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Dokumentenidentifikation DE202007004603U1 12.07.2007
Titel Adaptierbares Transportgestell für Paletten
Anmelder Gorr GmbH und Co. KG, 37269 Eschwege, DE
DE-Aktenzeichen 202007004603
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.07.2007
Registration date 06.06.2007
Application date from patent application 29.03.2007
IPC-Hauptklasse B62B 3/02(2006.01)A, F, I, 20070329, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 19/38(2006.01)A, L, I, 20070329, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein adaptierbares Transportgestell, bestehend aus einem U-förmigen mit Rollen versehenen und in der Breite verstellbaren Rahmen, der mit einer Palette kombiniert werden kann, so dass eine mit Waren gefüllte Palette auch zwischendurch ohne Stapler oder Handhubwagen bewegt werden kann.

Paletten in unterschiedlichen Ausführungen und verschiedenen standardisierten Größen sind in der Handelslogistikbranche weit verbreitet. Bisher mussten in den Einzelhandelsgeschäften die angelieferten Waren von den Paletten aufwändig in die Verkaufsregale umgeladen werden. Um Zeit und Kosten zu sparen, sind viele Handelsunternehmen mittlerweile dazu übergegangen, diese Regalsysteme abzuschaffen und vor allem durch die kompakteren Viertelpaletten zu ersetzen. Die Paletten werden somit direkt als Verkaufsdisplays genutzt, jegliches Umladen der Waren entfällt. Eine schnelle und flexible Platzierung dieser Verkaufsdisplays mittels Stapler und Handhubwagen ist aufgrund der häufig sehr beengten Platzverhältnisse schwierig. Wünschenswert ist es daher, dass die Paletten nach dem Entladen in den Verkaufsräumen auch ohne Stapler und Handhubwagen per Hand verschoben werden können.

In der Praxis sind Fahrgestelle für Paletten in verschiedenen Varianten verbreitet. Häufig handelt es sich hierbei um ein mit Rollen versehenes rechteckiges Rahmengestell, das nach Anheben der Palette mit einem Stapler unter die Palette gesetzt werden kann. Nachteil dieser Systeme ist, dass die Fahrgestelle ohne Einsatz eines Staplers nicht montiert werden können. Häufig werden aber Hubwagen zum Anheben der Paletten genutzt, bei denen ein Untersetzen der Fahrgestelle nicht möglich ist, weil die Lastrollen des Hubwagens ein Unterfahren verhindern. Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Systeme bekannt, wie beispielsweise in DE 201 15 542 U1 und DE 20 2005018 877 U1 beschrieben, bei denen Rollen nach Anheben der Palette nacheinander einzeln an der Palette angebracht werden. Da die Montage dieser Systeme sehr zeitaufwändig ist, ist deren Einsatz lediglich in Einzelfällen sinnvoll. Im Einzelhandel werden heutzutage teilweise Rollträger, sogenannte Dollies, getestet. Hierbei handelt es sich um fest mit Rollen versehene Palettensysteme, die wie ein Transportwagen von Hand geschoben und zusätzlich bei Bedarf mit Stapler und Hubwagen bewegt werden können. Einer weiten Verbreitung dieser meist auf Pfandbasis vertriebenen Rollträger stehen die hiermit verbundenen hohen Kosten im Wege.

Ausgehend von den Unzulänglichkeiten der obigen Systeme liegt der Erfindung die Idee zu Grunde, ein bei Bedarf mittels Handhubwagen schnell an eine Standardpalette zu montierendes bzw. demontierendes Fahrgestell zu entwickeln, mit dem vorwiegend die verbreiteten standardisierten Kunststoff-Viertelpaletten per Hand im Verkaufsraum verschoben werden können. Diese Viertelpaletten sind in der Regel so konzipiert, dass die Standfüße sehr weit außen am Rand der Palette angebracht sind, so dass der verbleibende Rand der Palette als sichere Auflagefläche für einen U-förmigen Rahmen nicht ausreicht. Es muss daher eine Lösung gefunden werden, bei der der Rahmen unter die angehobene Palette geschoben werden kann und anschließend diese nicht nur am äußeren Rand umfasst.

Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelöst durch ein in seiner Schenkelöffnung verstellbares U-förmiges Rahmengestell, dessen beide Schenkel jeweils so konturiert sind, dass sie nach Montage an die Palette diese nicht nur am äußeren Rand tragen, an dessen Unterseite Rollen angebracht sind und dessen Rahmengröße durch einen geeigneten Klapp- oder Verschiebemechanismus so veränderbar ist, dass das Gestell im auseinander gezogenen Zustand einfach unter eine durch einen Hubwagen oder eine ähnliche Hebevorrichtung angehobene Palette geschoben werden kann und dann diese durch Zusammenschieben sicher umfasst.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen in zwei Ausführungsbeispielen erläutert. Die Zeichnungen zeigen:

Fig. 1: ein klappbares U-förmiges Rahmengestell für eine Kunststoff-Viertelpalette

Die Figur zeigt ein U-förmiges Rahmengestell (1), welches sich aus zwei L-förmigen Einzelteilen [(2) und (3)] zusammensetzt, die über einen Drehmechanismus (4) miteinander verbunden sind. Die beiden Schenkel sind dabei jeweils so konturiert (5), dass sie nach Montage an die Palette diese nicht nur am äußeren Rand tragen Mit Hilfe des Drehmechanismus (4) kann die Schenkelöffung in ihrem Winkel verändert werden und das Rahmengestell nach Anheben der Palette (6) beispielsweise mittels Handhubwagen oder Stapler an diese angesetzt werden. An dem U-förmigen Rahmengestell sind mindestens drei vorzugsweise in ihrer Fahrtrichtung veränderbare Rollen (7) so angeordnet, dass die Kippgefahr beim Fahren möglichst gering ist. Durch einen entsprechenden Rastmechanismus (ohne Abbildung) kann erreicht werden, dass sich der Schenkelöffnungswinkel nach der Montage an der Palette nicht mehr eigenständig verändern kann und damit beide Systeme im Einsatz nicht wieder auseinander fallen können.

Fig. 2: ein in seiner Schenkelbreite verschiebbares U-förmiges Rahmengestell für eine Kunststoff-Viertelpalette

Die Figur zeigt ein U-förmiges Rahmengestell (1), welches sich aus zwei L-förmigen Einzelteilen [(2) und (3)] zusammensetzt, die über einen Verschiebemechanismus (4) miteinander verbunden sind. Die beiden Schenkel sind dabei jeweils so konturiert (5), dass sie nach Montage an die Palette diese nicht nur am äußeren Rand tragen. Durch den Verschiebemechanismus (4) kann der Abstand der Schenkel durch Auseinanderziehen beider Schenkel [(2) und (3)] verändert und damit das Rahmengestell nach Anheben der Palette (6) beispielsweise mittels Handhubwagen oder Stapler an diese angesetzt werden. An dem U-förmigen Rahmengestell sind mindestens drei vorzugsweise in ihrer Fahrtrichtung veränderbare Rollen (7) so angeordnet, dass die Kippgefahr beim Fahren möglichst gering ist. Durch einen entsprechenden Rastmechanismus (ohne Abbildung) kann erreicht werden, dass sich der Schenkelabstand nach der Montage an der Palette nicht mehr eigenständig verändern kann und damit beide Systeme im Einsatz nicht wieder auseinander fallen können.

Die in den 1 und 2 gezeigten Rahmengestelle stellen bevorzugte Ausführungsbeispiele dar. Jedoch ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr alle durch die Schutzansprüche definierten Ausgestaltungen.


Anspruch[de]
Transporthilfe für Paletten, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem U-förmigen Rahmengestell (1) besteht, welches mindestens drei Rollen (7) besitzt und dessen beide Schenkel [(2) und (3)] so konturiert sind (5), dass sie nach Montage an die Palette (6) diese nicht nur am äußeren Rand tragen und bei dem die Schenkelöffnung in dem Maße veränderbar gestaltet ist, dass die Transporthilfe unter eine angehobene Palette (6) geschoben werden kann und anschließend so die Palette umgreift, dass die Palette wie ein Rollwagen bewegt werden kann. Transporthilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Rahmengestell eine oder mehrere Rollen durch feste Stützfüße ersetzt sind, so dass das Rahmengestell nur in Kombination mit einer koppelbaren Fahreinrichtung (Heberoller) bewegt werden kann, die während des Fahrbetriebs die Stützfüße anhebt. Transporthilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Schenkelöffnung dadurch realisiert wird, dass zwei L-förmige Bügel durch einen Drehmechanismus [(4) aus 1] so miteinander verbunden sind, dass der Öffnungswinkel durch Verdrehen beider Schenkel [(2) und (3)] gegeneinander veränderbar ist. Transporthilfe nach den Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Schenkelöffnung dadurch realisiert wird, dass zwei L-förmige Bügel durch einen Verschiebemechanismus [(4) aus 2] miteinander verbunden sind, so dass der Abstand beider Schenkel durch Auseinanderziehen beider Bügel [(2) und (3)] veränderbar ist. Transporthilfe nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der verstellbare Rahmen einen geeigneten Rastmechanismus besitzt, der sicherstellt, dass sich der Abstand der Schenkel nach Montage an einer Palette nicht mehr eigenständig verändern kann. Transporthilfe nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmengestell an einen oder mehreren Seiten mit einer Werbefläche versehen ist.






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