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Dokumentenidentifikation DE202007001123U1 12.07.2007
Titel Anlage zum Trocknen von organischen Massen
Anmelder Krüger, Günter, 99310 Dornheim, DE
Vertreter Maryniok und Kollegen, 96317 Kronach
DE-Aktenzeichen 202007001123
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.07.2007
Registration date 06.06.2007
Application date from patent application 25.01.2007
IPC-Hauptklasse F26B 11/12(2006.01)A, F, I, 20070125, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F23G 5/04(2006.01)A, L, I, 20070125, B, H, DE   B01F 15/06(2006.01)A, L, I, 20070125, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Trocken von organischen Massen, insbesondere Küchen- und Speiseabfällen oder anderen Biomassen, auch solchen, die Verpackungsreste, Servietten, Trinkhalme oder dgl. enthalten.

Es ist bekannt, zum Trocknen von Biomassen, z. B. bei der Abwasserklärung anfallende Klärschlämme, Gülle und sonstige mikrobiologische und nachwachsende Biomassen, insbesondere nach der Vergärung, nach dem Auspressen in Öfen zu trocknen und die festen Restbestandteile in Heizkraftwerken zu verbrennen. Es ist ferner aus der DE 28 33 731 A1 bekannt, Biomassen aus der Gruppe fester Stadtmüll, landwirtschaftliche Abfälle, Lebensmittelabfälle, Papierabfälle, zerkleinertes Holz, Holzabfälle oder andere zellulosereichen Materialen mit Bindemitteln aus der Gruppe Wasser, Klärschlamm, Ablaugen, Teerölkondensat, Restmelasse oder andere stärkehaltige Abfallmaterialien miteinander zu vermischen und zu Briketts zu verpressen.

Aus der DE 692 22 135 T2 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes durch Trocknung eines auf einen Trockenmassegehalt von mindestens 15% bis 30% entwässerten Schlammes bekannt. Der entwässerte Schlamm wird vor dem Trocknen mit einem brennbaren Material, das einen geringeren Wassergehalt als der Schlamm aufweist, zu einem Verbundprodukt vermischt. Unter Verwendung einer Trocknungsanlage zum Erhitzen wird das Gemisch zu einer gewünschten, brennbaren Trockenmasse getrocknet. Die Trocknungsanlage ist eine Trommelanlage mit einer Heizvorrichtung an einem Ende. Das Verbundprodukt wird unmittelbar der Heizvorrichtung zugeführt und größtenteils mechanisch und pneumatisch zu einem Brennstoff geformt. Der Brennstoff kann z.B. in Form von Pellets gehandelt werden.

Ein Vakuummischer für zahntechnische Anwendungen und dgl. ist aus der DE-AS 1 607 783 bekannt, um Gieß- und/oder Knetmassen miteinander zu vermischen. Darüber hinaus sind Vorrichtung zum Mischen und Kneten von organischen oder anorganischen Massen oder Teig in den verschiedensten Ausführungen bekannt. Diese können gemäß US-PS 3,194,504 äußere Mischflügel und innenliegende Mischerscheiben aufweisen. Aus der US-PS 1,825,261 ist eine Kaffeebohnenmischmaschine bekannt, bei der in einem geschlossenen Zylindergehäuse wendelförmige Mischflügel durchgehend vorgesehen sind, um die Kaffeebohnen miteinander zu mischen.

Die bekannten Anlagen zur Trocknung von organischen Massen sind Großanlagen. Sie sind nicht geeignet, Küchenabfälle, Speisereste und andere im Gastronomie-, Kantinenbereich und in der Lebensmittelverwertung anfallenden Abfälle hygienisch derart aufzuarbeiten, dass diese als getrocknetes Produkt – ohne Freisetzung von Gerüchen – verbrannt oder der Abfallverwertung zugeführt werden können. Bisher wurden die Abfälle über Tage oder Wochen in Behältern als übelriechende Masse gesammelt und dann über den Hausmüll oder nach aufwändiger Sterilisierung entsorgt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage anzugeben, um organische Massen, insbesondere Biomassen wie sie als Küchen- und Speiseabfälle, verunreinigt oder nicht verunreinigt mit Servietten, Trinkhalmen, Verpackungsresten, nahezu geruchsfrei zu einer Trockenmasse aufbereiten zu können, die dem Hausmüll oder der Verbrennung in einer Heizanlage oder anderen Verwertungen zugeführt oder bedenkenlos entsorgt werden kann.

Die Aufgabe löst die Erfindung durch Ausgestaltung einer Anlage gemäß der Lehre im Anspruch 1.

Diese Anlage lässt sich als kompakte Einheit realisieren und zwar in verschiedenen Baugrößen. So kann der Mischer ein 20-, 50-, 100-, 150-, 200-, 500- oder 1000-Liter-Mischer und größer sein, der gemeinsam mit den weiteren Komponenten auf einer Plattform montiert oder zu einer baulichen Einheit zusammengestellt werden kann. Eine solche kompakte Anlage kann beispielsweise in den Abfallräumen eines Restaurants oder einer Kantine installiert werden. Aber auch größere Mischer oder Mischer mit anderen Volumina können zur Anwendung kommen. Die Auslegung und Dimensionierung sind vom jeweiligen Einsatz abhängig. An Stelle eines Kühlaggregates, das beispielsweise elektrisch angetrieben wird, kann auch kühleres Leitungswasser oder anderes kühles Brauchwasser im Kondensator für den Kondensationsprozess des aus dem Mischer mit der Vakuumpumpe abgesogenen, dampfförmigen Luftgemisches verwendet werden. Die Wirkungsweise wird jedoch erhöht, wenn ein elektrisch angetriebenes Kühlaggregat verwendet wird, um in den Kondensator um das Kondensationsrohr gekühlte Kühlflüssigkeit fließen lassen zu können. In der Anlage kann jede bekannte Vakuumpumpe eingesetzt werden, um die Abluft von den organischen Massen, einschließlich eventueller Faulgase, abzusaugen. Diese feuchtigkeitshaltige Luft bzw. der Wasserdampf wird dann in dem Kondensator kondensiert und das Kondensat als Abwasser in die Kanalisation eingeleitet.

Um den Trocknungsprozess und den Verdunstungsprozess zu beschleunigen, ist vorgesehen, dass die Boden- und/oder Seiten- und Stirnwände des Gehäuses des Mischers und/oder mindestens ein Mischflügel im Mischer über geeignete Heizvorrichtungen die eingebrachte organische Masse erwärmen. Hierfür können elektrische Heizelemente vorgesehen sein, die in entsprechende Kanäle der Bauteile eingesetzt sind. Es ist aber auch eine Beheizung mittels einer Heizwasserleitung, beispielsweise von einer in dem Gebäude vorhandenen Heizleitung eingespeistes Heißwasser, möglich. In diesem Fall müssen in bekannter Weise wasserführende Kanäle in den Bauteilen vorgesehen oder diese hohl ausgebildet sowie Zuleitungen und Verteiler und Ableitungen mit Sammlern vorgesehen sein, um den Heizungswasserkreislauf zu schließen. Dies ist auch bei der Verwendung von Mischerflügeln möglich, wenn diese hohl sind oder Leitungskanäle aufweisen, wobei die Einspeisung über die eine Hohlwelle erfolgt, ebenso die Ableitung. Zweckmäßigerweise ist der Mischerflügel dann beidseitig an den Stirnwänden des Mischers über Verteiler gelagert.

Anstelle oder ergänzend zu der beschriebenen Heizvorrichtung kann auch eine Mikrowellenheizvorrichtung zur Anwendung kommen. Es hat sich gezeigt, dass bei Einbringen eines Mikrowellengenerators z. B. in die Haube und beim Generieren von Mikrowellen im Bereich von 2,5 GHz eine effiziente innere Erwärmung des Mischgutes in dem Mischer ebenfalls erzielbar ist, auch dann, wenn die Mischflügel aus Metall bestehen. Versuche mittels Infrarotlichtheizeinrichtungen haben ferner gezeigt, dass eine schnelle intensive Erwärmung des Mischgutes auch hierüber erzielbar ist. Die beste Effizienz ist erzielt worden mit Infrarotlicht im Wellenbereich von 2 bis 6 &mgr;m. Die Leistung des Mikrowellengenerators oder die der Infraroterwärmungsquelle sollte dabei der Größe des Mischers entsprechend angepasst werden. Durch die geschlossene Ausführung des Mischers mit der Haube aus Metall ist bei der Verwendung von strahlenden Wärmequellen zugleich eine sichere Abschirmung nach außen gegeben.

Versuche haben gezeigt, dass in der Anlage sich als besonders effizient Mischer erwiesen haben, die in den Patentschriften DE 195 07 181 C2 und DE 43 41 569 C2 beschrieben sind. Die Lehren finden auch auf den Mischer für die erfindungsgemäße Anlage Anwendung. Diese Mischer gewährleisten auch bei langsamer Drehung der Mischflügel ein optimales Verdunsten des Feuchtigkeitsanteils der organischen Masse. In größeren Anlagen können darüber hinaus die Mischflügel direkt beheizt werden, wie vorher schon beschrieben. Auch ist es mit diesen Mischern möglich, den Trocknungsprozess jederzeit zu unterbrechen, um weitere organische Massen einzufüllen, ohne vorher den Prozessablauf beenden zu müssen. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise während der Tagesstunden und am Abend eines Tages Essenreste, Küchenabfälle und dgl. nach Unterbrechung des Vakuumprozesses in den Mischer hineingeschüttet werden können und die abschließende Trocknung in den Nachtstunden erfolgt. Am Morgen kann der Mischer dann über die Entleerungsöffnung entleert werden, wobei die organischen, getrockneten Massen durch den fortlaufenden Mischprozess zum einen zerkleinert und zum anderen durch das permanente Entziehen der gas- und feuchtigkeitshaltigen Luft getrocknet sind. Dieser Prozess erfolgt praktisch geruchlos, wobei das Kondensat direkt in den Kanalabfluss geleitet werden kann. Die Entleerung kann dabei in einen Aufnahmebehälter (fahrbar oder stationär), in einen Behälter einer Förderanlage oder einen Behälter einer Abfüllanlage erfolgen, mit der die trockene Masse in Säcke abgefüllt werden kann, die nachträglich beispielsweise auch vakuumiert und dann verschlossen werden können. Das Kondensat kann darüber hinaus auch in einen Kondensatsammelbehälter abfließen, der über eine gesteuerte Ventileinrichtung z. B. an das Kanalnetz wahlweise anschaltbar ist. Dies hat den Vorteil, dass eine Abgabe des Abwassers pulsweise erfolgt und die Zuleitungen zum Kanal nicht ständig geöffnet sind. Geruchsbelästigungen vom Kanal her werden dadurch ausgeschlossen. Durch die Möglichkeit der permanenten Beschickung und des Prozessablaufes innerhalb eines Tages können Fäulnisbakterien sich auch nicht vermehren und zur speziellen Geruchsbelästigung beitragen.

Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Mischers und der Anlage sind in den Unteransprüchen im Detail angegeben. Hierauf wird verwiesen.

Eine besondere Ausgestaltung des Mischers ist dann gegeben, wenn zwei Antriebe für zwei zentrisch gelagerte Flügelanordnungen bzw. eine zentrische Schlagmesseranordnung vorgesehen sind, die im Falle des Mischens eine gegenläufige Transportrichtung des Mischgutes bewirken, so dass die äußeren Mischflügel das Mischgut stets zum einen Ende des Mischtroges bewegen, während die inneren Mischflügel bzw. das Schlagmesser das Mischgut innerhalb der äußeren Mischflügel entgegengesetzt bewegen, so dass bei gleichzeitiger Drehung eine in sich kreisende Bewegung des Mischgutes von einer Seite zur anderen Seite im Mischtrog bewirkt wird. Dadurch sind eine optimale Mischung und Freisetzung von Wasserdampf auch während einer kurzer Mischdauer gewährleistet. Die Verwendung eines Schlagmessers zum Erzielen dieses Soges nach der einen Seite bewirkt zugleich, dass das Mischgut zusätzlich zerkleinert wird. Die propellerartigen Messerstellungen bewirken dabei – ebenso wie die Verwendung von schneckenförmigen Flügeln als zentrische Flügelanordnung – einen Sog und einen Druck zur Stirnseite hin. Der Druck wird jedoch von den außen liegenden Schneckenabstreifern aufgehoben, wobei diese das Material in die entgegengesetzte Richtung fördern. Es entsteht also ein Mischeffekt.

Der Mischeffekt durch eine Mischflügelanordnung gemäß der Erfindung ist auch dann gegeben, wenn sowohl der innere Mischflügel bzw. das Schlagmesser als auch der äußere Mischflügel sich in eine Richtung wirkend drehen. Die Mischintensität kann jedoch wesentlich erhöht und die Mischzeit wesentlich verringert werden, wenn sich die inneren und äußeren Mischflügel gegensinnig drehen, so dass der beschriebene umlaufende Strömungseffekt erzielt wird und zugleich aufgeworfene Teile in diesen Strom mit einbezogen werden. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass eine beschleunigte Mischwirkung erzielt wird, wenn die Mischflügel im Intervall geschaltet werden, wobei zweckmäßigerweise die Intervallschaltungen des inneren und äußeren Flügels zeitversetzt erfolgen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, zugleich mit der Intervallschaltung auch die Drehrichtung der angetriebenen äußeren oder inneren Mischflügel zu ändern, wobei auch diese Änderung individuell gesteuert werden kann, so dass Überschneidungen der Mischgutförderungen durch die äußeren Mischflügel und inneren Mischflügel einerseits und die gegenläufige Drehrichtung andererseits ebenfalls gegeben sein können. Eine gleiche Drehrichtung, also eine gleiche Förderrichtung, beschleunigt die Mischwirkung ebenfalls. Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, die äußeren Mischflügel relativ breit auszuführen oder aber auch mit nach innen reichenden Kämmen zu versehen, um das Mischgut in größeren Mengen aufzuwerfen. Wenn die Mischflügel hohl sind, können in diesen Heizelemente oder Wasserverteiler und -sammler vorgesehen sein, um über eine Hohlwelle einen Heizwasserkreislauf zu erzielen. Weiterhin hat sich herausgestellt, dass ein innerer Mischflügel selbst dann voll funktionsfähig ist, wenn dieser beispielsweise nur aus einem Kreisbogensegment besteht, das in sich leicht gedreht ist. Ein solcher innerer Mischflügel ist sowohl als einarmige Spirale als auch als doppelarmige Spirale verwendbar. Im Falle der Verwendung von Schlagmessern können mehrere solche Schlagmesser auch auf einer Welle befestigt sein, die zentrisch innerhalb des äußeren Mischflügels angeordnet und beidseitig gelagert ist. Auch durch die Schlagmesseranordnung ist eine Strömungsrichtung erzielbar. Auch können die Schlagmesser versetzt gleichläufig, jedoch unterschiedliche Strömungsrichtungen bewirkend, oder auch entgegengesetzt angetrieben auf verschiedenen Wellen, die ineinander gesteckt sind, angeordnet sein, um den Zerkleinerungs- und Mischeffekt zu beschleunigen. Die Erfindung ermöglicht dem Fachmann hier diverse Ausführungsmöglichkeiten der Optimierung.

Ein Mischer für eine Anlage nach der Erfindung lässt sich somit als Einzelmischer in herkömmlicher Weise benutzen. Er kann jedoch auch unter Verwendung einer Schlagmesseranordnung, die aus einem einzigen Messer oder mehreren aneinandergereihten Messern bestehen kann, die z.B. auf einer Welle über die gesamte Länge des Mischtroges verteilt sitzen, als Zerkleinerungsmischer zum Einsatz kommen. Darüber hinaus ist es möglich, durch entsprechende Abstimmung der Antriebe der äußeren Flügel und der inneren Flügel den Mischer auch als gesteuerten Durchlaufmischer in einer Großanlage verwenden zu können. Bei der Ausbildung als Durchlaufmischer ist es erforderlich, dass ein Teil der Flügelanordnung des Mischers in einem zylinderförmigen Teil vorhanden ist und eine besonders lange Förderflügelanordnung vorgesehen ist, um auch innerhalb dieses zylinderförmigen Teils eine Mischung zu bewirken, bevor die äußeren Flügel das gemischte und getrocknete oder teilgetrocknete Gut über die Auslauföffnung zum nächsten Mischer befördern. Selbstverständlich kann ein Durchlaufmischer auch derart eingerichtet sein, dass die Beschickung mit Mischgut bei normaler Ausführung automatisch erfolgt, sobald ein Mischvorgang oder ein Trocknungsprozess abgeschlossen ist, und der Mischer wieder entleert wird.

Soll der Mischer entleert werden, ist es lediglich erforderlich, den Antrieb der inneren Flügelanordnung bzw. Messeranordnung außer Betrieb zu setzen oder derart in die gleiche Richtung transportierend wirken zu lassen, also hinzuaddierend zu der Förderbewegung der äußeren Flügel zu steuern, dass eine schnellere Entleerung über die Entleerungsöffnung erfolgt. Darüber hinaus ist es möglich, während des Entleerungsprozesses die innere Anordnung der Flügel bzw. der Messer pulsweise schnell rotieren zu lassen, so dass anhaftendes Mischgut nach außen geschleudert und dort von den Abstreifern der äußeren Mischflügel erfasst wird. In gleicher Weise kann auch zum Schluss eines Entleerungsprozesses die Drehzahl der äußeren Flügel erhöht werden, so dass auch daran anhaftendes Mischgut in optimaler Weise an die Außenkanten der äußeren Mischflügel gleitet. Dies hat den Vorteil, dass praktisch kein Mischgut sich mehr in dem Mischer nach dem Entleeren befindet. Eine optimale Selbstreinigung ist sichergestellt. Eine hygienische Reinigung ist darüber hinaus auf einfache Weise möglich, wenn über Schnellkupplungen die Flügelanordnungen von den Antriebswellen nach oben abgezogen werden können.

Die Enden der Mischflügel können zur Stabilisierung und zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit bei paariger Anordnung oder bei gleichmäßiger Umfangverteilung mehrerer Flügel an ihren Enden miteinander verbunden sein. Besteht die Verbindung aus einem daran befestigten quer im Mischergehäuse verlaufenden, propellerartigen Ausräumflügel, so werden die gemischten und getrockneten Massen schneller aus dem Gehäuse ausgeräumt. Auch die Enden der Innenflügel können miteinander verbunden sein. Anstelle von einer der paarigen Flügelanordnungen können auch drei oder mehrere Flügel vorgesehen sein, die auch mit Heizsystemen ausgestattet sein können.

Durch die horizontale Anordnung des Mischtrogs und der Mischflügel wird beim Mischen das Mischgut von den äußeren Flügeln von einer Seite zur anderen Seite hin vorgeschoben und durch die inneren Mischflügel zurückgesogen und gleichzeitig auch umgewälzt. Bei diesem Vorgang fällt auch von den Mischflügeln nach oben transportiertes Mischgut in den Innenraum, so dass zusätzlich zu der Strömung eine stetige Beimischung auch noch an den Mischflügeln anhaftenden Gutes gegeben ist. Es hat sich gezeigt, dass auch eine optimale Mischung dann gegeben ist, wenn der Zuführraum oberhalb der Mischflügel offen ist. Das Mischgut wird dabei auch nicht nach außen geschleudert, wenn die überstehenden Gehäusewände oberhalb des Mischtroges nach oben verlängert ausgeführt sind. Dadurch ist es weiterhin möglich, Mischgut bis in eine Höhe einzufüllen, die höher ist als der Mischflügeldurchmesser der äußeren Mischflügel. Der Mischtrog kann in der Länge und/oder in der Höhe gewünschten Mischergrößen angepasst sein, ebenso die Mischflügel. So sind Mischergrößen von 100 l bis 1000 l auf einfache Weise nur durch Verlängerung oder Verbreiterung zu erreichen.

Durch die einstellbaren Motoren kann die Rotationsgeschwindigkeit der Mischflügel dem jeweiligen Mischgut, z.B. grobem oder feinem, angepasst werden. Dadurch, dass das Gehäuse gegenüber dem Untergestell in vertikaler Richtung verschiebbar ist, kann jede gewünschte Arbeitshöhe eingestellt werden. Dies ist beim manuellen Beschicken oder beim automatischen Beschicken aus einer anderen Maschine von Vorteil. Die Arbeitshöhe kann dabei soweit abgesenkt werden, so dass ein automatischer Einlauf auch aus relativ niedrigen Verarbeitungsmaschinen möglich ist bzw. das Mischgut von Hand eingegeben werden kann. In der angehobenen Stellung ist es möglich, auf einfache Weise einen Transportwagen unter die Seite des Mischers zu schieben, an welcher der Auslauf der Entleerungsöffnung vorgesehen ist. Durch entsprechende Drehrichtung der äußeren Flügel wird infolge der Wendelung das Mischgut durch die geöffnete Entleerungsöffnung ausgeschoben und fällt in eine Förderanlage mit Förderband und/oder Förderschnecke, in einen Transportwagen oder in einen Sack, Beutel, Karton oder ein anderes Behältnis, das verschließbar und/oder vakuumierbar und/oder verschweißbar ist.

Das Verschlusselement zum Verschließen der Entleerungsöffnung kann in einfacher Ausgestaltungsform eine verschwenkbare Klappe oder ein Schieber mit Gummidichtung sein, die um eine obere horizontale Schwenkachse verschwenkbar an der Außenseite einer Stirnwand befestigt ist. Die Entleerungsöffnung befindet sich in der Stirnseite. Zum Betätigen ist es zweckdienlich, einen Kniehebelmechanismus zu verwenden, der bekanntlich aus einem ersten Hebel besteht, der schwenkbeweglich an der Klappe zu befestigen und schwenkbeweglich mit einem Betätigungshebel verbunden ist, der um ein ortsfestes Drehlager im Gehäuse gelagert ist. Dieser Hebel ist über das Drehlager hinaus verlängert, um den Hebel betätigen zu können, der mit dem ersten schwenkbeweglich gelagerten verbunden ist. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass bei entsprechender Dimensionierung der beiden gelenkig miteinander verbundenen Hebel in einer unteren Stellung eine Übertotpunktstellung eingenommen werden kann, d.h. dass das Gelenk unterhalb der Verbindungslinie zwischen den beiden Anlenkungen am Gehäuse einerseits und an der Klappe andererseits verbracht werden kann, so dass ein gesichertes, luftdichtes Verschließen der Klappe ohne weitere Hilfsmittel möglich ist.

Die vorzusehende Abstreiflippe an den äußeren Flügeln kann auf einfache Weise mittels eines Halters angeschraubt sein. Eine solche Abstreiflippe kann aber auch in eine röhrenförmige, an der äußeren Kante vorgesehene Aufnahme hineingeschoben werden. Die Lippe steht dabei aus einem Schlitz hervor und wird beispielsweise in der röhrenförmigen Öffnung gehalten. Dieses hat fertigungstechnische Vorteile und ist leicht zu realisieren. Weiterhin kann die Abstreiflippe ein hinteres Profil aufweisen, das dem Querschnitt der röhrenförmigen Aufnahme entspricht, so dass ein abgedichtetes Einsetzen ermöglicht wird, was insbesondere bei der Verwendung von organischen Massen den Vorteil hat, dass an den Mischerflügeln und der Dichtungslippe auch am Übergangsbereich sich keine Reste der organischen Massen absetzen können und diese durch einen Dampfstrahler einfach entfernt werden können.

Die Erfindung wird nachfolgend ergänzend anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.

In den Zeichnungen zeigen:

1 in einer schematischen Blockdarstellung eine Anlage nach der Erfindung,

2 einen Mischer mit im Teilschnitt gezeichnetem Mischtrog und angesetzten äußeren und inneren Mischflügeln mit schematisch dargestellten Antriebseinrichtungen;

3 in schematischer Darstellung eine Variante der Mischflügelanordnung unter Verwendung eines Schlagmessers und

4 eine Verschließvorrichtung für eine Klappe einer Entleerungsöffnung des Mischers.

1 gibt eine Anlage nach der Erfindung schematisch in Form eines Blockplanes an. Der Mischer M ist als Vakuummischer ausgebildet. Er ist beispielsweise oben beschickbar und wird, wie anhand der weiteren Figuren beschrieben, von einer Haube luftdicht abgeschlossen und ist mit einer Abluftleitung AL verbunden, die an eine Vakuumpumpe VP angeschlossen ist. Des Weiteren ist eine Heizvorrichtung H vorgesehen, mit der das eingebrachte Mischgut aufgeheizt wird, beispielsweise auf ca. 80°C. Mit der Vakuumpumpe VP wird im Mischergehäuse ein Vakuum beispielsweise zwischen 100 und 2 mbar erzeugt. Die abgesogene Luft wird über die Abluftleitung AL den beiden Kondensatoren K zugeführt, in denen der enthaltene Dampf zu Abwasser AW kondensiert. Dieses Abwasser AW kann dann einem Kanalanschluss direkt oder in einem Kondensatbehälter gesammelt und dann mit Hilfe von Ventiltechnik gesteuert einem Abwasserkanal zugeführt werden. Bei den Kondensatoren handelt es sich um handelsübliche Kondensatoren, die an eine Kühlanlage KA angeschlossen sind, über die Kühlflüssigkeit erzeugt wird, die das Kondensationsrohr im Kondensator K umspült und kühlt.

Ein besonders geeigneter Mischer ist in 2 dargestellt. Dieser weist ein Untergestell 1 auf, das mittels Rädern 22 auf dem Boden verschiebbar ist. Hieran kann auch eine Trägerplatte für die anderen Aggregate montiert sein. Gegenüber dem Untergestell 1 ist ein aufgesetztes Gehäuse des Mischers in vertikaler Richtung höhenverstellbar angeordnet. Dadurch ist es möglich, das Mischergehäuse in verschiedene Arbeitshöhen gegenüber dem Boden bzw. in verschiedene Höhenpositionen gegenüber dem Untergestell 1 zu verbringen. Bewerkstelligt wird dies durch Hebevorrichtungen 23, 24, die im Untergestell angeordnet sind. Dies können beispielsweise hydraulische Zylinder oder Scherenhebewerke oder andere Hebevorrichtungen, motorisch oder manuell angetrieben, sein. In der Darstellung ist aus Vereinfachungsgründen auf die Einzeichnung der Heizkanäle und der Zuleitung für das Heizmedium verzichtet worden. Ebenso sind keine Absaugstutzen eingezeichnet, die über die Abluftleitung mit der Vakuumpumpe, die ihrerseits mit den Kondensatoren verbunden ist, verbunden sind.

Tragendes Element des Mischers ist der Mischertrog 25, der Bestandteil des Gehäuses ist und im unteren Bereich eine halbkreisförmige Bodenwanne 5 und gradförmig oder leicht konisch sich öffnend nach oben verlaufend Wände aufweist. Dadurch ist es möglich, über den Durchmesser der Mischflügel 17, 17' hinaus Mischgut einzufüllen. Der Mischtrog wird vorn von einer Stirnwand 3 und hinten von einer Stirnwand 4 abgeschlossen und ist z.B. aus Edelstahl hergestellt. In dem Mischtrog sind die äußeren rund gewendelten Mischflügel 17, 17' eingebracht, die drehbar an den Stirnseiten 3 und 4 gelagert sind, und zwar derart, dass die Mischflügel in einem geringen Abstand oberhalb des halbschalenförmigen Unterteils 5 oder anliegend entlanggeführt werden, so dass beispielsweise angesetzte Abstreifer an der Bodenwand entlang gleiten können. Die Mischflügel 17, 17' sind beidseitig an Verbindungsgestängen 19 bzw. je einem Flansch 19, 22 befestigt, der zentrisch gelagert ist. Mit dem Flansch 19 ist zentrisch eine Welle, z.B. eine Hohlwelle, verbunden, die von einem regelbaren Elektromotor 11 angetrieben wird, z.B. über ein Getriebe, oder direkt hiermit gekoppelt ist. Über die Hohlwelle kann von einer Seite über einen Verteiler in die hohlen Flügel Heizungswasser eingelassen und an der anderen Seite abgelassen werden. Der Motor versetzt die in den Lagerungen in den Stirnseiten 3 und 4 gelagerten äußeren Flügel 17, 17' in eine Drehbewegung. Die Flügel sind wendelförmig ausgebildet, wobei die Steigung der Wendel, die Länge und die Gesamtlänge der Flügel sich nach dem Fassungsvermögen des Mischtroges richten. Durch die Art der Windungsführung der sich drehenden wendelförmigen Flügel wird z.B. bei Rechtsdrehung das eingefüllte Mischgut von links nach rechts im Mischtrog 25 transportiert; bei umgekehrtem Drehsinn entgegensetzt. Die Flügel werfen dabei das Mischgut auf, so dass auch nach oben mitgenommenes Mischgut, z.B. Fleischbrocken, in das Innere der äußeren Mischflügel 17, 17' fallen kann. In der äußeren Mischflügelanordnung 17, 17', die in diesem Fall aus zwei Flügeln besteht, ist eine weitere innere Flügelanordnung vorgesehen, die im Ausführungsbeispiel gemäß 2 ebenfalls aus durchgehenden wendelförmigen Mischflügeln 18 besteht, die jeweils zweimal in sich gedreht sind, aus Flachmaterial bestehen und eine Schrägstellung aufweisen. Die mittigen Mischflügel 18 und 18' sind an ihren Enden ebenfalls über Halter bzw. einen Ringflansch 21 miteinander verbunden bzw. hieran befestigt. Diese Haltestege oder Ringflansche 20, 21 sind zentrisch drehbar gelagert und können Heizungswasserverteiler oder -sammler beinhalten, wobei die rechten Flügelenden mit dem Ringflansch 20 drehbar an dem Halter 19 bzw. dem dort vorgesehenen Ringflansch für die äußeren Flügel gelagert oder auf der Welle drehbar gelagert sind, die die äußeren Mischflügel antreibt, während die Mischflügel auf der linken Seite mit dem Trägerflansch 21 an einer durch die Trägeranordnung bzw. den Ringflansch 22 hindurch gesteckten Welle befestigt sind, die die Drehbewegung auf die inneren Mischflügel überträgt. Die Welle ist Bestandteil des Antriebsmotors 12, der seitlich angebracht ist. Auch dieser Motor sollte zweckmäßigerweise ein regelbarer Motor sein. Der Regelmotor 12 ist in einem Gehäuse 10 untergebracht, das seitlich an der Stirnwand 4 befestigt ist.

Je nach Mischgut empfiehlt es sich, die Drehzahlen der äußeren Mischflügel zwischen ca. 5 bis 40 U/min und die der inneren Flügel zwischen ca. 10 bis 80 U/min einzustellen. Die inneren Mischflügel 18 und 18' sollten schneller rotieren als die äußeren Mischflügel und zwar in entgegengesetzter Richtung hierzu, so dass das Mischgut, wenn es von links nach rechts durch die äußeren Mischflügel transportiert wird, durch die inneren von rechts nach links transportiert wird oder bei umgekehrter Umdrehung in entgegengesetzter Richtung. Dadurch sind eine Längsströmung und Rückströmung des Mischgutes bei gleichzeitiger Feuchtigkeitsabgabe gewährleistet. Soll nun ein gemischtes, getrocknetes Gut aus der Mischtrommel entleert werden, so ist es lediglich erforderlich, die inneren Mischflügel nicht mehr entgegengesetzt rotieren zu lassen, sondern beide Mischflügel in die gleiche Drehrichtung zu versetzen, so dass das Mischgut langsam aus der Entleerungsöffnung 13 austritt. Die Entleerungsöffnung 13 ist von der Klappe 14 verschlossen, die an einem Lager an der Stirnwand 3 innerhalb des Abdeckungsgehäuses 8 verschwenkbar angeordnet und über einen Hebel 9 betätigbar ist. Der Hebel 9 wird zum Verschließen in die in Pfeilrichtung eingezeichnete Richtung nach unten gedrückt, wodurch die Öffnung 13 verschlossen wird. Zum Öffnen wird der Hebel 9 nach oben bewegt, so dass die dargestellte Schwenkstellung eingenommen wird und das Mischgut durch Linksdrehung der äußeren Mischflügel 17 und 17' heraustransportiert wird. Ein Ableitblech 15sorgt dafür, dass durch den Öffnungsschacht 16 des Gehäuses 8 das Mischgut ausfallen kann. Es ist ersichtlich, dass in der dargestellten Ausführung praktisch nur ein flacher Behälter oder eine Schüssel unter den Auslauf 16 geschoben werden kann. Wird nun der Mischtrog 25 durch die Hebevorrichtungen 23 und 24 angehoben, so kann auch ein größerer Transportwagen, wie er in Fleischereien und Großküchen üblich ist, untergefahren werden, um den gesamten Inhalt des Mischtroges 25 aufnehmen zu können. Nach dem Entleeren kann das Gehäuse wieder heruntergefahren werden, um eine leichtere Beschickung in die obige Öffnung sicherzustellen.

Das Gehäuse weist oben Schwenklager 7 auf, die zum schwenkbeweglichen Halt einer Vakuumhaube 6 dienen. Diese Vakuumhaube 6 kann beispielsweise eine Vakuumanzeige aufweisen, ebenso den Anschlussstutzen für die Abluftleitung. Es kann auch ein Sichtfenster vorgesehen sein, um einen Einblick während des Misch- und Trocknungsprozesses in die Mischtrommel zu ermöglichen. Auch kann ein Schutzgitter zwischengefügt sein, durch das das Mischgut eingefüllt werden kann. Dies kann auch mitaufklappbar ausgeführt sein. Zum Beschicken kann die Vakuumhaube 6 aufgeklappt und das Material eingegeben werden. Die Vakuumhaube 6 bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dass mit dem Schließen oder Öffnen elektrische Schalteinrichtungen gesteuert werden können, die die Motoren erst anlaufen lassen, wenn sich die Vakuumhaube 6 in der Schließstellung befindet, so dass ein Zugriff in die rotierenden Mischflügel nicht möglich ist. Auch kann mit der Steuereinrichtung die Ansteuerung der Vakuumpumpe und der Heizeinrichtung und ggf. auch des Kühlaggregates gekoppelt sein. In der Vakuumhaube kann darüber hinaus auch als zusätzliche oder alleinige Heizvorrichtung ein Mikrowellengenerator angeordnet sein. Dieser kann auch in den Seitenwänden integriert angeordnet sein. Es hat sich gezeigt, dass dann, wenn der Mikrowellengenerator Mikrowellen im Bereich von 2,5 GHz generiert, eine schnelle Erwärmung des Mischgutes, vor allen Dingen auch eine innere Erwärmung optimal möglich ist, selbst dann, wenn die Mischflügel oder Wellen aus Metall bestehen.

Anstelle oder auch ergänzend zu solchen Heizvorrichtungen kann auch eine Infrarotstrahlungsquelle zum Einsatz kommen, die in der Vakuumhaube 6 integriert oder an einer anderen Stelle des Gehäuses positioniert sein kann. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, Infrarotlichtwellen im Bereiche von 2 bis 6 &mgr;m zu generieren, um eine gute Wärmeeinleitung in das Mischgut zu erreichen.

In 3 ist schematisch eine Variante dargestellt, bei der ein Motor oder eine Motorenkopplung einseitig an dem Gehäuse vorgesehen ist. Die anderen Teile des Gehäuses und das Untergestell sind dabei nicht dargestellt. Die äußeren Flügel 17 und 17' wirken in gleicher Weise wie die gemäß 2. Der innere Flügel besteht in diesem Fall aus einem Schlagmesser, das wesentlich schneller rotiert, aber dennoch das Material in gleicher Weise anzusaugen vermag, wie die inneren Mischflügel 18, 18' gemäß 2, allerdings mit reduzierter Wirkung, was die Ansaugung der Massen am äußeren Ende der Flügel 17, 17' anbetrifft, die im ausgeführten Beispiel nicht miteinander verbunden sind, was bei kurzer Ausbildung des Mischtroges auch nicht erforderlich ist und insbesondere auch dann nicht, wenn, wie gestrichelt eingezeichnet, die Flügel in einem Gehäuse mit Zylinderform drehbar gelagert sind, das z.B. eine Öffnung zum Beschicken aufweist. Zum Entleeren wird auch bei dieser Ausführung der Antrieb des Schlagmessers 26 abgestellt, während die Drehung der äußeren Flügel 17, 17' beibehalten und ggf. reduziert wird, so dass das Mischgut aus der ebenfalls vorgesehenen Auslauföffnung 13 auslaufen kann. Zum schnellen Wechseln des Schlagmessers 26 kann darüber hinaus auch ein Wechselhalter 27 vorgesehen sein, so dass auch andere Messeranordnungen oder Flügelanordnungen im Bedarfsfall aufsteckbar sind. Des gleichen kann eine solche Wechseleinrichtung dazu dienen, um einen schnellen Wechsel der Flügelanordnungen vornehmen zu können. Die ineinandergesetzten mittigen Lagerungen für den Drehantrieb der äußeren Flügel 17 und 17' sowie des Schlagmessers 26 sind ebenfalls schematisch dargestellt. Das Ausführungsbeispiel in 3 zeigt ferner, dass die Welle 38 für das Schlagmesser 26 durchgehend angeordnet sein kann. Auf der Welle sind verschiedene Schlagmesser 26 angeordnet. Das linke Schlagmesser ist entgegengesetzt gerichtet eingezeichnet, was symbolisieren soll, dass die Messer nicht nur in einer Strömungsrichtung wirkend angeordnet sein können, sondern auch entgegengesetzt, um beispielsweise bei gleichzeitiger Zerkleinerung auch eine Wirbel-Strömung zu erzielen.

In 4 ist im Teilschnitt auszugsweise der Bereich des Mischers gemäß 2 dargestellt, in welchem die Entleerungsöffnung 13 in der Stirnwand 3 des Mischtroges 25 vorgesehen ist. Aus der Abbildung ist weiterhin ersichtlich, dass das Ableitblech 15 in Verlängerung zum Boden 5 des Mischtroges 25 vorgesehen ist. Vor der Entleerungsöffnung 13 ist die Klappe 14 in Verschließstellung eingezeichnet. Diese Klappe ist um ein oberes Schwenklager 37, das horizontal verläuft, verschwenkbar gelagert und kann nach links verschwenkt werden. Abweichend zum Ausführungsbeispiel gemäß 2 wird die Klappe 14 über einen Kniehebelverschluss betätigt. Dieser Kniehebelverschluss besteht aus einem ersten Hebel 31, der verschwenkbar über ein Schwenklager 30 an der Klappe 14 befestigt und mit seinem anderen Ende drehbeweglich über ein Lager 32 an einen Hebelarm 33 angelenkt ist, der Bestandteil einer abgewinkelten Betätigungsstange 34 ist, die um ein Schwenklager 35 im Winkelbereich an der Innenseite der Außenwand des Vorsatzgehäuses 8 angelenkt ist. Die Betätigungsstange bzw. der Betätigungsbügel, falls dieser bügelförmig ausgebildet ist und zwei Stangen aufweist, greift durch Lagerungsschlitze 36 in der äußeren Wand hindurch. Die Längen des Hebels 31 und des Hebelarms 33 sind so aufeinander abgestimmt, dass sie in der dargestellten Position mit ihrem Verbindungslager 32 unterhalb der Verbindungslinie zwischen den Schwenkachsen 30 und 35 bzw. auf gleicher Verbindungslinie liegen, so dass durch die gestreckte oder die dargestellte stumpfwinklige Anordnung eine automatische Verschließsicherung der Klappe 14 gegeben ist. Soll die Klappe 14 zum Öffnen der Entleerungsöffnung 13 nach links in die dargestellte Position 14' verschwenkt werden, so ist es erforderlich, dass auf den Betätigungshebel 34 bzw. den Bügel 34 eine Kraft in Richtung des eingezeichneten Pfeils ausgeübt wird, wodurch der Hebel die mit 34' gekennzeichnete Position einnimmt. Der fest abgewinkelte Hebelarm 33 bewegt sich dabei in die Position 33' und zieht über das Lager 32' den Hebelarm 31 mit, so dass automatisch auch die Klappe 14 die Stellung 14' einnimmt. In dieser Stellung kann durch entsprechende Steuerung der nicht dargestellten äußeren Mischflügel der Mischer entleert werden. Das Mischgut wird dabei aus dem Mischtrog 25 durch die Öffnung 13 herausgeschoben und fällt über das Abgleitblech 15 und die Öffnung 16 des Gehäuses 8 in einen darunter fahrbaren Gut- bzw. Transportwagen. Anstelle der hier dargestellten Klappe 14 kann selbstverständlich auch ein Schieber zum Verschließen der Öffnung 13 vorgesehen sein, der dann über eine entsprechende Mechanik zu bedienen ist. Des Weiteren kann auch ein Schwenkschieber, der über einen Drehmechanismus bewegt wird, vorgesehen sein, der die Öffnung 13, beispielsweise bei runder Ausführung, freigibt. Darüber hinaus kann anstelle des angegebenen fahrbaren Transport- oder Gutwagens auch ein Auffangbehälter einer Abfüllanlage oder Abpackanlage in Position unter die Entleerungsöffnung gebracht werden. Auch ist es möglich, das Entleerungsgut unmittelbar in luftdicht verschließbare Säcke direkt abzufüllen, die dann beispielsweise vakuumiert verschweißt werden. Auch hier werden dem Fachmann verschiedene Möglichkeiten eröffnet, die getrockneten Massen zu verpacken und/oder weiter zu transportieren und zu verarbeiten.

Eine Anlage nach der Erfindung kann elektronisch vollautomatisch gesteuert derart ausgelegt sein, dass der Heizungsprozess, die Vakuumpumpe und der Kondensatablass einerseits geregelt und andererseits auch so gesteuert werden, dass beispielsweise bei Öffnen der Vakuumhaube die Prozesse unterbrochen und dann wieder nach dem Schließen fortgeführt oder beim Entleerungsprozess die Verarbeitungsprozesse beendet werden.


Anspruch[de]
Anlage zum Trocken von organischen Massen, insbesondere Küchen- und Speiseabfälle oder andere Biomassen, auch solche, die Verpackungsreste, Servietten, Strohhalme oder dgl. enthalten, aufweisend folgende Komponenten:

a) einen Vakuummischer (M) mit einer verschließbaren Füllöffnung zum Eingeben der organischen Massen und einer untenseitigen oder seitlich untenseitigen verschließbaren Entleerungsöffnung für die getrocknete Masse,

b) mindestens eine mit mindestens einem oberhalb der maximalen Füllhöhe im Gehäuse des Mischers (M) angebrachten Absaugstutzen verbundene Vakuumpumpe (VP) zum Absaugen der Luft in dem Mischer zur Erzeugung des Vakuums,

c) eine Heizvorrichtung (H) zur Erwärmung der organischen Massen,

d) mindestens einen an die Abluftleitung (AL) der Vakuumpumpe (VP) angeschlossenen Kondensator (K) mit einem angeschlossen Kühlaggregat (KA) zum Kondensieren der abgesogenen Luft und

e) eine Ableitung (AW) für das durch Kühlung im Kondensator (K) aus der Abluft gewonnene Kondensat.
Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

– dass der Mischer (M) ein längliches Gehäuse aufweist, das bei horizontaler Anordnung seiner Längsachse in seinem unteren Bereich als kreissegmentförmige Wanne ausgebildet ist und an seinen beiden Enden je eine Stirnwand (3, 4) und sich nach oben erstreckende Seitenwände aufweist, die obenseitig die Füllöffnung begrenzen, die von einem Deckel oder einer Haube (6) luftdicht abschließbar ist,

– dass mindestens eine Entleerungsöffnung (13) im unteren Bereich der Wanne im Gehäuse vorgesehen ist,

– dass in dem Gehäuse mindestens ein äußerer (17, 17') und mindestens ein innerer Mischflügel (18, 18'; 26) angeordnet sind, die auf einer gemeinsamen Achse an mindestens einer Stirnwand (3, 4) gelagert und gesondert oder gekoppelt antreibbar sind, wobei der äußere Mischflügel (17, 17') das Mischgut in eine bestimmte Längsrichtung des Gehäuses fördert und der innere Mischflügel (18, 18'; 26) das Mischgut in gleicher oder entgegengesetzter Längsrichtung wie der äußere Mischflügel (17, 17') fördert.
Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleerungsöffnung (13) in der Stirnwand (3) oder an der Unterseite (5) des Gehäuses im Stirnseitenbereich in einem Teil des Gehäuses bzw. Mischtroges (25) vorgesehen ist, der gegenüber dem Untergestell (1) übersteht und/oder oberhalb eines unterfahrbaren Gutwagens oder unterstellbaren Entleerungsbehälters oder unterschiebbarer Förder- oder Abfüllanlage endet. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (13) durch ein verschwenkbares oder verschiebbares Verschließelement verschließbar ist. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement eine verschwenkbare Klappe (14) ist, die um eine obere horizontale Schwenkachse (37) verschwenkbar und über einen Kniehebelverschluss (31, 32, 33, 34) in eine Verschließstellung und eine Öffnungsstellung verbringbar ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Mischflügel (17) einarmig, doppelarmig oder mehrarmig und wendelförmig mit Teilwendel oder ganzen oder mehreren Wendelgängen ausgebildet ist und sich mindestens an dem Boden des kreissegmentförmigen Mischtroges (25) abstreifend entlang dreht. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der äußere Mischflügel (17) an der äußeren Kante eine Kunststofflippe als Abstreiflippe aufweist und/oder mindestens teilweise hohl ausgebildet ist und dass in den Hohlraum die Heizvorrichtung eingesetzt ist oder mit dem Hohlraum über einen seitlichen Verteiler mit zentrischem Rohranschluss Warmwasser einer Heizvorrichtung einleitbar und ableitbar ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Mischflügel (18) ein ein-, doppel- oder mehrarmiger, wendel- oder schneckenförmig ausgebildeter Mischflügel ist. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendel eine Teilwendelung, eine volle oder eine mehrgängige Wendelung ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Mischflügel (18) durch mindestens ein rotierendes Schlagmesser (26) ersetzt ist, wobei die mehreren Schlagmesser (26) auf einer Welle (38) befestigt sind. Anlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Mischflügel oder das oder die Schlagmesser im Lagerungsbereich vor dem Flansch (27) im Innenraum des Mischtroges (25) einseitig oder beidseitig vorgesehen ist und nur über einen Teilabschnitt innerhalb des äußeren Mischflügels (17, 17') verläuft. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Mischflügel (18) oder das oder die Schlagmesser und/oder der äußere Mischflügel (17) von einem oder mehreren Motoren (11, 12) mit gleichen oder unterschiedlichen Drehzahlen gleichsinnig oder in entgegengesetzter Drehrichtung gleichförmig oder in Intervallen gesteuert antreibbar sind. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entleeren des Mischgutes der innere Mischflügel (18) oder das oder die Schlagmesser (26) sich nicht drehen und nur der äußere Mischflügel (17, 17') sich dreht oder Mischflügel (18, 17, 17') mit gleicher Drehzahl in gleicher Richtung drehen, und zwar in einer solchen Drehrichtung, dass das Mischgut von dem wendelförmigen Mischflügel (17) sich in Richtung der Entleerungsöffnung (13) bewegt. Anlage nach Anspruch 12 und/oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass während des Entleerungsvorganges der innere Mischflügel (18) mindestens kurzzeitig gegenüber dem äußeren schnell rotiert. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für den inneren Mischflügel (18) bzw. das Schlagmesser (26) mittels einer Freilaufkupplung am Antrieb des äußeren Mischflügels (17) angekuppelt ist und ein gemeinsamer Antrieb an einer Seite des Gehäuses (5) vorgesehen ist. Anlage nach Anspruch 12 oder 13 dadurch gekennzeichnet, dass die Motoren oder der eine Motor mit geregeltem Antrieb zur Erzeugung der gleichförmigen oder intervallgesteuerten Drehbewegung der Mischflügel vorgesehen sind. Anlage nach Anspruch 8 und 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des inneren Mischflügels (18) oder des Schlagmessers (26) während des Mischens höher ist als die des äußeren Mischflügels (17, 17'). Anlage nach Anspruch 2 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der äußeren Mischflügel (17, 17') miteinander über einen Querteil oder eine Ringscheibe (22) verbunden sind, an dem oder der zentrisch Lagerzapfen oder Lager für die Lagerung in den Stirnseiten (3, 4) vorgesehen sind. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Querteil oder die Ringscheibe hohl ausgebildet und über einen zentralen Anschluss an einer Warmwasserzu- oder Warmwasserableitung mit der Heizvorrichtung verbunden ist. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zentrisch ein innerer Mischflügel (18, 18') im Wesentlichen über die gesamte Länge sich erstreckend vorgesehen ist und dass die Mischflügelenden an einem sich drehenden Flansch befestigt sind, auf welchen Mischflügel (18, 18') mindestens einseitig ein Antrieb (12) wirkt, oder dass der innere Mischflügel aus auf einer Welle (38) befestigten Schlagmessern (26) besteht, die derart angeordnet sind, dass bei gleichzeitigem Zerwirken der eingefüllten Massen diese in eine bestimmte Richtung oder abschnittsweise gegenläufig transportiert werden. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischer einen Einfüllbereich aufweist, in dem die Mischerflügelanordnungen bereits wirken und einen sich anschließenden zylinderförmigen Bereich aufweisen, an dessen Ende die Entleerungsöffnung vorgesehen ist. Anlage nach Anspruch 2 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerflügelanordnungen in einem Halbschalenmischtrog angeordnet sind, und dass die zweite aufgesetzte Schalenhälfte durch einen Deckel gebildet ist. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung mindestens in dem Boden oder in einer Seitenwand des Gehäuses des Mischers (M), im Deckel oder der Haube (6) und/oder mindestens in einem Mischflügel vorgesehen ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung eine Mikrowellen-Heizvorrichtung ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung eine Infrarotstrahlung abgebende Heizquelle enthält. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Haube (6) ein Vakuumanzeigemessinstrument befestigt ist. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Mischer (M) ein Schalter zum Abschalten der Vakuumpumpe und ein Ventil zum Lufteinlass vorgesehen sind und dass eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, die die Betätigung des Ventils nur gestattet, wenn die Vakuumpumpe abgeschaltet ist. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungsschaltung vorgesehen ist, die die Steuerung der Vakuumpumpe, Kondensatablass, Heizvorrichtung regelt oder sperrt, solange die Entleerungsöffnung (13) geöffnet ist. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumpumpe (VP) und das Kühlaggregat (KA) für den oder die Kondensatoren parallel ein- oder ausschaltbar sind.






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