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Dokumentenidentifikation DE102006002242A1 19.07.2007
Titel Slugcatcher
Anmelder Linde AG, 65189 Wiesbaden, DE
Erfinder Baus, Michael, 82166 Gräfelfing, DE;
Reithmeier, Helmut, 85586 Poing, DE;
Steinacker, Helmut, 94544 Hofkirchen, DE
DE-Anmeldedatum 17.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006002242
Offenlegungstag 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse B01D 19/00(2006.01)A, F, I, 20060117, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F17D 1/00(2006.01)A, L, I, 20060117, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Slugcatcher, aufweisend ein oder mehrere Rohre, das bzw. die jeweils neben einer Eintrittsöffnung wenigstens eine Gas- und wenigstens eine Flüssigkeitsauslassöffnung aufweisen, beschrieben.
Erfindungsgemäß weisen das oder die Rohre (1) eine oder mehrere Faltungen (5) auf.
Hierbei ist die Faltung (5) vorzugsweise im Bereich der Mitte eines Rohres (1) vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Slugcatcher, aufweisend ein oder mehrere Rohre, das bzw. die jeweils neben einer Eintrittsöffnung wenigstens eine Gas- und wenigstens eine Flüssigkeitsauslassöffnung aufweisen.

Slugcatcher sind dem Fachmann seit längerem hinlänglich bekannt. Sie werden im Regelfall am Ende einer Pipeline angeordnet und dienen der Auftrennung der Gas- und Flüssigphase des in der Pipeline transportierten Mediums. Diese Phasen werden dann in der der Pipeline nachfolgenden Anlage – bspw. in einer Erdgasverflüssigungsanlage – separat weiterbehandelt. Pipelines folgen üblicherweise den Geländeformen; dies hat zur Folge, dass sich – sowohl während des kontinuierlichen Betriebes als auch nach einer Abstellung bzw. Laständerung der Pipeline – an ihren Tiefpunkten Flüssigkeit ansammelt. Kommt es nunmehr (wieder) zu einer Erhöhung der Geschwindigkeit des Gas-Flüssigkeits-Gemisches in der Pipeline, hat dies den negativen Effekt zur Folge, dass die mitgerissene Flüssigkeit aus der Pipeline schwallartig dem Slugcatcher zugeführt wird.

Slugcatcher müssen daher so ausreichend dimensioniert werden, dass sie in jedem Betriebszustand eine Abtrennung der Flüssig- von der Gasphase sicherstellen können, ohne dass es zu einer Beeinträchtigung der Funktion der nachgeschalteten Anlage kommt.

Slugcatcher werden bei einer Vielzahl von Anwendungsfällen bei hohen Drücken betrieben. Sie bestehen daher aus einem eingangsseitig angeordneten Verteilheadern und im Regelfall mehreren, ein Gefälle aufweisende, im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Rohren, in denen sowohl die Phasentrennung als auch eine (Zwischen)Flüssigspeicherung erfolgt.

Ein zum Stand der Technik zählender Slugcatcher sei nachfolgend anhand der in der 1 dargestellten Slugcatcher-Konstruktion näher erläutert. Diese zeigt das eigentliche Slugcatcher-Rohr 1', das neben der Eintrittsöffnung 2' – dem sog. "Inlet-Header" – wenigstens eine Gasaustrittsöffnung 3' – dem sog. "Gas-Outlet-Header" – sowie eine Flüssigkeitsaustrittsöffnung 4' – dem sog. "Liquid-Outlet-Header" – aufweist. Wie bereits erwähnt, werden Slugcatcher im Regelfall aus mehreren, vorzugsweise aus im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Rohren zusammengesetzt, wobei die Zuführung des Zwei-Phasen-Gemisches über eine in der 1 nicht dargestellten Verteilheader erfolgt.

Das in der 1 dargestellte Rohr 1' weist in der Praxis im Regelfall eine Länge zwischen 100 und 200 Metern sowie ein geringes Gefälle auf. Insbesondere dann, wenn der vorhandene Platz für den Slugcatcher bzw. die ihm nachgeschaltete Anlage beschränkt ist, kann es aufgrund der erforderlichen Länge des Slugcatchers zu Problemen bei dessen Installation kommen. Dieses "Längenproblem" bereitet insbesondere bei Slugcatchern, die nicht vor Ort zusammengebaut werden, Probleme, da diese bisher nach ihrer Vormontage oftmals über weite Strecken transportiert werden müssen. Der Transport eines entsprechend langen Slugcatchers bereitet jedoch erhebliche logistische Probleme und ist darüber hinaus mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.

Aufgabe der folgenden Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Slugcatcher anzugeben, der den vorgenannten Nachteil vermeidet.

Der erfindungsgemäße Slugcatcher ist dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Rohre eine oder mehrere Faltungen aufweisen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Slugcatchers sind dadurch gekennzeichnet, dass

  • – die aufgrund der Faltung(en) entstehenden Rohrabschnitte auf unterschiedlichen, senkrecht zur Standfläche des Slugcatchers angeordneten Flächen liegen,
  • – die Faltung im Bereich der Mitte eines Rohres vorgesehen ist und
  • – für den Fall, dass der Slugcatcher mehrere Rohre aufweist, diese parallel, vorzugsweise im Wesentlichen parallel angeordnet und mit Headern verbunden sind.

Der erfindungsgemäße Slugcatcher sowie weitere Ausgestaltungen desselben, die Gegenstände der abhängigen Patentansprüche darstellen, seien im Folgenden anhand des in der 2 dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Erfindungsgemäß weist das Rohr 1 des Slugcatchers nunmehr eine Faltung bzw. Krümmung 5 auf. Wie bereits anhand der in der 1 dargestellten Konstruktion erläutert, weist auch die in der 2 dargestellte Slugcatcher-Konstruktion eine Eintrittsöffnung 2, eine Gasaustrittsöffnung 3 sowie eine Flüssigkeitsaustrittsöffnung 4 auf. In der 2 nicht dargestellt ist ein ggf. vorzusehender Verteilheader.

Es ist offensichtlich, dass die in der 2 dargestellte, erfindungsgemäße Slugcatcher-Konstruktion aufgrund ihrer verringerten Länge einen deutlich verringerten Platzbedarf besitzt. Eine derartige Slugcatcher-Konstruktion weist einen Platzbedarf auf, der nur etwas größer ist als der halbe Platzbedarf eines "ungefalteten Slugcatchers", wie in der 1 dargestellt ist.

Vorzugsweise ist die Faltung im Bereich der Mitte des Rohres 1 vorgesehen.

Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Slugcatchers ist dieser dadurch gekennzeichnet, dass die aufgrund der Faltung(en) 5 entstehenden Rohrabschnitte – bei dem in der 2 dargestellten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Slugcatchers sind dies die Rohrabschnitte 1a und 1b – auf unterschiedlichen, senkrecht zur Standfläche des Slugcatchers angeordneten Flächen liegen.

Mittels dieser vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Slugcatchers können Slugcatcher-Konstruktionen realisiert werden, die auch im Falle extrem beschränkter Platzverhältnisse eine Realisierung eines ausreichend langen Slugcatchers ermöglichen.

Realisierbar sind darüber hinaus Slugcatcher-Konstruktionen, die zwei oder mehrere Faltungen aufweisen. Derartige Konstruktionen, die konstruktiv aufwendiger sind, werden jedoch im Regelfall ebenfalls nur dann Sinn machen, wenn der für den Slugcatcher vorgesehene Platz extrem beschränkt ist.

Eine Faltung des Rohres eines Slugcatchers hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Standmessung und die Mess- und Regeltechnik auf der Rohreinlassseite, auf der im Regelfall der Verteilheader bzw. Inlet-Header vorgesehen ist, angeordnet werden kann. Aufgrund der kurzen Distanz zwischen der Eintritts- und der Austrittszone ist es nunmehr möglich, alle Messungen bspw. in einem Standrohr am vorderen Ende des Slugcatchers anzubringen. Damit werden lange Leitungen zur Messung der Stände vermieden.


Anspruch[de]
Slugcatcher, aufweisend ein oder mehrere Rohre, das bzw. die jeweils neben einer Eintrittsöffnung wenigstens eine Gas- und wenigstens eine Flüssigkeitsauslassöffnung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Rohre (1) eine oder mehrere Faltungen (5) aufweisen. Slugcatcher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgrund der Faltung(en) (5) entstehenden Rohrabschnitte (1a, 1b) auf unterschiedlichen, senkrecht zur Standfläche des Slugcatchers angeordneten Flächen liegen. Slugcatcher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltung (5) im Bereich der Mitte eines Rohres (1) vorgesehen ist. Slugcatcher nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei der Slugcatcher mehrere Rohre aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass diese parallel, vorzugsweise im Wesentlichen parallel angeordnet und mit Headern verbunden sind.






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