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Dokumentenidentifikation DE102006002323A1 19.07.2007
Titel Anschlusskontaktelement
Anmelder Hella KGaA Hueck & Co., 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Böhmer, Martin, 59558 Lippstadt, DE;
Galli, Heinrich, 59558 Lippstadt, DE;
Kösters, Werner, 59557 Lippstadt, DE
DE-Anmeldedatum 18.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006002323
Offenlegungstag 19.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse H01R 12/36(2006.01)A, F, I, 20060118, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Anschlusskontaktelement (10) zum Anschließen eines elektrischen Leiters an einem Schaltungsträger, mit einem mit dem Schaltungsträger verbindbaren Abschnitt und einem mit dem Leiter verbindbaren Abschnitt.
Aufgabe ist es, ein Anschlusskontaktelement bereitzustellen, welches einfach, schnell und dauerhaft sicher sowohl mit dem Schaltungsträger als auch mit dem elektrischen Leiter verbindbar ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der mit dem Schaltungsträger verbindbare Abschnitt als SMD-Löt-Bereich (18) ausgebildet ist und dass der mit dem Leiter verbindbare Abschnitt als Selektiv-Löt-Bereich (12) ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Anschlusskontaktelement zum Anschließen eines elektrischen Leiters an einem Schaltungsträger, mit einem mit dem Schaltungsträger verbindbaren Abschnitt und einem mit dem Leiter verbindbaren Abschnitt.

Ein derartiges Anschlusskontaktelement ist aus der DE 102 22 324 A1 vorbekannt. Das Anschlusskontaktelement weist einen Abschnitt auf, mit welchem es mit einem Schaltungsträger verbunden werden kann. Ferner weist es einen Abschnitt auf, welcher der Verbindung mit einem elektrischen Kabel dient. Dabei kann als elektrisches Kabel jeder mit einer Isolierung umhüllte oder nicht umhüllte elektrische Leiter dienen. Der Abschnitt des Anschlusskontaktelementes, welcher der Verbindung mit dem Schaltungsträger dient, ist als Einpresskontakt ausgeführt. Solche Einpresskontakte weisen einen aufgeweiteten in der Regel flexiblen Bereich auf, an welchen sich ein verjüngter Bereich anschließt. Bei Einpressen des Anschlusskontaktelementes wird der aufgeweitete Bereich des Einpresskontakts in einer Bohrung in dem Schaltungsträger zusammengedrückt. Gleichzeitig wird eine leitende Verbindung zwischen dem Anschlusskontaktelement und dem Schaltungsträger gewährleistet. Der Abschnitt, welcher der Verbindung des Anschlusskontaktelements mit dem elektrischen Kabel dient, ist als Schneidklemmkontakt mit einem Schlitz ausgebildet, welcher sich von seiner Öffnung zu seinem Ende hin verjüngt. Dieser Schlitz wird durch zwei gegenüberliegende Schneiden gebildet, welche eine Isolierung des Kabels einschneiden und sich in den elektrischen Leiter des Kabels einschneiden. An den Schlitz des Schneidklemmkontaktes schließt sich eine kreisförmige Ausnehmung an, in welcher das Kabel dann nach dem Einführvorgang des Kabels in dem Schneidklemmkontakt zu liegen kommt. Nachteilig an dem bekannten Anschlusskontaktelement ist es, dass für die Verbindung zwischen dem Anschlusskontaktelement und dem Schaltungsträger, dieser eine Bohrung mit Durchkontaktierung aufweisen muss. Heutzutage werden vermehrt sogenannte IMS-Schaltungsträger (Insulated Metal Substrate) eingesetzt, welche keine Durchkontaktierungen aufweisen. Somit wären für die Kontaktierung mit einem bekannten Anschlusskontaktelement weitere Herstell- und Montageschritte notwendig. Die elektronischen Bauelemente werden auf IMS-Schaltungsträgern in der Regel mittels SMD-Reflow-Löten aufgebracht, so dass auch für die Bestückung mit einem bekannten Anschlusskontaktelement ein zusätzlicher Montageschritt notwendig wäre, da er nicht SMD-lötfähig ist. Als weiterer Nachteil ist es bei dem bekannten Anschlusskontaktelement anzusehen, dass die mechanische und elektrische Kontaktierung zwischen Leiter und Anschlusskontaktelement mittels einer Scheid-Klemm-Verbindung erfolgt, welche sich aufgrund von Vibrationen und Materialfluss insbesondere beim Einsatz in Fahrzeugen lösen kann und somit eine nicht dauerhafte Verbindung darstellt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Anschlusskontaktelement zum Anschließen eines elektrischen Leiters an einem Schaltungsträger, mit einem mit dem Schaltungsträger verbindbaren Abschnitt und einem mit dem Leiter verbindbaren Abschnitt bereitzustellen, welches einfach, schnell und dauerhaft sicher sowohl mit dem Schaltungsträger als auch mit dem elektrischen Leiter verbindbar ist.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass der mit dem Schaltungsträger verbindbare Abschnitt als SMD-Löt-Bereich ausgebildet ist und dass der mit dem Leiter verbindbare Abschnitt als Selektiv-Löt-Bereich ausgebildet ist.

Ein derartiger Aufbau bietet den Vorteil, dass das Anschlusskontaktelement zusammen mit den elektronischen Bauelementen auf den Schaltungsträger bestückt und in einem Arbeitsgang mittels SMD-Löten mechanisch und elektrisch mit dem Schaltungsträger verbunden werden kann. Die Ausbildung des mit dem Leiter verbindbaren Abschnitts als Selektiv-Löt-Bereich bietet den Vorteil, dass der Leiter mittels eines einfachen, schnellen und sicheren Prozesses dauerhaft sicher elektrisch und mechanisch mit dem Anschlusskontaktelement verbindbar ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Anschlusskontaktelementes ist dadurch gekennzeichnet, dass der Selektiv-Löt-Bereich eine im wesentlichen Y-förmige Auflage für die Leitung aufweist. Die schrägen Schenkel der Y-förmigen Auflage dienen zur Positionierung der Leitungsadern, so dass unterschiedliche Aderquerschnitte mit dem Anschlusskontaktelement verlötet werden können. Der untere Steg der Y-förmigen Auflage dient zur Aufnahme von überflüssigem Lot während des Lötprozesses.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Selektiv-Löt-Bereich unterhalb der Leitungsauflage zumindest eine Aussparung auf, welche als Wärmeflusseinschnürung dient und somit verhindert, dass während des Selektiv-Löt-Prozesses die SMD-Lötstelle zwischen Anschlusskontaktelement und Schaltungsträger aufgeschmolzen wird. Die Aussparung als Wärmeflusseinschnürung gewährleistet außerdem ein schnelles Selektiv-Löten der Leitung an dem Anschlusskontaktelement, wodurch zusätzlich ein Aufschmelzen der Isolation des elektrischen Leiters verhindert wird.

Vorteilhaft ist das Anschlusskontaktelement als annähernd U-förmiges Stanz-Biegeteil aus Metall ausgebildet.

Eine einfache, schnelle und sicherer Bestückung und SMD-Verlötung des Anschlusskontaktelementes auf dem Schaltungsträger wird dadurch gewährleistet, dass der die beiden Schenkel verbindende Bereich des U-förmigen Anschlusskontaktelementes als SMD-Löt-Bereich ausgebildet ist.

Bei einer U-förmigen Ausgestaltung des Anschlusskontaktelementes ist ein Schenkel vorteilhaft als Selektiv-Löt-Bereich und der andere Schenkel vorteilhaft als Leitungsaufnahme ausgebildet.

Die Leitungsaufnahme ist vorteilhaft V-förmig ausgebildet, so dass Leitungen mit unterschiedlichem Querschnitt in die Leitungsaufnahme einlegbar sind.

Um eine Zugentlastung für die Lötstelle des Selektiv-Löt-Bereichs zu realisieren, weist der als Leitungsaufnahme ausgebildete Schenkel einen Klemmbereich für die Leitung auf. Dieser Klemmbereich weist vorteilhaft sägezahnförmige Vorsprünge auf, die in die Isolation der Leitung eingreifen und diese somit dauerhaft fest und sicher halten.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist den Figuren zu entnehmen. Es zeigen

1: eine perspektivische Ansicht des Anschlusskontaktelementes und

2: mehrere in 1 dargestellte Anschlusskontaktelemente mit eingelegten elektrischen Leitungen.

In 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Anschlusskontaktelementes (10) dargestellt. Das Anschlusskontaktelement (10) ist U-förmig ausgebildet, wobei der die beiden Schenkel (14/20) verbindende Bereich als SMD-Löt-Bereich (18) ausgebildet ist, an dem das Anschlusskontaktelement (10) mittels eines SMD-Reflow-Lötprozesses mit einem nicht dargestellten Schaltungsträger verbunden wird.

Der eine Schenkel (20) weist eine im wesentlichen V-förmige Leitungsaufnahme (22) auf, die als Klemmbereich mit sägezahnförmigen Vorsprüngen ausgebildet ist. Die sägezahnförmigen Vorsprünge greifen in die Isolation des hier nicht dargestellten elektrischen Leiters ein und setzen ihn somit in der Leitungsaufnahme (22) fest. durch die V-förmige Ausgestaltung der Leitungsaufnahme (22) können Leitungen mit unterschiedlichen Querschnitt gehalten werden.

Der andere Schenkel (14) des Anschlusskontaktelementes (10) weist einen Y-förmigen Selektiv-Löt-Bereich (12) auf, wobei die Ader der elektrischen Leitung zwischen den beiden schrägen Schenkeln der Aufnahme positioniert wird. Der nach unten führende Steg dient während des Selektiv-Löt-Prozesses als Aufnahme für überflüssiges Lot.

Unterhalb des Selektiv-Löt-Bereichs (12) ist eine Aussparung (16) in den Schenkel (14) eingebracht, die als Wärmeflusseinschnürung dient.

In 2 wird gezeigt, wie elektrische Leitungen (24) mit unterschiedlichen Leitungsquerschnitt (26) mittels des einen Anschlusskontaktelementes kontaktiert werden können. In der linken Darstellung sind schematisch zwei unterschiedliche Leitungsquerschnitte (26) in der Leitungsaufnahme (22) dargestellt. Wie zu erkennen ist, wird durch die V-förmige Ausgestaltung der Leitungsaufnahme (22) die Leitung (24) mit dem kleineren Querschnitt weiter unten in der Leitungsaufnahme (22) gehalten. Leitungen (24) mit größerem Querschnitt werden weiter oben gehalten. Dies wird anhand der mittleren und der rechten Darstellung auch noch mal deutlich, wobei bei der mittleren Darstellung eine Leitung (24) mit einem kleinen Leitungsquerschnitt (26) und in der rechten Darstellung eine Leitung (24) mit einem größeren Leitungsquerschnitt (26) in das Anschlusskontaktelement eingelegt ist.

Die abisolierten Enden der Leitungen (24) liegen auf der Leitungsauflage des Selektiv-Löt-Bereichs (12) auf, so dass sie mittels eines Selektiv-Löt-Prozesses kontaktiert werden können.

10
Anschlusskontaktelement
12
Selektiv-Löt-Bereich
14
Schenkel
16
Aussparung
18
SMD-Löt-Bereich
20
Schenkel
22
Leitungsaufnahme
24
Leitung
26
Leitungsquerschnitt


Anspruch[de]
Anschlusskontaktelement (10) zum Anschließen eines elektrischen Leiters (24) an einem Schaltungsträger, mit einem mit dem Schaltungsträger verbindbaren Abschnitt und einem mit dem Leiter (24) verbindbaren Abschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Schaltungsträger verbindbare Abschnitt als SMD-Löt-Bereich (18) ausgebildet ist und dass der mit dem Leiter (24) verbindbare Abschnitt als Selektiv-Löt-Bereich (12) ausgebildet ist. Anschlusskontaktelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Selektiv-Löt-Bereich (12) eine im wesentlichen Y-förmige Auflage für die Leitung (24) aufweist. Anschlusskontaktelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Selektiv-Löt-Bereich (12) unterhalb der Leitungsauflage zumindest eine Aussparung (16) aufweist. Anschlusskontaktelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusskontaktelement (10) annähernd U-förmig ausgebildet ist. Anschlusskontaktelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der die beiden Schenkel (14/20) verbindende Bereich als SMD-Löt-Bereich (18) ausgebildet ist. Anschlusskontaktelement nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schenkel (14) als Selektiv-Löt-Bereich (12) und der andere Schenkel (20) als Leitungsaufnahme (22) ausgebildet ist. Anschlusskontaktelement, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der als Leitungsaufnahme (22) ausgebildete Schenkel (20) eine im wesentlichen V-förmige Leitungsaufnahme (22) aufweist. Anschlusskontaktelement nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der als Leitungsaufnahme (22) ausgebildete Schenkel (20) einen Klemmbereich für die Leitung (24) aufweist. Anschlusskontaktelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbereich für die Leitung (24) sägezahnförmige Vorsprünge aufweist.






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