auslaßkanal 5 ist mit einem Ausflußrohr
7 mit einer Achse verbunden, die im wesentlichen normal zum Einlaßkanal
4 steht und im Gebrauch im wesentlichen senkrecht ist.
In dem in 1 gezeigten nicht einschränkenden
Beispiel ist die Ventilanordnung 3 eine bekannte Membranventilanordnung
und wird daher nicht näher beschrieben oder veranschaulicht. Kurz gesagt, umfaßt
die Ventilanordnung 3 eine scheibenförmige Membran 8, die
den Einlaßkanal 4 vom Auslaßkanal 5 trennt und eine
Gegendruckkammer 9 schließt; die Gegendruckkammer 9 hat ein
Entlastungsloch 10 und steht über eine Düse 11 mit kleinem
Querschnitt durch die Membran 8 mit dem Einlaßkanal 4 in
Verbindung; ein von einem Hebel 13, der über einen verstellbaren Stab
14 mit einem Schwimmer 15 verbunden ist, gesteuerter Schließer
12 öffnet und schließt das Entlastungsloch 10 gezielt,
und die Membran 8 ist elastisch deformierbar, damit Wasser vom Einlaßkanal
4 zum Auslaßkanal 5 fließen kann, wenn das Entlastungsloch
10 offen ist.
Das Ausflußrohr 7 hat ein Ende 16 für
die Verbindung mit dem Körper 2 (und hat beispielsweise ein Gewindeanschlußstück
und Dichtungsringe) sowie ein freies Ende 17 gegenüber dem Ende
16, das möglicherweise mit einer rohrförmigen Verlängerung
18 verbunden ist.
Im Inneren ist das Ausflußrohr 7 mit einer Kammer
20 für den Durchtritt des Wasserstroms vom Auslaßkanal
5 versehen. Die Kammer 20, die beispielsweise zylindrisch ist,
umfaßt einen Einlaß 21 und einen Auslaß 22, die
sich jeweils an den Enden 16 und 17 des Ausflußrohrs
7 befinden und eine Wasserströmungsrichtung definieren, die schematisch
in 1 durch den Pfeil 23 angedeutet ist und
in dem gezeigten Beispiel mit der Längsachse L der Kammer 20 zusammenfällt.
Die Kammer 20 nimmt mehrere perforierte stromablenkende Glieder
25 mit einer entsprechenden Anzahl von Durchtrittslöchern
26 auf, wobei die stromablenkenden Glieder 25 quer im Inneren
der Kammer 20 positioniert sind und im Inneren der Kammer 20 aufeinanderfolgend
und beabstandet im wesentlichen in der Wasserströmungsrichtung 23,
d. h. entlang der Achse L, angeordnet sind.
Auch in 2 und 3
umfaßt jedes Glied 25 eine flache perforierte Platte 27,
die im wesentlichen senkrecht zur Achse L positioniert ist und die Form einer kreisförmigen
Scheibe mit einem Durchmesser hat, der dem Innendurchmesser der Kammer
20 im wesentlichen entspricht. Die Löcher 26 sind im wesentlichen
parallel zur Achse L, und die Löcher 26 der aufeinanderfolgenden Glieder
25 (z. B. Glieder 25a, 25b in 2
und 3) sind versetzt, um im Inneren der Kammer
20 einen labyrinthartigen Wasserströmungsweg zu definieren, der eine
große Zahl von gewundenen spulenartigen oder Zickzack-Wasserströmungswegen
umfaßt.
Die Gestalt, Größe und Anordnung der Löcher
26 können natürlich auf vielfache Weise variiert werden, während
trotzdem ein labyrinthartiger Wasserströmungsweg definiert wird. Im einzelnen
läßt sich ein gewundener spulenartiger oder Zickzack-Wasserströmungsweg
auch unter Verwendung der Glieder 25 mit jeweils nur einem Loch
26 erzielen, vorausgesetzt, die Löcher 26 aufeinanderfolgender
Glieder 25 sind versetzt. Was hier gezeigt und beschrieben wird, ist daher
nur als ein nicht einschränkendes Beispiel anzusehen.
Bei der lediglich als nicht einschränkendes Beispiel gezeigten
Ausführungsform hat jedes Glied 25 mehrere Löcher 26,
die in der Form eines Dreiecks beabstandet und zu einem geometrischen Zentrum
28 des Glieds 25 symmetrisch sind. Aufeinanderfolgende Glieder
25a, 25b haben dieselbe Anordnung jeweiliger Löcher
26, sind aber bezüglich einander um 180° gedreht. Zum Einführen
und Halten der Glieder 25 im gewünschten Muster im Inneren der Kammer
20 sind Ausrichtmittel vorgesehen, um jedes Glied 25 in eine vorbestimmte
Position in bezug auf die anderen Glieder 25 und die Strömungsrichtung
23 einzustellen, und es sind Umfangsverbindungsglieder vorgesehen, um die
Glieder 25 umfangsmäßig mit der Kammer 20 zu verbinden.
In dem gezeigten Beispiel hat jedes Glied 25 eine Nut
31, die in einer vorbestimmten Position an einem Umfangsrand
32 der jeweiligen Platte 27 ausgebildet ist. Im Inneren der Kammer
20 ist eine parallel zur Achse L verlaufende Längsführung
33 vorgesehen, um die Nuten 31 zu ergreifen. Die Glieder
25 sind durch im wesentlichen ringförmige Abstandhalter
35 getrennt, die abwechselnd mit den Gliedern 25 gestapelt sind
und jeweilige mit der Führung 33 zusammenwirkende Nuten
36 aufweisen.
Bei der Ausführungsform der 1 sind
die Glieder 25 gleichmäßig entlang der Achse L beabstandet und
die Platten 27 sind alle gleich dick. Es versteht sich jedoch, daß
sowohl die Abstände der Glieder 25 als auch die Dicke der Platten
27 in Strömungsrichtung 23 variieren können.
Es ist zwar nicht notwendig, aber die Löcher 26 jedes
Glieds 25 haben bevorzugterweise alle denselben Durchmesser. Die Löcher
26 der aufeinanderfolgenden Glieder 25 können jedoch unterschiedliche
Durchmesser haben und werden bevorzugterweise kleiner im Durchmesser in der Strömungsrichtung
23 im Inneren der Kammer 20. Die Löcher 26 jedes
Glieds 25 können auch willkürlich angeordnet sein, im Gegensatz
zu der oben beschriebenen regelmäßigen Anordnung, vorausgesetzt, die willkürlich
angeordneten Löcher 26 aufeinanderfolgender Glieder 25 sind
versetzt.
4 zeigt ein wahlfreies Glied 25c, das beispielsweise
als das erste Glied in der Folge von Gliedern 25 verwendet werden kann
und das Durchtrittslöcher 26 hat, die einen größeren Durchmesser
haben als die Löcher 26 von nachfolgenden Gliedern 25, in
der Form eines Sechsecks beabstandet und um die Achse L zentral symmetrisch sind.
In der Variante von 5 umfassen die Glieder
25 ebenfalls jeweilige im wesentlichen flache, kreisförmige, perforierte
Platten 27, und jedes Glied 25 hat auch eine Nut (aus Übersichtlichkeitsgründen
in 5 nicht gezeigt), die die Führung
33 ergreift; die Abstandhalter 35 werden integral in einem Stück
mit den Platten 27 getragen und werden durch jeweilige vorspringende Umfangskragen
37 der Glieder 25 definiert. Die Kragen 37 springen axial
auf beiden Seiten der jeweiligen Platten 27 vor, können aber auch
nur von einer Seite vorspringen. Jeder Kragen 37 hat zwei diametral gegenüberliegende
axiale Vorsprünge 38a, 38b mit unterschiedlichem Querschnitt
(z. B. einen Vorsprung 38a, der im Schnitt im wesentlichen rechtwinklig
ist, und einen Vorsprung 38b, der im Schnitt im wesentlichen kreisförmig
ist), und zwei Sitze 39 mit jeweils derselben Form wie ein entsprechender
Vorsprung 38a, 38b. Die Vorsprünge 38a,
38b jedes Glieds 25 werden in die Sitze 39 am nachfolgenden
Glied eingeführt, um die Glieder 25 aufeinander auszurichten und jedes
Glied 25 umfangsmäßig mit dem nachfolgenden Glied zu verbinden.
Im tatsächlichen Gebrauch, wenn die vom Schwimmer 15
gesteuerte Ventilanordnung 3 wie bekannt geöffnet wird, um den Behälter
zu füllen, fließt Wasser durch den Einlaß 21 in die Kammer
20 und im wesentlichen in Strömungsrichtung 23 durch die
Kammer 20 hinunter. Vor dem Ausfließen durch den Auslaß
22 fließt das Wasser die Kammer 20 hinunter durch Löcher
26 und daher entlang dem durch die Glieder 25 definierten Labyrinthweg
(d. h. mehrere gewundene spulenartige oder Zickzack-Wege), wodurch
der Geräuschpegel beim Füllen des Behälters bedeutend gesenkt wird,
wie durch Tests bestätigt.
An der hierin beschriebenen und dargestellten Vorrichtung können
selbstverständlich Änderungen vorgenommen werden, ohne jedoch den Schutzumfang
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Insbesondere kann das Wasser im Inneren der Kammer 20 nicht
nach unten, wie oben beschrieben, sondern nach oben im Kreislauf geführt werden.
Auch die Kammer 20 kann stromaufwärts von der Ventilanordnung
3 angeordnet sein, wie beispielsweise in der EP-A-424274 dargestellt, und
nicht stromabwärts, so daß die Kammer 20 und die Glieder
25 auch die durch den Übergangszustand beim Schließen der Ventilanordnung
3 verursachten Vibrationen dämpfen, wodurch der Gesamtgeräuschpegel
noch weiter reduziert wird. Zur Verbesserung der Strömung durch die Kammer
20 und der Geräuschreduzierungsleistung der Glieder 25 können
der Abstand der Glieder 25, die Anordnung, Gestalt und/oder Größe
der Löcher 26 und die Dicke der Platten 27 verändert
werden.