Die Erfindung bezieht sich auf eine Leuchte mit zumindest einer Lichtquelle,
die in einem Leuchtenkörper mit zumindest einer Lichtaustrittsfläche angeordnet
ist, wobei der Lichtquelle ein Dispersionsglied optisch nachgeordnet ist, mit dem
das von der Lichtquelle ausgehende Licht in seine Spektralfarben zerlegbar und durch
die zumindest eine Lichtaustrittsöffnung als Leuchtband auf eine angrenzende
Fläche projizierbar ist.
Eine solche Leuchte bzw. Leuchtvorrichtung ist in dem Deutschen Gebrauchsmuster
DE-U-90 07 017 beschrieben. Bei dieser Ausführungsform ist das Dispersionsglied
als in dem Leuchtenkörper angeordnetes Glasprisma ausgebildet, wobei vor und
nach dem Prisma optische Elemente in Form von Linsen und Reflektionsspiegeln angeordnet
sind. Durch die Vielzahl von mechanischen Elementen ist die Herstellung dieser Leuchtvorrichtung
relativ aufwendig und kostenintensiv.
Da die mechanischen Komponenten innerhalb des Leuchtenkörpers
angeordnet sind, würde eine transparente Ausgestaltung dieses einen unerwünschten
Einblick in die Mechanik der Leuchtvorrichtung geben.
Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
eine Leuchte der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass diese bei einfachem
Aufbau eine hohe Lichtausbeute und eine Vielzahl optischer Effekte bereitstellt.
Die Aufgabe wird u. a. erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass das Dispersionsglied als eine in der Lichtaustrittsfläche angeordnete,
ein Beugungsgitter aufweisende dünne transparente Scheibe ausgebildet ist und
ein Oberflächensegment des aus transparentem Material bestehenden Leuchtenkörpers
bildet, wobei ein erster Anteil des Lichtes durch das Beugungsgitter gebrochen und
als Lichtband auf der angrenzenden Fläche darstellbar ist, wobei ein zweiter
Anteil des Lichts die transparente Scheibe durchquert und wobei ein dritter Anteil
des Lichts seitlich durch das transparente Material des Leuchtenkörpers abstrahlbar
ist.
Dadurch, dass das Dispersionsglied als dünne transparente Scheibe
ausgebildet ist, kann auf zusätzliche mechanische Komponenten völlig verzichtet
werden. Das aus der Lichtquelle austretende weiße Licht wird in dem Beugungsgitter
gebrochen, in seine Spektralfarben zerlegt und anschließend als Lichtband in
den Raum projiziert. Ferner durchquert ein Anteil des Lichts die Scheibe ohne Beugung
und wird als weißes Licht beispielsweise auf eine Raumdecke projiziert. Ein
dritter Anteil des Lichts wird seitlich durch die transparenten Flächen des
Leuchtenkörpers in den Raum abgestrahlt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Leuchtenkörper
röhrenförmig ausgebildet, wobei die das Beugungsgitter aufweisende transparente
Scheibe in einer von einem umlaufenden Band des Leuchtenkörpers aufgespannten
Stirn- oder Randfläche angeordnet ist. Die Scheibe ist vorzugsweise senkrecht
zu einer Strahlungsrichtung der Lichtquelle angeordnet.
Um besondere Effekte der an die Fläche projizierten Spektralfarben
zu erzeugen, kann die Scheibe schwenkbar und/oder rotierbar angeordnet sein.
Zur Erzeugung weiterer Lichteffekte kann das transparente Material
ein Glas oder Kunststoff mit verschiedenen Farben und Strukturen sein.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Leuchte
als Standleuchte ausgebildet, mit einem als Säule ausgebildeten Leuchtenkörper,
wobei die Lichtquelle in einem Fuß der Säule und die das Beugungsgitter
aufweisende Scheibe in einer dem Fuß gegenüberliegenden Stirnfläche
der Säule angeordnet ist.
Die Säule kann im Querschnitt mehreckig, rund oder oval ausgebildet
sein, wobei die in der Stirnfläche angeordnete Scheibe im Wesentlichen dem
Querschnitt der Säule angepasst ist.
Um allerdings zu erreichen, dass ein Anteil des weißen Lichtes
und/oder Wärme ungehindert aus dem Leuchtenkörper abgestrahlt werden kann,
ist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Scheibe
eine Fläche aufweist, die kleiner ist als die Stirnfläche des Leuchtenkörpers.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Leuchte
als Wandleuchte ausgebildet sein. Bei einer derartigen Ausführungsform kann
der Leuchtenkörper zumindest zwei entlang einer Längsachse angeordnete
Lichtaustrittsöffnungen aufweisen, wobei die Lichtquelle zwischen den Austrittsöffnungen
angeordnet ist und wobei jede der Lichtaustrittsöffnungen eine das Beugungsgitter
aufweisende Scheibe aufweist. Die Lichtbänder können beispielsweise an
einer Wandfläche sowie auf einer Bodenfläche eines Raums projiziert werden.
Die Lichtquelle ist vorzugsweise als Halogenleuchte ausgebildet mit
einem Abstrahlwinkel von 10° bis 30°, vorzugsweise 24°.
Die das Beugungsgitter aufweisende Scheibe kann auch integraler Bestandteil
des Leuchtenkörpers sein. Vorzugsweise wird eine Scheibe mit einer Stärke
von in etwa 2 mm bis 10 mm, vorzugsweise 3 mm verwendet.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben
sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für
sich und/oder in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von
der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
1 eine perspektivische Ansicht einer Standleuchte,
2 eine schematische Darstellung der Standleuchte mit
an einer Wand projizierten die Spektralfarben des weißen Lichtes aufweisendem
Lichtband,
3a, 3b Seitenansichten und Draufsichten der Standleuchte
und
4 eine Wandleuchte.
1 zeigt eine Leuchte 10 mit zumindest einer
Lichtquelle 12, die in einem Leuchtenkörper 14 angeordnet
ist. Der Leuchtenkörper 14 umfasst eine Lichtaustrittsöffnung
16, aus welcher zumindest ein Teil des von der Lichtquelle 12
ausgesendeten Lichts austritt. Der Lichtquelle 12 ist optisch ein Dispersionsglied
18 nachgeschaltet, mit dem das von der Lichtquelle ausgehende Licht in
seine Spektralfarben zerlegbar und in Form eines Lichtbandes 20 auf einer
angrenzenden Fläche 22 projizierbar ist. Dabei ist das Dispersionsglied
18 als eine in der Lichtaustrittsfläche angeordnete ein Beugungsgitter
aufweisende dünne transparente Scheibe ausgebildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Leuchte 10 als Standleuchte ausgebildet.
In 2 ist die Standleuchte 10
schematisch in einer Seitenansicht dargestellt. Die Leuchte 10 umfasst
den als quadratische oder rechteckige Säule ausgebildeten Leuchtenkörper
14, der sich ausgehend von einem Fuß 24 aufwärts erstreckt,
mit dem die Standleuchte 10 auf einer Bodenfläche aufsteht. Der Fuß
24 ist gleichzeitig Träger des Leuchtenkörpers 14 sowie
der Lichtquelle 12, die vorzugsweise als Halogenleuchtmittel mit einem
Abstrahlwinkel von 24° ausgebildet ist.
Das von der Lichtquelle 12 ausgehende Licht erstreckt sich
entlang einer Strahlungsrichtung 26, die gleichzeitig Längsachse des
Leuchtenkörpers 14 ist. Der Leuchtenkörper 14besteht
aus einem transparenten Material wie Plexiglas, welches unterschiedliche Farben
sowie Strukturen aufweisen kann. Die Lichtmenge 28 durchdringt den Leuchtenkörper
seitlich und wird durch Transmissionsunterschiede in der Oberfläche in verschiedenen
Helligkeitsstufen und in der jeweiligen Materialfarbe weitergeleitet. Außenwände
30 des Leuchtenkörpers 14 sind als transparente Wände
ausgebildet. In der stirnseitigen Austrittsfläche 16 ist das Beugungsgitter
18 als Bestandteil einer dünnen, transparenten Scheibe 18
angeordnet. Das in einem Winkel von in etwa 90° auf die Scheibe 18
austretende weiße Licht wird in seine Spektralfarben 32 zerlegt und
als Lichtband 20 auf der Wandfläche 22 abgebildet bzw. projiziert.
Ein dritter Lichtanteil 34 wird als weißes Licht die transparente
Scheibe 18 bzw. Öffnungen 36, 38 der Lichtaustrittsöffnung
16 durchstrahlen, die nicht vollständig durch die Scheibe
18 abgedeckt sind.
Da die das Beugungsgitter aufnehmende Scheibe 18 transparent
ausgebildet ist, wird der Anteil 34 des Lichts das Beugungsgitter bzw.
die Scheibe 18 ohne Brechung durchdringen und an einer Raumdecke abgestrahlt.
Es ist anzumerken, dass die beschriebene Ausführungsform als
Standleuchte nur ein Beispiel aus einer Vielzahl von Ausführungsformen darstellt.
So kann die Leuchte auch als Wandleuchte gemäß 4
ausgebildet sein, wobei erfindungsgemäß ein oder mehrere Lichtaustrittsöffnungen
des Leuchtenkörpers eine Scheibe mit integriertem Beugungsgitter aufweisen.
Auf diese Art kann ein die Spektralfarben des weißen Lichtes aufweisendes Lichtband
sowohl an einer Wandfläche als auch auf eine Bodenfläche projiziert werden.
Es ist daher für einen Fachmann ersichtlich, dass der Gegenstand
der Erfindung nicht nur durch die Ausführungsbeispiele, sondern auch durch
die beigefügten Schutzansprüche definiert ist.