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Dokumentenidentifikation DE202007003521U1 12.07.2007
Titel Scheiben-Reparatur-Kitt aus Nanokomposit
Anmelder Frey, Uwe, 10707 Berlin, DE;
Mekle, Walter, 10707 Berlin, DE
DE-Aktenzeichen 202007003521
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.07.2007
Registration date 06.06.2007
Application date from patent application 06.03.2007
IPC-Hauptklasse C09J 11/04(2006.01)A, F, I, 20070306, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C03C 27/10(2006.01)A, L, I, 20070306, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Scheiben-Reparatur-Kitts üblicher Produktionsart sind aus Harzen oder ähnlichen Materialien gefertigt. Sie haben zwar eine gewünschte Elastizität, verfügen jedoch nicht über eine dem Glas ebenbürtige Härte. Da diese Harze das Licht nicht in gleichem Maße wie Glas brechen, ist nach der Reparatur die ausgefüllte Schadstelle optisch deutlich erkennbar. Vom Gesetzgeber darf daher keine Reparatur bei Fahrzeugfrontscheiben im Sichtfeld- im Format DIN A4- des Fahrers erfolgen. Ebenfalls mindert eine sichtbare Reparatur den Wiederverkaufswert eines Kfz.

In der Polymerforschung werden Mischungen entwickelt, die versuchen, sich dem Lichtbrechungsindex von Glas zu nähern.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Reparatur-Kitt zu schaffen, welcher in Polymer gebundene Nano-Partikel mit großer Moos'scher Härte enthält. Beim Aushärten richten sich diese chemisch so aus, dass bei Einfall von Licht im Polymer und Glas kein Phasenunterschied (= gleicher Lichtbrechungsindex) besteht.

Dieses Problem wird mit dem im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen und den folgenden Untermerkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass eine Scheibe nach Reparatur optisch einer neuen Scheibe gleicht. Ein Austausch einer Frontscheibe wegen Beeinträchtigung des Sichtfeldes ist nicht mehr notwendig, es entsteht ein großer Kostenvorteil. Bei Schaufenstern wird weiterhin eine optimale Präsentation der Auslage gewährleistet, eine Image-Beeinträchtigung wird verhindert. Wertvolle Antiquitäten können fachgerecht restauriert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 13 erläutert.

Es zeigen:

1: Ein Querschnitt einer Scheibe mit Schadstelle

2: Ein Querschnitt einer Scheibe mit ausgebesserter Schadstelle

3: Ein Querschnitt einer Scheibe nach Aushärtung des Polymers und erfolgter Ausrichtung der Nanopartikel

1
Das Nanokomposit
2
Scheibe/Glas
3
Kunststoff/Polymer
4
Nanopartikel
5
Schadstelle
6
Lichtstrahl


Anspruch[de]
Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Reparatur von Scheiben (2) eingesetzte Nanokomposit (1) sich beim Lichtbrechungsindex identisch wie Glas (2) verhält, und die reparierte Schadstelle (5) vom menschlichen Auge unsichtbar ist. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Nanokomposit (1) aus einer Mischung eines Kunststoffes (3) und harten Nanopartikeln (4) besteht. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach einem der Ansprüche 1–2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Licht in den verschiedenen Medien Nanokomposit (1) und Glas (2) mit gleicher Geschwindigkeit ausbreitet, so dass beim Durchlaufen des Objekts (1 und 2), durch optisch gleiche Dichte der Medien (gleicher Lichtbrechungsindex), kein Phasenunterschied zwischen Hintergrund und Hintergrundlicht besteht. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel (4) von ihrer Größe her im Nanometer-Bereich (1 Nanometer ist ein Millionster Teil eines Millimeters) zwischen 1 und 50 nm liegen. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel (4) auf der Moos'schen Härteskala möglichst nahe am Wert 10 liegen. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nanopartikel (4) insbesondere aus Keramik bestehen. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach den Ansprüchen 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunstoff (3) insbesondere aus einem Polymer besteht. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach den Ansprüchen 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass Schadstellen (5) in Scheiben oder Gläsern mit dem Nanokomposit (1) gefüllt sind. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach den Ansprüchen 1–8, dadurch gekennzeichnet, dass das zunächst flüssige Nanokomposit (1) durch UV-Strahlung ausgehärtet ist. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach den Ansprüchen 1–9, dadurch gekennzeichnet, dass das zunächst flüssige Nanokomposit (1) thermisch ausgehärtet ist. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach den Ansprüchen 1–10, dadurch gekennzeichnet, dass bei Aushärtung des Reparatur-Kitts die Nanopartikel sich chemisch so anordnen, dass durch gleichen Lichtbrechungsindex keine Beeinträchtigungen der Sichtverhältnisse entstehen, insbesondere bei Reparatur einer Kfz-Frontscheibe. Scheiben-Reparatur-Kitt mit Nanokomposit nach den Ansprüchen 1–11, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Schadstelle (5) ausgehärtete Nanokomposit (1) durch eine an die Scheibe (2) angepasste Härte bei gleichzeitiger Elastizität, ein weiteres Ausbreiten der Schadstelle verhindert, insbesondere bei Rissen.






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