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Dokumentenidentifikation DE60030199T2 26.07.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001054262
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen der Magnetfeldpolarisation für den Modulationsansteuerschaltkreis eines SQUIDs
Anmelder Sumitomo Electric Industries, Ltd., Osaka, JP
Erfinder Nagaishi, Itami Works Sumitomo El.In.Ltd, Tatsuoki, Hyogo, JP;
Hirano, Itami Works Sumitomo Elec.Ind.Ltd, Tetsuya, Hyogo, JP;
Itozaki, Itami Works Sumitomo Elec.Ind.Ltd, Hideo, Hyogo, JP
Vertreter CBDL Patentanwälte, 47051 Duisburg
DE-Aktenzeichen 60030199
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.05.2000
EP-Aktenzeichen 004013074
EP-Offenlegungsdatum 22.11.2000
EP date of grant 23.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.07.2007
IPC-Hauptklasse G01R 33/035(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einstellen einer Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für ein supraleitendes Quanteninterferometer (im Folgenden als SQUID bezeichnet). Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum einfachen Einstellen einer Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID.

BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK

15 ist ein Schaltbild, das einen herkömmlichen Steuerungskreis für ein SQUID mit einer Flux-Locked-Schleife (im Folgenden als FLL bezeichnet) zeigt. In 15 umfaßt die herkömmliche SQUID FFL ein SQUID 81 mit zwei an vorgegebenen Positionen ausgebildeten Josephson-Junctions und einer Konstantstromquelle 88, die Konstantstrom zu dem SQUID 81 liefert. Der zu messende Magnetfluß wird von einer (nicht gezeigten) Aufnahmespule in das SQUID 81 eingegeben. Die durch beide Enden des SQUID 81 ausgegebene Spannung wird von einem Transformator gewandelt, von einem Vorverstärker 83 verstärkt und dann über einen Vervielfacher 84 und einen Integrator 85 hindurch aus einem Ausgangsabschnitt ausgegeben. Eine Modulationseinheit 87 fügt dem Ausgangssignal aus dem Vervielfacher 84 ein Modulationssignal von 40 kHz zur Rückkopplung zu einer zu dem SQUID 81 benachbarten Feldanwendungsspule 82 hinzu.

Das Ausgangssignal aus dem SQUID 81 wird auch zu einem gesondert von dem Ausgangsabschnitt vorgesehenen Oszilloskop 90 zum Beobachten der Wellenform desselben geführt. Insbesondere wird ein Rückkopplungssignal zum Teil auf die X-Achse des Oszilloskops 90 gegeben, und auf die Y-Achse des Oszilloskops 90 wird ein Ausgangssignal von dem Vorverstärker 83 gegeben.

Als Verfahren zur Verminderung des Niederfrequenzrauschens ist ein Wechselstrom-Vorspannungsverfahren bekannt. Gemäß dem Wechselstrom-Vorspannungsverfahren werden positive und negative Ströme mit dem gleichen Absolutwert auf ein SQUID angewandt (wobei der Absolutwert gleich dem des Konstantstroms ist). Um eine stabile Rückkopplung zu erzielen, sollten die beiden Ausgangssignale aus dem SQUID, auf welches die positiven und negativen Stromvorspannungen angewandt werden sollen, miteinander phasengleich sein. Um das zu erreichen, wird die Magnetfeldvorspannung derart eingestellt, daß sie die Phasen miteinander abstimmt.

Die Magnetfeldvorspannung wird üblicherweise eingestellt, indem manuell die Phase der Spannungswellenform auf dem Oszilloskop 90 eingestellt und dabei die Änderung der Spannung relativ zu dem Magnetfeld in Bezug auf die Zeit festgestellt werden. Bei diesem Verfahren entsteht das Problem, daß die Einstellung der Magnetfeldvorspannung äußerst kompliziert und zeitaufwändig ist.

In dem Dokument JP-3131781 ist eine Messung mit einem SQUID-Flußmesser offenbart, dessen Operationspunkt an der Position der maximalen Neigung der V-&phgr;-Kurve festgelegt ist. Es wird ein Signal ausgegeben, das nur ungeradzahlige höhere Oberschwingungskomponenten enthält.

In dem Dokument US-5291135 ist ein Mehrkanal-Messsystem für schwache Magnetfelder für die neuromagnetische Diagnose mit einer Mehrzahl von DC-SQUID-Magnetometern offenbart. Es sind Einstellkreise für Vorspannstrom vorgesehen, um eine geradzahlige Oberschwingungskomponente des Ausgangssignals über die Klemmen des entsprechenden SQUID zu detektieren und automatisch einen DC-Vorspannungsstrom an dem SQUID einzustellen. Demgemäß wird der Pegel der Komponente zu einem vorgegebenen Wert.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum einfachen Einstellen einer Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID zu schaffen.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum einfachen Einstellen der Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID zu schaffen.

Die obigen Aufgaben werden mit einem Verfahren zum Einstellen einer Magnetfeldvorspannung gemäß Anspruch 1 erfüllt.

Aus dem SQUID, auf welches eine vorgegebene Modulationsfrequenz angewandt werden soll, wird die Ausgangsspannung ausgewählt, und dann wird die Frequenzkomponente der Ausgangsspannung, die doppelt so hoch wie die Frequenz der angewandten vorgegebenen Modulationsfrequenz ist, derart maximiert, daß die Magnetfeldvorspannung einfach optimiert werden kann.

Der Schritt des Anwendens des Modulationssignals auf die Flux-Locked-Schleife bei der ersten vorgegebenen Frequenz umfaßt den Schritt des Anwendens des Modulationssignals bei der ersten vorgegebenen Frequenz auf eine zu dem SQUID benachbarte Spule, und die Magnetfeldvorspannung mit mithin durch Anwenden der Magnetfeldvorspannung auf die zu dem SQUID benachbarte Spule eingestellt.

Mithin kann ein Verfahren zum Einstellen einer Magnetfeldvorspannung mit einer einfachen Konstruktion bereitgestellt werden, da die Magnetfeldvorspannung durch Anwenden der Magnetfeldvorspannung auf eine zu dem SQUID benachbarte Spule eingestellt wird, auf welche ein Modulationssignal mit einer vorgegebenen Frequenz angewandt wird.

Die Magnetfeldvorspannung läßt sich manuell einstellen. Demgemäß kann ein preiswertes Verfahren zum Einstellen der Magnetfeldvorspannung bereitgestellt werden.

Die Magnetfeldvorspannung läßt sich manuell einstellen. Demgemäß kann ein Arbeit sparendes Verfahren zum Einstellen der Magnetfeldvorspannung bereitgestellt werden.

Der Vorspannungsstrom kann Wechselstrom oder Gleichstrom sein.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Einstellen einer Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für eine SQUID gemäß Anspruch 3.

Die vorstehenden sowie andere Aufgaben, Merkmale, Ausgestaltungen und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der vorliegenden Erfindung bei Betrachtung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen besser erkennbar.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Blockschaltbild, das eine Gesamtstruktur eines Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID zeigt.

2A bis 2C stellen eine Magnetfeld-Spannungs-Kurve in dem SQUID dar.

3A und 3B stellen eine Magnetfeld-Spannungs-Kurve dar.

4 stellt eine Strom-Spannungs-Kurve in dem SQUID dar.

5 stellt eine Strom-Spannungs-Kurve in dem SQUID dar, auf den ein Wechselstrom angewandt wird.

6A bis 6C stellen eine Strom-Spannungs-Kurve bei Anwendung einer Wechselstrom-Vorspannung dar.

7 stellt eine Kurve der Spannungsänderung mit der Zeit dar.

8 stellt eine Spannungsänderung relativ zur Zeit bei eingeschalteter Rückkopplung dar.

9 zeigt den Zustand gemäß 8 auf einem Spannungsmonitor.

10A und 10B stellen eine Magnetfeld-Spannungs-Kurve nach dem Einstellen dar.

11 zeigt einen Anzeigezustand auf dem Spannungsmonitor bei manueller Betriebsart.

12 zeigt eine Feld-Spannungs-Kurve auf dem Spannungsmonitor bei manueller Betriebsart.

13 stellt eine Magnetfeld-Spannungs-Kurve nach dem Einstellen dar.

14 ist ein Blockschaltbild, das eine Gesamtstruktur eines Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID in einer zweiten Ausführungsform zeigt.

15 ist ein Blockschaltbild, das einen Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID unter Verwendung einer herkömmlichen FFL zeigt.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Im Folgenden werden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben.

In 1 umfaßt eine Magnetflußdetektierungsvorrichtung 1 für ein SQUID ein SQUID 10, einen Strom- und Magnetfeldvorspannungs-Anwendungskreis 11, der einen vorgegebenen Vorspannstrom auf ein SQUID 10 anwendet, einen Spannungsverstärker 12, der eine Ausgangsspannung durch beide Enden des SQUID 10 hindurch verstärkt, einen Filter 13, der unter Komponenten der von dem Spannungsverstärker 12 verstärkten Spannung nur eine Frequenzkomponente 2f mit einer doppelt so hohen vorgegebenen Frequenz f hindurchläßt, wobei die Frequenzkomponente 2f eine später beschriebene Modulationssignalkomponente ist, einen Gleichrichter 14, der nur die durch den Filter 13 hindurchgelassene Frequenzkomponente 2f gleichrichtet, und einen Spannungsmonitor 15 zum Überwachen der gleichgerichteten Spannung.

Die von dem Spannungsverstärker 12 verstärkte Spannung wird in einen Vervielfacher 24 eingespeist, der ein Rückkopplungssignal zum Kompensieren einer Änderung des Magnetfluß in den SQUID 10 und dann in einen Integrator 25 einspeist, der das Integral der Ausgangsspannung aus dem Vervielfacher 24 bestimmt, wobei der Integrator 25 ein Ausgangssignal als gemessenen Magnetfeldausgang liefert. Das Ausgangssignal aus dem Integrator 25 wird als Rückkopplung zu einer zu dem SQUID 10 benachbarten Spule 21 geführt. Die Spule 21 ist durch ein Wechselstrom-Feld mit einer von einer Wechselstrom-Quelle 23 zugeführten Frequenz f, eine Feldvorspannung mit einer Rechteckwelle von dem Strom- und Feldvorspannungs-Anwendungskreis 11 und ein Rückkopplungsfeld von dem Integrator 25 überlagert. Parallel zu dem Integrator 25 sind ein Kondensator 26 und ein Ein-/Aus-Schalter 27 für die Rückkopplung vorgesehen.

ERSTE AUSFÜHRUNGSFORM

Im Folgenden ist die Einstellung in dem in 1 gezeigten Schaltkreis beschrieben. Es soll ein Magnetfeld-Vorspannungssignal eingestellt werden, das von der in 1 gezeigten Strichellinie dargestellt wird. Bei der ersten Ausführungsform wird das Einstellen manuell unter Beobachtung des Spannungsmonitors 15 vorgenommen.

Nunmehr erfolgt die spezielle Beschreibung. 2A ist eine grafische Darstellung, die eine Beziehung zwischen Magnetfeld und Ausgangsspannung aus dem SQUID 10 darstellt, wobei die Signalwellenform an dem in 1 mit A bezeichneten Abschnitt abgenommen wird. 2b stellt die Änderung der Signalwellenform in Bezug auf die Zeit dar, wobei die Wellenform zu der Halbperiode der Signalwellenform gemäß 2A korrespondiert. Die Zeitdauer des Magnetfeldes beträgt &PHgr;0 in 2A. Die Amplitude der durch dieses Magnetfeld entstehenden Spannung ist durch Vpp dargestellt. Dieser Wert ändert sich bei Anwendung eines Vorspannungsstroms Ib aus dem Strom- und Magnetfeldvorspannungs-Anwendungskreis 11 und erreicht das Maximum bei einem bestimmten optimalen Wert.

In 2A ist ein beliebiger Abschnitt, der zu einer als fette Linie gezeigten Halbperiode korrespondiert, aus der Wellenform entnommen. Der zu der Halbperiode korrespondierende beliebige Abschnitt der Wellenform ändert sich in der in 2B gezeigten Weise mit der Zeit. Der Wellenformabschnitt ändert sich bei einer Modulationsfrequenz f von 40 kHz, die von der Wechselstrom-Quelle 23 angewandt wird. In 2A ändert sich die Spannung in der Halbperiode &PHgr;0 von der mit ➀ bezeichneten Stelle entlang dem mit a bezeichneten Pfeil zu der Stelle ➁ und entlang dem mit b bezeichneten Pfeil zu der Stelle ➂. Die Änderung von ➀ nach ➂ entspricht dem Abschnitt, der mit den gleichen Bezeichnungen ➀ bis ➂ an der Modulationsfrequenz in 2B dargestellt ist. Mit anderen Worten, 2B zeigt die Änderung des Magnetfeldes in der Halbperiode &PHgr;0 in Bezug auf die Zeit.

2C zeigt eine Änderung der Spannung V mit der Zeit relativ zu dem Modulationsfeld in der in 2 gezeigten Halbperiode. Die Bezeichnungen ➀ bis ➂ gemäß 2C entsprechen ebenfalls denen in 2a und 2B.

3A korrespondiert zu 2A und 2B und zeigt eine Magnetfeld-Spannungs-Kurve in der Halbperiode, wobei die Spannung derart herausgenommen ist, daß sich die Spannung zwischen dem Maximal- und dem Minimalwert ändert. Wenn die Halbperiode in der in 3A gezeigten Weise gewählt wird, in der sich die Spannung zwischen dem Maximal- und dem Minimalwert ändert, stimmt die Spannungsänderung in Bezug auf die Zeit mit 40 kHz überein.

3B korrespondiert zu 2A und 2B und zeigt eine Magnetfeld-Spannungs-Kurve in der Halbperiode, wobei die herausgenommene Spannung die minimale Amplitude aufweist. Wenn die Spannung in diesem sich mit der Zeit ändernden Zustand in der in 3B gezeigten Weise herausgenommen wird, beträgt die Signalfrequenz 80 kHz, und diese ist doppelt so hoch wie die Modulationsfrequenz.

Der in 2A gezeigte Zustand ist demgemäß der Mittelzustand zwischen den jeweiligen in 3A und 3B gezeigten Zuständen. Deshalb weist das sich mit der Zeit relativ zu dem Modulationsfeld ändernde Spannungssignal im Zustand gemäß 2A sowohl die Modulationsfrequenz von 40 kHz und die doppelt so hohe Frequenz von 80 kHz auf.

Demgemäß besitzt die Ausgangsspannung des SQUID 10 eine Frequenzkomponente, die derjenigen des Modulationsfeldes gleicht, und/oder eine Frequenzkomponente, die doppelt so hoch wie diejenige des Modulationsfeldes ist, und den Maximalwert des Ausgangssignals Vpp von SQUID 10 erhält man, wenn die Summe der Frequenzkomponente des Modulationsfeldes und der Komponente, die doppelt so hoch wie die Frequenzkomponente des Modulationsfeldes der Ausgangsspannung ist, das Maximum erreicht, d.h. wenn man einen optimalen Vorspannungsstromwert Ib erhält.

Eine Optimierung der Magnetfeldvorspannung &PHgr;b ist erforderlich, wenn die Wechselstrom-Vorspannung Ib angewandt wird. Durch die Optimierung der Magnetfeldvorspannung &PHgr;b kann das Niederfrequenzrauschen vermindert werden, wenn eine DC-Vorspannung angewandt wird.

4 stellt eine Strom-Spannungs-Kurve des SQUID 10 dar, auf welches eine DC-Vorspannung angewandt wird. Der optimale Vorspannungsstromwert ist durch Ib dargestellt, und man erhält ihn, wenn das auf das SQUID 10 angewandte Magnetfeld das n Mal so stark wie &PHgr;0 ist.

5 zeigt eine Strom-Spannungs-Kurve bei Anwendung einer Wechselstrom-Vorspannung. In diesem Fall werden die Stromvorspannungen +Ib und –Ib auf der positiven und negativen Seite eingestellt.

6A zeigt eine Strom-Spannungs-Kurve, die sich ergibt, wenn die in 6B gezeigte Rechteckwelle von 1 kHz als Wechselstrom-Vorspannung angewandt wird. Die Vorspannungsstromwerte +Ib und –Ib erzeugen jeweilige Phasen, die in Bezug auf das gleiche Modulationsfeld relativ zueinander umgekehrt sind. Infolgedessen weisen die Wellenformen der Ausgangsspannung jeweilige Phasen auf, die in Bezug auf das gleiche Modulationsfeld &PHgr; relativ zueinander umgekehrt sind.

7 stellt die Zustände in 6A bis 6C mit Hilfe einer Kurve dar, welche die Spannungsänderung in der Zeit zeigt, die in der in 2C gezeigten Weise zur Optimierung des Vorspannungsstroms Ib verwendet wird. In 7 sind die Zeiträume dargestellt, in denen +Ib und –Ib jeweils angewandt werden.

Nachdem der Vorspannungsstrom Ib in der oben beschriebenen Weise eingestellt ist, wird eine Rückkopplungsschleife eingeschaltet, um einen Flux-Locked-Zustand zu erzielen (wobei der EIN-/AUS-Schalter 27 für die Rückkopplung eingeschaltet wird).

In den Zeiträumen, in denen jeweils die Vorspannungsströme +Ib und –Ib angewandt werden, stimmen die Phasen nicht überein, und es wird ein instabiler Zustand erzeugt. Der Schaltkreis funktioniert in diesem Fall durch die Ausgabe einer Wellenform, die in der in 8 gezeigten Weise einen normalen Rückkopplungszustand erzielt. 8 zeigt die Änderung der Ausgangsspannung in Bezug auf die Zeit.

Tatsächlich wird dieser Zustand in der in 9 gezeigten Weise auf dem Spannungsmonitor 15 gemäß 1 angezeigt. Insbesondere erscheinen ordnungsgemäß kurvenförmige, miteinander phasengleiche Wellenformen als gegeneinander verschoben. Auf diese Weise soll eine Frequenzkomponente von 80 kHz, die doppelt so hoch wie die Modulationsfrequenz ist, ausgegeben werden.

Abhängig von den Polaritäten der Stromvorspannung werden Modulationsfeldversetzungen mit dem gleichen Absolutwert und unterschiedlichen Polaritäten angewandt. Durch Änderung des Absolutwerts ändern sich jeweilige Phasen von Ausgangsspannungen, wenn die Stromvorspannungen positiv und negativ sind, jeweils um den gleichen Phasenbetrag in einer Richtung, damit die Phasen zueinander entsprechen können. (Obwohl sich die Phasen anscheinend voneinander trennen könnten, stimmen sie alle 360° miteinander überein.) Folglich sind die Spannungen in der in 10A und 10B gezeigten Weise an einem bestimmten Punkt miteinander phasengleich. 10A stellt eine Modulationsfeld-Spannungs-Kurve dar, und 10B stellt eine Änderung des Modulationsfeldes in Bezug auf die Zeit dar.

Wie in 10A und 10B gezeigt ist, weist das Ausgangssignal nur die Komponente 80 kHz auf. Mithin erzielt man eine Optimierung der Magnetfeldvorspannung durch Maximierung der Frequenzkomponente, die doppelt so hoch wie die Modulationsfrequenz ist. Demgemäß wird die Summe der Komponente der Modulationsfeldfrequenz und der Komponente, die doppelt so hoch wie die Modulationsfeldfrequenz ist, zur Optimierung der Stromvorspannung Ib maximiert, und dann erfolgt eine Rückkopplung. Die Magnetfeldvorspannung wird durch Vornahme von Einstellungen derart optimiert, daß die Summe der Komponente der Modulationsfeldfrequenz und der Komponente, die doppelt so hoch wie die Modulationsfeldfrequenz ist, das Maximum ist. Zum Schluß erfolgt eine Rücksicherung (Rückkopplung).

Es wird darauf hingewiesen, daß die Magnetfeldvorspannung in manueller Weise durch Anpassung der Phasen jeweils für +Ib und –Ib und durch anschließende Vornahme der Rückkopplung eingestellt wird. Beispielsweise wird die Stromvorspannung Ib auf einem Spannungsmonitor 15 wie einem Oszilloskop eingestellt, und dann werden die in 11 gezeigten Phasen durch die in 12gezeigte Magnetfeldvorspannung eingestellt, und die nachfolgende Rückkopplung sorgt für den in 13 gezeigten Betriebszustand.

ZWEITE AUSFÜHRUNGSFORM

Nunmehr wird die zweite Ausführungsform beschrieben. 14 ist ein Schaltbild bei der zweiten Ausführungsform, das 1 entspricht. In 14 wird die Magnetfeldvorspannung bei der zweiten Ausführungsform automatisch mit Hilfe eines Personalcomputers 17 eingestellt. Insbesondere wird ein gleichgerichtetes analoges Signal von einem A/D-Wandler 16 in ein digitales Signal gewandelt, und das digitale Signal wird in den Personalcomputer 17 eingegeben, um die Magnetfeldvorspannung über einen Strom- und Feldvorspannungs-Anwendungskreis 22 automatisch zu steuern. Andere Bauteile und Funktionsweisen sind mit denen der ersten Ausführungsform identisch, und die identischen Bestandteile sind demgemäß mit den gleichen Bezugszeichen dargestellt, und die Beschreibung derselben wird hier nicht wiederholt.

Zwar wurde die vorliegende Erfindung im Einzelnen beschrieben und dargestellt, es versteht sich jedoch eindeutig, daß dieselbe nur darstellungs- und beispielhaft ist und nicht als Einschränkung aufzufassen ist, wobei der Umfang der vorliegenden Erfindung nur durch die Begriffe in den beigefügten Ansprüchen eingeschränkt ist.


Anspruch[de]
Verfahren zum Einstellen einer Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID (10), umfassend die Schritte von:

– Anwenden eines Modulationssignals bei einer ersten vorbestimmten Frequenz auf eine Flux-Locked-Schleife, die den Magnetfluß, der dem SQUID (10) zugeführt wird, auf einem konstanten Wert hält;

– Einstellen der Magnetfeldvorspannung durch Anwenden einer Rechteckwelle als Wechselvorspannungsstrom bei einer vorbestimmten zweiten Frequenz auf eine Spule (21), die dem SQUID (10) benachbart ist;

– Auswählen einer Ausgangsspannung aus dem SQUID (10), auf welches ein vorbestimmter Vorspannungsstrom angewandt wird; und

– Optimieren der Magnetfeldvorspannung durch Filtern der ausgewählten Ausgangsspannung, um ein Spannungssignal auszusuchen, und Maximieren einer Komponente des Spannungssignals bei einer Frequenz, welche doppelt so hoch wie die erste Frequenz ist.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß besagte Magnetfeldvorspannung automatisch eingestellt wird. Vorrichtung zum Einstellen einer Magnetfeldvorspannung in einem Modulationssteuerungsschaltkreis für ein SQUID (10), dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:

– Mittel (23) zum Anwenden eines Modulationssignals bei einer ersten vorbestimmten Frequenz auf eine Flux-Locked-Schleife, die den Magnetfluß, der dem SQUID (10) zugeführt wird, auf einem konstanten Wert hält;

– Mittel (22) zum Anwenden einer Rechteckwelle als Wechselvorspannungsstrom bei einer vorbestimmten zweiten Frequenz auf eine Spule (21), die benachbart zu dem SQUID (10) ist;

– Mittel (12) zum Auswählen von Ausgangsspannung aus dem SQUID (10), auf welches ein vorbestimmter Vorspannungsstrom angewandt wird;

– einen Filter (30) zum Auswählen einer Komponente der Spannung bei einer Frequenz, welche zweimal so hoch wie die erste Frequenz ist; und

– Mittel (17) zum automatischen Maximieren der Komponente durch Steuern der Mittel (22) zum Anwenden der Rechteckwelle und zum Einstellen der Magnetfeldvorspannung auf Basis der besagten Komponente.






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