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Dokumentenidentifikation DE102005062179A1 05.07.2007
Titel Reinigungsvorrichtung für einen Rasierapparat
Anmelder Braun GmbH, 61476 Kronberg, DE
Erfinder Kappes, Diana, 65817 Eppstein, DE;
Larscheid, Andreas, 65779 Kelkheim, DE;
Ludäscher, Uwe, 65934 Frankfurt, DE
DE-Anmeldedatum 23.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005062179
Offenlegungstag 05.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2007
IPC-Hauptklasse B26B 19/48(2006.01)A, F, I, 20051223, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B26B 19/40(2006.01)A, L, I, 20051223, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für einen Rasierapparat, bestehend aus einem Reinigungsbehälter, der ein mindestens partiell mit einer Reinigungsflüssigkeit gefülltes Unterteil sowie ein Oberteil aufweist, das eine Öffnung zur Aufnahme des Rasierapparats aufweist, wobei das Oberteil im Bereich der Öffnung derart ausgebildet ist, daß der Scherkopf des Rasierapparats in einer Reinigungsposition in die Reinigungsflüssigkeit eintaucht.
Um unter Verwendung weniger Bauteile bei einem akzeptablen Bedienungskomfort ein sehr gutes Reinigungsergebnis bei gleichzeitiger Verringerung der Baugröße zu erreichen, sieht die Erfindung vor, daß das Oberteil (4) im Bereich der Öffnung (5) mit ersten Haltemitteln (6, 7) zur Lagerung des Rasierapparats (8) in der Reinigungsposition versehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für einen Rasierapparat, bestehend aus einem Reinigungsbehälter, der ein mindestens partiell mit einer Reinigungsflüssigkeit gefülltes Unterteil sowie ein Oberteil aufweist, das eine Öffnung zur Aufnahme des Rasierapparats aufweist, wobei das Oberteil im Bereich der Öffnung derart ausgebildet ist, daß der Scherkopf des Rasierapparats in einer Reinigungsposition in die Reinigungsflüssigkeit eintaucht.

Eine derartige Reinigungsvorrichtung ist aus der DE 103 15 455 A1 bekannt. Die vorbekannte Reinigungsvorrichtung weist eine Einrichtung zur Begrenzung der Eintauchtiefe des Rasierapparats in den Reinigungsbehälter in Abhängigkeit vom Füllstand der Reinigungsflüssigkeit auf. Der Rasierapparat ist in einer Trocknungsposition an einer Halteeinrichtung befestigt, die am Oberteil des Reinigungsbehälters angeordnet ist. Als nachteilig werden bei der vorbekannten Reinigungsvorrichtung die relativ große Anzahl ihrer Bauteile sowie ihre erhebliche Baugröße angesehen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Reinigungsvorrichtung der eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß unter Verwendung weniger Bauteile bei einem akzeptablen Bedienungskomfort ein sehr gutes Reinigungsergebnis erreicht wird. Außerdem soll eine Verringerung der Baugröße erzielt werden.

Diese Aufgabe wird durch eine Reinigungsvorrichtung mit der Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst. Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung besteht darin, daß das Oberteil im Bereich der Öffnung mit ersten Haltemitteln zur Lagerung des Rasierapparates in der Reinigungsposition versehen ist. Diese Haltemittel umfassen den Scherkopf des Rasierapparates während der Reinigung und verhindern das Herausspritzen oder Herauslaufen von Reinigungsflüssigkeit.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß ein sehr gutes Reinigungsergebnis mit einem relativ geringen Bauraum- und Kostenaufwand erzielbar ist. Ein weiterer Vorteil besteht in der einfachen Bedienbarkeit der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung Schließlich ist es noch von Vorteil, daß es beim Betrieb der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung allenfalls zu einer geringen Umwälzung der Reinigungsflüssigkeit kommt, so daß vom Rasierapparat abgelöste Haarteilchen oder andere Verunreinigungen nahezu ungestört sedimentieren können und für den Reinigungsvorgang somit jeweils eine relativ saubere Reinigungsflüssigkeit zur Verfügung steht.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das Oberteil im Bereich der Öffnung zweite Haltemittel auf, die den Rasierapparat derart aufnehmen, daß der Scherkopf des Rasierapparats in einer Trocknungsposition über dem Niveau der Reinigungsflüssigkeit gehalten wird. Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß die abtropfende Reinigungsflüssigkeit direkt zurück in den Reinigungsbehälter fällt und der Rasierapparat in dieser Position trocknen kann.

Bei einer besonders bauraumsparenden Ausführungsform der Erfindung sind die ersten und die zweiten Haltemittel senkrecht zueinander angeordnet.

Eine andere besonders vorteilhafte Ausführung des Erfindungsgegenstandes sieht ein den Reinigungsbehälter verschließendes Verschlußteil vor, dessen dem Innenraum des Reinigungsbehälters abgewandte Fläche mit Haltemitteln zur Lagerung des Rasierapparats in der Trocknungsposition versehen ist. Das Verschlußteil kann mit dem Oberteil des Reinigungsbehälters beispielsweise mittels eines Filmscharniers verbunden sein.

Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist seitlich am Reinigungsbehälter eine Trocknungsschale zur Aufnahme des Rasierapparats in der Trocknungsposition angebracht. Der Rasierapparat wird idealerweise mit dem Scherkopf nach unten getrocknet, damit die ablaufende Reinigungsflüssigkeit in die Trocknungsschale abtropfen kann.

Um ein Beschädigen des Scherkopfes beim Eintauchen in die Reinigungsflüssigkeit zu verhindern ist bei einer weiteren Ausführungsform im Unterteil des Reinigungsbehälters eine Gewebeeinlage angeordnet. Darüber hinaus können sich die ausgewaschenen Schmutzpartikel sehr gut in den Poren des Gewebes ablagern, ohne bei einer weiteren Reinigung wieder aufgewirbelt zu werden. Zusätzlich gewährt die Gewebehöhe immer eine bestimmte Restmenge an Reinigungsflüssigkeit, so daß auch bei der letzten Reinigung die Schmutzkonzentration einen definierten Wert nicht übersteigt. Die Gewebeeinlage kann vorzugsweise aus porösem Schaumstoff bestehen. Um eine desinfizierende Wirkung zu erreichen ist es vorstellbar, den Schaumstoff mit Silber zu beschichten.

Bei anderen Ausführungsformen kann der Reinigungsbehälter durch eine Kartusche zur Bevorratung der Reinigungsflüssigkeit gebildet sein oder einteilig als Kunststoffblasteil ausgeführt sein.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, die sich jeweils auf eine manuelle Reinigungsvorrichtung beziehen. In der Zeichnung, in der die einander entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung mit einem Rasierapparat in Schnittdarstellung entlang der Schnittebene A-A nach 2;

2 das Ausführungsbeispiel aus 1 ohne den Rasierapparat in Draufsicht;

3a bis 3c ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung ohne einen Rasierapparat (3a), mit einem Rasierapparat in der Reinigungsposition (3b) sowie mit einem Rasierapparat in der Trocknungsposition (3c) in einer dreidimensionalen Darstellung.

Die in 1 dargestellte Reinigungsvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem Reinigungsbehälter 1, der ein Unterteil 2 zur Bevorratung einer Reinigungsflüssigkeit 3 sowie ein Oberteil 4 aufweist, das flüssigkeitsdicht mit dem Unterteil 2 verbunden, beispielsweise verschweißt ist. Der Reinigungsbehälter 1 kann mittels eines nicht dargestellten Verschlußdeckels verschlossen werden. Das Oberteil 4 ist mit einer rechteckförmigen Öffnung 5 versehen, die durch Führungsflächen 6, 7 begrenzt ist, die erste Haltemittel für die Aufnahme eines lediglich gestrichelt angedeuteten Rasierapparats bilden, der mit dem Bezugszeichen 8 versehen ist. Die Öffnung 5 sowie die Haltemittel 6, 7 sind einer Reinigungsposition zugeordnet, in der der Scherkopf 9 so tief in das Unterteil 2 eintaucht, daß er mit der Reinigungsflüssigkeit 3 benetzt wird. Senkrecht zur Längsachse der Öffnung 5 ist die Längsachse einer zweiten rechteckigen Öffnung 10 angeordnet, die von weiteren Führungsflächen 11, 12 begrenzt wird, die zweite Haltemittel für die Aufnahme des Rasierapparats 8 bilden. Die Öffnung 10 sowie die zweiten Haltemittel 11, 12 definieren eine Trocknungsposition des Rasierapparats 8, in der sich der Scherkopf 9 über dem Niveau der Reinigungsflüssigkeit 3 befindet. Auf dem Boden des Unterteils 2 ist im gezeigten Beispiel eine Gewebeeinlage 13 angeordnet, die zum Schutz des Scherkopfes 9 beim Eintauchen in die Reinigungsflüssigkeit 3 dient. Die Gewebeeinlage 13 kann aus geeignetem porösem Schaumstoff bestehen, in dessen Poren sich die ausgewaschenen Verunreinigungen gut ablagern können. Außerdem stellt die Gewebeeinlage 13 immer eine bestimmte Restmenge an Reinigungsflüssigkeit bereit.

Die in 3 dargestellte zweite Ausführung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung weist wie die erste Ausführung ein mindestens partiell mit einer Reinigungsflüssigkeit gefülltes Unterteil 2 sowie ein Oberteil 4 auf. Die im Zusammenhang mit 1 und 2 erwähnten ersten Haltemittel zur Lagerung des Rasierapparates in der Reinigungsposition werden durch nicht näher bezeichnete, sich ins Innere des Unterteils 2 erstreckende Führungsflächen gebildet, die im Bereich der Öffnung 5 angeordnet sind. Außerdem ist ein abnehmbares Verschlußteil 14 vorgesehen, in dessen dem Inneren des Reinigungsbehälters 1 abgewandten Fläche eine spezielle Kontur 15 ausgebildet ist, die die vorhin erwähnten zweiten Haltemittel zur Lagerung des Rasierapparats in der Trocknungsposition bildet. Denkbar ist auch eine Ausführung, bei der das Verschlußteil mittels eines Filmscharniers mit dem Oberteil verbunden ist.

Bei der Reinigung wird der Rasierapparat nach dem Abnehmen des Verschlußteils 14 mit dem Scherkopf 9 nach unten in den Reinigungsbehälter 1 gestellt. Durch Einschalten des Rasierapparats (siehe Pfeil in 3b) bewegen sich die Scherteile in der Reinigungsflüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit und werden dadurch gewaschen. Die Schmutzpartikel werden in der Reinigungsflüssigkeit gelöst und sedimentieren später auf dem Boden des Unterteils 2. Nach dem Ausschalten des Rasierapparats wird dieser angehoben und nach kurzer Abtropfphase mit dem Scherkopf 9 nach oben auf die im Verschlußteil 14 vorgesehene Kontur 15 gestellt, die im gezeigten Beispiel dem elektrischen Steckerteil des Rasierapparats entspricht.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind selbstverständlich weitere, bildlich nicht dargestellte Modifikationen denkbar. So kann der Reinigungsbehälter einteilig als Kunststoffblasteil mit einem vorzugsweise wieder verschließbaren Verschluß ausgebildet oder durch eine Kartusche gebildet sein. Auch kann seitlich am Reinigungsbehälter eine Trocknungsschale zur Aufnahme des Rasierapparats in der Trocknungsposition angebracht sein, in der der Rasierapparat mit dem Scherkopf nach unten nach erfolgter Reinigung getrocknet wird. Die Trocknungsschale kann auch durch einen Klappdeckel des Reinigungsbehälters gebildet sein. Eine besonders preisgünstige Variante des Reinigungsbehälters ist in der Form eines Joghurtbechers vorstellbar, in dem der Scherkopf eines Rasierapparats nach Abziehen des Aluminiumdeckels eingesetzt und gesäubert werden kann.


Anspruch[de]
Reinigungsvorrichtung für einen Rasierapparat, bestehend aus einem Reinigungsbehälter, der ein mindestens partiell mit einer Reinigungsflüssigkeit gefülltes Unterteil sowie ein Oberteil aufweist, das eine Öffnung zur Aufnahme des Rasierapparats aufweist, wobei das Oberteil im Bereich der Öffnung derart ausgebildet ist, daß der Scherkopf des Rasierapparats in einer Reinigungsposition in die Reinigungsflüssigkeit eintaucht, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil (4) im Bereich der Öffnung (5) mit ersten Haltemitteln (6, 7) zur Lagerung des Rasierapparates (8) in der Reinigungsposition versehen ist. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil (4) im Bereich der Öffnung (5) zweite Haltemittel (11, 12) aufweist, die den Rasierapparat (8) derart aufnehmen, daß der Scherkopf (9) des Rasierapparats (8) in einer Trocknungsposition über dem Niveau der Reinigungsflüssigkeit (3) gehalten wird. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und die zweiten Haltemittel (6, 7; 11, 12) senkrecht zueinander angeordnet sind. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Reinigungsbehälter (1) verschließendes Verschlußteil (14) vorgesehen ist, dessen dem Innenraum des Reinigungsbehälters (1) abgewandte Fläche mit Haltemitteln (15) zur Lagerung des Rasierapparats (8) in der Trocknungsposition versehen ist. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil mit dem Oberteil des Reinigungsbehälters, beispielsweise mittels eines Filmscharniers, verbunden ist. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich am Reinigungsbehälter eine Trocknungsschale zur Aufnahme des Rasierapparats in der Trocknungsposition angebracht ist. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Unterteil (2) des Reinigungsbehälters (1) eine Gewebeeinlage (13) angeordnet ist. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebeeinlage (13) aus porösem Schaumstoff besteht. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumstoff mit Silber beschichtet ist. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Reinigungsbehälter (1) durch eine Kartusche zur Bevorratung der Reinigungsflüssigkeit gebildet ist. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Reinigungsbehälter einteilig als Kunststoffblasteil ausgeführt ist.






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