GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine zylindrische Trommel für
ein Schleif-/Polierwerkzeug, die in ihrer Trommeloberfläche mit einer Anzahl
von unterschnittenen, axialen Nuten für die Anbringung von einem oder mehreren
axialverschieblichen Schleifelementen versehen ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Durch die Verwendung zylindrischer Trommeln für Schleif-/Polierwerkzeuge
mit unterschnittenen und durchgängigen Nuten in der Oberfläche der zylindrischen
Trommel, wodurch das Montieren und Auswechseln von in Längsrichtung gleitenden
Schleifelementen ermöglicht wird, ist es notwendig, dass die in Längsrichtung
verschieblichen Schleifelemente während der Verwendung des Schleif-/Polierwerkzeuges
am Ort gehalten werden.
Normalerweise befindet sich an einem Ende der zylindrischen Trommel
eine Anordnung mit einer Scheibe und einem Mittel zur Befestigung der zylindrischen
Trommel an einer Antriebseinheit, z.B. einem Getriebe und/oder einem Motor. An dem
anderen Ende der zylindrischen Trommel befindet sich eine zweite Anordnung mit einer
lösbaren Scheibe und möglicherweise einem Mittel zur Befestigung der zylindrischen
Trommel an einer Trägereinheit.
Dies hat jedoch den Nachteil, dass zum Auswechseln der Schleifelemente
in der zylindrischen Trommel die Anordnung mit der lösbaren Scheibe auseinander
genommen werden muss, was arbeits- und zeitaufwändig sein kann.
AUFGABE DER ERFINDUNG
Die Erfindung hat daher zum Ziel, eine zylindrische Trommel bereitzustellen,
welche ein sicheres Festhalten der in Längsrichtung verschieblichen Schleifelemente
während der Verwendung des Schleif-/Polierwerkzeuges ermöglicht und welche
beim Auswechseln der Schleifelemente einfach und schnell zu handhaben ist.
Dies lässt sich durch eine zylindrische Trommel gemäß
Anspruch 1 bzw. Anspruch 5 erreichen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Um ein Sichern von in Längsrichtung verschieblichen Formen in
den unterschnittenen axialen Nuten in der zylindrischen Trommel zu erreichen, ist
die zylindrische Trommel mit einer kreisförmigen Nut senkrecht zu der Drehachse
der zylindrischen Trommel und entlang der Peripherie von entweder der Trommeloberfläche
oder der Achsoberfläche gestaltet, in der es möglich ist, ein Stoppmittel
bereitzustellen, das in der Weise angeordnet ist, dass es in der ringförmigen
Nut in axial fixierter Stellung aufgenommen werden kann. Da wenigstens ein Teil
des Stoppmittels Endflächen der in den axial unterschnittenen Nuten angebrachten
Schleifelementformen berührt, können diese sich nicht bewegen.
Wenn die ringförmige Nut in der Trommeloberfläche angeordnet
ist, schneidet sie sämtliche unterschnittenen axialen Nuten in der Trommeloberfläche,
und die Schleifelemente sind in der Weise angepasst, dass sie eine Länge aufweisen,
die der Länge von einem Ende der zylindrischen Trommel und bis zu der unterschnittenen
Nut entspricht.
Wenn die ringförmige Nut in der Oberfläche des Schafts der
zylindrischen Trommel angeordnet ist, schließt sie unmittelbar an sämtliche
unterschnittenen axialen Nuten an, und die Schleifelemente sind in der Weise angepasst,
dass sie eine Länge aufweisen, die der Länge der zylindrischen Trommel
entspricht.
In einer alternativen Ausführungsform sind nur zwei ringförmige
Nuten senkrecht zu dem zylindrischen Schaft und entlang der Peripherie entweder
in unmittelbarer Nähe jedes Endes der Trommeloberfläche oder in der Achsoberfläche
an jeder Seite der zylindrischen Trommel vorgesehen.
Um eine sichere Befestigung der Schleifelemente zu erreichen, sind
die Stoppmittel und die ringförmige Nut in der Weise gestaltet, dass die Stoppmittel
durch Anordnung in der ringförmigen Nut in axialer Richtung gesichert werden.
Abhängig davon, wie die ringförmige Nut gestaltet ist und
welches Stoppmittel verwendet wird, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder eine
ringförmige Nut mit Stoppmittel, das die gesamte ringförmige Nut ausfüllt,
oder eine ringförmige Nut mit einem Stoppmittel, das die ringförmige Nut
ausfüllt und sich über die ringförmige Nut hinaus erstreckt.
Am wichtigsten ist es jedoch in Bezug auf das Stoppmittel, dass wenigstens
ein Teil desselben an den Endflächen der Formen der Schleifelemente abschließt.
Dies hat zur Folge, dass die Form und Tiefe der ringförmigen Nut davon abhängt,
welche Art von Stoppmittel verwendet wird.
Bei einer Ausführungsform ist das Stoppmittel eine elastische
Vorrichtung, wobei die elastische Vorrichtung z.B. ein O-Ring und/oder ein Klemmring
ist.
Der elastische O-Ring besteht bevorzugt aus Gummi, kann jedoch alternativ
aus Kunststoff, einer Metalllegierung und/oder einem Textil bestehen.
Die einzige Voraussetzung ist, dass der O-Ring sich durch Einsetzen in die ringförmige
Nut um die ringförmige Nut herum in der Weise straffen soll, dass er während
der Rotation der zylindrischen Trommel gesichert ist, und dass es möglich ist,
den O-Ring dafür ausreichend zu dehnen, dass er aus der ringförmigen Nut
entfernt werden kann, wenn ein Auswechseln der Schleifelemente erfolgen soll.
Wenn es sich bei dem Stoppmittel um einen elastischen Klemmring handelt,
muss dieser in der Weise gestaltet sein, dass es möglich ist, den Klemmring
so weit zu dehnen, dass er in der ringförmigen Nut angeordnet und wieder aus
ihr entfernt werden kann. Der Klemmring kann typischerweise aus Federstahl oder
einer anderen Metalllegierung und/oder Kunststoffmischung mit elastischen Eigenschaften
bestehen.
Wenn weiterer Raum in der Längsrichtung der zylindrischen Trommel
bereitgestellt werden kann, kann ein Auswechseln der Formen erfolgen, während
die zylindrische Trommel zwischen einer Antriebseinheit und einer möglichen
Trägereinheit aufgehängt ist.
Alternativ kann bei einer Ausführungsform ein Riemen verwendet
werden, der in die ringförmige Nut eingesetzt und festgeklemmt wird. Zum Auswechseln
der in Längsrichtung verschieblichen Schleifelemente kann der Riemen typischerweise
zerrissen werden. Dies setzt voraus, dass der Riemen kostengünstig herzustellen
ist und nicht kompliziert sein darf. Bei diesem Riemen kann es sich z.B. um eine
Klemme, einen Gummizug, eine Schnur und/oder ein Band handeln.
Bei einer alternativen Ausführungsform zum Befestigen der Schleifelementformen
ist die zylindrische Trommel in der Weise gestaltet, dass die zylindrische Trommel
für ein Schleif-/Polierwerkzeug in ihrer Trommeloberfläche mit einer Anzahl
von unterschnittenen axialen Nuten zum Anbringen eines oder mehrerer axialverschieblicher
Schleifelemente versehen ist, und wobei ein elastisches Mittel mit einem Lager gegenüber
der Trommeloberfläche oder der Achsoberfläche und bevorzugt senkrecht
zu der Drehachse der zylindrischen Trommel und entlang der Peripherie von entweder
der Trommeloberfläche oder der Oberfläche des Schafts vorgesehen ist,
wobei wenigstens ein Teil des elastischen Mittels an einem Teil der Formen der Schleifelemente
abschließt, welche in den axialen, unterschnittenen Nuten befestigt sind.
Diese Ausführungsform der zylindrischen Trommel wird bei der
Verwendung von Schleif-/Polierwerkzeugen angewandt, die zylindrische Trommeln mit
großem Durchmesser einsetzen und/oder eine erhebliche Länge aufweisen.
Anstatt die zylindrische Trommel mit einer Nut auszubilden, ist es einfach, ein
elastisches Mittel zu verwenden, welches durch eine axiale Kontraktion, Elastizität
und Reibung die Formen der Schleifelemente in den unterschnittenen Nuten an der
zylindrischen Trommel befestigt.
Wenn das elastische Mittel auf der Trommeloberfläche angeordnet
ist, wird es in unmittelbarer Nähe des Endes aufgesetzt, das nicht an eine
Antriebseinheit verbunden ist.
Wenn das elastische Mittel auf der Achsoberfläche angeordnet
ist, wird es in unmittelbarer Nähe des Ausgangs aus der axialen unterschnittenen
Nut in der zylindrischen Trommel in der Weise angeordnet, dass wenigstens ein Teil
des elastischen Mittels an der Endfläche der Schleifelementformen abschließt,
welche in den axialen unterschnittenen Nuten befestigt sind.
Bei dem elastischen Mittel kann es sich z.B. um eines oder mehrere
der folgenden Mittel handeln: ein elastisches Band, einen Gummizug und/oder ein
Textil. Es muss jedoch durch Anbringen an der Trommeloberfläche oder der Achsoberfläche
axiale Kontraktion in der Weise bereitstellen, dass die Elastizität und die
Reibung die Schleifelementformen in der unterschnittenen Nut der zylindrischen Trommel
zurückhalten, ohne dass sie in eine in Längsrichtung verschiebende Bewegung
versetzt werden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird unten ausführlicher mit Bezug auf die Zeichnungen
beschrieben. Dabei zeigt
1 eine geschnittene Seitenansicht durch eine zylindrische
Trommel gemäß der Erfindung,
2 einen Schnitt durch eine zylindrische Trommel gemäß
der Erfindung,
3 einen Schnitt durch eine zylindrische Trommel gemäß
der Erfindung und
4 einen Schnitt durch eine zylindrische Trommel gemäß
der Erfindung.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die in 1 dargestellte perspektivische
Ansicht einer zylindrischen Trommel 1 stellt dar, dass eine zylindrische
Trommel 1 eine Trommeloberfläche 2 und einen Schaft bzw.
eine Achse 3 enthält. Auf der Trommeloberfläche 2 sind
eine Anzahl von unterschnittenen Nuten 5 vorgesehen, in denen Formen (nicht
dargestellt) mit Schleifelementen 4 angebracht sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist in der Trommeloberfläche
2 in Nähe der Kante der zylindrischen Trommel 1 eine Nut
8 vorgesehen. Die Nut 8 schneidet sämtliche unterschnittenen
axialen Nuten 5.
Ein Ende der zylindrischen Trommel ist mit einer abschließenden
Scheibe 6 verbunden, die dafür sorgt, dass die Formen (nicht dargestellt)
mit den Schleifelementen 4 nicht weiter in Längsrichtung verschoben
werden können als bis zu der Scheibe 6. In Verbindung mit der Scheibe
6 und dem Schaft 3 ist eine Antriebseinheit 7 angebracht.
Das gegenüberliegende Ende der zylindrischen Trommel 1 ist als ein
freies Ende mit einem vorstehenden Schaft 3 dargestellt. Die zylindrische
Trommel und/oder der Schaft 3 können mit einer Trägereinheit
(nicht dargestellt) verbunden sein.
In 2 wird ein Querschnitt der zylindrischen
Trommel 1 dargestellt, in der eine unterschnittene Nut 8 die axiale
Nut 5 schneidet. In der Nut 8 ist ein O-Ring 11 eingesetzt,
der als Stopper für axiale Bewegung der Form 10 fungiert. Bei der
dargestellten Ausführungsform ist die Nut 8 so geformt, dass der O-Ring
11 in die Nut 8 passt, während der obere Teil des O-Rings
11 von der Nut 8 freisteht.
Wie in 2 dargestellt ist es nur ein Teil
des O-Rings 11, der als Stopper gegen die Bewegung der Form 10
in der unterschnittenen Nut 5 verwendet wird. Es hängt von der Tiefe
der Nut 8 ab, ein wie großer Teil des O-Rings 11 als Stopper
verwendet wird, aber je tiefer die Nut 8 ist, desto schwieriger kann es
sein, den O-Ring 11 aus der Nut 8 zu entfernen.
In 3 wird eine alternative Ausführungsform
zum Sichern der in Längsrichtung verschieblichen Formen 10 dargestellt.
Nuten 13 sind in dem Schaft 3 unmittelbar gegenüber dem Endstück
12 der zylindrischen Trommel 1 in der Weise vorgesehen, dass ein
in der Nut 13 angebrachter O-Ring 11 einen Stopper für die
Form 10 in der unterschnittenen Nut 5 bildet.
Wichtig ist in dieser Ausführungsform, dass Nut 13 in
der Weise gestaltet ist, dass der O-Ring einen freien Teil aufweist, der nach oben
vorsteht und einen Teil der Form 10 bedeckt, wodurch ein Stopper für
in Längsrichtung verschiebende Bewegungen gebildet wird.
In 4 wird ein Querschnitt einer zylindrischen
Trommel 1 mit einer Trommeloberfläche 2 dargestellt, wobei
ein elastisches Mittel 15 dafür vorgesehen ist, die Schleifelementform
10 zurückzuhalten, und welches durch axiale Kontraktion, Elastizität
und Reibung die Schleifelementform 10 in der unterschnittenen Nut
5 der zylindrischen Trommel 1 zurückhält.
Die Erfindung ist nicht auf die oben in den Figuren dargestellten
und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. Weitere Ausführungsformen
einschließlich weiterer Ausführungsformen von Nuten und elastischen Mitteln
sind innerhalb des Geltungsbereiches dieser Erfindung und des in den Ansprüchen
spezifizierten Gegenstandes möglich.