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Dokumentenidentifikation DE102005061488A1 05.07.2007
Titel Elektrische Zahnbürste, Austauschbürste und elektromagnetischer Antrieb
Anmelder Braun GmbH, 61476 Kronberg, DE
Erfinder Völker, Joachim, 97842 Karbach, DE;
Meißner, Thomas, 97816 Lohr, DE
DE-Anmeldedatum 22.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005061488
Offenlegungstag 05.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2007
IPC-Hauptklasse A61C 17/34(2006.01)A, F, I, 20051222, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61C 17/16(2006.01)A, L, I, 20051222, B, H, DE   A46B 7/06(2006.01)A, L, I, 20051222, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Zahnbürste, eine Austauschbürste für eine elektrische Zahnbürste und einen elektromagnetischen Antrieb. Ein mit dem Antrieb koppelbares Antriebselement zur Übertragung einer hin- und hergehenden Antriebsbewegung auf einen beweglich gelagerten Borstenträger ist biegsam ausgebildet. Der Antrieb weist zwei Elektromagnete auf, die mit dem Antriebselement gekoppelt sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Zahnbürste und eine Austauschbürste mit einem bewegbaren Borstenträger und einen elektromagnetischen Antrieb für vorzugsweise elektrische Zahnbürsten.

Bekannte elektrische Zahnbürsten werden durch Elektromotoren angetrieben, deren Motorwelle als Antriebsbewegung eine kontinuierliche Drehbewegung bereitstellt. Der Elektromotor ist üblicherweise in einem Handteil angeordnet, auf das eine Austauschbürste mit einem bewegbaren Borstenträger aufgesteckt werden kann. Wenn es gewünscht ist, den Borstenträger nicht kontinuierlich in die gleiche Richtung, sondern oszillierend anzutreiben, muß über ein Getriebe, beispielsweise ein Kurbel- oder Exzentergetriebe, die kontinuierliche Drehbewegung der Motorwelle in eine oszillierende Bewegung umgewandelt werden.

Aus der GB 500,517 ist eine elektrische Zahnbürste bekannt, die als Antrieb keinen Elektromotor verwendet sondern einen elektromagnetischen Antrieb, der im wesentlichen aus einem Elektromagneten und einer diesem zugeordneten Rückstellfeder besteht. Der Anker des Elektromagneten kann elektromagnetisch in die eine Richtung bewegt und durch die Rückstellfeder in die entgegengesetzte Richtung zurückgestellt werden, so dass eine hin- und hergehende Antriebsbewegung erzeugt wird. Diese oszillierende Bewegung des Ankers wird über eine Zahnstange und ein mit dem Borstenträger verbundenes Antriebsritzel auf den Borstenträger übertragen, der hierdurch oszillierend rotierend angetrieben wird. Dieser bekannte Antrieb hat den Nachteil, daß die Zahnbürste nur mit einer bestimmten Oszillationsfrequenz betrieben werden kann, auf die die Rückholfeder abgestimmt ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Zahnbürste und eine Austauschbürste mit einem einfachen, leichtbauenden Antriebsstrang zu schaffen, die die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Ferner wird ein elektromagnetischer Antrieb geschaffen, der beliebige Antriebsfrequenzen erlaubt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine elektrische Zahnbürste gemäß Anspruch 1, eine Austauschbürste nach Anspruch 16 und einen elektromagnetischen Antrieb gemäß Anspruch 12 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Eine erfindungsgemäße elektrische Zahnbürste bzw. eine erfindungsgemäße Austauschbürste für eine elektrische Zahnbürste weisen ein biegsames Antriebselement auf, das auch genügend steif ausgebildet sein kann, um Antriebskäfte in beiden Richtungen, d.h. Zug- und Druckkräfte, zu übertragen. Bei entsprechender Verlegung des Antriebselements in einer Führung kann der Übertragungsweg auch Krümmungen aufweisen. Das Antriebselement kann aber beispielsweise auch eine Antriebskette, ein Antriebsband oder ein Antriebsseil sein, das lediglich Antriebskräfte in einer Richtung, nämlich nur Zugkräfte übertragen kann.

Zur Übertragung der Antriebsbewegung des Antriebselements auf einen Borstenträger umschlingt das Antriebselement zumindest teilweise ein mit dem Borstenträger verbindbares Antriebsrad, mit dem das Antriebselement in Eingriff steht. Hierbei kann ein reibschlüssiger Eingriff, beispielsweise in Form eines Keilriemens und einer Keilriemenscheibe, vorgesehen sein. Um jedoch auch ohne Vorspannung des Antriebselements eine sichere Bewegungsübertragung zu erreichen, kann zwischen dem Antriebselement und dem Antriebsrad ein formschlüssiger Eingriff vorgesehen sein. Vorzugsweise ist das Antriebsrad als Zahnrad und das Antriebselement als Zahnriemen ausgebildet.

Antriebsseitig ist das Antriebselement vorteilhafterweise unmittelbar mit dem elektromagnetischen Antriebs verbunden. Auf die Zwischenschaltung von Getriebeelementen, wie Exzenter, Kurbeln und dergleichen, kann verzichtet werden. Wenn das Antriebselement in einer Austauschbürste angeordnet ist, und der elektromagnetische Antrieb im Handteil der elektrischen Zahnbürste angeordnet ist, ist das Antriebselement mittels einer Kupplung mit dem elektromagnetischen Antrieb verbindbar.

Als Antrieb für eine elektrische Zahnbürste ist mindestens einen Elektromagnet vorgesehen, mit dem eine hin- und hergehende Antriebsbewegung erzeugt und auf das Antriebselement übertragen wird, das den Borstenträger antreibt. Der Elektromagnet weist eine Spule und einen Kern auf, der innerhalb der Spule verschiebbar und mit dem Antriebselement verbunden ist. Wenn der Kern ein Permanentmagnet ist, der sich nur innerhalb einer Hälfte der Spule bewegen kann, kann eine hin- und hergehende Antriebsbewegung dadurch erzeugt werden, daß die Spule mit Strömen abwechselnder Richtung bestromt wird, wodurch der Kern innerhalb der Spule hin- und herbewegt wird.

Vorzugsweise sind jedoch zwei Spulen und zwei Kerne vorgesehen. Der eine Kern ist innerhalb der einen Spule verschiebbar und kann eine Antriebsbewegung in die eine Richtung übertragen, der andere Kern ist innerhalb der anderen Spule verschiebbar und kann eine Antriebsbewegung in die andere Richtung übertragen. Beide Kerne sind mit dem Antriebselement verbunden, wobei die Kerne und die Spulen so zueinander angeordnet sind, daß der eine Kern sich immer dann unsymmetrisch innerhalb seiner zugehörigen Spule befindet, wenn sich der andere Kern im Zentrum seiner zugehörigen Spule befindet und umgekehrt. Die Kerne können aus weichmagnetischem Material bestehen, und werden immer dann durch magnetische Kräfte ins Zentrum der Spule gezogen, wenn die zugehörige Spule bestromt wird. Um eine hin- und hergehende Antriebsbewegung zu erzeugen, werden die Spulen abwechselnd bestromt, sodaß der eine Kern aus dem Zentrum seiner zugehörigen Spule gezogen wird, wenn der andere Kern ins Zentrum seiner zugehörigen Spule gezogen wird und umgekehrt.

Bei einer besonders einfachen Variante ist nur ein Kern vorhanden, der mit dem Antriebselement verbunden ist und sich innerhalb der beiden Spulen bewegen kann. Dazu sind die beiden Spulen hintereinander angeordnet. Der Kern kann aus weichmagnetischem Material bestehen, und wird immer dann durch magnetische Kräfte ins Zentrum der Spule gezogen, die gerade bestromt wird. Um eine hin- und hergehende Antriebsbewegung zu erzeugen, werden die Spulen abwechselnd bestromt, sodaß der Kern abwechselnd aus dem Zentrum der einen Spule ins Zentrum der anderen Spule gezogen wird und umgekehrt.

Bei einer bevorzugten Ausführung der elektromagnetisch angetriebenen Zahnbürste sind die beiden Elektromagnete unmittelbar durch das Antriebselement miteinander gekoppelt. Das Antriebselement kann um das mit dem Borstenträger verbindbare Antriebsrad umgelenkt und an seinem einen Ende den einen Kern aufweisen, der mit dem einen Elektromagneten in Wechselwirkung steht, und an seinem anderen Ende den anderen Kern aufweisen, der mit dem anderen Elektromagneten in Wechselwirkung steht. Zieht der eine Elektromagnet das eine Ende des Antriebselements auf der einen Seite des Borstenträgerantriebsrads an, wird das auf der anderen Seite des Borstenträgerantriebsrads befindliche Ende des Antriebselements aus dem anderen Elektromagnet herausgezogen. Wird sodann der andere Elektromagnet betätigt, erfolgt die Bewegung umgekehrt. Die beiden Elektromagneten werden dabei vorteilhafterweise von einer Steuereinrichtung derart angesteuert, dass sie wechselweise energiebeaufschlagt werden, d.h. wenn der eine Elektromagnet betätigt wird, wird der andere stromlos geschaltet und umgekehrt. Auf diese Weise kann sehr einfach die Antriebsgeschwindigkeit bzw. die Oszillationsfrequenz verändert werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung kann das Antriebselement auch nur mit einem der beiden Kerne gekoppelt sein, wobei die beiden Kerne durch eine separate Koppel miteinander gekoppelt sein können. In diesem Fall ist das Antriebselement vorzugsweise derart ausgebildet, dass es sowohl Zug- als auch Druckkräfte übertragen kann. Das Antriebselement kann aber auch in einer Übertragerführung geführt sein, die ein seitliches Ausbauchen verhindert, so dass es auf diese Weise nicht nur Zug- sondern auch Druckkräfte übertragen kann.

Um eine schlanke Handteilgestaltung erreichen zu können, können in Weiterbildung der Erfindung die beiden Elektromagnete hintereinander, vorzugsweise koaxial zueinander, angeordnet sein. Diese Anordnung der beiden elektromagnetischen Einheiten bietet sich insbesondere dann an, wenn nur ein Antriebselementstrang zwischen Borstenträger und elektromagnetischem Antrieb vorgesehen ist und das Antriebselement nur mit einem der Elektromagneten verbunden ist. Grundsätzlich können jedoch auch bei der vorbeschriebenen zweisträngigen Lösung beide Elektromagneten auch in Hintereinanderanordnung mit jeweils einem Antriebselementende verbunden werden. Hierbei können ggf. Umlenkungen des Antriebsriemens vorgesehen sein.

Um ein Handteil besonders kurzer Länge zu erreichen, sind bei einer anderen Ausführung der elektrischen Zahnbürste die beiden Elektromagnete nebeneinander angeordnet. Diese Anordnung bietet sich insbesondere bei der vorgenannten zweisträngigen Lösung an, bei der das Antriebselement mit einem Ende an dem einen und mit dem anderen Ende an dem anderen Elektromagneten befestigt ist.

Zweckmäßigerweise verlaufen die Bewegungsachsen der beiden Kerne in den Spulen der Elektromagnete parallel zur Zahnbürstenlängsachse. Der Borstenträger kann verschieden ausgerichtete Bewegungsachsen besitzen. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Borstenträger um eine Querachse rotatorisch oszillierend bewegbar gelagert. Die Drehachse des Borstenträgers erstreckt sich dabei im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Antriebselements.

Das den Borstenträger antreibende, mit dem Antriebselement in Eingriff stehende Antriebsrad kann grundsätzlich integral einstückig am Borstenträger angeformt sein. Um jedoch ein einfaches Wechseln nur des Borstenträgers zu ermöglichen, ist in Weiterbildung der Erfindung der Borstenträger lösbar mit dem Borstenträgerantriebsrad verbunden, so dass ohne Eingriff in den Antriebsstrang der Borstenträger mit den abgenutzten Borsten ausgetauscht werden kann. Das Borstenträgerantriebsrad kann fest um eine Querachse drehbar im Bürstenkopf gelagert sein.

Eine besonders vorteilhafte Ausführung einer elektrischen Zahnbürste weist eine aufsteckbare Austauschbürste und ein Handteil auf, das den elektromagnetischen Antrieb enthält. Das biegsame Antriebselement befindet sich in der Austauschbürste, deren Bürstenrohr biegsam ausgebildet sein kann. An der Verbindungsstelle zwischen der Austauschbürste und dem Handteil befindet sich eine Kupplung, durch die das biegsame Antriebselement beim Aufstecken/Abziehen mit einem weiteren Element ge- bzw. entkoppelt werden kann, das mit dem Antrieb verbunden ist. Der Bürstenkopf der Austauschbürste kann dieselben Merkmale aufweisen, die oben oder nachfolgend im Zusammenhang mit den anderen Ausführungen der elektrischen Zahnbürste beschrieben sind.

Diese und weitere Merkmale, die vorteilhafte Ausführungen der Erfindung darstellen, jedoch auch für sich oder in Unterkombination miteinander den Gegenstand der Erfindung ausmachen können, gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der nachfolgenden Beschreibung und den zugehörigen Zeichnungen hervor. In den Zeichnungen zeigen:

1: schematisch einen Längsschnitt durch eine erste Zahnbürste, und

2: schematisch einen Längsschnitt durch eine zweite Zahnbürste.

Die in 1 dargestellte Zahnbürste 1 umfasst ein Handteil 2, das über ein Bürstenrohr 3 mit einem Bürstenkopf 4 verbunden ist. Der Bürstenkopf 4 trägt einen in der Figur nicht dargestellten, im wesentlichen plattenförmigen Borstenträger mit einem darauf angeordneten Borstenfeld, der um eine zur Längsachse 5 der Zahnbürste 1 senkrechte Querachse 6 drehbar ist. Am Bürstenkopf 4 ist ein Zahnrad 7 um die Querachse 6 drehbar gelagert, das als Antrieb für den Borstenträger dient. Mit diesem Zahnrad 7 ist der Borstenträger lösbar verbindbar. Vorzugsweise kann hier eine Schnappverbindung vorgesehen sein, durch die der Borstenträger drehfest auf das Zahnrad 7 aufgesetzt werden kann.

Das Zahnrad 7 wird durch einen elektromagnetischen Antrieb 8 angetrieben, der im Handteil 2 aufgenommen ist und von einem ebenfalls im Handteil 2 angeordneten Energiespeicher 9 in Form eines Akkumulators oder einer Batterie gespeist wird. Der Antrieb 8 ist durch ein Antriebselement 10 in Form eines flexiblen Zahnriemens 11 mit dem Zahnrad 7 verbunden, um die Antriebsbewegung des Antriebs 8 auf den Borstenträger zu übertragen.

Bei einer anderen Ausführung ist der Borstenträger fest mit dem Zahnrad verbunden. Eine vom Handteil abnehmbare Austauschbürste umfaßt das Bürstenrohr, den Bürstenkopf, den Borstenträger mit dem Borstenfeld, das Antriebsrad und das Antriebselement. Die in 1 vorhandenen Bruchlinien können somit auch als Trennlinien zwischen der Austauschbürste und dem Handteil aufgefaßt werden.

Wie 1 zeigt, ist der Zahnriemen 11 einstückig ausgebildet und um das Zahnrad 7 herumgelenkt, so dass von beiden Seiten des Zahnrads 7 ein Antriebselementstrang abläuft. Die beiden Antriebselementstränge bzw. die beiden Zahnriemenenden sind mit Antriebsstücken 12 und 13 des Antriebs 8 verbunden. Der Antrieb 8 besteht aus zwei Spulen 14, 15, die im Handteil 2 nebeneinander angeordnet sind, in denen längsverschieblich Spulenkerne aufgenommen sind, die die genannten Antriebsstücke 12 und 13 bilden. Die Bewegungsachsen der Spulenkerne verlaufen parallel zueinander und parallel zur Zahnbürstenlängsachse 5. Die beiden Spulenkerne 12 und 13 sind mit dem Zahnriemen 11 derart verbunden, dass der eine Spulenkern 12 aus der einen Spule 14 herausgezogen ist, wenn der andere Spulenkern 13 sich im Zentrum der anderen Spule befindet. Die beiden Spulenkerne 12, 13 sind also über den Zahnriemen 11 miteinander gekoppelt.

Eine Steuereinrichtung 16 steuert die beiden Elektromagnete 14 und 15 vorzugsweise intermittierend an. Wird der eine Elektromagnet bestromt, wird der andere Elektromagnet stromlos geschaltet und umgekehrt. Hierdurch entsteht eine oszillierende Bewegung der beiden Spulenkerne, die direkt und ohne Zwischenschaltung weiterer Getriebeelemente den Zahnriemen 11 entsprechend hin- und hergehend antreiben. Über den Verzahnungseingriff am Zahnrad 7 treibt der Zahnriemen 11 entsprechend rotatorisch oszillierend den Borstenträger an. Die Antriebsgeschwindigkeit bzw. Oszillationsfrequenz kann durch entsprechende Ansteuerung der Elektromagnete 14 und 15 durch die Steuereinrichtung 16 eingestellt oder variiert werden.

Wie 1 zeigt, muss der Zahnriemen 11 zwischen dem Antrieb 8 und dem Borstenträger bzw. Borstenträgerantriebszahnrad 7 nicht gerade verlaufen, sondern kann einen gebogenen und/oder geknickten Verlauf nehmen. Beispielsweise kann über eine Antriebselementführung 17 und Umlenkrollen 18 der Riemen so geführt werden, daß dem Bürstenkopf 4, dem Bürstenrohr 3 und/oder dem Handteil 2 die gewünschte Gestaltung gegeben werden kann. Der Zahnriemen 11 umschlingt das Zahnrad 7 um mehr als 180°, wodurch als Nebeneffekt auch noch ein verbesserter Eingriff zwischen dem Zahnriemen 11 und dem Zahnrad 7 erreicht wird.

Das Bürstenrohr 3 kann flexibel ausgebildet sein, so dass sich bei Benutzung der Zahnbürste das Bürstenrohr verbiegen kann. Beispielsweise kann der Bürstenkopf um mehr als 10°, vorzugsweise sogar mehr als 20°, gegenüber der vom Handteil 2 definierten Längsachse 5 weggebogen werden. Hierdurch kann eine bessere Anpassung der Bürstenkopfausrichtung an die Zahngeometrie erreicht und vor allen Dingen übermäßiger Druck, beispielsweise auf das Zahnfleisch, verhindert werden.

Der Zahnriemen 11 läuft durch Dichtungselemente 19 hindurch, die zwischen dem Bürstenrohr 3 und dem Antrieb 8 angeordnet sind, um das Eindringen von Feuchtigkeit ins Handteil 2 zu verhindern. Im Bereich der Dichtungselemente 19 weist der Zahnriemen 11 keine Zähne auf, um eine gute Abdichtung zu gewährleisten.

Die in 2 gezeichnete Ausführung entspricht in etlichen Ausführungsmerkmalen der Ausführung nach 1, so dass für entsprechende Bauteile dieselben Bezugsziffern vergeben sind und insoweit auf die Beschreibung der Ausführung nach 1 verwiesen wird. Im Gegensatz zu der vorbeschriebenen Ausführung jedoch sind die beiden Elektromagneten 14 und 15 hintereinander koaxial zueinander angeordnet. Die beiden Spulenkerne 12 und 13 sind durch eine separate Koppel 20 miteinander gekoppelt, und zwar dergestalt, dass der eine Spulenkern aus der zugehörigen Spule herausgezogen ist, wenn der andere Spulenkern in die zugehörige Spule eingefahren ist und umgekehrt.

Weiterhin ist der Zahnriemen 11 nicht zweisträngig um das Zahnrad 7 herumgeführt und auch nicht separat an beiden Spulenkernen 14 und 15 befestigt. Der Zahnriemen 11 ist nur einsträngig zum Zahnrad 7 geführt und dort mit diesem in Eingriff. Während das eine Ende des Zahnriemens 11 am Zahnrad 7 durch Befestigungsmittel 21 befestigt ist, ist das andere Ende des Zahnriemens 11 mit dem näher zum Bürstenkopf 4 hin angeordneten Elektromagneten 14 verbunden, genauer gesagt mit dem axial verschieblichen Kern des Elektromagneten 14. Bei dieser Ausführung überträgt der Zahnriemen 11 sowohl Druck- als auch Zugkräfte auf das Zahnrad 7.

Um dabei ein Ausbauchen des Zahnriemens 11 zu verhindern, ist der Zahnriemen 11 in einer Antriebselementführung 17 geführt, die den Zahnriemen 11 an ausreichend vielen Punkten zwischen dem Elektromagnet 14 und dem Befestigungspunkt am Zahnrad 7 seitlich abstützt. In der gezeichneten Ausführung ist die Antriebselementführung 17 kanalartig ausgebildet und stützt durch die Führungskanalwände 22 den Zahnriemen 11 im wesentlichen auf seiner gesamten Länge zwischen dem Elektromagnet 14 und dem Zahnrad 7 ab. Auch um das Zahnrad 7 herum ist der Zahnriemen 11 in dem Führungskanal abgestützt, der von dem Spalt zwischen dem Zahnrad 7 und dem Gehäuse des Bürstenkopfs 4 gebildet ist.

Durch die Hintereinanderanordnung der beiden Elektromagnete 14 und 15 und auch durch die nur einsträngige Ausbildung des Antriebselements 10 kann eine besonders schlanke Bauweise erreicht werden. Die beiden Elektromagnete 14 und 15 sind im Handteil 2 angeordnet, wie dies auch bei der Ausführung nach 1 der Fall ist. Die Elektromagnete 14 und 15 können jedoch auch im Bürstenrohr 3 angeordnet sein, wodurch sich der Antriebsstrang zwischen Antrieb 8 und Zahnrad 7 verkürzt.

Bei einer besonders einfachen Variante sind die beiden Spulen hintereinander angeordnet, und ist nur ein Kern vorhanden, der mit dem Antriebselement verbunden ist und sich innerhalb der beiden Spulen bewegen kann. Die Spulen werden abwechselnd bestromt, sodaß der Kern durch magnetische Kräfte ins Zentrum der Spule gezogen wird, die gerade bestromt wird, und dabei gleichzeitig aus der nicht bestromten Spule herausgezogen wird.

Auch bei der in 2 dargestellten Ausführung kann der Borstenträger fest mit dem Zahnrad verbunden sein. Eine vom Handteil abnehmbare Austauschbürste umfaßt das Bürstenrohr, den Bürstenkopf, den Borstenträger mit dem Borstenfeld, das Antriebsrad und das Antriebselement. Zwischen den Führungen 17 und dem Dichtungselement 19 ist dann eine Kupplung angeordnet, durch die die Austauschbürste mit dem Handteil und das Antriebselement mit dem Antrieb lösbar verbunden werden kann.


Anspruch[de]
Elektrische Zahnbürste mit einem elektromagnetischen Antrieb (8) für einen bewegbaren Borstenträger, wobei der Antrieb (8) mindestens einen Elektromagneten (14; 15) aufweist, der eine hin- und hergehende Antriebsbewegung erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der Antriebsbewegung vom Antrieb (8) auf den Borstenträger ein biegsames Antriebselement (10) vorgesehen ist. Elektrische Zahnbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (10) als Zahnriemen (11) oder Antriebsseil ausgebildet ist. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Antriebselement (10) ein mit dem Borstenträger verbindbares Antriebsrad, vorzugsweise ein Zahnrad (7), zumindest teilweise umschlingt und mit diesem in Antriebseingriff steht. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Antriebselement (10) zwei Antriebselementstränge aufweist, die beide am Borstenträger oder einem Antriebsrad angelenkt sind, und von denen der eine mit einem ersten der beiden Elektromagneten (14) und der andere mit dem zweiten der beiden Elektromagneten (15) verbunden ist. Elektrische Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Antriebselement (10) um ein mit dem Borstenträger verbindbares Antriebsrad (7) umgelenkt ist und mit seinem einen Ende mit dem einen Elektromagneten (14) und mit seinem anderen Ende mit dem anderen Elektromagneten (15) verbunden ist. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Antriebselement (10) in einer Antriebselementführung geführt und/oder gegen seitliches Ausbauchen gesichert ist, so dass das Antriebselement (10) Zug- und Druckkräfte übertragen kann. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Antriebselement (10) nur mit einem seiner Enden mit dem Antrieb (8) verbunden ist und/oder die beiden Elektromagneten (14, 15) durch eine Koppel (20) miteinander gekoppelt sind. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Borstenträger um eine Querachse (6) rotatorisch oszillierend bewegbar gelagert ist. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Borstenträger lösbar mit einem Antriebsrad (7) verbindbar ist, das im Zahnbürstenkopf (4) um eine Querachse (6) drehbar gelagert ist. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein flexibles Bürstenrohr (3) vorgesehen ist, das ein Wegfedern des Bürstenkopfs (4) gegenüber dem Handteil (2) unter den auf den Borstenträger wirkenden Putzkräften zulässt. Elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Bewegungsbahn des Antriebselements (10) zwischen dem Antrieb (8) und dem Borstenträger gekrümmte und/oder gerade Abschnitte aufweist. Elektromagnetischer Antrieb, vorzugsweise für eine elektrische Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei Spulen und mindestens einen Kern aufweist, der innerhalb der beiden Spulen verschiebbar ist, und eine Antriebsbewegung in zwei Richtungen übertragen kann, wobei der Kern mit einem Antriebselement verbunden ist, und der Kern und die Spulen so zueinander angeordnet sind, daß der Kern sich immer dann unsymmetrisch innerhalb der einen Spule befindet, wenn er sich im Zentrum der anderen Spule befindet und umgekehrt. Elektromagnetischer Antrieb nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei Spulen und zwei Kerne aufweist, wobei der eine Kern innerhalb der einen Spule verschiebbar ist, und eine Antriebsbewegung in die eine Richtung übertragen kann, und der andere Kern innerhalb der anderen Spule verschiebbar ist, und eine Antriebsbewegung in die andere Richtung übertragen kann, wobei beide Kerne mit einem Antriebselement verbunden sind, und die Kerne und die Spulen so zueinander angeordnet sind, daß der eine Kern sich immer dann unsymmetrisch innerhalb seiner zugehörigen Spule befindet, wenn sich der andere Kern im Zentrum seiner zugehörigen Spule befindet und umgekehrt. Elektromagnetischer Antrieb nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne aus weichmagnetischem Material bestehen. Elektromagnetischer Antrieb nach Anspruch 12 oder 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen abwechselnd bestromt werden. Austauschbürste mit einem bewegbaren Borstenträger, vorzugsweise für eine elektrische Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung einer Antriebsbewegung auf den Borstenträger ein biegsames Antriebselement (10) vorgesehen ist. Austauschbürste nach Anspruch 16 mit den Merkmalen zumindest eines der Ansprüche 2, 3, 6, 8, 9, 10 oder 11. Austauschbürste nach Anspruch 16 oder 17, deren Borstenträger von einem elektromagnetischen Antrieb mit zwei Elektromagneten antreibbar ist, der im Handteil einer elektrischen Zahnbürste angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Merkmale eines der Ansprüche 4, 5 oder 7 aufweist.






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