Die Erfindung betrifft einen Stehtoilettenspülstein mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1.
Aus dem Stand der Technik ist ein Stehtoilettenspülstein mit
einem flachen Spülbecken bekannt (Firmenprospekt Rotter: Hock-WC aus Edelstahl
LAGUNA, Stand 09/03; http://www.aquarotter.de/deutsch/pdf/sanitaerraumausstattungen/URINAL_WC_BECKEN/R
OTHOCK_WC.PDF). Bei diesem Stehtoilettenspülstein ist das Spülbecken auf
vier Beinen aufgestellt. Das Spülbecken weist einen Fußboden sowie einen
Wasserteller auf. Der Wasserteller ist an ein Abflussrohr zum Ableiten der Spülflüssigkeit
(Wasser) und der Fäkalien angeschlossen. Zur Spülung des Spülbeckens
sind am Rand des Spülbeckens Spüllöcher vorgesehen. Durch diese strömt
bei der Spülung Wasser über den Fußboden und den Wasserteller und
von dort in das Abflussrohr.
Nachteilig bei dieser Anordnung ist, dass der Abstand zwischen Körper
und Wasseroberfläche relativ hoch ist. Ferner wird der Wasserteller bei der
Benutzung oftmals beschmiert. Die anschließende Überspülung mit Wasser
reicht dann nicht aus, um diesen zu reinigen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stehtoilettenspülstein
anzugeben, der eine möglichst effektive Spülung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einem Stehtoilettenspülstein mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von
Anspruch 1 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Stehtoilettenstein ist das Spülbecken
mit 4 cm Tiefe flach ausgebildet. Ferner steht der Wasserteller ständig unter
Wasser, so dass der Abstand zwischen Körper und Wasseroberfläche insgesamt
deutlich reduziert ist. Zudem ist eine Rutschrampe vorgesehen, die sich in das Abflussrohr
erstreckt. Die genannten Maßnahmen führen zu einer Reduktion des unerwünschten
Spritzens von Fäkalien und/oder Urin an die Seite. Die Geruchsbelastung während
und nach der Benutzung wird gesenkt und das Hinterlassen eines hygienisch sauberen
Stehtoilettensteins ermöglicht.
Weitere Einzelheiten werden anhand der Zeichnung eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
1 in schematischer Darstellung die Draufsicht eines
erfindungsgemäßen Stehtoilettenspülsteins,
2 verschiedene Ausgestaltungen der Rutschrampe,
3 Beispiele zur Dimensionierung des Wassertellers,
4 einen Schnitt der Vorderseite des Spülbeckens.
1 zeigt einen Stehtoilettenspülstein
1, der auf vier bis sechs Beinen aufgestellt ist. Der Stehtoilettenspülstein
1 weist eine Länge von 750 mm, eine Breite von 600 mm und eine Höhe
von 40 mm auf.
Der Stehtoilettenspülstein 1 weist ein Spülbecken
2 mit einer Tiefe von 40 mm im hinteren Bereich und 30 mm im vorderen Bereich
auf. Dieses flache Spülbecken 2 ist von einem Fußboden umgeben.
In dem Spülbecken 2 ist ein Ausgangsloch 3 mit einem Wasserteller
8 mit daran angeschlossenem Abflussrohr 9 vorgesehen.
In dem Spülbecken 2 sind Spüllöcher
4 zur Spülung des Spülbeckens 2 vorgesehen. Die Spüllöcher
4 sind hierzu an der vorderen rechten Seite des Stehtoilettenspülsteins
1 an eine Wasserleitung angeschlossen. Die Spüllöcher
4 sind im Spülbecken 2 unterhalb des Fußbodens angeordnet.
Das Spülbecken 2 kann somit innerhalb des Beckenrandes gespült
werden. Alternativ ist aber auch eine Spülung von oberhalb des Spülbeckens
2 denkbar.
Der Wasserteller 8 ist im vorderen Bereich des Spülbeckens
2 angeordnet. Das Spülbecken 2 ist zu dem Wasserteller
8 hin geneigt. Zudem ist vorgesehen, dass der Wasserteller 8 ständig
unter Wasser steht. Dadurch wird der Abstand zwischen Wasseroberfläche und
Körperausgang auf durchschnittlich 100 mm verringert. Die Fäkalien tauchen
so bereits unter Wasser, bevor sie den Körper vollständig verlassen haben.
Die Spritzgefahr wird dadurch reduziert und ein Beschmieren der
Umgebung verhindert. Dadurch, dass die Fäkalien direkt ins Wasser eintauchen,
wird zudem die Geruchsbelästigung auf ein Minimum reduziert sowie das Spülen
erleichtert.
Die Wasseroberfläche bzw. der Durchmesser des Wassertellers
8 kann an verschiedene Nutzungsarten angepasst sein. Er beträgt beispielsweise
bei öffentlichen Einrichtungen 180 mm und 140 mm bei einer privaten Einrichtung
(2, 3).
Der Wasserteller 8 weist zudem eine Rutschrampe
10 unterhalb der Oberkante auf. Die Rutschrampe 10 erstreckt sich
in das Abflussrohr 9 und dient zur weiteren Reduzierung des Spritzens.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Rutschrampe 10 eine Neigung
von 20° auf.
Entlang der Rutschrampe 10 können die Fäkalien
langsam in das Wasser gleiten, so dass es nicht zum Spritzen beim Eintauchen der
Fäkalien in das Wasser kommt.
Die Oberseite des Stehtoilettenspülsteins 1 bzw. des
Fußbodens des Stehtoilettenspülsteins 1 ist eben. Dies ermöglicht
das Aufstellen eines mobilen Stuhls auf dem Fußboden, beispielsweise für
Kinder, alte und kranke Menschen. Der mobile Stuhl weist mittig eine Durchtrittsöffnung
auf, die zum Spülbecken 2 hin offen ist.
Insgesamt ergeben sich bei dem erfindungsgemäßen Stehtoilettenspülstein
somit die folgenden Vorteile:
– Die Geruchsbelästigung wird gesenkt, da die Fäkalien frühzeitig
ins Wasser eintauchen.
– Eine große Öffnung vermindert die Verunreinigung der Umgebung
des Wassertellers. Falls Reste hängen bleiben, werden diese im Wasser aufgeweicht
und beim nächsten Spülvorgang mit entfernt.
– Ein geringerer Abstand zwischen Körper und Wasseroberfläche
sowie das Gleiten entlang der Rutschrampe 10 senken die Verunreinigung
durch Spritzer.
– Der Wasserverbrauch für den Spülvorgang kann auf 3 Liter
reduziert werden.
– Der Stehtoilettenstein 1 kann aufgrund der glatten Oberfläche
und der geringen Tiefe des Spülbeckens 2 in engen Räumen als
Dusche verwendet werden.
– Der Stehtoilettenstein ist mobil einsetzbar.
Der in den 1–4
dargestellte Stehtoilettenspülstein 1 weist die folgenden Abmessungen
auf:
1
Stehtoilettenspülstein
2
Spülbecken
3
Ausgangsloch
4
Spüllöcher
5
Vorderseite Spülbecken
6
Wasserablaufkanäle
7
Öffnungsgrad Wasserteller
8
Wasserteller
9
Abflussrohr
10
Rutschrampe
Anspruch[de]
Stehtoilettenspülstein mit einem Spülbecken (2),
einem Fußboden, Spüllöchern (4), einem Wasserteller (8)
und einem Abflussrohr (9),
wobei der Stehtoilettenspülstein auf vier bis sechs Beinen aufgestellt ist,
wobei das Spülbecken (2) flach ausgeführt und von dem Fußboden
umgeben ist,
wobei die Spüllöcher (4) an eine Wasserleitung, vorzugsweise
an der vorderen rechten Seite des Stehtoilettenspülsteins, angeschlossen und
unterhalb des Fußbodens im Spülbecken (2) angeordnet sind,
wobei der Wasserteller (8) im vorderen Bereich des Spülbeckens (2)
angeordnet ist,
wobei das Spülbecken (2) eine Neigung zu dem Wasserteller (8)
aufweist und
wobei das Abflussrohr (9) an den Wasserteller (8) angeschlossen
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wasserteller (8) eine Rutschrampe (10) unterhalb der
Oberkante aufweist, die sich in das Abflussrohr (9) erstreckt und dass der Wasserteller (8). ständig unter Wasser steht.Stehtoilettenspülstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass ein mobiler Stuhl zum Aufstellen auf dem Fußboden des Stehtoilettenspülsteins
vorgesehen ist und
dass der mobile Stuhl mittig eine Durchtrittsöffnung aufweist, die zum Spülbecken
(2) hin offen ist.