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Dokumentenidentifikation DE69932286T2 12.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000963903
Titel Kettenfahrzeug und Rahmeneinheit dafür
Anmelder BAE Systems Hägglunds AB, Örnsköldsvik, SE
Erfinder Falk, Alfons, 891 78 Bonässund, SE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69932286
Vertragsstaaten AT, DE, DK, FI, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.05.1999
EP-Aktenzeichen 998500938
EP-Offenlegungsdatum 15.12.1999
EP date of grant 12.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2007
IPC-Hauptklasse B62D 55/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B62D 21/11(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F41H 7/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B62D 21/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kettenfahrzeug, das eine Rahmeneinheit und auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Rahmeneinheit angeordnete Kettensätze mit Antriebsrädern, an Pendelarmen befestigte Stützräder und Kettenspannräder für die aktive Wechselwirkung mit der Innenseite einer entsprechenden Endlosantriebskette aufweist, und das ebenfalls eine getrennte Panzerungseinheit aufweist, die mit der Rahmeneinheit verbunden ist (siehe zum Beispiel EP 0 723 905).

Bei vielen herkömmlichen gepanzerten Kettenfahrzeugen für militärische Zwecke sind die Kettensätze des Fahrzeugs direkt in tragenden Seitenwänden der Panzerung des Kettenfahrzeugs montiert, was bedeutet, dass große Kettensatzkräfte und damit Schwingungen durch eine robuste und schwere Panzerungskonstruktion absorbiert werden müssen.

Bei einem anderen bekannten Typ eines Kettenfahrzeugs weisen die Kettensätze ihre eigenen längslaufenden Stützrahmen auf, die mit den Seiten der Fahrzeugpanzerung über schwingungsdämpfende Elemente verbunden sind (siehe zum Beispiel DE 3 725 920) und EP 0 479 016). Solche Fahrzeuge weisen eine relativ geringe Höhe zu Lasten der Breite des Fahrzeugs auf, die relativ groß ist. Beide bekannten Typen von Kettenfahrzeugen haben gemeinsam, dass der Boden bzw. die Unterseite der Panzerung eine sehr robuste Auslegung aufweisen muss, um in der Lage zu sein, für das Fahrzeug einen guten Schutz vor Minen darzustellen.

Bei einem anderen Typ von Kettenfahrzeug (siehe zum Beispiel SE-B-390 522) sind die Seitenträger der Kettensätze mit einem gemeinsamen Rahmen in Form eines längslaufenden mutigen Trägers über querverlaufende Tellerfedern verbunden, wobei der mittige Träger eine getrennte Fahrzeugkarosserie über schwingungsdämpfende Elemente stützt. Dieser mittige Träger besitzt natürlich nicht die Schutzfunktion vor Minen.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Kettenfahrzeug des Typs bereitzustellen, auf den in der Einleitung Bezug genommen wurde, bei dem die Kettensätze des Fahrzeugs in einer stabilen und schwingungsgedämpften Weise in einer gemeinsamen Rahmeneinheit montiert werden können, die von der Fahrzeugkarosserie (der Panzerung) getrennt und so ausgelegt ist, dass sie die Kräfte absorbieren kann, die von den Kettensätzen stammen, und gleichzeitig eine darüber liegende Panzerung mit zusätzlicher Schwingungsdämpfung und in einer Weise stützen kann, die der Fahrzeugpanzerung Schutz vor Minen bietet.

Zu diesem Zweck ist das Kettenfahrzeug gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 gekennzeichnet. Mittels einer solchen grundlegenden Konstruktion des Kettenfahrzeugs mit einer im Wesentlichen flachen, darunter liegenden Rahmeneinheit, in welcher die Kettensätze montiert sind, wird einerseits eine effiziente Schwingungsdämpfung der gestützten Panzerung in wenigstens zwei Stufen ermöglicht, und andererseits kann die Konstruktion der Panzerung dünner und leichter sein, da die Letztere keine Belastungen von den Kettensätzen und der äußeren Umgebung absorbieren muss, wodurch sich eine bessere Gelegenheit in Bezug auf Veränderung der Panzerung in verschiedene Auslegungen bietet, beispielsweise in Modulform; des Weiteren wird auch Schutz vor Minen für den Bodenteil der Panzerung durch eine sehr kleine Erhöhung der Konstruktionshöhe des Fahrzeugs ermöglicht.

Die Erfindung betrifft auch die Rahmeneinheit selbst für ein Kettenfahrzeug, um parallele Kettensätze zu stützen, die sich an den Seiten des Fahrzeugs befinden. Gemäß der Erfindung wird die Rahmeneinheit damit durch die Merkmale von Anspruch 8 gekennzeichnet.

Weitere Merkmale des Kettenfahrzeugs und der entsprechenden Rahmeneinheit gemäß der Erfindung sind in den folgenden Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird im Folgenden ausführlicher unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen im Anhang beschrieben:

1 ist eine schematische Seitenansicht eines Kettenfahrzeugs gemäß der Erfindung;

2 ist eine schematische Rückansicht des Kettenfahrzeugs in 1;

3 ist eine perspektivische Explosionsansicht einer Bodenplatte und einer Panzerung für das Kettenfahrzeug gemäß der Erfindung;

4 ist eine schematische Perspektivansicht einer Bodenplatte mit einem daran montierten Kettensatz;

5 ist eine schematische Rückansicht eines Kettenfahrzeugs gemäß der Erfindung mit einer modifizierten Bodenplatte, und

6 ist eine teilweise Detailansicht der Bodenplatte in 5 mit einem darin aufgenommenen Torsionselement für die Pendelarme der Kettensätze, wobei die Arme die Stützräder tragen.

1 zeigt schematisch in einer Seitenansicht die grundlegende Konstruktion eines Kettenfahrzeugs 10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Fahrzeug 10 umfasst eine Panzerung bzw. eine Karosserie 12, die auf einer darunter liegenden Rahmeneinheit 14 in der Form einer starren Bodenplatte getragen wird, welche im Wesentlichen die gesamte Unterseite der Panzerung 12 bedeckt und die Letztere mittels schwingungsdämpfenden Elementen 16 stützt, wie beispielsweise Gummi- und/oder Federelementen, die so ausgelegt sind, dass sie Störgrößen durch die fahrenden Ketten des Fahrzeugs dämpfen. In der gezeigten beispielhaften Ausführungsform ist die Panzerung 12 von modularer Konstruktion und weist zwei getrennte Modulabschnitte auf, nämlich ein vorderes Fahrer- und Motor-Modul 12a und ein rückwärtiges lasttragendes Modul 12b. Die Panzerung kann so ausgebildet sein, dass sie leicht austauschbar ist, und damit die gleiche Bodenrahmenplatte für eine gesamte Familie von unterschiedlich konstruierten Kettenfahrzeugen verwendet werden kann.

Das Kettenfahrzeug 10 umfasst des Weiteren zwei Kettensätze 18, die entlang den Seiten des Fahrzeugs angeordnet sind und, wie in der schematischen Rückansicht des Fahrzeugs 10 in 2 angegeben, in den gegenüberliegenden längslaufenden Seitenkanten der tragenden Bodenplatte 15 montiert sind. Die Kettensätze 18 umfassen in bekannter Weise Antriebsräder 20, Spannräder 22 und eine Anzahl von an Pendelarmen montierten Stützrädern 24 für die aktive Wechselwirkung mit dem Inneren einer entsprechenden Endlosantriebskette 26, wie schematisch in 4 gezeigt.

Wie ausführlicher in den 3 und 4 dargestellt, kann die Bodenplatte 14 eine relative ebene Bodenwand 14a mit sich nach oben erstreckenden Seitenkanten 14b und einer Vorderkante 14c aufweisen, wobei die Seitenkanten 14b Löcher 28 für die Befestigung der Antriebsrad-Achsen, Löcher 30 für die Befestigung der Schwenkachsen der Pendelarme und Löcher 32 für die Befestigung von rückwärtigen Spannrad-Achsen aufweisen. Die Löcher 28, 30 und 32 können dann mit (nicht gezeigten) Gummilagern ausgestattet werden, um die Übertragung von Schwingungen von den Kettensätzen 18 auf die Bodenplatte zu reduzieren. Der Motor des Fahrzeugs kann in schwingungsgedämpfter Weise auf der Bodenplatte 14 über (nicht gezeigte) Einführungen in dem Boden der Panzerung 12 montiert werden.

In einer entsprechenden Ausführungsform, wie sie schematisch in 5 und 6 dargestellt ist, kann die Bodenplatte als eine relativ flache Kastenkonstruktion 14' ausgelegt werden, um damit einen Hohlraum zu begrenzen, um darin in einer schützenden Weise unter anderem längliche, quer verlaufende Torsionsfederelemente 34 aufzunehmen, die gegenüberliegende Paare von stützradtragenden Pendelarmen 36 an den Seiten der Bodenplatte 14' verbinden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Bodenplatte 14, 14' des Kettenfahrzeugs 10 in der Form eines Schutzschilds hergestellt, das für die darüber liegende Panzerung 12 des Kettenfahrzeugs Schutz vor Minen bereitstellt, und kann zu diesem Zweck geeignete keramische Metalle und/oder Faser-Verbundstoffe enthalten. Gemäß der Erfindung wird daher vorgeschlagen, dass der Rahmen des Fahrzeugs durch eine starre lasttragende Bodenplatte des Fahrzeugs ausgebildet wird, die einerseits in der Lage sein soll, alle Kräfte zu absorbieren, die von den Kettensätzen des Fahrzeugs stammen, und andererseits in einer Weise, die Schutz gegen Minen bietet, die gesamte Unterseite einer getrennten Panzerung zu bedecken, die von der Bodenplatte gestützt wird, wodurch eine effiziente Schwingungsisolierung zwischen der Panzerung und der Bodenplatte sowie zwischen den Kettensätzen und der Bodenplatte ermöglicht werden kann. Die gestützte Panzerung bzw. die Panzerungsmodule können dann relativ dünnwandig und leicht und außerdem so hergestellt werden, dass sie austauschbar auf der Bodenplatte montierbar sind, wobei es möglich ist, eine gemeinsame Bodenplatte für unterschiedliche Typen von Kettenfahrzeugen zu verwenden.


Anspruch[de]
Kettenfahrzeug mit einer Rahmeneinheit (14; 14') und, angeordnet auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Rahmeneinheit, Kettensätze (18) mit Antriebsrädern (20), an Pendelarmen befestigten Stützrädern (24) und Kettenspannrädern (22) für die aktive Wechselwirkung mit dem Inneren einer entsprechenden Endlosantriebskette (26), und ebenfalls umfassend eine getrennte Panzerungseinheit (12), die mit der Rahmeneinheit (14; 14') verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmeneinheit eine starre, tragende Bodenplatte (14; 14') umfasst, die so ausgelegt ist, dass sie im Wesentlichen die gesamte Unterseite der getrennten Panzerungseinheit (12) bedeckt und die Letztere über schwingungsdämpfende Befestigungselemente (16) stützt, und dass Achsen für die Antriebs- und Spannräder (20, 22) und die Pendelarme (36), die einen Bestandteil der Kettensätze (18) bilden, in Löchern (28, 30, 32) in entgegengesetzten, sich nach oben erstreckenden Seitenkanten (14b) der Bodenplatte (14; 14') über schwingungsdämpfende Tragelemente befestigt sind. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schwingungsdämpfenden Elemente Gummi enthaften. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14') einen Hohlraum für die Aufnahme von quer verlaufenden Torsionsfederelementen (34) für die Pendelarme (36) der Stützräder (24) begrenzt. Kettenfahrzeug nach irgendeinem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14; 14') als ein Schutz gegen Minen ausgelegt ist. Kettenfahrzeug nach irgendeinem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14; 14') keramische Metalle enthält. Kettenfahrzeug nach irgendeinem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14; 14') Faser-Verbundstoffe enthält. Kettenfahrzeug nach irgendeinem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass die Panzerungseinheit (12) einen oder mehrere getrennte Modulabschnitte (12a, 12b) umfasst. Rahmeneinheit (14; 14'), vorgesehen für ein Kettenfahrzeug (10) zum Unterstützen von parallelen Kettensätzen (18), die sich an den Seiten des Fahrzeugs befinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmeneinheit (14; 14') eine starre, tragende Bodenplatte (14; 14') umfasst, die so ausgelegt ist, dass sie im Wesentlichen die gesamte Unterseite einer getrennten Panzerungseinheit (12) bedeckt und die Letztere über schwingungsdämpfende Befestigungselemente (16) stützt, und dass Achsen für die Antriebs- und Spannräder (20, 22) und die Pendelarme (36), die einen Bestandteil der Kettensätze (18) bilden, in Löchern (28, 30, 32) in entgegengesetzten, sich nach oben erstreckenden Seitenkanten (14b) der Bodenplatte (14; 14') über schwingungsdämpfende Tragelemente befestigt sind. Rahmeneinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14') einen Hohlraum für die Aufnahme von quer verlaufenden Torsionsfederelementen (34) für die Pendelarme (36) der Stützräder (24) begrenzt. Rahmeneinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14; 14') als ein Schutz gegen Minen ausgelegt ist. Rahmeneinheit nach irgendeinem der Ansprüche 8–10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14; 14') keramische Metalle enthält. Rahmeneinheit nach irgendeinem der Ansprüche 8–11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (14; 14') Faser-Verbundstoffe enthält.






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