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Dokumentenidentifikation DE69837202T2 28.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000992696
Titel LAGERKÄFIG AUS SYNTHETISCHEM HARZ SOWIE HERSTELLUNGSVERFAHREN UND ROLLENLAGER
Anmelder Jtekt Corp., Osaka, Osaka, JP
Erfinder TANIMOTO, Kiyoshi JTEKT Corporation, Osaka-shi Osaka 542-8502, JP;
YANAI, Kunio JTEKT Corporation, Osaka-shi Osaka 542-8502, JP
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69837202
Vertragsstaaten DE, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.06.1998
EP-Aktenzeichen 989297726
WO-Anmeldetag 29.06.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/JP98/02949
WO-Veröffentlichungsnummer 1999001676
WO-Veröffentlichungsdatum 14.01.1999
EP-Offenlegungsdatum 12.04.2000
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.2007
IPC-Hauptklasse F16C 33/44(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F16C 33/56(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet:

Diese Erfindung betrifft einen Lagerkäfig aus einem synthetischem Harz, und insbesondere einen Käfig, der zur Verwendung in einem Rollenlager zur Stützung einer sich bei einer hoher Geschwindigkeit bei einer hohen Temperatur drehenden Welle geeignet ist, ein Verfahren zur Herstellung desselben und ein Rollenlager.

Stand der Technik:

Messing oder bestimmte Metalle für Flugzeuge (AMS 4616 oder 6414) wurden beispielsweise zur Herstellung eines Käfigs für ein Lager verwendet, das für die Stützung einer sich bei einer hoher Geschwindigkeit bei einer hohen Temperatur drehenden Welle geeignet ist, zum Beispiel die Welle einer Werkzeugmaschine oder einer Gasturbine für einen Turbolader oder ein Stromaggregat.

Die aus den genannten metallischen Materialien hergestellten Käfige weisen jedoch nur eine begrenzte Möglichkeit zur Gewichtsverringerung auf. Es gibt beispielsweise, als Käfige von leichterem Gewicht, einen Käfig, geformt aus einem Material, das erhalten wurde durch Imprägnierung eines Baumwollegewebes mit einem Phenolharz, und einen Käfig, gebildet aus einem synthetischen Harz, wie zum Beispiel einem wärmehärtbaren Polyimidharz,.

Die durch Verwendung eines Phenolharzes hergestellten Käfige waren jedoch aufgrund einer Menge Arbeit und Zeit, die zu ihrer Herstellung nötig waren, nur schwierig kostengünstig auf der Basis einer Massenfertigung herzustellen, da die wärmehärtende Eigenschaft des Phenolharzes kein Spritzgießen erlaubt und ein separater Schritt zur Herstellung von Taschen notwendig ist.

Die Käfige aus wärmehärtbarem Polyimidharz waren ebenfalls teuer in der Herstellung, da ihre Herstellung auch auf ein Drehen angewiesen ist.

US 5,271,679 betrifft ein Rollenelementlager, umfassend eine Außenlaufbahn, eine Innenlaufbahn, Kugeln und einen Käfig, der diese Kugeln in einem entsprechend voneinander beabstandeten Verhältnis hält, wobei der Käfig ein Produkt aus einer Mischung von Polytetrafluorethylen, MoS2 oder WS2, Aramidfasern und einem Polyetheretherketonharz ist.

Es ist daher ein Ziel dieser Erfindung, einen Lagerkäfig aus einem synthetischem Harz bereit zu stellen, der zur Verwendung in einer Situation geeignet ist, die eine hohe Drehgeschwindigkeit bei einer hohen Temperatur mit sich bringt, und der kostengünstig hergestellt werden kann.

Es ist ein anderes Ziel dieser Erfindung, einen Lagerkäfig aus einem synthetischem Harz bereit zu stellen, der auf einfache Weise durch Spritzgießen hergestellt werden kann, ohne auf irgendeinen zusätzlichen Arbeitsschritt zur Ausbildung von Taschen angewiesen zu sein, und ohne auf irgendeinen Drehschritt angewiesen zu sein.

Es ist noch ein weiteres Ziel dieser Erfindung, ein Verfahren bereit zu stellen, das kostengünstig einen Lagerkäfig aus einem synthetischem Harz herstellen kann.

Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, ein Rollenlager bereit zu stellen, das einen Käfig aus einem synthetischem Harz wie oben erwähnt, beinhaltet, und zur Verwendung in einer Situation geeignet ist, die eine hohe Drehgeschwindigkeit bei einer hohen Temperatur mit sich bringt.

Offenbarung der Erfindung: [Wesentliche Merkmale]

Der Lagerkäfig aus einem synthetischem Harz gemäß dieser Erfindung wird durch Spritzgießen aus einem Material geformt, das hergestellt wird durch Vermischen eines thermoplastischen Harzes und Teilchen eines wärmebeständigen Harzes.

Der Lagerkäfig gemäß dieser Erfindung wird vorzugsweise aus einem Material geformt, das weiterhin Verstärkungsfasern enthält.

Das thermoplastische Harz ist vorzugsweise ausgewählt aus Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethersulfon (PES), Polyetherimid (PEI), Polyamidimid (PAI), Polyphenylensulfid (PPS), Polyallylethernitril (PEN) und einem thermoplastischen Polyimidharz (TPI), und einer Mischung davon, wobei Polybenzimidazol (PBI) als wärmebeständiges Harz verwendet wird.

[Vorteile]

Ein Käfig aus einem thermoplastischem Harz kann durch Spritzgießen hergestellt werden, kann aber eine Verwendung nur bei einer relativ niedrigen Temperatur aushalten. Ein Käfig aus wärmebeständigem Harz kann eine Verwendung bei einer relativ hohen Temperatur aushalten, es gibt aber, da er nicht durch Spritzgießen hergestellt werden kann, keine Alternative außer sich, trotz der höheren Kosten, zu seiner Herstellung auf ein Drehen zu stützen.

Der Käfig dieser Erfindung kann infolge des thermoplastischen Harzes, das sein Material enthält, durch Spritzgießen hergestellt werden, obwohl er auch das wärmebeständige Material enthält, während er infolge des wärmebeständigen Materials einer Verwendung bei einer hohen Temperatur standhalten kann.

Wenn sein Material weiterhin Verstärkungsfasern enthält, wird der Käfig bzgl. Festigkeit und Wärmebeständigkeit weiter verbessert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

1 ist eine perspektivische Ansicht eines Lagerkäfigs gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform;

2 ist eine Querschnittansicht einer Form, die zur Ausbildung des in 1 gezeigten Käfigs verwendet wird;

3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie (3)-(3) der 2;

4 ist eine Längsschnittansicht der oberen Hälfte eines den Käfig der 1 enthaltenden Rollenlagers;

5 ist eine Längsschnittansicht der oberen Hälfte einer modifizierten Form eines den Käfig der 1 enthaltenden Rollenlagers;

6 ist eine perspektivische Ansicht eines Lagerkäfigs gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform;

7 ist eine perspektivische Ansicht eines Lagerkäfigs gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform;

8 ist eine perspektivische Ansicht eines Lagerkäfigs gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform;

9 ist eine Längsschnittansicht der oberen Hälfte eines den Käfig der 8 enthaltenden Rollenlagers;

10 ist eine perspektivische Ansicht eines Lagerkäfigs gemäß einer fünften bevorzugten Ausführungsform;

11 ist eine perspektivische Ansicht eines Lagerkäfigs gemäß einer sechsten bevorzugten Ausführungsform; und

12 ist eine Längsschnittansicht eines Teils eines Turboladers einschließlich der Rollenlager, wie sie in 4 gezeigt sind.

Beste Art und Weise, die Erfindung auszuführen:

Die Erfindung wird nun auf der Grundlage ihrer bevorzugten Ausführungsformen, wie sie in den 1 bis 12 gezeigt sind, detailliert beschrieben.

Eine ihrer bevorzugtesten Ausführungsformen ist in den 1 bis 4 gezeigt, wobei 1 eine perspektivische Ansicht eines aus einem synthetischen Harz gebildeten Lagerkäfigs ist, 2 eine Längsschnittansicht einer Form ist, die zur Ausbildung des in 1 gezeigten Käfigs verwendet wird, 3 eine Schnittansicht entlang der Linie (3)-(3) der 2 ist, und 4 eine Längsschnittansicht der oberen Hälfte eines den Käfig der 1 enthaltenden Rollenlagers ist.

Zunächst wird die Beschreibung der Konstruktion des Rollenlagers vorgenommen, in dem der Käfig dieser Erfindung verwendet wird. Bezug nehmend auf 4 umfasst das Rollenlager A eine Innenlaufbahn 1, eine Außenlaufbahn 2, eine Mehzahl von Kugeln als Rollenelemente 3, und einen Käfig 4. Das Rollenlager A ist ein Schrägkugellager des Typs, bei dem der Käfig 4 durch die innere Oberfläche der Außenlaufbahn 2 geführt wird.

Die Innenlaufbahn 1 weist eine in ihrer äußeren Oberfläche entlang einer Schulter ausgebildete Senkung 5 auf, während die Außenlaufbahn 2 in ihrer inneren Oberfläche eine Senkung 9 entlang einer Schulter auf der der Senkung 5 gegenüberliegenden Seite der Kugeln aufweist. Jede der Senkungen 5 und 9 läuft spitz von einem eine Spurrille für die Kugeln 3 in der Innenlaufbahn 1 definierenden Vorsprung zu. Bei der Außenlaufbahn 2 ist deren Spurrille in ihrem axialen Mittelbereich ausgebildet. Die 5 zeigt eine modifizierte Lagerform, bei der lediglich die Innenlaufbahn 1 eine Senkung 5 aufweist.

Wie in 1 gezeigt, ist der Käfig 4 aus einem synthetischen Harz geformt, ist vom sogenannten Absenkungs-Typ und weist eine Mehrzahl von entlang seines Umfangs äquidistant voneinander beabstandeten und sich radial erstreckenden Taschen 6 sowie eine in dem axialen Mitelbereich seines äußeren Umfangs ausgebildete Ringnut 7 auf. Der Käfig 4 wird durch Spritzgießen in einer Form hergestellt, die, wie in den 2 und 3 gezeigt, eine Mehrzahl von Formabschnitten D1 bis D4 umfasst. Auf dem geformten Produkt ist zwischen jeweils zwei benachbarten Formabschnitten D4 ein linearer Schnittgrat 8 (Trennlinie) ausgebildet und zeigt sich bei einer radialen Demontage der Formabschnitte D4. Der Käfig 4 ist daher so geformt, dass, wie in 1 gezeigt, die linearen Schnittgrate 8 auf dem Boden der Ringnut 7, jeweils zwischen zwei benachbarten Taschen 6 ausgebildet werden können, so dass kein solcher Schnittgrad auf der Führungsfläche des Käfigs 4 ausgebildet werden und ein Schmiermittel von der inneren Oberfläche der Außenlaufbahn 2 abkratzen kann.

Der Käfig 4 wird aus einem Material spritzgegossen, das durch Vermischen eines thermoplastischen Harzes und Teilchen eines wärmebeständigen Harzes hergestellt wurde, oder aus einem Material, hergestellt durch Vermischen eines thermoplastischen Harzes, Teilchen eines wärmebeständigen Harzes und Verstärkungsfasern.

Das Nachstehende ist eine weitergehende Beschreibung der Materialien.

Als thermoplastisches Harz wird mindestens eines aus Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethersulfon (PES), Polyetherimid (PEI), Polyamidimid (PAI), Polyphenylensulfid (PPS), Polyallylethernitril (PEN) und einem thermoplastischen Polyimidharz (TPI) verwendet.

Als wärmebeständiges Harz wird Polybenzimidazol (PBI) verwendet.

Beispiele der Verstärkungsfasern sind Kohlenstoff-, Glas-, Bor- und Aramidfasern, Einkristallfasern (whiskers) und Fasern, gebildet aus anderen anorganischen Materialien (wie zum Beispiel Siliziumoxid, -carbid oder -nitrid, oder Aluminiumoxid), oder organischen Materialien (wie zum Beispiel Polyethylen oder Polyallylat).

Insbesondere ist es möglich, eine Mischung bestehend aus 35 Gewichtsprozent (± 2%) Polyetheretherketon (PEEK) als thermoplastisches Harz, 35 Gewichtsprozent Polybenzimidazol (PBI) als wärmebeständiges Harz und 30 Gewichtsprozent Kohlenstofffasern als Verstärkungsfasern zu verwenden. Als Polybenzimidazol (PBI) kann Celazol TF-60C, ein Produkt der Hoechst-Celanese Corporation der USA, verwendet werden. Die Eigenschaften von Celazol TF-60C sind in der Tabelle 1 unten gezeigt.

Die Materialien, wie sie oben angegeben wurden, werden in Kombination verwendet, so dass der Käfig 4 bei einer hohen Temperatur und einer hohen Drehgeschwindigkeit verwendet und auch kostengünstig hergestellt werden kann. Zur Information, der Käfig, so wie er oben beschrieben wurde, kann eine Dauerverwendung bei einer Temperatur von, angenommen, 200°C bis 250°C, und eine Kurzzeitverwendung bei 300°C aushalten.

Es ist jedoch bevorzugt, dass die Innen- und Außenlaufbahnen 1 und 2 und die Kugeln 3 ebenfalls aus Chromlager-Hartstahl (wie zum Beispiel SUJ2 gemäß JIS) oder einem wärmebeständigen oder keramischen Material, wie unten erwähnt, geformt werden, so dass das Rollenlager A bei einer hohen Temperatur und einer hohen Drehgeschwindigkeit verwendet werden kann.

Beispiele der wärmebeständigen Materialien sind martensitischer Edelstahl (wie zum Beispiel SUS440C oder SUS420C gemäß JIS), eine wärme- und korrosionsbeständige Legierung (wie zum Beispiel M-50 gemäß AISI oder Hochgeschwindigkeits- Werkzeugstahl SKH4 gemäß JIS), und wärmebeständiger Lagerstahl wie in der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 3-253542 gezeigt, sie werden, falls notwendig, einer geeigneten Härtungsbehandlung (wie zum Beispiel Abschrecken und Tempern) unterworfen. Insbesondere enthält der oben erwähnte wärmebeständige Lagerstahl 0,8 bis 1,5 Gewichtsprozent C, 0,5 bis 2,0 Gewichtsprozent Si, 0,3 bis 2,0 Gewichtsprozent Mn, 1,3 bis 2,1 Gewichtsprozent Cr und 0,3 bis 1,0 Gewichtsprozent Mo, wobei Si und Mo eine Gesamtmenge von mindestens 1,0 Gewichtsprozent ausmachen, und die Differenz seiner Zusammensetzung Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen beinhaltet.

Beispiele für Keramiken sind ein Material, das hauptsächlich aus Siliciumnitrid (Si3N4) besteht und Yttriumoxid (Y2O3) oder Aluminiumoxid (Al2O3) als Sinterhilfe enthält, wobei es weiterhin Aluminiumnitrid (AlN) oder Titandioxid (TiO2) enthalten kann, und ein Material, hergestellt aus Aluminiumoxid (Al2O3), Siliziumcarbid (SiC), Zirkonoxid (ZrO2) oder Aluminiumnitrid (AlN).

Diese Erfindung ist nicht auf ihre oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern deckt eine Vielfalt von weiteren Modifikationen oder Variationen ab. Was zum Beispiel den Lagertyp betrifft, ist das Rollenlager A, das als Schrägkugellager beschrieben wurde, nicht darauf beschränkt. Es kann alternativ zum Beispiel ein anderer Kugellager-Typ, wie zum Beispiel ein Rillenkugellager, oder ein zylindrisches, Nadel-, konisches oder kugelförmiges Kugellager sein. Der Käfig 4 kann, wie in der 6 oder 7 gezeigt, wie eine Krone ausgebildet sein, abhängig von der Lagerart, in der er verwendet wird.

Noch eine andere Ausführungsform ist in den 8 und 9 gezeigt. 9 zeigt ein Rollenlager mit einem Paar Spurrillen 15 und 16, die in der äußeren Oberfläche einer Innenlaufbahn 11 bzw. der inneren Oberfläche einer Außenlaufbahn 12 ausgebildet und leicht aus ihrer axialen Mittelposition verschoben sind. Die Senkungen 17 und 18 sind auf der Schulter des breiteren Abschnitts der äußeren Oberfläche der Innenlaufbahn 11 bzw. der Schulter des schmaleren Abschnitts der inneren Oberfläche der Außenlaufbahn 12 ausgebildet. Die Senkungen 17 und 18 laufen von Vorsprüngen, die die Kugeln 13 in den Spurrillen 15 bzw. 16 halten, spitz zu.

Die 9 zeigt ebenfalls einen kronenförmigen Käfig 40 mit einem ringförmigen Körper, einer Mehrzahl von entlang seines Umfangs äquidistant voneinander beabstandeten Nasen 42, die sich axial vom dem Körper 41 erstrecken, und eine Mehrzahl von Taschen 43, die jeweils zwischen zwei benachbarten Nasen 42 definiert sind, um darin eine Kugel zu halten, wie in 8 gezeigt. Der ringförmige Körper 41 wird auf der Schulter des breiteren Abschnitts der inneren Oberfläche der Außenlaufbahn 12 geführt. Jede Nase 42 weist einen äußeren Oberflächenabschnitt auf, der sich in Richtung ihres freien Endes verjüngt, um auf diese Weise die Außenlaufbahn 12 nicht zu berühren, wenn sie durch eine aus ihrer Drehung resultierende Zentrifugalkraft radial zur Außenseite des Käfigs gebogen wird. Jeweils zwei benachbarte Nasen 42 weisen zwischen ihren freien Enden einen Abstand W auf, der geringfügig schmaler ist als der Durchmesser der Kugel 13, um sicherzustellen, dass die Kugel 13 in der Tasche 43 gehalten wird, während die Nasen 42 an ihren freien Enden abgerundet oder abgeschrägt sind, damit die Kugeln 13 leicht in die Taschen 43 eingepasst werden können. Die Tasche 43 weist eine flache innere Oberfläche auf. Der Käfig 40 weist eine Wanddicke und eine axiale Weite auf, die von seiner gewünschten Festigkeit abhängen. Die Spurrillen 15 und 16 sind so in Richtung einer Seite des Lagers verschoben, dass der kronenförmige Käfig 40 nicht aus den Innen- und Außenlaufbahnen 11 und 12 herausragen kann.

Modifizierte Ausgestaltungen des in 9 gezeigten Käfigs 40 sind in den 10 und 11 gezeigt. Der Käfig 50 oder 60 weist eine Mehrzahl von Nasen 52 oder 62 mit einer radial von dem Käfig gemessenen Dicke auf, die kleiner ist als die Dicke seines kreisförmigen Körpers 51 oder 61, die ebenso gemessen wird. Die Nasen 52 oder 62 sind dementsprechend von geringerem Gewicht und werden durch die Zentrifugalkraft weniger wahrscheinlich vom Käfig her radial nach außen gedrängt, um die Kugeln zu veranlassen, mit der inneren Oberfläche jeder der Taschen 53 und 63 zu interferieren, und dadurch die Drehleistung des Rollenlagers nachteilig zu beeinflussen.

Das Rollenlager A kann, wie oben beschrieben, zum Beispiel in einem Turbolader für einen Kraftfahrzeugmotor, eine Gasturbine oder ein Maschinenwerkzeug verwendet werden. 12 zeigt einen Turbolader, in dem zwei in 4 gezeigte Rollenlager A verwendet werden. Er weist ein Gehäuse 20 und eine Turbinenwelle 21 auf. An einem Ende der Turbinenwelle 21 ist eine Turbinenrad 22 angebracht und an ihrem anderen Ende ein Verdichtungsrad 23. Das Gehäuse 20 weist ein Durchgangsloch 24 auf, in dem die Turbinenwelle 21 durch die Rollenlager A und eine Buchse 25 drehbar gelagert ist.

Nunmehr wird die Art und Weise beschrieben, in der die Rollenlager A in den Turbolader eingebaut werden. Die Innenlaufbahn 1 jedes Rollenlagers A wird halb zusammengefügt um die Turbinenwelle 21 herum angebracht und axial zwischen einer Schulter 26 auf der Welle 21 und einem Abstandhalter 27 in Position gehalten, während seine Außenlaufbahn 2 in der Buchse 25 mit Spielpassung angebracht und gegen eine Schulter auf seiner inneren Oberfläche gehalten wird, und es wird ein Abstandhalter zwischen den Außenlaufbahnen 2 der beiden Lager A angeordnet. Die beiden Lager werden so positioniert, dass die Schultern der Außenlaufbahnen 2 mit den Senkungen 9 dem Turbinen- bzw. Verdichtungsrad 22 und 23 gegenüber liegen können. Mithin zeigt 4 das dem Verdichtungsrad in 12 gegenüberliegende Lager A. Die Außenlaufbahnen 2 werden durch eine Schraubenfeder 28 und den Abstandhalter axial voneinander weggedrängt. Auf diese Weise werden die beiden Rollenlager A unter einem stationären Druck gehalten, wodurch die Kugeln 3 jedes Lagers mit einem radialen Abstand unter einem Winkel in Kontakt mit den Innen- und Außenlaufbahnen 1 und 2 gehalten werden. Der radiale Abstand wird so gesteuert, dass die Kugeln 3 einen Kontaktwinkel von, angenommen, 15° ± 5° aufweisen können.

Die Buchse 25 weist einen Außendurchmesser auf, der es ihr gestattet, entsprechend von der Wand des Durchgangslochs 24 in dem Gehäuse 20 beabstandet zu werden. Die Buchse 25 weist eine Mehrzahl von in ihrer äußeren Oberfläche ausgebildeten sich entlang ihres Umfangs erstreckenden Nuten 29 zur Definition eines entsprechenden Abstands zwischen der Buchse 25 und der Wand des Lochs 24 auf. Dieser Abstand wird durch eine Öffnung 30 in dem Gehäuse 20 mit einem Schmiermittel versorgt, und das Schmiermittel fungiert als Dämpfer für die Schwingungen der Turbinenwelle 21. Die Buchse 25 und der Abstandhalter weisen kleine Bohrungen 31 auf, durch die das Schmiermittel gegen die Rollenlager A eingespritzt wird. Das Schmiermittel wird in den Senkungen 5 der Innenlaufbahnen 1 aufgenommen und fließt durch die Lager A, um diese zu schmieren und zu kühlen.

Die Turbinenwelle 21 kann bei einer hohen Geschwindigkeit von nicht weniger als 100.000 Umdrehungen pro Minute gedreht werden und erreicht eine Temperatur von 200°C bis 300°C, wenn der Turbolader kontinuierlich betrieben wird. Trotz dieser schweren Bedingungen zeigen die Rollenlager A infolge der speziell ausgewählten Materialien ihrer Bestandteile eine hohe Reibverschweißungsfestigkeit und stützen die Turbinenwelle 21 bei der Rotation mit hoher Stabilität.

Da der Turbolader auf seiner Turbinenseite eine höhere Temperatur als auf seiner Verdichtungsseite aufweist, kann seine Haltbarkeit weiter verbessert werden, wenn das Lager auf seiner Turbinenseite einen Käfig beinhaltet, der durch Drehen hergestellt wurde und eine noch höhere Wärmebeständigkeit als der Käfig 4 wie beschrieben aufweist, während der Käfig 4 in dem Lager auf der Verdichtungsseite verwendet wird.


Anspruch[de]
Käfig aus synthetischem Harz für ein Lager, der aus einem Material gebildet ist, das ein thermoplastisches Harz und Teilchen aus einem wärmebeständigen Harz umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das wärmebeständige Harz Polybenzimidazol (PBI) ist. Käfig nach Anspruch 1, wobei das Material weiterhin Verstärkungsfasern enthält. Käfig nach Anspruch 1 oder 2, bei dem es sich um ein Spritzgießprodukt handelt. Käfig nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das thermoplastische Harz mindestens eines ist aus Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethersulfon (PES), Polyetherimid (PEI), Polyamidimid (PAI), Polyphenylensulfid (PPS), Polyallylethernitril (PEN) und einem thermoplastischen Polyimidharz (TPI). Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Lager aus einem synthetischen Harzmaterial durch Spritzgießen, wobei das Material mindestens ein thermoplastisches Harz und Teilchen aus einem wärmebeständigen Harz umfasst, und wobei das wärmebeständige Harz Polybenzimidazol (PBI) ist. Rollenlager, umfassend eine Innenlaufbahn, eine Außenlaufbahn, eine Vielzahl von Rollenelementen, welche zwischen den Laufbahnen angeordnet sind, und einen Käfig, um die Rollenelemente in Position zu halten, wobei der Käfig aus einem Material besteht, umfassend mindestens ein thermoplastisches Harz und Teilchen aus einem wärmebeständigen Harz, wobei das wärmebeständige Harz Polybenzimidazol (PBI) ist.






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