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Dokumentenidentifikation DE102006000982A1 12.07.2007
Titel Vorrichtung für den Abbau von Schadstoffen in Wasser
Anmelder Krug, Walter, 27578 Bremerhaven, DE
Erfinder Krug, Walter, 27578 Bremerhaven, DE
Vertreter von Ahsen, Nachtwey & Kollegen Anwaltskanzlei, 28359 Bremen
DE-Anmeldedatum 05.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006000982
Offenlegungstag 12.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse C02F 3/10(2006.01)A, F, I, 20060105, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01K 63/04(2006.01)A, L, I, 20060105, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung für den Abbau von Schadstoffen in Wasser, insbesondere Aquarienwasser, mit einem Gehäuse (11), in dem ein Trägermaterial (32) für Mikroorganismen angeordnet ist, läßt sich mit geringem Wartungsaufwand langfristig ein guter biologischer Abbau von Schadstoffen erzielen, wenn als Trägermaterial eine Wabenfilterkeramik verwendet wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für den Abbau von Schadstoffen in Wasser, insbesondere Aquarienwasser, mit einem Gehäuse, in dem ein Trägermaterial für Mikroorganismen angeordnet ist.

Insbesondere in Aquarien, aber auch in Gartenteichen oder anderen Wasserreservoiren, in denen biologische Schadstoffe durch Tierhaltung anfallen, ergibt sich das Problem, daß diese biologischen Verunreinigungen aus dem Wasser wieder entfernt werden müssen. Gerne wird zu diesem Zweck auch auf in der Natur wirkende Bakterienkulturen und Mikroorganismen zurückgegriffen, die in der Natur für das erforderliche Gleichgewicht sorgen. Unglücklicherweise ist der verfügbare Raum im Aquarium oder einem Gartenteich jedoch viel zu klein, um hierbei ein Gleichgewicht zwischen den schadstoffabbauenden Mikroorganismen und dem Tierbesatz zu erzielen. Große Bedeutung haben deshalb Aquarienfilter erlangt, die ein Trägermaterial für Mikroorganismen aufweisen. Auf diesem Trägermaterial siedeln sich diese Mikroorganismen dann an und werden von dem mit Schadstoffen belasteten Wasser durchströmt. Auf diese Weise wird ständig ein großes Angebot an Nahrung an den Mikroorganismen vorbeigeführt, die so unter möglichst idealen Bedingungen auf kleinem Raum eine hohe Abbauleistung an Schadstoffen vollbringen. Damit hier eine große Oberfläche zur Besiedelung bereit gestellt wird, werden Tonröhrchen oder Keramikröhrchen verwendet. Es sind auch Kunststoffbesiedelungskörper und andere poröse Materialien in Gebrauch. Gemeinsam ist all diesen Körpern, daß eine möglichst große besiedelungsfähige Fläche für die Mikroorganismen dadurch bereit gestellt werden soll, daß eine schwammähnliche Mikrostruktur mit großer Oberfläche bereit gestellt wird. Nachteilig bei diesen porösen Trägermaterialien ist, daß es eine Vielzahl von nicht oder nur unzureichend durchströmten Kavitäten gibt, so daß nach längerem Gebrauch des Trägermaterials die Mikroorganismen im Bereich dieser nicht oder nur unzureichend durchströmten Kavitäten beginnen, abzusterben und so das ohnehin schon belastete Wasser noch stärker belasten. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die Trägermaterialien in regelmäßigen Abständen zu reinigen, um so abgestorbene oder unverhältnismäßig stark angewachsene Kulturen zu entfernen. Dies ist arbeitsaufwendig und schwächt zunächst auch die Leistungsfähigkeit des Filters, bis die Bakterienkultur sich von der Reinigung wieder erholt hat.

Das der Erfindung zugrunde liegende Problem ist es, eine Vorrichtung für den Abbau von Schadstoffen in Wasser anzugeben, mit der sich mit möglichst geringen Wartungsarbeiten langfristig ein guter biologischer Abbau von Schadstoffen erzielen läßt.

Das Problem wird dadurch gelöst, daß bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art das Trägermaterial eine Wabenfilterkeramik ist.

Derartige Wabenfilterkeramiken werden beispielsweise im Katalysatorbau für Kraftfahrzeuge als Trägermaterialien verwendet. Sie zeichnen sich dadurch aus, daß auf kleinem Raum eine große Oberfläche bereit gestellt wird, die nahezu vollständig durchströmbar ist. Insbesondere treten nur in geringem Umfang Kavitäten auf, die nicht von der Strömung durchströmt werden können. Es hat sich gezeigt, daß bei der Verwendung derartiger Wabenfilterkeramik als Trägermaterial für Mikroorganismen zum Schadstoffabbau in Wasser ein hocheffizienter Schadstoffabbau erfolgt, wobei gleichzeitig eine Reinigung des Trägermaterials, also der Wabenfilterkeramik, praktisch überflüssig wird. Es läßt sich so mit kleinem Filtervolumen ein großes Reservoir an Wasser biologisch reinigen, wobei Wartungsarbeiten praktisch nicht anfallen.

Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Wabenfilterkeramik in Strömungsrichtung durchgehende Kanäle hat. Wegen dieser durchgehenden Kanäle wird quasi die gesamte besiedelte Fläche der Wabenfilterkeramik permanent mit den erforderlichen Nährstoffen aus dem vorbei strömenden Wasser versorgt. Die Kanäle können einen Durchmesser von 0,3 bis 2 Millimeter, vorzugsweise 1 Millimeter haben. Auf diese Weise ergibt sich einerseits eine große Oberfläche der Wabenfilterkeramik bei andererseits hinreichend großer Strömungsdurchflußmenge durch die einzelnen Kanäle, so daß das Risiko einer Verstopfung hier gering ist.

Eine andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß das Gehäuse geschlossen ist und einen Wassereinlaß und einen Wasserauslaß aufweist. Da insbesondere Aquarien im heimischen Bereich üblicherweise beheizt werden, hat ein geschlossenes Filtergehäuse den Vorteil, daß die Luftfeuchtigkeit im Bereich des Filters nicht unnötig erhöht wird. Insbesondere bei der Verwendung von sogenannten Rieselfiltern treten sonst unerwünschte Korrosionserscheinungen im Bereich des Filters auf.

Es ist außerdem von Vorteil, wenn die Vorrichtung mit den Erfindungsmerkmalen einen Lufteinlaß und einen Luftauslaß hat. Auf diese Weise kann das zu reinigende Wasser im Filter zusätzlich mit Luftsauerstoff angereichert werden, was die Effizienz der Mikroorganismen auf dem Trägermaterial deutlich erhöht. Es ist außerdem von Vorteil, wenn dem Lufteinlaß ein Luftverteiler zugeordnet ist. Da die Reinigung des Wassers auf kleinem Raum erfolgen soll, ist es zweckmäßig, die dem Wasser zugegebene Luft fein zu verteilen, so daß sie sich möglichst schnell und auf kurzer Strecke weitgehend in dem Wasser löst. Es ist außerdem von Vorteil, wenn dem Luftauslaß ein Schwimmerschalter zugeordnet ist. Gerade bei der Verwendung eines geschlossenen Gehäuses sollte die Luft aus dem Gehäuse wieder abtransportiert werden, damit der Filter gleichmäßig und kontinuierlich arbeiten kann. Mittels eines derartigen Schwimmerschalters kann ein konstanter Pegel in dem geschlossenen Gehäuse eingestellt werden, so daß dieser Schwimmerschalter als eine kontinuierliche Regelung wirkt.

Vorzugsweise ist der Luftverteiler in dem Luftanreicherungsabschnitt angeordnet. Als Luftverteiler kann hier beispielsweise ein Keramikausströmer verwendet werden. Es ist außerdem von Vorteil, wenn der Luftanreicherungsabschnitt ein Mischelement aufweist, das von einem Luft-Wasser-Gemisch durchströmt wird. Mittels dieses Mischelementes kann so eine gute Durchmischung des Wassers mit den von dem Luftverteiler erzeugten feinen Gasbläschen bewirkt werden. Vorzugsweise weist das Mischelement mehrere Mischkanäle auf. Auf diese Weise kann das Bilden von größeren Gasbläschen unterbunden werden. Insbesondere kann das Mischelement aus Wabenfilterkeramik ausgebildet sein.

Wenn das Mischelement vertikal aufwärts gerichtet von dem Luft-Wasser-Gemisch durchströmt wird, läßt sich so durch die gleiche Strömungsrichtung für die aufsteigenden Luftbläschen und das hindurchströmende Wasser eine verhältnismäßig lange Kontaktdauer der Luftbläschen mit dem Wasser erzielen, so daß die Luftbläschen gut in dem Wasser gelöst werden können.

Eine andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch einen Rieselabschnitt aus, in dem das Wasser an der Wabenfilterkeramik herabrieselt. In einem solchen Rieselabschnitt werden die Bakterien und Mikroorganismen an der Wabenfilterkeramik einerseits gut mit den Nährstoffen aus dem Wasser versorgt. Andererseits ist immer eine ausreichende Belüftung der Mikroorganismen gegeben, so daß hier auch die Sauerstoffversorgung gewährleistet ist. Mit einem solchen Rieselabschnitt läßt sich eine gute Abbauleistung erzielen. Insbesondere bei der Verwendung des geschlossenen Gehäuses läßt sich so gleichzeitig aber eine unnötige Belastung der Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit verhindern. Vorzugsweise wird das Wasser dem Rieselabschnitt mittels eines Überlaufs zugeführt. So kann an der Oberseite des Mischelementes das mit Sauerstoff gesättigte Wasser dem Rieselabschnitt über den Überlauf zugeführt werden. Eine Weiterbildung zeichnet sich durch eine Tropfenplatte zum Verteilen des Wassers auf der Wabenfilterkeramik aus. Mittels einer derartigen Tropfenplatte kann eine gleichmäßige Verteilung der Wasserzufuhr über den gesamten Querschnitt der Wabenfilterkeramik erzielt werden.

Eine andere Weiterbildung ist gekennzeichnet durch einen Luftabscheider am Ende des Rieselabschnitts. Gerade bei der Verwendung eines geschlossenen Gehäuses muß die Luft aus diesem Gehäuse wieder entfernt werden. Zu diesem Zweck bietet sich ein Luftabscheider am Ende des Rieselabschnitts an. Als Luftabscheider kann beispielsweise ein Keramikschwamm verwendet werden. Durch dessen poröse Eigenschaft kann beim hindurch Treten des mit Luft gesättigten Wassers eine Trennung von Wasser und Luft erfolgen. Wenn der Rieselabschnitt mit dem Wasserauslaß in einem unteren Bereich in Fluidverbindung steht, kann das Wasser durch den unteren Bereich dem Wasserauslaß zugeführt werden, während die Luft darüber verweilt. Dem Wasserauslaß kann vorteilhafter Weise eine Wasserpumpe zugeordnet sein, mittels derer das Wasser zurück, beispielsweise ins Aquarium befördert wird. Wenn eine Luftpumpe dem Lufteinlaß zugeordnet ist, läßt sich mittels dieser Luftpumpe die erforderliche bzw. gewünschte Menge Luft in den Luftanreicherungsabschnitt einbringen. Wenn außerdem ein Luftfilter der Luftpumpe vorgeschaltet wird, läßt sich so ein Verunreinigen des Rieselabschnitts durch die zugeführte Luft verhindern.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Schnittdarstellung eines Rieselfilters als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,

2 eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Wabenfilterkeramik des Rieselabschnitts,

3 einen Luftanreicherungsabschnitt des Rieselfilters in schematischer Darstellung,

4 eine Tropfenplatte in Draufsicht, und

5 einen Schwimmerschalter für einen Luftauslaß des Rieselfilters von 1.

1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Aquarienfilters 10 mit den Erfindungsmerkmalen. Der Aquarienfilter 10 hat ein Gehäuse 11, das mit einem Wassereinlaß 12 und einem Wasserauslaß 13 versehen ist. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse 11 geschlossen ausgeführt.

Der Innenraum des Gehäuses 11 ist unterteilt in einen Einlaßabschnitt 14, einen Luftanreicherungsabschnitt 15, einen Rieselabschnitt 16, einen Luftabführungsabschnitt 17 und einen Auslaßabschnitt 18. Der Wassereinlaß 12 ist mit einem Schlauch 19 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit einem Ansaugkorb eines Aquariums verbunden, wobei das Aquarium und der Ansaugkorb nicht in der Figur wiedergegeben sind. In dem Einlaßabschnitt 14 dem Wassereinlaß 12 zugewandt ist eine Prallplatte 20 angeordnet, die der gleichmäßigen Verteilung des einströmenden Wassers aus dem Wassereinlaß in den Einlaßabschnitt 14 dient. In dem Einlaßabschnitt 14 ist außerdem ein Grobfilter 21 angeordnet, durch den das einströmende Wasser zunächst hindurchtreten muß. Als Grobfilter 21 eignet sich beispielsweise ein Sieb oder Rost, beziehungsweise Filterwatte oder ein Filterschwamm.

Der Einlaßabschnitt 14 ist mittels eines Steges 22 von dem Luftanreicherungsabschnitt 15 getrennt, wobei im unteren Bereich eine Fluidverbindung zwischen dem Einlaßabschnitt 14 und dem Luftanreicherungsabschnitt 15 besteht. Im unteren Bereich des Luftanreicherungsabschnittes 15 ist ein Ausströmer 23 angeordnet, der mittels eines Schlauches 24 mit einer Luftpumpe 25 in Verbindung steht. Der Luftpumpe 25 ist außerdem ein Luftfilter 26 vorgeschaltet, der mittels einer Halterung 27 an dem Gehäuse 11 oberseitig befestigt ist. Der Ausströmer 23 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein langgestreckter Keramikausströmer, dessen Längserstreckungsrichtung rechtwinklig zu der Zeichenebene angeordnet ist. Die Luftpumpe 25 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Membranpumpe 25, die mittels des Luftfilters 26 gefilterte Luft zu dem Ausströmer 23 pumpt.

Über dem Ausströmer 23 ist in dem Luftanreicherungsabschnitt 15 ein Mischelement 28 angeordnet. Das Mischelement 28 besteht bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Wabenfilterkeramik, die schmale, etwa 1 Millimeter breite, vertikal aufwärts verlaufende Kanäle aufweist.

Der Luftanreicherungsabschnitt 25 ist mittels eines Steges 29 von dem Rieselabschnitt 16 getrennt. Im oberen Bereich ist ein Überlauf 30 zwischen dem Luftanreicherungsabschnitt 15 und dem Rieselabschnitt 16 vorgesehen. In dem oberen Bereich des Rieselabschnitts 16 und dem Überlauf 30 benachbart ist eine Tropfenplatte 31 vorgesehen, unter der ein Trägermaterial 32 für Mikroorganismen als Rieselkörper vorgesehen ist. Das Trägermaterial 32 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Wabenfilterkeramik mit in der Figur von oben nach unten verlaufenden wabenartigen Kanälen. Die Wabenfilterkeramik 32 entspricht vom Aufbau dem Trägermaterial für einen Abgaskatalysator im Kraftfahrzeugbau. Unter der Wabenfilterkeramik 32 ist in der Figur ein Keramikschwamm 33 angeordnet.

Der Rieselabschnitt 16 ist mittels eines Steges 34 von dem Luftabführungsabschnitt 17 getrennt, wobei im unteren Bereich der Rieselabschnitt 16 mit dem Luftabführungsabschnitt 17 in Fluidverbindung steht. Der Luftabführungsabschnitt 17 weist einen Schwimmer 35 auf, der mit einem Luftauslaß 36 in Verbindung steht. Der Luftauslaß 36 ist mit einem Schlauch 37 verbunden, der wiederum zu einer geeigneten Stelle für das Austreten der Luft aus dem Aquarienfilter 10 führt.

Der Luftabführungsabschnitt 17 ist mittels eines Steges 38 von dem Auslaßabschnitt 18 getrennt, wobei wiederum im unteren Bereich eine Fluidverbindung zwischen dem Luftabführungsabschnitt 17 und dem Auslaßabschnitt 18 besteht. Der Auslaßabschnitt 18 ist mit dem Wasserauslaß 13 verbunden, welcher wiederum mittels eines Schlauches 39 mit einer Wasserpumpe 40 in Verbindung steht. Die Wasserpumpe 40 ist auslaßseitig mittels eines Schlauches 41 mit einem Auslaß in dem Aquarium zur Rückführung des Wassers verbunden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Wasserpumpe 40 extern auf der Oberseite des Gehäuses 11 angeordnet. Es ist genauso möglich, daß eine geeignete Einbaupumpe im Innern des Gehäuses 11 vorgesehen ist.

2 zeigt schematisch und nicht maßstabsgerecht einen Querschnitt des Trägermaterials 32. Wie sich der Figur entnehmen läßt, ist die Wabenfilterkeramik des Trägermaterials 32 aus einer Vielzahl Stegen 42 aufgebaut, zwischen denen jeweils durchgehende Kanäle 43 mit quadratischem Querschnitt angeordnet sind.

3 zeigt eine schematische Funktionsskizze des Luftanreicherungsabschnittes 15. Wie sich der Figur entnehmen läßt, ist der Ausströmer 23 mittels Halterungen 44 unter dem Mischelement 28 angeordnet. Der Ausströmer 23 hat eine langgestreckte Gestalt und besteht aus einem porösen Keramikmaterial zum Erzeugen einer Vielzahl Luftblasen 46. Der Schlauch 24 ist mittels Halterungen 45, von denen beispielhaft eine Halterung 45 in der Figur gezeigt ist, im Bereich des Luftanreicherungsabschnitts fixiert.

Wie sich der Figur weiterhin entnehmen läßt, ist eine Trägerplatte 47 für das Mischelement 28 vorgesehen. Die Trägerplatte 47 ist als Rost 47 ausgebildet, wie sich in der 3 rechts entnehmen läßt. Das Mischelement besteht ähnlich dem Trägermaterial 32 aus einer Wabenfilterkeramik mit einer Vielzahl durchgängigen Kanälen, wie sich in der Figur ebenfalls rechts in einer Querschnittdarstellung entnehmen läßt.

4 zeigt eine Draufsicht auf die Tropfenplatte 31. In einem mittleren Bereich der Tropfenplatte 31 ist eine Mulde 48 angeordnet, die eine Vielzahl Öffnungen 49 aufweist. Der besseren Übersicht halber ist nur eine Öffnung 49 mit einem Bezugszeichen versehen. Die Öffnungen 49 sind als Durchgangsbohrungen im Bereich der Mulde 48 angeordnet.

5 zeigt eine schematische Prinzipdarstellung des Luftauslasses 36. Der Luftauslaß 36 ist mittels einer Halterung 50 an dem Gehäuse 11 befestigt und in seinem oberen Bereich mit dem Schlauch 37 verbunden. Wie sich der Figur weiter entnehmen läßt, ist unter dem Luftauslaß 36 an einer Achse 51 schwenkbar ein Hebel 52 gelagert. Der Hebel 52 hat an seinem von der Achse 51 abgewandten Ende einen Schwimmkörper 53. Der unteren Öffnung des Luftauslasses 36 zugeordnet ist ein Dichtelement 54 an dem Hebel 52 befestigt.

In der 5 links oben ist außerdem eine Draufsicht auf den Schwimmer 35 dargestellt. Wie sich der Figur entnehmen läßt, ist der Hebel 52 mittels einer Schiebeführung 55 an dem Gehäuse 11 befestigt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schiebeführung 55 als Trapezschiebeführung 55 ausgebildet, mittels derer sich der Hebel 52 derart in der Höhe verstellen läßt, daß eine sichere Abdichtung des Luftauslasses 36 mit dem Dichtelement 54 erzielt und gleichzeitig der gewünschte Wasserstand in dem Luftabführungsabschnitt 17 eingestellt werden kann.

Nachfolgend wird die Funktionsweise des Aquarienfilters 10 anhand der Figuren erläutert. Mittels des Schlauches 19 gelangt mit biologischen Verunreinigungen belastetes Wasser beispielsweise aus einem Aquarium durch den Wassereinlaß 12 in den Einlaßabschnitt 14. Dabei strömt das einlaufende Wasser zunächst gegen die Prallplatte 20 und wird dadurch gleichmäßig in dem Einlaßabschnitt 14 verteilt, wie dies durch Pfeile in der Figur angedeutet ist. Das Wasser tritt sodann durch den Grobfilter 21 hindurch, wobei grobe Verunreinigungen zurückgehalten werden. Als nächstes strömt das grob vorgefilterte Wasser unter dem Steg 22 hindurch in den Luftanreicherungsabschnitt 15. In diesem werden Luftblasen 46 von dem Ausströmer 23 in feinverteilter Form erzeugt, wobei die Luftpumpe 25, bei der es sich um eine Membranluftpumpe 25 handelt, mittels des Luftfilters 26 gefilterte Luft zu dem Ausströmer 23 pumpt. Die Luftbläschen 46 steigen durch das Rost 47 in das Mischelement 28 auf. Dort gelangen sie in den einzelnen Kanälen aufwärts. Die Separation mittels des Rostes und der einzelnen Kanäle in dem Mischelement 28 verhindert die Bildung größerer Blasen beim Aufwärtsstreben der Luftbläschen. Da die Aufwärtsbewegung der Luftbläschen parallel zum Hindurchströmen des Wassers erfolgt, wird so effizient ein Lösen der Luftbläschen und damit des darin befindlichen Luftsauerstoffes in dem Wasser hervorgerufen. Am oberen Ende des Mischelementes 28 gelangt das so mit Luftsauerstoff angereicherte Wasser über den Überlauf 30 auf die Tropfenplatte 31 und wird hier flächig gleichmäßig verteilt auf das Trägermaterial 32 herabgerieselt. Das Wasser läuft sodann durch die einzelnen Kanäle 43 der Wabenfilterkeramik 32 abwärts. Einerseits ist das Wasser hierbei bereits mit Luftsauerstoff angereichert. Andererseits ist die Wabenfilterkeramik 32 im Wesentlichen von Luft umgeben, so daß hier die an den Stegen 42 angelagerten Mikroorganismen eine gute Nährstoffversorgung aus dem herunterrieselnden Wasser einerseits und eine gute Sauerstoffversorgung aus dem herunterrieselnden Wasser und aus der Umgebungsluft andererseits bekommen.

Am unteren Ende des Trägermateriales 32 gelangt das von den biologischen Verunreinigungen weitgehend befreite Wasser sodann auf den Keramikschwamm 33 und trennt sich beim Hindurchtreten von dem überschüssigen Teil der im Wasser gelösten Luft. Das aus dem Keramikschwamm 33 heraustretende Wasser gelangt unter dem Steg 34 und dem Steg 38 vorbei, in den Auslaßabschnitt 18, wie dies durch Pfeile angedeutet ist. In dem Auslaßabschnitt 18 strömt das Wasser aufwärts zu dem Wasserauslaß 13 und gelangt durch den Schlauch 39 in die Wasserpumpe 40. Von dort wird das Wasser mittels der Wasserpumpe 40 durch den Schlauch 41 zurück in das Aquarium gepumpt. Die mittels des Keramikschwamms 33 von dem Wasser getrennte Luft sammelt sich in dem Rieselabschnitt 16 und dem Luftabführungsabschnitt 17 an. Bei einer zu großen Luftansammlung in dem Luftabführungsabschnitt 17 sinkt der Wasserstand darin soweit ab, daß der Schwimmkörper 53, der auf dem Wasser aufschwimmt, ebenfalls absinkt. Dabei wird der Hebel 52 in der 5 gegen den Uhrzeigersinn um die Achse 51 geschwenkt, wobei das Dichtelement 54 die untere Öffnung des Luftauslasses 36 freigibt. Die überschüssige Luft kann somit durch den Luftauslaß 36 und den Schlauch 37 aus dem Luftabführungsabschnitt 17 entweichen und an geeigneter Stelle in das Aquarium oder eine andere Stelle abgeleitet werden. Mit Entweichen der Luft steigt der Wasserstand in dem Luftabführungsabschnitt wieder an, wobei der Schwimmer 53 mit dem Wasserstand ansteigt und dabei den Hebel 52 in der 5 um die Achse 51 im Uhrzeigersinn aufwärts schwenkt. Dabei verschließt das Dichtelement 54 die untere Öffnung des Luftauslasses 36, so daß hier mittels des Schwimmers 35 ein gleichmäßiger Wasserstand und ein kontinuierlicher Luftabtransport in der erforderlichen Menge aus dem Luftabführungsabschnitt 17 gewährleistet ist.

10
Aquarienfilter
11
Gehäuse
12
Wassereinlaß
13
Wasserauslaß
14
Einlaßabschnitt
15
Luftanreicherungsabschnitt
16
Rieselabschnitt
17
Luftabführungsabschnitt
18
Auslaßabschnitt
19
Schlauch
20
Prallplatte
21
Grobfilter
22
Steg
23
Ausströmer
24
Schlauch
25
Luftpumpe
26
Luftfilter
27
Halterung
28
Mischelement
29
Steg
30
Überlauf
31
Tropfenplatte
32
Trägermaterial
33
Keramikschwamm
34
Steg
35
Schwimmer
36
Luftauslaß
37
Schlauch
38
Steg
39
Schlauch
40
Wasserpumpe
41
Schlauch
42
Steg
43
Kanal
44
Halterung
45
Halterung
46
Luftblasen
47
Rost
48
Mulde
49
Öffnung
50
Halterung
51
Achse
52
Hebel
53
Schwimmkörper
54
Dichtelement
55
Schiebeführung


Anspruch[de]
Vorrichtung für den Abbau von Schadstoffen in Wasser, insbesondere Aquarienwasser mit einem Gehäuse (11), in dem ein Trägermaterial für Mikroorganismen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial eine Wabenfilterkeramik (32) ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wabenfilterkeramik (32) in Strömungsrichtung durchgehende Kanäle (43) hat. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kanäle (43) einen Durchmesser von 0,3 bis 2 Millimeter, vorzugsweise 1 Millimeter haben. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (11) geschlossen ist und einen Wassereinlaß (12) und einen Wasserauslaß (13) aufweist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Lufteinlaß und einen Luftauslaß (36). Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Lufteinlaß ein Luftverteiler (23) zugeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Luftauslaß (36) ein Schwimmerschalter (35) zugeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Luftanreicherungsabschnitt (15). Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftverteiler (23) in dem Luftanreicherungsabschnitt (15) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftanreicherungsabschnitt (15) ein Mischelement (28) aufweist, das von einem Luft-Wasser-Gemisch durchströmt wird. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischelement (28) mehrere Mischkanäle aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischelement (28) aus Wabenfilterkeramik ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischelement (28) vertikal aufwärts gerichtet von dem Luft-Wasser-Gemisch durchströmt wird. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Rieselabschnitt (16), in dem das Wasser an der Wabenfilterkeramik (32) herabrieselt. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser mittels eines Überlaufs (30) dem Rieselabschnitt (16) zugeführt wird. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, gekennzeichnet durch eine Tropfenplatte (31) zum Verteilen des Wassers auf der Wabenfilterkeramik (32). Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, gekennzeichnet durch einen Luftabscheider (33) am Ende des Rieselabschnitts (16). Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftabscheider ein Keramikschwamm (33) ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Rieselabschnitt (16) mit dem Wasserauslaß (13) in einem unteren Bereich in Fluidverbindung steht. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wasserpumpe (40) dem Wasserauslaß (13) zugeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Luftpumpe (25) dem Lufteinlaß zugeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftpumpe (25) ein Luftfilter (26) vorgeschaltet ist.






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