| Dokumentenidentifikation |
EP1598462 12.07.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001598462 |
| Titel |
Kettfadenwächter für Webmaschine |
| Anmelder |
Groz-Beckert KG, 72458 Albstadt, DE |
| Erfinder |
Bruske, Johannes Dr., 72458 Albstadt, DE |
| DE-Aktenzeichen |
502004003951 |
| Vertragsstaaten |
BE, CH, DE, FR, IT, LI, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
19.05.2004 |
| EP-Aktenzeichen |
040119109 |
| EP-Offenlegungsdatum |
23.11.2005 |
| EP date of grant |
30.05.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
12.07.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D03D 51/30(2006.01)A, F, I, 20070502, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft einen Kettfadenwächter für
eine Webmaschine zur Erfassung von Kettfadenbrüchen.
Webmaschinen werden in Betrieb parallel zueinander in einer
Ebene ausgerichtete Kettfäden zugeführt, die von einem Kettbaum herkommen.
Dabei kommt es auf jeden Kettfaden an. Reißt ein einziger Kettfaden hat dies
Webfehler zur Folge. Es werden deshalb Kettfadenwächter eingesetzt, die ständig
das Vorhandensein jedes einzelnen Kettfadens prüfen.
Ein solcher Kettfadenwächter ist beispielsweise aus
der WO 88/00626 bekannt. Er weist ein oder mehrere Kontaktschienen auf, die oberhalb
der Kettfadenebene quer zur Kettfadenlaufrichtung horizontal angeordnet sind. Jede
Kontaktschiene weist einen schmalen aufrecht stehenden Querschnitt auf, an dessen
oberer Kante ein Längsschlitz ausgebildet ist, in dem eine weitere Kontaktschiene
isoliert gehalten ist. Auf der Kontaktschiene sitzen nebeneinander viele einzelne
Lamellen. Die Kontaktschiene erstreckt sich dabei durch längliche, in den Lamellen
ausgebildete Fenster. Die Lamellen bestehen aus Stahl und sind mit Spiel vertikal
auf und ab auf der Kontaktschiene beweglich. In ihrer angehobenen Position geben
sie keine elektrische Verbindung zwischen der oberen eingelassenen Schiene und der
Kontaktschiene. Werden sie frei gegeben und fallen nach unten stellen sie einen
elektrischen Kontakt zwischen der isoliert gelagerten oberen eingelassenen Schiene
und der Kontaktschiene her. Jede Lamelle weist ein Öhr oder eine sonstige Öffnung
auf, durch die sich jeweils ein Kettfaden erstreckt. Ist der Kettfaden straff gehalten
hält er zugleich die Lamelle in oberer Position, so dass diese keinen elektrischen
Kontakt herstellen kann. Reißt der Kettfaden fällt die Lamelle unter der
Wirkung ihres Eigengewichts nach unten und verbindet die beiden Kontaktschienen
miteinander, was von einer Auswerteschaltung erfasst wird und zum Stillsetzen der
Webmaschine führt.
Aus der DE-A-631996 ist ein Kettfadenwächter mit Kontaktschienen
und Lamellen bekannt, bei dem die einzelnen Kontaktschienen an einem Wächterrahmen
montiert sind. Der Wächterrahmen ist als selbstschwingungsfähiges System
ausgebildet, dessen Eigenschwingungen auf die Schwingungen der Webkette in ihrer
Längsrichtung abgestimmt sind. Dadurch wird der Wächterrahmen durch Resonanzwirkung
zum Mitschwingen gebracht.
Damit sollen die zur Bewegung des Wächterrahmens erforderlichen
Kräfte minimiert und Schlupf und Reibung der Kettfäden an den Berührungsstellen
des Wächters zur Vermeidung von Kettfadenbrüchen weitgehend gemindert
werden.
Bei bestimmten Arten von Webmaschinen neigen diese Art
Kettfadenwächter zu Fehlabstellungen. Solche Fehlabstellungen kommen insbesondere
bei Webmaschinen vor, bei denen die Kettfäden, bezogen auf ihre Laufrichtung,
in einer gegen die Horizontale geneigten Ebene zu dem Fachbildeapparat laufen. Besonders
ausgeprägt treten Fehlabstellungen dann auf, wenn z.B. bei der Herstellung
synthetischer technischer Gewebe mit hohen Fadenspannungen gearbeitet wird. Wird
mit dem Faden ein Hochfach gebildet, ist die Fadenzugkraft in der Regel geringer
als bei Ausbildung eines Tieffachs. Beim Übergang vom Tieffach z.B. über
das Mittelfach zum Hochfach kommt es zum Spannungswechsel, wobei der Faden kurzzeitig
etwas durchhängen kann. Wie weit der Faden durchhängt, ist durch das Lamellengewicht
bestimmt. Somit werden die Lamellen beim Fachwechsel auf und ab bewegt. Ist dies
bei horizontaler Kettfadenzuführung relativ unschädlich führt dies
bei schräger Kettfadenanordnung in Folge der ebenfalls geneigten Ausrichtung
der Kontaktschienen zu verstärkter Reibung zwischen den Lamellen und den Kontaktschienen.
Diese Reibung kann zur Ausbildung von Abrieb, zu Förderung von Korrosion und
letztendlich somit zu elektrischen Brücken zwischen den Kontaktschienen führen,
die einen Kettfadenbruch signalisieren, obwohl ein solcher nicht vorhanden ist.
Damit wird die Webmaschine unnötig abgestellt. Dies hat nicht nur den Verlust
von Betriebszeit zur Folge sondern kann bei kritischen Geweben zu Fehlern im Gewebe
führen. Bei kritischen Geweben führt das Anfahren oder Abstellen der Webmaschine
zu einem sichtbaren Streifen im Gewebe. Dies ist insbesondere bei teuren technischen
Geweben nachteilig, bei denen in Folge der besonderen Fachbildungsgeometrie hohe
Fadenzugspannungsschwankungen auftreten können.
Insoweit ist es Aufgabe der Erfindung einen Kettfadenwächter
zu schaffen, der eine verminderte Neigung zu Fehlabstellungen zeigt und auch zum
Einsatz an schräg laufenden Kettfäden geeignet ist.
Diese Aufgabe wird mit dem Kettfadenwächter nach Anspruch
1 gelöst:
Der erfindungsgemäße Kettfadenwächter weist
lamellentragende Kontaktschienen auf, die über wenigstens ein Dämpfungselement
an dem Maschinengestell gelagert sind. Durch die fehlende starre Verbindung zwischen
den Kontaktschienen und dem Maschinengestell werden Schwingungen, die von anderen
Aggregaten, wie beispielsweise den Schaftantrieben, auf das Maschinengestell übertragen
werden, nur gedämpft an die Kontaktschienen weiter gegeben. Dadurch wird die
Reibung, insbesondere bei schräg gestellten Kontaktschienen und Lamellen, zwischen
den Lamellen und Kontaktschienen vermindert. Es entsteht weniger Abrieb und die
Neigung zu Fehlabstellungen ist deutlich reduziert. Aufgrund der geringeren Vibrationen
der Kontaktschienen können die Lamellen mit engeren Toleranzen auf der Kontaktschiene
sitzen. Sie können beim Fadenspannungswechsel etwas auf und ab gleiten ohne
durch zu starke Vibrationen an den Flanken der Kontaktschiene anzuschlagen.
Durch den verminderten Abrieb ist auch die Korrosionsneigung
der Kontaktschienen wesentlich reduziert. Anders als bei ungedämpften Kontaktschienen,
die bei widrigen Umweltverhältnissen schon nach kurzer Zeit verhältnissen
schon nach kurzer Zeit erheblichen Rostansatz zeigen, wird dieses Problem durch
die Dämpfungselemente und somit durch die verminderte Abrieberzeugung deutlich
reduziert.
Der erfindungsgemäße Kettfadenwächter eignet
sich insbesondere für Schrägeinsatz, d.h. bei der Webmaschine mit Gefälle
oder Steigung zu laufenden Kettfäden und zur Herstellung technischer Gewebe,
bei denen es aufgrund der speziellen Fachbildungsgeometrie zu erhöhten Fadenspannungsschwankungen
kommen kann. Die verminderte Anzahl von Fehlabschaltungen führt in der Summe
zu einer deutlich verbesserten Gewebequalität und somit zu einer verbesserten
verwertbaren Ausbeute bzw. Produktion.
Die Kontaktschienen können oberhalb oder unterhalb
der Kettfäden angeordnet sein. Bevorzugt wird die Anordnung der Kontaktschienen
oberhalb der Kettfäden. Die Kontaktschienen weisen vorzugsweise einen länglichen
Querschnitt auf, dessen Längsrichtung rechtwinklig zu den Kettfäden steht.
Bei geneigter Kettfadenebene sind die Kontaktschienen somit gegen die Vertikale
geneigt. Ebenso liegen die Lamellen in einem spitzen Winkel zu der Vertikalen. Sie
neigen deshalb dazu, sich mit einer Flanke ihres Fensters an die Seitenfläche
der Kontaktschiene anzulegen. Die verminderte vibrationsneigung der Kontaktschienen
führt hier zu einer verminderten Reibung zwischen Lamelle und Kontaktschiene.
Vorzugsweise sind die Kontaktschienen an ihren Enden und
ggf. auch an ein oder mehreren Stellen zwischen ihren Enden an einem Träger
gelagert. Zwischen dem Träger und dem Maschinengestell ist das Dämpfungselement
angeordnet. Die Kontaktschienen und der Träger können somit als Masse
und das Dämpfungselement als Feder wirken, so dass ein FederMasse-System gebildet
ist. Das Dämpfungselement ist beispielsweise federelastisch ausgebildet. Außerdem
kann es eine innere Dämpfung aufweisen, um die Schwingungsübertragung
zu minimieren. Beispielsweise wird als Dämpfungselement ein Gummielement eingesetzt.
Dieses hat den weiteren Vorzug, aufgrund seiner geringen Schallfortleitungsgeschwindigkeit
eine Barriere für Körperschall zu bilden. Die Schallgeschwindigkeit ist
in Gummi etwa 70 mal geringer als in Stahl, so dass über das Maschinengestell
ankommende Schockwellen von dem Gummielement reflektiert, nicht aber an die Kontaktschienen
weiter gegeben werden.
Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen, der Zeichnung oder der Beschreibung.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es
zeigen:
- Figur 1
- Kettfäden, einen Kettfadenwächter und eine Fachbildeeinrichtung einer
Webmaschine in schematisierter Perspektivdarstellung,
- Figur 2
- die Elemente gemäß Figur 1 in schematisierter Seitenansicht,
- Figur 3
- den Kettfadenwächter nach Figur 1 und 2 in einer ausschnittsweisen Perspektivdarstellung,
- Figur 4
- eine Kontaktschiene mit einer Lamelle des Kettfadenwächters in teilweise
geschnittener Darstellung,
- Figur 5
- den Kettfadenwächter und seine Lagerung an dem Maschinengestell in perspektivischer,
vereinfachter Darstellung,
- Figur 6
- eine Kontaktschiene eines Kettfadenwächters mit darauf gelagerten Lamellen
in einer schematisierten Vorderansicht,
- Figur 7
- eine abgewandelte Ausführungsform einer Kontaktschiene mit dreifacher Unterstützung
in schematisierter Vorderansicht,
- Figur 8
- einen die Kontaktschienen haltenden Träger und diesem zugeordnete Dämpfungselemente
in vereinfachter Seitenansicht,
- Figur 9
- eine Feder- und Dämpfungskennlinie eines Dämpfungselements,
- Figur 10
- eine abgewandelte Ausführungsform der Kettfadenwächtereinrichtung
mit individuell gedämpft gelagerten Kontaktschienen und
- Figur 11
- eine Kontaktschiene mit mehreren Lamellen, von denen eine in Folge eines Kettfadenbruchs
in Kontaktposition steht, in schematisierter teilperspektivischer Vorderansicht.
In Figur 1 sind schematisiert Teile einer webmaschine veranschaulicht,
zu denen eine Fachbildeeinrichtung 1, ein Kettfadenwächter 2 und eine Kettfadenliefereinrichtung
3 gehören. Die Fachbildeeinrichtung 1 umfasst mehrere Webschäfte, von
denen ein Webschaft 10 veranschaulicht ist, sowie die zugeordnete, nicht weiter
dargestellte Antriebseinrichtung. In Figur 2 ist in Seitenansicht veranschaulicht,
wie zwei benachbarte, lediglich durch strichpunktierte Linien 4, 5 angedeutete Webschäfte
gegenläufig arbeiten. Jeder Webschaft trägt, wie in Figur 1 veranschaulicht
ist, eine Reihe von Litzen 6, durch deren Ösen die Kettfäden 7 laufen.
Die Kettfäden kommen von einem Kettbaum her, der die Kettfadenliefereinrichtung
bildet. Sie laufen über einen Streichbaum 8 und laufen dann innerhalb einer
Kettfadenebene 9 unterhalb des Kettfadenwächters 2 zu der Fachbildeeinrichtung
1. Durch die gegenläufige Auf- und Abbewegung der Schäfte wird ein Teil
der Kettfäden aus der Kettfadenebene 9 heraus nach oben (Oberfach) und ein
anderer Teil der Kettfäden aus der Kettfadenebene 9 heraus nach unten geführt
(Unterfach). In das so aufgespannte Fach 11 wird der Schussfaden eingetragen.
Der Kettfadenwächter 2 weist mehrere, nebeneinander
angeordnete flache Kontaktschienen 12 bis 17 auf, die hochkant stehend parallel
zueinander nebeneinander angeordnet sind. Sie überspannen alle Kettfäden
7 in Querrichtung. Wie aus Figur 2 ersichtlich, liegen ihre Unterkanten auf einer
gemeinsamen Ebene E, die parallel zu der Kettfadenebene 9 angeordnet ist. Entsprechendes
gilt für ihre Oberkanten. Die Flanken der Kontaktschienen 12 sind rechtwinklig
zu der Kettfadenebene 9 wie auch zu der Ebene E orientiert.
Wie aus Figur 2 ersichtlich ist sind die Kettfadenebene
9 und die Ebene E in einem spitzen Winkel zu der Horizontalen H angeordnet. Diese
Konfiguration findet sich insbesondere in modernen Webmaschinen zur Herstellung
synthetischer Gewebe. Somit sind die Flanken der Kontaktschienen 12 bis 17 gegen
die Vertikale V geneigt.
Die Kontaktschienen 12 bis 17 sind untereinander gleich
aufgebaut. Sie sind sämtlich mit Lamellen 18, 19, 20, 21, 22, 23 bestückt,
die, wie aus Figur 3 ersichtlich, auf den Kontaktschienen 12, 13, 14, 15, 16, 17
sitzen. Jede Kontaktschiene 12 bis 17 trägt dabei eine Vielzahl von Lamellen,
wobei in Figur 3 auf jeder Kontaktschiene 12 bis 17 lediglich eine Lamelle 18 bis
23 exemplarisch veranschaulicht ist. Die Lamellen 18 bis 23 sind untereinander gleich
aufgebaut. Ebenso sind die Kontaktschienen 12 bis 17 untereinander gleich aufgebaut.
Zur Erläuterung wird auf Figur 4 verwiesen, in der die Kontaktschiene 12 und
die Lamelle 18 stellvertretend für alle anderen veranschaulicht sind.
Die Kontaktschiene 12 ist ein schmales hochkant stehendes
U-Profil 24 aus Stahl oder einem anderen mechanisch stabilen und elektrisch leitenden
Werkstoff. Sie weist zwei zueinander im Wesentlichen parallele Flachseiten 25, 26
(Kontaktflächen) auf, die in einer Richtung quer zu den Kettfäden 7 und
in der anderen Richtung rechtwinklig zu diesen orientiert sind. Zwischen den die
Flachseiten 25, 26 tragenden Schenkeln ist eine Ausnehmung vorgesehen, in der eine
weitere Schiene 27 (Kontaktfläche) elektrisch isoliert gehalten ist. Die Schiene
27 ist ein flacher, elektrischer Leiter, der durch einen u-förmigen Isolierkörper
28 von der Kontaktschiene 12 isoliert ist. Die Schiene 27 überragt die beiden
oberen Kanten 29, 31, an denen die Flachseiten 25, 26 enden. Der Isolierkörper
28 ragt hier aus dem Innenraum der Kontaktschiene heraus. Die noch weiter nach oben
ragende Schiene 27 ist an ihrer oberen Kante vorzugsweise mit einem Zahnprofil 32
versehen.
Die Lamelle 18 ist ein im Umriss ungefähr rechteckiges
Blechteil mit einem oberen Fenster 33, durch das sich die Kontaktschiene 12 hindurch
erstreckt. Das Fenster 33 ist in Vertikalrichtung wesentlich länger als die
in gleicher Richtung gemessene Höhe der Kontaktschiene 12. Die Breite des Fensters
33 ist etwas größer als die Dicke der Kontaktschiene 12, so dass sich
die Lamelle 18 mit etwas Spiel leicht auf und ab bewegen kann. Das Fenster ist an
seinem oberen Rand etwas abgeschrägt, um mit Sicherheit einen elektrischen
Kontakt der Schiene 27 und der Kontaktschiene 12 herbei zu führen, wenn die
Lamelle frei gegeben ist und durch ihr Gewicht nach unten fällt.
Unterhalb des Fensters 33 ist eine weitere Öffnung
34 ausgebildet, durch die der Kettfaden 7 führt. Der im Wesentlichen gespannte
Kettfaden 7 trägt dabei die Lamelle 18 z.B. in der in Figur 4 veranschaulichten
Position, in der ihr oberer Steg 35 in reichlichem Abstand oberhalb der Schiene
27 steht.
Die Funktion solcher Kettfadenwächter ergibt sich
aus Figur 11. Solange die Kettfäden 7 straff gespannt sind, halten sie die
Lamellen 18 in ihrer oberen ersten Position, in der sie keinen Kontakt zwischen
der Schiene 27 und der Kontaktschiene 12 herstellen.
Reißt ein Kettfaden, wie in Figur 11 der Kettfaden
7a, kann er die zugeordnete Lamelle 18a nicht mehr tragen. Diese fällt somit
unter Wirkung ihres Eigengewichts nach unten in ihre zweite Position, in der sie
die Schiene 27 und die Kontaktschiene 12 elektrisch überbrückt. Die Schiene
27 und die Kontaktschiene 12 sind über Leitungen 36, 37 an eine nicht weiter
veranschaulichte Steuerschaltung angeschlossen, die den hergestellten elektrischen
Kontakt zwischen der Schiene 27 und der Kontaktschiene 12 erkennt und geeignete
Maßnahmen ergreift, beispielsweise die Webmaschine abschaltet.
Bei der veranschaulichten Webmaschine ist die Kettfadenebene
9, wie Figur 2 veranschaulicht, geneigt angeordnet. Ebenso sind die Kontaktschienen
12 bis 17 und gegen die Vertikale V geneigt angeordnet. Die zugehörigen Lamellen
18 bis 23 orientieren sich aufgrund der Schwerkraft an der Vertikalen V und liegen
somit mit den ihre Öffnung 33 begrenzenden Schenkeln an der jeweiligen Flachseite
26 (Figur 4) an. Somit ist im Wesentlichen eine ständige Berührung zwischen
den Lamellen 18 bis 23 und den Kontaktschienen 12 bis 17 gegeben.
Wie Figur 5 veranschaulicht, sind die Kontaktschienen 12
bis 17 zumindest endseitig an einer Halteeinrichtung 38 gehalten. Zu dieser gehört
ein Träger 39, der mit allen Kontaktschienen 12 bis 17 verbunden ist. Der Träger
39 ist in Figur 5 lediglich schematisch angedeutet. Er hält die Kontaktschienen
12 bis 17 ortsfest in paralleler Ausrichtung zueinander und parallel zu der Kettfadenebene.
Der Träger 39 ist über Dämpfungselemente 41, 42 mit einem Maschinengestell
43 verbunden, das zu der Webmaschine gehört. Die Dämpfungselemente 41,
42 sind im einfachsten Fall ein- oder mehrschichtig aufgebaute Gummielemente. Im
bevorzugten Fall besteht keine metallische steife Verbindung zwischen dem Maschinengestell
43 und dem Träger 39. Die Dämpfungselemente 41, 42 sind beispielsweise
Gummiplatten. Vorteilhafterweise sind sie mehrschichtig aufgebaut. Beispielsweise
können sie, wie in Figur 5 veranschaulicht, jeweils eine Fußplatte 44,
eine erste auf der Fußplatte befestigte, z.B. anvulkanisierte Gummiplatte 45,
eine aus Metall, z.B. einem dünnen Blech, bestehende Zwischenplatte 46, eine
darüber liegende weitere Gummiplatte 47 und eine obere, aus Metall bestehende
Abschlussplatte 48 aufweisen. Dieser Mehrschichtaufbau kann durch Vulkanisation
miteinander verbunden sein. Er weist vorzugsweise wenigstens in einer Richtung einen
ungefähr quadratischen Querschnitt auf.
Wie veranschaulicht, können die Dämpfungselemente
41, 42 insgesamt quaderförmig aufgebaut sein. Durch ihre rechteckige Grundfläche
können sie eine Vorzugsrichtung bezüglich der Federwirkung erhalten. In
der dargestellten Orientierung (Figur 5) federn die Dämpferelemente 41, 42
bezogen auf die Längsrichtung der Kontaktschienen 12 bis 17 leichter als bezogen
auf die Kettfadenlängsrichtung. In vielen Fällen kann es jedoch vorteilhaft
sein, die Dämpferelemente 41, 42 um 90° zu drehen, um die Lagerung bezüglich
der Längsrichtung der Kontaktschienen 12 bis 17 steif und bezüglich deren
Querrichtung weich auszulegen.
Wie Figur 6 veranschaulicht, ist die Kontaktschiene 12
an ihren beiden Enden jeweils an Trägern 39, 39a gehalten, die ihrerseits über
die Dämpfungselemente 41, 42 bzw. 41a, 42a an dem Maschinengestell 43 gehalten
sind. Sind die Kontaktschienen 12 bis 17 besonders lang, wie es beispielsweise in
Figur 7 veranschaulicht ist, können sie auch mittig oder an weiteren Stellen
zusätzlich unterstützt sein. Dazu können Träger 39b dienen,
die wiederum über Dämpfungselemente 41b, 42b an dem Maschinengestell 43
abgestützt sind.
Die Dämpfungselemente 41, 42, 41a, 42a, 41b, 42b können
aus einem Elastomer, einem Naturkautschuk, einem synthetischen Kautschuk oder einer
Mischung aus beiden bestehen. Es werden relativ harte Gummimischungen mit hoher
Eigendämpfung bevorzugt. Figur 9 veranschaulicht exemplarisch die Kraft-Weg-Kennlinie
eines solchen Gummifederelements, die bei dynamischer Belastung eine Fläche
umschließt. Die Größe der Fläche ist ein Maß für die
Energieabsorption des Dämpfungselements.
Figur 8 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform
des Kettfadenwächters 2. Der Träger 39 trägt neben den Kontaktschienen
12 bis 17 gegebenenfalls noch Auflageschienen 49, 51 zur Abstützung der Kettfäden
vor und hinter den Kontaktschienen 12 bis 17. Der Träger 39 ist im Übrigen
justierbar, beispielsweise um eine parallel zu den Kontaktschienen 12 bis 17 orientierte
Schwenkachse schwenkbar gelagert. Dazu weist er einen Zapfen 52 auf, der in einem
Klemmbock 53 gehalten ist. Der Klemmbock 53 ist über die Dämpfungselemente
41, 42 mit dem Maschinengestell 43 verbunden.
Wie bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen
dienen wiederum zwei Dämpfungselemente 41, 42 zur Lagerung des Trägers
39. Dies ergibt einerseits eine steife Lagerung des Trägers 39 an dem Maschinengestell
43 und andererseits eine gute Dämpfung der Schwingungsübertragung. Die
Vibration der Kontaktschienen 12 bis 17 wird dadurch wesentlich reduziert. Ebenso
reduzieren sich die Vibrationen der Lamellen 18 bis 23. Die verminderte Reibung
zwischen den Lamellen 18 bis 23 und den Kontaktschienen 12 bis 17 führt zu
einer drastischen Verminderung von Fehlabschaltungen.
Figur 10 veranschaulicht eine abgewandelte Ausführungsform
der gedämpften Halteeinrichtung 38. Wie bei den vorig beschriebenen Ausführungsbeispielen
dienen die Dämpfungselemente 41, 42 zur Verbindung zwischen dem Maschinengestell
43 und dem Träger 39. Des Weiteren sind die Kontaktschienen 12 bis 17 an ihren
Enden über Puffer- oder Dämpfungselemente 54 bis 59 an dem Träger
39 gehalten. Solche Dämpfungselemente 54 bis 59 können an lediglich einem
Ende der Kontaktschienen 12 bis 17 oder an beiden Enden derselben vorgesehen werden.
Sie können zusätzlich zu den Dämpfungselementen 41, 42 vorgesehen
werden oder diese ersetzen. Wiederum können die Dämpfungselemente 54 bis
59 aus einem Elastomermaterial, vorzugsweise einem Gummi mit hoher Dämpfung,
ausgebildet werden. Die Dämpfungselemente 54 bis 59 können, wie veranschaulicht,
in den Träger 39 eingesetzt oder auch jeweils zwischen die Dämpfungsschienen
12 bis 17 und den Träger 39 angeordnet werden.
Zur Vermeidung von Fehlabschaltungen von Kettfadenwächtern,
insbesondere bei Schräganordnung derselben, werden ein oder mehrere Dämpfungselemente
41, 42, 54 bis 59 vorgesehen, um die Kontaktschienen 12 bis 17 mit dem Maschinengestell
43 zu verbinden. Die Dämpfungselemente sind vorzugsweise Gummielemente. Sie
mindern die Ausbildung von Abrieb zwischen Lamellen 18 bis 23 und Kontaktschienen
12 bis 17, was der Zuverlässigkeit der Kontaktanordnung zugute kommt.
Bezugszeichenliste:
- 1
- Fachbildeeinrichtung
- 2
- Kettfadenwächter
- 3
- Kettfadenliefereinrichtung
- 4, 5
- Linien
- 6
- Litzen
- 7
- Kettfäden
- 8
- Streichbaum
- 9
- Kettfadenebene
- 10
- Webschaft
- 11
- Fach
- 12, 13, 14, 15, 16, 17
- Kontaktschienen
- 18, 19, 20, 21, 22, 23
- Lamellen
- 24
- U-Profil
- 25, 26
- Flachseiten
- 27
- Schiene
- 28
- Isolierkörper
- 29, 31
- Kanten
- 32
- Zähnung
- 33
- Fenster
- 34
- Öffnung
- 35
- Steg
- 36, 37
- Leitungen
- 38
- Halteeinrichtung
- 39, 39a, 39b
- Träger
- 41, 42, 41a, 41b, 42a, 42b
- Dämpfungselemente
- 43
- Maschinengestell
- 44
- Fußplatte
- 45
- Gummiplatte
- 46
- Zwischenplatte
- 47
- Gummiplatte
- 48
- Abschlussplatte
- 49, 51
- Auflageschienen
- 52
- Zapfen
- 53
- Klemmbock
- 54, 55, 56, 57, 58, 59
- Dämpfungselemente
- H
- Horizontale
- V
- Vertikale
- E
- Ebene
|
| Anspruch[de] |
Kettfadenwächter (2) für eine Webmaschine zur Erfassung von
Kettfadenbrüchen,
mit wenigstens einer Kontaktschiene (12), die quer zu den Kettfäden (7) angeordnet
ist und die zwei gegeneinander isolierte elektrische Kontaktflächen (26, 27)
aufweist,
mit mehreren Lamellen (18), die zwischen einer ersten Position, in der die jeweilige
Lamelle (18) die Kontaktflächen (26, 27) nicht verbindet, und einer zweiten
Position, in der die betreffende Lamelle (18) die Kontaktflächen (26, 27) verbindet,
beweglich auf der Kontaktschiene (12) sitzen und wobei die betreffende Lamelle eine
Öffnung (34) aufweist, durch die sich der von der betreffenden Lamelle (18)
überwachte Kettfaden (7) erstreckt und dabei die Lamelle (18) in der angehobenen
Position hält,
mit einer Halteeinrichtung (38) zur ortsfesten Lagerung der Kontaktschiene (12)
an einem Maschinengestell (43) wobei der Halteeinrichtung (38) wenigstens ein Dämpfungselement
(41) zugeordnet ist,
wobei die Kontaktschienen (12, 13, 14, 15, 16, 17) endseitig an einem gemeinsamen,
die Halteeinrichtung (38) bildenden Träger (39) gelagert sind, und
wobei die Dämpfungselemente (41, 42) zwischen dem Träger (39) und dem
Maschinengestell (43) angeordnet sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Kontaktschienen (12, 13, 14, 15, 16, 17) im Abstand parallel zueinander
angeordnet sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktschienen (12, 13, 14, 15, 16, 17) in einer Ebene (E) angeordnet sind,
die zu einer anderen Ebene (9) parallel ausgerichtet ist, in der die Kettfäden
(7) angeordnet sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ebenen (E, 9) bezogen auf die Längsrichtung der Kettfäden (7) gegen
die Horizontale (H) geneigt sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ebenen (E, 9) in einem spitzen Winkel von bis zu 15° gegen die Horizontale
(H) geneigt sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktschienen (12, 13, 14, 15, 16, 17) bezogen auf ihre eigene Längsrichtung
horizontal angeordnet sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktschienen (12, 13, 14, 15, 16, 17) endseitig an einem gemeinsamen, die
Halteeinrichtung (38) bildenden Träger (39) gelagert sind, und dass die Dämpfungselemente
(54, 55, 56, 57, 58, 59) zwischen den Kontaktschienen (12, 13, 14, 15, 16, 17) und
dem Träger (39) angeordnet sind.
Kettfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Dämpfungselement (41) federelastisch ausgebildet ist.
Kettfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Dämpfungselement (41) eine innere Dämpfung aufweist.
Kettfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Dämpfungselement (41) ein Gummielement ist.
|
| Anspruch[en] |
Warp stopper (2) for a loom for the detection of warp breakages,
with at least one contact rail (12), which is arranged transversely to the warp
threads (7) and has two electrical contact faces (26, 27) insulated relative to
one another,
with several drop wires (18), which sit on the contact rail (12) to be movable between
a first position, in which the respective drop wire (18) does not connect the contact
faces (26, 27), and a second position, in which the respective drop wire (18) connects
the contact faces (26, 27), and wherein the respective drop wire has an opening
(34), through which the warp thread (7) controlled by the respective drop wire (18)
extends and in so doing holds the drop wire (18) in the raised position,
with a holding means (38) for fixed mounting of the contact rail (12) on a machine
frame (43), wherein the holding means (38) has at least one associated damping element
(41),
wherein the contact rails (12, 13, 14, 15, 16, 17) are disposed at the end on a
joint support (39) forming the holding means (38), and
wherein the damping elements (41, 42) are arranged between the support (39) and
the machine frame (43).
Warp stopper according to Claim 1, characterised in that several
contact rails (12, 13, 14, 15, 16, 17) are spaced parallel to one another.
Warp stopper according to Claim 2, characterised in that the
contact rails (12, 13, 14, 15, 16, 17) are arranged in a plane (E), which is oriented
parallel to another plane (9), in which the warp threads (7) are arranged.
Warp stopper according to Claim 3, characterised in that the
planes (E, 9) are inclined to the horizontal (H) in relation to the longitudinal
direction of the warp threads (7).
Warp stopper according to Claim 4, characterised in that the
planes (E, 9) are inclined at an acute angle of up to 15° to the horizontal
(H).
Warp stopper according to Claim 1, characterised in that the
contact rails (12, 13, 14, 15, 16, 17) are arranged horizontally in relation to
their own longitudinal direction.
Warp stopper according to Claim 2, characterised in that the
contact rails (12, 13, 14, 15, 16, 17) are disposed at the end on a joint support
(39) forming the holding means (38), and that the damping elements (54, 55, 56,
57, 58, 59) are arranged between the contact rails (12, 13, 14, 15, 16, 17) and
the support (39).
Warp stopper according to Claim 1, characterised in that the
damping element (41) is elastic.
Warp stopper according to Claim 1, characterised in that the
damping element (41) has an inner damping means.
Warp stopper according to Claim 1, characterised in that the
damping element (41) is a rubber element.
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| Anspruch[fr] |
Casse-chaîne (2) pour métier pour la détection des ruptures
de fil de chaîne, comportant
au moins une barre de contact (12) qui est disposée transversalement aux fils
de chaîne (7) et comporte deux surfaces de contact (26, 27) électrique
isolées l'une vis-à-vis de l'autre,
plusieurs lamelles (18), qui sont montées sur la barre de contact (12) avec
possibilité de déplacement entre une première position dans laquelle
la lamelle (18) considérée ne relie pas entre elles les surfaces de contact
(26, 27) et une deuxième position dans laquelle la lamelle (18) concernée
établit une liaison entre les surfaces de contact (26, 27), la lamelle considérée
étant pourvue d'une ouverture (34) à travers laquelle le fil de chaîne
(7) surveillé par ladite lamelle (18) passe et maintient ainsi la lamelle dans
la position soulevée,
un dispositif de support (38) pour le montage stationnaire de la barre de contact
(12) sur un bâti de machine (43), au moins un élément amortisseur
(41) étant associé au dispositif de support (38),
les barres de contact (12, 13, 14, 15, 16, 17) étant montées côté
extrémité sur une traverse (39) commune qui forme le dispositif de support
(38),
les éléments amortisseurs (41, 42) étant disposés entre la traverse
(39) et le bâti de machine (43).
Casse-chaîne selon la revendication 1, caractérisé
par le fait que plusieurs barres de contact (12, 13, 14, 15, 16, 17) sont disposées
parallèlement les unes aux autres, en étant espacées les unes des
autres.
Casse-chaîne selon la revendication 2, caractérisé
par le fait que les barres de contact (12, 13, 14, 15, 16, 17) sont disposées
dans un plan (E) qui est parallèle à un autre plan (9) dans lequel sont
disposés les fils de chaîne (7).
Casse-chaîne selon la revendication 3, caractérisé
par le fait que les plans (E, 9), rapporté à la direction longitudinale
des fils de chaîne (7), sont inclinés par rapport à l'horizontale
(H).
Casse-chaîne selon la revendication 4, caractérisé
par le fait que les plans (E, 9) sont inclinés d'un angle pouvant aller
jusqu'à 15° par rapport à l'horizontale (H).
Casse-chaîne selon la revendication 1, caractérisé
par le fait que les barres de contact (12, 13, 14, 15, 16, 17), rapporté
à leur propre direction longitudinale, sont disposées horizontalement.
Casse-chaîne selon la revendication 2, caractérisé
par le fait que les barres de contact (12, 13, 14, 15, 16, 17), côté
extrémité, sont montées sur une traverse (39) commune qui forme le
dispositif de support (38) et que les éléments amortisseurs (54, 55, 56,
57, 58, 59) sont disposés entre les barres de contact (12, 13, 14, 15, 16,
17) et la traverse (39).
Casse-chaîne selon la revendication 1, caractérisé
par le fait que l'élément amortisseur (41) présente une élasticité
de ressort.
Casse-chaîne selon la revendication 1, caractérisé
par le fait que l'élément amortisseur (41) présente un amortissement
interne.
Casse-chaîne selon la revendication 1, caractérisé
par le fait que l'élément amortisseur (41) est un élément
en caoutchouc.
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