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Dokumentenidentifikation DE60215866T2 21.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001480663
Titel MEDIKAMENT, ENTHALTEND CYANIDIN-3-GLYKOSID ALS WIRKSTOFF GEGEN FETTSUCHT UND DIABETES
Anmelder San-Ei Gen F.F.I., Inc., Toyonaka, Osaka, JP
Erfinder TSUDA, Takanori, Nagoya-shi, Aichi 468-0063, JP;
HORIO, Fumihiko, Nagoya-shi, Aichi 467-0048, JP;
OSAWA, Toshihiko, Nagoya-shi, Aichi 461-0023, JP;
UCHIDA, San-Ei Gen F.F.I., Koji, Toyonaka-shi, Osaka 561-8588, JP;
AOKI, San-Ei Gen F.F.I., Hiromitsu, Toyonaka-shi, Osaka 561-8588, JP;
KODA, San-Ei Gen F.F.I., Takatoshi, Toyonaka-shi, Osaka 561-8588, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60215866
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.07.2002
EP-Aktenzeichen 027458504
WO-Anmeldetag 04.07.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/JP02/06826
WO-Veröffentlichungsnummer 2003072121
WO-Veröffentlichungsdatum 04.09.2003
EP-Offenlegungsdatum 01.12.2004
EP date of grant 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.2007
IPC-Hauptklasse A61K 36/899(2006.01)A, F, I, 20060516, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 36/73(2006.01)A, L, I, 20060516, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Anti-Fettsucht- und/oder Anti-Diabetes-Wirkstoffes, enthaltend Cyanidin-3-Glucosid als ein aktiver Bestandteil und eine Reformkost, der Cyanidin-3-Glucosid oder einen wasserlöslichen Extrakt aus einer Pflanze, die Cyanidin-3-Glucosid enthält, beigefügt ist.

Stand der Technik

Weil die westliche Ernährungsart immer üblicher wird, hat sich in letzter Zeit die Fettsucht ständig erhöht. Die Fettsucht ist ein Zustand, wobei das Fettgewebe eines Körpers infolge übermäßiger Einnahme von Zuckern (Kohlenhydraten) und Fetten dessen normale Proportionen übersteigt.

Nachdem Zucker und Fette durch Verdauungsenzyme abgebaut sind, werden sie normalerweise als Energiequelle oder dergleichen verwendet. Bei übermäßiger Einnahme wird ein Übermaß an Zucker durch Acetyl-CoA zu Fettsäuren umgewandelt und zusammen mit Fetten gelagert, welches zu Fettsucht führt.

Fettzellen, die Fette lagern, absondern freie Fettsäuren und einen Tumor-Nekrosefaktor (TNF) und hemmen die Wirkung von Insulin, das den Metabolismus von Zucker, hierunter Blutglucose, Fette und Aminosäuren, reguliert. Wenn Fettzellen infolge von Fettsucht wachsen, kann Insulin somit nicht gut agieren, und die Blutglucose steigt, welches zu Diabetes führt. Es ist hervorgehoben worden, dass die Krankheit, sofern sie für längere Zeit besteht, zu peripheren Gefäßerkrankungen und Arteriosklerose führt.

Anthocyanin-Pigmente mit einer weiten Verbreitung im Pflanzenreich werden als Farbmittel verwendet, aber es ist auch bekannt, dass sie eine reduzierende Wirkung auf Cholesterin im Blut haben, zum Beispiel als Bioaktivität (Agric. Biol. Chem., 54(1), 171–175, 1990).

Cholesterin ist ein Bestandteil der biologischen Membran und Serum-Lipoprotein und wird in vivo synthetisiert. Wenn Cholesterin extern herausgenommen wird, wird die Menge von Cholesterin, das in vivo synthetisiert wird, normalerweise unterdrückt. Wenn jedoch eine große Menge von Cholesterin herausgenommen wird, geht ein Cholesteringleichgewicht im Körper verloren, welches zu Hypercholesterinämie führt. Übermäßiges Cholesterin führt zu Arteriosklerose. Der Zusammenhang zwischen Fettsucht und Cholesterin ist aber derzeit nicht bekannt, und es ist nicht absehbar, dass die Regulierung von Cholesterin eine Gewichtsregulierung mit sich bringt.

Die japanische nicht-behandelte Patentanmeldungschrift Nr. 2000-178295 beschreibt, dass Cyanidinglucoside eine Antitumorwirkung haben, und dass die Einnahme von Lebensmitteln, die Cyanidinglucoside als aktive Bestandteile enthalten, für die Verhinderung von Krankheiten oder für die Verbesserung von Krankheiten, wie zum Beispiel Hyperlipidämie, Arteriosklerose, Diabetes, Fettleber, Herzinfarkt und ähnliches, bevorzugt sind. Dieser Hinweis bezieht sich jedoch auf jedoch pharmakologische Daten, die nur die Antitumorwirkung von Cyanidinglucosiden belegen, aber umfasst keine pharmakologischen Daten über deren Anti-Fettsucht- oder Anti-Diabetes-Wirkung. Aus medizinischen Ergebnissen kann nicht beurteilt werden, ob die Antitumorwirkung zu einer Besserung in Bezug auf Fettsucht oder die oben erwähnten Krankheiten führt.

Offenbarung der Erfindung

Unter diesen Umständen haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung festgestellt, dass Cyanidin-3-Glucosid den Anstieg von Fettzellen unterdrückt und das Blutglucoseniveau reduziert, um die vorliegende Erfindung zu vollenden.

Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung eines Anti-Fettsucht- und/oder Anti-Diabetes-Wirkstoffes, enthaltend Cyanidin-3-Glucosid als ein aktiver Bestandteil, und eine Reformkost, der Cyanidin-3-Glucosid oder ein wasserlöslicher Extrakt aus einer Pflanze, die Cyanidin-3-Glucosid enthält, zugeführt ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine Fotografie von Epididymal-Fettgewebe der Gruppe C (× 200) in Beispiel 2;

2 ist eine Fotografie von Epididymal-Fettgewebe der Gruppe A (× 200) in Beispiel 2;

3 ist eine Fotografie von Epididymal-Fettgewebe der Gruppe H (× 200) in Beispiel 2; und

4 ist eine Fotografie von Epididymal-Fettgewebe der Gruppe HA (× 200) in Beispiel 2.

Beste Ausführungsform der Erfindung

In der vorliegenden Erfindung kann Cyanidin-3-Glucosid aus einem Pflanzenmaterial erhalten werden, aber es mag durch ein halbsynthetisches oder völlig synthetisches Verfahren unter Anwendung eines Verfahrens, dass innerhalb der Technik bekannt ist, erhalten werden.

In dem Fall, wo Cyanidin-3-Glucosid aus einer Pflanze erhalten werden soll, kann ein oder zwei oder mehrere Materialien verwendet werden, die aus der Gruppe bestehend aus lila Mais, Rotkohl, Beeren, wie zum Beispiel Erdbeeren, Boysenbeeren, Himbeeren, Moosbeeren, Brombeeren und Blaubeeren, Körner, wie zum Beispiel Wildreis, Rotreis, Schwarzreis und ähnliches, Tamarinde, Erdnuss, Trauben und Hibiskus ausgewählt sind. Beliebige Teile dieser Pflanzen, wie zum Beispiel Stängel, Blätter, Wurzeln, Blütenblätter, Früchte und Samen, oder Gewebezellkulturen hiervon können verwendet werden. Es werden zum Beispiel vorzugsweise Getreidekörner oder Kolben von lila Mais, Beerenfrüchte, Fruchtwände und Saft von Trauben und Blütenblätter vom Hibiskus verwendet.

Das Verfahren zum Erhalt von Cyanidin-3-Glucosid aus einer Pflanze ist nicht besonders begrenzt. Weil Cyanidinverbindungen in einem sauren Zustand stabil sind, kann die Pflanze zum Beispiel in einer warmen oder kalten Flüssigkeit unter einem sauren Zustand im Bereich von ungefähr pH 1 bis pH 4 unter Anwendung einer anorganischen Säure, wie zum Beispiel Schwefelsäure, oder einer organischen Säure, wie zum Beispiel Zitronensäure, für 4 bis 12 Stunden, zum Beispiel über Nacht, um ein Pigment zu extrahieren und einen wasserlöslichen Extrakt hiervon zu bilden, aufgeweicht werden. Der Extrakt kann verwendet werden, wie er ist, oder er kann filtriert und als Filtrat verwendet werden.

Für den Auszug kann die Pflanze direkt verwendet oder in eine passende Größe geschnitten oder zerdrückt werden. Alternativ können getrocknete Planzen in diesen verschiedenen Formen verwendet werden.

Der somit erhaltene wasserlösliche Extrakt ist vorgesehen, Anthocyaninpigmente, wie zum Beispiel Cyanidin-3-Glucosid, sowie Kohlenhydrate, Salz und ähnliches zu enthalten.

Für diesen Zweck kann der wasserlösliche Extrakt veredelt werden, um durch eine Kombination einer oder mehrerer Behandlungen, wie zum Beispiel diejeniger, wo Ionenaustauschharze oder nicht-ionische adsorbierende Harze und Filtration verwendet werden, oder durch Wiederholung einer einzelnen Behandlung unter den gleichen oder verschiedenen Bedingungen, Cyanidin-3-Glucosid zu isolieren.

In dem Fall, wo der Extrakt mit einem nicht-ionischen adsorptiven Harz veredelt wird, kann zum Beispiel Duolite S-861, Duolite S-862, Duolite S-863 und Duolite S-866 aus Styrolreihen (Warenzeichen hergestellt von Diamond Shamrock U.S.A.); Sepabeads SP70, Sepabeads SP700, Sepabeads SP825 oder Sepabeads SP207 aus aromatischen Serien (Warenzeichen hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation); Diaion HP10, Diaion HP20, Diaion HP21, Diaion HP40 oder Diaion HP50 (Warenzeichen hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation); Amberlite XAD-4, Amberlite XAD-7 oder Amberlite XAD-2000 (Warenzeichen hergestellt von Organo Corporation) verwendet werden.

In dem Fall, wo ein Ionenaustauschharz verwendet wird, kann als Kationaustauschharz zum Beispiel Diaion SK 1B, Diaion SK 102, Diaion SK 116, Diaion PK 208, Diaion WK 10 oder Diaion WK 20 (Warenzeichen hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation) verwendet werden, und als Anionaustauschharz kann zum Beispiel Diaion SA 10A, Diaion SA 12A, Diaion SA 20A, Diaion PA 306, Diaion WA 10 oder Diaion WA 20 (Warenzeichen hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation) verwendet werden.

Die Filtration kann eine Ultrafiltration oder eine Rückosmose unter Verwendung verschiedener funktioneller Polymermembranen sein.

Die Erfinder der vorliegenden Erfindungen haben erkannt, dass Cyanidin-3-Glucosid, das durch das oben erwähnte Verfahren erhalten worden ist, den Anstieg von Fettzellen unterdrückt und/oder das Blutglucoseniveau reduziert.

Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung eines Anti-Fettsucht- und/oder Anti-Diabetes-Wirkstoffes, enthaltend Cyanidin-3-Glucosid, oder einen wasserlöslichen Pflanzenextrakt, enthaltend Cyanidin-3-Glucosid als ein aktiver Bestandteil.

Der Wirkstoff wird durch ein herkömmliches Verfahren unter Anwendung eines festen oder flüssigen Hilfsstoffs, der innerhalb der Technik bekannt ist, hergestellt. Die festen Hilfsstoffe umfassen beispielsweise Laktose, Saccharose, Glucose, Maisstärke, Gelatine, Stärke, Dextrin, Calciumphosphat, Calciumcarbonat, synthetisches und natürliches Aluminiumsilicat, Magnesiumoxid, getrocknetes Aluminiumhydroxid, Magnesiumstearat, Natriumbicarbonat, trockene Hefe und ähnliches. Die flüssigen Hilfsstoffe umfassen beispielsweise Wasser, Glycerin, Propylenglykol, einfachen Sirup, Ethanol, Ethylenglykol, Polyethylenglykol, Sorbitol und ähnliches.

Der oben erwähnte Wirkstoff kann eventuell herkömmliche Zusatzmittel, wie zum Beispiel Stabilisatoren, hierunter Zitronensäure, Phosphorsäure, Apfelsäure und deren Salze, enthalten; Süßstoffe mit hoher Stärke, hierunter Sucralose, Acesulfam K und ähnliches, und Süßstoffe, wie zum Beispiel Saccharose, Fructose und ähnliches; Konservierungsstoffe, hierunter Alkohole, Glycerin und ähnliches; Demulcentias, Verdünnungsmittel, Puffer, Geschmacksmittel und Farbstoffe. Der Wirkstoff kann zu Formen für interne Anwendung, wie zum Beispiel Dispersion, Tablette, Emulsion, Kapsel, Granalie, Kautablette, Lösung, Sirup und ähnliches, durch ein herkömmliches Verfahren oder ein anderes geeignetes Verfahren hergestellt werden.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Reformkost kennzeichnet ein Lebensmittel, das verglichen mit üblichen Lebensmitteln für positive Gesundheitsvorsorge, Gesundheitserhaltung und Gesundheitsverbesserung vorgesehen ist. Das mit Cyanidin-3-Glucosid oder dem wasserlöslichen Pflanzenextrakt, der Cyanidin-3-Glucosid nach der vorliegenden Erfindung enthält, bereicherte Lebensmittel kann die Reformkost sein, von der erwartet wird, dass sie Wirkungen einer Vorbeugung, Heilung oder Besserung von Fettsucht und/oder Diabetes aufweist.

Die Reformkost, die für die oben erwähnten Zwecke verwendet wird, kann zum Beispiel erhalten werden durch Mischung oder Sprühung von Cyanidin-3-Glycosid oder dem wasserlöslichen Pflanzenekstrakt, der Cyanidin-3-Glucosid der Erfindung enthält, mit oder in ein Zwischenprodukt bei der Herstellung oder ein Endprodukt, beispielsweise feste, flüssige oder halbfeste Produkte, wie zum Beispiel Stärke, Weizenmehl, Zucker und Sirup, die in Nahrung in unverändertem Zustand verwendet werden können; Brot, Nudeln, Süßigkeiten einschließlich Bonbons und Gebäck, andere feste Produkte; Geschmacksverstärker, wie zum Beispiel Dressings und Saucen; flüssige Produkte, wie zum Beispiel Getränke, Nährstoffgetränk und Suppe; halbfeste Produkte, wie zum Beispiel Gele.

Was die Dosis von Cyanidin-3-Glucosid nach der Erfindung betrifft, wird sie vorzugsweise bei einem Erwachsenen mit einem Gewicht von 60 kg in einer Menge von 10 bis 100 mg täglich verwendet. Die Dosis kann doch variieren, abhängig von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel Gesundheitszustand einer Person, die beabsichtigt, Cyanidin-3-Glucosid einzunehmen, die Verabreichungsmethode und eine Kombination mit anderen Mitteln.

Cyanidin-3-Glucosid nach der vorliegenden Erfindung kann sicher und effizient als eine Substanz zur Verhinderung, Heilung oder Verbesserung von Fettsucht und/oder Diabetes verwendet werden, und darüber hinaus besitzt es das Merkmal, das es kostengünstig hergestellt werden kann, weil Cyanidin-3-Glucosid in einer Reihe von natürlichen Pflanzenarten enthalten ist, und weil es als Nahrungszusatzmittel verwendet worden ist.

Beispiele

Nachstehend wird die vorliegende Erfindung unter Hinweis auf Beispiele erläutert.

Beispiel 1:

Einer Lösung von 100 l Wasser und 450 g Schwefelsäure (pH 2,3) wurde 10 kg getrockneter lila Mais (Kolben und Getreidekörner) hinzugefügt und über Nacht bei Raumtemperatur zur Extraktion eines roten Pigments stehen gelassen. Nach der Extraktion wurde fest-flüssige Trennung bei Verwendung einer Metallgaze von 60 Mesh durchgeführt. Der resultierende Flüssigkeit wurde 2% Filterhilfsmittel (Radiolite #700 hergestellt von Showa Kagaku Kogyo Co., Ltd.) hinzugefügt, und Filtration wurde durchgeführt, um ungefähr 100 l Rohextrakt von lila Mais zu erhalten.

Der Rohextrakt wurde Adsorption unter Anwendung von 10 l adsorptivem Harz (Styrolvinylbenzolcopolymer; Diaion HP20 hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation) unter den Bedingungen von SV = 1 und bei einer Temperatur von 20°C unterworfen, und der Harz wurde mit 30 l (SV = 1) Wasser gewaschen. Darüber hinaus wurde 15 l von 30 Gew./Gew.% wässriger Ethanollösung, enthaltend 0,2 Gew./Gew.% Zitronensäure, durch den Harz geleitet (SV = 1, Temperatur: 20°C), um das Eluat zu sammeln. Das erhaltene Eluat wurde unter reduziertem Druck unter 40°C konzentriert, um einen lila Maisextrakt zu erhalten.

Der lila Maisextrakt wurde dann durch 10 l Sepabeads SP207, adsorptiven Harz, (hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation) unter den Bedingungen von SV = l und bei einer Temperatur von 20°C geleitet, und der Harz wurde mit 30 l (SV = 1) Wasser und danach mit 10 l von 15 Gew./Gew.% wässriger Ethanollösung, enthaltend 0,2 Gew./Gew.% Zitronensäure (SV = 1), gewaschen. Darüber hinaus wurde 20 l von 25 Gew./Gew.% wässriger Ethanollösung, enthaltend 0,2 Gew./Gew.% Zitronensäure, durch den Harz geleitet (SV = 1, Temperatur: 20°C), um das Eluat zu sammeln.

Das Eluat wurde unter reduziertem Druck unter 40°C konzentriert und danach sprühgetrocknet, um 70 g eines pulverisierten lila Maisextrakts in dunkelroter Farbe zu erhalten.

Dieses Pulver enthielt 18,5% Cyanidin-3-Glucosid.

Beispiel 2:

Die Wirkung von Cyanidin-3-Glucosid wurde beurteilt, indem der im Beispiel 1 erhaltene Extrakt einer normalen Diät (Kontrolldiät) und einer Diät, die Fette in höherer Menge (Hochfettdiät) enthielt, hinzugefügt wurde.

Vier Wochen alte C57BL/6J-Mäuse wurden in vier Gruppen eingeteilt (6 bis 8 Mäuse pro Gruppe), denen die Kontrolldiät (Gruppe C), beziehungsweise die Kontrolldiät + der im Beispiel 1 (Gruppe A) erhaltene Extrakt, die Hochfettdiät (Gruppe H) bzw. die Hochfettdiät + der im Beispiel 1 erhaltene Extrakt (Gruppe HA) verabreicht wurden. Die Diäten wurden frei für 12 Wochen genommen.

Die Kontrolldiät, 1 kg, bestand aus 204 g Kasein, 35 g gemischten Mineralien, 10 g gemischten Vitaminen, 2 g Cholinchlorid, 50 g Maisöl, 40 g pulverisierter Zellulose und 659 g Saccharose. Die Hochfettdiät, 1 kg, bestand aus 204 g Kasein, 35 g gemischten Mineralien, 10 g gemischten Vitaminen, 2 g Cholinchlorid, 50 g Maisöl, 40 g pulverisierter Zellulose, 300 g Fette und 359 g Saccharose. In den Gruppen A und HA wurde der Extrakt aus Beispiel 1 hinzugefügt, so dass der Gehalt an Cyanidin-3-Glucosid in der Kontrolldiät und in der Hochfettdiät 0,2% war, und Saccharose, die als Teil der Diäte verabreicht wurde, wurde entsprechend der Menge des hinzugefügten Cyanidin-3-Glucosids abgezogen. (1) Messung des Gewichts und der Einnahmemenge der Diät

Die Menge der Diät, die jede Maus täglich eingenommen hat, wurde 2, 4, 6, 10 und 12 Wochen nach dem Beginn der Diätierung der Tiere gewogen (Tabelle 1).

  • * Einheit ist die Einnahmemenge der Diät (g)/Tag/Maus

Wie in Tabelle 1 gezeigt, war die Einnahmemenge der Gruppe H und HA geringer als die Einnahmemenge der Gruppe C und A, weil die Hochfettdiät kalorienreich war. Es wurde jedoch keinen deutlichen Unterschied bezüglich der Einnahmemenge zwischen der Gruppe C und der Gruppe A oder zwischen der Gruppe H und der Gruppe HA festgestellt.

Nach 12 Wochen wurden die Mäuse gewogen, und BMI (Body Mass Index = Gewicht (kg) × Körperlänge (m)2) wurde berechnet, und subkutanes Fett und epididymal-peripheres Fett wurden gewogen (Tabelle 2, die Werte stellen den Durchschnitt ± Standardfehler dar). Auch Epididymal-Fettgewebe wurde fotografiert (1 bis 4).

Wie in der Tabelle 2 dargestellt, zeigte Gruppe H einen erheblichen Anstieg in Bezug auf die Gewichts-, BMI- und Fettgewebemenge verglichen mit der Gruppe C, aber Gruppe HA, der das lila Maisextrakt aus Beispiel 1 gegeben wurde, zeigte eine erhebliche Unterdrückung in Bezug auf die Gewichts-, BMI- und Fettgewebemenge. Es wurden keinen erheblichen Unterschied zwischen der Gruppe C, Gruppe A und Gruppe HA festgestellt.

Wie in Figur. 1 bis 4 gezeigt, stieg die Größe der Epididymal-Fettzellen der Gruppe H. In der Gruppe HA, der das lila Maisextrakt im Beispiel 1 gegeben wurde, blieb die Größe der Fettzellen der Gruppe HA jedoch fast die gleiche wie die Größe der Gruppe C, obwohl die Gruppe HA die Hochfettdiät einnahm. 2) Messung des Blutglucoseniveaus, der Seruminsulinkonzentration und der Serumleptinkonzentration

Blut wurde aus Mäusen, die für 12 Wochen gezüchtet wurden, gesammelt. Die Glucosekonzentration, Insulinkonzentration und Leptinkonzentration in Serum wurden mit (Glucose B – Test Kit (hergestellt von Wako Junyaku Kogyo), Lbis® Insulin Kit (für Mäuse – T, hergestellt von Shibayagi Company) bzw. Leptin Mouse Kit (hergestellt von Morinaga Company) gemessen (Tabelle 3).

Die Konzentration von Serumglucose, Seruminsulin und Serumleptin, das ein Hormon mit Anti-Fettsuchtwirkung ist, stieg erheblich in der Gruppe H verglichen mit der Gruppe C. Die Gruppe H wurde angesehen, infolge der Einnahme von Hochfettdiät Hyperinsulinämie und Hyperleptinämie zu besitzen.

Diese Werte wurden durch Diätierung des lila Maisextrakts des Beispiels 1 (Gruppe HA) bemerkenswerterweise reduziert. Das heist, dass die Einnahme des lila Maisextrakts unterdrückte Hyperglycemie und verhinderte Hyperinsulinämie und Hyperleptinämie. In diesen Konzentrationen wurde kein erheblicher Unterschied zwischen der Gruppe C, Gruppe A und Gruppe HA festgestellt.

(3) Messung von mRNA's von Fettsäuresynthetasen und von Leptin

Der Anstieg der Fettzellen führt zu einem Anstieg von Fettsäuresynthetasen und Leptin auf einer molekularen Ebene. Deswegen wurde die Menge der ausgedrückten mRNA's von hepatischen Fettsäuresynthetasen und Leptin durch RT-PCR gemessen.

Es wurden Leber aus Mäusen, die 12 Wochen lang gezüchtet wurden, herausgenommen und unmittelbar danach in flüssigem Nitrogen gefroren. Danach wurden die gesamten RNA's unter Anwendung von DNA- und RNA-Extraktionsreagensen und Isogen (hergestellt von Nippon Gene) nach dem herkömmlichen Verfahren aus den Lebern extrahiert und RT-PCR ausgesetzt, um die in der Tabelle 4 gezeigten Ergebnisse zu erhalten.

Die Menge der ausgedrückten mRNA's der Fettsäuresynthetasen war in der Gruppe A erheblich geringer als in der Gruppe C und war in der Gruppe HA erheblich geringer als in der Gruppe H. Es wurde bestätigt, dass die Synthese von Fettsäuren auf einer molekularen Ebene von dem lila Maisextrakt des Beispiels 1 beeinflusst wurde. Die Menge der ausgedrückten mRNA's von Leptin war in der Gruppe H erheblich größer als in der Gruppe C, A und HA. Der Zusammenhang zwischen der Menge der ausgedrückten mRNA's von Leptin und der Serumleptinkonzentration wurde bestätigt.

Es wurde somit gezeigt, dass der lila Maisextrakt, enthaltend Cyanidin-3-Glucosid, in Bezug auf die gewöhnliche Diät den Anstieg des Gewichts-, Fett- und Blutglucoseniveaus nicht unterdrückte, aber dass er in Bezug auf die Hochfettdiät das Niveau erheblich unterdrückt.

Beispiel 3:

NOD-Mäusen, die ein humanes Diabetesmodell des I-Typs (erhalten von Clea Japan Inc.) waren, wurde der im Beispiel 1 erhaltene Extrakt verabreicht, und das Auftreten von Diabetes wurde untersucht.

Sechs Wochen alte weibliche NOD-Mäuse wurden in zwei Gruppen eingeteilt, 16 Mäuse pro Gruppe, denen eine Kontrolldiät (Pellet CA-1 hergestellt von Clea Japan Inc., Gruppe NC) und eine Kontrolldiät plus der im Beispiel 1 (Gruppe NA) erhaltene Extrakt für 24 Wochen verabreicht wurden. Die Diäten wurden frei genommen. Das Auftreten von Diabetes wurde unter Anwendung von Teststäbchen-Schichten für Urinzucker observiert (Tabelle 5). In der Gruppe NA wurde der Extrakt aus Beispiel 1 hinzugefügt, so dass der Gehalt an Cyanidin-3-Glucosid in der Kontrolldiät 0,2% war, und Saccharose wurde entsprechend der zugeführten Menge von Cyanidin-3-Glucosid aus der Kontrolle abgezogen.

In der Gruppe NA, der die Diät gegeben wurde, die den lila Maisextrakt aus Beispiel 1 enthielt, ist das Auftreten von Diabetes verglichen mit der Gruppe NC erheblich geringer.

Es wurde gezeigt, dass der lila Maisextrakt, enthaltend Cyanidin-3-Glucosid, bei der Verabreichung von Hochfettdiät nicht nur das Auftreten von Diabetes unterdrückte, sondern auch das Auftreten von Typ I-Diabetes.

Beispiel 4:

Unter Anwendung des im Beispiel 1 erhaltenen lila Maisextrakts wurden Materialien nach der folgenden Formel gemischt. Die resultierende Mischung wurde filtriert, und in eine 250 ml Flasche gegeben und bei 60°C für 20 Minuten sterilisiert, um ein mit Kohlensäure versetztem Getränk mit einem Gehalt von 20% Traubensaft herzustellen. Das Getränk, 250 ml, enthielt ungefähr 50 mg Cyanidin-3-Glucosid. Einheit (kg) Sucralose 0,0136 5 Mal konzentrierter durchsichtiger Traubensaft 4,0 Zitronensäure (kristallinisch) 0,25 Lila Maisextrakt 0,1 Traubenaroma 0,10 Fruchtaroma 0,10 Wasser angemessene Menge Gesamt 45,0 kg

Der oben erwähnte Sirup wurde mit 55,0 kg mit Kohlensäure versetztem Wasser gemischt, um die gesamte Menge von 100,0 kg herzustellen.

Beispiel 5:

Unter Anwendung des im Beispiel 1 erhaltenen lila Maisextrakts wurden Materialien nach der folgenden Formel gemischt und wurden mit Hilfe einer Tablettiermaschine zu Tabletten hergestellt. Die Tabletten, 10 g, enthielten ungefähr 50 mg Cyanidin-3-Glucosid. Einheit (kg) Feines pulverisiertes Glucose 87,8 10 Gew./Gew.% Maisstärke 7,0 Zitronensäure (kristallinisch) 1,5 Traubenaroma 1,0 Lila Maisextrakt 2,7 Gesamt 100,0 kg

Nach der vorliegenden Erfindung kann die Cyanidinverbindung, die in einer Reihe von Pflanzenarten natürlich vorkommt, als Anti-Fettsucht- und/oder Anti-Diabetes-Wirkstoffe zur Unterdrückung des Anstiegs von Fettzellen und zur Reduzierung des Blutglucoseniveaus sicher und effizient verwendet werden.


Anspruch[de]
Verwendung eines Cyanidin-3-Glucosids als ein aktiver Bestandteil zur Bereitstellung eines Anti-Fettsucht- und/oder Anti-Diabetes-Wirkstoffes. Verwendung nach Anspruch 1, worin Cyanidin-3-Glucosid als ein wasserlöslicher Extrakt aus einer Pflanze verwendet wird. Verwendung nach Anspruch 2, worin die Pflanze lila Mais ist. Verwendung nach Anspruch 1–3, worin der Wirkstoff einen Anstieg von Fettzellen unterdrückt und/oder einen Blutglucosespiegel senkt. Verwendung nach Anspruch 1–4, worin der Wirkstoff zu Lebensmitteln hinzugefügt ist.






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