Die Erfindung betrifft ein Schreibgerät, insbesondere einen Kugelschreiber.
Ein Schreibgerät dieser Art wird von der Anmelderin unter der
Bezeichnung "Media Clic" auf dem Markt vertrieben und ist somit Stand der Technik.
Ein weiteres Schreibinstrument dieser Art wird in US
5145272 offen gelegt.
Eine wesentliche Funktion dieses bekannten Schreibgeräts besteht
darin, dass im hinteren, also im dem Schreibende abgewandten Endbereich des Schreibgeräts,
ein Druckknopf angeordnet und im hülsenförmigen Gehäuses des Schreibgeräts
drehgesichert axial verschiebbar gelagert ist, an dem ein Vorratstank durch die
Kraft einer Feder rückseitig abgestützt ist, und mit dem der Vorratstank
durch ein manuelles Vorschieben des Druckknopfs in eine Schreibstellung verschiebbar
ist, in der der Druckknopf durch eine Verriegelungseinrichtung selbsttätig
am Gehäuse verrastet wird und somit gegen ein Zurückschieben fixiert ist,
um eine Schreibarbeit mit dem Schreibgerät ausführen zu können. Die
Verriegelungseinrichtung ist durch eine zickzackförmige Führungsnut in
der Wand des Gehäuses und einer darin verschiebbar geführten Verriegelungsnase
gebildet, die am freien Ende eines sich im wesentlichen achsparallel erstreckenden
und am Druckknopf gelagerten Federarmes angeordnet ist und beim Vorschieben des
Druckknopfs in der zickzackförmigen Führungsnut zunächst in die eine
Umfangsrichtung verlagert wird und am Ende der zickzackförmigen Führungsnut
wieder in seine Mittelstellung zurückfedert und den Druckknopf gegen ein Zurückschieben
verrastet.
Zum Lösen der Verriegelungseinrichtung ist eine Schalteinrichtung
vorgesehen, die beim weiteren manuellen Vorschieben des Druckknopfs aus der Verriegelungsstellung
die Verriegelungsnase selbsttätig entrastet, so dass nach dem Loslassen des
Druckknopfs die Federkraft den Druckknopf und die Verriegelungsnase in die Ausgangsstellung
zurückschieben kann. Um zu vermeiden, dass die Verriegelungsnase beim Zurückschieben
aus der weiter vorgeschobenen Lösestellung am vorderen Ende der zickzackförmigen
Führungsnut wieder in diese eintaucht und verrastet, ist am Druckknopf ein
Tragelement mit einer schrägen Tragfläche vorgesehen, auf die die Verriegelungsnase
beim Eintauchen bei der Vorbewegung aus der Verriegelungsstellung in die entgegengesetzte
Umfangsrichtung so seitlich verlagert, dass bei der Rückbewegung die Verriegelungsnase
nicht am vorderen Ende der zickzackförmigen Führungsnut sondern nur am
hinteren Ende der Führungsnut in seine Ausgangsstellung einfedern kann.
Bei der bekannten Ausgestaltung ist das Tragelement auf einem Sockel
des Druckknopfs angeordnet, der sich im mittleren Bereich des Druckknopfs befindet
und mit seiner nach vorne gerichteten Stirnseite eine Begrenzungsfläche für
einen Aufnahmeschacht für das hintere Ende des Vorratstanks bildet. Hierdurch
ist zum einen eine schwierige und zum anderen eine materialintensive Bauweise vorhanden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schreibgerät der
eingangs angegebenen Art bezüglich der Anordnung des Tragelements zu verbessern.
Insbesondere soll die Abstützung des Tragelements in den Umfangsbereich des
Druckknopfs verlegt werden Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Bei dem erfindungsgemäßen Schreibgerät ist das Tragelement
an einem Umfangswandabschnitt des Druckknopfs angeordnet und getragen, der sich
radial außerhalb eines zentralen Freiraums im Druckknopf befindet. Träger
des Tragelements ist somit eine Umfangswand oder ein Umfangswandabschnitt des Druckknopfs.
Hierdurch ergibt sich eine einfache Formgebung, die sich insbesondere als Spritzgießteil
einfach herstellen lässt, da es keiner sich im Zentrum des Druckknopfs quer
erstreckenden Tragwand bedarf, wie es bei der bekannten Ausgestaltung der Fall ist.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung im zentralen Bereich des Druckknopfs kein Material vorhanden ist und
deshalb der Materialaufwand verringert ist. Dies führt auch zu einer Verringerung
des Gewichts und der Herstellungskosten.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
besteht darin, dass der Freiraum als Aufnahmeraum für den Vorratstank genutzt
werden kann und deshalb mit einem größeren Querschnitt ausgebildet werden
kann als die Querschnittsgröße des Vorratstanks, so dass dieser mit Bewegungsspiel
darin einführbar ist. Folglich kann der Aufnahmeschacht für den Vorratstank
axial über das Tragelement hinaus verlängert werden, so dass das Schreibgerät
sich für längere Vorratstanke eignet und deshalb Vorratstanke mit einer
größeren Schreibstofffüllung und einer längeren Gebrauchszeit
benutzt werden können.
Die Tragfläche lässt sich in einfacher Weise als axiale
Querfläche des Umfangswandabschnitts ausbilden, die ein Loch in der Umfangswand
begrenzt, in das die Verriegelungnase eintaucht, wenn der Druckknopf aus seiner
Verriegelungsstellung weiter nach vorne geschoben wird und die Verriegelungnase
in die Ausnehmung eintaucht. Dabei ist wesentlich, dass die Verriegelungnase in
der eingetauchten Stellung zu der Seite hin seitlich abgestützt
ist, auf der sich die zickzackförmigen Führungsnut befindet. Durch diese
seitliche Abstützung wird formschlüssig verhindert, dass die Verriegelungnase
bei ihrer Rückbewegung in die Ausgangsstellung unbeabsichtigt in die Führungsnut
einfedert.
Im Übrigen führen die Merkmale der Unteransprüche zu
einfachen und raumgünstigen Ausgestaltungen und zwar sowohl im Bereich des
die Tragfläche tragenden Hülsenabschnitts als auch im Bereich der Verriegelungnase,
deren besondere Formgebung eine gute Funktion und eine lange Lebensdauer trotz eines
nicht zu vermeidenden Verschleißes zwischen der Verriegelungnase und der Führungsnut
gewährleisten.
Nachfolgend werden vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung anhand
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
1 ein erfindungsgemäßes Schreibgerät
im Längsschnitt;
2 die in 1 mit X gekennzeichnete
Einzelheit in der Draufsicht;
3 die in 1 mit X gekennzeichnete
Einzelheit in der Draufsicht auf einen Druckknopf;
4 den Querschnitt IV-IV in 1.
Die Hauptteile des in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten
Schreibgerätes sind ein stiftförmiges Gehäuse 2 und ein
darin aufgenommener Vorratstank 3.
Das Gehäuse 2 besteht aus einer Griffhülse
4, die an ihrem vorderen Ende mit einer Kuppel 5 verbunden, insbesondere
verschraubt, ist und an ihrem hinteren Ende durch einen Druckknopf 6 verschlossen
ist, der durch eine Führung 7 axial verschiebbar mit der Griffhülse
4 verbunden ist. Der Vorratstank 3 befindet sich in einem Vorratstankschacht
8, der die Kuppel 5 in Form eines verjüngten Längsloches
9 durchsetzt, durch den Hohlraum 11 der Griffhülse
4 gebildet ist und sich in seinem hinteren Endbereich als Vorratstankloch
12 bis in den Druckknopf 6 hinein erstreckt.
Beim Ausführungsbeispiel weist der Druckknopf 6 einen
hülsenförmigen Führungsschaft 13 auf, der in seiner Querschnittsgröße
und seiner z.B. kreisrunden Form mit Bewegungsspiel an die Innenquerschnittsgröße
und -form der Griffhülse 4 angepasst ist, in der Griffhülse
4 eingesetzt und darin axial verschiebbar ist. Der Vorratstank
3 ist durch eine Feder 14, vorzugsweise eine sie umgebende Wendelfeder,
nach hinten vorgespannt, wobei ihr hinterer Endbereich sich in einen zentralen Freiraum,
hier in das Vorratstankloch 12 des Druckknopfs 6 erstreckt und
an einer Schulterfläche 15 nach hinten abgestützt ist, die beim
Ausführungsbeispiel an radialen Stegen 16 ausgebildet ist, die sich
von der Hülsenwand 17 des Führungsschaftes 13 radial
nach innen erstrecken. Der Vorratstank 3 kann auch einen größeren
Querschnitt aufweisen, z.B. an die Querschnittsgröße des Vorratstankloches
12 angepasst sein, wobei die Stege 16 entfallen können und
eine das Vorratstankloch 12 begrenzende Lochwand 18 als Schulterfläche
zur rückseitigen Abstützung des Vorratstanks 3 dienen kann. Die
Feder 14 ist mit ihrem vorderen Ende an der Kuppel 5 abgestützt,
und ihr hinteres Ende greift an einer Schulter im mittleren Bereich des Vorratstanks
3 an.
Der Vorratstank 3 ist durch ein manuelles Vorschieben des
Druckknopfs 6 aus der dargestellten hinteren Parkstellung in eine vordere
Schreibstellung verschiebbar, in der die Vorratstankspitze 3a aus der Kuppel
5 vorragt und der Druckknopf 6 durch eine Verriegelungseinrichtung
19 an der Griffhülse 4 gegen ein Zurückschieben verrastet
ist.
Die Verriegelungseinrichtung 19 ist durch eine Verriegelungsausnehmung
21 in der Hülsenwand 22 der Griffhülse 4 und
eine federbeweglich am Druckknopf 6 angeordnete Verriegelungsnase
23 gebildet, die aufgrund der elastischen Federkraft selbsttätig in
die Verriegelungsausnehmung 21 einrastet. Die Verriegelungsnase
23 ist auf dem freien Ende eines sich etwa achsparallel erstreckenden Federarms
24 angeordnet, der Teil der Druckknopfhülsenwand 17 ist und
durch zu beiden Seiten von ihm angeordnete Wandausnehmungen 25,
26 gebildet ist.
Die Verriegelungsausnehmung 21 ist Teil einer zickzackförmigen
Führungsnut 27, deren hinteres Nutende eine Parkausnehmung
27a und deren vorderes Nutende die Verriegelungsausnehmung 21
bildet. Die seitliche Begrenzungswand 21a der Verriegelungsausnehmung
21 kann bezüglich der Begrenzungswand 27b der Parkausnehmung
27a seitlich zur Führungsnut 27 hin um das Maß a versetzt
sein, z.B. um etwa ein bis zwei mm. Nach vorne ist die Verriegelungsausnehmung
21 durch eine sich quer, vorzugsweise rechtwinklig, zur Längsachse
der Griffhülse 4 erstreckende Begrenzungswand 21b begrenzt.
Die vom Federarm 24 nach außen abstehende Verriegelungsnase
23 ist bezüglich ihrer Querschnittsform an die Form des hinteren Endbereichs
bzw. der Parkausnehmung 27a der Führungsnut 27 angepasst,
d.h. sie weist eine – von hinten nach vorne gesehen – rechtsseitige
axiale Seitenfläche 23a auf, die mit einer nach vorne gerichteten
Verlängerung der Seitenfläche 23a einen spitzen Winkel W1 von
etwa 25° bis 35° einschließt, und an die sich im mittleren
Bereich der Verriegelungsnase 23 eine zur anderen Seite hin spitzwinklig
erstreckende Freifläche 23b bis zu einer sich quer erstreckenden Frontfläche
23c erstreckt, die nach hinten geneigt ist und mit der Längsmittelsachse
4a der Griffhülse einen spitzen Winkel W von z.B. etwa 45° einschließt.
Die Kante zwischen der Freifläche 23b und der Frontfläche
23c kann durch eine Rundung oder durch eine Kantenbruchfläche
23d gebrochen sein. Die Rückenfläche 23e ist im Wesentlichen
parallel zur Freifläche 23b nach vorne geneigt, und sie endet in einem
nach hinten gerichteten Abstand b vom vorderen Ende eines Außenwandabschnitts
17a, der sich von hinten und/oder von der in 3
linken Seite her in die U-förmige Ausnehmung 2 hinein erstreckt. In
die nach rechts gerichtete Umfangsrichtung weist der Außenwandabschnitt
17a eine sich achsparallel erstreckende Tragfläche 17b auf,
die mit der sich quer zur radialen Bewegungsrichtung 28 der Verriegelungsnase
23 verlaufenden Längsmittelebene E1 der Griffhülse
4 einen spitzen Winkel W3 einschließt, der etwa 30 bis 60° betragen
kann und beim Ausführungsbeispiel etwa 45° beträgt. An der Außenseite
kann der Außenwandabschnitt 17a durch eine sekantial verlaufende Freifläche
17c abgeflacht sein, wodurch die Tragfläche 17b auf den inneren
Bereich des Außenwandabschnitts 17a begrenzt ist. Beim Ausführungsbeispiel
befindet sich die radial äußere Begrenzungskante 17d der Tragfläche
17b etwa in der sich rechtwinklig zur E1 erstreckenden Längsmittelebene
E2, wobei die Verriegelungsnase 23 bezüglich der Längsmittelebene
E2 soweit außermittig versetzt ist, beim Ausführungsbeispiel nach rechts,
dass sie mit ihrem der Längsmittelebene E2 zugewandten unteren Rand
23f sich in ihrer entspannten Stellung in einem radialen Abstand c radial
oberhalb der Tragfläche 17b befindet, vorzugsweise in deren mittleren
Bereich.
Die Verriegelungsnase 23 weist von der schrägen Rückenfläche
23e einen seitlichen Ansatz 23g auf, der sich im inneren Bereich
seiner Seitenfläche oberhalb der Tragfläche 17b befindet und
dessen Seitenfläche 23h mit der Längsmittelebene E2 einen nach
innen offenen spitzen Winkel W4 einschließen kann, der z.B. etwa 10 bis 15°
betragen kann. Am oberen Rand der gegenüberliegenden Seite kann die Verriegelungsnase
23 einen seitlichen Ansatz 23a aufweisen.
Beim Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Außenwandabschnitt
17a in einem im Querschnitt verjüngten Längsabschnitt des Vorratstanklochs
12. Der Dickenunterschied ist in 1 und
4 mit d bezeichnet. Deshalb steht der Außenwandabschnitt
17a vom nichtverjüngten Längsabschnitt des Vorratstanklochs
12 um das Maß d nach innen vor. Hierdurch lässt sich eine Tragfläche
17b mit einer größeren Querabmessung e erreichen. Beim Ausführungsbeispiel
überragt der Außenwandabschnitt 17a die Längsmittelebene
E2 um das Maß f.
Der Druckknopf 6 ist durch eine Drehsicherung 31
in der Griffhülse 4 drehgesichert und dabei längs verschiebbar.
Die Drehsicherung 31 kann durch einen Nut/Zapfeneingriff 32 auf
einer oder auf beiden Seiten zwischen dem Druckknopf 6und der Griffhülse
4 verwirklicht sein. Beim Ausführungsbeispiel stehen vom Druckknopf
6 auf beiden Seiten sich achsparallel erstreckende Führungsstege
33 ab, die mit Bewegungsspiel in sich parallel erstreckenden Führungsnuten
34 in der Innenwandfläche der Hülsenwand 22 befinden
und rückseitig offen sind, so dass der Druckknopf 6 mit den Führungsstegen
33 von hinten einschiebbar ist. Hierdurch ist die Positionierung der Verriegelungsnase
23 bezüglich der Führungsnut 27 in den Umfangsrichtungen
gewährleistet.
Die Verriegelungseinrichtung 19 ist mit einer Schalteinrichtung
35 kombiniert, die es ermöglicht, die Verriegelungseinrichtung
19 zu lösen und den Druckknopf 6 mit dem Vorratstank
3 aus der Verriegelungsstellung in die Parkstellung zurückzuführen.
Zur Durchführung dieses Lösevorgangs wird der Druckknopf aus der Verriegelungsstellung
manuell weiter vorgeschoben, wobei die Verriegelungnase 23 mit ihrer Frontfläche
23e gegen die Begrenzungswand 21b stößt und dadurch
radial einwärts bewegt wird, wobei sie auf die seitlich wirksame Tragfläche
17b trifft und an dieser zur der Führungsnut 27 abgewandten
Seite hin soweit versetzt wird, dass sie sich auf einer achsparallelen Linie befindet,
die sich neben der Verriegelungsausnehmung 21 befindet, so dass beim Zurückbewegen
des Druckknopfs 6 durch die Kraft der Feder 14 die Verriegelungsnase
23 neben der Verriegelungsausnehmung 21 an der Innenfläche
der Hülsenwand 22 geleitet und ohne ein Eintauchen in die Verriegelungsausnehmung
21 in die Parkstellung gelangt, in der sie in die Parkausnehmung
27a wieder einfedert. Die sich achsparallel erstreckende Linie
36 schneidet die Parkausnehmung 27a und die Verriegelungsnase
23 mittig, so dass das Einfedern der Verriegelungsnase 23 selbsttätig
gewährleistet ist.
Es ist auch möglich, die Tragfläche 17b so anzuordnen,
dass die Verriegelungsnase 23 aufgrund der seitlichen Ausbiegung des Federarms
24 um den Versatz a beim Vorschieben des Druckknopfs und Eintauchen der
Verriegelungsnase 23 selbsttätig in den Bereich der Linie
36 zurückfedert. Die Tragfläche 17 kann in einer solchen
Position angeordnet sein, dass sie ein seitliches Bewegen der Verriegelungsnase
23 zur Verriegelungsausnehmung 21 hin durch Anschlag verhindert,
wenn der Druckknopf 6 aus der vorgeschobenen Stellung in die Parkstellung
zurückbewegt wird.