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Dokumentenidentifikation DE102005060772A1 21.06.2007
Titel Verfahren zur Erkennung einer Kante eines Bedruckstoffes
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Luxem, Wolfgang Eberhard, 24116 Kiel, DE;
Theden, Stefan, 24106 Kiel, DE
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 16.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005060772
Offenlegungstag 21.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse B41F 33/14(2006.01)A, F, I, 20051216, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 33/06(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   B65H 7/14(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   B65H 7/10(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   G01B 11/00(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   G01B 11/04(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erkennung einer Kante eines bogenförmigen Bedruckstoffes in einer Druckmaschine, wobei der zu erkennende Bedruckstoff mit einem Sensor ..., welcher im Wesentlichen zeilenförmig quer zu der zu erkennenden Kante ausgebildet und orientiert ist und mehr als zwei Zeilenabschnitte aufweist, die seriell ausgelesen werden, wobei nur der eine Zeilenabschnitt oder maximal die zwei Zeilenabschnitte für eine Auslesung bereitgestellt werden, in dessen oder deren Bereich die zu erkennende Kante fällt.
Erfindungsgemäß zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in einer digitalen Druckmaschine der Bedruckstoff auf einem Transportband an dem Sensor vorbeigeführt wird und alle Zeilenabschnitte für eine Auslesung bereitgestellt werden, jedoch aufgrund des zu erwartenden Formates des jeweils als nächstes zu erkennenden Bedruckstoffes nur der eine Zeilenabschnitt oder maximal die zwei Zeilenabschnitte ausgelesen wird oder werden, in dessen oder deren Bereich die zu erkennende Kante voraussichtlich gelangen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erkennung einer Kante, insbesondere einer Seitenkante, eines bogenförmigen Bedruckstoffes in einer Druckmaschine, wobei der zu erkennende Bedruckstoff mit einem Sensor, welcher im wesentlichen zeilenförmig quer zu der zu erkennenden Kante, vorzugsweise mit CCD-Elementen, ausgebildet und orientiert ist und mehr als zwei Zeilenabschnitte aufweist, die seriell ausgelesen werden, wobei nur der eine Zeilenabschnitt oder maximal die zwei Zeilenabschnitte für eine Auslesung bereitgestellt werden, in dessen oder deren Bereich die zu erkennende Kante fällt.

Aus der DE 101 49 437 A1 ist ein Verfahren der vorgenannten Gattung bekannt, bei der, mit einer Eignung für eine Offset-Druckmaschine, ein bogenförmiger Bedruckstoff auf einem Anlegetisch quasi vermessen wird und je nach dessen Format für dessen Kantenlage, einschließlich eines Toleranzbereichs, ein bis zwei Zeilensensorabschnitte zur Erkennung einer Kante bereitgestellt werden.

Bei einer digitalen Druckmaschine jedoch, mit der vorrangig kein Auflagendruck durchgeführt werden soll, sondern deren Stärke darin besteht, auch in fliegendem Wechsel unterschiedliche Formate auch gegebenenfalls in einem einzigen Druckauftrag zu verwenden, ist das bekannte, mehr statische Verfahren, noch nicht adäquat.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren für eine digitale Druckmaschine zu verbessern.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in einer digitalen Druckmaschine der Bedruckstoff auf einem Transportband an dem Sensor vorbeigeführt wird und alle Zeilenabschnitte für eine Auslesung bereitgestellt werden, jedoch aufgrund des zu erwartenden Formates des jeweils als nächstes zu erkennenden Bedruckstoffes nur der eine Zeilenabschnitt oder maximal die zwei Zeilenabschnitte ausgelesen wird oder werden, in dessen oder deren Bereich die zu erkennende Kante voraussichtlich gelangen wird.

Dazu enthält der spezifizierte Druckauftrag Informationen über die Abfolge der verwendeten Formate, zum Beispiel in Form eines sogenannten „Jobtickets".

In digitalen Druckmaschinen, muss während des Verarbeitungsprozesses die Kantenposition eines jeden Druckbogens einzeln bestimmt werden. Werden Bogen unterschiedlicher Breite verarbeitet, so ist ein Messbereich erforderlich, der nicht mehr mit einem CCD-Zeilenabschnitt abgedeckt werden kann. Es werden dann mehrere Zeilen (oder Arrays) nebeneinander angeordnet. Zum Beispiel verwendet man dazu zwei nebeneinanderliegende CCD-Zeilen, um einen Messbereich von ca. 55 mm zu realisieren.

Bedingt durch das serielle Auslesen der einzelnen Zeilenabschnitte verlängert sich die Messzeit entsprechend der größer werdenden Anzahl von Zeilenabschnitten. So beträgt z. B. für einen Zeilenabschnitt mit 2048 Pixel und einer Auslesefrequenz von 1 MHz die reine Auslesezeit ca. 2 ms. Für einen Messbereich von ca. 55 mm werden zwei Zeilenabschnitte benötigt und damit verdoppelt sich die reine Auslesezeit auf 4 ms. Wird die Verarbeitung eines vielfältigeren Formatspektrums gewünscht, so dass mit erforderlichen Messbereichen von größer als 100 mm zu rechnen ist, würde dies in dem gewählten Beispiel 4 Zeilen und somit eine Auslesezeit von größer als 12 ms erfordern. Damit noch genügend Zeit für eine erforderliche Ausrichtung des Bogens verbleibt, sind wesentlich kürzere Messzeiten (kleiner als 10 ms) erforderlich. Ein gleichzeitiges Auslesen aller Zeilen wäre möglich, aber wirtschaftlich nicht vertretbar, da die komplette Peripherie (Mikroprozessor, Speicher, Taktgeber usw.) für jede Zeile einmal vorhanden sein müsste.

Um trotzdem zu kurzen Messzeiten zu gelangen, wird somit mit Vorteil die erfindungsgemäße Lösung vorgeschlagen. Insbesondere kann von einer Maschinensteuerung jeweils ein Signal entsprechend dem Bedruckstoffformat an den Sensor weitergeleitet werden. Damit ist für jedes Bedruckstoffformat der Bereich, in dem die zu messende Kante liegen muss, bekannt. Mit dieser Information genügt es dann nur die Zeile oder Zeilen auszulesen, in dem die Kante erwartet wird. Eine Vergrößerung des Messbereiches führt also zu keiner Messzeitverlängerung.

Dabei wird die Kantenerkennung bevorzugt genutzt, um den jeweiligen Bedruckstoffbogen passer- und registergenau zum Druckbildbereich wenigstens eines Druckwerkes der digitalen Druckmaschine auszurichten, insbesondere zu elektrofotografischen Druckwerken einer Farbdruckmaschine. Der Druckbildbereich wird dabei mit dem Bebilderungsbereich und -zeitpunkt vorgegeben und der jeweilige Bedruckstoffbogen wird dazu genau ausgerichtet und positioniert, und zwar „fliegend", während er transportiert wird.


Anspruch[de]
Verfahren zur Erkennung einer Kante, insbesondere einer Seitenkante, eines bogenförmigen Bedruckstoffes in einer Druckmaschine, wobei der zu erkennende Bedruckstoff mit einem Sensor, welcher im wesentlichen zeilenförmig quer zu der zu erkennenden Kante, vorzugsweise mit CCD-Elementen, ausgebildet und orientiert ist und mehr als zwei Zeilenabschnitte aufweist, die seriell ausgelesen werden, wobei nur der eine Zeilenabschnitt oder maximal die zwei Zeilenabschnitte für eine Auslesung bereitgestellt werden, in dessen oder deren Bereich die zu erkennende Kante fällt, dadurch gekennzeichnet, dass in einer digitalen Druckmaschine der Bedruckstoff auf einem Transportband an dem Sensor vorbeigeführt wird und alle Zeilenabschnitte für eine Auslesung bereitgestellt werden, jedoch aufgrund des zu erwartenden Formates des jeweils als nächstes zu erkennenden Bedruckstoffes nur der eine Zeilenabschnitt oder maximal die zwei Zeilenabschnitte ausgelesen wird oder werden, in dessen oder deren Bereich die zu erkennende Kante voraussichtlich gelangen wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenerkennung genutzt wird, um den jeweiligen Bedruckstoffbogen passer- und registergenau zum Druckbildbereich wenigstens eines Druckwerkes der digitalen Druckmaschine auszurichten.






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