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Dokumentenidentifikation DE102006000769A1 05.07.2007
Titel Pistole zum Verteilen von Pulver- und Flüssigkeiten
Anmelder Begon, Wolfgang, 54664 Preist, DE;
Lauer, Daniel, 66620 Nonnweiler, DE
Erfinder Begon, Wolfgang, 54664 Preist, DE;
Lauer, Daniel, 66620 Nonnweiler, DE
DE-Anmeldedatum 02.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006000769
Offenlegungstag 05.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2007
IPC-Hauptklasse B05B 9/01(2006.01)A, F, I, 20060102, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A62C 31/02(2006.01)A, L, I, 20060102, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei handelsüblichen Löschpistolen ist der Betätigungshebel parallel zum Grundkörper angeordnet. Die Handhabung der Löschpistole ist bei dieser Griffanordnung nicht genau ersichtlich. Ebenfalls kann das zu löschende Feuer nicht genau anvisiert werden, sodass der erste Löschstrahl meist nicht das gewünschte Ziel erreicht. Die modifizierte Löschpistole besitzt einen zum Grundkörper abgewinkelten Griff und Betätigungshebel wie bei Schusswaffen, wodurch eine eindeutige und unmissverständliche Bedienbarkeit gegeben ist.
Durch die Modifizierung von handelsüblichen Löschpistolen mit neuem Griff und Betätigungshebel, werden die Funktionsweise der Löschmittelfreigabe und die Beätigungskräfte nicht verändert. Dadurch ist eine neue Zulassung der Löschpistole nicht notwendig. Der Griff (13) und der Grundkörper (11) können aus einem Bauteil bestehen, oder der Griff kann als Einzelteil zum nachträglichen Aufstecken, oder zweiteilig zum Umschließen von handelsüblichen Löschpistolen ausgebildet sein. Der Betätigungshebel (12) ist ebenfalls wie bei Schusswaffen der Abzughebel, abgewinkelt zum Grundkörper angeordnet.
Die Löschpistole eignet sich aufgrund der nicht geänderten Funktionsweise der Löschmittelfreigabe, der Betätigungskräfte und der Anschlussmöglichkeit an vorhandene Komponenten, für alle bekannten Einsatzgebiet solcher Löschpistolen.

Beschreibung[de]

Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine Löschpistole für Feuerlöscher, bei der der Griff abgewinkelt zum Grundkörper ist und dadurch eine eindeutige und unmissverständliche Bedienbarkeit gegeben ist.

Stand der Technik

Bei den handelsüblichen Löschpistolen, wie in 1 dargestellt, ist der Betätigungshebel parallel zum Grundkörper angeordnet. Durch den mittels der Finger erwirkten Druck auf den Betätigungshebel, wird der Grundkörper gegen den Handballen gedrückt.

Bewegt man den Betätigungshebel in Richtung Griff, so bewegt sich eine Spindel mit Dichtkolben aus dem Dichtsitz und die Öffnung zum Austreten des Löschmittels wird freigegeben. Eine Rückstellfeder, die sich zwischen Betätigungshebel und Griff befindet, drückt den Betätigungshebel nach Betätigen wieder in seine Ausgangslage zurück, wodurch der Löschmittelaustritt wieder gestoppt wird. In Stresssituationen, die in den meisten Einsatzfällen von Feuerlöschern vorherrscht, kann es zu Missverständnissen bei der Handhabung und Betätigung der Löschpistole kommen. Personen aus allen Alters-, Gesellschafts- und Berufsgruppen müssen diese Löschpistolen bedienen können, jedoch ist die richtige Handhabung und Betätigungsweise durch die momentane Anordnung von Betätigungshebel und Griff nicht sichergestellt.

Aufgabenstellung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, deshalb eine Löschpistole mit eindeutiger und unmissverständlicher Handhabung auszubilden, ohne dabei die Funktionsweise der Löschmittelfreigabe und der Betätigungskräfte zu verändern.

Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Position des Griffes und des Betätigungshebels wie bei einer Handfeuerwaffe abgewinkelt zum Grundkörper angeordnet ist. Der Griff und der Grundkörper können aus einem Bauteil bestehen, oder der Griff kann als Einzelteil zum nachträglichen Aufstecken auf handelsübliche Löschpistolen ausgebildet sein, oder der Griff kann zweiteilig zum Umschließen von handelsüblichen Löschpistolen ausgebildet sein. Der Betätigungshebel ist ebenfalls wie bei Schusswaffen der Abzughebel, abgewinkelt zum Grundkörper angeordnet, jedoch kann dieser Betätigungshebel mit der ganzen Hand umgriffen werden, wobei die Position und die Anbindung der Rückstellfeder zwischen Grundkörper und Betätigungshebel nicht verändert wird. Die Funktionsweise der Löschmittelfreigabe, sowie Bedien- und Verschlusskräfte werden nicht verändert, so dass neue Prüfungen und Zulassungen des Gerätes nicht erforderlich sind.

Durch diese Umgestaltung von bewährten und zugelassenen Löschpistolen wird eine eindeutige, unmissverständliche und allseits bekannte Handhabung ermöglicht.

Ausführungsbeispiele

Im Übrigen versteht sich die Erfindung am Besten aus der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen.

Die Zeichnungen zeigen:

1 eine zurzeit handelsübliche Feuerlöschpistole mit paralleler Anordnung von Betätigungshebel und Grundkörper,

2 den Grundkörper aus 1, jedoch mit abgewinkeltem Betätigungshebel und zusätzlichem Griff zum Aufstecken auf den Grundkörper,

3 den Grundkörper aus 1, jedoch mit abgewinkeltem Betätigungshebel und zusätzlichem, zweiteiligem Griff zum Umschließen des Grundkörpers,

4 den Grundkörper aus 1, jedoch mit abgewinkeltem Betätigungshebel und montiertem zusätzlichem Griff wie in 2 und 3 gezeigt,

5 den Grundkörper mit integriertem Griff als ein Bauteil mit abgewinkeltem Betätigungshebel.

Ausführungsbeispiel 1

Die Löschpistole umfasst einen Grundkörper 11, der durch die Betätigung des abgewinkelten Betätigungshebels 12 das Löschmittel dosiert freigibt. Durch die nachträgliche Montage des Griffes 13 wie in 2 zum Aufschieben oder wie in 3 zum Umschließen des Grundkörpers, erhält man eine abgewinkelte Griffposition zum Grundkörper. Durch die Montage des Betätigungshebels 12 der ebenfalls zum Grundkörper abgewinkelt ist, erzielt man eine Handhabung wie bei einer Handfeuerwaffe. Durch Betätigen des Betätigungshebels 12 um den Drehpunkt 15 bewegt sich die Spindel mit Dichtkolben 16, die schräg in den Grundkörper 11 ragt, und am Hebel 12 befestigt ist, aus dem Dichtsitz 17 und ermöglicht den Austritt des unter Druck stehenden Löschmittels aus dem Grundkörper 11. Nach Loslassen des Betätigungshebels 12 wird die Ausgangsposition wieder hergestellt und der Löschmittelaustritt gestoppt.

Ausführungsbeispiel 2

Wie in 5 dargestellt, besteht der Grundkörper und der Griff aus einem einzigen Bauteil 18, so dass eine nachträgliche Montage des Griffes entfällt. Die Funktionsweise und Bedienung der Löschpistole ist identisch mit der im Ausführungsbeispiel 1.


Anspruch[de]
Löschpistole mit einem Grundkörper 11 der durch Betätigen des Betätigungshebels 12 um den Drehpunkt 15 die Spindel mit Dichtkolben 16, die schräg in den Grundkörper 11 ragt, aus dem Dichtsitz 17 bewegt und somit den Löschmittelaustritt herbeiführt, wobei diese Handbetätigung durch Umgreifen des Grundkörpers 11 und des parallel zum Grundkörper 11 angeordneten Betätigungshebels 12 durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung des Betätigungshebels 12 und des Griffes 13 abgewinkelt zum Grundkörper 11 ist und somit eine Bedienung wie bei einer Handfeuerwaffe ermöglicht, wobei die Bewegung des Betätigungshebels 12, um den Drehpunkt 15, die Feder 14, die Spindel mit Dichtkolben 16 und der Dichtsitz 17 nicht verändert werden. Löschpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Grundkörper 11 abgewinkelte Griff 13 als zusätzliches Bauteil nachträglich durch Aufschieben auf den Grundkörper 11 montiert ist. Löschpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Grundkörper 11 abgewinkelte Griff 13 als zusätzliches zweiteiliges Bauteil nachträglich durch Umschließen des Grundkörpers 11 montiert ist. Löschpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper und der abgewinkelte Griff aus einem einzigen Bauteil 18 bestehen.






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