Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf modulare Lichtsysteme, im speziellen
auf Glasbausteinrahmensysteme mit beleuchteten Glasbausteinen.
Stand der Technik
Aus der WO 2006/100551 ist ein System zum Legen von Mosaikbausteinen
bekannt, bei dem die Bausteine von einem Rahmen aufgenommen werden. Der Rahmen kann
einfach und zweckmäßig vorverlegt werden, und die Bausteine werden formschlüssig
eingelegt. In jüngerer Zeit wurden als Mosaikbausteine vermehrt lichtdurchlässige
Scheiben aus einem Glasartigen Material eingesetzt, wie sie z.B in der US D477.884S
beschrieben sind. Diese Scheiben besitzen eine sehr schöne und edle Oberflächenoptik,
jedoch nutzen sie die ihnen eigene Struktur nur unvollkommen aus, da sie nur von
außen beleuchtet werden, und der optische Eindruck nur durch den reflektierten
Lichtanteil zum Ausdruck kommt.
Aufgabe
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, das System so weiterzubilden,
dass die Kacheln von der dem Benutzer abgewandten Seite beleuchtet werden, so dass
sich der Anschein ergibt, als ob sie selber leuchten würden. Dabei soll das
System modular aufgebaut und einfach zu installieren sein.
Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Glasbausteinrahmensystem mit
den Merkmalen, wie sie in den Ansprüchen 1 und 11 beschrieben sind.
Das erfindungsgemäße Glasbausteinsystem besteht aus einer
Vielzahl von an sich bekannten Rahmenteilen, die aber in einer Weise weiterentwickelt
sind, dass die Stromversorgung für eine Vielzahl von Lichtquellen integriert
ist, und die Lichtquellen selber in mannigfaltiger Weise innerhalb des Glasbausteinsystems
angeordnet werden können.
Die Lichtquellen sind dabei vorzugsweise LED-Module.
Das erfindungsgemäße Glasbausteinrahmensystem vereint die
mechanische und die elektrische Verbindung miteinander. Dabei wird beim Zusammensetzen
des Systems automatisch auch ein Stromkreis zusammengesetzt, über den die Lichtquellen
mit Leistung versorgt werden.
Das System kann z.B. aus verschiedenen Grundbausteinen bestehen. Beim
bevorzugten System gibt es einen Grundrahmen, in den die lichtdurchlässige
Scheibe eingesetzt wird. In diesem Rahmen sind die Aussparungen für die Lichtquellen
bereits auf allen 4 Seiten enthalten.
Zwischen den Rahmen verläuft ein tragendes Raster aus Verbindungskreuzen
und Zwischensegmenten. Diese halten die Rahmenelemente zusammen und geben dem ganzen
System Stabilität. In die Verbindungskreuze und die Zwischensegmente sind die
Leiterbahnen eingearbeitet, die beim Zusammenstecken einen elektrischen Kontakt
ausbilden. Damit ist das gesamte Raster mit einem Leiterbahnsystem durchzogen, so
dass an jeder Stelle des Rasters eine Stromversorgung der Lichtquellen gewährleistet
ist.
Zur Vereinfachung der Ausführung ist das System vorzugsweise
aus Kunststoff gefertigt, so dass das Leiterbahnsystem leicht und kostengünstig
zu integrieren ist.
Die Lichtquellen können an geeigneter Stelle in das Glasbausteinrahmensystem
integriert werden. Bevorzugt werden sie in die Zwischensegmente eingesetzt, die
in der Mitte der Seitenkanten der lichtdurchlässige Kacheln angeordnet sind
und im allgemeinen ,Spacer' genannt werden.
In bevorzugter Weise gibt es zwei verschiedene Spacer. Zum ersten
normale Spacer ohne Beleuchtungsmöglichkeit, die lediglich Leiterbahnen zwischen
den Anschlusssteckern besitzen. Zum anderen gibt es Lichtmodule, in die eine oder
mehrere Lichtquellen integriert sind, und die als Spacer ausgebildet sind. Die Lichtquellen
sitzen an der Stelle, an der die Aussparung im Grundrahmen sitzt.
Die Lichtmodule können als ein- oder zweiseitige Module ausgeführt
sein, die Licht nur in eine oder in beide umgebende Grundrahmen abgeben.
Die Lichtmodule sind bevorzugt als Halbleiterlichtquellen ausgeführt.
In die Lichtmodule ist bevorzugt eine elektronische Treiberschaltung
eingefügt, die die Lichtquellen in geeigneter Weise ansteuert.
Die Lichtmodule haben bevorzugt eine integrierte Kühlung für
die Halbleiterlichtquellen. Dazu können sie aus einem Aluminiumprofil bestehen,
in das die Halbleiterlichtquellen so eingebracht sind, dass sie ihre Abwärme
an das Profil abgeben können. Die Lichtmodule können aber auch aus Kunststoff
bestehen und an geeigneter Stelle gut Wärme leitende Kühlkörper aufweisen.
Die Module können auch mit Optiken zur Verbesserung
der Lichtverteilung ausgestattet sein.
Die Module können weißes Licht in einer bestimmten Lichtfarbe
abgeben. Die Module können aber auch mehrfarbig sein und Licht beliebiger Farbe
innerhalb eines definierten Farbraumes abgeben. Dazu kann in das Glasbausteinrahmensystem
insbesondere eine Steuerung implementiert sein, mittels derer bestimmte Farbübergänge
und Farbspiele implementiert werden können.
Kurze Beschreibung der Zeichnung(en)
1 Seitenansicht eines Rahmenelementes mit der Aussparung
für die Lichtquellen.
2 Perspektivische Ansicht des Rahmenelementes.
3 Draufsicht eines Verbindungskreuzes mit Steckkontakten.
4 Perspektivische Ansicht des Verbindungskreuzes mit
Steckkontakten.
5 Seitenansicht eines Lichtmodules mit der Lichtquelle
auf nur einer Seite. Dargestellt ist die der Lichtquelle gegenüberliegende
Seite mit einem eingepasstem Kühlkörper.
6 Perspektivische Ansicht des Lichtmodules.
7 Seitenansicht eines Lichtmodules. Dargestellt ist
die Seite mit der Lichtquelle.
8 Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Glasbausteinrahmensystem.
In der Mitte ist das Lichtmodul (1) mit den Halbleiterlichtquellen angeordnet.
9 Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Glasbausteinrahmensystems.
In der Mitte ist das Lichtmodul (1) mit den Halbleiterlichtquellen angeordnet.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
Die 1 und 2
zeigen ein Rahmengrundelement (2) in Seiten- sowie perspektivischer Ansicht.
In jeder Seite des Rahmens ist eine Öffnung (3) vorhanden,
die einem Lichtmodul (1) gegenüberliegt, und durch die das Licht in
den Rahmeninnenraum dringen kann. Auf die flächigen Seiten wird jeweils eine
lichtdurchlässige Kachel angebracht. Die lichtdurchlässige Kachel ist
aus geeignetem Material wie Glas oder Kunststoffen wie Plexiglas oder Polycarbonat
hergestellt. Sie kann ein- oder mehrfarbig, mit oder ohne Struktur in der Fläche
behaftet sein. So kann sich das Glasbausteinrahmensystem an die örtlichen Gegebenheiten
anpassen und dem Geschmack der Benutzer entsprechen.
Die 3 und 4
zeigen ein Verbindungskreuz zum Verbinden der Rahmengrundelemente miteinander. Je
ein Verbindungskreuz wird an jede Ecke eines Rahmens angebracht. Die Verbindungskreuze
besitzen an allen Enden Steckkontakte (5), an zwei Enden Stecker und an
den anderen zwei Enden Buchsen. In das Verbindungskreuz eingearbeitet sind Leiterbahnen,
die die Steckkontakte miteinander verbinden.
Die 5, 6
und 7 zeigen das Lichtmodul aus verschiedenen Richtungen.
Das Lichtmodul gibt es in zwei grundsätzlich verschiedenen Ausführungsformen.
Eine Variante besitzt nur auf einer Seite Halbleiterlichtquellen, die andere Variante
auf beiden Seiten. Hier ist eine einseitige Variante gezeigt. Da die Halbleiterlichtquellen
sehr wärmeempfindlich sind, müssen sie gut gekühlt werden. Die einseitige
Variante hat daher einen durchgehenden Kühlkörper, der die Wärme
auf der lichtabgewandten Seite wieder abgibt. 6 zeigt
eine perspektivische Ansicht des Moduls mit der Seite, auf der die Halbleiterlichtquelle
sitzt. Die Halbleiterlichtquelle kann z.B. eine Leuchtdiode (LED) oder eine organische
Leuchtdiode (OLED) sein. Die Leuchtdiode (7) ist auf einer Platine (6),
die vorzugsweise eine Platine aus einem gut wärmeleitenden Material ist, angebracht,
die zusätzlich noch die erforderliche Ansteuerelektronik aufnimmt. Die Platine
wird hier als LED-Modul (6) bezeichnet. Es können auf dem LED-Modul
(6) natürlich auch mehrere LEDs (7) angebracht sein. Die
LEDs (7) können weiß leuchtend sein. Es ist aber auch möglich,
mehrere farbig leuchtende LEDs (7) anzuordnen, die zusammen einen gewissen
Farbraum abdecken können und damit deutlich mehr Möglichkeiten in der
Beleuchtung bieten.
Die Platinen mit den LEDs sind steckbar auf dem Lichtmodul angebracht.
Dies hat den Vorteil, dass sie auch bei einem zusammengeseztzen Glasbausteinrahmensystem
leicht austauschbar sind. Werden die lichtdurchlässigen Kacheln abgenommen,
so sind die LED-Module leicht zugänglich.
Den Einbau der Lichtmodule in das Glasbausteinrahmensystem zeigen
die 8 und 9 in jeweils
verschiedenen Ansichten. In 9 ist gut zu erkennen,
dass die lichtabgebende Seite den dargestellten Rahmen zugewandt ist und die Kühlkörperseite
sichtbar ist.
Die Lichtmodule werden über die in die Rahmenteile integrierten
Leiterbahnen mit Strom versorgt und können auch über diese Leitungen gesteuert
werden. Je nachdem, aus wie viel unabhängigen Leitern das Leitungsnetz besteht
sind verschiedene Konfigurationen denkbar. Die einfachste Variante besteht aus zwei
unabhängigen Leitern. Diese werden mit Strom versorgt, wenn das Glasbausteinrahmensystem
leuchten soll, ansonsten sind sie stromlos.
Diese Variante kann mittels einem geeignetem Betriebsgerät mit
Strom versorgt werden. Dies hat den Vorteil, dass die LED-Module keine zusätzliche
Treiberelektronik benötigen. Der Nachteil besteht darin, dass eine Betriebsgerät
nur eine bestimmte Anzahl LEDs treiben kann, und diese Anzahl somit eingehalten
werden muss. Falls ein programmierbares Betriebsgerät verwendet wird, kann
eine größere Menge an verschiedenen Konfigurationen betrieben werden.
Die Person, die das System aufbaut, muss dann aber über elektrotechnische Kenntnisse
verfügen.
Die andere Möglichkeit besteht darin, als Betriebsgerät
eine Spannungsquelle zu verwenden. Dann ist aber eine zusätzliche Treiberschaltung
auf jeder LED-Platine notwendig, um die LEDs mit den geeigneten Betriebsparametern
zu versorgen. LEDs benötigen einen bestimmten Strom für den Betrieb. Diesen
Strom muss die Treiberschaltung dann zur Verfügung stellen.
Bei mehr als zwei unabhängigen Leitern ergeben sich mehr Möglichkeiten
der Lichtsteuerung. Es können über eine Schnittstelle einzelne Module
an- und ausgeschaltet werden. Bei Farbmodulen kann noch die abzugebende Farbe des
Lichtes und unter Umständen eine Dimmstufe mit angegeben werden. Der Datenfluss
kann über ein spezialisiertes Protokoll oder über ein bekanntes Protokoll
(z.B. DALI) erfolgen. In diesem Falle muss auch eine Empfangsschaltung für
das Protokoll auf der LED-Platine mit untergebracht sein.
Bei mehreren Leitern besteht aber auch die Möglichkeit, lediglich
mehrere Schaltphasen vorzusehen, über die verschiedene Gruppen von Lichtmodulen
Ein- und Ausgeschaltet werden können.