| Dokumentenidentifikation |
DE102006034719B3 26.07.2007 |
| Titel |
Veloursmaterial |
| Anmelder |
E. Schoepf GmbH & Co. KG, 95236 Stammbach, DE |
| Erfinder |
Wagner, Karl Robert, 95236 Stammbach, DE |
| Vertreter |
LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ, 90409 Nürnberg |
| DE-Anmeldedatum |
27.07.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006034719 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
26.07.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
26.07.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D03D 27/10(2006.01)A, F, I, 20060727, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
D03D 15/00(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
D04B 1/02(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
D04B 21/02(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
B60R 13/02(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
B60N 2/44(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
H05K 7/02(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
H05B 3/36(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
A61F 7/08(2006.01)A, L, I, 20060727, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Es wird ein Veloursmaterial (20) beschrieben, das aus einem Polflächengebilde (10) hergestellt ist. Das Polflächengebilde (10) weist zwei voneinander beabstandete und zueinander parallele Grundschichten (12) und eine die beiden Grundschichten (12) miteinander verbindende Polschicht (14) auf, die von Polfäden (16) gebildet ist. Die beiden Grundschichten (12) weisen jeweils elektrisch leitende Fäden (18) auf und das Veloursmaterial (20) ist durch Auseinandertrennen der Polfäden (16) gebildet. Die beiden Grundschichten (12) können als Gewebe, Gewirke oder Gestrick ausgebildet sein, wobei eine Anzahl textiler Gewebe-, Gewirke- oder Gestrickfäden durch die elektrisch leitenden Fäden (18) ersetzt sind.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Veloursmaterial, das aus einem Polflächengebilde
hergestellt ist, das zwei voneinander beabstandete und zueinander parallele Grundschichten
und eine die beiden Grundschichten miteinander verbindende Polschicht aufweist,
die von Polflächen gebildet ist.
Aus der DE 42 39 068 A1
ist ein Abstandsgewirke bekannt, das zur Aufpolsterung von Fahrzeugsitzen vorgesehen
ist. Dieses bekannte Abstandsgewirke weist zwei voneinander beabstandete und zueinander
parallele Gewirkelagen als Grundschichten auf, die über Abstands-, d.h. Polfäden,
miteinander verbunden sind. Mindestens eine der beiden Grundschichten besitzt eingewirkte
Leiterfäden, die miteinander leitend verbunden sind und zumindest einen Anschlusskontakt
zur Verbindung mit einer elektrischen Spannungsquelle aufweisen. Dieses bekannte
Abstandsgewirke dient also – wie ausgeführt worden ist – zur
Aufpolsterung von Fahrzeugsitzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Veloursmaterial der
eingangs genannten Art zu schaffen, das für viele Anwendungszwecke geeignet
ist und einen sehr dekorativen Eindruck vermittelt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruches 1, d.h. dadurch gelöst, dass die beiden Grundschichten jeweils elektrisch
leitende Fäden aufweisen, und dass das Veloursmaterial durch Auseinandertrennen
der Polfäden gebildet ist. Erfindungsgemäß können die beiden
Grundschichten als Gewebe, als Gewirke oder als Gestrick ausgebildet sein, wobei
eine Anzahl textiler Gewebe-, Gewirke- oder Gestrickfäden durch die elektrisch
leitenden Fäden ersetzt sind.
Die elektrisch leitenden Fäden können bei dem erfindungsgemäßen
Veloursmaterial Heizleiter und/oder Signalübertragungsleiter bilden. Desgleichen
ist es möglich, dass die elektrisch leitenden Fäden Energieübertragungsleiter
für elektrische und/oder elektronische Komponenten bilden.
Kommen als elektrisch leitende Fäden Heizleiter zur Anwendung,
so kommt das erfindungsgemäße Veloursmaterial insbesondere als Bezugsstoff
für die Sitze von Fahrzeugen, d.h. zur Sitzheizung, zur Anwendung.
Das erfindungsgemäße beheizbare Veloursmaterial besitzt
eine sehr gute und schnell wirkende Heizleistung, weil nicht wie bei bekannten Ausbildungen
ein textiles Untermaterial, auf dem eine textile Dekorschicht aufgebracht wird,
beheizt wird, sondern das dekorative Veloursmaterial selbst. Die Heizleiter befinden
sich näher am Körper einer auf dem Sitz sitzenden Person, ohne dass die
Heizleiter den Körper berühren.
Bilden die elektrisch leitenden Fäden Signal- bzw. Energieübertragungsleiter,
so kommt das erfindungsgemäße Veloursmaterial beispielsweise als Verkleidungsmaterial
im Inneren von Fahrzeugen, beispielsweise im Deckenbereich derselben, zur Anwendung,
um z.B. LEDs, Lautsprecher, Audio/Video-Geräte usw. mit dem Veloursmaterial
zu kombinieren und mit Energie zu versorgen bzw. anzusteuern.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch verdeutlichten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Veloursmaterials.
Es zeigen:
1 in einer Seitenansicht einen Abschnitt eines Polflächengebildes
für das Veloursmaterial in einem vergrößerten Maßstab, und
2 Abschnitte des Veloursmaterials aus dem Polflächengebilde
gemäß 1.
1 verdeutlicht ein Polflächengebilde
10, das zwei voneinander beabstandete und zueinander parallele Grundschichten
12 und eine Polschicht 14 aufweist, welche die beiden Grundschichten
12 miteinander verbindet. Die beiden Grundschichten 12 können
als Gewebe, als Gewirke oder als Gestrick ausgebildet sein. Die Polschicht
14 ist von Polfäden 16 gebildet.
Die beiden Grundschichten 12 weisen jeweils elektrisch leitende
Fäden 18 – zusätzlich zu textilen Fäden –
auf. Die elektrisch leitenden Fäden 18 können Heizleiter bilden.
In diesem Falle bestehen die elektrisch leitenden Fäden 18 aus einem
Material mit einem entsprechenden elektrischen Widerstand. Solche elektrisch leitende
Fäden 18 bestehen z.B. aus einem Widerstandmaterial wie einer Chromnickellegierung
oder dergleichen oder bspw. aus Kunststofffäden, die Ruß-, Grafit- und/oder
Metallpartikel aufweisen. Die elektrisch leitenden Fäden 18 können
beispielsweise auch aus einem Viskosematerial bestehen.
Die elektrisch leitenden Fäden 18 können auch Signalübertragungsleiter
und/oder Energieübertragungsleiter bilden. In diesem Falle besitzen die elektrisch
leitenden Fäden einen entsprechend niedrigen spezifischen Widerstand, um die
Verluste gering zu halten.
Aus dem solchermaßen ausgebildeten Polflächengebilde
10 wird ein Veloursmaterial 20 durch Auseinandertrennen der Polfäden
16 des Polflächengebildes 10 hergestellt.
Dieses Auseinandertrennen ist in 1 durch die strichlierte
Linie 22 verdeutlicht. Das Veloursmaterial 20 ist in
2 verdeutlicht. Gleiche Einzelheiten sind in
2 mit denselben Bezugsziffern wie in 1
bezeichnet, so dass es sich erübrigt, in Verbindung mit 2
alle diese Einzelheiten noch einmal detailliert zu beschreiben.
Das beheizbare Veloursmaterial 20 kann bspw. auch bei Heizkissen
und Heizdecken zur Anwendung gelangen. Wird für das Veloursmaterial
20 ein Viskosematerial verwendet, so ergibt sich der Vorteil, dass das
Viskosematerial auf Feuchtigkeit bzw. Schweiß derartig reagiert, dass es sein
Volumen vergrößert, woraus eine Erhöhung des elektrischen Widerstandes
resultiert, die dann wiederum zu einer quasi automatischen Reduzierung der Heizleistung
führt.
Das Veloursmaterial 20 kann elastisch oder hochelastisch
sein, so dass es tiefziehfähig ist. Solche tiefziehfähige Veloursmaterialien
kommen beispielsweise bei der Herstellung von Sitzpolstern von landwirtschaftlichen
Fahrzeugen, Industriefahrzeugen wie Gabelstapler usw. zum Einsatz.
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| Anspruch[de] |
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Veloursmaterial, das aus einem Polflächengebilde (10)
hergestellt ist, das zwei voneinander beabstandete und zueinander parallele Grundschichten
(12) und eine die beiden Grundschichten (12) miteinander verbindende
Polschicht (14) aufweist, die von Polfäden (16) gebildet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Grundschichten (12)
jeweils elektrisch leitende Fäden (18) aufweisen, und dass das Veloursmaterial
(20) durch Auseinandertrennen der Polfäden (16) gebildet
ist.
Veloursmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Grundschichten (12) als Gewebe, als Gewirke oder als Gestrick ausgebildet
sind, wobei eine Anzahl textiler Gewebe-, Gewirke- oder Gestrickfäden durch
die elektrisch leitenden Fäden (18) ersetzt sind.
Veloursmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrisch leitenden Fäden (18) Heizleiter bilden.
Veloursmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrisch leitenden Fäden (18) Signalübertragungsleiter
bilden.
Veloursmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrisch leitenden Fäden (18) Energieübertragungsleiter
für elektrische und/oder elektronische Komponenten bilden.
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