| Dokumentenidentifikation |
DE102006036405A1 09.08.2007 |
| Titel |
Textiler Leiter |
| Anmelder |
W. Zimmermann GmbH & Co. KG, 88171 Weiler-Simmerberg, DE |
| Erfinder |
Nusko, Robert, Dr., 93109 Wiesent, DE; Mauch, Hans-Peter, 87509 Immenstadt, DE; Maier, Georg, Dr., 93177 Altenthann, DE |
| Vertreter |
Zipse Habersack Kritzenberger, 93059 Regensburg |
| DE-Anmeldedatum |
02.08.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006036405 |
| Offenlegungstag |
09.08.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
09.08.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D04B 1/14(2006.01)A, F, I, 20060802, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
D04B 1/18(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D04B 21/14(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D04B 21/18(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D04B 21/20(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D03D 15/02(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D03D 15/08(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D03D 15/00(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D02G 3/12(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
D02G 3/32(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
A41D 31/00(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
A41D 1/02(2006.01)A, L, I, 20060802, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Beschrieben wird ein textiler Leiter, umfassend nicht leitfähige Schussfäden und zumindest zwei Arten von Kettfäden, wobei zumindest eine Art Kettfaden elektrische Leitfähigkeit und zumindest eine Art Kettfade keine elektrische Leitfähigkeit aufweist. Die elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden weisen zumindest in einem Teilbereich des textilen Leiters Ausschlaufungen 2 auf, die über die durch den Verlauf der elektrisch leitfähigen Kettfäden definierte Ebene 1 des textilen Leiters hinausragen.
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| Beschreibung[de] |
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Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen textilen Leiter.
Stand der Technik
Bei den aus dem Stand der Technik bekannten elektrisch leitfähigen
Textilien tritt das Problem auf, dass die elektrisch leitfähigen Bestandteile
des Textils aus technischen und/oder wirtschaftlichen Erwägungen nicht aus
einem Stück gefertigt werden. Dadurch wird eine elektrische Kontaktierung zwischen
den verschiedenen elektrisch leitfähigen Komponenten des Textils erforderlich.
Ein textiler Leiter sollte daher über Bereiche verfügen,
in denen auf einfache Weise ein elektrischer Kontakt zu einer weiteren elektrisch
leitfähigen Komponente des leitfähigen Textils hergestellt werden kann.
In den weit überwiegenden Bereichen des textilen Leiters, in denen keine Kontaktierung
erforderlich ist, muss der textile Leiter aber elektrisch isoliert ausgestattet
sein, damit es zu keinen Kurzschlüssen mit anderen elektrisch leitfähigen
Komponenten des Textils kommen kann. Daneben muss er selbstverständlich das
Erfordernis einer textilen Haptik und einer textilen Optik erfüllen.
Es besteht daher ein Bedarf an textilen Leitern, die neben einer guten
textilen Haptik und Optik in vorgewählten Bereichen leicht zu kontaktieren
sind und deren übrige Oberfläche elektrisch isoliert ausgestattet ist.
Darstellung der Erfindung
Hier setzt die Erfindung an. Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zu Grunde, einen textilen Leiter bereitzustellen,
der einen textilen Charakter aufweist, in vorgewählten Bereichen einfach zu
kontaktieren ist und dessen übrige Oberfläche elektrisch isoliert ausgestattet
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den textilen Leiter
gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Details, Aspekte und
Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen, der Beschreibung, den Beispielen und den Zeichnungen.
Der erfindungsgemäße textile Leiter umfasst nicht leitfähige
Schussfäden und zumindest zwei Arten von Kettfäden, wobei zumindest eine
Art Kettfaden elektrische Leitfähigkeit und zumindest eine Art Kettfaden keine
elektrische Leitfähigkeit aufweist. Die elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden
weisen zumindest in einem Teilbereich des textilen Leiters Ausschlaufungen auf,
die über die durch den Verlauf der elektrisch leitfähigen Kettfäden
definierte Ebene des textilen Leiters hinausragen.
Im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen
sind gemäß der vorliegenden Erfindung keine zusätzlichen isolierenden
Elemente zur Vermeidung elektrischer Kurzschlüsse im Textil erforderlich. Die
Isolierung ist in extrem einfacher Weise bereits in den textilen Leiter integriert.
Die an sich elektrisch leitfähigen Bereiche der erfindungsgemäßen
textilen Leiter verfügen an der nach oben bzw. unten zeigenden Seite komplett
oder nur teilweise über Ausschlaufungen der elektrisch nicht leitfähigen
Kettfäden. Diese über die Textiloberfläche hinausragenden Schlaufen
zeigen ein Erscheinungsbild wie Frottierstoff. Aus diesen schlaufigen Bereichen
werden die Bereiche, in denen eine Kontaktierung beabsichtigt ist, ausgespart.
Die über die Textiloberfläche hinausragenden Schlaufen sind
dem Fachmann als Flottungen bekannt. Die Bildung der Schlaufen ist auf verschiedene
Arten möglich, die alle von der vorliegenden Erfindung umfasst sein sollen.
Beispielsweise können nach dem Weben bestimmte Fäden ein kurzes Stück
aus dem gewebten Material herausgezogen werden, wodurch es zur Bildung der Ausschlaufungen
kommt.
Wegen der Bedeutung der Ausschlaufungen für den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung soll eine weitere Methode zur Bildung der Schlaufen näher
erläutert werden, wobei die vorliegende Erfindung aber nicht auf dieses Verfahren
beschränkt sein soll. Wie bereits erwähnt umfasst der erfindungsgemäße
textile Leiter nicht leitfähige Schussfäden und zumindest zwei Arten von
Kettfäden. Dabei weist zumindest eine Art Kettfaden elektrische Leitfähigkeit
auf und zumindest eine Art Kettfaden weist keine elektrische Leitfähigkeit
auf.
Zur Herstellung der Ausschlaufungen mit der nachfolgend beschriebenen
Methode ist es erforderlich, dass die elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden
im Wesentlichen unelastisch sind, während die elektrisch leitfähigen Kettfäden
elastisch sind. Beim Weben des textilen Leiters werden die elastischen, elektrisch
leitfähigen Kettfäden unter Spannung gesetzt und dadurch gedehnt, während
die elektrisch nicht leitfähigen, unelastischen Kettfäden ohne Spannung
verwoben werden. Ein unelastischer Kettfaden wird nun beispielsweise derart verwoben,
dass er abwechselnd über 3 Schussfäden, unter einem Schussfaden, über
3 Schussfäden, unter einem Schussfaden, usw. geführt wird. Benachbart
wird ein elastischer Kettfaden unter Spannung beispielsweise derart verwoben, dass
er abwechselnd über 2 Schussfäden, unter 2 Schussfäden, über
2 Schussfäden, unter 2 Schussfäden, usw. geführt wird.
Nach dem Weben entspannt sich der elastische Kettfaden und presst
die von ihm umschlungenen Schussfäden enger zusammen bzw. schiebt die Schussfäden
sogar leicht übereinander. Als Konsequenz dieses Zusammenpressens der Schussfäden
wird die Strecke, die der nicht elastische Kettfaden bei seinem Weg über 3
Schussfäden zu überwinden hat, geringer. Da die Länge des nicht elastischen
Kettfadens selbstverständlich nicht beeinflusst wird und konstant bleibt, kommt
es zwangsläufig zur Ausbildung von Ausschlaufungen des elektrisch nicht leitfähigen,
im Wesentlichen unelastischen Kettfadens. Der elastische, elektrisch leitfähige
Kettfaden zieht sich auf seine entspannte Länge zusammen, bildet aber, wie
gewünscht, keine Schlaufen.
Das beschriebene Webmuster, bei dem der nicht elastische Kettfaden
abwechselnd über 3 Schussfäden und unter einem Schussfaden geführt
wird, bewirkt eine Schlaufenbildung auf einer Seite des textilen Leiters, nämlich
auf der Seite, auf der der Kettfaden über 3 Schussfäden geführt wird.
Auf der gegenüberliegenden Seite erfolgt keine Schlaufenbildung, da der Kettfaden
ja nur unter einem Schussfaden geführt wird.
Will man eine Schlaufenbildung auf beiden Seiten des textilen Leiters
erreichen, so ist dies auf zwei Arten möglich. Der unelastische Kettfaden kann
zum einen abwechselnd über 3 Schussfäden, unter 3 Schussfäden, über
3 Schussfäden, unter 3 Schussfäden, usw. geführt werden oder es wird
ein unelastischer Kettfaden abwechselnd über 3 Schussfäden, unter einem
Schussfaden, über 3 Schussfäden, unter einem Schussfaden, usw. geführt
und der benachbarte Kettfaden wird abwechselnd über einem Schussfaden, unter
3 Schussfäden, über einem Schussfaden, unter 3 Schussfäden, usw.
geführt. In beiden Fällen kommt es in den Bereichen, in denen der nicht
elastische Kettfaden über oder unter 3 Schussfäden geführt wird,
zu einer Schlaufenbildung. Die Ausschlaufungen befinden sich also in beiden Fällen
sowohl auf der Oberseite wie auch auf der Unterseite des textilen Leiters.
Wie erwähnt ist es zur Herstellung der Ausschlaufungen gemäß
der beschriebenen Methode erforderlich, dass die elektrisch nicht leitfähigen
Kettfäden im Wesentlichen unelastisch sind, während die elektrisch leitfähigen
Kettfäden elastisch sind. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung handelt es sich daher bei zumindest einer Art elektrisch
leitfähiger Kettfäden um elastische, elektrisch leitfähige Kettfäden.
Insbesondere bevorzugt sind Ausführungsform, bei denen zudem zumindest eine
Art im Wesentlichen nicht elastische, elektrisch nicht leitfähige Kettfäden
verwendet werden.
Eine mit dem erfindungsgemäßen textilen Leiter ausgestattete
Heizjacke vermittelt einen textilen Eindruck. Die Heizjacke ist komplett maschinenwaschbar.
10 Maschinenwäschen bei 30°C und 400 UPM Schleuderdrehzahl überstehen
die textilen Leiter ohne spürbare Einbußen in der Heizleistung.
Bei dem textilen Leiter handelt es bevorzugt um Gewirke oder um Gewebe.
Bei Gewirken und Geweben gestaltet sich die Herstellung der Ausschlaufungen des
textilen Leiters besonders einfach.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung handelt es sich zumindest bei einem elektrisch leitfähigen Kettfaden
des textilen Leiters um ein Kombinationsgarn. Besonders bevorzugt handelt es sich
bei sämtlichen elektrisch leitfähigen Kettfäden um elektrisch leitfähige
Kombinationsgarne. Wie nachfolgend geschildert, weist diese Art von Garnen eine
große Vielfalt an Variationsmöglichkeiten im Hinblick auf Position, Länge
und Anzahl der textilen Leiter im fertigen Textilprodukt auf. Die textilen Leiter
können daher an die spezielle Tragesituation des elektrisch leitfähigen
Textils angepasst werden.
Textile Leiter müssen mechanisch beständig, waschbeständig,
korrosionsbeständig und einfach zu kontaktieren sein. Diese Eigenschaften werden
besonders gut durch die Verwendung von Kombinationsgarnen erreicht. Die textilen
Anteile in den Kombinationsgarnen sorgen für Flexibilität und Reißfestigkeit.
Metallische Anteile sorgen für dauerhafte, waschbeständige Leitfähigkeit.
Eine geeignete Gruppe dieser Kombinationsgarne sowie Verfahren zu
deren Herstellung sind beispielsweise in der DE
103 42 787 A1 angegeben. Ganz allgemein hat sich die Verwendung von solchen
Umwindegarnen als elektrisch leitfähige Kettfäden hervorragend bewährt.
Die Umwindegarne der DE 103 42 787 A1
enthalten metallische Drähte als elektrisch leitfähige Komponente. Dabei
handelt es sich um Garne mit textilem Kerngarn, einer ersten Umwindung aus metallischen
Fäden und einer zweiten, gegenläufig zur ersten Umwindung aufgebrachten
textilen Umwindung.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung umfasst ein elektrisch leitfähiges Kombinationsgarn
daher zumindest einen elastischen Kernfaden, zumindest einen, um den Kernfaden gewundenen
elektrisch leitfähigen Faden und zumindest einen, um den Kernfaden gewundenen
Umwindefaden.
Als Kerngarne der elektrisch leitfähigen Kombinationsgarne haben
sich besonders Elastomere wie z.B. Lycra in einer Stärke von 800 dtex bis 5000
dtex bewährt. Der elastomere Kern verleiht dem Garn Flexibilität, Elastizität
und mechanische Beständigkeit gegen Zug, Druck und lateraler
Belastung. Für bestimmte leitfähige Kettfäden werden auch starre
textile Kerngarne wie z.B. Multifilament-Polyestergarne eingesetzt. Besonders bevorzugt
besteht der Kernfaden aus einem Elastomer, Naturgummi, Synthesegummi, Polyester-Elastan,
Polyether-Elastan, modifiziertem Polyester, nachvernetztem Thermoplast, Polyester-Polyurethan-Elastomer
und/oder Polyether-Polyurethan-Elastomer.
Die leitfähige Komponente in den Kombinationsgarnen besteht aus
einem Metall mit hoher elektrischer Leitfähigkeit. Als elektrisch leitfähiger
Faden der Kombinationsgarne werden daher bevorzugt monofile Metalldrähte, metallisch
beschichtete Synthesefasern, monofile silberbeschichtete Fasern und/oder Edelstahlfasern
verwendet. Besonders bevorzugt werden Drähte aus Edelstahl, versilbertem Kupfer
oder reinem Silber verwendet.
Daneben können aber auch andere Metalle bzw. zusätzliche
Beschichtungen in vorteilhafter Weise zum Einsatz kommen. Die Drähte können
nicht nur als Monofilament sondern auch im Bündel, z.B. als Litze eingesetzt
werden. In diesem Fall umfasst das elektrisch leitfähige Kombinationsgarn zumindest
einen Kernfaden, zumindest ein, um den Kernfaden gewundenes elektrisch leitfähiges
Multifilamentgarn und zumindest einen, um den mit dem elektrisch leitfähigen
Multifilamentgarn umwundenen Kernfaden gewundenen äußeren Umwindefaden,
wobei das elektrisch leitfähige Multifilamentgarn aus wenigstens zwei im Wesentlichen
parallel laufenden Einzelfilamenten besteht.
Besonders bevorzugt umfasst das elektrisch leitfähige Multifilamentgarn
metallisierte, textile Multifilamentgarne, metallisch beschichtete Synthesefilamente,
silberbeschichtete Filamente, silberbeschichtete Nylonfilamente, Edelstahlfilamente
und/oder metallische Filamente. Besonders bevorzugt werden Litzen aus Edelstahl,
versilbertem Kupfer oder reinem Silber verwendet.
Die Durchmesser der monofilen Drähte liegen zwischen 10 &mgr;m
und 100 &mgr;m, wobei der Bereich zwischen 20 &mgr;m und 80 &mgr;m bevorzugt
ist. Die Einzelfilamente eines elektrisch leitfähigen Multifilamentgarns weisen
einen Durchmesser zwischen 10 &mgr;m und 100 &mgr;m, bevorzugt zwischen 20 &mgr;m
und 60 &mgr;m, besonders bevorzugt zwischen 30 &mgr;m und 50 &mgr;m auf.
Durch die Verwendung eines leitfähigen Multifilamentgarns ergeben
sich die Vorteile eines geringen Widerstands des textilen Leiters und einer großen
metallischen Oberfläche. Besonders bevorzugt umfasst das elektrisch leitfähige
Multifilamentgarn daher wenigstens 3, wenigstens 4, wenigstens 5, wenigstens 10,
wenigstens 15, wenigstens 20, wenigstens 25, wenigstens 35 und besonders bevorzugt
wenigstens 50 Einzelfilamente.
Weist das elektrisch leitfähige Multifilamentgarn eine ausreichende
Leitfähigkeit auf, so kann schon aus wirtschaftlichen Erwägungen auf weitere
zusätzliche leitfähige Einzelfilamente verzichtet werden. Besonders bevorzugt
umfasst das elektrisch leitfähige Multifilamentgarn daher maximal 500, maximal
400, maximal 300, maximal 250, maximal 200, maximal 150, maximal 125, maximal 100
und besonders bevorzugt maximal 75 Einzelfilamente.
Die leitfähige Komponente des leitfähigen Kettfadens soll
im Fall einer Kontaktstelle des textilen Leiters einfach mit einem zweiten textilen
Leiter in elektrischen Kontakt gebracht werden können. Eine genügend große
Oberfläche der leitfähigen Bestandteile ist daher erforderlich. Gemäß
einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
das elektrisch leitfähige Multifilamentgarn daher pro Meter Garn mindestens
250-mal, bevorzugt mindestens 500-mal, besonders bevorzugt mindestens 1000-mal um
den Kernfaden gewickelt.
Die äußere Umwindung der Kombinationsgarne besteht bevorzugt
aus synthetischen Multifilament-Garnen. Der Einsatz von Polyester im Bereich von
25 dtex bis 500 dtex ist bevorzugt. Die äußere Umwindung kann das darunter
liegende Garn komplett oder teilweise abdecken. Ist die Abdeckung nur partiell aufgebracht,
so kann der metallische Leiter leichter von außen kontaktiert werden. Die metallischen
Komponenten des leitfähigen Kettfadens werden also zumindest an den Stellen,
an denen eine textile Kontaktierung des textilen Leiters erfolgen soll, nicht bzw.
nicht vollständig abgedeckt. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der Umwindefaden pro Meter Garn daher maximal 1000-mal,
bevorzugt maximal 500-mal, besonders bevorzugt maximal 250-mal um das elektrisch
leitfähige Multifilamentgarn gewickelt.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung sind der elektrisch leitfähige Faden und der Umwindefaden
gegensinnig um den elastischen Kernfaden gewickelt. Im Falle der Verwendung als
Kettfaden ist es besonders wichtig, dass das Garn kein inneres Drehmoment aufweist,
das zu einer Verdrillung des Garns führt. Durch ein gestrecktes Garn ohne inneres
Drehmoment kann die Verarbeitung zu einem textilen Leiter in vorteilhafter Weise
sicher gestellt werden.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung umfasst der textile Leiter parallel zueinander verlaufende
Streifen, die entweder elektrische Leitfähigkeit aufweisen oder aber elektrisch
isolierend wirken. Bevorzugt umfasst der textile Leiter daher einen ersten isolierenden
Bereich, der ausschließlich elektrisch nicht leitfähige
Kettfäden umfasst, und einen zweiten elektrisch leitfähigen Bereich mit
zumindest zwei elektrisch leitfähigen Kettfäden.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst
der textile Leiter einen dritten isolierenden Bereich, der ausschließlich elektrisch
nicht leitfähige Kettfäden umfasst, wobei der leitfähige Bereich
zwischen den beiden isolierenden Bereichen angeordnet ist.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist
der textile Leiter also drei parallele Streifen mit der Abfolge elektrisch isolierender
Nährand, elektrisch leitender Streifen und elektrisch isolierender Nährand
auf. Beide Ränder des textilen Leiters werden also durch Bereiche gebildet,
die ausschließlich elektrisch nicht leitfähige Kettfäden umfassen.
Dadurch sind textile Leiter mit isolierten Rändern zugänglich, die in
einfacher Weise in beliebigen Textilien verarbeitet werden können.
In einer besonders bevorzugten Form weist der textile Leiter abwechselnd
Bereiche mit ausschließlich elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden
und Bereiche mit zumindest zwei elektrisch leitfähigen Kettfäden auf.
Beispielsweise besteht der textile Leiter gemäß einer solchen besonders
bevorzugten Ausführungsform aus 5 parallelen Streifen in der Abfolge elektrisch
isolierender Nährand, elektrisch leitender Streifen, elektrisch isolierender
Mittelstreifen, elektrisch leitender Streifen und elektrisch isolierender Nährand.
Bei der Verwendung des textilen Leiters als Zuleitung zu beispielsweise einem Sensor
sind häufig mehrere elektrisch leitfähige Verbindungen erforderlich. Diese
werden durch den beschriebenen textilen Leiter in einfacher Weise bereitgestellt.
Alle genannten Streifen bestehen ihrerseits aus mehreren parallel
zueinander angeordneten Einzelgarnen. Bevorzugt umfasst zumindest ein elektrisch
nicht leitfähiger Bereich des textilen Leiters zumindest 3, bevorzugt zumindest
4, zumindest 5, zumindest 6, zumindest 7, zumindest 8, zumindest 9 und besonders
bevorzugt zumindest 10 textile Kettfäden. Ebenfalls bevorzugt sind Ausführungsformen,
gemäß denen zumindest ein elektrisch leitfähiger Bereich des textilen
Leiters zumindest 3, bevorzugt zumindest 4, zumindest 5, zumindest 6, zumindest
7, zumindest 8, zumindest 9 und besonders bevorzugt zumindest 10 elektrisch leitfähige
Kettfäden umfasst.
In den elektrisch leitfähigen Bereichen des textilen Leiters
ist zwischen den elektrisch leitfähigen Kettfäden zumindest ein elektrisch
nicht leitfähiger Kettfaden eingewoben oder eingewirkt. Die in den an sich
elektrisch leitfähigen Bereichen des textilen Leiters anwesenden elektrisch
nicht leitfähigen Kettfäden werden mit den bereits beschriebenen Ausschlaufungen
versehen, die eine elektrische Isolierung von Teilbereichen der elektrisch leitfähigen
Bereiche des textilen Leiters bewirken. Daneben werden auch die textilen Eigenschaften
des textilen Leiters verbessert und an die Tragesituation angepasst.
Bevorzugt verlaufen in zumindest einem elektrisch leitfähigen
Bereich des textilen Leiters zumindest 2, zumindest 3, zumindest 4, zumindest 5,
zumindest 6, zumindest 7, zumindest 8, zumindest 9 und besonders bevorzugt zumindest
10 elektrisch leitfähige Kettfäden benachbart zueinander. Die aneinander
grenzenden elektrisch leitfähigen Einzelgarne eines Streifens stehen untereinander
lateral in elektrischem Kontakt. Durch die Gesamtzahl an elektrisch leitfähigen
Kettfäden kann die Gesamtleitfähigkeit des textilen Leiters variiert werden.
Selbstverständlich steigt die Leitfähigkeit des textilen Leiters mit zunehmender
Zahl an elektrisch leitfähigen Kettfäden.
In den elektrisch leitfähigen Bereichen des textilen Leiters
sind also immer elektrisch leitfähige Kettfäden und zumindest ein elektrisch
nicht leitfähiger Kettfaden anwesend. Die Abfolge, in der die beiden verschiedenen
Arten von Kettfäden in dem textilen Leiter vorliegen, ist grundsätzlich
beliebig. Beispielsweise kann eine Abfolge leitfähiger Kettfaden, nicht leitfähiger
Kettfaden, leitfähiger Kettfaden, nicht leitfähiger Kettfaden, usw. gewählt
werden. Es können aber auch mehrere leitfähige Kettfäden nebeneinander
verwendet werden. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
stehen solche benachbart verlaufende Kettfäden mit elektrischer Leitfähigkeit
in elektrischen Kontakt miteinander. Eine solche Anordnung kann Vorteile bei der
Kontaktierung zweier textiler Leiter bieten.
Die Kontaktierung zwischen den elektrisch leitfähigen Elementen
erfolgt mittels textiler Nähtechniken. Dabei kommen insbesondere Näh-,
Stick- und Riegeltechniken zum Einsatz.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
im Zusammen- hang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Zur Illustration
der Erfindung werden als Beispiele für elektrisch leitfähige Textilien
zwei elektrisch beheizbare Jacken beschrieben. Es wird aber ausdrücklich darauf
hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die angegebenen Beispiele beschränkt
sein soll. Es zeigen
1a eine schematische Darstellung eines Querschnitts
durch den in 2 dargestellten textilen Leiter entlang
der Linie I-I;
1b eine schematische Darstellung eines Querschnitts
durch den in 2 dargestellten textilen Leiter entlang
der Linie II-II;
2 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf
einen erfindungsgemäßen textilen Leiter;
3 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf
einen erfindungsgemäßen textilen Leiter;
4 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf
einen erfindungsgemäßen textilen Leiter.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Beispiel 1: Elektrisch beheizbare Jacke
Zur Verbindung eines Heizleiters mit einer Stromversorgung weist die
Heizjacke ein textiles Zuleitungsband auf. Das in 2
dargestellte textile Zuleitungsband weist einen Leiter aus Reinsilberlitze auf,
wobei das Bandgewebe teilweise durch Ausschlaufungen abgedeckt ist.
Das Zuleitungsband weist einen leitfähigen Bereich
4 auf, der von zwei nicht leitfähigen Bereichen 3 und
5 begrenzt wird.
Im Detail besteht das textile Zuleitungsband aus:
- • 6 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung
Litze 6 + 1 0,04 mm Silber, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex nicht vollständig
abdeckend
- • 16 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung
Polyester 110 dtex, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex
- • weitere nicht leitfähige Polyestermultifilament-Kettfäden
- • Schussfaden Polyestermultifilamentgarn
Der Kettbaum weist symmetrisch um die 6 elastischen leitfähigen
Kettfäden in der Mitte (Bereich 4) jeweils 8 nicht leitfähige
Kettfäden links (Bereich 3) und rechts (Bereich 5) auf. Im
Bereich 4 der leitfähigen Garne sind weitere relativ dünne, unelastische,
nicht leitfähige Polyester-Kettfäden (110 dtex) eingebracht. Diese stören
den Kontakt zwischen den leitfähigen Garnen untereinander nicht. Die Bänder
werden auf einem Bandwebstuhl gewebt.
Die Oberseite des leitfähigen Bereiches 4 des Bandes
ist an vorbestimmten Stellen 9 glatt ausgeführt (siehe 1a,
1b). Die leitfähigen Drähte können direkt
kontaktiert werden. Die Unterseite 8 des Bandes zeigt im Bereich
4 der leitfähigen Garne Ausschlaufungen 2 der Kettfäden,
die eine direkte Kontaktierung der leitfähigen Drähte verhindern. Die
Ausschlaufungen 2 bestehen aus nicht leitfähigen Polyestermultifilament-Kettfäden.
Zur Herstellung der Ausschlaufungen werden die elastischen, elektrisch
leitfähigen Kettfäden beim Weben unter Spannung gesetzt und dadurch gedehnt,
während die elektrisch nicht leitfähigen, unelastischen Polyestermultifilament-Kettfäden
ohne Spannung verwoben werden. Die unelastischen Kettfäden werden derart verwoben,
dass sie abwechselnd über 3 Schussfäden, unter einem Schussfaden, über
3 Schussfäden, unter einem Schussfaden, usw. geführt werden. Benachbart
wird ein elastischer, leitfähiger Kettfaden unter Spannung beispielsweise derart
verwoben, dass er abwechselnd über 2 Schussfäden, unter 2 Schussfäden,
über 2 Schussfäden, unter 2 Schussfäden, usw. geführt wird.
Nach dem Weben entspannt sich der elastische Kettfaden und presst
die von ihm umschlungenen Schussfäden enger zusammen bzw. schiebt die Schussfäden
sogar leicht übereinander. Als Konsequenz dieses Zusammenpressens der Schussfäden
kommt es zur Ausbildung von Ausschlaufungen des elektrisch nicht leitfähigen,
im Wesentlichen unelastischen Kettfadens. Der elastische, elektrisch leitfähige
Kettfaden zieht sich auf seine entspannte Länge zusammen, bildet aber, wie
gewünscht, keine Schlaufen.
Das beschriebene Webmuster bewirkt eine Schlaufenbildung auf einer
Seite des textilen Leiters, nämlich auf der Seite, auf der der Kettfaden über
3 Schussfäden geführt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite erfolgt
keine Schlaufenbildung.
Zwei der beschriebenen Bänder können in einfacher Weise
miteinander in elektrischen Kontakt gebracht werden. Dazu werden bei beiden Bändern
bestimmte Stellen 9 der elektrisch leitfähigen Bereiche
4 der Bänder nicht mit Ausschlaufungen 2 ausgestattet (siehe
4). An diesen Stellen 9 sind die leitfähigen
Drähte direkt zugänglich. Die beiden entsprechend ausgestatteten Bänder
müssen nun nur mit zueinander weisenden Oberseiten aufeinander gelegt werden,
wobei darauf geachtet werden muss, dass jeweils nicht mit Ausschlaufungen
2 ausgestattete Stellen beider Bänder aufeinander zu liegen kommen.
Die beiden Bänder können mit Hilfe von nicht leitfähigen Garnen miteinander
vernäht werden, wodurch sich ein gut leitender, beständiger elektrischer
Kontakt zwischen den beiden Bändern ergibt, der nach außen elektrisch
isoliert ist.
Eine mit den beschriebenen Zuleitungsbändern ausgestattete Heizjacke
vermittelt einen komplett textilen Eindruck. Die Heizleiter, die Zuleitungsbänder
und die Kontaktstellen zwischen zwei Bändern sind von außen nicht zu sehen
und nicht zu spüren. Die Jacke ist komplett maschinenwaschbar. 10 Maschinenwäschen
bei 30°C und 400 UPM Schleuderdrehzahl überstehen die textilen Leiter
ohne spürbare Einbußen in der Heizleistung.
Beispiel 2: Elektrisch beheizbare Jacke
Zur Verbindung eines Heizleiters mit einer Stromversorgung weist die
Heizjacke ein textiles Zuleitungsband auf. Bei dem in den 3
und 4 dargestellten textilen Zuleitungsband handelt
es sich um ein Bandgewebe mit einem Leiter aus Reinsilberlitze, wobei das Bandgewebe
teilweise durch Ausschlaufungen abgedeckt ist.
Im Detail besteht das textile Zuleitungsband aus:
- • 12 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung
Litze 6 + 1 0,04 mm Silber, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex nicht vollständig
abdeckend
- • 26 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung
Polyester 110 dtex, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex
- • weitere nicht leitfähige Polyestermultifilament-Kettfäden
- • Schussfaden Polyestermultifilamentgarn
Der Kettbaum weist von links nach rechts betrachtet folgende Fadenfolge
auf (siehe 4):
- • Bereich 3:
8 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung Polyester
110 dtex, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex
- • Bereich 4:
6 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung Litze
6 + 1 0,04 mm Silber, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex nicht vollständig abdeckend
- • Bereich 6:
10 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung Polyester
110 dtex, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex
- • Bereich 7:
6 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung Litze
6 + 1 0,04 mm Silber, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex nicht vollständig abdeckend
- • Bereich 5:
8 Kettfäden – Umwindegarn; Kern Lycra 1880 dtex, 1. Umspinnung Polyester
110 dtex, 2. Umspinnung Polyamid 110 dtex
Im Bereich der elastischen leitfähigen Kettfäden sind weitere
relativ dünne, unelastische, nicht leitfähige Polyester Kettfäden
(110 dtex) eingebracht. Diese stören den Kontakt zwischen den leitfähigen
Garnen untereinander nicht. Die Bänder werden auf einem Bandwebstuhl gewebt.
Die Oberseite der leitfähigen Bereiche 4 und
7 ist an vorbestimmten Stellen glatt ausgeführt (siehe 4,
1a, 1b). Die leitfähigen
Drähte können direkt kontaktiert werden. Die Unterseite 8 des
Bandes zeigt im Bereich 4 der leitfähigen Garne Ausschlaufungen
2 der Kettfäden, die eine direkte Kontaktierung der leitfähigen
Drähte verhindern. Die Ausschlaufungen 2 bestehen aus nicht leitfähigen
Polyestermultifilament-Kettfäden.
Die Herstellung der Ausschlaufungen erfolgt wie für das Beispiel
1 beschrieben.
Zwei der beschriebenen Bänder können in einfacher Weise
miteinander in elektrischen Kontakt gebracht werden. Dazu werden bei beiden Bändern
bestimmte Stellen 9 der elektrisch leitfähigen Bereiche
4, 7 der Bänder nicht mit Ausschlaufungen 2 ausgestattet
(siehe 4). An diesen Stellen 9 sind die leitfähigen
Drähte direkt zugänglich. Die beiden entsprechend ausgestatteten Bänder
müssen nun nur mit zueinander weisenden Oberseiten aufeinander gelegt werden,
wobei darauf geachtet werden muss, dass jeweils nicht mit Ausschlaufungen
2 ausgestattete Stellen beider Bänder aufeinander zu liegen kommen.
Die beiden Bänder können mit Hilfe von nicht leitfähigen Garnen miteinander
vernäht werden, wodurch sich ein gut leitender, beständiger elektrischer
Kontakt zwischen den beiden Bändern ergibt, der nach außen elektrisch
isoliert ist.
Eine mit den beschriebenen Zuleitungsbändern ausgestattete Heizjacke
vermittelt einen komplett textilen Eindruck. Die Heizleiter und die Bänder
sind von außen nicht zu sehen und nicht zu spüren. Das Knautschverhalten
wird durch die Heizleiter nicht verändert. Die beschriebene Jacke ist komplett
maschinenwaschbar. 10 Maschinenwäschen bei 30°C und 400 UPM Schleuderdrehzahl
überstehen die textilen Leiter ohne spürbare Einbußen in der Heizleistung.
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| Anspruch[de] |
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Textiler Leiter umfassend nicht leitfähige Schussfäden und
zumindest zwei Arten von Kettfäden, wobei zumindest eine Art Kettfaden elektrische
Leitfähigkeit und zumindest eine Art Kettfaden keine elektrische Leitfähigkeit
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch nicht leitfähigen
Kettfäden zumindest in einem Teilbereich des textilen Leiters Ausschlaufungen
(2) aufweisen, die über die durch den Verlauf der elektrisch leitfähigen
Kettfäden definierte Ebene (1) des textilen Leiters hinausragen.
Textiler Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich
bei dem textilen Leiter um ein Gewirk oder ein Gewebe handelt.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich zumindest bei einem elektrisch leitfähigen
Kettfaden um ein elektrisch leitfähiges Kombinationsgarn handelt.
Textiler Leiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich
bei sämtlichen elektrisch leitfähigen Kettfäden um elektrisch leitfähige
Kombinationsgarne handelt.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das elektrisch leitfähige Kombinationsgarn zumindest einen
elastischen Kernfaden, zumindest einen, um den Kernfaden gewundenen elektrisch leitfähigen
Faden und zumindest einen, um den Kernfaden gewundenen Umwindefaden umfasst.
Textiler Leiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernfaden
aus einem Elastomer, Naturgummi, Synthesegummi, Polyester-Elastan, Polyether-Elastan,
modifiziertem Polyester, nachvernetztem Thermoplast, Polyester-Polyurethan-Elastomer
und/oder Polyether-Polyurethan-Elastomer besteht.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, dass als elektrisch leitfähiger Faden ein monofiler Metalldraht,
eine metallisch beschichtete Synthesefaser, monofile silberbeschichtete Fasern und/oder
Edelstahlfasern verwendet werden.
Textiler Leiter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Metalldraht
aus Edelstahl, versilbertem Kupfer oder aus Silber besteht.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass das elektrisch leitfähige Kombinationsgarn zumindest einen
Kernfaden, zumindest ein, um den Kernfaden gewundenes elektrisch leitfähiges
Multifilamentgarn und zumindest einen, um den mit dem elektrisch leitfähigen
Multifilamentgarn umwundenen Kernfaden gewundenen äußeren Umwindefaden
umfasst, wobei das elektrisch leitfähige Multifilamentgarn aus wenigstens zwei
im Wesentlichen parallel laufenden Einzelfilamenten besteht.
Textiler Leiter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch
leitfähige Multifilamentgarn metallisierte, textile Filamente, metallisch beschichtete
Synthesefilamente, silberbeschichtete Filamente, silberbeschichtete Nylonfilamente,
Edelstahlfilamente, metallische Filamente, versilberte Kupferfilamente und/oder
Silberfilamente umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelfilamente des elektrisch leitfähigen
Multifilamentgarns einen Durchmesser zwischen 0,01 und 0,1 mm, bevorzugt zwischen
0,02 und 0,06 mm, besonders bevorzugt zwischen 0,03 und 0,05 mm aufweisen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass der elektrisch leitfähige Faden und der Umwindefaden gegensinnig
um den elastischen Kernfaden gewickelt sind.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der textile Leiter einen ersten Bereich (3)
mit ausschließlich elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden und einen
zweiten Bereich (4) mit zumindest zwei elektrisch leitfähigen Kettfäden
aufweist.
Textiler Leiter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der textile
Leiter einen dritten Bereich (5) mit ausschließlich elektrisch nicht
leitfähigen Kettfäden aufweist, wobei der zweite Bereich (4)
zwischen dem ersten (3) und dem dritten Bereich (5) angeordnet
ist.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der textile Leiter abwechselnd Bereiche mit ausschließlich
elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden (3, 5,
6) und Bereiche mit zumindest zwei elektrisch leitfähigen Kettfäden
(4, 7) aufweist.
Textiler Leiter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass beide
Ränder des textilen Leiters durch Bereiche (3, 5) mit ausschließlich
elektrisch nicht leitfähigen Kettfäden gebildet werden.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch nicht leitfähiger Bereich
des textilen Leiters zumindest 3, bevorzugt zumindest 4 elektrisch nicht leitfähige
Kettfäden umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch nicht leitfähiger Bereich
des textilen Leiters zumindest 5, bevorzugt zumindest 6 elektrisch nicht leitfähige
Kettfäden umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch nicht leitfähiger Bereich
des textilen Leiters zumindest 7, bevorzugt zumindest 8 elektrisch nicht leitfähige
Kettfäden umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch nicht leitfähiger Bereich
des textilen Leiters zumindest 9, bevorzugt zumindest 10 elektrisch nicht leitfähige
Kettfäden umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch leitfähiger Bereich des
textilen Leiters zumindest 3, bevorzugt zumindest 4 elektrisch leitfähige Kettfäden
umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch leitfähiger Bereich des
textilen Leiters zumindest 5, bevorzugt zumindest 6 elektrisch leitfähige Kettfäden
umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch leitfähiger Bereich des
textilen Leiters zumindest 7, bevorzugt zumindest 8 elektrisch leitfähige Kettfäden
umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein elektrisch leitfähiger Bereich des
textilen Leiters zumindest 9, bevorzugt zumindest 10 elektrisch leitfähige
Kettfäden umfasst.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem elektrisch leitfähigen Bereich
des textilen Leiters zumindest 2 elektrisch leitfähige Kettfäden benachbart
zueinander verlaufen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem elektrisch leitfähigen Bereich
des textilen Leiters zumindest 3, bevorzugt zumindest 4 elektrisch leitfähige
Kettfäden benachbart zueinander verlaufen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem elektrisch leitfähigen Bereich
des textilen Leiters zumindest 5, bevorzugt zumindest 6 elektrisch leitfähige
Kettfäden benachbart zueinander verlaufen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem elektrisch leitfähigen Bereich
des textilen Leiters zumindest 7, bevorzugt zumindest 8 elektrisch leitfähige
Kettfäden benachbart zueinander verlaufen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem elektrisch leitfähigen Bereich
des textilen Leiters zumindest 9, bevorzugt zumindest 10 elektrisch leitfähige
Kettfäden benachbart zueinander verlaufen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass benachbart verlaufende Kettfäden mit elektrischer
Leitfähigkeit in elektrischen Kontakt miteinander stehen.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei zumindest einer Art elektrisch leitfähiger
Kettfäden um elastische, elektrisch leitfähige Kettfäden handelt.
Textiler Leiter nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei zumindest einer Art elektrisch nicht leitfähiger
Kettfäden um im Wesentlichen nicht elastische, elektrisch nicht leitfähige
Kettfäden handelt.
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