Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Betätigung
des Ablaufventils eines Spülkastens, mit einem Betätigungselement, welches
über ein Verbindungselement mit einem schwenkbar gelagerten Hebel wirkverbunden
ist, der mit dem Verschlusskörper des Ablaufventils verbunden ist, um dieses
bei einer Spülauslösung anzuheben.
Solche Vorrichtungen sind in zahlreichen Ausführungen
seit langem bekannt. Die Betätigung kann von Hand oder mit einem Motor erfolgen.
Die Auslösung von Hand erfolgt in der Regel durch Betätigen einer Taste
oder eines Druckknopfes, wobei über einen Hebel der Verschlusskörper des
Auslaufventils angehoben und damit das Ventil geöffnet wird. Allgemein bekannt
sind auch Vorrichtungen mit zwei Tasten, wobei die eine Taste für eine Teilspülung
und die andere Taste für eine Vollspülung vorgesehen ist. Bei Unterputz-Spülkästen
mit einer Abdeckplatte ist es üblich, dass die Bewegung einer Taste mittels
einer Drückerstange auf einen zweiarmigen Hebel übertragen wird. Dieser
Hebel ist beispielsweise ein Winkelhebel und mit dem Verschlusskörper in Eingriff.
Bei Unterputz-Spülkästen besteht allgemein die Schwierigkeit, dass der
Innenraum des Kastenkörpers lediglich über eine vergleichsweise schmale
Revisionsöffnung zugänglich ist. Die Sichtbarkeit ist hier wesentlich
eingeschränkt.
Eine Vorrichtung der genannten Art ist beispielsweise aus
der
DE 31 39 834 A1
des Anmelders bekannt geworden. Diese Vorrichtung hat sich in der Praxis
an und für sich bewährt. Der Verschlusskörper des Auslaufventils
ist hier ein Überlaufrohr, das durch Verschwenken eines Winkelhebels angehoben
wird. Der Winkelhebel greift mit einem Arm in eine Öffnung einer Lasche des
Verschlusskörpers ein. Nach der Spülung senkt sich der Verschlusskörper
und bringt den Winkelhebel und die mit diesem verbundene Taste wieder in die Ruhestellung
zurück. Die Verbindung der Taste mit dem Winkelhebel erfolgt über eine
Drückerstange, welche mittels eines Mitnehmers mit der Taste gekoppelt ist.
Diese Koppelung ermöglicht eine Spülunterbrechung, indem die Taste vorzeitig
in die Ruhestellung verschwenkt wird.
Die
DE 297 22 148 U
offenbart eine Vorrichtung, die für einen Unterputz-Spülkasten
vorgesehen ist. Die hier ebenfalls vorgesehene Drückerstange ist direkt mit
der Betätigungstaste verbunden.
Eine besondere Schwierigkeit bei der Montage der genannten
Vorrichtung ist die Anpassung des Hebels bzw. des Winkelhebels an das Auslaufventil.
Bei einer Betätigung mit einem Motor kann diese Schwierigkeit gemäss der
EP 1 389 657 B
dadurch gelöst werden, dass der Hebel mittels einer geeigneten elektronischen
Steuerung selbsttätig positioniert wird. Bei einer Vorrichtung mit Handbetätigung
ist dies jedoch nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der genannten Art zu schaffen, welche die genannte Schwierigkeit vermeidet. Die
Vorrichtung soll trotzdem bei einem einfachen Aufbau kostengünstig herstellbar
sowie funktionssicher sein.
Diese Aufgabe ist bei einer gattungsgemässen Vorrichtung
dadurch gelöst, dass Mittel vorgesehen sind, die den Hebel, unabhängig
von der Position der Taste, nach einer Betätigung selbsttätig in eine
vorbestimmte Ausgangsstellung bewegen und in dieser Stellung unabhängig vom
Verschlusskörper halten. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung besitzt
der Hebel somit eine definierte Ausgangsposition, wobei diese unabhängig ist
vom Auslaufventil und vom Betätigungselement. Bei der Montage der Vorrichtung
bzw. des Spülkastens muss somit die Position des Hebels nicht eingestellt werden.
Der Hebel wird nicht wie bisher durch den Verschlusskörper in die Ausgangsposition
gebracht. Entsprechende Toleranzen müssen deshalb bei der erfindungsgemässen
Vorrichtung nicht eingehalten werden.
Die genannten Mittel können besonders kostengünstig
und einfach gemäss einer Weiterbildung der Erfindung durch ein Federelement
realisiert werden. Das Federelement ist vorzugsweise als Drahtklammer ausgebildet,
die am Hebel angreift, und beispielsweise an einem Lagerbock abgestützt ist.
Ein Abschnitt des Hebels ist gemäss einer Weiterbildung der Erfindung in der
Ausgangsstellung durch einen Anschlag an einem festen Teil des Spülkastens
positioniert. Dieser Teil ist insbesondere ein Teil einer Brücke, an welcher
der Hebel schwenkbar gelagert ist.
Das Verbindungselement, welches das Betätigungselement
mit dem Hebel verbindet, ist insbesondere eine Drückerstange, welche durch
eine Drehrastverbindung mit dem Hebel verbunden ist. Dies ermöglicht eine besonders
einfache Montage, insbesondere bei Unterputz-Spülkästen. Insbesondere
ist die Montage mit der erfindungsgemässen Vorrichtung auch dann besonders
einfach, wenn die Betätigung von oben erfolgt und die Drückerstange somit
vertikal ausgerichtet ist.
Die Montage ist dann besonders einfach, wenn die Drückerstange
vorzugsweise an einem vorderen Ende ein Anschlagmittel aufweist, mit dem sie bei
der Montage in einer vorbestimmten Einstecktiefe positionierbar und mit dem genannten
Hebel, beispielsweise durch Verdrehen, verbindbar ist. Die Drückerstange kann
somit bei der Montage bis zum genannten Anschlag eingeschoben werden und ist damit
genau und sicher positioniert. Die Verbindung mit dem Hebel erfolgt dann durch eine
Drehbewegung, bei welcher eine Zahnung der Drückerstange in eine Zahnung einer
Verbindungsmutter eingreift. Solche Drückerstangen und Muttern bzw. die genannte
Verbindung dem Fachmann bekannt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht
somit eine wesentlich einfachere und schnellere Montage von Spülkästen
und insbesondere von Unterputz-Spülkästen. Aufgrund der definierten Ausgangsposition
des Hebels ergibt sich zudem eine funktionssichere Arbeitsweise.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen
Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Vertikalschnitt durch einen oberen Teil eines Spülkastens mit montierter
erfindungsgemässer Vorrichtung,
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Linie II der Figur 1,
- Figur 3
- schematisch eine räumliche Ansicht eines Federelements zur Positionierung
des Hebels,
- Figur 4
- einen Schnitt entlang der Linie IV der Fig. 1.
Der in Figur 1 gezeigte Spülkasten 1 ist ein Unterputz-Spülkasten,
welcher einen an sich bekannten Kastenkörper 2 aus Kunststoff aufweist, der
eine Aussenisolation 3 besitzt. Im Kastenkörper 2 ist ein an sich bekanntes
Auslaufventil 4 montiert, welches einen anhebbaren Verschlusskörper 5 besitzt.
Der Verschlusskörper 5 ist hier als Überlaufrohr ausgebildet, was aber
nicht zwingend ist. Am unteren Ende besitzt der Verschlusskörper 5 einen hier
nicht gezeigten Ventilteller, der mit dem Ventilsitz des Auslaufventils 4 zusammenarbeitet.
An seinem oberen Ende weist der Verschlusskörper 5 eine Lasche 6 auf, die eine
Öffnung 7 besitzt, in welche ein Hebel 20 lose eingreift. Durch Verschwenken
des Hebels 20 kann die Sterilisationskammer 5 angehoben werden. Dadurch wird eine
Spülung ausgelöst. Die Spülung kann eine Teilspülung oder eine
Vollspülung sein.
In den Kastenkörper 2 ist eine Lagerbrücke 8
eingesetzt, die rahmenförmig ausgebildet ist, und welche zur Lagerung des Hebels
20 einen nach oben ragenden Lagerbock 9 aufweist. Über der Lagerbrücke
8 befinden sich eine vordere Revisionsöffnung 18 und eine obere Revisionsöffnung
16. In der Figur 1 ist die vordere Revisionsöffnung 18 mit einer Platte 17
verschlossen. Diese vordere Revisionsöffnung 18 wird hier somit nicht benutzt.
Über der oberen und hier benutzten Revisionsöffnung 16 ist ein Rahmen
15 angeordnet, der als so genannter Bauschutzrahmen ausgebildet sein kann und der
einen Halter 14 aufnimmt, an dem eine Betätigungsplatte 11 montiert ist. An
dieser Betätigungsplatte 11 ist wenigstens eine Taste 12 an einem Lager 13
schwenkbar befestigt. Denkbar ist auch eine Ausführung mit zwei Tasten 12,
wobei die eine Taste für eine Vollspülung und die andere Taste für
eine Teilspülung vorgesehen ist. Die Taste 12 kann auch als Druckknopf oder
dergleichen ausgebildet sein. Denkbar ist hier auch eine berührungslose Betätigung,
beispielsweise mit einer Fernbedienung.
Der Halter 14 besitzt gemäss Figur 4 eine Öffnung
32, durch welche das obere Ende einer Drückerstange 19 hindurchragt. Dieses
Ende der Drückerstange 19 besitzt eine obere Fläche 33, mit welcher die
Drückerstange 19 an der Unterseite der Taste 12 anliegt, wie dies in Figur
1 gezeigt ist. Im Abstand zu dieser Fläche 33 greift die Drückerstange
19 gemäss Figur 2 in eine Mutter 24 ein, welche zwei gegenüberliegende
Lagerzapfen 26 besitzt, mit denen die Mutter 24 am Hebel 20 schwenkbar gelagert
ist. Die Lagerzapfen 26 greifen jeweils in eine Lageröffnung 27 des Hebels
ein. Die Drückerstange 19 besitzt gegenüberliegende Zahnungen 23, die
mit korrespondierenden Zahnungen 25 der Mutter 24 in Eingriff sind. Durch Drehen
der Drückerstange 19 kann dieser Eingriff aufgehoben werden, so dass die Drückerstange
19 in ihrer Längsrichtung frei in der Mutter 24 verschiebbar ist. Durch entsprechendes
Drehen in der anderen Richtung kann der Eingriff wieder hergestellt werden, so dass
die Drückerstange 19 in der Mutter 24 in Längsrichtung fixiert ist. Dem
Fachmann ist dies bei Unterputz-Spülkästen seit langem bekannt.
Die Mutter 24 verbindet die Drückerstange 19 gelenkig
mit dem Hebel 20. Der Hebel 20 ist ein zweiarmiger Hebel, wobei die Mutter 24 am
kürzeren Hebelarm befestigt ist. Der längere Hebelarm greift in die Öffnung
7 der Lasche 6 ein. In der Ruhestellung berührt hierbei der Hebel 20 die Lasche
6 nicht, wie dies in Figur 1 gezeigt ist. Der Hebel 20 ist mit einem hier nicht
gezeigten üblichen Lager schwenkbar am Lagerbock 9 gelagert. An diesem Lagerbock
9 ist das in Figur 3 gezeigte Federelement 22 abgestützt, welches klammerförmig
aus einem elastischen Draht hergestellt ist. Das Federelement 22 könnte aber
beispielsweise als Blattfeder ausgebildet sein. Die Abstützung erfolgt an einem
bügelförmigen Arm 28. Zwei hakenförmige Teile bzw. Haken 29 greifen
von oben am längeren Arm des Hebels 20 an. Durch das Federelement 22 wird der
Hebel 20 so belastet, dass eine Wandung 21 an einer Unterseite 34 des Lagerbocks
9 anliegt. Die Drückerstange 19 liegt nun mit der Fläche 33 an der Unterseite
der Taste 12 an. Der Hebel 20 besitzt die vorgesehene korrekte Ruheposition bzw.
Ausgangsstellung für die Auslösung einer Spülung. Die Betätigungsvorrichtung
10 ist damit montiert und für die Auslösung einer Spülung bereit.
Wie bereits oben erwähnt, kann die Betätigungsvorrichtung 10 auch zwei
Tasten 12 oder beispielsweise zwei Druckknöpfe aufweisen. Die Montage erfolgt
hierbei ähnlich, d.h. das Verbindungselement bzw. die Drückerstange 19
wird mit dem Hebel 20 verbunden, welcher durch das Federelement 22 oder ein anderes
geeignetes Kraftelement in einer vorbestimmten Ausgangsposition gehalten wird. Die
Drückerstange 19 bzw. das Verbindungselement wird hier von Hand betätigt.
Grundsätzlich könnte das Verbindungselement bzw. die Drückerstange
beispielsweise auch von einem Motor oder dergleichen bewegt werden.
Bei der Montage wird die Drückerstange 19 bei einer
oberen Revisionsöffnung gemäss Figur 1 von oben und bei einer seitlichen
Revisionsöffnung von vorne durch die Öffnung 32 des Halters 14 eingesetzt.
Damit die vorgesehene Einstecktiefe bzw. Position der Drückerstange 19 einfach
und sicher gefunden werden kann, sind am oberen Ende der Drückerstange 19 gemäss
Figur 4 zwei diametral gegenüberliegende und radial vorstehende Anschlagnocken
30 angeformt. In der vorgesehenen Position steht ein Anschlagnocken 30 gemäss
Figur 4 auf einem Steg 31 des Halters 14 auf. In dieser Position wird die Drückerstange
19 um ihre Längsachse gedreht und damit die Verbindung mit der Mutter 24 hergestellt.
Die Anschlagnocken 30 werden entsprechend gedreht, so dass der Eingriff am Steg
31 aufgehoben wird. Bei einer Betätigung kann nun die Drückerstange 19
frei in ihrer Längsrichtung bewegt werden.
Bezugszeichenliste
- 1
- Spülkasten
- 2
- Kastenkörper
- 3
- Aussenisolation
- 4
- Auslaufventil
- 5
- Verschlusskörper
- 6
- Lasche
- 7
- Öffnung
- 8
- Lagerbrücke
- 9
- Lagerbock
- 10
- Betätigungsvorrichtung
- 11
- Betätigungsplatte
- 12
- Taste
- 13
- Lager
- 14
- Halter
- 15
- Rahmen
- 16
- obere Revisionsöffnung
- 17
- Abdeckplatte
- 18
- vordere Revisionsöffnung
- 19
- Drückerstange
- 20
- Hebel
- 21
- Wandung (Anschlagmittel)
- 22
- Federelement
- 23
- Zahnung
- 24
- Mutter
- 25
- Zahnung
- 26
- Lagerzapfen
- 27
- Lageröffnung
- 28
- Arm
- 29
- Haken
- 30
- Anschlagnocken
- 31
- Steg
- 32
- Öffnung
- 33
- Fläche
- 34
- Unterseite