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Dokumentenidentifikation DE10345916B4 26.07.2007
Titel Drehteller einer Plattenschleifmaschine
Anmelder H. Riedel & Sohn GmbH, 55494 Rheinböllen, DE
Erfinder Riedel, Norbert, 55444 Seibersbach, DE
Vertreter Grommes, K., Dr.-Ing., Pat.-Anw., 56068 Koblenz
DE-Anmeldedatum 01.10.2003
DE-Aktenzeichen 10345916
Offenlegungstag 04.05.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.07.2007
IPC-Hauptklasse B24D 7/06(2006.01)A, F, I, 20070216, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B24D 5/06(2006.01)A, L, I, 20070216, B, H, DE   B28D 1/00(2006.01)A, L, I, 20070216, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft einen Drehteller einer Plattenschleifmaschine mit einem Grundkörper, auf dem im Bereich des äußeren Randes voneinander beabstandete Schleifsegmente kreisringförmig angeordnet sind.

Der Drehteller einer derartigen Plattenschleifmaschine, die insbesondere zur Oberflächenbearbeitung von Natursteinen oder Betonsteinen verwendet wird, ist beispielsweise aus der EP 0 758 573 B1 bekannt. Bei diesem bekannten Drehteller befinden sich die jeweiligen Schleifsegmente jeweils einzeln in Aufnahmeeinrichtungen, welche in den Rand des Grundkörpers des Drehtellers eingelassen sind. Darin sind die Schleifmittel auswechselbar gehalten. Die Sicherung jedes einzelnen Schleifsegmente in der zugehörigen Aufnahmeeinrichtung erfolgt mittels einer entsprechenden Schraube. Dabei sind die Schrauben radial ausgerichtet und von außen zugänglich.

Nachteilig ist bei diesem bekannten Drehteller, daß bei einem erforderlichen Wechsel abgenutzter Schleifsegmente jedes einzelne Segment von seiner an dem Grundkörper befestigten Aufnahmeeinrichtung gelöst und ausgewechselt werden muß, was sehr zeitaufwendig ist und zwangsläufig eine hohe Standzeit der entsprechenden Plattenschleifmaschine zur Folge hat.

Aus der DE 201 20 137 U1 ist der Drehteller einer Plattenschleifmaschine bekannt, bei dem die Schleifsegmente zu festen Baugruppen von jeweils mindestens zwei Segmenten zusammengefaßt sind. Dabei ist jedes Schleifsegment über eine Hartlotverbindung mit einem Trägerteil und das Trägerteil mit einer plattenförmigen Halteeinrichtung fest verbunden. Die Halteeinrichtung ist mittels Schrauben an dem Grundkörper des Drehtellers lösbar befestigt.

Sofern daher nur eines der Schleifsegmente ausgewechselt werden soll, muß die gesamte Baueinheit, bestehend aus den Schleifsegmenten, dem Trägerteil und der Halteeinrichtung, von dem Grundkörper entfernt und nach Austausch des jeweiligen Schleifsegmentes wieder an dem Grundkörper befestigt werden.

Aus der US 1,756,734 ist ein Drehteller mit zahnradförmigen Schleifsegmenten bekannt, die ebenfalls zu festen Baugruppen von mehreren Segmenten zusammengefaßt sind, wobei allerdings jedes Schleifsegment der Baugruppe mittels einer Schraubverbindung lösbar mit einem Trägerteil verbunden ist. Außerdem ist das Trägerteil auswechselbar mit dem Grundkörper verbunden. Hierzu ist ein Teil des dem Grundkörper zugewandten Bereiches des Trägerteiles in einer ringförmigen Ausnehmung des Grundkörpers gelagert und wird mittels einer Schraubverbindung mit kegelförmiger Zentriermutter in der Ausnehmung fixiert.

Aus der DE 7 232 443 U ist schließlich ein Drehteller einer Plattenmaschine bekannt, bei dem die Schleifsegmente zu festen Baugruppen von jeweils mindestens zwei Segmenten zusammengefaßt und an einem Trägerteil befestigt sind. Das Trägerteil jeder Baugruppe ist über eine als Schnellwechselvorrichtung ausgebildete Befestigungsvorrichtung an dem Grundkörper des Drehtellers auswechselbar montiert, wobei schwalbenschwanzförmig ausgebildete Seiten des Trägerteiles in entsprechende, an dem Grundkörper angeordnete Führungen eingreifen.

Nachteilig bei diesem bekannten Drehteller ist allerdings, daß benachbarte Baugruppen sich umfangseitig nicht direkt aneinander anschließen können, sondern durch die Schwalbenschwanzführungen voneinander relativ weit beabstandet sind.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Drehteller der eingangs erwähnten Art anzugeben, bei dem ein schneller Wechsel der an dem Drehteller angeordneten Schleifsegmente möglich ist und wobei sich die jeweils mit Schnellwechselvorrichtungen versehenen benachbarten Baugruppen von Schleifsegmenten, in Umfangsrichtung des Drehtellers gesehen, direkt aneinander anschließen können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.

Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, das Trägerteil nicht selbst als Teil der Schnellwechselvorrichtung auszubilden, sondern bodenseitig mit einer bügel- oder schuhförmigen Halteeinrichtung zu verbinden, welche dann in eine an dem Grundkörper angeordnete und als Führung ausgebildete Halteeinrichtung einschiebbar ist. Dabei ist das Trägerteil derart ausgebildet, daß es, in Umfangsrichtung des Drehtellers gesehen, seitlich die entsprechende Schnellwechselvorrichtung überragt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer derartigen Befestigungsvorrichtung bildet die Aufnahmeeinrichtung und die der Aufnahmeeinrichtung zugeordnete Halteeinrichtung jeweils eine sich in radialer Richtung erstreckende Schwalbenschwanzführung, wobei die Seitenflächen der Aufnahmeeinrichtung sich zum äußeren Rand des Grundkörpers hin verengen.

Dabei können die Schleifsegmente einer Baugruppe an einem gemeinsamen, segmentbogenförmig ausgebildeten Trägerteil auswechselbar befestigt sein.

Es kann aber auch vorgesehen sein, daß das Trägerteil und die Schleifsegmente einteilig ausgebildet sind.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:

1 die Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Drehteller mit einem Schleifsegment,

2 und 3 vergrößerte Darstellungen von Schnitten durch den Drehteller entlang der in 1 mit II-II und III-III bezeichneten Schnittlinien.

In 1 ist mit 1 ein um eine Achse 2 drehbarer Drehteller einer nicht näher dargestellten Plattenschleifmaschine bezeichnet. Der Drehteller 1 umfaßt einen Grundkörper 3 mit einem abgebogenen äußeren Rand 4.

Nahe dem äußeren Rand 4 sind voneinander in Umfangsrichtung beabstandete, im wesentlichen radial ausgerichtete Schleifsegmente 5 angeordnet, welche eine ringförmige, parallel zum äußeren Rand 4 verlaufende Schleifzone bilden. Erfindungsgemäß sind Schleifsegmente 5 zu festen Baugruppen 6, und zwar hier von jeweils fünf Segmenten 5, zusammengefaßt, wobei in 1 aus Übersichtlichkeitsgründen lediglich nur eine Baugruppe 6 vollständig dargestellt ist (die jeweils sich in Umfangsrichtung seitlich anschließenden Baugruppen sind durch gestrichelte Linien angedeutet).

Die Schleifsegmente 5 einer Baugruppe 6 sind an einem gemeinsamen segmentbogenförmigen Trägerteil 7 auswechselbar angeordnet und an dem Trägerteil 7 mittels Schrauben 8 (2 und 3) fixiert.

Das Trägerteil 7 ist seinerseits über eine Befestigungsvorrichtung 9, vorzugsweise eine Schnellwechselvorrichtung, mit dem Grundkörper 3 des Drehtellers 1 verbunden. Dabei besteht die Befestigungsvorrichtung 9 hier aus einer mit dem Trägerteil 7 verschweißten bügelförmigen Halteeinrichtung 10 und einer an dem Grundkörper 3 verschraubten und radial ausgerichteten Aufnahmeeinrichtung 11.

Bei dem in den 13 dargestellten Ausführungsbeispiel bilden die Halte- und die Aufnahmeeinrichtungen 10 und 11 jeweils eine sich in radialer Richtung erstreckende Schwalbenschwanzführung, wobei sich die Seitenflächen 12 der Aufnahmeeinrichtung 11 (3) zum äußeren Rand 4 des Grundkörpers 3 hin verengen. Dadurch wird einerseits erreicht, daß die jeweilige Baugruppe 6 von Schleifsegmenten 5 sehr schnell durch radiales Verschieben des Trägerteiles 7 gegenüber der Aufnahmeeinrichtung 11 gewechselt werden kann. Andererseits erfolgt bei Drehung des Drehtellers 1 durch die auf das Trägerteil 7 wirkenden Fliehkräfte auch selbsttätig ein Verklemmen der jeweiligen Halteeinrichtung 10 innerhalb der entsprechenden Aufnahmeeinrichtung 11.

Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann es auch vorteilhaft sein, wenn die Schleifsegmente nicht auswechselbar an dem Trägerteil befestigt sind, sondern wenn Trägerteil und Schleifsegmente einer Baugruppe jeweils einteilig ausgebildet sind.

1
Drehteller
2
Achse
3
Grundkörper
4
äußere Rand
5
Schleifsegment, Segment
6
Baugruppe
7
Trägerteil
8
Schraube
9
Befestigungsvorrichtung, Schnellwechselvorrichtung
10
Halteeinrichtung
11
Aufnahmeeinrichtung
12
Seitenfläche


Anspruch[de]
Drehteller einer Plattenschleifmaschine mit einem Grundkörper (3), auf dem im Bereich des äußeren Randes (4) voneinander beabstandete Schleifsegmente (5) kreisringförmig angeordnet sind, mit den Merkmalen:

a) die Schleifsegmente (5) sind zu festen Baugruppen (6) von jeweils mindestens zwei Segmenten (5) zusammengefaßt;

b) jede Baugruppe (6) ist über eine Befestigungsvorrichtung (9) an dem Grundkörper (3) auswechselbar montiert;

c) die Befestigungsvorrichtungen (9) der Baugruppen (6) sind jeweils als Schnellwechselvorrichtung ausgebildet;

d) die jeweilige Schnellwechselvorrichtung (9) besteht aus einer, in Umfangsrichtung des Drehtellers (1) gesehen, vollständig unterhalb eines Trägerteiles (7) der Schleifsegmente (5) angeordneten bügel- oder schuhförmigen Halteeinrichtung (10) und einer an dem Grundkörper (3) des Drehtellers (1) angeordneten und radial ausgerichteten Aufnahmeeinrichtung (11) mit Hinterschneidung, in welche die Halteeinrichtung (10) einschiebbar ist;

e) das jeweilige Trägerteil (7) überragt seitlich die diesem Trägerteil (7) zugeordnete Schnellwechselvorrichtung (9).
Drehteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtungen (11) und die den Aufnahmeeinrichtungen (11) jeweils zugeordneten Halteeinrichtungen (10) jeweils eine sich in radialer Richtung erstreckende Schwalbenschwanzführung bilden, wobei sich die Seitenflächen (12) der Aufnahmeeinrichtungen (11) zum äußeren Rand (4) des Grundkörpers (3) hin verengen. Drehteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifsegmente (5) einer Baugruppe (6) an einem gemeinsamen, segmentbogenförmig ausgebildeten Trägerteil (7) angeordnet sind. Drehteller nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Trägerteil (7) angeordneten Schleifsegmente (5) jeweils auswechselbar an dem Trägerteil (7) befestigt sind. Drehteller nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil (7) und die Schleifsegmente (5) einteilig ausgebildet sind. Drehteller nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Trä gerteilen (7) jeweils mindestens vier Schleifsegmente (5) befestigt sind.






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