Die Erfindung betrifft einen Träger für Installationen
im Bereich der Haustechnik und der Industrie, der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten Art.
Für eine flexible Installation von Leitungen, wie
Rohren, Lüftungskanälen, Elektrokabeltrassen und dergleichen, im Bereich
der Haustechnik oder der Industrie werden heutzutage oftmals aus Blech gefertigte
Montageschienen eingesetzt. Diese Montageschienen weisen beispielsweise einen C-förmigen
Querschnitt auf, wobei der offene Bereich der Montageschiene der Befestigung z.
B. mittels so genannten Schienenmuttern von Gewindestangen dient, an denen die Leitungen
aufgeständert oder abgehängt werden.
Über spezielle Verbindungswinkel sind diese Montageschienen
untereinander zu ebenen oder räumlichen Tragkonstruktionen zusammenbaubar.
Zudem weisen solche Montageschienen häufig Durchführöffnungen im
Bereich des Bodenabschnitts für eine direkte Befestigung der Montageschiene
an einer Wand oder Decke beispielsweise mittels eines Dübels auf.
Diese Montageschienen haben sich in der Praxis bewährt,
weisen jedoch den Nachteil auf, dass nur auf einer Seite der Montageschiene Anbindemöglichkeiten
vorhanden sind. Da es sich bei einer C-förmigen Montageschiene um ein offenes
Profil handelt, weist diese zudem im Gegensatz zu einem geschlossenen Profil eine
wesentlich schlechtere Torsionssteifigkeit auf.
Es sind deshalb so genannte Doppel-C-Profilschienen bekannt,
die beispielsweise aus zwei miteinander vernieteten oder verschweissten C-förmigen
Montageschienen gebildet sind und zwei einander gegenüberliegende Anbindemöglichkeiten
bieten, so dass eine Rohrleitung ober- und unterhalb der Doppel-C-Profilschiene
befestigt werden kann. Wie C-förmige Montageschienen stellen auch die Doppel-C-Profilschienen
bezüglich des Tragverhaltens einen Kompromiss zwischen den Möglichkeiten
für die Befestigungen und der Steifigkeit des Profils dar. Des Weiteren weisen
die Doppel-C-Profilschienen ein verhältnismässig hohes Eigengewicht pro
Laufmeter auf, benötigen für die Zahl der Befestigungsmöglichkeiten
verhältnismässig viel Material und sind zudem aufwändig in der Herstellung.
Aus der
GB 1 358 261
ist ein Träger für Betonschalungen bekannt, der einen ersten
Traggurt sowie einen parallel in einem Abstand zum ersten Traggurt angeordneten
zweiten Traggurt aufweist, die über zwei in deren Längserstreckung wellenförmig
verlaufende Stäbe über deren Wendebereiche miteinander verbunden sind.
Dieser Träger weist beispielsweise gegenüber einer C-förmigen Montageschiene
oder Doppel-C-Profilschiene ein geringeres Eigengewicht pro Laufmeter auf.
Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass dieser
Träger keine Anbindemöglichkeiten zum Abhängen des Trägers oder
zum Abhänge und Aufständern von Leitungen aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Träger mit einer
Vielzahl von Anbindemöglichkeiten bei vergleichsweise guten statischen Eigenschaften
des Trägers zu schaffen.
Die Aufgabe ist durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
dargelegt.
Gemäss der Erfindung umfasst ein Träger für
Installationen im Bereich der Haustechnik und der Industrie einen ersten Traggurt
und einen in einem Abstand zum ersten Traggurt angeordneten zweiten Traggurt. Der
erste Traggurt und der zweite Traggurt sind über zwei in deren Längserstreckung
wellenförmig verlaufende Stäbe über deren Wendebereiche miteinander
verbunden. Der erste Traggurt und der zweite Traggurt sind jeweils von zwei parallel
in einem Abstand zueinander verlaufenden Längsprofilen gebildet. Die Längsprofile
wenigstens eines Traggurtes sind über Verbindungsprofile miteinander verbunden.
Die Wendebereiche der wellenförmig verlaufenden Stäbe stehen mit den Längsprofilen
in Verbindung. Die Längserstreckung der Verbindungsprofile ist zur Längserstreckung
der Längsprofile schneidend ausgerichtet und die Verbindungsprofile weisen
eine Längserstreckung auf, die grösser als der Abstand der Längsprofile
zueinander ist.
Der Träger weist eine dreidimensionale Fachwerkträgerstruktur
mit vorteilhaften statischen Eigenschaften und einem verhältnismässig
geringen Eigengewicht pro Laufmeter auf. Zudem bieten die Öffnungen an allen
Seiten des Trägers eine Vielzahl von Anbindemöglichkeiten für Gewindestangen,
Verbindungselemente und dergleichen, wobei keine speziell ausgebildeten Befestigungsmittel,
wie z. B. Schienenmuttern, erforderlich sind.
Der Abstand der den ersten Traggurt oder auch der den zweiten
Traggurt ausbildenden Längsprofile zueinander ist derart gewählt, dass
zumindest eine Gewindestange oder Befestigungsschraube zwischen diesen hindurchführbar
und mittels Kontermuttern, wie z. B. Sechskantmuttern, an dem Träger fixierbar
ist. Vorteilhaft werden für die üblichen Typen von Gewindestangen bzw.
Befestigungsschrauben, die in der Installation im Bereich der Haustechnik und der
Industrie zur Anwendung kommen, Träger mit entsprechenden Abständen der
Längsprofile dem Anwender zur Verfügung gestellt. Kommt eine Gewindestange
oder Befestigungsschraube zur Anwendung, die eine kleinere Abmessung als der Abstand
der Längsprofile aufweist und handelsübliche Kontermuttern ebenfalls eine
kleinere Abmessung als dieser Abstand der Längsprofile aufweisen, kann zur
Überbrückung der Abmessungsdifferenzen eine entsprechende Abmessungen
aufweisende Unterlegscheibe oder ein entsprechend ausgebildeter Anschlag mit einer
Durchführöffnung vorgesehen werden.
Die offene, von allen Seiten zugängliche Fachwerkträgerstruktur
des Trägers ermöglicht ein Verspannen der Kontermuttern von allen Seiten
und auch innerhalb des Trägers. Dabei kann nur der erste Traggurt oder nur
der zweite Traggurt des Trägers für die Anbindung verwendet werden. Beispielsweise
werden für schwere Leitungen oder zum Abhängen des Trägers von einer
Decke vorteilhaft der erste Traggurt und der zweite Traggurt verwendet, wobei eine
Gewindestange durch den gesamten Träger hindurchgeführt und mit Kontermuttern
an der Ober- und Unterseite an dem Träger verspannt wird. Leichte Leitungen,
wie beispielsweise Elektrokabel oder Schläuche, sind einfach mit so genannten
Kabelbindern an dem Träger befestigbar.
Des Weiteren ermöglicht die offene, von allen Seiten
zugängliche Fachwerkträgerstruktur des Trägers auch die Durchführung
von Installationen, wie z. B. Rohrleitungen zwischen den ersten und zweiten Traggurten,
womit die Installationen platzsparend direkt unter der Decke befestigbar sind. Die
Installationen, wie Rohrleitungen, werden beispielsweise auf einem der Traggurte
aufgeständert. Der Träger nutzt die maximal zur Verfügung stehende
Höhe und hat daher bei einem gegenüber einer C-förmigen Montageschiene
vergleichbaren Materialbedarf eine mehrfach höhere Biegesteifigkeit.
Die Längsprofile bilden in einer quer zu deren Längserstreckung
verlaufenden Ebene Eckpunkte eines Vierecks aus, wobei der Träger in dieser
Ebene beispielsweise eine V-förmige Querschnittsform aufweist. Bei einer derartigen
Ausführungsform bildet beispielsweise der Traggurt mit dem grösseren Abstand
der Längsprofile zueinander die Befestigungsebene zur Festlegung des Trägers
an einem Bauteil, wie z. B. an einer Decke.
Der Öffnungswinkel des V-förmigen Querschnitts
beträgt vorteilhaft 10° bis 50° und wird derart gewählt, dass
beispielsweise Rohrschellen innerhalb des Trägers montiert werden können.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe sind im Bereich
ihrer Wendebereiche vorteilhaft mit den, den ersten Traggurt und den zweiten Traggurt
ausbildenden Längsprofilen verschweisst. Gleichzeitig gewährleisten die
wellenförmig verlaufenden Stäbe einen konstanten Abstand des ersten Traggurtes
zu dem zweiten Traggurt über die gesamte Längserstreckung des Trägers.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe werden vorteilhafterweise aus einem
geraden Profilstück in die wellenförmige Ausgestaltung gebogen. Vorteilhaft
schliessen die benachbarten Abschnitte der wellenförmig verlaufenden Stäbe
einen Winkel im Bereich von 50° bis 90° ein, womit ein Träger mit
vorteilhaften statischen Eigenschaften geschaffen wird.
Neben einem kontinuierlichen Verlauf der wellenförmigen
Ausgestaltung kann diese auch durch eine trapezförmige Ausgestaltung die Wellenform
ausbilden. Dabei sind die wellenförmig verlaufenden Stäbe in eine Form
gebogen, die aneinandergereihten Trapeze entsprechen. Vorteilhaft schliessen die
benachbarten Abschnitte der aneinandergereihten Trapeze einen Winkel im Bereich
von 15° bis 35° ein, womit ein Träger mit vorteilhaften statischen
Eigenschaften geschaffen wird. Eine weitere wellenförmige Ausgestaltung stellen
im Sinne der Erfindung auch im Zickzack verlaufende Stäbe dar.
In einer Ausführungsform des Trägers sind die
wellenförmig verlaufenden Stäbe innenseitig der Längsprofile mit
diesen verbunden, was eine einfache Fertigung eines Trägers mit einer V-förmigen
Querschnittsform ermöglicht. Die Wendebereiche der wellenförmig verlaufenden
Stäbe im Bereich der Längsprofile, die nah beieinander angeordnet sind,
sind vorteilhaft einerseits mit diesen Längsprofilen und andererseits zur Ausbildung
des gewünschten Abstandes zwischen diesen miteinander verbunden beispielsweise
miteinander verschweisst.
Alternativ dazu sind die wellenförmig verlaufenden
Stäbe aussenseitig der Längsprofile mit diesen verbunden, was eine einfache
Fertigung des Trägers ermöglicht. Zudem steht bei dieser Ausführungsform
des Trägers der gesamte von den Längsprofilen in der quer zu deren Längserstreckung
verlaufenden Ebene aufgespannte Raum für Sicherungsmittel zur Verfügung,
ohne dass die wellenförmig verlaufenden Stäbe diesen einengen.
Die Verbindungsprofile sind in einem Winkel zur Längserstreckung
der Längsprofile an zumindest einem der Traggurte angeordnet, so dass die Längserstreckung
der Verbindungsprofile zur Längserstreckung der Längsprofile schneidend
ausgerichtet ist. Die Verbindungsprofile weisen eine Längserstreckung auf,
die grösser als der Abstand der Längsprofile zueinander ist, so dass die
Verbindungsprofile sich mit den Längsprofilen kreuzen und somit eine ausreichend
grosse Kontaktfläche zwischen den Verbindungsprofilen und den Längsprofilen
zur Schaffung einer sicheren Verbindung zwischen diesen vorhanden ist. Desto flacher
der von der Längserstreckung der Verbindungsprofile und der Längserstreckung
der Längsprofile eingeschlossene Winkel ist, desto länger muss die Längserstreckung
der Verbindungsprofile sein.
Vorzugsweise sind die Längsprofile des ersten Traggurtes
und die Längsprofile des zweiten Traggurtes jeweils über Verbindungsprofile
miteinander verbunden, wodurch ein stabiler Träger geschaffen wird, bei dem
die Längsprofile des ersten und des zweiten Traggurts einerseits über
die wellenförmig verlaufenden Stäbe und andererseits jeweils über
die Verbindungsprofile fixiert sind.
Bevorzugt sind die Verbindungsprofile senkrecht zur Längserstreckung
der Längsprofile ausgerichtet, so dass zwischen diesen ein ausreichender Freiraum
zur Anbindung von Gewindestangen, Verbindungselemente und dergleichen vorhanden
ist. Zudem bleibt ein solcher Träger auch nach dem Ablängen auf eine gewünschte
Länge weiterhin stabil.
Vorzugsweise bilden die Längsprofile in einer quer
zu deren Längserstreckung verlaufenden Ebene Eckpunkte eines Rechtecks. Der
Träger kann in verschiedenen Ausrichtungen angeordnet werden und bietet dabei
weiterhin eine Vielzahl von Anbindemöglichkeiten. In dieser vorteilhaften Ausführungsform
des Trägers können zudem beim ersten Traggurt und beim zweiten Traggurt
die gleichen Sicherungsmittel, wie z. B. Kontermuttern, zur Sicherung einer durch
den Träger durchgeführten Gewindestangen oder Befestigungsschrauben verwendet
werden. Der Träger kann neben einem rechteckigen Querschnitt mit zwei unterschiedlich
ausgebildeten Querabmessungen, wie mit einer zur Höhe unterschiedlichen Breite,
alternativ auch einen quadratischen Querschnitt aufweisen.
Mit einer einfachen Verbindungseinrichtung, z. B. eine
Kombination aus Winkeln und Befestigungsschrauben, lassen sich mehrere Träger
mit einem rechteckigen Querschnitt leicht zu ebenen und räumlichen Tragkonstruktionen
verbinden. Die Verbindungseinrichtung umfasst als Anbindeelement beispielsweise
einen L-förmigen Winkel mit in einem Winkel zueinander ausgerichteten Schenkeln
oder einen mehrfach abgewinkelten Winkel mit mehr als zwei Schenkeln. Vorteilhaft
weist der Winkel in allen Schenkeln jeweils eine Durchführöffnung für
Befestigungsschrauben auf. Besonders vorteilhaft sind die Durchführöffnungen
als Vierkantloch ausgebildet, in denen z. B. eine Flachrundschraube mit einem Vierkantansatz
nach dem Hindurchführen derselben drehgesichert gehalten wird und somit eine
einfache Montage der Verbindungseinrichtung ermöglicht.
Bevorzugt sind die Verbindungsprofile an den einander jeweils
zugewandten Seiten der jeweils den ersten Traggurt ausbildenden Längsprofile
und der jeweils den zweiten Traggurt ausbildenden Längsprofile festgelegt,
womit zwischen den, den ersten Traggurt ausbildenden Längsprofilen beziehungsweise
zwischen den, den zweiten Traggurt ausbildenden Längsprofilen ein Aufnahmeraum
beispielsweise für einen Führungsabschnitt eines Anbindeelementes geschaffen
wird. Das Anbindeelement zum Verbinden zweier Träger ist beispielsweise ein
mit Sicken versehener L-förmiger Winkel, wobei der Sickenboden bei Anlage des
Winkels an dem Träger in den Aufnahmeraum eindringt. Die Sicken in dem Winkel
dienen einerseits als Führungsmittel sowie Verdrehsicherung an dem Träger
und andererseits wird der Winkel durch die Sicken bezüglich der Festigkeitseigenschaften
verbessert. Der Aufnahmeraum kann gleichzeitig der Aufnahme eines Vierkantansatzes
einer Flachrundschraube dienen, womit die montierte Flachrundschraube beim Verspannen
derselben drehgesichert gehalten wird.
Vorzugsweise ist bei jedem Verbindungsbereich der Wendebereiche
der wellenförmig verlaufenden Stäbe mit den, den ersten Traggurt ausbildenden
Längsprofilen und/oder den, den zweiten Traggurt ausbildenden Längsprofilen
jeweils ein Verbindungsprofil festgelegt, z. B. mit den Längsprofilen verschweisst.
Dadurch wird der gesamte Träger ausgesteift und die auf den Träger wirkenden
Kräfte sind gut ableitbar.
Bevorzugt fluchten die wellenförmig verlaufenden Stäbe
in einer quer zur Längserstreckung der Längsprofile verlaufenden Richtung,
so dass auch an den Seiten des Trägers, zwischen dem ersten Traggurt und dem
zweiten Traggurt eine Vielzahl von Anbindemöglichkeiten gegeben ist. Diese
Anordnung der wellenförmig verlaufenden Stäbe ist besonders vorteilhaft,
wenn zwischen dem ersten Traggurt und dem zweiten Traggurt eine Installation, wie
eine Rohrleitung hindurchführbar sein soll.
Vorzugsweise bilden die wellenförmig verlaufenden
Stäbe Befestigungsbereiche für den Träger aus, wobei die Befestigungsbereiche
durch die Längsprofile überlappende Wendebereiche gebildet sind, die parallel
zu einer von den Längsprofilen eines der Traggurte aufgespannten Ebene verlaufend
ausgerichtet sind. Bei wellenförmig verlaufenden Stäben, die innenseitig
an den Längsprofilen festgelegt sind, werden die Wendebereiche beispielsweise
nach aussen gebogen und bilden eine Durchführöffnung für ein Befestigungsmittel
zur Festlegung des Trägers an einem Bauteil aus. Für die Befestigung wird
als Befestigungsmittel beispielsweise ein Dübel mit einer Unterlegscheibe verwendet,
die beim Verspannen einerseits mit dem wellenförmig verlaufenden Stab im Bereich
der Befestigungsbereiche und andererseits mit einem der Längsprofile in Anlage
kommt, wobei der Schweisspunkt zwischen dem wellenförmig verlaufenden Stab
und dem entsprechenden Längsprofil entlastet wird. Bei wellenförmig verlaufenden
Stäben, die aussenseitig an den Längsprofilen festgelegt sind, werden
die Wendebereiche beispielsweise nach innen gebogen und bilden so eine Durchführöffnung
für ein Befestigungsmittel zur Festlegung des Trägers an einem Bauteil
aus. Bei wellenförmig verlaufenden Stäben, welche die Form von aneinandergereihten
Trapezen aufweisen, können die entlang der Längserstreckung des entsprechenden
Längsprofils verlaufenden Wendebereiche den Befestigungsbereich für den
Träger ausbilden, wobei dadurch Befestigungslaschen in Form von Langlöchern
geschaffen werden, was die Flexibilität der Befestigungsmöglichkeiten
wesentlich verbessert.
Bevorzugt weist zumindest eines der Längsprofile einen
runden Querschnitt auf. Besonders vorteilhaft weisen alle Längsprofile einen
runden Querschnitt auf. Ein solcher Träger ist einfach zu fertigen und ermöglicht
eine Vielzahl von Ausgestaltungen um einen grossen Bereich von statischen Anforderungen
an den Träger abdecken zu können.
Vorzugsweise weist zumindest eines der Verbindungsprofile
und/oder zumindest einer der wellenförmig verlaufenden Stäbe einen runden
Querschnitt auf. Besonders vorteilhaft weisen alle Verbindungsprofile und/oder wellenförmig
verlaufenden Stäbe einen runden Querschnitt auf. Ein solcher Träger ist
einfach zu fertigen und ermöglicht eine Vielzahl von Ausgestaltungen um einen
grossen Bereich von statischen Anforderungen an den Träger abdecken zu können.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
weisen die Längsprofile, die Verbindungsprofile sowie die wellenförmig
verlaufenden Stäbe jeweils einen runden Querschnitt auf. In einer alternativen
Ausführung können auch einzelne Profile einen unrunden Querschnitt aufweisen,
wobei z. B. auch eine Kombination von Längsprofilen mit einem polygonalen,
wie z. B. einem rechteckigen, Querschnitt und mit einem runden Querschnitt zur Bildung
des ersten Traggurtes und/oder des zweiten Traggurtes möglich sind.
Vorzugsweise liegt das Verhältnis der Querschnittsabmessungen
der Längsprofile zu den Querschnittsabmessungen der wellenförmig verlaufenden
Stäbe im Bereich von 1.1:1 bis 3:1, womit ein Träger mit vorteilhaften
statischen Eigenschaften bei einem geringen Eigengewicht pro Laufmeter geschaffen
wird.
Bevorzugt liegt das Verhältnis der Querschnittsabmessungen
der Längsprofile zu den Querschnittsabmessungen der Verbindungsprofile im Bereich
von 1:1.1 bis 1:3.0, womit ein Träger mit vorteilhaften statischen Eigenschaften
bei einem geringen Eigengewicht pro Laufmeter geschaffen wird.
Die Längsprofile, die Verbindungsprofile und/oder
die wellenförmig verlaufenden Stäbe sind vorteilhaft aus einem Draht gebildet.
Für eine einfache Fertigung des Trägers werden vorteilhaft für die
wellenförmig verlaufenden Stäbe und die Verbindungsprofile Profile oder
Drähte mit den gleichen Querschnittsabmessungen und/oder mit der gleichen Querschnittsausgestaltung
verwendet.
Anstelle von geschweissten Verbindungen können die
Längsprofile, die Verbindungsprofile und die wellenförmig verlaufenden
Stäbe auch miteinander verlötet oder verklebt sein.
Als Ausgangsmaterial für die Profile oder die Drähte
wird vorteilhaft Metall verwendet. In Abhängigkeit von dem Ort der Anwendung
kommt beispielsweise ein rostfreier Stahl oder Aluminium als Ausgangsmaterial für
die Profile oder die Drähte zur Anwendung. Alternativ können auch Profile
oder Drähte aus einem Kunststoff oder aus einem Kohlenstofffaserverstärkten
Kunststoff zur Herstellung des Trägers verwendet werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen
Trägers;
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- die in Fig. 1 gezeigte Seitenansicht mit Anbindeteilen;
- Fig. 4
- einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 3;
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 3;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht auf einen Verbindungspunkt zweier erfindungsgemässer
Träger;
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen
Trägers;
- Fig. 9
- einen Schnitt entlang der Linie IX-IX in Fig. 8; und
- Fig. 10
- eine Ansicht entlang der Linie X-X in Fig. 9.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit
den gleichen Bezugszeichen versehen.
Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Träger 11
für Installationen im Bereich der Haustechnik und der Industrie, als erstes
Ausführungsbeispiel der Erfindung, umfasst einen ersten Traggurt 12 und einen
parallel in einem Abstand zum ersten Traggurt 12 angeordneten zweiten Traggurt 16.
Der erste Traggurt 12 und der zweite Traggurt 16 sind über zwei in deren Längserstreckung
wellenförmig verlaufende Stäbe 21 über deren Wendebereiche 22 miteinander
verbunden. Die benachbarten Abschnitte 23 der wellenförmig verlaufenden Stäbe
21 schliessen einen Winkel W von etwa 70°ein.
Der erste Traggurt 12 ist von zwei parallel in einem Abstand
A zueinander verlaufenden Längsprofilen 13 und diese verbindende Verbindungsprofile
14 gebildet, wobei die Längserstreckung der Verbindungsprofile 14 zur Längserstreckung
der Längsprofile 13 schneidend ausgerichtet ist. Die Verbindungsprofile 14
sind senkrecht zur Längserstreckung der Längsprofile 13 ausgerichtet und
weisen eine Längserstreckung auf, die grösser als der Abstand A der Längsprofile
13 zueinander ist. Die Längsprofile 13 sowie die Verbindungsprofile 14 sind
aus einem Draht gebildet und weisen jeweils einen runden Querschnitt auf. Die Längserstreckung
der Verbindungsprofile 14 ist etwa um die beiden, senkrecht zur Längserstreckung
der Längsprofile 13 gemessenen Durchmesser D der Längsprofile 13 grösser
als deren Abstand A zueinander. Auch die wellenförmig verlaufenden Stäbe
21 sind aus einem Draht gebildet und weisen jeweils einen runden Querschnitt auf.
Der zweite Traggurt 16 ist von zwei parallel in einem Abstand
B zueinander verlaufenden Längsprofilen 17 und diese verbindende Verbindungsprofile
18 gebildet, wobei die Verbindungsprofile 18 senkrecht zur Längserstreckung
der Längsprofile 17 ausgerichtet sind und eine Längserstreckung aufweisen,
die grösser als der Abstand B der Längsprofile 17 zueinander ist. Die
Längsprofile 17 sowie die Verbindungsprofile 18 sind aus einem Draht gebildet
und weisen jeweils einen runden Querschnitt auf. Die Längserstreckung der Verbindungsprofile
18 ist etwa um die beiden, senkrecht zur Längserstreckung der Längsprofile
17 gemessenen Durchmesser D der Längsprofile 17 grösser als deren Abstand
B zueinander.
Die Längsprofile 13 bzw. 17 bilden in einer quer zu
deren Längserstreckung verlaufenden Ebene Eckpunkte eines Rechtecks (siehe
Fig. 2). Der Abstand A der Längsprofile 13 des ersten Traggurtes 12 und der
Abstand B der Längsprofile 17 des zweiten Traggurtes 16 sind in diesem Ausführungsbeispiel
gleich gross. Die wellenförmig verlaufenden Stäbe 21 fluchten in einer
quer zur Längserstreckung der Längsprofile 13 bzw. 17 verlaufenden Richtung
und sind aussenseitig der Längsprofile 13 bzw. 17 mit diesen verbunden.
Die Verbindungsprofile 14 des ersten Traggurtes 12 sind
zur Schaffung eines Aufnahmeraums 15 an der Seite der jeweils den ersten Traggurt
12 ausbildenden Längsprofile 13 mittels Schweisspunkten festgelegt, die der
den zweiten Traggurt 16 ausbildenden Längsprofile 17 zugewandt ist. Die Verbindungsprofile
18 des zweiten Traggurtes 16 sind zur Schaffung eines Aufnahmeraums 19 an der Seite
der jeweils den zweiten Traggurt 16 ausbildenden Längsprofile 17 mittels Schweisspunkten
festgelegt, die der den ersten Traggurt 12 ausbildenden Längsprofile 13 zugewandt
ist.
Bei jedem Verbindungsbereich der Wendebereiche 22 der wellenförmig
verlaufenden Stäbe 21 mit den, den ersten Traggurt 12 ausbildenden Längsprofilen
13 und den, den zweiten Traggurt 16 ausbildenden Längsprofilen 17 ist jeweils
ein Verbindungsprofil 14 bzw. 18 mittels Schweisspunkten festgelegt. Zwischen den
Wendebereichen 22 der wellenförmig verlaufenden Stäbe 21 sind zusätzliche
Verbindungsprofile 14 an den, den ersten Traggurt 12 ausbildenden Längsprofilen
13 und Verbindungsprofile 18 an den, den zweiten Traggurt 16 ausbildenden Längsprofilen
17 vorgesehen.
Das Verhältnis des Durchmessers D der Längsprofile
13 bzw. 17 zu dem Durchmesser S der wellenförmig verlaufenden Stäbe 21
beträgt 2:1. Das Verhältnis des Durchmessers D der Längsprofile 13
bzw. 17 zu dem Durchmesser V der Verbindungsprofile 14 bzw. 18 beträgt in diesem
Ausführungsbeispiel ebenfalls 2:1.
Nachfolgend sind in den Figuren 3 bis 5 zwei Beispiele
für mögliche Anbindungen an dem Träger 11 dargestellt.
Für eine Abhängung 30 des Trägers 11 an
einer Decke (hier nicht dargestellt) wird eine an der Decke beispielsweise mittels
eines Dübels festgelegte M10-Gewindestange 31 zwischen den, den ersten Traggurt
12 ausbildenden Längsprofilen 13 und den, den zweiten Traggurt 16 ausbildenden
Längsprofilen 17 hindurchgeführt und mittels zwei Kontermuttern 32 und
33 gesichert. Mittels der Kontermuttern 32 und 33 lässt sich der Träger
11 einfach in der Höhe justieren.
Für eine Abhängung 36 einer Rohrleitung (hier
nicht dargestellt) an dem Träger 11 wird eine M10-Gewindestange 37 zwischen
den, den zweiten Traggurt 16 ausbildenden den Längsprofilen 17 hindurchgeführt
und mittels zwei Kontermuttern 38 und 39 gesichert. Durch die offene, von allen
Seiten zugängliche Fachwerkträgerstruktur des Trägers 11 ist die
Kontermutter 39 innerhalb des Trägers 11 einfach mit einem Verspannwerkzeug
kuppelbar. Mittels der Kontermuttern 38 und 39 lässt sich die abgehängte
Rohrleitung einfach in der Höhe justieren.
In der Figur 6 und 7 ist ein Verbindungsknoten zum Verbinden
eines horizontal ausgerichteten Trägers 11 mit einem vertikal ausgerichteten
Träger 41 dargestellt. Der Träger 41 ist analog des Trägers 11 ausgebildet.
Mittels zwei L-förmiger Winkel 51 und drei Flachrundschrauben 56 mit Vierkantansatz
58, an denen jeweils eine Sechskantmutter als Kontermutter 57 angeordnet ist, wird
der Träger 11 an dem Träger 41 fixiert.
Jeder Winkel 51 weist zwei, senkrecht zueinander ausgerichtete
Schenkel 52 auf, wobei jeder Schenkel 52 eine Sicke 54 und eine Vierkant-Durchführöffnung
53 aufweist. Die Sicken 54 sind derart ausgebildet, dass diese bei Anlage des Winkels
51 an dem Träger 11 bzw. 41 in den Aufnahmeraum zwischen den, den ersten Traggurt
oder den zweiten Traggurt ausbildenden Längsprofilen zu liegen kommt. Der Vierkantansatz
58 an den Flachrundschrauben 56 ist derart gewählt, dass dieser in den Aufnahmeraum
zwischen den Längsprofilen eindringen kann. Die Flachrundschraube 56 kann beispielsweise
zuerst durch den Winkel 52 und anschliessend durch den Träger 11 bzw. 41 geführt
werden, wobei der Vierkantansatz 58 an der Flachrundschraube 56 mit der Vierkant-Durchführöffnung
53 des Winkels 52 in Eingriff kommt, so dass die Flachrundschraube 56 drehgesichert
gehalten ist. Alternativ kann die Flachrundschraube 56 zuerst durch den Träger
11 bzw. 41 und anschliessend durch den Winkel 52 geführt werden, wobei der
Vierkantansatz 58 an der Flachrundschraube 56 zwischen den Längsprofilen des
Trägers 11 bzw. 41 zu liegen kommt, wobei die Flachrundschraube 56 ebenfalls
drehgesichert gehalten wird.
In den Fig. 8, 9 und 10 ist ein zweites Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemässen Trägers 61 dargestellt, der einen ersten Traggurt
62 und einen in einem Abstand zum ersten Traggurt 62 angeordneten zweiten Traggurt
66 umfasst, die über zwei in deren Längserstreckung wellenförmig
verlaufende Stäbe 71 über deren Wendebereiche 72 und 74 miteinander verbunden
sind. Der erste Traggurt 62 ist von zwei parallel in einem Abstand C zueinander
verlaufenden Längsprofile 63 und diese verbindende Verbindungsprofile 64 gebildet,
wobei die Längserstreckung der Verbindungsprofile 64 zur Längserstreckung
der Längsprofile 63 schneidend ausgerichtet ist. Die Längserstreckung
der Verbindungsprofile 64 und die Längserstreckung der Längsprofile 63
schliessen einen Winkel N von weniger als 90° ein. Die Längserstreckung
der Verbindungsprofile 64 ist derart gewählt, dass diese mit den Längsprofilen
63 verschweissbar sind. Der zweite Traggurt 66 ist von zwei parallel in einem Abstand
E zueinander verlaufenden Längsprofilen 67 gebildet. Der Träger 61 weist
in der Ebene senkrecht zur Längserstreckung der Längsprofile 63 und 67
einen V-förmigen Querschnitt auf. Die wellenförmig verlaufenden Stäbe
71 schliessen in diesem Querschnitt einen Winkel F von 40°ein.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe 71 sind aus
einem Draht mit einem runden Querschnitt gefertigt und weisen in einer Seitenansicht
mehrere aneinandergereihte Trapeze auf. Der Winkel G zwischen zwei benachbarten
Abschnitten 73 der wellenförmig verlaufenden Stäbe 71 beträgt 15°.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe 71 fluchten
in einer quer zur Längserstreckung der Längsprofile 63 bzw. 67 verlaufenden
Richtung und sind innenseitig, d. h. an den einander zugewandten Seiten der Längsprofile
63 und an den einander zugewandten Seiten der Längsprofile 67, mit den Längsprofilen
63 bzw. 67 schweisstechnisch verbunden. Im Wendebereich 74 sind die wellenförmig
verlaufenden Stäbe 71 zusätzlich miteinander verschweisst und schaffen
den gewünschten Abstand E zwischen den Längsprofilen 67 des zweiten Traggurtes
66.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe 71 bilden
des Weiteren Befestigungsbereiche 76 für den Träger 61 aus, wobei die
Befestigungsbereiche 76 durch die Wendebereiche 72 gebildet sind, welche die Längsprofile
63 nach aussen hin überlappen. Die Befestigungsbereiche 76 sind parallel zu
einer von den Längsprofilen 63 des Traggurtes 62 aufgespannten Ebene verlaufend
ausgerichtet. Die Befestigungsbereiche 76 bilden Langlöcher aus, durch die
ein Befestigungsmittel hindurchführbar ist. Die wellenförmig verlaufenden
Stäbe 71 sind jeweils im Abwinklungsbereich 75, der an den Längsprofilen
63 anliegt, mit diesen verbunden.
Die Längsprofile 63 und 67 sowie die Verbindungsprofile
64 weisen einen runden Querschnitt auf. Das Verhältnis des Durchmessers K der
Längsprofile 63 bzw. 67 zu dem Durchmesser L der wellenförmig verlaufenden
Stäbe 71 beträgt 1.5:1. Das Verhältnis des Durchmessers K der Längsprofile
63 zu dem Durchmesser M der Verbindungsprofile 64 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel
2:1.
Der Abstand H zwischen dem ersten Traggurt 62 und dem zweiten
Traggurt 66 ist derart gewählt, dass eine Installation zwischen diesen hindurchgeführt
werden kann. In Fig. 8 ist gestrichelt eine Rohrschelle 81 angedeutet, die zum Aufständern
der hindurchzuführenden Leitung an dem zweiten Traggurt 66 festlegbar ist.
Der Abstand E der Längsprofile 67 des zweiten Traggurts 66 ist derart gewählt,
dass eine Gewindestange zwischen diesen hindurchführbar und mittels Kontermuttern
an dem zweiten Traggurt 66 festlegbar ist.