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Dokumentenidentifikation EP1695879 19.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001695879
Titel Verfahren zum Herstellen eines Luftsackmoduls und ein solches Luftsackmodul
Anmelder Delphi Technologies, Inc., Troy, Mich., US
Erfinder Burczyk, Christian, 10115 Berlin, DE;
Hannemann, Jens, 13127 Berlin, DE;
Crohn, Detlef, 13158 Berlin, DE
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 502005000825
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 24.02.2005
EP-Aktenzeichen 050040682
EP-Offenlegungsdatum 30.08.2006
EP date of grant 06.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2007
IPC-Hauptklasse B60R 21/20(2006.01)A, F, I, 20060801, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Luftsackmoduls für ein Kraftfahrzeug, bei dem ein, insbesondere ringförmiger, Luftsackhalter, an dessen einer Seite ein Luftsack, insbesondere in Form eines zusammengefalteten Luftsackpakets, angeordnet ist, an einem Modulgehäuse befestigt wird.

Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird der an einer Seite des Luftsackhalters angeordnete Luftsack mittels eines Packstempels in einem Faltkanal zu einem Luftsackpaket zusammengefaltet. Der gleiche Packstempel wird anschließend dazu verwendet, den Luftsackhalter zusammen mit dem Luftsackpaket in das Modulgehäuse hinein zu drücken und an diesem zu befestigen, beispielsweise zu verrasten. Die zur Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse erforderliche Kraft wird dabei also durch den Packstempel über das Luftsackpaket auf den Luftsackhalter ausgeübt. Dies kann zu einer Beschädigung des zwischen dem Packstempel und dem Luftsackhalter befindlichen, zusammengefalteten Luftsacks führen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines Luftsackmoduls für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, bei welchem eine Beschädigung des Luftsacks vermieden wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und insbesondere dadurch gelöst, dass die zur Befestigung erforderliche Kraft an einer dem Luftsack abgewandten Seite des Luftsackhalters auf den Luftsackhalter ausgeübt wird.

Die zur Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse aufzubringende Kraft wird also nicht an derjenigen Seite, an der sich der Luftsack befindet, sondern an der gegenüberliegenden Seite auf den Luftsackhalter ausgeübt. Dadurch wirken beim Befestigen des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse keine Kräfte auf den Luftsack ein, die zu einer Beschädigung des Luftsacks führen könnten.

Insbesondere wird der Luftsack beim Befestigen des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse nicht durch ein Druckmittel, beispielsweise einen Packstempel, beaufschlagt, um den Luftsackhalter an das Modulgehäuse anzudrücken. Auf diese Weise kann eine Beschädigung des Luftsacks beim Befestigen des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse wirksam vermieden werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Luftsackhalter mittels einer Rastverbindung an dem Modulgehäuse befestigt. Die Rastverbindung ermöglicht eine besonders einfache Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse. Dadurch lässt sich das Luftsackmodul besonders schnell und kostengünstig herstellen.

Da die Verrastung von Luftsackhalter und Modulgehäuse die Ausübung einer gewissen Mindestkraft auf den Luftsackhalter erfordert, erweist es sich bei dieser Art der Verbindung von Luftsackhalter und Modulgehäuse als besonders vorteilhaft, dass die für die Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse aufzubringende Kraft nicht über das Luftsackpaket auf den Luftsackhalter ausgeübt wird, sondern an der dem zusammengefalteten Luftsack abgewandten Seite des Luftsackhalters auf diesen einwirkt. Auf diese Weise wird eine Beschädigung des Luftsacks während der Verrastung von Luftsackhalter und Modulgehäuse wirksam vermieden.

Vorteilhafterweise wird eine Zugkraft auf den Luftsackhalter ausgeübt, um den Luftsackhalter in Richtung eines Befestigungsabschnitts des Modulgehäuses zu ziehen. Der Luftsackhalter wird also nicht in das Modulgehäuse hinein- und an den Befestigungsabschnitt angedrückt, um beispielsweise eine Rastverbindung zwischen dem Luftsackhalter und dem Befestigungsabschnitt zu schaffen, sondern er wird in Richtung des Befestigungsabschnitts gezogen. Die Verwendung einer Zugkraft ermöglicht es, zur Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse auf die Seite des Luftsackhalters einzuwirken, die dem zusammengefalteten Luftsackpaket gegenüberliegt. Somit wird eine Beaufschlagung des Luftsacks mit einer den Luftsack möglicherweise beschädigenden Einrichtung beim Befestigen des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse umgangen.

Als gleichbedeutend mit dem Ziehen des Luftsackhalters in Richtung des Befestigungsabschnitts wird eine entsprechende Relativbewegung zwischen Luftsackhalter und Befestigungsabschnitt angesehen, bei welcher der Luftsackhalter festgehalten wird und statt dessen das Modulgehäuse auf oder über den Luftsackhalter geschoben wird, bzw. - allgemein ausgedrückt - bei welcher der Befestigungsabschnitt des Modulgehäuses in Richtung des Luftsackhalters bewegt wird.

Eine Zugkraft kann auf wenigstens ein Zugmittel des Luftsackhalters einwirken, welches z.B. einen Haken oder eine Öse umfasst. Dies ermöglicht eine besonders einfache Ankopplung einer Zugvorrichtung an das Zugmittel und somit eine besonders schnelle und sichere Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Zugmittel des Luftsackhalters durch ein Rastelement des Luftsackhalters gebildet oder mit dem Rastelement verbunden ist und sich insbesondere in Zugrichtung an dieses anschließt. Das Rastelement erfüllt eine Doppelfunktion, indem es zum einen die Verrastung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse ermöglicht und zum anderen das Hineinziehen des Luftsackhalters in das Modulgehäuse bzw. das Ziehen des Luftsackhalters in Richtung eines Befestigungsabschnitts des Modulgehäuses erleichtert. Dadurch lässt sich das Luftsackmodul noch einfacher und kostengünstiger herstellen.

Bevorzugt wird der Luftsackhalter bei einer Bewegung relativ zu einem Befestigungsabschnitt des Modulgehäuses durch wenigstens ein Zugmittel geführt. Durch die Führung des Luftsackhalters in dem Modulgehäuse wird eine korrekte Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse erleichtert. Auch das Zugmittel erfüllt somit eine Doppelfunktion, indem es zum einen als Zugmittel und zum anderen als Führungsmittel dient. Dies vereinfacht den Aufbau des Luftsackmoduls und ermöglicht eine noch kostengünstigere Herstellung des Luftsackmoduls.

Ein sich in Zugrichtung erstreckender länglicher Führungsabschnitt wenigstens eines Zugmittels kann sich zumindest zeitweise durch eine Öffnung eines Befestigungsabschnitts des Luftsackhalters bewegen. Der Befestigungsabschnitt dient folglich nicht nur zur Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse, sondern er bildet gleichzeitig auch eine Führung für das Zugmittel und somit für den Luftsackhalter insgesamt. Auf diese Weise ist nicht nur eine kontrollierte Bewegung des Luftsackhalters in dem Modulgehäuse sichergestellt, sondern es wird durch die Doppelfunktion des Befestigungsabschnitts auch der Aufbau des Luftsackmoduls vereinfacht. Dadurch ist eine noch schnellere und kostengünstigere Herstellung des Luftsackmoduls möglich.

Vorzugsweise dient die Öffnung zusätzlich zum Befestigen und insbesondere Verrasten des Luftsackhalters. Dadurch, dass die Öffnung des Befestigungsabschnitts nicht nur als Führung für das Zugmittel, sondern auch zur Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse dient und somit eine Doppelfunktion erfüllt, ist der Aufbau des Luftsackmoduls noch weiter vereinfacht und eine noch schnellere und kostengünstigere Herstellung des Luftsackmoduls möglich.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das oder jedes Zugmittel nach Befestigung des Luftsackhalters am Modulgehäuse entfernt wird und insbesondere an einer, z.B. im Bereich eines zugehörigen Rastelements vorgesehenen Sollbruchstelle abgebrochen wird. Das Zugmittel ist mit anderen Worten lediglich ein temporäres Hilfsmittel, welches nach Erfüllung seines Zwecks entfernt wird. Dadurch steht das Zugmittel nach Befestigung des Luftsackhalters am Modulgehäuse nicht störend von dem Modulgehäuse ab. Das Luftsackmodul weist im Endmontagezustand also eine minimale Baugröße auf.

Wie bereits erwähnt wurde, kann der Luftsackhalter zusammen mit dem Luftsack in das Modulgehäuse hineingezogen werden oder das Modulgehäuse auf oder über einen festgehaltenen Luftsackhalter und den Luftsack geschoben werden. Beide Varianten werden als gleichwertig angesehen. Im Ergebnis kommt es darauf an, dass der Luftsackhalter und das Modulgehäuse bei der Befestigung des Luftsackhalters am Modulgehäuse eine Relativbewegung ausführen, bei welcher sich der Luftsackhalter und ein Befestigungsabschnitt des Modulgehäuses aufeinander zu bewegen, wobei eine zu dieser Relativbewegung beitragende Kraft nicht über das Luftsackpaket auf den Luftsackhalter, sondern auf die dem Luftsack abgewandte Seite des Luftsackhalters einwirkt.

Weiterer Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Luftsackhalter für ein Kraftfahrzeug-Luftsackmodul mit wenigstens einem Befestigungsmittel, insbesondere Rastelement, zum Befestigen des Luftsackhalters an einem Modulgehäuse und mit wenigstens einem Zugmittel, um den Luftsackhalter zum Befestigen an dem Modulgehäuse in Richtung eines Befestigungsabschnitts des Modulgehäuses zu ziehen.

Der erfindungsgemäße Luftsackhalter ermöglicht es, die zum Befestigen des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse aufzubringende Kraft an einer Seite des Luftsackhalters auszuüben, die einem an dem Luftsackhalter angebrachten zusammengefalteten Luftsackpaket gegenüberliegt. Mit Hilfe des Zugmittels kann der Luftsackhalter zu seiner Befestigung an dem Modulgehäuse in das Modulgehäuse hineingezogen werden, ohne dass dabei ein mit dem Luftsackhalter verbundener Luftsack mit einer Einrichtung beaufschlagt wird, die zu einer Beschädigung des Luftsacks führen könnte.

Alternativ ermöglicht es das Zugmittel, den Luftsackhalter festzuhalten und das Modulgehäuse zur Verbindung mit dem Luftsackhalter auf oder über diesen zu schieben.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Luftsackhalters sind das Befestigungsmittel und das Zugmittel an einer Seite des Luftsackhalters vorgesehen, die einer Seite gegenüberliegt, an der im zusammengesetzten Zustand ein durch den Luftsackhalter gehaltener Luftsack angeordnet ist. Dies ermöglicht eine besonders luftsackschonende Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse.

Das Zugmittel kann zu dem Befestigungsmittel beabstandet sein.

Bevorzugt ist das Zugmittel jedoch an ein Befestigungsmittel angeformt. Ist das Befestigungsmittel beispielsweise ein Rastelement und weist ein Befestigungsabschnitt des Modulgehäuses eine entsprechende Rastöffnung auf, so kann sich das an das Rastelement angeformte Zugmittel bei einer Bewegung des Luftsackhalters relativ zu dem Befestigungsabschnitt zumindest zeitweise durch die Rastöffnung des Befestigungsabschnitts hindurch bewegen. Der Befestigungsabschnitt und das Zugmittel bilden auf diese Weise eine Führung für den Luftsackhalter, durch welche eine korrekte Befestigung des Luftsackhalters an dem Modulgehäuse erleichtert wird.

Das Zugmittel kann einen sich in Zugrichtung erstreckenden länglichen Führungsabschnitt aufweisen. Dadurch wird eine Führung des Luftsackhalters in dem Modulgehäuse über einen weiten Bereich der Relativbewegung zwischen Luftsackhalter und Modulgehäuse erreicht.

Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1
eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Luftsackhalters mit einem daran angebrachten zusammengefalteten Luftsack vor dem Einbringen in ein Luftsackmodulgehäuse; und
Fig. 2
eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Luftsackhalters.

Zur Herstellung eines Luftsackmoduls für ein Kraftfahrzeug wird ein Luftsack 10 an einem Luftsackhalter 12 angebracht, welcher bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ringförmig ausgebildet ist.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, wird der Luftsackhalter 12 in einen hohlzylindrisch ausgebildeten Faltkanal 14 eingebracht, der an seinen axialen Enden 16, 18 offen ist. Der Luftsackhalter 12 wird im Bereich des einen, in Fig. 1 unteren, axialen Endes 16 derart bezüglich des Faltkanals 14 fixiert, dass sich der Luftsack 10 im Inneren des Faltkanals 14 befindet und sich in Richtung des anderen, in Fig. 1 oberen, axialen Endes 18 des Faltkanals 14 erstreckt.

Am oberen axialen Ende 18 des Faltkanals 14 wird ein Packstempel 20 in den Faltkanal 14 eingeführt, dessen Querschnitt an den Querschnitt des Faltkanals 14 angepasst ist. Ausgehend von dem oberen axialen Ende 18 wird der Packstempel 20 in Richtung des unteren axialen Endes 16 bewegt, wie durch den Pfeil 22 angedeutet ist, um den im Faltkanal 14 befindlichen Luftsack 10 zusammenzuschieben. Dadurch wird der Luftsack 10 zu einem Luftsackpaket 23 zusammengefaltet.

Um den Luftsackhalter 12 zusammen mit dem Luftsackpaket 23 in ein Luftsackmodulgehäuse 24 einzusetzen, wird der Faltkanal 14 nach dem Zusammenfalten des Luftsacks 10 zusammen mit dem Luftsackhalter 12 und dem Luftsackpaket 23 im Bereich einer offenen Seite des Modulgehäuses 24 positioniert oder auf dieses aufgesetzt, wie es in Fig. 1 dargestellt ist.

Alternativ ist es auch möglich, den Faltkanal 14 zuerst auf das Modulgehäuse 24 aufzusetzen und danach den Packstempel 20 zum Zusammenfalten des Luftsacks 10 zu betätigen.

Das Modulgehäuse 24 weist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Kappen- oder Becherform auf und umfasst eine zylindrische Seitenwand 26 sowie einen Boden 28. Im Bereich der Mitte des Modulgehäusebodens 28 ist ein Gasgenerator 30 angeordnet, der im Falle einer Aktivierung des Luftsackmoduls bei einem Unfall den Luftsack 10 aufbläst.

Um den Gasgenerator 30 herum sind im Boden 28 des Modulgehäuses 24 mehrere Öffnungen 32 entlang einer der Geometrie des Moduls entsprechenden Bahn angeordnet, welche mit dem ringförmigen Luftsackhalter 12 ausgerichtet ist.

Die Aussparungen 32 dienen als Rastöffnungen zur Befestigung des Luftsackhalters 12 am Modulgehäuse 24. Der an die Öffnungen 32 angrenzende Abschnitt des Modulgehäusebodens 28 wird deshalb als Befestigungsabschnitt 34 bezeichnet.

Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist der Luftsackhalter 12 an seiner vom Luftsackpaket 23 wegweisenden Seite, in Fig. 1 also an seiner Unterseite, mehrere Rasthaken 36 auf, deren Anzahl und Anordnung an die der Rastöffnungen 32 im Modulgehäuseboden 28 angepasst sind.

An dem freien, d.h. in Fig. 1 also unteren, Ende jedes Hakens 36 ist eine Zugstange 38 angeformt, an deren freiem Ende 40 jeweils ein nicht gezeigter Haken oder eine nicht gezeigte Öse vorgesehen ist.

Der Durchmesser der Zugstangen 38 ist kleiner als der Durchmesser der Öffnungen 32 im Modulgehäuseboden 28, so dass sich die Zugstangen 38 durch die Rastöffnungen 32 hindurchbewegen können. Die Länge der Zugstangen 38 ist so gewählt, dass sich die Zugstangen 38 bereits dann durch die Öffnungen 32 hindurch erstrecken, wenn der Faltkanal 14 mitsamt dem Luftsackhalter 12 und Luftsack 10 auf das Modulgehäuse 24 aufgesetzt ist, der Luftsackhalter 12 und das Luftsackpaket 23 aber noch nicht in das Modulgehäuse 24 eingeführt sind.

Um den Luftsackhalter 12 und das Luftsackpaket 23 aus dem Faltkanal 14 in das Modulgehäuse 24 zu bringen, wird der Luftsackhalter 12 mit Hilfe der Zugstangen 38 in das Modulgehäuse 24 hineingezogen. Dabei kann entweder manuell an den Zugstangen 38 gezogen werden, oder es kann eine entsprechende Zugvorrichtung vorgesehen sein, die über die Haken bzw. Ösen der Zugstangen 38 an diese ankoppelt wird. Die Zugrichtung ist in Fig. 1 durch die Pfeile 42 angedeutet.

Während der Luftsackhalter 12 in Richtung des Befestigungsabschnitts 34 des Modulgehäusebodens 28 gezogen wird, wird der Packstempel 20 entsprechend nachgeführt, d.h. in axialer Richtung 22 verschoben, um ein unbeabsichtigtes Entfalten des Luftsackpakets zu verhindern. Eine zur Verschiebung des Luftsackhalters 12 beitragende Kraft wird durch den Packstempel 20 aber nicht ausgeübt.

Die Zugkraft wird solange auf den Luftsackhalter 12 ausgeübt, bis sich die Rasthaken 36 durch die Rastöffnungen 32 hindurch bewegt haben und hinter dem Befestigungsabschnitt 34 des Modulgehäusebodens 28 eingerastet sind.

Nachdem der Luftsackhalter 12 auf diese Weise am Modulgehäuse 24 verankert wurde, kann der Faltkanal 14 entfernt und das Modulgehäuse 24 durch eine geeignete, nicht gezeigte Abdeckung verschlossen werden.

Außerdem können die Zugstangen 38 nach der Verrastung von Luftsackhalter 12 und Modulgehäuse 24 abgebrochen werden, um die Baugröße des zusammengesetzten Luftsackmoduls zu minimieren. Um das Abbrechen der Zugstangen 38 zu erleichtern, kann im Bereich des Übergangs von Rasthaken 36 zu Zugstange 38 jeweils eine Sollbruchstelle vorgesehen sein.

Während die Zugstangen 38 des in Fig. 1 gezeigten Luftsackhalters 12 aus den Rasthaken 36 des Luftsackhalters 12 hervorgehen oder an diese angeformt sind, zeigt Fig. 2 einen Luftsackhalter 12', bei dem die Zugstangen 38' und die Rasthaken 36' zueinander beabstandet sind. Jede Zugstange 38' ist mit anderen Worten jeweils zwischen zwei Rasthaken 36' angeordnet.

Zur Befestigung des in Fig. 2 gezeigten Luftsackhalters 12' an dem Modulgehäuse 24 sind neben den Rastöffnungen 32 für die Rasthaken 36 folglich zusätzliche Öffnungen für die Zugstangen 38 im Modulgehäuseboden 28 vorgesehen.

Bezugszeichenliste

10
Luftsack
12
Luftsackhalter
14
Faltkanal
16
axiales Ende
18
axiales Ende
20
Packstempel
22
Richtung
23
Luftsackpaket
24
Modulgehäuse
26
Seitenwand
28
Modulgehäuseboden
30
Gasgenerator
32
Rastöffnung
34
Befestigungsabschnitt
36
Rasthaken
38
Zugstange
40
freies Ende
42
Zugrichtung


Anspruch[de]
Verfahren zum Herstellen eines Luftsackmoduls für ein Kraftfahrzeug, bei dem ein insbesondere ringförmiger Luftsackhalter (12), an dessen einer Seite ein Luftsack (10) insbesondere in Form eines zusammengefalteten Luftsackpakets (23) angeordnet ist, an einem Modulgehäuse (24) befestigt wird, wobei die zur Befestigung erforderliche Kraft an einer dem Luftsack (10) abgewandten Seite des Luftsackhalters (12) auf den Luftsackhalter (12) ausgeübt wird. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Luftsackhalter (12) mit einer Rastverbindung an dem Modulgehäuse (24) befestigt wird.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Zugkraft auf den Luftsackhalter (12) ausgeübt wird, um den Luftsackhalter (12) in Richtung eines Befestigungsabschnitts (34) des Modulgehäuses (24) zu ziehen.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Zugkraft auf wenigstens ein Zugmittel (38) des Luftsackhalters (12) einwirkt, welches z.B. einen Haken oder eine Öse umfasst.
Verfahren nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Zugmittel (38) des Luftsackhalters (12) durch ein Rastelement (36) des Luftsackhalters (12) gebildet oder mit dem Rastelement (36) verbunden ist und sich insbesondere in Zugrichtung (42) an dieses anschließt.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Luftsackhalter (12) bei einer Bewegung relativ zu einem Befestigungsabschnitt (34) des Modulgehäuses (24) durch wenigstens ein Zugmittel (38) geführt wird.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

sich ein in Zugrichtung (42) erstreckender länglicher Führungsabschnitt wenigstens eines Zugmittels (38) zumindest zeitweise durch eine Öffnung (32) eines Befestigungsabschnitts (34) des Modulgehäuses (24) bewegt.
Verfahren nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Öffnung (32) zusätzlich zum Befestigen und insbesondere Verrasten des Luftsackhalters (12) dient.
Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

das oder jedes Zugmittel (38) nach Befestigung des Luftsackhalters (12) am Modulgehäuse (24) entfernt wird und insbesondere an einer, z.B. im Bereich eines zugehörigen Rastelements (36) vorgesehenen, Sollbruchstelle abgebrochen wird.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Luftsackhalter (12) zusammen mit dem Luftsack (10) in das Modulgehäuse (24) hineingezogen wird oder das Modulgehäuse (24) auf oder über einen festgehaltenen Luftsackhalter (12) und den Luftsack (10) geschoben wird.
Luftsackhalter (12) für ein Kraftfahrzeug-Luftsackmodul mit wenigstens einem Befestigungsmittel (36), insbesondere Rastelement, zum Befestigen des Luftsackhalters (12) an einem Modulgehäuse (24) und mit wenigstens einem Zugmittel (38), um den Luftsackhalter (12) zum Befestigen an dem Modulgehäuse (24) in Richtung eines Befestigungsabschnitts (34) des Modulgehäuses (24) zu ziehen. Luftsackhalter (12) nach Anspruch 11,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Befestigungsmittel (36) und das Zugmittel (38) an einer Seite des Luftsackhalters (12) vorgesehen sind, die einer Seite gegenüberliegt, an der im zusammengesetzten Zustand ein durch den Luftsackhalter (12) gehaltener Luftsack (10) angeordnet ist.
Luftsackhalter (12) nach Anspruch 11 oder 12,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Zugmittel (38) zu dem Befestigungsmittel (36) beabstandet ist.
Luftsackhalter (12) nach Anspruch 11 oder 12,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Zugmittel (38) an ein Befestigungsmittel (36) angeformt ist.
Luftsackhalter (12) nach einem der Ansprüche 11 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Zugmittel (38) einen sich in Zugrichtung (42) erstreckenden länglichen Führungsabschnitt aufweist.






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