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Montageverfahren für ein verstellbares Fahrzeugdach - Dokument DE102005049878B3
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005049878B3 19.07.2007
Titel Montageverfahren für ein verstellbares Fahrzeugdach
Anmelder Magna Car Top Systems GmbH, 74321 Bietigheim-Bissingen, DE
Erfinder Eisner, Michael, Dipl.-Ing., 70469 Stuttgart, DE
Vertreter Wittner & Müller, 73614 Schorndorf
DE-Anmeldedatum 17.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005049878
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse B60J 7/185(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Montageverfahren für ein verstellbares Fahrzeugdach, das mittels einer Dachkinematik zwischen einer den Fahrzeuginnenraum überdeckenden Schließposition und einer den Fahrzeuginnenraum öffnenden Ablageposition verstellbar ist, wobei ein Dachteil mittels mindestens einer Verriegelungseinrichtung (2) an einem an das Fahrzeugdach angrenzenden Bauteil oder an einem anderen Dachteil verriegelbar ist. Zur Vermeidung der nachträglichen Überprüfung des Fahrzeugdaches auf Fahrgeräusche ist vorgesehen, dass die Verformung mindestens eines Bauteils (1, 5) der Verriegelungseinrichtung (2) beim Verriegelungsvorgang mittels einer Dehnmesseinrichtung gemessen wird und dass der dabei erhaltene Messwert mit einem Sollwert verglichen wird und dass bei Über- oder Unterschreiten einer vorgegebenen Abweichung vom Sollwert eine Justage der Verriegelungseinrichtung erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Montageverfahren für ein verstellbares Fahrzeugdach gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei einem hohen Prozentsatz von Fahrzeugdächern treten nach deren Montage Fahrgeräusche aufgrund einer nicht ausreichenden Vorspannung von Bauteilen der Verriegelungseinrichtung auf. Daher müssen sämtliche Fahrzeuge nach der Dachmontage auf einer Schlechtwegstrecke auf das Auftreten von Fahrgeräuschen hin überprüft werden. Die nachträgliche Prüfung der Fahrzeuge ist jedoch mit einem erheblichen Zeit- und Personalaufwand und daraus resultierenden hohen Prüfkosten verbunden. Weiterhin ist bei der bekannten Methode von Nachteil, dass das Ergebnis der Fahrgeräuschüberprüfung personenabhängig und damit sehr subjektiv ist.

Aus der DE 43 03 284 C1 ist eine Einstellvorrichtung zum Justieren von zusammenwirkenden Verschlussteilen, insbesondere für Verdeckverschlüsse von Cabriolets bekannt, wobei die Einstellvorrichtung ein erstes Verschlussteil an einem unbeweglich gehaltenen Rahmen und ein zweites Verschlussteil an einem zum Rahmen relativ beweglichen Gegenbauteil umfasst. Zum Ausrichten wird eines der Verschlussteile gegenüber dem anderen Verschlussteil mittels einer Lehre eingestellt. Um in kurzer Zeit eine punktgenaue Einstellung des Verschlussteils vornehmen zu können, sind an der Lehre Sensoren angeordnet, mit denen die Einbaulage des festgelegten Verschlussteils in einer ersten Ansetzstellung der Lehre erfasst wird. In einer zweiten Ansetzstellung, in der die Lehre sich in einer gewendeten Position befindet, wird die Lage des exakt auszurichtenden, einzustellenden Verschlussteiles angezeigt.

Für ein ordnungsgemäßes Funktionieren muss die Einstellvorrichtung verschiedene Justierlagen einnehmen können, was eine spezielle konstruktive Ausgestaltung der Einbauvorrichtung voraussetzt und außerdem die Einsatzmöglichkeit auf eine an die Einstellvorrichtung angepasste Verschlusseinrichtung beschränkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Montageverfahren für Fahrzeugdächer vorzuschlagen, durch dessen Anwendung auf eine nachträgliche Prüfung nach Fahrgeräuschen aufgrund einer schlecht eingestellten Verriegelung verzichtet werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, bereits während der Montage des Fahrzeugdaches, insbesondere eines Hardtops oder eines Softtops, an der Karosserie die korrekte Einstellung der Verriegelungseinrichtung mittels eines objektiven Messverfahrens zu überprüfen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Verformung mindestens eines Bauteils der Verriegelungseinrichtung beim Verriegelungsvorgang mittels einer Dehnmesseinrichtung zu messen. Aufgrund der auftretenden Verformung kann auf die Vorspannung des Bauteils rückgeschlossen werden. Der bei der Verformungsmessung erhaltene Messwert wird mit einem Sollwert, bzw. einem Sollwertbereich, verglichen. Bei Über- oder Unterschreiten einer vorgegebenen Abweichung vom Sollwert, bzw. vom Sollwert-Bereich, erfolgt eine Justage der Verrieglungseinrichtung. Mit Vorteil erfolgt die Justage unmittelbar nach der Verformungsmessung. In der Regel wird die Justage der Verriegelungseinrichtung durch die Verstellung eines Exzenters der Verriegelungseinrichtung vorgenommen. Durch die erfindungsgemäße Verwendung einer Dehnmesseinrichtung wird ein objektiver Wert für die Einstellung der Verriegelungseinrichtung, insbesondere für deren Vorspannung, erhalten.

In Ausgestaltung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass als Dehnmesseinrichtung eine nach dem Prinzip der Laser-Speckle-Messtechnik arbeitende Dehnmesseinrichtung verwendet wird. Mit Hilfe dieses Messverfahrens können kleinste Deformationen analysiert werden. So genannte Laser-Speckles entstehen, wenn eine kohärente optische Strahlung auf eine rauhe Oberfläche trifft. Bei Beobachtung der Lichtintensität des reflektierten Lichtes in einer Beobachtungsebene erscheint das Speckle-Muster. Dieses Muster beinhaltet Informationen über die gesamte beleuchtete Oberfläche des Bauteils der Verriegelungsvorrichtung. Bei der Deformation des Bauteils aufgrund der während des Verriegelungsvorgangs auftretenden Kräfte ist es möglich, aus der Änderung im Speckle-Muster auf die die Veränderung verursachende Vorspannung zurückzurechnen. Der große Vorteil der Laser-Speckle-Messtechnik liegt in ihrem berührungslosen Prinzip und ihrer einfachen Anwendung. In der Laser-Speckle-Messtechnik kann prinzipiell zwischen interferometrischen Methoden, bei denen die Interferenz von zwei oder mehr kohärenten Lichtwellenfelder ausgenutzt wird und damit Sensitivitäten im Bereich von Bruchteilen der eingesetzten Lichtwellenlänge erreicht werden, und korrelativen Verfahren unterschieden werden. Aufgrund der erhöhten Sensitivität wird mit Vorteil auf die interferometrische Methode zurückgegriffen.

Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verformungsmessung an mindestens einem Keilschieber der Verriegelungseinrichtung durchgeführt wird. Üblicherweise beinhaltet die Verriegelungsvorrichtung für das Fahrzeugdach mindestens einen Keilschieber, der mit seiner Ausnehmung über eine in der Regel exzentrisch gelagerte Aufnahme verschoben wird. Hierdurch erfolgt eine Verklemmung des Teilschiebers an der Aufnahme. Über die Verformung des Keilschiebers während des Verriegelungsvorgangs kann auf die ihn wirkende Vorspannung rückgeschlossen werden. Nur ab einer Mindestvorspannung ist eine korrekte Verriegelung des Fahrzeugdaches gewährleistet.

In Ausgestaltung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Verformung der Aufnahme für den Keilschieber gemessen wird. Auch die Verformung der exzentrischen Aufnahme kann als Maß für die auftretende Vorspannung dienen.

Um dem Monteur des Fahrzeugdachs die Dehnungsmessung zu erleichtern, ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Messergebnis farblich visualisiert wird. Entspricht die gemessene, beim Verriegelungsvorgang auftretende Verformung dem Sollwert bzw. wird eine vorgegebene Abweichung vom Sollwert nicht über- oder unterschritten, so wird dies beispielsweise durch eine grüne Leuchte signalisiert. Liegt der Messbereich außerhalb der Toleranzgrenzen, wird dies dem Monteur beispielsweise durch eine rote Leuchte angezeigt. In diesem Fall muss die Verriegelungseinrichtung nachjustiert werden.

Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den Unteransprüchen, der Figurenbeschreibung und der Zeichnung zu entnehmen.

Dabei zeigen:

1 einen Keilschieber einer Verriegelungseinrichtung und die auf ihn wirkenden Kräfte und

2 ein verstellbares Fahrzeugdach.

In 1 ist ein Keilschieber 1 einer Verriegelungseinrichtung 2 eines Fahrzeugdaches dargestellt. In seinem in der Zeichnungsebene unteren Bereich weist der Keilschieber einen Keil 3 mit darüber angeordneter Ausnehmung 4 auf. Der Keil 3 untergreift eine exzentrisch gelagerte und karosseriefeste Aufnahme 5, so dass, die Aufnahme 5 sich innerhalb der Ausnehmung 4 befindet.

Mittels einer karosseriefesten Zugfeder 6 wird der Keilschieber 1 in die dargestellte Verriegelungsstellung gezogen. Hierdurch wirkt auf den Keilschieber 1 eine Federkraft FF. Mittels eines Bowdenzugs 7 kann die Verriegelungseinrichtung entriegelt werden. Hierzu ist es notwendig, über den Bowdenzug eine der Federkraft FF entgegenwirkende, größere Kraft in den Keilschieber 1 einzubringen.

In dem dargestellten, verriegelten Zustand der Verriegelungseinrichtung 2 wirkt auf den Keil 3 eine Verriegelungskraft FV. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel muss die Verriegelungskraft FV mindestens etwa 200 N betragen, um eine ausreichend feste Verriegelung der Verriegelungseinrichtung 2 zu gewährleisten. Unterschreitet die Verriegelungskraft FV diesen Wert, muss mit Fahrgeräuschen gerechnet werden.

Weiterhin wirkt zwischen dem Keilschieber 1 und der Aufnahme 5 eine Reibungskraft FR.

Aufgrund des erfindungsgemäßen Montageverfahrens wird die Verformung des Keilschiebers 1, insbesondere des Keils 3, mittels einer Dehnmesseinrichtung gemessen. Die Dehnmesseinrichtung arbeitet nach dem Prinzip der interferometrischen Laser-Speckle-Messtechnik.

In 2 ist ein mehrteiliges, verstellbares Fahrzeugdach 8 gezeigt. Dieses Fahrzeugdach 8 kann zwischen einer gezeigten Schließstellung in eine nicht gezeigte Öffnungsstellung mit Hilfe einer ebenfalls nicht gezeigten Dachkinematik verschwenkt werden. Mit Hilfe der Verriegelungseinrichtung 2 kann ein vorderes Dachteil 9 an einem Windlauf 10 in der Schließstellung des Fahrzeugdaches 8 arretiert werden. Im konkreten Ausführungsbeispiel sind hierfür zwei beabstandete Verriegelungseinrichtungen 2 vorgesehen. Es können selbstverständlich weitere Verriegelungseinrichtungen, beispielsweise zur Verriegelung eines mittleren Dachteils 11 mit dem vorderen Dachteil 9, vorgesehen werden. Bei dem gezeigten Fahrzeugdach 8 handelt es sich um ein Hardtop. Die Erfindung kann auch bei Softops verwirklicht werden.


Anspruch[de]
Montageverfahren für ein verstellbares Fahrzeugdach, das mittels einer Dachkinematik zwischen einer den Fahrzeuginnenraum überdeckenden Schließposition und einer den Fahrzeuginnenraum öffnenden Ablageposition verstellbar ist, wobei in Schließposition ein Dachteil mittels mindestens einer Verriegelungseinrichtung (2) an einem an das Fahrzeugdach angrenzenden Bauteil oder an einem anderen Dachteil verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung mindestens eines Bauteils (1, 5) der Verriegelungseinrichtung (2) beim Verriegelungsvorgang mittels einer Dehnmesseinrichtung gemessen wird und dass der dabei erhaltene Messwert mit einem Sollwert verglichen wird und dass bei Über- oder Unterschreiten einer vorgegebenen Abweichung vom Sollwert eine Justage der Verriegelungseinrichtung (2) erfolgt. Montageverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Dehnmesseinrichtung eine nach dem Prinzip der Laser-Speckle-Messtechnik, insbesondere der interferometrischen Speckle-Messtechnik oder der korrelativen Speckle-Messtechnik, arbeitende Dehnmesseinrichtung verwendet wird. Montageverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung mindestens eines Keilschiebers (1) der Verriegelungseinrichtung (2) gemessen wird. Montageverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung mindestens einer exzentrisch gelagerten Aufnahme (5) der Verriegelungseinrichtung (2) für den Keilschieber (1) gemessen wird. Montageverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Messergebnis über unterschiedlich farbige Leuchten, insbesondere LEDs, visualisiert wird.






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