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Dokumentenidentifikation EP1780010 14.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001780010
Titel Ventilanordnung insbesondere für Sprühfeuchtwerke von Druckmaschinen
Anmelder Technotrans AG, 48336 Sassenberg, DE;
A. u. K. Müller GmbH & Co KG, 40595 Düsseldorf, DE
Erfinder Holtwick, Robert Dr., 48291 Telgte, DE;
Baldy, Michael Dr., 48565 Steinfurt, DE;
Glaus, Uwe, 40593 Düsseldorf, DE;
Nussbaum, Daniel, 40479 Düsseldorf, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 08.09.2006
EP-Aktenzeichen 060188083
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse B41F 7/30(2006.01)A, F, I, 20070403, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F16K 27/00(2006.01)A, L, I, 20070403, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ventilanordnung insbesondere für Sprühfeuchtwerke von Druckmaschinen, mit wenigstens einem Ventil zur Steuerung eines Füssigkeitsstromes.

Beim Offsetdruck wird ein Feuchtmittel, zumeist Wasser mit Zusätzen von Alkohol und einigen anderen flüssigen Substanzen verwendet, das auf diejenigen Bereiche der Druckzylinder aufgetragen wird, in denen eine Annahme der Druckfarbe verhindert werden soll. Zur genaueren Steuerung der Zufuhr des Feuchtmittels entstehen relativ komplizierte Systeme mit einer größeren Anzahl von Ventilen. Ventile sind Verschleißteile mit relativ hohen Wartungsansprüchen. Bei Störungen in einem oder mehreren Ventilen kommt es zu einem Stillstand der entsprechenden Druckmaschine. Im übrigen sind die verwendeten Ventile im allgemeinen relativ kompliziert aufgebaut, so dass spezielle Werkzeuge zur Demontage benötigt werden, wenn ein Ventil gewartet oder ausgewechselt werden soll. All dies führt zu unerwünschten Stillstandszeiten.

Eine ähnliche Situation ergibt in anderen Fällen, in denen eine größere Anzahl von Flüssigkeitsströmen gezielt verteilt werden müssen, so dass die Verteilung eines Feuchtmittels hier nur als ein Beispiel zu verstehen sein soll. Gerade in der Druckindustrie ergeben sich zahlreiche weitere Anwendungsfälle, beispielsweise bei der Verteilung von Druckfarbe, bei der Verteilung von Reinigungsmitteln für die Druckzylinder, usw..

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die für die Wartung und das Auswechseln von Ventilen benötigte Zeit erheblich zu reduzieren.

Zur Lösung ist die erfindungsgemäße Ventilanordnung dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil ein Gehäuse mit Einlaß und Auslaß umfaßt, in das eine Ventilkörperanordnung mithilfe eines Schnellverschlusses eingesetzt ist.

Erfindungsgemäß wird somit ein Ventilgehäuse vorgesehen, in das der gesamte Ventilmechanismus mit allen beweglichen, verschleißanfälligen Teilen als Einheit eingesetzt werden kann.

Soweit hier von einem Schnellverschluß die Rede ist, der zum Befestigen der Ventilkörperanordnung innerhalb des Gehäuses dienen soll, ist etwa an einen Bajonettverschluß, einem Schraubverschluß, eine Rastverbindung oder dergleichen zu denken.

Vor allem soll die Ventilkörperanordnung ohne Werkzeug, zumindest ohne spezielles Werkzeug lösbar und einsetzbar sein.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

Die einzige Figur ist eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung.

Die erfindungsgemäße Ventilanordnung ist in der Zeichnung lediglich schematisch dargestellt. Sie umfaßt ein langgestrecktes, im dargestellten Beispiel kastenförmiges Gehäuse 10, in dem sich nicht dargestellte Ventilgehäuse für fünf Ventile 12,14,16,18,20 befinden. Während die Ventilgehäuse im Inneren des Gehäuses 10 verborgen sind, sind die in die Ventilgehäuse eingesetzten Ventilkörperanordnungen 22,24,26,28,30 an der Vorderseite des Gehäuses 10 erkennbar. Wie am Beispiel der Ventilanordnung 22 veranschaulicht ist, können die Ventilkörperanordnungen 22,24,26,28,30 mithilfe eines Schnellverschlusses rasch und einfach ohne Werkzeug aus ihren jeweiligen Ventilgehäusen entnommen werden. Alle benötigten Anschlüsse, Dichtungen usw., befinden sich in den Ventilgehäusen oder an den Ventilkörperanordnungen.

Die Ventile sind so ausgeführt, dass beim Einsetzen der Ventilkörperanordnung 22 in das zugehörige Ventilgehäuse alle erforderlichen Anschlüsse und Dichtungen automatisch hergestellt werden.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Bauweise liegt darin, dass eine Ventilkörperanordnung ohne großen Aufwand insgesamt entnommen und durch eine andere ersetzt werden kann, während eine Untersuchung der defekten Anordnung außerhalb der Druckmaschine und ohne weitere Unterbrechung des Druckbetriebes stattfinden kann.

Komplizierte Montagearbeiten an der Ventilanordnung sind nicht erforderlich. Es kommt daher nur zu kurzen Stillstandszeiten. Alle beweglichen und verschleißanfälligen Teile befinden sich an der herausnehmbaren Ventilkörperanordnung, die außerhalb der Druckmaschine und ohne Unterbrechung des Druckbetriebes gewartet oder repariert werden kann.

So können die Ventilkörperanordnungen beispielsweise alle beweglichen Ventilkörper und Ventilsitze enthalten, und ferner alle Betätigungseinrichtungen wie Elektromagneten, Pneumatikzylinder und dergleichen.

Im übrigen enthalten die Ventilkörper Anschlüsse diejenigen Aus- und Eingänge, die innerhalb ihrer zugehörigen Ventilgehäuse angeschlossen werden können.


Anspruch[de]
Ventilanordnung für Sprühfeuchtwerke von Druckmaschinen mit wenigstens einem Ventil zur Steuerung eines Flüssigkeitsstromes, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil ein Gehäuse mit Einlaß und Auslaß umfaßt, in das eine Ventilkörperanordnung (22,24,26,28,30) mithilfe eines Schnellverschlusses eingesetzt ist. Ventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellverschluß ein Bajonettverschluß ist. Ventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellverschluß ein Schraubverschluß ist.






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