| Dokumentenidentifikation |
DE102006006748A1 19.07.2007 |
| Titel |
Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker-System |
| Anmelder |
Berwald, Werner P., Dipl.-Ing., 59379 Selm, DE |
| Erfinder |
Berwald, Werner P., Dipl.-Ing., 59379 Selm, DE |
| DE-Anmeldedatum |
12.02.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006006748 |
| Offenlegungstag |
19.07.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
19.07.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E21D 20/02(2006.01)A, F, I, 20060212, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker für den Einsatz im Berg-, Tunnel-, Tief- und Felsbau zum sichereren und kostengünstigeren Ausbau von Hohlräumen ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Innenkanäle zur Spülung oder Absaugung von Bohrklein und ohne Innenrohr als Klebermagazin, mit im Hohlstab eingelagerten, vorkonfektionierten Linear-, Schicht- oder Kreuzbandpatronen, die über einen Kolben mit einer statischen Mischeinrichtung zur chemischen Aushärtung in den Ringraum der Ankerbohrung verpresst werden. Der vorkonfektionierte Druckkleber als Paste oder Granulat reagiert unter Druck mit dem Auspresskolben im Makro- oder Molekularbereich mit dem in dem Kleber eingelagerten Härter ohne Mischeinrichtung beim Auspressvorgang durch ein Berstventil, mit dem die Aushärtung des Klebergemisches im Ringraum des Bohrloches ausgelöst wird. Der Auspresskolben trennt in der Sicherheits-Endstellung das Druckwasser vom Ringraum und verhindert ein unabsichtliches weiteres Ausdrücken des Klebergemisches zum Ankerfuß, das zur Schwächung der Kleberverbindung des Inliner-Hohlstabvollverbundankers im Bohrloch führt.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker,
zum kostengünstigen und sichereren Ausbau von Hohlräumen im Berg-, Tunnel-,
Tief- und Felsbau.
Der Kleber oder Mörtel wird in der Hohlstabbohrung, ohne Zwischenmittel
wie Innenrohr als Klebermagazin und ohne innere Spülkanäle, als Inlinersystem
vorkonfektioniert eingelagert und direkt aus der Hohlstabbohrung mit einem Kolben
ausgepresst.
In einer ersten Ausführung wird der in der Hohlstabbohrung durch
Kunststoffschläuche getrennt eingebrachte Kleber/Härter, als Linear-,
Schicht- oder Kreuzbandpatronen, als Inlinersystem vorkonfektioniert und mit einer
statische Mischeinrichtung am/im Ankerkopf, beim Auspressvorgang durch einen Kolben,
die Aushärtung im Ringraum des Ankerbohrloches, über die gesamte Bohrlochlänge
verwirbelt und ausgelöst.
In der weiteren Ausführung kommt es bei Aufbringen eines definierten
Drucks, auf einem im Hohlstab befindlichen Auspresskolben, zum Ansprechen eines
Berstventils. Der in der Hohlstabbohrung befindliche Kleber/Mörtel als Druck-
Granulatklebermischung oder als Kleberpaste ohne Kunststoffschläuche eingelagert,
vermischt sich mit dem im Kleber eingelagerten Härter, tritt über den
Ankerkopf aus und füllt den Ringraum, zur chemisch angestoßenen Aushärtung
zwischen Ankerschaft und Bohrlochwand, über die gesamte Bohrlochlänge.
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein vorkonfektioniertes Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker.
Das Ankerrohr ist zur besseren Verbindung mit dem Klebergemisch/Gebirge
und zur Erhöhung der Scherfestigkeit an der Oberfläche gewindeartig gerippt.
In einer Ausführung besitzt der Ankerkopf eine statische Mischeinrichtung
mit scharfkantig geformten Austrittsschlitzen, die tangential oder mittig zum Rohrquerschnitt
angeordnet sind und bei Einsatz von Linear-Schicht- oder Kreuzbandpatronen mit dem
getrennt eingelagerten Härter, das kleinstückige Zerreißen der Kunststofffolien
bei dem aufgegebenen Auspressdruck sicherstellt.
Der Auspresskolben mit den angeordneten Druck- und Schiebelamellen,
funktioniert als Sicherheitsschieber zwischen dem Klebergemisch und dem Druckwasser,
in dem alle Schlitze in der Mischeinrichtung in der Endlage des Auspresskolbens
so abgedichtet werden, dass mit dem Druckwasser keine Klebermischung vom Ankerkopf
zum Ankermund ausgepresst werden kann, die zur Verkürzung der Kleberlänge
und Schwächung des eingebrachten Hohlstabvollverbundankers führen kann.
In einer weiteren Ausführung wird der vorkonfektionierte Kleber
ohne Zusatzrohr als Klebermagazin und ohne Spülkanäle, in der Inliner-Hohlstabbohrung
des Hohlstabverbundankers eingebracht und nach der Erreichung eines definierten
Druckes mit dem Ansprechen eines Berstventils, mit einem Auspresskolben mit Druck-
und Schiebelamellen, zur chemischen Aushärtung in den Ringraum ausgepresst.
Der Ankerfuß wird mit dem Ankersetzadapter, der den Anker drehend
in das Bohrloch schiebt und in sich einen hydraulisch verschiebbaren Dispenser trägt,
mit dem die Aufgabe des Druckwassers bzw. auch die Dichtfunktion am Ankerfuß
erfolgt, der Auspressvorgang des vorkonfektionierten Klebers eingeleitet und nach
der Aushärtezeit des Klebers, mit einem definierten Drehmoment das Anziehen
der Ankermutter über eine Brechbolzensicherung als Spannelement, zur weiteren
Sicherung und Verbindung der Gebirgsschichten vorgenommen.
Stand der Technik
Selbstbohrende Verbundanker mit chemischen Klebern sind, als Injektionsanker
mit/ohne einem zusätzlichen Klebermagazin zur Stabilisierung von Räumen
im Berg- und Tunnelbau, im Tief- und Tagebau von Fels- und Stützwänden
bekannt und in den Schriften DE 103 36 043
A1, DE 103 36 040 A1,
DE 103 21 175 B3, DE
103 01 968 A1, DE 100 17 763 A1,
DE 100 17 751 A1, 100 17 750 A1,
DE 299 00 432 U1, US
4,055,051, DE 31 00 730, A1 10
2006 002 215.7 und 10 2005 004 364.2 eingehend beschrieben.
Mit diesen Verbundankern wird die Ankerbohrung je nach Gesteinshärte
im Nass- oder Trockenbohrverfahren hergestellt. Ein zusätzlicher Spül-
oder Absaugkanal zur Abförderung von Bohrklein aus der Bohrung ist dabei im
Verbundanker erforderlich.
Nach der Herstellung der Ankerbohrung wird aus einem zusätzlichen
Innenrohr, das als Klebermagazin dient, dann der Kleber und Härter über
Trenneinrichtungen zu der Spül- oder Absaugleitung, im Ringraum zwischen Anker
und Bohrung verpresst.
Diese bisher bekannten Verbundanker können nur mit drehenden
Bohrverfahren für die Herstellung der Ankerbohrung eingesetzt werden und haben
eine im Bohrloch verbleibende und damit verlorene Bohrkrone.
Die Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Verfahren werden mit
den betriebswirtschaftlichen Eignungen nachfolgend dargestellt:
1. Vollstabverbundanker unter Anwendung des Patronenverfahrens:
Bei diesem Verfahren wird ein an der Außenseite gerippter Vollstab
in ein vorher erstelltes und mit Schlauch- in- Schlauch-Klebepatronen gefülltes
Bohrloch mit geringer Vorschubgeschwindigkeit und hoher Drehzahl eingedreht.
Der Ankerkopf zerstört die Kleberpatronen und mischt Kleber und
Härter. Das Klebergemisch wird durch die Ankerstange verdrängt und füllt
den Ringraum zwischen Ankerstab und Bohrlochwand bis zum Ankerfuß.
Das Einbringen des Ankers (Bohren, Einbringen der Klebesäule,
Einbringen des Ankers) ist arbeitsintensiv und stellt hohe Qualitätsansprüche,
sowohl an die eingesetzte Maschinentechnik, als auch an die Ausbildung und Disziplin
des Personals (Einhaltung der vorgeschriebenen Drehzahlen und Vorschubgeschwindigkeit).
Dadurch bedingt ist die Einbauqualität des Ankers fehleranfällig,
was im Extremfall zur Gefährdung der Standsicherheit der Grubenbaue führen
kann, da die verwendeten Kleberpatronen bei zu langen Lagerzeiten durch das diffundieren
der Chemie, an Masse verlieren und dadurch beim Einbau abknicken, im Bohrloch aufreißen
und der Aushärteprozess dadurch zu früh einsetzt.
Eine Mechanisierung/Automatisierung der Arbeitsvorgänge zum Einbringen
solcher Anker ist bis jetzt, insbesondere für Einsatzfälle im geschichteten
Gestein, nicht gelungen.
Dies führt dazu, dass derartige Vortriebe wenig leistungsfähig
sind, da die Zeit für das Einbringen eines derartigen Ankers bei ca. 5 Minuten
liegt.
Zusätzlich sind die Arbeitsvorgänge mit ständigem händischem
Werkzeugwechsel (Verbindung Bohrhammer/Bohrstange lösen, Einstecken des Ankersetzschlüssels,
Einstecken des Ankers) mit Risiken für das eingesetzte Personal verbunden,
da das Verfahren einen dauernden Aufenthalt von Personen im nicht gesicherten Gefahrenbereich
des Vortriebs erfordert.
Eine Risikominderung ist beim derzeitigen Stand der Technik nur bedingt
möglich.
Auf Vollstabanker in Verbindung mit dem Füllmörtelverfahren
bei dem der Mörtel in das Bohrloch gepumpt wird, wird nicht gesondert eingegangen,
da diese als Ausbauanker im Vortriebsbereich bis jetzt nicht eingesetzt werden.
2. Selbstbohrende Verbundanker mit integriertem Klebermagazin:
Selbstbohrende Verbundanker mit integriertem Klebermagazin sind bekannt
und werden als Ausbauanker alternativ zum Vollstabverbundanker eingesetzt.
Diese Anker sind Bohrstange und Anker in einem. Der Anker ist mit
einer verlorenen Bohrkrone ausgestattet, die äußere Form der Bohrstange
gewährleistet die Abführung von Bohrklein.
Der Hohlstab beinhaltet ein zusätzliches Innenrohr, das den vorkonfektionierten
Kleber und Härter enthält. Zwischen Innenrohr und Innendurchmesser des
Hohlstabs befindet sich der Spülkanal der zur Spülung mit Luft, Wasser
oder Luftwassergemisch während des Bohrvorgangs genutzt wird.
Nach der Herstellung der Bohrung wird aus dem zusätzlichen Innenrohr
der Kleber und Härter, durch Beaufschlagung mit Druck, ausgepresst.
Das Klebergemisch tritt über Bohrungen am Ankerkopf aus und füllt
den Ringraum zwischen Anker und Bohrlochwand.
Diese selbstbohrenden Verbundanker mit integriertem Innenrohr als
Klebermagazin, eignen sich aufgrund ihrer Konstruktion nur für drehende Bohrverfahren.
Drehendes Bohren lässt sich jedoch nur im begrenzten Umfang, in Abhängigkeit
von den Gesteinseigenschaften, einsetzen.
Selbstbohrende Verbundanker sind daher nicht geeignet, die unter 1.
beschriebenen, in Patronen- oder Mörtelverfahren eingebrachten Vollstabverbundanker,
zu ersetzen.
Ein Einsatz des aufwendigen und damit kostenintensiven Anker bei Gesteinseigenschaften,
die drehendes Bohren nicht zulassen und bei denen der Selbstbohranker, nachträglich
in ein schlagend- bzw. drehschlagend hergestelltes Bohrloch eingebracht wird, ist
betriebswirtschaftlich nicht zu rechtfertigen.
3. Hohlstabinjektionsanker:
Hohlstabinjektionsanker sind als Selbstbohranker, oder als nachträglich
in vorher hergestellte Bohrlöcher einzubringende Anker, bekannt.
Durch den Hohlstab wird ein außerhalb des Bohrlochs hergestelltes
Klebergemisch in den Ringraum zwischen Außenwand des Hohlstabs und Bohrlochwand,
als Verfüllverfahren mit und ohne Druck, geleitet.
Das Verfüllverfahren ist verfahrenstechnisch aufwendig, kosten-
und zeitintensiv.
Diese Nachteile werden durch die sehr gute Einbauqualität des
Ankers in der Praxis nicht ausgeglichen.
4. Zusammenfassung zu 1., 2. und 3.:
Da keines der beschriebenen Verfahren, den heutigen betriebswirtschaftlichen
und sicherheitstechnischen Anforderungen in vollem Umfang gerecht wird und andere
Ankerarten wie z.B. Spreizhülsenanker und Reibrohranker vor allem für
Anwendungen im Steinkohlenbergbau nur bedingt in Frage kommen, ergibt sich die Notwendigkeit
der Entwicklung alternativer Ankersysteme.
Der Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker.
Aufgabenstellung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Vollverbundanker
zu schaffen, mit dem die bisher zeit- und kostenintensive, sowie mit Qualitäts-
und Sicherheitsproblemen behafteten Verbundankersysteme abgelöst werden können.
Das System muss eine Minimierung der Einbauzeit, Leistungssteigerung
mit guter Einbauqualität als Vollverbundanker, die Senkung des Personalaufwandes
und eine Verringerung der Unfallgefahr gewährleisten.
Das ist mit dem erfindungsgemäßen Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker
möglich.
Der Einbau dieser Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker erfolgt
in zwei Schritten:
1. Schritt:
Herstellen eines Bohrlochs mit definiertem Durchmesser mittels eines
leistungsfähigen Bohrverfahrens in Abhängigkeit von den Gesteinseigenschaften,
drehend, schlagend oder drehschlagend.
2. Schritt:
Einbringen des vorkonfektionierten Inliner-Hohlstabvollverbundankers
mittels Ankeradapter und Auspressen der vorkonfektionierten Klebesäule, mit
Wasserdruck.
Das hier beschriebene Inliner-Ankersystem ist ideal für eine
künftige Vollmechanisierung/Automatisierung des Einbringvorgangs mit Bohrlafetten
geeignet, so dass Gefahren für das Personal, sowohl beim Handling, als auch
durch nachbrechendes Gestein vermieden werden. Der chemische Aushärtevorgang
wird im Druckkleber- oder Granulatgemisch durch den aufgebrachten Druck im Ringraum
ausgelöst.
Die Vorkonfektionierung der Klebesäule im Hohlstab ist grundsätzlich
auf zwei Arten möglich:
a.) Vorkonfektionierter Inliner-Hohlstabvollverbundanker mit Linear-Schicht-
oder Kreuzbandpatronen:
Vorkonfektionierte Linear-Schicht- oder Kreuzbandpatronen werden mit
dem notwendigen Volumen in der gesamten Ankerlänge untergebracht und entsprechen
dem Ringraum zwischen Anker und Bohrlochwand, zuzüglich einer Sicherheitsmenge
bei Schwankungen des Bohrlochdurchmessers und wird darüber hinaus auch für
kleinere Gebirgsspalten bemessen.
Diese Ankerausführung kann zudem im Querschnitt, gegenüber
den größeren und aufwendigeren Selbstbohrverbundankern, günstiger
gestaltet werden, da das Innenrohr als Klebermagazin und die Spülkanäle
entfallen.
Mit diesen Vorteilen ergeben sich folgerichtig geringere Mengen Linear-Schicht-
oder Kreuzbandpatronen und eine höhere Wirtschaftlichkeit des Systems.
b) Inliner-Hohlstabvollverbundanker mit Druck- oder Granulatkleber:
Mit der Vorkonfektionierung wird in diesem Anker, ohne Kunststoffschlauch,
die erforderliche Menge Druckklebergemisch, als Paste oder Granulat mit einem chemisch
eingebundenen Härter vorgehalten.
Mit dem 2. Systemschritt wird kontinuierlich, nach dem Einbringen
des Inliner-Hohlstabverbundankers in das Bohrloch, mit Wasserdruck das Klebergemisch
mit einem Auspresskolben über ein Berstventil, in den Ringraum zwischen Anker
und Bohrlochwand vom Bohrlochtiefsten bis zum Bohrlochmund, zur chemischen Aushärtung
ausgepresst.
Eine weitere kostengünstige Vereinfachung der vorgeschlagenen
Zweischritt-Inliner-Hohlstabvollverbundanker, wird mit der Vorkonfektionierung der
Kleber-Härtermischung mit verschiedenen Verfahren erreicht:
a.) Ankerfüllung mit Linear-, Schicht- oder Kreuzband-Modulpatronen.
Die Kleber-Härtermischung wird im entsprechenden Mischungsverhältnis
als Linear-Schicht- oder Kreuzband-Patronenmodul, mit unterschiedlichen
Querschnitten für den Kleber und Härter, in dem Ankerrohr in Kunststoffhüllen
eingebracht. Dabei werden die Patronen zur besseren Werksmontage im Ankerhohlraum
so vorgefrostet bzw. angekühlt, dass mit einer steifen Außenhaut das Schlauchpaket
als Linear-Schicht- oder Kreuzbandpatrone, mit den entsprechenden Zusatzteilen vorkonfektioniert,
einfacher in das Ankerrohr eingeschoben werden kann. Mit dem Auspressdruck werden
dann die Kunststoffhüllen der Linear-Schicht- oder Kreuzbandpatronen, im statischen
Mischer mit den scharfkantig ausgebildeten Schlitzen zerrissen und dabei Härter
und Kleber so vermengt, dass die chemische Reaktion der Aushärtung mit der
gewünschten Verzögerung, zur Festlegung des Hohlstabvollverbundankers
im Ringraum mit dem Gebirge eintritt. Mit der Vorkühlung wird auch die Werksmontage
der einstückigen Linearmodule, in der gewünschten Ankerlänge möglich.
b.) Ankerfüllung mit Druck- oder Granulatkleber.
In einer Kleber-Härtermischung, als Paste oder Granulat, wird
im Makro- oder auch im Molekularbereich der Härter so in den Kleber eingelagert,
dass eine Aushärtung der Klebermischung erfolgt, wenn mit hohem Wasserdruck,
die Kleber-Härtermischung, aus dem Ankerrohr mit dem Auspressvorgang durch
den aufgebauten Auspressdruck über den Auspresskolben ein Berstventil, die
chemische Reaktion zur Aushärtung und Festlegung des Ankers im Bohrloch mit
dem Gebirge, ohne Mischer angestoßen wird. Eine Trennung von Kleber und Härter
im Anker mit Kunststoffschläuchen ist dabei nicht mehr erforderlich. Der Druckkleber,
kann als angekühltes Linearmodul in der ges. Ankerlänge eingebracht werden.
Ein mit dem Härter gemischter Granulatkleber, wird in den Hohlstabanker eingeschüttet.
c.) Ankerfüllung mit versetzten Schichtpatronen.
Weiter können Schichtpatronen, im Rohrquerschnitt in unterschiedlichen
Reihenfolge angeordnet werden, wobei mit einer zusätzlichen Verdrallung, oder
einer Versetzung um mindestens 90° zwischen den Patronenmodulen, die erforderliche
Mischungssicherheit zur chemischen Aushärtung, in allen Teilbereichen der Ankerlänge
mit der Ankeroberfläche und dem Gebirge im Ringraum der Ankerbohrung erhöht
wird. Auch bei dieser Anordnung der Schichtpatronen werden mit dem Auspressdruck,
an den scharfkantig ausgebildeten Schlitzen der Mischeinrichtung, die Kunststoffschläuche
der Schichtpatronen zerrissen und damit die chemische Aushärtung angestoßen.
d.) Ankerfüllung mit Paste oder Granulat.
Eine weitere Möglichkeit ist die Vorkonfektionierung mit einer
Klebermischung, die chemisch als steife Paste oder als Granulatgemisch eingestellt
wird und sich unter hydraulischem Druck zum Härtevorgang verflüssigt,
um dann über ein Berstventil durch die scharfkantig ausgebildeten Schlitze
der statischen Mischeinrichtung, in den Ringraum der Ankerbohrung ausgepresst zu
werden. Dabei wird die Kleberpaste als einstückige Linearpatrone vorgekühlt
montiert und die Granulatmischung in den Anker eingeschüttet. Die Mischerschlitze
werden dabei schmaler gehalten, als der Durchmesser der Granulatkugeln.
Die unter a.), b.), c.) und d.) genannten Ankerfüllungen werden
in der Endlage des Auspresskolbens mit dem automatischem Verschließen aller
Schlitze der Mischeinrichtung in der Sicherheitsstellung, vom Druckwasser getrennt,
um ein weiteres unkontrolliertes Verdrängen der Ankerfüllungen in Richtung
Bohrlochmund durch das Druckwasser zu verhindern, dass zur Verkürzung der Klebelänge
im Bohrlochtiefsten und damit zur Schwächung des Zweischritt-Inliner-Vollverbundankers
im Einsatz führt.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Oberbegriffes im Anspruch
1 gelöst. Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen dargelegt, Einzelheiten
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und Darstellung in
den folgenden Zeichnungen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 zeigt einen eingebauten Inliner-Hohlstabvollverbundanker
mit Ankerplatte, Ankermutter mit dem Ankeradapter und Druckwasseranschluss.
2 zeigt einen fertig eingebauten Inliner-Hohlstabvollverbundanker
mit Ankerschale und Ankermutter mit einer halbseitigen Ansicht.
3 zeigt den Ankerfuß des Inliner-Hohlstabvollverbundankers
im Längsschnitt, mit dem Auspresskolben, Dichthülse, Ankerplatte mit Ankermutter.
4 zeigt unter A, B, C, D, E, F, G und H, die Anordnung
der verschiedenen Querschnitte der Härter- und Klebermodule im Inliner-Hohlstabvollverbundanker.
5 zeigt den Ankerkopf im Längs- und Querschnitt,
den Mischerkopf für den Druckkleber mit dem Berstventil und tangential-parallel
angeordnete Schlitze.
6 zeigt den Mischerkopf im Längs- und Querschnitt,
mit tangential angeordneten Schlitzen für Parallel- oder Mischpatronen.
7a. und b. zeigt weitere Ausbildungen der Schlitze
der Mischeinrichtung am Ankerkopf.
8 zeigt den Ankerkopf mit einer Meißelschneide.
9 zeigt den Ankerkopf mit einem eingeschweißten
Verschlussstopfen.
10 zeigt den Ankerkopf als ein Zusatzteil, bestehend
aus dem Ausräummeißel mit den radial angeordneten statischen Mischerschlitzen.
Ausführungsbeispiele:
1 zeigt einen eingebauten Inliner-Hohlstabvollverbundanker
1 mit der sechseckigen statisch bestimmten Ankerschale 5, die
Ankermutter 4 mit dem balligen Sitz 6, als Spannelement und den
Ankeradapter 8 mit dem Druckwasseranschluss 66.
Auf dem Gewinde 3 wird mit der Bajonettverbindung
7, der Ankeradapter 8 mit dem Druckwasseranschluss 66
montiert, mit dem das vorkonfektionierte Druck- 9 oder Granulatgemisch
64, bzw. die Linear- 61, Schicht- 11, 57,
58, 59 und Kreuzbandpatronen 60, mit dem Kolben
12 aus dem Hohlstabbohrung 13, über eine Mischeinrichtung
14 mit mittigen Längsschlitzen 42, in den Ringraum
15, zwischen Hohlstabverbundanker 1 und Bohrloch 16,
zur chemischen Aushärtung und Festlegung des Hohlstabverbundankers
1 mit dem Gebirge 19, ausdrückt wird.
Die sechseckige Ankerschale 5 ist statisch bestimmten so
ausgebildet, dass sich drei Ecken 17, als Spitzen 18 mit dem Gebirge
19 verkrallen und bei weichem Gestein drei weitere Ecken 20, das
weitere Einsinken der Ankerschale 5 durch die damit verbundene Vergrößerung
der Auflagerfläche verhindern.
Der ballige Sitz 6 der Ankermutter 4 auf der Ankerschale
5, sicherte die statisch gesicherte und bewegliche Anpassung der Ankerschale
5, zu jedem nicht bankrecht gesetztem Bohrloch 16.
2 zeigt einen eingebauten vollverklebten Inliner-Hohlstabvollverbundanker
1, der am Ankerfuß 2 mit dem Gewinde 3 eine Ankermutter
4 mit einer statisch bestimmten, sechseckigen Ankerschale 5 mit
einem balligen Sitz 6 aufnimmt und mit dem im Ringraum 15 durch
den Auspresskolben 12 ausgedrückten, chemisch ausgehärtetem Druckkleber-
9 bzw. Granulatgemisch 64 oder mit den Linear- 61, Schicht-
11 und Kreuzbandpatronen 60, mit dem Gebirge 19 in der
ges. Ankerlänge 31 verbunden ist.
3 zeigt den Ankerfuß 2 des Inliner-Hohlstabverbundankers
1 im Längsschnitt, mit der Dichthülse 21 und der Montagekralle
22, dass die Wandstärke 23 des Hohlstabankers 1,
stärker als der Radius r der Hohlstabbohrung 24 ausgelegt ist.
Die Dichthülse 21 mit der Montagekralle 22
legt sich mit einem Dichtflansch 25 mit den beiderseitig angeordneten Dichtlippen
10, gegen den Hohlstabverbundanker 1 und dient nach dem Einbringen
des Hohlstabverbundankers 1 in das Bohrloch 16, in Verbindung
mit dem Gewinde 3, zur Aufnahme des Ankeradapter 8 mit der Bajonettverbindung
7.
Mit der Montagekralle 22 der Dichthülse 21,
wird das Herausfallen beim Transport des Hohlstabverbundankers 1 verhindert
und der Auspresskolben 12 mit dem Klebergemisch 14 oder die Parallel-
10 oder Mischpatronen 11 gesichert.
Der Auspresskolben 12 mit den Drucklamellen 26 und
den Schiebelamellen 27 schiebt bei Beaufschlagung mit Druckwasser
8, das vorkonfektionierte Druckklebergemisch 9 aus der Hohlstabbohrung
24 des Hohlstabverbundankers 1 in den Ringraum 15 des
Bohrloches 16.
Vor Einbringung des Hohlstabverbundankers 1 in das Bohrloch
16 wird die Ankerschale 5 aufgeschoben und mit der Ankermutter
4 auf dem Gewindeansatz 3 gesichert.
Mit der Bewegung des Auspresskolbens 12 durch das Druckwasser
8, wird bei Verwendung des Druck- 9 und Granulatklebergemisches
64, nach dem Druckaufbau das Berstventil 28 zerstört und
damit der Prozess, durch den im Druck- 9 und Granulatklebergemisch
64 eingelagerten Härter 29 im Makro oder Molekularbereich,
mit der chemisch eingestellten Verzögerung, zur Aushärtung ausgelöst.
Das Druck- 9 oder Granulatklebergemisch 64 füllt
den Ringraum 15 des Bohrloches 16 und quillt dann am Bohrlochmund
38 unter der Ankerschale 5 hervor.
Die Menge des Druck- 9 oder Granulatklebergemisches
64 richtet sich nach der Ankerlänge 31 mit der Hohlstabbohrung
13 und wird durch das erforderliche Volumen 32 des Ringraumes
15 bestimmt.
Der Auspresskolben 12 mit den angeordneten Druck-
26 und Schiebelamellen 27, funktioniert zwischen dem Klebergemisch
9, 53, 57, 58, 59, 60,
61 und dem Druckwasser 66, in dem alle Schlitze der Mischeinrichtungen
14, 36
40, 48, und 51 in der Sicherheitsstellung 65
so abgedichtet werden, dass mit dem Druckwasser 66 keine Klebermischung
9, 53, 57, 58, 59, 60,
61 vom Ankerkopf 35 zum Bohrlochmund 30 ausgepresst werden
kann, die zur Schwächung des Verbundes mit dem Gebirge 19 des eingebrachten
Hohlstabvollverbundankers 1 führen kann.
4 zeigt in den Profilquerschnitten „A" „B"
„C" „D" „E" „F" und „G" die unterschiedliche
Anordnung der Schichtpatronen 46 mit der beispielhaften Anordnungen des
Klebers 10 mit dem Härter 29.
Der Profilquerschnitt „A" zeigt die asymmetrische Anordnung
der Schichtpatrone 11 mit dem Kleber 10 und Härter
29. Zur besseren Verteilung durch die Mischeinrichtung 14,
40, 46 oder 49, werden die Schichten 29 und
10 vor dem anfrosten, in der Längsachse 33 gewindeartig verdreht.
Der Profilquerschnitt „B" zeigt die symmetrische Anordnung
der Kleber 10 mit dem außen liegenden Härter 29.
Im Profilquerschnitt „C" wird eine weitere symmetrische Anordnung
des Klebers 10 mit dem Härter 29, in der mittigen Anordnung
29 dargestellt.
Die Schichtpatrone mit dem Querschnitt „D" zeigt die weitere
Verteilung zwischen Kleber 10 und Härter 29 mit einer Doppelschicht
34.
Die Anordnungen „A, B, C, D und G" können außerdem
zur besseren Verteilung des Härters 29 mit der Mischeinrichtung
14, 40, 46 oder 49, gewindeartig wie in dem
Profilquerschnitt „E" dargestellt, vor dem anfrosten, um die Längsachse
33 zusätzlich verdreht werden.
In dem Patronenquerschnitt „F" wird ein Druck- 9 und
Granulatklebergemisch 64 dargestellt, in dem der Härter
29 im Makro- oder Mikrobereich des Klebergemisches 9 bzw.
64 chemisch so eingelagert ist, dass mit dem Auspressdruck durch den Auspresskolben
12, der chemische Aushärteprozess im Ringraum 15, durch eine
Verflüssigung der Klebergemische 9 und 64 mit einem Berstventil
28 ausgelöst wird und eine Mischeinrichtung 14,
40, 46 oder 49 nicht erforderlich wird.
Mit dem Patronenquerschnitt „G" wird beispielhaft eine von
mehreren kreuzförmigen Anordnungen mit dem Kleber 10 und Härter
29 in Kunststoffschläuchen 54 vorgesehen, mit der mit den
statischen Mischeinrichtungen 14, 36, 40, 46
und 49 eine optimale Vermengung erreicht wird. Die Kreuzbandpatrone
60 kann als Patronenmodul 55, als auch als angekühltes Linearmodul
61 in der erforderlichen Ankerlänge 31 in die Hohlstabbohrung
13 montiert werden und aus mehr als 3 Kreuzbandkammern
63 bestehen.
Der Patronenquerschnitt „H" zeigt die Anordnung des Klebers
10 in einem Kunststoffschlauch 81, der von einem Außenschlauch
82 mit dem Härter 29 umgeben ist.
5 zeigt den Ankerkopf 35 im Längsschnitt
A–B, und dem Querschnitt C–D, des Hohlstabverbundankers
1 mit der statischen Mischeinrichtung 36 und den tangential-parallel
angeordneten Schlitzen 37.
Der Ankerkopf 35 mit dem Berstventil 38, das nach
der konstruktiven Auslegung mit dem Druckwasser 8 auf den Auspresskolben
12 nach dem Berstvorgang, dann den chemischen Prozess zur Aushärtung
des Duck- 9 und Granulatklebergemisches 64 im Ringraum
15 des Bohrloches 19 einleitet.
Zur Aufnahme des Wasserdruckes 8 im Ankerkopf 35,
wird der Hohlraum 13 des Hohlstabverbundankers 1 mit einem Gewindestopfen
39 gesichert, damit eine einwandfreie Zerstörung des Berstventiles
12, bei Erreichung des Berstdruckes erfolgt.
6 Eine weitere Variante der statischen Mischeinrichtung
40, sieht die mittig axiale 42 und die tangentiale Anordnung
41 der Schlitze in dem Längsschnitt E–F und dem Querschnitt
G–H vor.
Im Querschnitt G–H werden in der oberen Hälfte die Schlitze
42 axial mittig zur Mischeinrichtung 14 angeordnet und in der
unteren Hälfte die tangentiale Anordnung zur Mischeinrichtung 40 dargestellt.
Eine Mischeinrichtung 14, 36, 40,
46 oder 49 wird erforderlich, wenn der Kleber 10 und
der Härter 29 entsprechend dem Mischungsverhältnis, in anteilig
ausgebildeten Linear- 61, Schicht- 11, 57,
58, 59 und Kreuzbandpatronen 60, in der Hohlstabbohrung
13 des Hohlstabverbundankers 1, angefrostet montiert wird.
Die Schlitze 37, 41, 42, 47 und
50 in den statischen Mischeinrichtungen 14, 36,
40, 46 und 49 werden so eng gehalten, dass beim Auspressvorgang
durch das Druckwasser 8 mit dem Auspresskolben 12, eine einwandfreie
Zerstörung der Schichtpatronen 11 in den Mischeinrichtungen
14, 36, 40, 46 und 49 erreicht wird.
Nach der Montage des Hohlstabverbundankers 1 mit den vorgefrosteten,
Schicht- 11, 57, 58, 59, Kreuzband-
60 und Linearpatronen 61, wird der Dichtstopfen 43 in
der Montageposition 44 eingebracht, der Abschlussstopfen 24 mit
der Montagekralle 22 montiert und am Ankerkopf 35 der Auspresskolben
12 mit der Dichthülse 21, gesichert mit der Montagekralle
22, in der Ankeröffnung 46 montiert.
Der Dichtstopfen 43 wird durch den Wasserdruck
8 beim Auspressvorgang aus der Montageposition 44 zum Ankerende
47 des Ankerkopfes 35 in den dafür angeordneten Hohlraum
45, gegen den Abschlussstopfen 24 gedrückt
und behindert damit nicht den Mischvorgang des Klebers 10 mit dem Härter
29 in den Schicht- 11, 57, 58, 59,
Kreuzband- 60 und Linearpatronen 61 und das Austreten in den Ringraum
15.
7a. zeigt die Ansicht des Ankerkopfes 35 vom Hohlstabverbundanker
1, mit der statischen Mischereinrichtung 46, mit gezackten Schlitzen
47, die auf der Längsachse 48 des Hohlstabverbundankers
1 angeordnet sind.
7b. zeigt die Ansicht des Ankerkopfes 35 mit der statischen
Mischereinrichtung 49 in einer weiteren Variante und sieht die Anordnung
der Schlitze in einer Wellenform 50, auf der Längsachse
48 vor.
8 zeigt den Längs- und Querschnitt durch den Ankerkopf
35 mit einem Aufschweißmeißel 68 und dem Stopfenansatz
72 in der Ankeröffnung 46 der Hohlstabbohrung 13,
in dem der Druckkleber 9 oder das Granulatgemisch 64, sowie die
Schicht- 11, 57, 58, 59 Kreuzband
60 und Linear- 61 oder Schicht- und Kreuzbandpatronen
11, 57, 58, 59 und 60 eingebracht wurden.
Mit dem Kolbenanschlag 76, für den Auspresskolben
12, wird die Sicherheitsstellung 65 vom Kolben 12 erreicht,
mit der im Ankerkopf 35 die Schlitze 37, 41,
42, 49 und 52 der Mischeinrichtungen 14,
36, 40, 48 und 51 vom Druckwasser
66 getrennt werden.
9 zeigt den Längs- und Querschnitt durch den Ankerkopf
35 mit einem Einschweißstopfen 69 in der Hohlstabbohrung
13, in dem der Druckkleber 9 oder das Granulatgemisch
64, sowie die Schicht- 11, 57, 58,
59 Kreuzband- 60 oder Linearpatronen 61 eingebracht wurden.
Mit dem Kolbenanschlag 76, für den Auspresskolben
12, wird die Sicherheitsstellung 65 vom Kolben 12 erreicht,
mit der im Ankerkopf 35 die Schlitze 37, 41,
42, 49 und 52 der Mischeinrichtungen 14,
36, 40, 48 und 51 vom Druckwasser
66 getrennt werden.
10 zeigt den Längsschnitt durch einen Ankerkopf
74 mit einem Ausräummeißel 68 als Aufsatzteil
78, dem der statische Mischer 76, zur besseren Herstellung zugeordnet
wurde. Die im Mischer 76 radial unter einer Neigung 77 angeordneten
Mischerschlitze 75, entsprechen den Ausführungen 42,
49 und 52.
- 1
- Inliner-Hohlstabvollverbundanker
- 2
- Ankerfuß, zu 1
- 3
- Gewinde zu, 1
- 4
- Ankermutter, zu 1
- 5
- Ankerschale, zu 3
- 6
- Sitz, ballig, zu 4
- 7
- Bajonettverbindung, zu 3
- 8
- Ankeradapter, zu 7
- 9
- Druckklebergemisch, zu 1
- 10
- Kleber, zu 9, 11 und 81
- 11
- Schichtpatronen, zu 10
- 12
- Auspresskolben, zu 1
- 13
- Hohlstabbohrung, zu 1
- 14
- Mischeinrichtung, statisch, zu 35
- 15
- Ringraum, zu 16
- 16
- Bohrloch, zu 19
- 17
- Ecken, zu 5
- 18
- Spitzen, zu 5
- 19
- Gebirge
- 20
- Ecken, zu 19
- 21
- Dichthülse, zu 1
- 22
- Montagekralle, zu 21
- 23
- Wandstärke, zu 1
- 24
- Abschlussstopfen, zu 1
- 25
- Dichtflansch, zu 21
- 26
- Drucklamellen, zu 12
- 27
- Schiebelamellen, zu 12
- 28
- Berstventil, zu 35
- 29
- Härter, zu 9, 10, 11, 61, 64
- 30
- Bohrlochmund, zu 19
- 31
- Ankerlänge, zu 1
- 32
- Ringraum-Volumen, zu 15
- 33
- Längsachse, zu 34
- 34
- Doppelschicht, zu 11
- 35
- Ankerkopf, zu 1
- 36
- Mischeinrichtung, statisch, zu 35
- 37
- Schlitze, tangential-parallel, zu 35
- 38
- Radius r, zu 13
- 39
- Gewindestopfen, zu 35
- 40
- Mischeinrichtung, statisch, zu 35
- 41
- Schlitze, tangential, zu 40
- 42
- Schlitze, mittig, axial zu 14
- 43
- Dichtstopfen, zu 14, 36,
- 44
- Montageposition, zu 43
- 45
- Endlage, zu 43
- 46
- Ankeröffnung, zu 1
- 47
- Ankerende, zu 1
- 48
- Mischeinrichtung, zu 35
- 49
- Schlitze, gezackt, zu 48
- 50
- Längsachse, zu 1
- 51
- Mischeinrichtung, zu 35
- 52
- Schlitze gewellt, zu 51
- 53
- Klebermasse, pastös, zu 1
- 54
- Kunststoffschlauch, zu 10 und 11
- 55
- Patronenmodul, zu 10, 11 und 54
- 56
- Härterblasen, zu 29
- 57
- Schichtpatrone,
- symmetrisch, zu 10, 11 und 54
- 58
- Schichtpatrone,
- asymmetrisch, zu 10, 11 und 54
- 59
- Schichtpatrone,
- spiralförmig, zu 10, 11 und 54
- 60
- Kreuzbandpatrone, zu 10, 11 und 54
- 61
- Linearmodul, zu 10, 11 und 54
- 62
- Oberfläche, gerippt, zu 1
- 63
- Kreuzbandkammer, zu 60
- 64
- Granulatgemisch, mit Kleber, zu 1
- 65
- Sicherheitsstellung, zu 12
- 66
- Druckwasser- und Anschluss, zu 8
- 67
- Kolbenanschlag, zu 12
- 68
- Ausräummeißel als Aufschweißteil, zu 1
- 69
- Einschweißstopfen, zu 1
- 70
- Schneide, zu 68
- 71
- Dichtlippen, zu 25
- 72
- Stopfenansatz, zu 68
- 73
- Einbuchtungen, konkav zu 12
- 74
- Ankerkopf, mit Mischer, zu 1
- 75
- Radial, geneigte Mischerschlitze, zu 74
- 76
- Statische Mischer, als Zusatzteil, zu 1
- 77
- Neigung, Mischerschlitz, zu 76
- 78
- Aufsatzteil, zu 74
- 79
- Kordel- oder Trapezgewinde, zu 1
- 80
- Schweißnaht, zu 74 und 78
- 81
- Kleberpatrone mit Außenhärter, zu 82
- 82
- Kunststoffschlauch, außen mit Härter, zu 81
|
| Anspruch[de] |
|
Inliner-Hohlstabvollverbundanker für den Einsatz im Berg,- Tunnel,-
Tief- und Felsbau, ohne Zwischenmittel wie zusätzliche Innenkanäle zur
Spülung oder Absaugung von Bohrklein und ohne ein Innenrohr als Klebermagazin
dadurch gekennzeichnet, dass mit einem in einer Hohlstabbohrung (13)
ohne weitere Mittel eingelagerter, vorkonfektionierter Kleber (9,
10, 11, 55, 57, 58, 59, und
60), als Paste (53) oder Granulat (64) mit/ohne Kunststoffschlauch
(54), mit/ohne Mischeinrichtung (14, 36, 40,
48 und 51) durch den Auspressvorgang mit einem Kolben (12),
die chemische Aushärtung im Ringraum (15) des Bohrloches (16)
zwischen dem Inliner-Hohlstabvollverbundanker (1) und Gebirge (19)
ausgelöst wird.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,
dass die vorkonfektionierte Klebermasse (53), im pastösen Zustand,
mit chemisch ein-gelagertem Härter (29) in der Hohlstabbohrung (13)
ohne Kunststoffschläuche (54) eingebaut wird.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 und
2 dadurch gekennzeichnet, dass die pastöse Klebermasse (53) ohne Kunststoffschläuche
(54) chemisch so eingestellt ist, dass sich diese unter Druck verflüssigt.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
3 dadurch gekennzeichnet, dass die Klebermasse (64) als Granulat mit dem
anteilig eingelagerten Härter (29) chemisch so eingestellt ist, dass
sich diese unter Druck verflüssigt.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
4 dadurch gekennzeichnet, dass das vorkonfektionierte Druckklebergemisch (9)
oder die Patronenmodule (55) als Schichtpatronen (11) bzw. Klebermasse
(53) oder Granulat (64) ohne Spülkanal und Innenrohr, als
Klebermagazin in der Hohlstabbohrung (13) eingebracht werden.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
5 dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (23) des Hohlstabverbundankers
(1), stärker als der Radius (38) der Hohlstabbohrung (13)
ausgebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
6 dadurch gekennzeichnet, dass im Ankerkopf (35 und 74) mit einer
statischen Mischeinrichtung (14, 36, 40, 48,
51 und 76), die Aushärtung zwischen Kleber (10)
und dem Härter (29) ausgelöst wird.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
7 dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (41) in der statischen Mischeinrichtung
(40) am Ankerkopf (35) tangential zur Hohlstabbohrung (13)
angeordnet sind.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
8 dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (37) der statischen Mischeinrichtung
(36) tangential-parallel ausgebildet sind.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
9 dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (52) der statischen Mischeinrichtung
(48 oder 51) wellenförmig oder gezackt, parallel oder radial
(75) angeordnet sind.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
10 dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (37, 41,
42, 49 und 52) der statischen Mischeinrichtungen (14,
36, 40, 48 und 51) am Ankerkopf (35),
schmaler ausgebildet sind als die in dem Druck- und Granulatklebergemisch (9
und 64) eingelagerten Härterblasen (56).
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
11 dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Druck- und Granulatklebergemisch (9
und 64) eingelagerten Härterblasen (56) größer
sind, als die Schlitze (37, 41, 42, 49 und
52) der statischen Mischeinrichtungen (14, 36,
40, 48 und 51).
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
12 dadurch gekennzeichnet, dass das Druckklebergemisch (9)
mit dem Härter (29), zur Vorkonfektionierung in der Hohlstabbohrung
(13), als Linearmodul (61) vormontiert wird.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
13 dadurch gekennzeichnet, dass der Auspresskolben (12) in der Hohlstabbohrung
(13), mit selbstdichtenden Drucklamellen (26) und Schiebelamellen
(27) ausgebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
14 dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerfuß (2) für den Druckwasseranschluss
(8) mit einer Dichthülse (21) und Dichtflansch (25)
ausgebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
15 dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (10) und Härter (29)
zur Vorkonfektionierung als Schicht- (11), Kreuzbandpatrone (60),
Patronen- (55) oder Linearmodul (61), in Kunststoffschläuchen
(54, 81 und 82) symmetrisch (57), asymmetrisch
(58) oder spiralförmig (59), zur Vorkonfektionierung in der
Hohlstabbohrung (13), vor der Montage gefrostet werden.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
16 dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzbandpatrone (60) aus mindestens
3 Kreuzbandkammern (63) gebildet wird.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
17 dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtpatronen (11) als Patronenmodule
(55) bei der Montage in der Hohlstabbohrung (13) um ca. 90°
versetzt, montiert werden.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
18 dadurch gekennzeichnet, dass die Dichthülse (21) mit einer Montagekralle
(22), ausgebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
19 dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (25) der Dichthülse (21)
beiderseitig mit Dichtlippen (71) ausgebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
20 dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (24) eine Montagekralle (22)
besitzt.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
21 dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkopf (35) mit einem Aufschweißmeißel
(68) aus gebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
22 dadurch gekennzeichnet, dass, der Hohlstabvollverbundanker (1) am Ankerende
(47) im Ankerkopf (35) mit der Hohlstabbohrung (13) den
Stopfenansatz (72) als Kolbenanschlag (67) für den Auspresskolben
(12) aufnimmt.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
23 dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkopf (35) mit einem Gewindestopfen
(39) als Kolbenanschlag (67) ausgebildet ist.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
24 dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht- und Kreuzbandpatronen (11,
57, 58, 59 und 60) als Module bemessen sind.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
25 dadurch gekennzeichnet, dass der Auspresskolben (12) konkave Einbuchtungen
(73) er hält.
Inliner-Hohlstabvollverbundanker, nach einem der Ansprüche 1 bis
26 dadurch gekennzeichnet, dass die Dichthülse (21), der Auspresskolben
(12), der Abschlussstopfen (24), das Berstventil (28)
und der Dichtstopfen (43) aus Kunststoff bestehen.
Verfahren zur Vorkonfektionierung eines Inliner-Hohlstabvollverbundankers,
nach einem der Ansprüche 1 bis 27 dadurch gekennzeichnet, dass mit der Vorkonfektionierung
der Inliner-Hohlstabvollverbundanker (1), keine zusätzlichen Mittel
zur Aufnahme in der Hohlstabbohrung (13) und zur Aufnahme in das Magazin
einer Bohrlafette benötigt werden.
Verfahren zur Herstellung der Schlitze (37, 41,
42, 49 und 52) der statischen Mischeinrichtungen (14,
36, 40, 48 und 51) im Ankerkopf (35),
mit Laser- oder Wasserstrahlschnitten.
Verfahren zur Trennung des Klebergemisches (9) vom Druckwasser
(66) mit dem Kolbenanschlag (67) zur Abdeckung der Schlitze (37,
41, 42, 49, und 52) in den Mischeinrichtungen
(14, 36, 40, 48, 51 und 76)
durch den Auspresskolben (12) mit den konkaven Ausbuchtungen (73)
in der Sicherheitsstellung (65).
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