| Dokumentenidentifikation |
DE102006058589A1 05.07.2007 |
| Titel |
Nähmaschine |
| Anmelder |
Tokai Kogyo Mishin K.K., Kasugai, Aichi, JP |
| Erfinder |
Watanabe, Hiroshi, Kasugai, Aichi, JP |
| Vertreter |
Kehl & Ettmayr, Patentanwälte, 81679 München |
| DE-Anmeldedatum |
12.12.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006058589 |
| Offenlegungstag |
05.07.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
05.07.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D05B 35/06(2006.01)A, F, I, 20070306, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Ein Stützabschnitt (14, 15) zum Kontaktieren und beweglichen Stützen eines strangförmigen Materials (A) ist zwischen einem Materialhalter (3) und einem Führungselement (42) vorgesehen und stützt das von dem Halter abgespulte Material in einem schlaffen Zustand ab, während es eine einem Kontaktierungszustand entsprechende Zugkraft an einen Teil des Materials anlegt, der zum Führungselement geführt wird. Auf diese Weise kann eine Steuerung durchgeführt werden, um zu verhindern, dass von der Spule an den Teil des Materials, der zum Führungselement geführt wird, eine Zugkraft angelegt wird. Die verbrauchte Menge und die abgespulte Menge des Materials können so gesteuert werden, dass sie miteinander übereinstimmen, wodurch verhindert werden kann, dass eine übergroße Zugkraft an den Teil angelegt wird, der an eine Nähposition geliefert wird, wodurch auch die Zugkraft verringert werden kann, die an das Material angelegt wird, und gleichzeitig die Zugkraft allgemein konstant gehalten werden kann. Hieraus ergibt sich, dass das strangförmige Material präzise in einer ästhetisch ansprechenden Weise aufgenäht werden kann.
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| Beschreibung[de] |
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Hintergrund der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Nähmaschinen
eines Typs, der ein längliches strangförmiges Material, wie zum Beispiel
ein Band oder eine Kordel, auf ein Gewebe (Nähwerkstück) mit einem Steppstich
aufnäht. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine verbesserte
Nähmaschine, bei der eine Spule, auf der ein längliches strangförmiges
Material aufgespult ist, über einer Nadelstange angeordnet ist und eine größere
Größe aufweist, und die es beim Aufnähen des strangförmigen
Materials auf ein Nähwerkstück dem strangförmigen Material erlaubt,
dadurch unterbrechungsfrei abgespult zu werden, dass die Spule aktiv in Drehung
versetzt wird.
Bisher sind Nähmaschinen eines Typs bekannt, der eine senkrecht
angetriebene Nadelstange, eine am unteren Ende der Nadelstange befestigte Nähnadel,
ein konzentrisch mit der Nadelstange und frei um die Achse der Nadelstange rotierbares
Drehelement sowie eine am Drehelement befestigte Führung zum Führen eines
länglichen strangförmigen Materials (d.h. ein strangförmiges Stickmaterial,
wie zum Beispiel ein Band oder eine Kordel) zu einer Nähposition der Nähnadel
aufweist. Die Nähmaschinen dieses Typs werden zum Aufnähen des strangförmigen
Materials auf einen Stoff mit einem Steppstich betrieben, während die Drehung
des Drehelements gemäß einer Bewegungsrichtung des Gewebes auf der Grundlage
von Stickdaten gesteuert wird und die Ausrichtung der Führung zum Optimieren
der Richtung eingestellt wird, in der das strangförmige Material zur Nähposition
der Nähnadel hin geführt wird. Ein Beispiel für derartige Nähmaschinen
ist aus der japanischen Patentanmeldungsoffenlegungsschrift Nr. 2005-144056 bekannt.
Die Veröffentlichung mit der Nummer 2005-144056 offenbart eine Nähmaschine,
bei der zum Erlauben einer größeren Größe einer Spule (eines
Materialhalters), auf der ein strangförmiges Material aufgewickelt ist, über
der Spule nicht nur die Nadelstange sondern auch ein Antriebsmittel zum Rotieren
der Spule auf der Grundlage einer Zugkraft, die auf das strangförmige Material
wirkt, vorgesehen ist, so dass das strangförmige Material unterbrechungsfrei
zugeführt werden kann, selbst wenn die Spule eine größere Größe
aufweist.
Auf die in der genannten Veröffentlichung Nr. 2005-144056 offenbarte
Nähmaschine wird hier Bezug genommen. Die Spule, auf der das strangförmige
Material aufgewickelt ist, ist auf einer Spulenwelle montiert, die an ihren gegenüberliegenden
Enden von einem Paar gegenüberliegender Stützelemente gelagert wird, die
auf einem Maschinenrahmen befestigt sind, und die Spule wird an ihren entgegengesetzten
Enden von einem Paar Halteelemente abgestützt, die auf der Spulenwelle vorgesehen
sind. Ein Riemenrad, das von einem auf dem Stützelement vorgesehen Antriebsmotor
drehend angetrieben wird, ist in Eingriff mit dem unteren Ende gegenüberliegender
Flansche der Spule vorgesehen. Daher wird mit einem Rotieren der Spule durch den
Antriebsmotor auch die Spule rotiert. Unter der Spule sind eine erste Führungswalze,
um die das von der Spule nach unten abgespulte strangförmige Material geschlungen
und das geschlungene strangförmige Material nach oben umgelenkt wird, sowie
eine zweite Führungswalze vorgesehen, um welche das strangförmige Material,
das von der ersten Führungswalze umgelenkt wurde, geschlungen und das strangförmige
Material erneut nach unten umgelenkt wird. Die erste Führungswalze ist auf
einem Stützarm rotierbar angebracht, der auf dem Stützelement befestigt
ist, während die zweite Führungswalze rotierbar auf einem Schwenkarm angebracht
ist, der auf dem Stützelement schwenkbar befestigt ist. Eine Schraubenfeder
zum normalen Drücken des Schwenkarms nach oben ist zwischen dem Schwenkarm
und dem Stützelement vorgesehen. Auf einem proximalen Endteil des Schwenkarms
ist ein durch die Schwenkbewegung des Schwenkarms schwenkbares Betätigungsstück
sowie ein durch die Schwenkbewegung des Schwenkstücks betätigbarer Begrenzungsschalter
vorgesehen. Der Antrieb durch den Antriebsmotor wird in Reaktion auf ein Einschalten
bzw. Ausschalten des Begrenzungsschalters in Reaktion auf die Schwenkbewegung des
Betätigungsstücks gesteuert.
Beim Aufnähen des strangförmigen Materials wird von der
Spule abgespultes strangförmiges Material nacheinander um die erste und die
zweite Führungswalze geschlungen und dann auf einen Maschinenkopf gerichtet.
Beim Aufnähen des strangförmigen Materials auf ein Gewebe gemäß
einem Fortschreiten des Nähvorgangs wird die zweite Führungswalze vom
strangförmigen Material gezogen, wodurch verursacht wir, dass der Schwenkarm
nach unten geschwenkt wird, so dass das Betätigungsstück zum Einschalten
des Begrenzungsschalters geschwenkt wird. Nachdem der Begrenzungsschalter auf diese
Weise eingeschaltet wurde, wird der Antriebsmotor betätigt, so dass die Spule
zum Abspulen des strangförmigen Materials gedreht wird. Wenn die Spannung des
strangförmigen Materials aufgrund des Abspulens von der Spule nachlässt,
wird veranlasst, dass der Schwenkarm nach oben geschwenkt wird, wonach das Betätigungsstück
in einer Richtung geschwenkt wird, die der Richtung entgegengesetzt ist, in der
er zur Zeit des Einschaltens des Begrenzungsschalters geschwenkt wurde, so dass
der Begrenzungsschalter ausgeschaltet wird. Nachdem der Begrenzungsschalter ausgeschaltet
wurde, wird der Antriebsmotor deaktiviert, so dass die Drehung der Spule gestoppt
wird, um das Abspulen des strangförmigen Materials zu stoppen. Nachdem erneut
veranlasst wird, dass der Schwenkarm nach unten geschwenkt wird,
wenn das Aufnähen des strangförmigen Materials fortschreitet, wird dann
die Spule erneut gedreht, um das strangförmige Material abzuspulen. Wenn der
Schwenkarm dadurch, dass das strangförmige Material in einer ausreichenden
Menge von der Spule abgespult wurde, nach oben geschwenkt wurde, wird die Drehung
der Spule gestoppt, um das Abspulen des strangförmigen Materials zu stoppen.
Während des Aufnähens des strangförmigen Materials wird das Drehen
und Stoppen der Drehung der Spule gemäß einer auf das strangförmige
Material wirkenden Zugkraft nämlich wiederholt, um es dem strangförmigen
Material zu erlauben, bei dem Fortschreiten des Nähvorgangs entsprechend von
der Spule abgespult zu werden.
Bei den herkömmlicherweise bekannten Nähmaschinen, zum Beispiel
der in der schon genannten Veröffentlichung Nr. 2005-144056 Offenbarten, wird
beim Aufnähen des auf die Spule aufgewickelten strangförmigen Materials
auf das Gewebe der Schwenkarm dadurch veranlasst, nach unten zu schwenken, dass
der zweite Arm vom strangförmigen Material gezogen wird, so dass die Spule
drehend angetrieben wird, um das strangförmige Material abzuspulen. Bei den
zum Drehen der Spule auf der Grundlage einer auf das strangförmige Material
wirkenden Zugkraft konstruierten Nähmaschinen ist nämlich ein Verschiebungselement
vorgesehen, das gemäß dem Zug auf das strangförmige Material verschiebbar
ist. Auf diese Weise würde eine übergroße Zugkraft, die einer Last
entspricht, mit der das Verschiebungselement verschoben wird, an das strangförmige
Material angelegt. Wenn auf der anderen Seite das Verschiebungselement zur ursprünglichen
Lage zurückkehrt, nachdem das strangförmige Material durch die Drehung
der Spule abgespult wurde, wird die Last verringert. Daher würde bei Nähmaschinen,
bei denen die Spule auf der Grundlage des auf das strangförmige Material wirkenden
Zugs gedreht wird, eine unnötige übergroße Zugkraft an das strangförmige
Material angelegt, wenn das strangförmige Material auf den Stoff aufgenäht
wird, und außerdem würde eine solche Zugkraft ständig variieren.
Wenn die auf das strangförmige Material wirkende Zugkraft jedoch während
des Aufnähens des strangförmigen Materials nicht konstant ist, kann das
Aufnähen des strangförmigen Materials nicht präzise in einer ästhetisch
ansprechenden Weise durchgeführt werden. Daher fiel es den herkömmlich
bekannten Nähmaschinen bisher extrem schwer, Produkte mit einer gleichmäßig
hohen Qualität herzustellen, bei denen ein strangförmiges Material in
einer ästhetisch ansprechenden Weise aufgenäht ist.
Zusammenfassung der Erfindung
Angesichts der oben genannten Probleme ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine verbesserte Nähmaschine vorzusehen, die eines Typs ist, der
ein strangförmiges Material unterbrechungsfrei von einer Spule abspulen kann,
indem die Spule über eine Antriebsquelle aktiv gedreht wird, und die es ermöglicht,
dass eine Zugkraft, die an das strangförmige Material angelegt wird, immer
konstant ist, und auf diese Weise Produkte einer gleichmäßig hohen Qualität
herstellen kann, bei denen ein strangförmiges Material in einer ästhetisch
ansprechenden Weise entsprechend aufgenäht ist.
Um die oben erwähnte Aufgabe zu erfüllen, sieht die vorliegende
Erfindung eine verbesserte Nähmaschine vor, die Folgendes umfasst: eine Nadelstange,
die zum Durchführen eines Nähvorgangs senkrecht angetrieben wird; eine
Nähnadel, die am unteren Ende der Nadelstange befestigt ist; einen Materialhalter,
der ein strangförmiges Material hält; einen Antriebsabschnitt zum Abspulen
des strangförmigen Materials vom Materialhalter; ein Führungselement zum
Führen des vom Materialhalter abgespulten strangförmigen Materials zu
einer Nähposition der Nähnadel gemäß einer Nähfortschrittsrichtung,
wobei das strangförmige Material über einen Steppstich in der Nähposition
auf ein Nähwerkstück aufgenäht wird; einen Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt
zum Erfassen einer verbrauchten Menge des strangförmigen Materials, das beim
Fortschreiten des Aufnähens des strangförmigen Materials verbraucht wird;
einen Stützabschnitt, der zwischen dem Materialhalter und dem Führungselement
zum beweglichen Abstützen des vom Materialhalter abgespulten strangförmigen
Materials vorgesehen ist, während das Material kontaktiert wird und das Material
in einem schlaffen Zustand gehalten wird, wobei der Stützabschnitt eine Zugkraft,
die einem Zustand des Kontakts zwischen ihm und dem strangförmigen Material
entspricht, an einen Teil des zum Führungselement zu richtenden strangförmigen
Materials anlegt; sowie einen Steuerungsabschnitt zum Steuern einer vom Antriebsabschnitt
zu bewirkenden Menge des vom Materialhalter abzuspulenden strangförmigen Materials
gemäß der vom Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt erfassten verbrauchten
Menge des strangförmigen Materials.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Stützabschnitt
zum Kontaktieren und beweglichen Abstützen des strangförmigen Materials
zwischen dem Materialhalter und dem Führungselement vorgesehen. Das vom Materialhalter
abgespulte strangförmige Material wird vom Stützabschnitt in einem schlaffen
Zustand gehalten, und die einen Zustand des Kontakts zwischen dem Stützabschnitt
und dem strangförmigen Material entsprechende Zugkraft wird an einen Teil des
strangförmigen Materials angewendet, der an das Führungselement zu richten
ist. Da das vom Materialhalter abgespulte strangförmige Material in einem schlaffen
Zustand gehalten wird, kann eine Steuerung durchgeführt werden, um zu verhindern,
dass jegliche Zugkraft von der Spule auf den Teil des strangförmigen Materials,
der zum Führungselement zu richten ist, angelegt wird. Durch Erfassen einer
Menge des beim Fortschreiten des Nähvorgangs verbrauchten strangförmigen
Materials (d.h. der verbrauchten Menge des strangförmigen Materials) und Steuern
einer Menge des strangförmigen Materials, das durch einen Antrieb durch den
Antriebsabschnitt vom Materialhalter abzuspulen ist (d.h. der abgespulten Menge
des strangförmigen Materials) gemäß der auf diese Weise erfassten
Verbrauchsmenge des strangförmigen Materials kann die vorliegende Erfindung
nämlich das strangförmige Material, das vom Materialhalter abgespult wird,
in einem entsprechend schlaffen Zustand haften. Als Folge hiervon kann die vorliegende
Erfindung nicht nur eine auf das strangförmige Material wirkende Zugkraft verringern,
sondern auch die Zugkraft allgemein konstant halten. Bei der vorliegenden Erfindung
wird nämlich die Menge des strangförmigen Materials, das beim Fortschreiten
des Aufnähens des strangförmigen Materials verbraucht wurde, erfasst und
das strangförmige Material gemäß der auf diese Weise erfassten Verbrauchsmenge
vom Materialhalter aktiv abgespult, bevor das strangförmige Material in einem
Abhängigkeitsverhältnis zum Nähen aus dem Materialhalter herausgezogen
wird. Das vom Materialhalter abgespulte strangförmige Material wird über
das Stützelement, das zwischen dem Halter und dem Führungselement vorgesehen
ist, zum Führungselement gerichtet, wobei ein Teil des Materials schlaff ist.
Wenn nämlich das strangförmige Material mit dem Fortschreiten des Aufnähens
des strangförmigen Materials verbraucht wurde, wird das strangförmige
Material um eine Menge, die der verbrauchten Menge entspricht, aktiv vom Materialhalter
abgespult, bevor das schlaffe Stück vollständig aufgebraucht ist und die
auf das strangförmige Material wirkende Zugkraft größer würde.
Auf diese Weise kann die Menge des strangförmigen Materials, die beim Fortschreiten
des Aufnähens des strangförmigen Materials verbraucht wird, und die Menge
des Materials, die vom Materialhalter abgespult wird, so gesteuert werden, dass
sie miteinander übereinstimmen, wodurch verhindert werden kann, dass eine übergroße
Zugkraft (d.h. eine Zugkraft, die über eine für das Nähen notwendige
minimale Zugkraft hinausgeht) an das strangförmige Material angelegt wird,
wenn das Material gemäß dem Verbrauch des Materials vom Materialhalter
abgespult wird. Derartige erfindungsgemäße Anordnungen können nicht
nur die Zugkraft, die auf das strangförmige Material wirkt, verringern, sondern
können auch die Zugkraft allgemein konstant halten. Hieraus ergibt sich, dass
die vorliegende Erfindung ermöglicht, dass das strangförmige Material
in ästhetisch ansprechender Weise präzise aufgenäht wird.
Daher ist es gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der die
Menge des strangförmigen Materials, das beim Fortschreiten des Aufnähens
des strangförmigen Materials verbraucht wird, erfasst wird und die Menge des
strangförmigen Materials, das vom Materialhalter abzuspulen ist, gemäß
der erfassten verbrauchten Menge gesteuert wird, so dass das vom Halter abgespulte
Material jeweils einen optimalen schlaffen Teil aufweist, möglich, die auf
das strangförmige Material wirkende Zugkraft wirksam zu verringern und gleichzeitig
die Zugkraft allgemein konstant zu halten.
Deshalb kann die vorliegende Erfindung Produkte mit einer gleichmäßig
hohen Qualität herstellen, bei denen das strangförmige Material in einer
ästhetisch ansprechenden Weise entsprechend aufgenäht ist.
Die oben angegebenen und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der
Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung anhand der beiliegenden
Zeichnungen besser verständlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Zum besseren Verständnis der Aufgaben und anderen Merkmalen der
vorliegenden Erfindung werden ihre bevorzugten Ausführungsformen nachfolgend
in größerem Detail anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es
zeigt:
1 eine Vorderansicht eines beispielhaften äußeren
Erscheinungsbildes eines Teils einer Stickmaschine gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
2 eine linke Seitenansicht der Stickmaschine von einer
linken Seite der in 1 gezeigten Maschine;
3 eine teilweise aufgeschnittene rechte Seitenansicht
der Stickmaschine von einer rechten Seite bei der in 1
gezeigten Maschine;
4 eine Teilschnittansicht eines bei der Ausführungsform
eingesetzten Nähkopfs; und
5 ein Blockdiagramm eines Beispiels für ein in
der Ausführungsform eingesetztes Steuerungssystem.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
1 ist eine Vorderansicht, die eine beispielhafte äußere
Erscheinungsform eines Teils einer Stickmaschine gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. 2 ist eine linke
Seitenansicht der Stickmaschine bei der in 1 gezeigten
Maschine von links. 3 ist eine teilweise aufgebrochene
rechte Seitenansicht der Stickmaschine bei der in 1
gezeigten Maschine von rechts. Während mehrere Nähköpfe
H an vorbestimmten Intervallen auf der Vorderseite (die bei 1
einer Seite entspricht, die dem Leser der Figur näher liegt bzw. einer rechten
Seite von 2 oder einer linken Seite von 3)
eines Maschinenrahmens M der Stickmaschine angeordnet sind, ist in den Figuren nur
einer der Nähköpfe H gezeigt, um das Verständnis der Veranschaulichung
und der folgenden Beschreibung zu erleichtern.
Zusätzlich zu solchen Nähköpfen H, ist ein Stützelement
1 über Schrauben oder dergleichen an einer vorbestimmten Position
(der linken Position in 1) des Maschinenrahmens M befestigt.
Wie aus den 2 und 3 ersichtlich
ist, ist das Stützelement 1, das an der vorderen Oberfläche des
Maschinenrahmens M befestigt ist, in eine Form gebracht, bei der sich ein Armabschnitt
in einer waagrechten Richtung zum vorderen Ende der Stickmaschine (nach rechts in
2 bzw. nach links in 3)
erstreckt. Ferner ist am distalen Ende des Armabschnitts eine Spulenwelle
2 befestigt. Die Spule (der Halter) 3, auf der ein strangförmiges
Material A wie zum Beispiel ein Band oder eine Kordel, aufgewickelt ist, ist entfernbar
auf der Spulenwelle 2 angebracht. Beliebige verschiedene Spulen
3, die unterschiedliche Innendurchmesser haben, können auf der Spulenwelle
2 angebracht werden.
Eine Stützplatte 4 ist am Stützelement
1 befestigt und im linken Bereich des Maschinenrahmens M in 1
angeordnet, und die Stützplatte 4 erstreckt sich in 2
nach rechts oben, wobei ein oberer Endteil über der Spule 3 angeordnet
ist. Von der Stützplatte 4 ist der proximale Endteil über ein
Lager (z.B. ein Radiallager) durch eine Motorwelle 5a eines Antriebsmotors
5, der am Stützelement 1 befestigt ist, drehbar gelagert;
auf diese Weise ist die Stützplatte 4 um die Motorwelle
5a schwenkbar. Ein Antriebsriemenrad 6 ist auf der Motorwelle
5a montiert. Ein angetriebenes Riemenrad 7 ist auf einem distalen
Endteil der Stützplatte 4 drehbar montiert, und ein runder Riemen
8 ist um das angetriebene Riemenrad 7 und das Antriebsriemenrad
6 geschlungen und verbindet diese wirksam. Das angetriebene Riemenrad
7 ist auf einem Ende einer Drehwelle 9 befestigt, die auf einem
distalen Endteil der Stützplatte 4 in einer solchen Weise drehbar
gelagert ist, dass sie zusammen mit der Drehwelle 9 drehbar ist. Ein erster
Detektor 11 zum Erfassen eines Drehwinkels eines Transportrads
12 ist mit einem Ende der Drehwelle 9 verbunden, und eine Stütze
10 des ersten Detektors 11 ist auf der Stützplatte
4befestigt, so dass der erste Detektor 11 daran gehindert werden
kann, sich zusammen mit der Drehwelle 9 zu drehen.
Das Transportrad 12 ist in einer solchen Weise fest auf dem
anderen Ende der Drehwelle 9 montiert, dass es zusammen mit der Drehwelle
9 drehbar ist. Unter den Gewichten der Stützplatte 4, des
Transportrades 12 usw. wird das Transportrad 12 gegen die obere
linke Oberfläche (in 2) des strangförmigen
Materials A, das auf die Spule 3 aufgewickelt ist, anstoßend gehalten.
Daher wird bei einer Drehung des antreibenden Riemenrads 6, das vom Antriebsmotor
5 angetrieben wird, die Drehung des antreibenden Riemenrads 6
über den runden Riemen 8 auf das angetriebene Riemenrad
7 übertragen, welches das Transportrad 12 dreht, das auf
derselben Drehwelle 9 wie das angetriebene Riemenrad 7 befestigt
ist. Die vom Antriebsmotor 5 erzeugte Drehkraft wird nämlich nacheinander
an das antreibende Riemenrad 6, den runden Riemen 8, das angetriebene
Riemenrad 7, die Welle 9 und das Transportrad 12 in der
angegebenen Reihenfolge übertragen, so dass schließlich die Spule
3 durch die auf diese Weise übertragene Drehkraft gedreht werden kann,
um das strangförmige Material A abzuspulen. In der genannten Weise kann bei
der vorliegenden Ausführungsform die von der Spule 3 abgespulte Menge
des strangförmigen Materials A gesteuert werden.
Da die Stützplatte 4 schwenkend auf dem Stützelement
1 gelagert ist, wird die Stützplatte 4 unter den Gewichten
der Stützplatte 4, des Transportrades 12 usw. veranlasst,
im Uhrzeigersinn von 2 geschwenkt zu werden, was daran
liegt, dass aufgrund des Abspulens des strangförmigen Materials A das auf die
Spule 3 gewickelte strangförmige Material A abnimmt. Auf diese Weise
kann das Transportrad 12 konstant gegen das auf die Spule 3 gewickelte
strangförmige Material A gehalten werden. Es wird darauf hingewiesen, dass
ein (nicht gezeigtes) Vorspannmittel zum normalen Vorspannen der Stützplatte
4 im Uhrzeigersinn von 2 auf der Stützplatte
4 vorgesehen werden kann, so dass das Transportrad 12 zuverlässiger
mit dem auf der Spule 3 aufgewickelten strangförmigen Material A in
Kontakt gehalten werden kann. Außerdem kann auch eine Schlupfbremse, die zum
Beispiel aus Gummi hergestellt ist, auf der Oberfläche des Transportrades
12 vorgesehen werden, um so während der Drehung des Transportrads
12 einen unbeabsichtigten Schlupf im Kontakteingriff zwischen dem Transportrad
12 und dem auf der Spule 3 aufgewickelten strangförmigen
Material A zu verhindern, so dass die Spule 3 mit erhöhter Zuverlässigkeit
zum Abspulen des strangförmigen Materials A gedreht werden kann.
Der Stützarm 13 ist auf einem im Wesentlichen in der
Mitte liegenden Teil des Stützelements 1 befestigt, und der Stützarm
13 erstreckt sich waagrecht zur Vorderseite der Stickmaschine (nach rechts
in 2 bzw. nach links in 3).
An vorbestimmten distalen Endpositionen des Stützarms 13 sind eine
erste Walze 14, um die das von der Spule 3 nach unten abgewickelte
strangförmige Material in einer solchen Weise geschlungen wird, dass das strangförmige
Material A zunächst nach oben umgelenkt und dann wieder nach unten gerichtet
wird, wobei ein U-förmiger schlaffer Teil (beim gezeigten
Beispiel ein U-förmiger, nach unten hängender schlaffer Teil) im Material
A ausgebildet wird, sowie eine zweite Walze 15 vorgesehen, um das um die
erste Walze 14 geschlungene Material A gegen die erste Walze
14 zu drücken, um so das Material A zwischen den Walzen
14 und 15 zu halten. Hier ist die erste Walze 14 fest
auf einer Welle 16 drehbar um den Stützarm 16 gelagert und
ist die zweite Walze 15 auf einem Stift 17 drehbar gelagert, der
auf dem Stützarm 13 befestigt ist. Die erste und die zweite Walze
14 und 15 bilden zusammen einen Stützabschnitt zum beweglichen
Unterstützen des strangförmigen Materials A und zum Steuern einer an das
strangförmige Material A angelegten Zugkraft. Während nämlich an
einen Teil des strangförmigen Materials A, der sich zwischen der Spule
3 und der ersten Walze 14 erstreckt, nicht aktiv eine bestimmte
Zugkraft angelegt wird, wird eine allgemein konstante Zugkraft, die gemäß
einem Reibungswiderstand im Stützabschnitt gesteuert wird, an einen anderen
Teil des strangförmigen Materials A angelegt, der von der ersten Walze
14 herunterhängt, um zu einer Führung 42 gerichtet zu
werden, wie noch zu beschreiben ist.
Ein zweiter Detektor 18 zum Erfassen eines Drehwinkels der
ersten Walze 14 ist an einem Endteil der oben erwähnten Welle
16 angebracht, und eine Stütze 19 des zweiten Detektors
18 ist auf dem Stützarm 13 befestigt, um so den zweiten Detektor
18 daran zu hindern, sich zusammen mit der Welle 16 zu drehen.
Das strangförmige Material A, das wie oben beschrieben von der Spule
3 abgespult wird, wird zwischen die beiden Walzen 14 und
15 gerichtet, und ein Abstand zwischen den Walzen 14 und
15 und eine Intensität, mit der die Walzen 14 und
15 das strangförmige Material A zwischen ihnen pressen oder halten,
sind in einer solchen Weise im Voraus eingestellt, dass die Walzen 14 und
15 entsprechend gedreht werden können, während sich das zwischen
ihnen gehaltene Material A gemäß einem Fortschreiten des Aufnähens
des Materials A bewegt. An den entgegengesetzten Enden der ersten Walze
14 sind Flansche ausgebildet, und ein Abstand zwischen den sich gegenüberliegenden
Flanschen der ersten Walze 14 ist im Wesentlichen gleich einer Breite der
zweiten Walze 15. Auf diese Weise kann das strangförmige Material
A, das zwischen den Walzen 14 und 15 gepresst bzw. gehalten wird,
zuverlässig daran gehindert werden, von einem der Enden der Walzen
14 und 15 herunter zu laufen. Alternativ dazu können derartige
Flansche auch auf der zweiten Walze 15 anstelle der ersten Walze
14 oder auf einem der Enden der ersten Walze 14 und dann auf dem
anderen Ende der zweiten Walze 14, das dem einen Ende der ersten Walze
14 gegenüber oder entfernt von diesem liegt, angebracht werden. Es
wird darauf hingewiesen, dass der Stift 17, der die zweite Walze
15 lagert, auf dem zweiten Arm 12 in seiner Lage einstellbar vorgesehen
werden kann, so dass die Entfernung bzw. der Abstand zwischen den beiden Walzen
14 und 15 gemäß der Dicke des strangförmigen Materials
A eingestellt werden kann.
Es folgt eine Beschreibung der am Antriebsmotor 5, der die
Spule 3 dreht, durchgeführten Steuerung. Der zweite Detektor
18 (der aus einem Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt 52, der
in 5 gezeigt ist, besteht) umfasst einen Drehsensor,
der einen Drehwinkel der ersten Walze 14 erfasst, die gemäß einer
Bewegungsstrecke des strangförmigen Materials A, die einem Fortschreiten des
Aufnähens des Materials A entspricht, gedreht wird, und berechnet eine verbrauchte
Menge des strangförmigen Materials A (die einer Menge des Materials A entspricht,
die auf den Stoff genäht wurde) auf der Grundlage des erfassten Drehwinkels.
Nachdem die berechnete verbrauchte Menge des strangförmigen Materials A einen
voreingestellten Wert bzw. eine voreingestellte Einstellung erreicht (bei dem es
sich um einen Standardwert oder einen vom Benutzer nach Wunsch eingestellten Wert
handelt), wird der Motor 5 aktiviert, um die Spule 3 drehend anzutreiben.
Natürlich dreht sich auch die Transportwalze 12, wenn die Spule
3 vom Motor 5 gedreht wird. Der erste Detektor 11 erfasst
einen Drehwinkel der Transportwalze 12. Eine von der Spule 3 abgespulte
Menge des strangförmigen Materials A wird auf der Grundlage des erfassten Drehwinkels
der Transportwalze 12 berechnet. Nachdem die auf diese Weise berechnete
abgespulte Menge des strangförmigen Materials A die oben erwähnte Einstellung
erreicht hat, wird der Antriebsmotor 5 deaktiviert, um die Drehung der
Spule 3 zu stoppen. Jedes Mal, wenn das strangförmige Material A um
eine vorgegebene Menge gemäß einem Fortschreiten des Aufnähens verbraucht
wurde, wird nämlich die Spule 3 gedreht, um das Material A abzuspulen.
Die Drehung der Spule 3 wird gestoppt, wenn das Material A um eine Menge
abgespult wurde, die der verbrauchten Menge entspricht.
Der Halter 21 ist über eine Stütze 20
an der vorderen Oberfläche (d.h. der Oberfläche, die dem Leser von
1 näher liegt, die auf der rechten Seite von
2 bzw. der linken Seite von 3
ist) des Nähkopfs H, der auf dem Maschinenrahmen M unter dem Stützelement
1 angeordnet ist, befestigt, und ein flexibler erster Schlauch
22 zum Hindurchführen des strangförmigen Materials A ist am Halter
21 befestigt. Ferner ist ein zweiter Schlauch (z.B. ein Spiralschlauch)
23, der flexibler als der erste Schlauch 22 ist, mit dem distalen
Ende des ersten Schlauchs 22 verbunden. Der zweite Schlauch 23
ist an seinem distalen Ende an einem Halterarm 24 befestigt, der seinerseits
an einer noch zu beschreibenden Drehbuchse 33 (siehe 4)
befestigt ist. Das von der Spule 3 abgespulte strangförmige Material
A, das dann um die erste Walze 14 geschlungen ist, wobei ein schlaffer
Teil zwischen der Spule 3 und der Walze 14 gebildet,
dann zwischen der ersten und der zweiten Walze 14 bzw. 15 gepresst
wird und zwischen den Walzen 14 und 15 herabhängt, kann immer
präzise durch die Schläuche 22 und 23 und über
die (noch zu beschreibende) Führung 42 an eine vorbestimme Nähposition
geführt werden, die der Spitze einer Nähnadel 25 entspricht.
Es folgt eine Beschreibung von Einzelheiten der Konstruktion des Nähkopfs
H hauptsächlich unter Bezugnahme auf 4.
4 ist eine Teilschnittseitenansicht des Nähkopfs
H. Der Nähkopf H, der hier verwendet wird, weist die herkömmliche Konstruktion
auf, bei der eine Nadelstange 26 mit der an ihrem unteren Ende befestigten
Nähnadel 25 senkrecht beweglich vorgesehen ist. Ein Führungsrohr
27 ist auf einer Bodenplatte des Nähkopfs H befestigt, und ein Stoffhalterantriebsrohr
28 ist innerhalb des Führungsrohrs 27 in einer solchen Weise
vorgesehen, dass es entlang der Achse des Führungsrohrs 27 senkrecht
beweglich und um diese schwenkbar ist. Die Nadelstange 26 ist durch das
Innere des Stoffhalterantriebsrohrs 28 zur senkrechten Bewegung entlang
dieser geführt. Ein Eingriffsring 29 ist entlang des Außenumfangs
eines oberen Endteils des Stoffhalterantriebsrohrs 28 befestigt, und ein
Hubarm 31, der über einen Motor 30 senkrecht beweglich ist,
ist mit dem Eingriffsring 29 in Eingriff gehalten. Ein Stoffhalter
32 ist an einem unteren Endteil des Stoffhalterantriebsrohrs
28 befestigt. Die Drehbuchse 33 ist entlang des Außenumfangs
des Führungsrohrs 27 in einer solchen Weise vorgesehen, dass sie um
die Achse der Nadelstange 26 drehbar ist. Ein Zahnriemenradabschnitt
34 ist am Außenumfang eines oberen Endteils der Drehbuchse
33 ausgebildet. Der Zahnriemenradabschnitt 34 ist über einen
Zahnriemen 37 mit einem Antriebsrad 36 wirksam verbunden, das
über einen Motor 35 drehbar ist. Mit derartigen Anordnungen kann die
Drehbuchse 33 durch die Aktivierung des Motors 35 gedreht werden.
Ein Eingriffselement 38 ist an der Drehbuchse 33
befestigt und erstreckt sich von dieser nach unten, und beim Eingriffselement
38 ist an seinem distalen Ende ein Eingriffsabschnitt 38a in einer
Nut 32a in Eingriff, die im Außenumfang des Stoffhalters
32 senkrecht ausgebildet ist. Auf diese Weise ist der Stoffhalter
32 zusammen mit der Drehbuchse 33 entlang der Achse der Nadelstange
26 senkrecht beweglich und um diese drehbar. Ein Verkettungselement
39 ist entlang des Außenumfangs der Drehbuchse 33 in einer
solchen Weise vorgesehen, dass es senkrecht entlang der Drehbuchse 33 beweglich
und zusammen mit dieser drehbar ist. Ein Ring 44, der über eine nicht
gezeigte Antriebsquelle senkrecht beweglich ist, ist in einer Nut vorgesehen, die
im Außenumfang des Verkettungselements 39 vorgesehen ist. Ferner ist
ein Führungshebel (z.B. ein Zickzack-Schwinghebel) 41 drehbar auf
dem Außenumfang der Drehbuchse 33 vorgesehen. Der Führungshebel
41 ist mit dem Verkettungselement 39 verbunden, um so in Reaktion
auf (d.h. in einem verketteten Verhältnis) zur senkrechten Bewegung des Verkettungselements
39 geschwenkt zu werden, und die rohrförmige Führung
42 zum Führen des strangförmigen Materials A zur Nähposition
der Nähnadel 25 ist am unteren Ende des Führungshebels
41 befestigt.
Es folgt eine Beschreibung eines von der in der oben beschriebenen
Weise aufgebauten Stickmaschine durchgeführten Nähvorgangs anhand eines
Steuerungssystem-Blockdiagramms von 5. Das hier verwendete
Steuerungssystem wird durch die Funktionen eines Computers implementiert, der in
der Stickmaschine vorgesehen ist. Unter der Verwendung einer Einstelleinrichtung,
wie zum Beispiel einer Bedienkonsole 50 herkömmlicher Konstruktion,
die in der Stickmaschine vorgesehen ist, stellt die menschliche Bedienperson einen
Wert zum Einstellen einer vorbestimmten Verbrauchsmenge eines strangförmigen
Materials A ein, so dass die Spule 3 gedreht werden kann, um jedes Mal
dann, wenn beim Fortschreiten des Nähvorgangs die vorbestimmte Verbrauchsmenge
des strangförmigen Materials A verbraucht wurde, mit dem Abspulen des strangförmigen
Materials A zu beginnen. Der auf diese Weise eingestellte Wert (d.h. die "Materialverbrauchsmengeneinstellung")
wird in einem Register 51 in dem Computer gespeichert, der in der Stickmaschine
vorgesehen ist. Eine derartige "Materialverbrauchsmengeneinstellung" kann ein vorbestimmter
Standardwert und nicht ein von der menschlichen Bedienperson eingestellter gewünschter
Wert sein, wobei in diesem Fall ein Gewünschter aus einer Vielzahl unterschiedlicher
Standardwerte gemäß Charakteristiken wie zum Beispiel der Dicke des strangförmigen
Materials A automatisch oder manuell eingestellt werden kann. Dann veranlasst die
menschliche Bedienperson, dass das strangförmige Material A von der Spule
3 abgespult und zwischen die erste und die zweite Walze 14 bzw.
15 geführt wird, wobei ein ausreichender schlaffer Teil zwischen der
Spule 3 und den Walzen gebildet wird, so dass der schlaffe Teil im strangförmigen
Material A verbleibt, selbst wenn das Material A um die Menge verbraucht wurde,
die der oben erwähnten Materialverbrauchsmengeneinstellung entspricht, d.h.
in einer solchen Weise, dass das strangförmige Material A um die erste Walze
14 geschlungen gehalten wird, ohne dass es zwischen der Spule
3 und den Walzen 14, 15 gespannt wird. Hiernach veranlasst
die menschliche Bedienperson, dass das strangförmige Material A über den
ersten Schlauch 22, den zweiten Schlauch 23 und die Führung
42 zur Nähposition der Nähnadel 25 geführt wird.
Nachdem das strangförmige Material A in der oben erwähnten Art und Weise
eingefädelt wurde, wird ein Stickrahmen, auf dem ein Stoff (ein Nähwerkstück)
gespannt ist, in einer gesteuerten Weise auf der Grundlage gewünschter Stickdaten
in der X- und Y-Richtung bewegt und wird die Nadelstange 26
senkrecht angetrieben, um in der herkömmlich bekannten Weise
durch die Funktionen der Nähnadel 25 und des (nicht gezeigten) Drehhakens
einen Steppstich durchzuführen. Zu dieser Zeit wird der Stoffhalter
32 durch den Motor 30 mit einer vorbestimmten Zeitabstimmung relativ
zur senkrechten Bewegung der Nadelstange 26 senkrecht angetrieben, wie
auf diesem Gebiet bekannt ist. Der Ring 40 wird mit einer vorbestimmten
Zeitabstimmung relativ zur senkrechten Bewegung der Nadelstange 26 angetrieben,
so dass der Führungshebel 41 veranlasst wird, durch die senkrechte
Bewegung des Verkettungselements 39geschwenkt zu werden. Auf diese Weise
wird das strangförmige Material A, das über die am unteren Ende des Führungshebels
41 befestigte Führung 42 zur Nähposition der Nähnadel
26 geführt wurde, veranlasst, durch eine hin- und hergehende senkrechte
Bewegung der Nadelstange 26 (d.h. pro Stich) nach links und nach rechts
von der Nähposition zu schwingen. Auf diese Weise wird das strangförmige
Material A verbraucht, indem es nacheinander über den sogenannten Zick-Zack-Stich
auf den Stoff genäht wird.
Die Drehbuchse 33 wird vom Motor 35 über das
Antriebsriemenrad 36, den Zahnriemen 37 und das Zahnriemenrad
34 drehend angetrieben, wobei in Reaktion hierauf die Führung
42 so gesteuert wird, dass sie in einer relativen Bewegungsrichtung des
Nähkopfs H vorne positioniert wird. Weil der Stickrahmen, auf dem der Stoff
(das Nähwerkstück) gespannt ist, gemäß Stickdaten (Nähmusterdaten)
in der X- und Y-Richtung bewegt wird, wird eine Richtung, in der ein resultierender
Vektor von Bewegungsstrecken in den X- und Y-Koordinaten des Stickrahmens ausgerichtet
ist, nämlich zur Nähfortschrittsrichtung, und wird der Motor
35 gemäß den Stickdaten durch einen entsprechenden Winkel in
der Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung gedreht, so dass das strangförmige
Material A in der Nähfortschrittsrichtung ausgerichtet ist. Auf diese Weise
kann das strangförmige Material A in entsprechender Weise zur Nähposition
der Nähnadel 25 geführt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass,
wenn die Drehbuchse 33 um 360° oder darüber hinaus gedreht wird,
eine Möglichkeit besteht, dass sich der zweite Schlauch 23 um den
Nähkopf H schlingt; daher ist es nötig, die Stickdaten in einer solchen
Weise zu erstellen, dass verhindert wird, dass die Drehbuchse 33 um 360°
oder darüber hinaus gedreht wird.
Beim Aufnähen des strangförmigen Materials A auf den Stoff
in der oben genannten Art und Weise wird der schlaffe Teil des Materials A, der
zwischen der Spule 3 und der ersten Walze 14 in einer U-Form herabhängt,
allmählich kleiner (d.h. die nach unten hängende Menge des Materials A
wird allmählich weniger). In dem in 5 gezeigten
Steuerungssystem berechnet oder erfasst ein Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt
52 eine verbrauchte Menge des Materials A (die einer Menge des Materials
A entspricht, die auf den Stoff aufgenäht wurde) auf der Grundlage eines Detektionsausgangssignals
des zweiten Detektors 18. Ein Vergleichsabschnitt 53 vergleicht
die detektierte verbrauchte Menge des strangförmigen Materials A und die oben
erwähnte Materialverbrauchsmengeneinstellung. Nachdem die detektierte verbrauchte
Menge die Materialverbrauchsmengeneinstellung erreicht hat, wird die Spule
3 dadurch gedreht, dass der Motor 5 von einem Motorsteuerungsabschnitt
54 aktiviert wird, so dass das strangförmige Material A um eine vorbestimmte
Menge von der Spule 3 abgespult wird; auf diese Weise wird der schlaffe
Teil (d.h. die herunterhängende Menge) des strangförmigen Materials A
zwischen der Spule 3 und der ersten Walze 14 im Vergleich zum
Zeitpunkt vor dem Abspulen des Materials A vergrößert. Auf diese Weise
kann sich das strangförmige Material A immer mit einem vorgegebenen schlaffen
Teil zwischen der Spule 3 und der ersten Walze 14 erstrecken,
ohne dass selbst während des Nähvorgangs der schlaffe Teil vollständig
aufgebraucht wird, (siehe 1). Es versteht sich von
selbst, dass bei der vorliegenden Ausführungsform das strangförmige Material
A während des Aufnähens des Materials A nacheinander verbraucht wird und
daher jedes Mal, wenn die verbrauchte Menge des strangförmigen Materials A,
die durch Erfassen einer Menge des Materials A, die von der ersten Walze
14 transportiert wird, die Materialverbrauchsmengeneinstellung erreicht
hat, der Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt 52 das vorhergehende Erfassungsergebnis
löscht und erneut mit der Verbrauchsmengenerfassungsberechnung beginnt.
Gemäß der oben beschriebenen Stickmaschine wird das strangförmige
Material A in einem schlaffen Zustand zwischen die beiden Walzen 14 und
15 geführt und erfasst der zweite Detektor 18 die Wälzbewegung
der ersten Walze 14, die durch das Hindurchgelangen des strangförmigen
Materials A verursacht wird, um die verbrauchte Menge des Materials A zu erfassen.
Damit die erste Walze 14 zuverlässig abrollen kann, ist es notwendig,
dass die zweite Walze 15 etwas gegen die erste Walze 14 gedrückt
wird, wobei in diesem Fall eine Zugkraft auf einen Teil des strangförmigen
Materials A wirken würde, der nach der ersten Walze 14 folgt (d.h.
einen Teil, der zwischen der ersten Walze 14 und der Führung
42 liegt). Da das strangförmige Material A jedoch in seiner Position
vor der ersten Walze 14 (d.h. in dem Teil, der zwischen der Spule
3 und der ersten Walze 14 liegt) immer schlaft ist, liegt an dem
stromaufwärts liegenden Teil des strangförmigen Materials A selbst während
des Aufnähens des Materials A keine Zugkraft an, wodurch die auf den stromabwärts
liegenden Teil des Materials A anliegende Zugkraft verringert werden kann, während
das Material A verbraucht wird. Ferner kann die Zugkraft im Wesentlichen konstant,
wenn auch klein, gehalten werden, weil bei der vorliegenden Ausführungsform
eine Zugkraftsteuerung durchgeführt wird, um den von der Spule 3 abgespulten
Teil des strangförmigen Materials A ständig in einem schlaffen Zustand
zu halten.
Gemäß der vorliegenden Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird nämlich das strangförmige Material A von der Spule
3 abgespult, während es so eingestellt wird, dass es immer einen schlaffen
Teil gemäß der verbrauchten Menge des strangförmigen Materials A
hat. Auf diese Weise kann immer eine im Wesentlichen konstante Zugkraft an das strangförmige
Material A angelegt werden, ohne dass an das Material A eine übergroße
Last angelegt wird. Hieraus ergibt sich, dass die vorliegende Ausführungsform
qualitativ hochwertige Produkte herstellen kann, bei denen das strangförmige
Material A präzise und formschön oder in einer ästhetisch ansprechenden
Weise aufgenäht wurde, und diese Produkte können eine gleichmäßig
hohe Qualität aufweisen.
Der Antrieb durch den Antriebsmotor 5 kann in einer solchen
Weise gesteuert werden, dass eine Differenz zwischen den erfassten Werten des ersten
und des zweiten Detektors 11 bzw. 18 in einen vorbestimmten Bereich
fällt, d.h. dass der schlaffe Teil des strangförmigen Materials A zwischen
der Spule 3 und der ersten Walze 14 in einen vorbestimmten Bereich
fällt.
Auch wenn die oben beschriebene Ausführungsform so angeordnet
ist, dass die Spule 3 durch das Transportrad 12, das das auf die
Spule 3 gewickelte strangförmige Material A kontaktiert, angetrieben
wird, ist die vorliegende Erfindung hierauf nicht eingeschränkt. Die Spule
3 kann zum Beispiel auch dadurch drehend angetrieben werden, dass eine
Walze auf dem Außenumfang eines der Flansche der Spule 3 abrollt,
wobei in diesem Fall keine Notwendigkeit besteht, dass die Stützplatte
4 drehbar gelagert ist. In diesem Fall muss jedoch der erste Detektor
11 so angeordnet sein, dass er die von der Spule 3 abgespulte
Menge des strangförmigen Materials A erfasst.
Der Antriebsmotor 5 kann ein Impulsmotor sein, der gemäß
der verbrauchten Menge des strangförmigen Materials A angetrieben wird, wobei
in diesem Fall der erste Detektor 11 weggelassen werden kann. Ferner kann
in diesem Fall der Impulsmotor auf der Grundlage des Detektionsergebnisses des zweiten
Detektors 18 in Echtzeit angetrieben werden. Auf diese Weise kann der schlaffe
Teil des strangförmigen Materials A immer konstant gehalten werden. Ferner
kann der Impulsmotor an dem oberen Ende der Stützplatte 4 angebracht
sein, um das Transportrad 12 direkt anzutreiben.
Während die bevorzugte Ausführungsform oben in Bezug auf
den Fall beschrieben wurde, bei dem das strangförmige Material A mit dem sogenannten
Kettenstich auf den Stoff oder das Nähwerkstück aufgenäht wird, ist
die vorliegende Erfindung natürlich hierauf nicht eingeschränkt.
Ferner wurde die bevorzugte Ausführungsform so beschrieben, dass
als der Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt 52 der zweite Detektor
18 zum Erfassen der Drehung der ersten Walze 14, die gemäß
der verbrauchten Menge des strangförmigen Materials A gedreht wird, verwendet
wird. Alternativ dazu kann der Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt 52 auch
ein Berechnungsmittel zum indirekten Erfassen (Schätzen) einer verbrauchten
Menge des strangförmigen Materials A auf der Grundlage der Stickdaten umfassen.
Zum Beispiel kann ein resultierender Vektor in einem Stich des strangförmigen
Materials A zum Erfassen (Schätzen) einer Größe des Vektors als eine
verbrauchte Menge des strangförmigen Materials A bestimmt werden. Durch Aufaddieren
der verbrauchten Mengen des strangförmigen Materials A, die für einzelne
Stiche erfasst (geschätzt) wurden, kann eine kumulativ verbrauchte Menge des
Materials A erfasst (geschätzt) werden. Ferner kann der Stützabschnitt
zum beweglichen Abstützen des strangförmigen Materials A zwischen der
Spule 3, die über dem Nähkopf H angeordnet ist und der Führung
42, die unter dem Nähkopf H angeordnet ist, eine beliebige Konstruktion
haben, ohne dass sie dabei auf die oben beschriebene Konstruktion eingeschränkt
ist, welche die erste und die zweite Walze 14 und 15 aufweist,
solange sie die auf das strangförmige Material A, das zur unteren Führung
42 zu führen ist, wirkende Zugkraft allgemein konstant halten kann.
Zum Beispiel kann der Stützabschnitt lediglich die erste Walze 14
und eine Abdeckung oder ein Führungsstück aufweisen, das in einer beliebigen
geeigneten Position vorgesehen werden kann, um das Material A daran zu hindern,
vom Stützabschnitt herunterzulaufen, wobei in diesem Fall die zweite Walze
15 weggelassen wird.
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| Anspruch[de] |
Nähmaschine, umfassend:
– eine Nadelstange (26), die zum Durchführen eines Nähvorgangs
senkrecht angetrieben wird;
– eine Nähnadel (25), die am unteren Ende der Nadelstange befestigt
ist;
– einen Materialhalter (3), der ein strangförmiges Material
hält;
– einen Antriebsabschnitt (5, 7, 8,
12) zum Abspulen des strangförmigen Materials vom Materialhalter;
– ein Führungselement (33 – 37, 42)
zum Führen des vom Materialhalter abgespulten strangförmigen Materials
an eine Nähposition der Nähnadel gemäß einer Nähfortschrittsrichtung,
wobei das strangförmige Material mit einem Steppstich in der Nähposition
auf ein Nähwerkstück aufgenäht wird;
– einen Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt (18,
52) zum Erfassen einer verbrauchten Menge des strangförmigen Materials,
die bei einem Fortschreiten des Aufnähens des strangförmigen Materials
verbraucht wird;
– einen Stützabschnitt (14, 15), der zwischen dem
Materialhalter (3) und dem Führungselement vorgesehen ist, um das
vom Materialhalter abgespulte strangförmige Material beweglich abzustützen,
während das Material kontaktiert wird und das Material in einem schlaffen Zustand
gehalten wird, wobei der Stützabschnitt eine Zugkraft, die einem Kontaktierungszustand
zwischen ihm und dem strangförmigen Material entspricht, an einen Teil des
strangförmigen Materials anlegt, das zum Führungselement geführt
wird; und
– einen Steuerungsabschnitt (51, 53, 54) der gemäß
der vom Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt (18, 52) erfassten
verbrauchten Menge des strangförmigen Materials eine vom Antriebsabschnitt
(51, 53, 54) zu bewirkenden Menge des vom Materialhalter
abzuspulenden strangförmigen Materials steuert.
Nähmaschine nach Anspruch 1, wobei der Stützabschnitt (14,
15) ein paar Walzen (14, 15) umfasst, die zwischen sich
das strangförmige Material, das vom Materialhalter 3 abgespult wird,
in einem schlaffen Zustand halten, wobei ein Teil des strangförmigen Materials,
das zwischen die Walzen und von dem Ort zwischen den Walzen nach unten geführt
wird, zum Führungselement hin geführt wird.
Nähmaschine nach Anspruch 2, wobei ein Abstand zwischen dem Paar
Walzen (14, 15) gemäß einer Dicke des strangförmigen
Materials einstellbar ist.
Nähmaschine nach Anspruch 2 oder 3, wobei mindestens eine des Paars
Walzen (14, 15) Flansche aufweist, die auf ihr ausgebildet sind,
um das strangförmige Element daran zu hindern, aus dem Spalt zwischen den Walzen
herauszulaufen.
Nähmaschine nach Anspruch 1, wobei der Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt
(18, 52) einen Sensor (18) zum Erfassen einer tatsächlich
vom Materialhalter abgewickelten Menge des strangförmigen Materials aufweist.
Nähmaschine nach Anspruch 1, wobei der Verbrauchsmengenerfassungsabschnitt
52 eine arithmetische Operation zum Schätzen der verbrauchten Menge
des strangförmigen Materials auf der Grundlage von Stickdaten durchführt.
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