| Dokumentenidentifikation |
DE102006002386A1 02.08.2007 |
| Titel |
Streckwalzenmotor |
| Anmelder |
Saurer GmbH & Co. KG, 41069 Mönchengladbach, DE |
| Erfinder |
Güttler, Hermann, 73329 Kuchen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
17.01.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006002386 |
| Offenlegungstag |
02.08.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
02.08.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D01H 1/22(2006.01)A, F, I, 20060117, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
D01H 1/02(2006.01)A, L, I, 20060117, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft einen Streckwalzenmotor mit Ständer und Läufer, der im Längsbereich von Streckwalzen in langen Ringspinnmaschinen mittelbar auf einer Streckwalze anbringbar ist, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Ständer (6, 6', 6'') des Streckwalzenmotors (5, 5') auf mindestens einem Teilbereich (7, 7', 7'') seines Umfangs ausgespart ist. Dadurch kann eine benachbarte Streckwalze in diese Aussparung hineingerückt werden und an die Streckwalze, auf der der Streckwalzenmotor angeordnet ist, auf sehr geringen Abstand herangerückt werden. Der Abstand der beiden Streckwalzen wird in diesem Falle nur durch den Außendurchmesser des im Ständer angeordneten Läufers begrenzt.
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| Beschreibung[de] |
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Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Streckwalzenmotor mit Ständer und
Läufer, der im Längsbereich von Streckwalzen in langen Ringspinnmaschinen
einsetzbar ist.
Stand der Technik
Aus der DE 100 40 420 A1
ist ein Streckwalzenmotor bekannt, der im Längsbereich von Streckwalzen auf
diesen angebracht werden kann. Mit diesem Streckwalzenmotor wird die Absicht verfolgt,
zusätzliches Antriebsmoment über die Länge der Streckwalze verteilt
in diese einzuleiten, um deren Neigung zur Torsion im Betrieb zu vermindern.
Der in 3 dieser Druckschrift dargestellte Streckwalzenmotor
ist jedoch nicht praktikabel, weil sein Läufer einen Durchmesser aufweist,
mit dem er in den Bereich benachbarter Streckwalzen eingereift. Die Streckwalzen
von Streckwerken stehen technologisch bedingt in geringem Abstand zueinander, der
keinen Raum für einen Läufer oder einen Streckwalzenmotor mit diesem Durchmesser
zulässt.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
Der Erfindung war daher die Aufgabe gestellt, einen Streckwalzenmotor
vorzuschlagen, der bei ausreichender Leistungsabgabe einen Durchmesser aufweist,
der geringe Abstände zwischen den mit ihm ausgestatteten Streckwalzen zulässt.
Sie löst diese Aufgabe mit dem im Hauptanspruch genannten Merkmal.
Dadurch, dass der Ständer des erfindungsgemäßen Streckwalzenmotors
auf einem Teilbereich seines Umfangs ausgespart ist, kann eine benachbarte Streckwalze
in diese Aussparung hinein gerückt werden und an die Streckwalze, auf der der
Streckwalzenmotors angeordnet ist, auf sehr geringen Abstand heran gerückt
werden. Der Abstand der beiden Streckwalzen wird in diesem Falle nur durch den Außendurchmesser
des im Ständer angeordneten Läufers begrenzt.
In dem ausgesparten Teilbereich des Ständers wird keine elektromotorische
Kraft auf den Läufer übertragen. Um dieses Manko auszugleichen, kann der
übrige Bereich des Ständers in dem Sinne verstärkt werden, dass dieser
erhöhte elektromotorische Kraft aufbringt. In diesem übrigen Bereich besteht
in aller Regel keine räumliche Einengung des Ständers, so dass sein Durchmesser
in diesem Bereich entsprechend erhöht werden kann.
Der Ständer kann z.B. nur in einem Teilbereich ausgespart sein,
in den eine benachbarte Steckwalze eingerückt werden kann. Der Ständer
kann aber auch in zwei, einander diametral gegenüber liegenden Teilbereichen
ausgespart sein. Ein derart ausgesparter Ständer ist für eine Mittelwalze
eines Streckwerkes vorgesehen. An einen solchen Streckwalzenmotor kann in einem
Streckwerk von beiden Seiten je eine Streckwalze in den unterbrochenen Bereich dicht
heran gerückt werden.
Da die Streckwalzen technologiebedingt geringe Drehzahlen aufweisen,
wird der mittelbar auf sie wirkende Streckwalzenmotor für geringe Drehzahlen
ausgelegt. Läufer und Ständer derartiger Streckwalzenmotoren weisen daher
eine Vielzahl von Polen auf. Der Verzicht auf einige Pole führt daher nicht
zu unrundem Lauf des Motors.
Spezielle Beschreibung der Erfindung
In den Figuren der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen
1 den Querschnitt durch die Unterwalzen eines Streckwerkes
mit Streckwalzenmotoren mit erfindungsgemäß ausgesparten Ständern;
2 die Draufsicht auf den Gegenstand der 1.
Die Erfindung wird in Verbindung mit einem Streckwerk 1 einer
Ringspinnmaschine beschrieben, die drei in geringem Abstand angeordnete Unterwalzen
2, 3 und 4 aufweist. Den Unterwalzen sind hier nur gestrichelt
dargestellte Oberwalzen zugeordnet, die mit den Unterwalzen Streckwalzenpaare bilden.
In 2 sind diese Oberwalzen der Übersichtlichkeit
wegen nicht dargestellt. Den Mitteloberwalzen und Mittelunterwalzen sind in aller
Regel die Walzen umschlingende Verzugsriemchen zugeordnet. Zwischen diesen in Richtung
aufsteigender Bezugsziffern zunehmend mit größerer Umfangsgeschwindigkeit
laufenden Streckwalzenpaaren werden Faserverbände zunehmend verstreckt. Es
versteht sich, dass Streckwerke auch mehr als drei Walzenpaare aufweisen können.
Ringspinnmaschinen weisen häufig Streckwalzen mit Längen
von 50 m und mehr auf. Der Durchmesser der Streckwalzen zum Verstrecken von Baumwolle
oder Stapelfasern mit der Baumwolle entsprechender Stapellänge ist aus technologischen
Gründen auf Maße zwischen 25 mm und 35 mm begrenzt. Streckwalzen dieser
Länge und mit diesen Durchmessern unterliegen Torsion, die sich nachteilig
auf die Verzugsarbeit des Streckwerkes auswirkt.
Um dieser Torsion entgegen zu wirken, ist vorgeschlagen worden, in
die Streckwalzen entlang ihrer Länge zusätzliches Drehmoment
einzuleiten. Hierzu sind Elektromotoren 5 vorgesehen, die entlang der Streckwalzen
direkt auf diesen angeordnet sind.
Der Abstand zwischen den Klemmlinien zwischen den Streckwalzenpaaren
soll nicht größer als 35 mm bis 50 mm sein, um nachteilige Auswirkungen
auf die Verzugsarbeit zu vermeiden. Dieser geringe Abstand zwischen den Streckwerks-Unterwalzen
2, 3, 4 begrenzt den Durchmesser der einsetzbaren Elektromotoren
und damit die Drehmomente, die von ihnen auf die Streckwalzen ausgeübt werden
können.
Die Erfindung sieht daher vor, dass die Ständer 6 der
Elektromotoren 5 auf einem Teil ihres Umfangs 7 ausgespart sind.
In diese Aussparung eines beispielsweise auf der Streckwalze 4 angeordneten
Elektromotors kann eine benachbarte Streckwalze 3 eingerückt werden,
so dass der Abstand zwischen der Streckwalze 4 und der benachbarten Streckwalze
3 vermindert werden kann. Anders betrachtet kann der Durchmesser des Läufers
8 des Elektromotors erhöht werden, ohne dass die benachbarte Streckwalze
weiter abgerückt werden müsste. Ein Läufer mit größerem
Durchmesser ist im Stande, ein größeres Drehmoment auszuüben.
Der Ständer 6' des Elektromotors 5' der benachbarten
Streckwalze 3 ist seinerseits ebenfalls mit einer Aussparung
7' versehen, so dass diese Streckwalze ihrerseits an die Streckwalze
4 heran gerückt werden kann. Die Elektromotoren der beiden Streckwalzen
sind in Längsrichtung der Streckwalzen um mindestens ein Riffelfeld gegeneinander
versetzt, damit sie sich im verbleibenden Ständertorso nicht gegenseitig behindern.
Wenn es sich bei dieser benachbarten Streckwalze um die Mittelwalze
3 handelt, an die auch die Eingangswalze 2 auf geringen Abstand
heran gerückt werden soll, kann der Ständer 6'' des auf der Mittelwalze
3 angeordneten Elektromotors 5' auf zwei einander diametral gegenüber
liegenden Umfangsstellen mit Aussparungen 7'' versehen sein. Auf diese
Weise können die beiden Streckwalzen 2 und 4 dicht an die
Mittelwalze 3 heran gerückt werden.
Die Aussparungen 7, 7', 7'' können
vollkommen sein, so dass der Ständer in diesen Bereichen unterbrochen ist.
In manchen Fällen kann es aber auch ausreichend sein, den Ständer
6, 6', 6'' nur zum Teil auszusparen, ihn beispielsweise
nicht mit Erregerpolen zu versehen.
Der Ausfall der elektromotorischen Kraft, die die Elektromotoren
5, 5' in den ausgesparten Umfangsbereichen 7,
7', 7'' nicht ausüben können, kann durch die entsprechend
stärker zu dimensionierenden, verbleibenden Umfangsbereiche aufgebracht werden.
Die mit der Drehzahl der Streckwalzen verhältnismäßig langsam laufenden
Elektromotoren weisen eine Vielzahl von Polen auf, so dass nicht die Gefahr besteht,
dass die Elektromotoren unrund laufen und pulsierendes Drehmoment auf die Streckwalzen
ausüben.
- 1
- Streckwerk
- 2, 3, 4
- Unterwalzen
- 5, 5'
- Elektromotor
- 6, 6', 6''
- Ständer
- 7, 7', 7''
- Aussparung
- 8
- Läufer
- 9
- Riffelfeld
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| Anspruch[de] |
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Streckwalzenmotor mit Ständer und Läufer, der im Längsbereich
von Streckwalzen in langen Ringspinnmaschinen unmittelbar auf einer Streckwalze
anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (6,
6', 6'') des Streckwalzenmotors (5, 5') auf
mindestens einem Teilbereich (7, 7', 7'') seines Umfangs
ausgespart ist.
Streckwalzenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Ständer (6'') auf zwei, einander diametral gegenüber liegenden
Teilbereichen (7'') seines Umfangs ausgespart ist.
Streckwalzenmotor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Aussparung (7, 7', 7'') des
Ständers (6, 6', 6'') nur teilweise ist.
Streckwalzenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
durch aufgrund der Aussparungen (7, 7', 7'') teilweise
nicht aufbringbare elektromotorische Kraft eines Ständers (6,
6', 6'') durch entsprechend stärkere Dimensionierung des
verbleibenden Umfangs des Ständers ausgeglichen wird.
Streckwalzenmotor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Elektromotoren (5, 5') der Streckwalzen
(2, 3, 4) in Längsrichtung der Streckwalzen gegeneinander
versetzt sind.
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