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Dokumentenidentifikation DE60307141T2 28.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001578568
Titel HAARENTFERNUNGSVORRICHTUNG
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder GROSS, A., Jeroen, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60307141
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.11.2003
EP-Aktenzeichen 037697786
WO-Anmeldetag 06.11.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/IB03/05066
WO-Veröffentlichungsnummer 2004050313
WO-Veröffentlichungsdatum 17.06.2004
EP-Offenlegungsdatum 28.09.2005
EP date of grant 26.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.2007
IPC-Hauptklasse B26B 19/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrische Vorrichtung zur Körperpflege, wie beispielsweise einen Rasierer, einen Epilierer oder eine Vorrichtung zur Mundpflege.

Aus der deutschen Patentanmeldung 199 07 224 ist ein Flüssigkeitsbehälter für eine Haarentfernungsvorrichtung bekannt, der mit einer Pumpe versehen ist. Die Pumpe wird von dem Elektromotor der Haarentfernungsvorrichtung über einen schwenkbaren Doppelschwingenarm der Haarentfernungsvorrichtung angetrieben, wovon ein Arm wiederholt in eine elastische Membran der Pumpe stößt. Die Pumpe ist an dem Flüssigkeitsbehälter angebracht und kann durch Verschieben des Behälters in Bezug auf das Gehäuse der Haarentfernungsvorrichtung, an dem der Doppelschwingenarm und der Elektromotor angebracht sind, aktiviert und deaktiviert werden. Das Verschieben des Behälters in einer Richtung hat zur Folge, dass die Membran mit dem hin- und herschwingenden Arm des Doppelschwingenarms in Eingriff gelangt, wodurch die Pumpwirkung der Membran angetrieben wird. Wenn der Behälter zurückgeschoben wird, werden die Membran und der Doppelschwingenarm wieder voneinander getrennt, sodass die Pumpwirkung unterbrochen wird. Die Flüssigkeit wird von einem porösen Abgabeelement bei gegebenem Kontakt zwischen dem Abgabeelement und der Haut abgegeben. Flüssigkeit, die durch einen Rücklaufkanal zum Behälter zurückfließt, bewirkt, dass der Flüssigkeitsdruck in dem Abgabeelement beschränkt wird, sodass bei Nichtvorhandensein eines Kontaktes mit der Haut keine Flüssigkeit von dem Abgabeelement abgegeben wird. Die Dosierung der Flüssigkeit kann durch Verändern der exponierten Oberfläche des porösen Abgabeelements, die mit der Haut in Kontakt ist, wenn das Abgabeelement gegen die Haut gepresst wird, gesteuert werden.

Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, dass der Aufbau zur Steuerung der Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit abgegeben wird, verhältnismäßig kompliziert ist. Außerdem ist die Flüssigkeit in dem porösen Abgabeelement über eine verhältnismäßig große Oberfläche der Umgebung ausgesetzt und die Viskosität der Flüssigkeit hat einen verhältnismäßig großen Einfluss auf die Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit abgegeben wird. Außerdem erhöht das Zurückfließen von Flüssigkeit von dem Abgabeelement die Gefahr einer Verunreinigung. Die Verwendung eines Desinfektionsmittels, um solche Gefahren zu verringern, erhöht die Gefahr, dass Hautirritationen und/oder allergische Reaktionen ausgelöst werden.

Aus der Offenlegungsschrift des US-Patents 4 031 619 ist ein Rasierapparat mit einem integrierten Lotionsabgabemittel bekannt. Das Abgabemittel umfasst eine Lotionskammer, die eine Wand aus einer flexiblen Membran aufweist. Ein drehbarer Nocken, der vom Motor des Rasierers angetrieben wird, stößt wiederholt in die Membran und drängt dadurch Lotion aus der Kammer hinaus und durch den Flüssigkeitskanal. Die Abgabemittel können mit dem Motor des Rasierers ein- und ausgeschaltet werden. Folglich ist ein Rasieren ohne Abgabe von Lotion nicht möglich, es sei denn, die Kammer ist leer. Auch kann die Lotionsmenge, die pro Zeiteinheit abgegeben wird, nicht gesteuert werden.

Aus der deutschen Patentanmeldung 1 703 761 ist ein weiterer Elektrorasierer mit einer Flüssigkeitsabgabeeinrichtung zum Aufbringen von Flüssigkeit auf die Haut während des Rasierens bekannt. Die Flüssigkeit wird entweder durch Rollen eines Rollenkörpers aus einem Flüssigkeit absorbierenden Material über die Haut oder durch Sprühen der Flüssigkeit durch den oder von dem Scherkopf des Rasierers aufgebracht. Es ist nicht beschrieben, ob oder wie die Mengen an abgegebener Flüssigkeit gesteuert werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfachere Lösung für eine Steuerung der Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit von einer motorisierten Vorrichtung zur Körperpflege abgegeben wird, zu schaffen, wobei die Bewegung zur Flüssigkeitsabgabe vom Motor zum Antreiben der Vorrichtung stammt. Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Lösung zu schaffen, die nicht das Zurückfließen von Flüssigkeit in den Behälter erfordert.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch Schaffen einer elektrischen Vorrichtung zur Körperpflege gemäß Anspruch 1 gelöst.

Durch Steuern der Ausmaße der Bewegung, die von dem Motor zum Antreiben der Vorrichtung auf mindestens den beweglichen Teil der Pumpe übertragen wird, derart, dass im ersten und zweiten Betriebszustand verschiedene Ausmaße der Bewegung durch die Kraftübertragung auf mindestens den beweglichen Teil der Pumpe übertragen werden, kann die Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit abgegeben wird, auf eine einfache Weise gesteuert werden.

Besondere Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt. Weitere Aspekte, Auswirkungen und Einzelheiten der Erfindung sind mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Es zeigen:

1 in schematischer Darstellung eine seitliche Schnittansicht eines Beispiels für eine Ausführungsform einer Haarentfernungsvorrichtung gemäß der Erfindung im Teilschnitt;

2 eine schematische Explosionsdarstellung der Pumpe des in 1 gezeigten Beispiels mit mehr Details; und

3 in schematischer Darstellung eine Vorderansicht des in 1 gezeigten Schubelements im Teilschnitt.

Das in der Zeichnung gezeigte Beispiel für eine Vorrichtung zur Körperpflege gemäß der Erfindung ist ein Elektrorasierer. Der Rasierer weist ein Gehäuse 15 mit drei Haarentfernungseinrichtungen, im vorliegenden Beispiel Scherköpfen 13 zum Abrasieren von Haar an einem Teil der Haut, beispielsweise der Gesichtsbehaarung, auf. Im Gebrauch werden die Scherköpfe 13 von einem Elektromotor 1 angetrieben. Diese und verschiedene andere Typen von Scherköpfen, die rotierende oder schwingende Klingen enthalten können, und Antriebsstrukturen davon sind in der Technik an sich bekannt und werden deshalb nicht ausführlich beschrieben.

Das Gehäuse 15 nimmt einen Flüssigkeitsvorratsbehälter 6 auf, der über einen Flüssigkeitskanal 16 mit einem Flüssigkeitsauslass 12 verbunden ist. Der Flüssigkeitskanal 16 ist mit einer Pumpe 5 ausgestattet, durch die er verläuft. Diese Pumpe pumpt Flüssigkeit, wie etwa Rasierlotion oder -creme durch den Kanal 16 zum Flüssigkeitsauslass 12. Die Pumpe 5 weist eine elastische Wand 10 auf, die einen Innenraum 19, der Teil des Flüssigkeitskanals 5 ist, teilweise umschließt. Gemäß dem vorliegenden Beispiel ist die Pumpe 5 eine Membranpumpe, die in der Technik an sich bekannt ist.

Zur Übertragung einer Bewegung vom Motor 1 zur Pumpe 5 und zu den Scherköpfen 13 enthält der Rasierer ein Getriebe, das an den Motor 1 und die beweglichen Teile der Pumpe 5 und der Scherköpfe 13 gekoppelt ist. Folglich wird dieselbe Getriebebaugruppe verwendet, um sowohl die Pumpe 5 als auch die Haarentfernungsbaugruppe 13 anzutreiben.

Das Getriebe enthält ein gezahntes Verteilerantriebsrad 2, das über eine Innenzahnung 26 an ein Ritzel 25 auf einer Antriebswelle 17 des Motors 1 gekoppelt ist. Nicht gezeigt ist, dass, wie an sich bekannt, die Außenzahnung 27 des Verteilerantriebsrads 2 mit Ritzeln auf Antriebswellen der Scherköpfe 13 in Eingriff ist. Das Getriebe enthält ferner einen Mitnehmerstift 11, der außermittig an der von der Antriebswelle 17 abgewandten Stirnseite des Verteilerantriebsrads 2 angeordnet ist. Der Mitnehmerstift 11 ist in einem Schlitz 18 in einem proximalen Ende 32 eines lang gestreckten Schubelements 3 im Eingriff. Das Schubelement 3 ist mittels eines Lagerzapfens 14, der von der Position, an welcher der Mitnehmerstift 11 mit dem Schubelement 3 im Eingriff ist, beabstandet ist, drehgelenkig am Gehäuse aufgehängt. Im Betrieb bewirkt der Motor 1, dass sich seine Antriebswelle 17 dreht. Die Antriebswelle 1 treibt die Rotation des Verteilerantriebsrads 2 an. Das Verteilerantriebsrad 2 wiederum nimmt die Ritzel auf den Antriebswellen der Scherköpfe mit, sodass die Klingen der Scherköpfe in Rotation versetzt werden, um Haare, die durch Schlitze in den festen Abschirmungen der Scherköpfe 13 vorstehen, abzuschneiden. Ferner bewirkt die Rotation des Mitnehmerstifts 11 um die Achse des Verteilerantriebsrads 2 ein Schwingen des Schubelements 3 um den Lagerzapfen 14. Dies hat eine Pendelbewegung des distalen Endes 31 des Schubelements 3, dem proximalen Ende 32 entgegengesetzt, zwischen einer Schubstellung und einer Rückstellung zur Folge.

In der Schubstellung (in 3 in Volllinien gezeigt) hält das Schubelement 3 die elastische Wand 10 bezogen auf den Innenraum 19 nach innen verlagert, im Vergleich zu einer Position der elastischen Wand 10, wenn das Schubelement in seiner Rückstellung 3' ist (in 3 in Strichpunktlinien gezeigt). Gemäß dem vorliegenden Beispiel wird diese Wirkung erzielt, da das Schubelement 3 in seiner Schubstellung gegen das Steuerelement 4 drückt, das dadurch in Richtung der elastischen Wand 10 verlagert wird. Das Steuerelement 4 wiederum drückt gegen die elastische Wand 10, was zur Folge hat, dass die Wand in Bezug auf den Innenraum 19 nach innen verlagert wird. Wenn sich das Schubelement 3 zu seiner Rückstellung 3' zurückbewegt, ist es dem Steuerelement 4 und der elastischen Wand 10 möglich, von der nach innen verlagerten Position in eine weiter außen befindliche Position zurückzukehren.

Im Betrieb bewirken die Schwingbewegungen des Schubelements 3, dass das Volumen des Innenraums 19 dementsprechend schwankt. Zusammen mit der Wirkung von vor und nach dem Innenraum 19 angeordneten Rückschlagventilen, die nur einen Flüssigkeitsstrom in Stromabwärtsrichtung zulassen (oder ihn zumindest weniger als in Stromaufwärtsrichtung einschränken), haben die Schwankungen des Volumens des Innenraums 19 eine Pumpwirkung zur Folge, wie durch die Pfeile 20, 21 in 2 angegeben ist, was dazu führt, dass die Flüssigkeit im Kanal 5 in Richtung des Auslasses 12 fließt.

Im vorliegenden Beispiel bildet eine Membran 22 das Rückschlagventil. Es ist jedoch ebenso möglich, einen anderen Pumpentyp zu verwenden, der von dem Motor über ein Getriebe angetrieben wird, das außerdem die Haarentfernungsmittel antreibt.

An den Elektromotor 1 ist ein Schalter 26 an der Außenseite des Gehäuses 15 elektrisch angeschlossen. Mit Hilfe des Schalters 26 kann der Elektromotor 1 „ein" und „aus" geschaltet werden.

Das Steuerelement 4 ist so eingerichtet, dass es die Verlagerung der elastischen Wand 10 zwischen den Positionen, die der Schubstellung und der Rückstellung des Schubelements 3 zugeordnet sind, derart steuert, dass in verschiedenen Betriebszuständen eine Bewegung des Schubelements 3 aus der Schubstellung in die Rückstellung und zurück verschiedene Ausmaße der Verlagerung der elastischen Wand 10 bewirkt.

Wie die 2 und 3 zeigen, ist das Steuerelement des Steueraufbaus zwischen dem elastischen Teil 10 und dem Schubelement 3 angeordnet. Das Schubelement 3, das Steuerelement 4 und der elastische Teil 10 sind so angeordnet, dass im Betrieb das Schubelement 3 und die elastische Wand 10 während mindestens eines Teils des Pumpzyklus mit dem Steuerelement 4 in Kontakt sind. Folglich schiebt das Schubelement 3 während mindestens eines Teils des Pumpzyklus die elastische Wand 10 nach innen.

Das Steuerelement 4 hat in der Schubrichtung vom Schubelement 3 zum elastischen Teil 10 eine Dicke, die sich in einer Richtung quer zur Schubrichtung ändert. Außerdem ist das Steuerelement in der Querrichtung in Bezug auf das Schubelement 3 und die elastische Wand 10 beweglich. Folglich kann die Dicke des Abschnitts des Steuerelements 4, der sich zwischen dem Schubelement 3 und der elastischen Wand 10 befindet und diese Teile berührt, wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, variiert werden. Falls sich ein dünner Abschnitt des Steuerelements 4 zwischen dem Schubelement 3 und der elastischen Wand 10 befindet und diese Teile berührt, wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, wird ein Teil der Schubbewegung des distalen Endes 31 des Schubelements 3, das von der elastischen Wand 10 am weitesten entfernt ist, nicht auf die elastische Wand 10 übertragen. Folglich geht ein Teil der Schubbewegung ins Leere und nur ein Teil der Schubbewegung wird auf die elastische Wand 10 übertragen. Dies führt zu einer verminderten Pumpwirkung der Pumpe 5. Je dicker der Abschnitt des Steuerelements 4 ist, der sich zwischen dem Schubelement 3 und der elastischen Wand 10 befindet und diese Teile berührt, wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, desto weniger von der Schubbewegung geht ins Leere und desto größer ist die Pumpwirkung und folglich die Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit abgegeben wird. Umgekehrt kann dafür gesorgt sein, dass dann, wenn das Steuerelement 4 vollständig aus dem Bewegungsbereich, in dem das Schubelement 3 taumelt, heraus geschoben ist, überhaupt keine Pumpwirkung vorhanden ist.

Gemäß dem vorliegenden Beispiel ist das Steuerelement 4 keilförmig. Dadurch kann die Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit abgegeben wird, stufenlos eingestellt werden. Außerdem stimmt die Richtung, in der die Dicke des keilförmigen Steuerelements 4 zunimmt, mit der Richtung überein, in welche sich das distale Ende 31 des Schubelements 3 quer zur Schubrichtung bewegt, wenn es sich aus der Rückstellung in die Schubstellung bewegt. Dies hat eine Steigerung der Pumpwirkung zur Folge und ermöglicht sogar, ein Schubelement zu verwenden, das sich nicht in Schubrichtung bewegt, wenn es sich aus der Rückstellung in die ausgefahrene Position bewegt. Die ausgefahrene Position würde dann nur weiter als die Rückstellung ausgefahren sein, in dem Sinne, dass sie bewirkt, dass sich das Steuerelement in Schubrichtung bewegt.

Da das Steuerelement 4 in einer Richtung quer zur Schubrichtung vom Schubelement 3 zur elastischen Wand 10 beweglich ist, neigt es nicht dazu, infolge der Schubwirkung durch das Schubelement 3 verlagert zu werden.

Wie in 3 gezeigt, steht von dem Steuerelement 4 ein Streifen 7 quer zur Schubrichtung über. Folglich wird eine einfache Lösung für eine Betätigung des Steuerelements 4 an einer von dem Steuerelement 4 beabstandeten Position, etwa, wie in dem vorliegenden Beispiel, an der Außenseite des Gehäuses 15, geschaffen.

Außerdem verläuft ein Abschnitt des Streifens 7 entfernt von dem Steuerelement 4 in einer Krümmung 23 und grenzt an einen nächsten, bedienbaren Abschnitt 24 des Streifens 7, der sich längs eines Betätigungswegs erstreckt. Abschnitte des Gehäuses 15, die direkt an den Betätigungsweg angrenzen, verlaufen parallel zu direkt angrenzenden Abschnitten dieses Betätigungswegs. Folglich kann die Position des Steuerelements 7 leicht gesteuert werden, indem ein bedienbarer Abschnitt 24 des Streifens 7 längs direkt angrenzender Abschnitte des Gehäuses 15 verschoben wird, ähnlich wie ein Rändelrad betätigt wird. Um die Bedienung weiter zu erleichtern, ist der bedienbare Abschnitt 24 des Streifens 7 mit einem Knopf 9 versehen.

Da der gekrümmte Abschnitt 23 des Streifens 7 um die Pumpe herum verläuft und mit dem bedienbaren Abschnitt 24, der längs des Betätigungswegs verläuft, zusammenhängt, kann das Steuerelement 4, das sich an einer Position zwischen der Pumpe 5 und dem Getriebe befindet, von einer Position an der Außenseite der Pumpe 5 aus betätigt werden.

Es wird eine besonders sichere Führung des Steuerelements 4 erzielt, da der Streifen 7 Teil eines Endlosbands ist, das aus dem Streifen und dem Steuerelement 4 gebildet ist, wobei der Streifen 7 Abschnitte aufweist, die sich vom Steuerelement 4 in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Das Steuerelement kann auch an einem Endlosband angebracht sein, das aus dem Streifen gebildet ist. Das Endlosband läuft über zwei Führungsnocken 8. Folglich kann, indem das Endlosband 7 um die Führungsnocken 8 herum in Umlauf gesetzt wird, das Steuerelement 4 quer zur Schubrichtung in einer Richtung verschoben werden, in der sich seine Dicke ändert, um die Fließgeschwindigkeit der gepumpten Flüssigkeit zu verändern.

Gemäß der vorliegenden Erfindung können der Flüssigkeitsvorratsbehälter 6 und der Flüssigkeitskanal 16 entfernt werden und durch andere Vorrichtungen ersetzt werden. Das Schubelement ist auch an andere elektrische Einrichtungen anschließbar. Insbesondere eignen sich das gezeigte Schubelement 3 und sein Antrieb für den Anschluss an einen Haarschneider, um den Haarschneider anzutreiben. Dies ermöglicht entweder, die Flüssigkeitsabgabebaugruppe durch eine Haarschneidebaugruppe zu ersetzen oder zumindest einen modularen Aufbau zu schaffen, bei dem eine große Anzahl identischer Teile bei verschiedenen Modellen von Haarentfernungsvorrichtungen gemeinsam benutzt werden kann, die entweder einen Haarschneider oder eine Flüssigkeitsabgabebaugruppe haben.

Es sollte beachtet werden, dass die Erfindung, obwohl sie als ein Beispiel beschrieben ist, das in einem Rasierapparat verwirklicht ist, ebenso bei anderen Haarentfernungsvorrichtungen, wie etwa Haarschneide- oder Epiliervorrichtungen, oder bei Vorrichtungen zur Mundpflege, wie etwa Zahnbürsten, angewendet werden könnte.

Außerdem sollte beachtet werden, dass die oben erwähnten Ausführungsformen die Erfindung veranschaulichen und nicht beschränken und dass der Fachmann in der Lage sein wird, viele Alternativen zu schaffen, ohne vom Anwendungsbereich der beigefügten Ansprüche abzuweichen. Beispielsweise kann die Pumpe in einem Kanal zwischen dem Flüssigkeitsvorratsbehälter und der Umgebung angeordnet sein, um einen Druck in dem Flüssigkeitsvorratsbehälter zu erzeugen, der wiederum bewirkt, dass Flüssigkeit durch den Flüssigkeitskanal zu dem Flüssigkeitsauslass gedrängt wird. In den Ansprüchen sind Bezugszeichen, die in Klammern gesetzt sind, nicht als Beschränkung des Anspruchs zu verstehen. Das Wort „umfassen" schließt das Vorhandensein von anderen als in einem Anspruch aufgeführten Elementen oder Schritten nicht aus. Die bloße Tatsache, dass bestimmte Maßnahmen in voneinander verschiedenen Ansprüchen vorgetragen werden, besagt nicht, dass nicht eine Kombination dieser Maßnahmen vorteilhaft genutzt werden kann.


Anspruch[de]
Elektrische Vorrichtung zur Körperpflege, die eine Flüssigkeit abgibt, wobei die Vorrichtung Folgendes umfasst:

ein Gehäuse mit einem Flüssigkeitsauslass,

einen Flüssigkeitskanal (16), der zu dem Flüssigkeitsauslass (12) führt,

eine Pumpe (5), um eine Flüssigkeitsverdrängung durch den Flüssigkeitskanal zu dem Flüssigkeitsauslass herbeizuführen,

einen Motor (1), der funktionsfähig an die Vorrichtung zur Körperpflege gekoppelt ist, um die Bewegung von mindestens einem beweglichen Teil der Vorrichtung anzutreiben,

ein Getriebe, das an den Motor (1) gekoppelt ist, um dadurch angetrieben zu werden, und an die Pumpe (5) gekoppelt ist, um an mindestens einen beweglichen Teil der Pumpe eine Bewegung weiterzugeben, während sie im „eingeschalteten" Zustand ist, wodurch eine Pumpwirkung durch die Pumpe herbeigeführt wird, und

einen Steuerungsaufbau (4, 7 bis 9), der zwischen mindestens einem ersten und einem zweiten Betriebszustand für die Abgabe von Flüssigkeit in verschiedenen Mengen pro Zeiteinheit betriebsfähig ist,

dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerungsaufbau (4, 7 bis 9) so eingerichtet ist, dass Ausmaße der Bewegung, die durch das Getriebe auf mindestens den beweglichen Teil der Pumpe übertragen wird, so gesteuert werden, dass im ersten und zweiten Betriebszustand verschiedene Ausmaße der Bewegung durch das Getriebe auf mindestens den beweglichen Teil der Pumpe übertragen werden.
Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Pumpe eine elastische Wand (10) aufweist, die zumindest teilweise einen Innenraum umschließt, der mit dem Flüssigkeitskanal in Verbindung steht oder Teil dieses ist, das Getriebe ferner ein Schubelement (3) umfasst, das zumindest teilweise zwischen einer Schubstellung und einer Rückstellung beweglich ist, wobei das Schubelement in der Schubstellung, im Vergleich zu einer Position der elastischen Wand, wenn das Schubelement in seiner Rückstellung ist, die elastische Wand bezogen auf den Innenraum nach innen verlagert hält, und bei der der Steuerungsaufbau (4) so eingerichtet ist, dass er die Verlagerung der elastischen Wand zwischen den Positionen, die der Schubstellung und der Rückstellung des Schubelements zugeordnet sind, so steuert, dass im ersten und zweiten Betriebszustand verschiedene Ausmaße der Verlagerung der elastischen Wand zwischen den Positionen, die der Schubstellung und der Rückstellung des Schubelements zugeordnet sind, bewirkt werden. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Steuerungsaufbau ein Steuerelement (4) umfasst, von dem sich ein Abschnitt zwischen dem Schubelement und der elastischen Wand (10) befindet, wobei der Abschnitt zwischen dem Schubelement und der elastischen Wand (10) im ersten Zustand eine andere Dicke in einer Richtung vom Schubelement (3) zur elastischen Wand aufweist als im zweiten Betriebszustand. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der das Steuerelement (4) in einer Richtung quer zu der Richtung vom Schubelement (3) zur elastischen Wand beweglich ist. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, bei der das Steuerelement (4) keilförmig ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei der der Steuerungsaufbau ferner einen Streifen (7) umfasst, der von dem Steuerelement (4) in einer Richtung übersteht, die quer zu der Richtung vom Schubelement (3) zur elastischen Wand ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der ein Abschnitt des Streifens (7) entfernt von dem Steuerelement (4) in einer Krümmung verläuft und an einen nächsten, bedienbaren Abschnitt grenzt, der sich längs eines Betätigungswegs erstreckt, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, von dem Abschnitte, die direkt an den Betätigungsweg angrenzen, parallel zu direkt angrenzenden Abschnitten des Betätigungswegs verlaufen. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, bei der ein Abschnitt des Streifens (7) entfernt von dem Steuerelement (7) in einer Krümmung um die Pumpe (5) herum verläuft und mit einem nächsten, bedienbaren Abschnitt zusammenhängt, der sich längs eines Betätigungswegs erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der der Streifen (7) Teil eines Endlosbands ist oder ein Endlosband bildet, das Abschnitte aufweist, die sich von dem Steuerelement (4) in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Schubelement (3) an einen Haarschneider ankoppelbar ist, um den Haarschneider anzutreiben. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der das Schubelement (3) ein lang gestrecktes Element umfasst, das einen distalen Abschnitt (31) und einen proximalen Abschnitt (32) aufweist, wobei der distale Abschnitt an die Haarschneidevorrichtung ankoppelbar ist und der proximale Abschnitt an den Motor (1) gekoppelt ist und das lang gestreckte Element um eine Drehachse (14) in einer Entfernung von dem distalen Ende schwenkbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 2 und einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der distale Abschnitt (31) des Schubelements (3) in mindestens einer Stellung, der Schubstellung und/oder der Rückstellung, in Richtung der elastischen Wand (10) schiebt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei der zumindest ein Teil des Flüssigkeitskanals von der Vorrichtung abkoppelbar und wieder an diese ankoppelbar ist.






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