| Dokumentenidentifikation |
DE102005051502B4 26.07.2007 |
| Titel |
Fadenbruch-Absauganlage einer Ringspinnmaschine |
| Anmelder |
Saurer GmbH & Co. KG, 41069 Mönchengladbach, DE |
| Erfinder |
Benkert, Thomas, 73326 Deggingen, DE; Mann, Peter, 73095 Albershausen, DE; Krawietz, Stefan, 73061 Ebersbach, DE; Scheufler, Mathias, 73084 Salach, DE; Neuburger, Günter, 73337 Bad Überkingen, DE; Stähle, Gerhard, 73099 Adelberg, DE; Berg, Thomas, 64823 Groß-Umstadt, DE |
| DE-Anmeldedatum |
26.10.2005 |
| DE-Aktenzeichen |
102005051502 |
| Offenlegungstag |
03.05.2007 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
26.07.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
26.07.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D01H 11/00(2006.01)A, F, I, 20051026, B, H, DE
|
| IPC-Nebenklasse |
D01H 5/66(2006.01)A, L, I, 20051026, B, H, DE
D01H 5/68(2006.01)A, L, I, 20051026, B, H, DE
|
| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft Fadenbruch-Absauganlagen 1 mit Unterdruckquellen in Form durch Elektromotoren 8 angetriebener Saugventilatoren 6. Es wird vorgeschlagen, für Ringspinnmaschinen mit zumindest ähnlichen Anzahlen von Spindeln gleiche Ventilatoren und Elektromotoren einzusetzen und die geringere Ansaugleistung kürzerer Ringspinnmaschinen mit geringerer Anzahl von Absaugröhrchen 3 dadurch zu erreichen, dass in den Abluftkanal 9 der Fadenbruch-Absauganlagen eine Drosselvorrichtung (10) eingefügt wird. Durch den Gegendruck, gegen den die Unterdruckquelle dabei gegebenenfalls arbeitet, vermindert sich auch die Leistungsaufnahme des Elektromotors 8, so dass der Einsatz an sich zu groß dimensionierter Absaugvorrichtungen auch für diese Anwendungsfälle gerechtfertigt erscheint.
|
| Beschreibung[de] |
|
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Fadenbruch-Absauganlage einer Ringspinnmaschine,
die mindestens einen Absaugkanal, eine dem Absaugkanal nachgeordnete Filtereinrichtung
und einen Ventilator mit Elektromotor aufweist, der Saugzug durch die Anlage erzeugt
und über einen Abluftkanal abführt.
Stand der Technik
In der DE 36 11 824 C2
ist eine Anlage zum Betreiben von Fadenbruch- und/oder Luntenbruch-Absaugkanälen
offenbart, bei der die Absaugwirkung der Absaugkanäle durch in diesen Absaugkanälen
angeordnete, verstellbare Drosseln an die Betriebssituation anpassbar ist. Die Absaugwirkung
ist normalerweise gedrosselt. Wenn aber bspw. nach einem Auswechseln der Kopse oder
insbesondere nach einem Wechsel der Partie erfahrungsgemäß eine größere
Zahl von Fadenbrüchen zu beheben sind, wird diese Drosselung aufgehoben oder
auf einen der beiden Absaugkanäle auf einer Seite der Maschine konzentriert.
Hierzu dienen verstellbare Drosseln, die von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit
von der Betriebssituation verstellbar sind.
Aus DE 35 15 677 A1
sind Lösungen zur veränderlichen Drosselung des Luftvolumenstromes an
einer Absaugung einer Spinnmaschine bekannt. Die Drosselvorrichtungen sind jedoch
den einzelnen Arbeits- bzw. Absaugstellen zugeordnet und zudem ansaugseitig positioniert,
ihre Gestaltung als Klappe oder Schieber ist möglich.
Nach der Lehre der DE 100
41 363 A1 können mittels vorteilhaften Einsatzes von Drosselvorrichtungen
(insbesondere Blenden) in Absaugleitungen gleichmäßige Strömungsverhältnisse
in Spinnmaschinen erreicht werden. Alle Drosselvorrichtungen liegen jeweils saugseitig
des Ventilators (der Unterdruckquelle).
Gemäß DE 10
2004 040 113 A1 können Luftströme an/innerhalb von Spinnmaschinen
geeignet beeinflusst werden durch Regulierung der Druckniveaus in den einzelnen
Kanälen mittels Klappen oder Schiebern, gegebenenfalls mit den nötigen
Stellmitteln. Alle derartigen Drosselstellen sind jeweils saugseitig des Ventilators
angebracht, eine Steuerung oder Regelung des Unterdrucks in einzelnen Teilkanälen
ist über die Verstellung einer teilkanalspezifischen Klappe (= Drosselvorrichtung)
möglich.
Ringspinnmaschinen weisen eine sehr unterschiedliche Anzahl von Spindeln
und daher Länge auf. Die Absaugleistung der Fadenbruch-Absauganlage bedarf
daher einer Anpassung an die gegebenen Umstände. Geläufig ist, die Riemenübertragung
zwischen dem Antriebsmotor und dem Ventilator der Anlage und damit die Drehzahl
und die Förderleistung des Ventilators mit angepassten Scheiben auszustatten
und damit die Drehzahl und die Förderleistung des Ventilators zu verändern.
Dies erfordert jedoch den Vorhalt einer Mehrzahl unterschiedlicher Scheiben.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
Der Erfindung war die Aufgabe gestellt, hier insofern eine Vereinfachung
zu erzielen, als zum Anpassen der Förderleistung kein Wechseln von Scheiben
erforderlich ist und um eine Verbesserung der Wirkungswiese der Ventilatoreinrichtung
zu erreichen. Sie löst diese Aufgabe mit den im Hauptanspruch genannten Merkmalen.
Die Erfindung unterscheidet sich vom bekannten Stand der Technik insbesondere dadurch,
dass die Drosselvorrichtung nicht im Absaugkanal, sondern im Abluftkanal angeordnet
ist. Sie entfaltet dort die im Folgenden beschriebene vorteilhafte Rückwirkung
auf den Ventilator und dessen Antriebsmotor.
Erfindungsgemäß sind Ventilator und der den Ventilator antreibende
Motor sowie das Riemengetriebe zwischen diesen beiden Arbeitsorganen für die
höchste Absaugleistung an der längsten vorgesehenen Ringspinnmaschine
ausgelegt. Bei kürzeren Maschinen oder bei Maschinen mit geringerer erforderlicher
Absaugleistung wird der Luftdurchsatz mittels der Drosselvorrichtung im Abluftkanal
so weit gedrosselt, dass an den Absaugröhrchen der Fadenbruch-Absauganlage
der angestrebte Unterdruck erreicht wird.
Mit zunehmendem Einschwenken oder Einschieben der Drosselvorrichtung
in den Abluftkanal hat der Ventilator zunehmend gegen Gegendruck zu arbeiten, was
seine Fördermenge vermindert. Damit sinkt nicht nur die Höhe des Saugzuges
an den Absaugröhrchen. Gleichzeitig vermindert sich auch die Leistungsaufnahme
des den Ventilator antreibenden Elektromotors. Diese Verminderung der Leistungsaufnahme
rechtfertigt es, auch kürzere Ringspinnmaschinen mit einheitlichen, größer
dimensionierten Absauganlagen auszustatten.
Der Luftdurchsatz wird durch entsprechendes Justieren der Drosselvorrichtung
bei der Montage der Ringspinnmaschine eingestellt. In der Regel ist im späteren
Betrieb keine Verstellung der Drosselvorrichtung erforderlich und vorgesehen, auch
wenn dies möglich wäre. So kann bei einer Veränderung der Länge
der Ringspinnmaschine, einer Veränderung des auf ihr verarbeiteten Materials,
das mehr Fadenbrüche verursacht oder einen höheren Anfall von Flug verursacht,
ein Anpassen des Luftdurchsatzes angezeigt sein.
In manchen Fällen ist es jedoch zweckmäßig, die Drosselvorrichtung
mit einer selbsttätigen und einstellbaren Regelvorrichtung auszustatten, durch
die der Saugzug auf einen vorbestimmten Durchsatz geregelt wird. Die Regelvorrichtung
kann durch die Höhe des Unterdruckes im Absaugkanal beaufschlagt sein. Dadurch
wird der Vorteil erzielt, dass der Saugzug an den Absaugröhrchen der Anlage
einstellbar ist und auf dieser eingestellten Höhe gehalten wird. Damit kann
beispielsweise eine zunehmende Belegung des Filters im Filterkasten ausgeglichen
werden.
Spezielle Beschreibung der Erfindung
In den Figuren der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der
Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen
1 die Seitenansicht einer Absauganlage;
2 eine alternative Einzelheit des Gegenstandes der
1;
3 eine andere Ausführungsform einer Absauganlage.
Die Absauganlage 1 der 1 besitzt
einen Absaugkanal 2, von dem eine Vielzahl von Absaugröhrchen
3 ausgehen. Die Einlassöffnungen der Absaugröhrchen sind den
Lieferstellen der Ausgangswalze des nicht dargestellten Streckwerkes zugewandt.
Der Absaugkanal mündet in einen Filterkasten 4, in dem ein Filter
5 angedeutet ist. In diesem Filter werden angesaugter Flug, Fasern und
Luntenreste aus der abgesaugten Luft ausgefiltert und abgelagert.
Der Saugzug durch die Absauganlage 1 wird durch einen Ventilator
6 erzeugt, der über ein Riemenvorgelege 7 durch einen Elektromotor
8 angetrieben wird. Die Abluft des Ventilators wird über einen Abluftkanal
9 in den Spinnsaal ausgeblasen. Alternativ kann der Abluftkanal auch beispielsweise
in eine Klimaanlage geführt sein.
Im Abluftkanal 9 ist eine Drosselvorrichtung 10
angeordnet, mittels deren sein Querschnitt eingeengt werden kann. In der Ausführungsform
der 1 besteht diese Drosselvorrichtung aus einer Drosselklappe
11, die um eine ortsfeste Welle 12 schwenkbar ist. Diese Welle
ist mit einer sektorförmigen Stellscheibe 13 verbunden, die einen
zur Welle 12 konzentrischen Stellschlitz 14 aufweist. Durch den
Stellschlitz verläuft eine Stellschraube 15 in einen maschinenfesten
Bauteil, durch die die Stellscheibe 13 und über diese die Drosselklappe
11 in unterschiedlichen Einschwenkstellungen feststellbar ist.
Je weiter die Drosselklappe 11 in den Abluftkanal
9 geschwenkt wird, um so stärker drosselt sie den Luftdurchsatz durch
diesen Abluftkanal. Der Ventilator arbeitet in diesem Falle mehr und mehr gegen
Gegendruck, was seine Fördermenge vermindert. Damit sinkt die Höhe des
Saugzuges an den Absaugröhrchen 3. Gleichzeitig vermindert sich auch
die Leistungsaufnahme des den Ventilator 6 antreibenden Elektromotors
8.
Mit dieser Anordnung eröffnet sich die Möglichkeit, alle
Ringspinnmaschinen unabhängig von ihrer Spindelzahl oder zumindest Gruppen
von Ringspinnmaschinen mit ähnlicher Spindelzahl mit gleichen Ventilatoren
6 und Elektromotoren 8 auszustatten: Der angestrebte Saugzug an
den Absaugröhrchen 3 kann mittels der Drosselvorrichtung
10 eingestellt werden und die Leistungsaufnahme des Elektromotors gleicht
sich an die verminderte Förderleistung zumindest an.
2 zeigt eine Variante der Drosselvorrichtung
10. Sie besteht hier aus einem geradlinig in den Abluftkanal
9 einschiebbaren Drosselschieber 16, der an seinem außerhalb
des Abluftkanals liegenden Ende einem geraden Stellschlitz 17 aufweist.
Auch hier ist eine Stellschraube 15 vorgesehen, mittels deren der Drosselschieber
in unterschiedlichen Einschubstellungen festklemmbar ist.
In 3 ist eine selbsttätige Variante
der Drosselvorrichtung 10' dargestellt. Hier weist der geradlinig einschiebbare
Drosselschieber 16 an Stelle des Stellschlitzes eine Verzahnung
18 auf. In diese Verzahnung greift ein Ritzel 19 eines Stellmotors
20 ein, der mit einer selbsttätigen Regelvorrichtung 21 verbunden
ist. Diese Regelvorrichtung ist auch an den Ausgang eines Unterdrucksensors
22 angeschlossen, der im Absaugkanal 2 angeordnet ist. An einem
Stellglied 23 kann die Höhe eines angestrebten Saugzuges im Absaugkanal
2 eingestellt werden, der dann mittels der Regelvorrichtung 21
durch Verstellen der Drosselvorrichtung 10 eingestellt und aufrechterhalten
wird. Es versteht sich, dass eine entsprechend gestaltete Regelvorrichtung auch
an einer schwenkbaren Drosselklappe gemäß 1
ausführbar ist.
- 1
- Absauganlage
- 2
- Absaugkanal
- 3
- Absaugröhrchen
- 4
- Filterkasten
- 5
- Filter
- 6
- Ventilator
- 7
- Riemenvorgelege
- 8
- Elektromotor
- 9
- Abluftkanal
- 10
- Drosselvorrichtung
- 11
- Drosselklappe
- 12
- Welle
- 13
- Stellscheibe
- 14
- Stellschlitz
- 15
- Stellschraube
- 16
- Drosselschieber
- 17
- Stellschlitz
- 18
- Verzahnung
- 19
- Ritzel
- 20
- Stellmotor
- 21
- Regelvorrichtung
- 22
- Unterdrucksensor
- 23
- Stellglied
|
| Anspruch[de] |
|
Fadenbruch-Absauganlage einer Ringspinnmaschine, die mindestens einen
Absaugkanal, eine dem Absaugkanal nachgeordnete Filtereinrichtung und einen Ventilator
mit Elektromotor aufweist, der Saugzug durch die Fadenbruch-Absauganlage erzeugt
und über einen Abluftkanal abführt, dadurch gekennzeichnet, dass
im Abluftkanal (9) des Ventilators (6) eine verstellbare Drosselvorrichtung
(10) angeordnet ist, die die Höhe des Luftdurchsatzes zu drosseln
gestattet.
Fadenbruch-Absauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Drosselvorrichtung (10) als den Abluftkanal (9) einengende
Drosselklappe (11) ausgebildet ist.
Fadenbruch-Absauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Drosselvorrichtung (10) als den Abluftkanal (9) einengender
Drosselschieber (16) ausgebildet ist.
Fadenbruch-Absauganlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Drosselvorrichtung (10) von Hand auf unterschiedliche Drosselwirkung
einstellbar ist.
Fadenbruch-Absauganlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Drosselvorrichtung (10) mit einer den Saugzug auf einen vorbestimmten
Luftdurchsatz einstellenden, selbsttätigen Regelvorrichtung (21) verbunden
ist.
Fadenbruch-Absauganlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Regelvorrichtung (21) durch einen den Unterdruck im Absaugkanal (2)
fühlenden Unterdrucksensor (22) beaufschlagbar ist.
|
|
|