PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006014265U1 12.07.2007
Titel Medizinisches Brett
Anmelder Stojakovic, Mile, 14050 Berlin, DE
DE-Aktenzeichen 202006014265
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.07.2007
Registration date 06.06.2007
Application date from patent application 13.09.2006
IPC-Hauptklasse A61H 1/02(2006.01)A, F, I, 20060913, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61F 5/01(2006.01)A, L, I, 20060913, B, H, DE   A61F 5/042(2006.01)A, L, I, 20060913, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Das Milobrett versteht sich als Innovation der bereits in vielen orthopädischen Praxen vorhandenen Streckapparaturen, welche aber aufgrund ihrer Größe und Handhabung für den alltäglichen und privaten Gebrauch vollkommen ungeeignet sind.

Es ist so konzipiert, dass es in jeder Wohnung untergebracht und von jedem angewandt werden kann. Es ermöglicht ohne fremde Hilfe Eines Arztes oder einer anderen Person Linderung bei akuten Schmerzen im Rücken- und Wirbelsäulenbereich.

Anwendungsgebiete

Zum einen soll v.a. älteren Menschen mit Wirbelsäulenproblematiken durch tägliche Anwendung eine Linderung verschafft werden.

Die Dauer der Anwendung sollte jedoch eine halbe Stunde nicht überschreiten. Eine für Krankenkassen und Patienten teure wöchentliche Behandlung kann damit vermieden werden.

Des weiteren wird mit einer regelmäßigen Anwendung von Menschen ab 50 Jahren der im höheren Alter einsetzenden Schrumpfung entgegengearbeitet. Da durch eine Streckung der Blutfluss im Wirbelsäulenbereich angeregt und hierdurch eine Zellerneuerung begünstigt wird kann der Schrumpfungsgrad deutlich abgemildert werden. Ein dritter Anwendungsbereich ist die Streckung als Entspannung, richtet sich also in erster Linie an vorwiegend Gesunde. Gestresste Menschen oder solche, welche sehr viel laufen und tragen müssen haben häufig Rückenprobleme; auch in diesen Fällen kann das Milobrett Milderung verschaffen, und das ohne dass sie teure Eigenleistungen eines Orthopäden in Anspruch nehmen müssten.

Funktionsweise

Zunächst einmal sollte der Körper lang ausgestreckt auf dem Milobrett aufliegen, der Kopf muss dabei in der Kopfpfanne liegen.

Zuerst wird der Hüftgurt direkt über dem höchsten Punkt des Darmbeinkamms angelegt. Danach folgt der Schultergurt, der direkt unterhalb der Achseln angebracht und über der Brust verschlossen wird.

Die Gürtel sollten dabei sehr straff angezogen werden, um möglichst wenig Bewegung (außer der erzielten) zuzulassen.

Der Schultergurt kann durch einfaches Hochziehen des Hebels gelöst und der eigenen Körpergröße angepasst werden. Die Anpassung des Hüftgürtels geschieht durch Kurbeln, bis er auf der richtigen Hüfthöhe angekommen ist.

Da das Milobrett sehr schmal ist sogen die Gurte zusätzlich für die nötige Stabilität, ohne dass eine zusätzliche Körperspannung aufgebaut werden muss.

Mit Betätigen der Kurbel beginnt die Streckung, dabei wird der Unterkörper in Richtung Füße gezogen, während der Oberkörper fixiert ist. Die Streckung ist sehr sanft, da sich das über die Kurbel betätigte Zahnrad in sehr kleinen Schritten stufenlos fortbewegt.

Das Verletzungsrisiko ist hierbei sehr gering. Zum einen weiß jeder einzelne, wo seine Grenzen sind, zum anderen kann der Streckvorgang nicht nur anhand des eigenen Körpergefühls bestimmt werden, sondern die Bewegung wird mit der Hand an der Kurbel direkt nachvollzogen, da sich diese ja mit dem Hüftgurt zusammen bewegt.

Außerdem sorgen die – normalerweise in der Industrie eingesetzten – Vexier-Gelenke innerhalb der Gürtel dafür, dass einer Überstreckung vorgebeugt wird, indem die Gelenke die Bewegung mittels einer Gegenbewegung abfangen.

Ist eine bestimmte Dehnung erreicht, beginnt die Ruhephase, in der direkt auch ein Entspannungsprozess stattfindet. Diese Phase sollte jedoch keine halbe Stunde überschreiten.

Zum Ende wird das Hüftgelenk wieder in seine Ausgangslage zurückbewegt und die Gurte können wieder abgenommen werden.

  • (alle Maßkettenangaben in mm)
  • 1 das medizinische Brett in der Draufsicht (mit Positionsmarken versehen)
  • 2 Medizinisches Brett in der Ansicht
  • 3 Schnittdetail Position 2
  • 4 Schnittdetail Position A ohne Gürteldarstellung
  • 5 Schnittdetail Position B ohne Gürteldarstellung
  • 6 Gürteldetail Position A

1
Medizinisches Brett
2
Kopflagerung
3
Befestigungsgurte
4
Füße
5
Schienensystem
6a
Achse mit Mittelstück zur Arretierung
6b
Achse mit Mittelstück für stufenlose Gleitlagerung
7
Basen
7a
Laufräder
7b
Arretierschraube
8
Nahtstellen der Achsenteile in Kombination aus Steck- und Schraubsystem
9
Feststellhebel zur Arretierung
10
Aluprofil zur Arretierung der Schulterpartie
11
segmentförmiger Keil
12
Aluprofil als Gleitlagerung zur Streckung
13
Zahnrad
14
Kurbel
15
Vexier-Kugelgelenk nach DIN 808
16
Gürtelsystem


Anspruch[de]
Medizinisches Brett, das eine integrierte Mechanik mit Streckmechanismus und Befestigungssystem aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Medizinische Brett aus einem geeigneten leichten und tragfähigen Kunststoff besteht und Aussparungen für Kopflagerung (2) und Mechanik inklusive der Befestigungsgurte (3) aufweist. Medizinisches Brett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

dass das Brett (1) mind. 200mm, max. jedoch 220mm breit, mind. 1,9m und max. 2,1m lang und mind. 50mm dick ist, während die Füße (4), die mit dem Brett aus einem Körper sind und derer es 3 geben sollte, eine Höhe von 150–160mm haben, so dass eine Gesamthöhe von 210mm des Medizinischen Brettes nicht überschritten wird.

2.1. Medizinisches Brett nach Anspruch 2

dadurch gekennzeichnet,

dass die 3 Füße (4) sich derart verteilen, dass 2 mit den äußersten Rändern bündig stehen, während einer zentral angeordnet ist.
Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Brett (1) in einer durch die Anordnung der Füße (4) gekennzeichneten Hälfte folgende Aussparungen aufweist:

1. die an einem Ende des Brettes in mind. 50mm Abstand zur äußeren oberen Kante befindliche muldenartige, möglichst gepolsterte, Aussparung für die Kopflagerung (2).

2. zwei in Länge und Ausrichtung gleiche Aussparungen seitlich des Brettes, welche sich lagetechnisch tendenziell dem zentral liegenden Fuß nach in der genannten Hälfte anordnen und eine Länge von mind. 730mm haben.

3. zwei in ihrer Länge ungleiche Aussparungen, welche sich entlang der Mittelachse (Position 2) mit einer Breite von mind. 20mm und in einem Abstand von mind. 75mm ausrichten, und welche aber in ihrer Gesamtheit in Bezug auf die seitlichen Aussparungen zentral angeordnet sind.
Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Brett eine integrierte Mechanik hat, welche sich aus den folgenden Komponenten zusammensetzt:

1. dem peripher in den seitlichen Aussparungen liegenden Schienensystem (5), das der mechanischen Befestigung der Achsen (6a u. 6b), der Basen (7) und der Befestigungsgurte (3) dient und welches mittels mind. 2 vergedübelter Schrauben am Brett befestigt wird.

2. das in Position A liegende in Stufen geregelte Arretierungssystem (10/11), dessen Hebel (9) kraftschlüssig über eine axiale Durchdringung der Schultergurtbasen (7) und derer Laufräder (7a), in Position 2 mit einem segmentförmigen Keil (11) verbunden ist.

3. die in Position B liegende stufenlose Gleitlagerung (12/13), deren äußere Achsen in einer kraftschlüssigen Verbindung durch die Basen (7) der Hüftgurte (3) und den an ihnen befestigten Laufrädern (7a) geführt, in Position 2 mit einem feingliedrigen Zahnrad (13) verschraubt sind.

4. ein Aluminiumprofil (10) in einer Stärke von mind. 2mm, das mindestens 8 segmentförmige Kammern in der Art aufweist, dass das Einrasten des Keils (11), welcher mit dem Hebel (9) im Schultergurtbereich (Position A) verbunden ist, ohne zu verhaken möglich ist und das in der in Position 2/A liegenden Aussparung im Brett bündig eingebracht wird.

5. ein weiteres Aluminiumprofil (12) in der 2.ten in Position 2 liegenden Aussparung, welches ein dem an Position 2/B liegenden Zahnrad (13) entsprechendes Profil zur nahtlosen Fortbewegung desselben aufweist, und welches in der Aussparung mittels eines 2.ten Klemmprofils, welches mind. 5mm kleiner als die Breite der Aussparung ist und in dieser zentral durch mind. 2 Verschraubungen befestigt wird, verhakt wird.

6. die austauschbare Kurbel (14) in Position 3/B, welche durch ein Gabelgelenk kraftschlüssig mit der in Position B liegenden Achse verbunden wird, und deren Maße bei minimal 130mm und max. 140mm Länge und 40–43mm Drehradius liegen

7. 2 mind. 8mm starke Achsen in Position A und B (6a/6b), welche aus 3 Teilen bestehen. Das in Position 2 zentral angeordnete mind. 100mm lange Mittelteil, mit den für die entsprechenden Positionen bewegungsspezifischen Merkmalen (Zahnrad (13) oder Keil (11)), ist mit den beiden äußeren, durch die Basen (7) und Laufräder (7b) durchgeführten, Achsenteilen durch eine den mechanischen Anforderungen gerecht werdende Kombination aus Schraub- und Stecksystem (8) verbunden.
Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass jeweils 2 Basen (7) zur mechanischen Befestigung der Gurte (3) an den in Position 1 und 3 liegenden Schienensystemen (vergleiche Schutzanspruch 4 Nr. 1) angebracht sind und simultan über die Betätigung des Hebels in Position A und der Kurbel in Position B über die beiden Basen verbindende Achsen miteinander bewegt werden.

5.1. Medizinisches Brett nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Basis aus den beiden miteinander verschraubten Komponenten des nach oben abgerundeten und mit einer zum Schienensystem ausgerichteten, zentral liegenden Aussparung (in der Art, dass zu allen 4 Seiten ein Rand von mind. 6mm stehen bleibt) versehenen Kunststoffprofils und einer in dieser Aussparung liegenden, aus einem geeigneten Metall gefertigten, mind.5mm starken Platte besteht, welche im unteren Drittel einen Zapfen zum Aufstecken des Laufrades (7b) von mind. 38mm und max. 42mm Durchmesser aufweist und an welcher im oberen Drittel ein Aushebeschutz mittels einer Arretierschraube so befestigt wird, dass der Abstand des Laufrades (7b) zur Arretierschraube (7c) dem Durchmesser des verwendeten Schienensystems (5) entspricht.

5.2. Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Kunststoffprofil der Basis (7) im oberen Drittel, auf der dem Schienensystem (5) abgewandten Seite, eine max. 16mm tiefe und nach 8mm sich verbreiternde Aussparung aufweist, in welcher ein Gewinde an der tiefsten Stelle mit einer Tiefe von 8mm und einem Durchmesser von min. 6mm eingebracht ist.

5.3. Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass sich eine im unteren Drittel der Basis (7) in der Drehachse des Laufrades (7b) liegende Durchbohrung mit einem Durchmesser von max. 10mm befindet, welche im Bereich des Kunststoffprofils bei einer Tiefe von ca. 6mm (vom Brett abgewandten Rand gemessen) um 4–5mm verbreitert wird.
Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es 2 in Position A und B liegende Gurtsysteme (3) gibt, welche mit den Basen (7) an den jeweils entsprechenden Positionen durch Vexiergelenke (15) kraftschlüssig verbunden werden.

6.1. Medizinisches Brett nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass jedes Gurtsystem aus 2 Gurtteilen besteht.

6.2. Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche

dadurch gekennzeichnet,

dass jeder Gurtteil aus je 3 ca. 100mm langen, ergonomisch in der Weise der besten körperlichen Anpassung, geformten Kunststoffteilen besteht, welche mittels in nach Anspruch 5.2 formulierten, Aussparungen eingefügten Vexiergelenken (15) miteinander verbunden sind.

6.3. Medizinisches Brett nach einem der vorhergehenden Ansprüche

dadurch gekennzeichnet,

dass die Endstücke jedes Gurtteils, in der durch die Gelenke (15) vorgegebenen Bewegungsachse, jeweils max.20mm zu den äußersten Rändern eine ca. 6mm starke Durchbohrung aufweisen, durch welche ein handelsübliches Gürtelsystem (16) an den Gurtsystemen befestigt werden kann.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com