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Dokumentenidentifikation DE202007001379U1 28.06.2007
Titel Verschlussstopfen
Anmelder OHP Optik Haptik Prototyping GmbH Konstuktions- Muster- und Formenbau, 35781 Weilburg, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Böck - Tappe - v.d. Steinen - Weigand, 35390 Gießen
DE-Aktenzeichen 202007001379
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.06.2007
Registration date 24.05.2007
Application date from patent application 25.01.2007
IPC-Hauptklasse A01L 7/00(2006.01)A, F, I, 20070125, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 37/00(2006.01)A, L, I, 20070125, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Verschlussstopfen, insbesondere zum verschließen von Stollenlöchern in Hufeisen sowie eine Verschlussvorrichtung, umfassend einen Verschlussstopfen und eine Handhabungsvorrichtung zur Handhabung des Verschlussstopfens, wobei am Verschlussstopfen ein Außengewinde zum Eingriff in ein korrespondierendes Innengewinde eines Stollenlochs ausgebildet ist und an einer Stirnseite des Verschlussstopfens zumindest eine Ausnehmung einer Demontageeinrichtung zum Anschluss einer Handhabungsvorrichtung ausgebildet ist.

Es ist bekannt Hufeisen mit auswechselbaren Stollen zu versehen, um Pferden einen verbesserten Halt auf rutschigen Untergründen zu ermöglichen. Derartige Stollen werden regelmäßig in Gewinde oder Steckvorrichtungen in Hufeisen eingeschraubt bzw. eingesteckt und nach einer Verwendung vom Hufeisen demontiert, um das Risiko einer Verletzung für das Pferd zu verringern. Sind keine Stollen in Stollenlöcher eingesetzt, verschmutzen die offenen Stollenlöcher im Hufeisen relativ leicht. So ist vor einem Widereinsetzen eines Stollens in ein Stollenloch dieses regelmäßig von sich darin befindlichen Schmutz zu befreien. Dies gestaltet sich insbesondere dann als besonders aufwendig, wenn der Stollen in ein Gewinde im Hufeisen eingeschraubt wird. Um derartige Verschmutzungen eines Stollenlochs zu vermeiden, werden Stollenlöcher nach Entfernen der Stollen mit so genannten Verschlussstopfen verschlossen. Verschlussstopfen verhindern ein Eindringen von Schmutz in das Stollenloch sowie in Gewindegänge des Stollenlochs und schützen das Gewinde vor Beschädigungen durch zum Beispiel kleine Steinchen.

Aus dem Stand der Technik ist eine Reihe von Verschlussstopfen bekannt. So zeigt die DE 297 18 855 U1 einen Verschlussstopfen für Stollenlöcher in Hufeisen mit einer durchgehenden Öffnung zum Einsetzen eines Schraubwerkzeugs. Dieser Verschlussstopfen schützt ein Gewinde des Stollenlochs vor Verschmutzung, jedoch kann sich die Demontage des Verschlussstopfens aus dem Stollenloch als schwierig erweisen, wenn die Öffnung für das Schraubwerkzeug verschmutzt ist. Aufgrund einer sechseckigen Ausbildung der Öffnung können sich darin beispielsweise kleine Steinchen verklemmen, die nur umständlich zu entfernen sind.

Einen Verschlussstopfen für Stollenlöcher mit einer schlitzförmigen Ausnehmung zum Ansatz eines Schraubwerkzeugs zeigt die DE 203 05 724 U1. Um den Verschlussstopfen aus dem Stollenloch zu entfernen ist es zunächst notwendig, die schlitzförmige Ausnehmung mit beispielsweise einem schlitzschraubendreherartigen Werkzeug von Verschmutzungen zu befreien, um dann nachfolgend das Werkzeug in der Ausnehmung in Angriff zu bringen. Auch kann für einen sicheren Werkzeugangriff eine Trennwand am Boden der schlitzförmigen Ausnehmung hin zu einem Hohlraum mit dem Werkzeug durchstoßen werden, was jedoch zu einer Zerstörung des Verschlussstopfens führt. Feinmotorische Arbeiten dieser Art an einem an einem Pferdehuf befindlichen Hufeisen gestalten sich regelmäßig als schwierig und zeitaufwendig.

Es ist daher die Aufgabe der Erfindung einen Verschlussstopfen und eine Verschlussvorrichtung vorzuschlagen, der bzw. die eine einfache Handhabung bei Verschmutzungen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch einen Verschlussstopfen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einer Verschlussvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst.

Der erfindungsgemäße Verschlussstopfen, insbesondere zum verschließen von Stollenlöchern in Hufeisen, weist am Verschlussstopfen ein Außengewinde zum Eingriff in ein korrespondierendes Innengewinde eines Stollenlochs auf und an einer Stirnseite des Verschlusstopfens ist zumindest eine Ausnehmung einer Demontageeinrichtung zum Anschluss einer Handhabungsvorrichtung ausgebildet. Die Demontageeinrichtung ist mit zumindest einer von der Stirnseite des Verschlussstopfens ausgehenden, zu einer Längsachse des Verschlussstopfens bogenförmigen Eingriffsrampe mit einer zu einer Unterseite des Verschlussstopfens geneigt verlaufenden Rampenfläche, die an ihrem der Unterseite zugewandten Ende durch eine Anschlagfläche begrenzt ist, ausgebildet. Eine derartige Demontageeinrichtung ermöglicht ein einfaches Entfernen des Verschlussstopfens aus dem Stollenloch mit einer einzigen Rotationsbewegung eines Werkzeugs ohne das zusätzliche, zur Reinigung der Ausnehmung notwendige Vorarbeiten notwendig wären. So wird eine Handhabungsvorrichtung auf der Stirnseite des Verschlussstopfens in Eingriff gebracht und mit einer Rotationsbewegung entlang der bogenförmig verlaufenden Rampenfläche bis zur Anschlagfläche um die Längsachse gedreht, wobei eventuell in der Ausnehmung befindliche Verschmutzungen aus der Ausnehmung ausgeworfen werden. Gelangt die Handhabungsvorrichtung an der Anschlagfläche zur Anlage, wird in einer Fortführung der Rotationsbewegung der Verschlussstopfen aus dem Stollenloch herausgedreht.

In einer vorteilhaften Ausführungsform eines Verschlussstopfens ist die Demontageeinrichtung mit zwei koaxialen Rampenflächen ausgebildet, deren Steigung gegenläufig zur Steigung des Gewindes ist. So ist eine gleichmäßige Kraftverteilung zur Ausbildung eines Drehmoments bezogen auf die Anschlagflächen sichergestellt und ein Verkannten des Verschlussstopfens bzw. der Handhabungsvorrichtung kann vermieden werden.

Weiter erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn zwischen dem der Unterseite zugewandten Ende der Rampenfläche und der Anschlagfläche eine Ausnehmung ausgebildet ist. Die Ausnehmung kann zur Aufnahme einer Handhabungsvorrichtung bzw. eines Montagewerkzeugs dienen, mit der bzw. dem eine einfache Montage des Verschlussstopfens im Stollenloch möglich ist.

Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn ein Außengewinde eines Verschlussstopfens zumindest bereichsweise axial verlaufende Ausnehmungen aufweist. So kann sowohl bei einer Montage des Verschlussstopfens als auch bei einer Demontage eine Reinigung eines Innengewindes eines Stollenlochs erfolgen. In den Gewindegängen des Innengewindes eventuell befindliche Schmutzpartikel können sich leicht in den axial verlaufenden Ausnehmungen ablagern.

In einer Ausführungsform kann an einem Außengewinde eines Verschlussstopfens stirnseitig ein Bund ausgebildet sein. Der Bund begrenzt die Einschraubtiefe des Verschlussstopfens im Stollenloch derart, dass in einer Endmontageposition des Verschlussstopfens eine Stirnseite des Verschlussstopfens und eine Unterseite eines Hufeisens im Wesentlichen in einer Ebene liegen und so eine insgesamt relativ flächige Hufeisenunterseite bilden. Ein zu tiefes Einschrauben des Verschlussstopfens in das Stollenloch und ein somit Verschmutzungen zugängliches Innengewinde kann so vermieden werden.

Als besonders vorteilhaft erweist es sich wenn der Verschlussstopfen im Wesentlichen massiv ausgebildet ist. Beschädigungen des Verschlussstopfens, wie zum Beispiel ein Auseinanderbrechen bei der Handhabung, können so verhindert werden.

Besteht der Verschlussstopfen aus Kunststoff, ist eine besonders einfache und billige Herstellung des Verschlussstopfens, beispielsweise in einem Spritzgussverfahren möglich.

Eine besonders einfache Montage eines Verschlussstopfens in einem Stollenloch wird ermöglicht, wenn der Verschlussstopfen in das Stollenloch vermittels eines Rastgewindes axial einsteckbar ist. Ein Rastgewinde, welches über weitestgehend flexible Flanken verfügt, erlaubt ein Eindrücken des Verschlussstopfens in das Stollenloch ohne die Verwendung zusätzlicher Montagewerkzeuge.

Die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung, insbesondere zum Verschließen von Stollenlöcher in Hufeisen, umfasst einen Verschlussstopfen und eine Handhabungsvorrichtung zur Handhabung des Verschlussstopfens, wobei die Handhabungsvorrichtung zumindest zwei koaxial korrespondierende Eingriffsorgane aufweist und jeweils ein Eingriffsorgan in einer Ausnehmung einer Demontageeinrichtung einsetzbar sowie mit radialem Spiel auf einer Rampenfläche beweglich ist, derart, dass eine Anlagefläche des Eingriffsorgans an eine Anschlagfläche der Demontageeinrichtung zur Anlage gelangt und der Verschlusstopfen aus einem Stollenloch herausdrehbar ist. Das radiale Spiel des Eingriffsorgans auf der Rampenfläche ermöglicht in besonders vorteilhafter Weise die Beseitigung von Verschmutzungen aus der Ausnehmung der Demontageeinrichtung durch eine einzige Rotationsbewegung der Handhabungsvorrichtung, wobei während der Rotationsbewegung die Eingriffsorgane an den Anschlagflächen zur Anlage gelangen.

In einer Ausführungsform einer Verschlussvorrichtung kann an einem äußeren Ende von Eingriffsorganen einer Handhabungsvorrichtung jeweils eine Schneide ausgebildet sein, wobei ein Freiwinkel der Schneide einem Steigungswinkel eines Gewindes entgegengesetzt ist. Die Ausbildung einer derartigen Schneide erleichtert eine Reinigung der Ausnehmung bzw. der Demontageeinrichtung erheblich, da auf einer Rampenfläche befindliche Verschmutzungen von dieser besonders einfach mit der Handhabungsvorrichtung abgetragen werden können.

Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Eingriffsorgane radial voneinander beabstandet sind. Weist darüber hinaus ein Verschlussstopfen auf seiner Längsachse einen Führungskörper auf, können die Eingriffsorgane während eines Eingriffs in einer Ausnehmung einer Demontageeinrichtung des Verschlussstopfens den Führungskörper umfahren, so dass eine besonders gute radiale Führung der Eingriffsorgane in der Ausnehmung möglich ist. Ein Abgleiten der Handhabungsvorrichtung von der Demontageeinrichtung kann so in besonders vorteilhafter Weise vermieden werden.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen einer Verschlussvorrichtung ergeben sich aus den Merkmalsbeschreibungen der auf den Vorrichtungsanspruch 1 rückbezogenen Unteransprüche.

Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform eines Verschlussstopfens in einer räumlichen Darstellung;

2 eine Schnittansicht der ersten Ausführungsform des Verschlussstopfens entlang einer Linie II-II aus 3;

3 eine Draufsicht der ersten Ausführungsform des Verschlussstopfens;

4 eine Schnittansicht der ersten Ausführungsform des Verschlussstopfens entlang einer Linie IV-IV aus 3;

5 eine Teilschnittansicht einer Handhabungsvorrichtung entlang einer Linie V-V aus 7;

6 eine Draufsicht der Handhabungsvorrichtung;

7 eine Teilschnittansicht der Handhabungsvorrichtung entlang einer Linie VII-VII aus 6;

8 eine Teilschnittansicht der Handhabungsvorrichtung entlang einer Linie VIII-VIII aus 7;

9 eine Längsschnittansicht einer zweiten Ausführungsform eines Verschlussstopfens;

10 eine Draufsicht einer dritten Ausführungsform eines Verschlussstopfens;

11 eine Draufsicht einer vierten Ausführungsform eines Verschlussstopfens;

12 eine Längsschnittansicht einer fünften Ausführungsform eines Verschlussstopfens.

Eine Zusammenschau der 1 bis 4 zeigt eine erste Ausführungsform eines Verschlussstopfens 10. Der Verschlussstopfen 10 weist auf seinem Umfang ein Außengewinde 11 sowie an einer Stirnseite 12 eine als Ausnehmung 13 ausgebildete Demontageeinrichtung auf. Ausgehend von einer mit der Stirnseite 12 bündigen Eingriffskante 14, erstreckt sich eine zu einer Längsachse 15 geneigt verlaufende bogenförmige Eingriffsrampe 16, die eine Rampenfläche 17 ausbildet. Eine Endkante 18 der Eingriffsrampe 16 ist somit einer Unterseite 19 des Verschlussstopfens 10 zugewandt und begrenzt die Rampenfläche 17. An die Endkante 18 anschließend ist eine Montageausnehmung 20 zur Aufnahme eines hier nicht dargestellten Eingriffsorgans ausgebildet. Gegenüberliegend der Endkante 18 ist eine Eingriffskante 14' ausgebildet, von der ausgehend sich eine Eingriffsrampe 16' mit einer Rampenfläche 17' zu einer Endkante 18' hin erstreckt und in einer Montageausnehmung 20' mündet. Zwischen Bodenflächen 21 und 21' der Montageausnehmungen 20 bzw. 20' und den Eingriffskanten 14 bzw. 14' erstreckt sich jeweils eine Anschlagfläche 22 bzw. 22' an der die hier nicht dargestellten Eingriffsorgane bei einem Demontagevorgang zur Anlage gelangen. Auf der Längsachse 15 des Verschlussstopfens 10 ist weiter ein bolzenartiges Führungselement 23 zur Führung der Eingriffsorgane ausgebildet.

Eine Zusammenschau der 5 bis 8 zeigt einen Teilausschnitt einer Ausführungsform einer Handhabungsvorrichtung 24. Ein Schaftende 25 der Handhabungsvorrichtung 24 ist mit einem sechskantförmigen Schaftkörper 26 mit einem teilweise zylinderförmigen Eingriffsende 27 zum Eingriff in eine hier nicht dargestellte Demontageeinrichtung eines Verschlussstopfens ausgebildet. Im Eingriffsende 27 ist eine zentrische Bohrung 28 ausgebildet, die zur Aufnahme eines Führungselements der Demontagevorrichtung dient. Zwei zu einer Längsachse 29 parallele Eckausnehmungen 30 und 30' bilden zusammen mit der Bohrung 28 zwei stabförmige Eingriffsorgane 31 und 31' des Eingriffsendes 27 aus. Die Eingriffsorgane 31 und 31' verfügen jeweils über eine Schneide 32 bzw. 32' und eine der jeweiligen Schneide 32 bzw. 32' zugehörigen Freifläche 33 bzw. 33'. Bezogen auf die Längsachse 29 sind die Eingriffsorgane 31 und 31' koaxial und spiegelbildlich ausgebildet. Zur Demontage eines hier nicht dargestellten Verschlussstopfens werden die Eingriffsorgane 31 und 31' jeweils an einer Endkante einer Rampenfläche mit ihrer Schneide 32 bzw. 32' in Eingriff gebracht und durch eine Rotation um die Längsachse 29 in einer schraubenförmigen Bewegung auf einer Rampenfläche, ein Führungselement umgreifend, verfahren, so dass Anlageflächen 34 und 34' der Eingriffsorgane 31 und 31' an Anschlagflächen einer Demontageeinrichtung zur Anlage gelangen. In einer Fortführung der Rotationsbewegung wird dann der hier nicht gezeigte Verschlussstopfen mitgenommen und aus einem Stollenloch herausgedreht. Weiter ist die Handhabungsvorrichtung 24 auch zur Montage eines Verschlussstopfens nutzbar, wenn die Eingriffsorgane 31 und 31'in dafür vorgesehene Ausnehmungen eines Verschlussstopfens eingesetzt werden.

9 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Verschlussstopfens 35 im Längsschnitt, bei dem ein Außengewinde 36 an einer Stirnseite 37 des Verschlussstopfens 35 von einem, den Verschlussstopfen 35 umgebenden Bund 38 begrenzt ist. Der Bund 38 bewirkt bei einem Einschrauben des Verschlussstopfens 35 in ein hier nicht dargestelltes Stollenloch eine Fixierung des Verschlussstopfens 35, derart, dass die Stirnseite 37 des Verschlussstopfens 35 im Wesentlichen in einer Ebene mit einer Unterseite eines Hufeisens abschließt. So wird vermieden, dass der Verschlussstopfen 35 zu tief in ein Stollenloch eingeschraubt wird und Gewindegänge des Stollenlochs einer Verschmutzung ausgesetzt sind. Der Verschlussstopfen 35 besteht aus einem unter Krafteinwirkung verformbaren Kunststoff, so dass der Bund 38 in einen ersten Gewindegang eines Stollenlochs bei der Montage des Verschlussstopfens 35 einformbar ist, was eine besonders gute Abdichtung des Stollenlochs und eine beständige Fixierung des Verschlussstopfens 35 im Stollenloch bewirkt.

Eine dritte Ausführungsform eines Verschlussstopfens 39 in einer Draufsicht ist in 10 dargestellt. An dem Verschlussstopfen 39 sind Ausnehmungen 40 und 40' mit von Eingriffskanten 41 und 41' ausgehenden Eingriffsrampen 42 und 42' ausgebildet, wobei die Eingriffsrampen 42 und 42' Anschlagflächen 43 bzw. 43' begrenzen. Zwischen den Ausnehmungen 40 und 40' ist eine im Wesentlichen rechteckige Montageausnehmung 44 zur Aufnahme eines hier nicht abgebildeten Montagewerkzeuges, wie zum Beispiel eines Schlitzschraubendrehers oder einer in den 5 bis 8 beschriebenen Handhabungsvorrichtung 24 ausgebildet.

Eine vierte Ausführungsform eines Verschlussstopfens 45 in einer Draufsicht zeigt 11 mit einer als Ausnehmungen 46 und 46' ausgebildeten Demontageeinrichtung. Die Ausnehmungen 46 und 46' bilden jeweils Eingriffsrampen 47 bzw. 47' mit Eingriffskanten 48 bzw. 48' und Anschlagflächen 49 bzw. 49' aus. Eine Montageausnehmung 50 ist zur Aufnahme eines Sechskantschlüssels mittig ausgebildet. Ein Außengewinde 51 weist axial verlaufende Ausnehmungen 52 auf, die geeignet sind bei einem Demontage- oder Montagevorgang eventuelle zwischen den Gewindegängen befindliche Verschmutzungen aufzunehmen.

Eine fünfte Ausführungsform eines Verschlussstopfens 53 in einem Längsschnitt zeigt 12. Ein Außengewinde 54 des Verschlussstopfens 53 ist mit flexiblen Gewindeflanken 55 ausgebildet. Die Gewindeflanken 55 weisen auf einer, einer Stirnseite 56 des Verschlussstopfens 53 zugewandten Seite eine Ausnehmung 57 auf, so dass die Gewindeflanken 55 in Richtung der Stirnseite 56 relativ biegbar sind, da der Verschlussstopfen 53 aus einem verformbaren Kunststoff besteht. Der Verschlussstopfen 53 ist so einfach in ein Stollenloch eindrückbar, wobei die Gewindeflanken 55 mit den hier nicht dargestellten Gewindeflanken des Stollenlochs verrasten. Eine einfache und schnelle Montage des Verschlussstopfens 53 in einem Stollenloch ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen ist so möglich.


Anspruch[de]
Verschlussstopfen (10, 35, 39, 45, 53), insbesondere zum Verschließen von Stollenlöchern in Hufeisen, wobei am Verschlussstopfen ein Außengewinde (11, 36, 51, 54) zum Eingriff in ein korrespondierendes Innengewinde eines Stollenlochs ausgebildet ist und an einer Stirnseite (12, 37, 56) des Verschlussstopfens zumindest eine Ausnehmung (13, 13'; 40, 40'; 46, 46') einer Demontageeinrichtung zum Anschluss einer Handhabungsvorrichtung (24) ausbildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Demontageeinrichtung mit zumindest einer von der Stirnseite des Verschlussstopfens ausgehenden, zu einer Längsachse (15) des Verschlussstopfens bogenförmigen Eingriffsrampe (16, 16'; 42, 42'; 47, 47') mit einer zu einer Unterseite (19) des Verschlussstopfens geneigt verlaufenden Rampenfläche (17, 17'), die an ihrem der Unterseite zugewandten Ende durch eine Anschlagfläche (22, 22'; 43, 43'; 49, 49') begrenzt ist, ausgebildet ist. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Demontageeinrichtung mit zwei koaxialen Rampenflächen (17, 17') ausgebildet ist, deren Steigung gegenläufig zur Steigung des Gewindes (11, 36, 51, 54) ist. Verschlussstopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem der Unterseite (19) zugewandten Ende der Rampenfläche (17, 17') und der Anschlagfläche (22, 22') eine Ausnehmung (20, 20') ausgebildet ist. Verschlussstopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (51) zumindest bereichsweise axial verlaufende Ausnehmungen (52) aufweist. Verschlussstopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Außengewinde (36) stirnseitig ein Bund (38) ausgebildet ist. Verschlussstopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussstopfen (10, 35, 39, 45, 53) im Wesentlichen massiv ausgebildet ist. Verschlussstopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussstopfen (10, 35, 39, 45, 53) aus Kunststoff besteht. Verschlussstopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussstopfen (53) in das Stollenloch vermittels eines Rastgewindes (54) axial einsteckbar ist. Verschlussvorrichtung, insbesondere zum Verschließen von Stollenlöchern in Hufeisen, umfassend einen Verschlussstopfen (10, 35, 39, 45, 53) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und eine Handhabungsvorrichtung (24) zur Handhabung des Verschlussstopfens, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabungsvorrichtung zumindest zwei koaxial korrespondierende Eingriffsorgane (31, 31') aufweist, wobei jeweils ein Eingriffsorgan in eine Ausnehmung (13, 13'; 40, 40'; 46, 46') einer Demontageeinrichtung einsetzbar und mit radialem Spiel auf einer Rampenfläche (17, 17') beweglich ist, derart, dass eine Anlagefläche (34, 34') des Eingriffsorgans an eine Anschlagfläche (22, 22'; 43, 43'; 49, 49') der Demontageeinrichtung zur Anlage gelangt und der Verschlussstopfen aus einem Stollenloch herausdrehbar ist. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an einem äußeren Ende der Eingriffsorgane (31, 31') jeweils eine Schneide (32, 32') ausgebildet ist, wobei ein Freiwinkel der Schneide einem Steigungswinkel des Gewindes (11, 36, 51, 54) entgegengesetzt ist. Verschlussvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsorgane (31, 31') radial voneinander beabstandet sind.






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