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Dokumentenidentifikation DE102006001031A1 12.07.2007
Titel Computergesteuerte Lüftung zur Regulierung der relativen Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen.
Anmelder Löffler, Tobias, 24107 Kiel, DE
Erfinder Löffler, Tobias, 24107 Kiel, DE
DE-Anmeldedatum 07.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006001031
Offenlegungstag 12.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse F24F 11/00(2006.01)A, F, I, 20060107, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 11/04(2006.01)A, L, I, 20060107, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Um die meist sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit in Kellern oder auch anderen Räumen zu senken, kann man z.B. Luftentfeuchter einsetzen. Auch ist es möglich, die Außenwände zu isolieren, damit sie nicht kalt sind und kein Wasser aus der Luft an ihnen kondensiert.

Bekannt ist auch die Möglichkeit zu dann zu lüften, wenn es draußen kälter ist als drinnen und die Temperaturdifferenz möglichst groß ist. Diese Möglichkeit beruht darauf, dass kalte Luft absolut gesehen sehr viel weniger Wasser aufnehmen kann als warme. Lüftet man jetzt, wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, so wird die Luft von draußen auf die Innentemperatur erwärmt, sie kann jetzt also absolut gesehen mehr Wasser aufnehmen, die relative Luftfeuchtigkeit im Keller sinkt. Ist es draußen wärmer als drinnen, und eventuell auch schon bei sehr geringen Temperaturdifferenzen zwischen drinnen und draußen, ist es genau umgekehrt: die relative Luftfeuchtigkeit im Keller steigt.

Will man die Luftfeuchtigkeit in Räumen erhöhen, so kann man dafür sogenannte Luftbefeuchter verwenden oder so lüften, dass dabei die Luftfeuchtigkeit steigt.

Auch gibt es Kombigeräte wie z.B. Klimaanlagen, die beides können, be- und entfeuchten.

All diese Möglichkeiten haben jedoch den Nachteil, dass sie entweder sehr teuer in der Anschaffung oder Unterhaltung sind oder, wie z.B. die Isolation der Außenwände, mit großem Aufwand verbunden sind. Die Senkung der relativen Luftfeuchtigkeit in Kellern durch geschicktes Lüften ist zwar möglich, weil man dabei aber natürlich auch noch die relative Luftfeuchtigkeit innen und außen berücksichtigen und diese mit der Temperaturdifferenz in Relation setzen müsste, ist das Abschätzen, wann es sinnvoll ist zu lüften und wann nicht weder einfach noch genau. Zudem sind die besten Voraussetzungen meist nachts oder in den frühen Morgenstunden gegeben.

Aufgabe der Erfindung ist es, mit Hilfe eines computergesteuerten Ventilators (z.B. in einer Fensterscheibe) immer dann zu lüften, wenn es die relative Luftfeuchtigkeit im Raum senken würde. Das Computerprogramm, das den Ventilator steuert, berechnet mit Hilfe von Daten, ob gelüftet werden soll oder nicht. Diese Daten werden über Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessfühler innen und außen bezogen.

Mit dieser Anlage wäre es natürlich auch möglich, die relative Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, oder auf einem Level zu halten.

Der größte Vorteil dieser Erfindung ist es, dass die relative Luftfeuchtigkeit im Keller (oder auch anderen Räumlichkeiten) mit Hilfe der Anlage leicht kontrolliert werden kann.

Ein weiterer auch nicht unerheblicher Vorteil in der alltäglichen Anwendung ist, dass man nicht mehr selbst lüften muss.

Ein Ausführungsbeispiel ist in einer Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

: Ein senkrechter Querschnitt durch die Wand, das Fenster und den Ventilator.

In einem Fenster (2), das sich in der Wand (1) befindet, ist in der Mitte der computergesteuerte Ventilator (3) eingebaut. Außen und innen befinden sich jeweils die 2 Messfühler (4) (je einmal Temperatur und Luftfeuchtigkeit), die die Daten für die Berechnung zur Steuerung des Ventilators (3) liefern.

In einer nicht dargestellten Ausführung ist der Ventilator (3) nicht in einem Fenster (2), sondern direkt in der Wand (1) oder einer Außentür eingebaut.

In einer ebenfalls nicht dargestellten Ausführung gibt es, um den Luftaustausch zu optimieren, einen 2. Ventilator, der möglichst weit von dem ersten entfernt ist und über dieselbe Steuerung läuft. Einer der beiden Ventilatoren saugt Luft aus dem Keller heraus, der andere bläst Luft von außen herein. Falls sich zwischen den beiden Ventilatoren Türen befinden, die zu Laufzeiten eventuell geschlossen sind, so empfiehlt es sich, Lüftungsschlitze in sie einzubauen um den Luftstrom zwischen den beiden Ventilatoren zu optimieren.

Auch ist es in einer weiteren nicht dargestellten Ausführung möglich, einen der beiden Ventilatoren aus der Ausführung mit 2 Ventilatoren durch einfache Lüftungsschlitze in einer Außenwand, -tür oder einem Fenster zu ersetzen.


Anspruch[de]
Lüftung mit Hilfe eines Ventilators, dadurch gekennzeichnet, dass er über ein Computerprogramm gesteuert wird, das berechnet, ob die relative Luftfeuchtigkeit im Zimmer durch Lüften im jeweiligen Augenblick steigen oder sinken würde. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator über einen Mikroprozessor gesteuert wird. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass statt eines Ventilators zwei Stück benutzt werden (einer bläst und einer saugt), um den Luftaustausch zu optimieren. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass einer der beiden Ventilatoren durch Lüftungsschlitze in einer Außenwand/-Tür oder einem Fenster ersetzt wird.






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