Die vorliegende Erfindung betrifft eine Nähgutvorschubvorrichtung
einer Nähmaschine beispielsweise einer Nähmaschine mit einem integrierten
Vorschub oder einer Nadelvorschubnähmaschine mit einem Nadelvorschubmechanismus,
bei welcher ein Nähgut durch Verschwenken einer Nadel vorgeschoben wird.
Als eine Nähmaschine mit integriertem Vorschub ist beispielsweise
eine Nähmaschine bekannt, wie sie in JP-A-7-136363 beschrieben ist. Eine herkömmliche
Nähmaschine mit integriertem Vorschub wird unten unter Bezugnahme auf
6 und 7 erläutert.
Eine Welle 101 ist mit einem (nicht dargestellten) Motor verbunden, der
im Zeitpunkt einer Vernähung eine Antriebsquelle ist. Die Welle wird durch
Antreiben des Motors um eine Achse in Umlauf versetzt. Die Welle 101 ist
mit einem Vorschubnocken 102 versehen, der ein Exzenternocken ist, und
eine Stange 103 ist mit dem Vorschubnocken 102 verbunden. Die
Stange 103 oszilliert vertikal in Übereinstimmung mit einer Rotation
des Vorschubnockens 102. Eine Stange 104 und ein Nocken
127 sind mit der Stange 103 verbunden. Die Stange 104
vermittelt horizontal Schwenkbewegungen an eine Nadel 125 und einen oberen
Vorschubfuß 126, und die Stange 127 vermittelt eine horizontale
Schwenkbewegung an einen unteren Vorschubzahn 128. Ein Verbindungsarm
105 ist mit einem Ende der Stange 104 verbunden, und eine obere
Vorschubwelle 106 ist mit dem Verbindungsarm 105 verbunden. An
einem Ende der oberen Vorschubwelle 106 ist ein Schwingarm 107
fixiert, und mit einem Ende des Schwingarms 107 ist eine Nadelstangenverschwenkbasis
108 verbunden. Ein oberes Ende der Nadelstangenverschwenkbasis
108 wird von einem Gestellt gehalten und ist um eine Drehachse
108a drehbar. An dem anderen Ende der Stange 104 ist ein Justierkörper
109 vorgesehen. Ein Bereich einer vertikalen Bewegung der Stange
104 kann in Übereinstimmung mit einer Neigung des Justierkörpers
109 eingestellt werden. In Übereinstimmung mit der Neigung des Justierkörpers
109 kann nämlich ein Schwingbereich der oberen Vorschubwelle
106 eingestellt werden (das bedeutet: horizontale Verschwenkweiten der
Nadel 125 und des oberen Vorschubfußes 126 können einjustiert
werden), und ein Bereich einer vertikalen Bewegung der Stange 127 kann
eingestellt werden (das bedeutet: eine horizontale Verschwenkungsweite des unteren
Vorschubzahnes 128 kann einjustiert werden).
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
einer Nähgutvorschubvorrichtung einer Nähmaschine.
2 ist eine Vorderansicht mit der Darstellung eines
zweiten Betätigungsmechanismus.
3 ist eine auseinandergezogene schaubildliche Ansicht
mit der Darstellung eines Antriebsmechanismus für einen Justierkörper.
4 ist ein Blockdiagramm mit der Darstellung eines Aufbaus
einer Steuereinheit.
5 ist ein Flussdiagramm zur Darstellung eines Nähvorgangs.
6 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
einer Vorschubvorrichtung einer Nähmaschine nach dem einschlägigen Stand
der Technik.
7 ist eine Ansicht mit der Darstellung eines Problems
im einschlägigen Stand der Technik.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Nachstehend wird eine Nähgutvorschubvorrichtung einer Nähmaschine
entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung im einzelnen mit Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben.
Wie in 1 bis 4
gezeigt, schließt die Nähgutvorschubvorrichtung 1 einer Nähmaschine
ein: einen oberen Vorschubteil 20, der sich in Nähgutvorschubrichtung
bewegt, und zwar in einem Zustand, in welchem er von oben her zum Zwecke eines Vorschub
des Nähguts in Kontakt mit dem Nähgut ist, das ein auf eine Stichplatte
2 aufgelegtes Nähgut ist; einen Nähgutdrückerteil
30 mit einem Drückerfuß 32, welcher das Nähgut
von oben her gegen die Stichplatte 2 presst; einen ersten Betätigungsmechanismus
40 (Nadelstangenvertikalbewegungsmechanismus), welcher den oberen Vorschubteil
20 und den Nähgutdrückerteil 30 veranlasst, sich in
einer vertikalen Richtung alternierend hin- und herzubewegen; einen zweiten Betätigungsmechanismus
50 (Nadelvorschubmechanismus, siehe 3), welcher
den oberen Vorschubteil 20 veranlasst, sich in Nähgutvorschubrichtung
hin- und herzubewegen; einen (nicht dargestellten) Reguliermechanimus, welcher sich
gegen den oberen Vorschubteil 20 und den Nähgutdrückerteil
30 jeweils von unten her abstützt, um deren untere Grenzposition zu
bestimmen, wenn sie sich jeweils absenken, und welcher die unteren Grenzpositionen
regulieren kann; einen Nähgutdickenfühler 70 (Nähgutdickenfeststellmittel,
siehe 3), der auf der Stichplatte 2 platziert
ist, um eine Dicke des Nähguts, das vorgeschoben wird, festzustellen; eine
Steuereinheit 80 (Nähgutvorschubausmaßfeststellmittel, siehe
4), welche Nähgutvorschubausmaßdaten in Übereinstimmung
mit einer Nähgutdicke korrigiert, welche von dem Nähgutdickenfühler
70 festgestellt ist; und eine Betriebstafel 90 (Nähgutvorschubausmaßeingabemittel,
siehe 4), von welcher aus die Nähgutvorschubausmaßdaten
eingegeben werden. Ein Nähgutvorschubmechanismus S schließt ein: den oberen
Vorschubteil 20, den Nähgutdrückerteil 30, den ersten
Betätigungsmechanismus 40 und den zweiten Betätigungsmechanismus
50. Der Nähgutvorschubmechanismus S schiebt das auf die Stichplatte
2 gelegte Nähgut mit Hilfe eines Vorschubzahnes vor, und zwar in Synchronisation
mit einer Vertikalbewegung einer (später beschriebenen) Nadelstange. Entsprechend
dem Ausführungsbeispiel sind oben beschriebene Strukturen außer einem
später beschriebenen Einstellmechanismus des zweiten Betätigungsmechanismus
im wesentlichen die gleichen wie diejenigen nach dem Stande der Technik, die in
6 dargestellt sind.
Der obere Vorschubteil 20 schließt ein: eine obere Vorschubstange
21, die sich vertikal entlang einer Längsrichtung einer Nadelstange
4 erstreckt, die an ihrem unteren Ende mit einer Nadel 3 versehen
ist, und einen oberen Vorschubfuß 22, der an einem unteren Ende der
oberen Vorschubstange 21 gehalten ist (siehe 1).
Ein winkelförmiges Stück 24 ist drehbar mit einem oberen Ende
der oberen Vorschubstange 21 durch einen oberen Vorschubstangenhalter verbunden,
der die obere Vorschubstange 21 hält und fixiert. Das winkelförmige
Stück 24 ist gleitbar in Eingriff mit einem Schlitz eines sich vertikal
erstreckenden Führungsgliedes 63. Das Führungsglied
23 ist an einer Nadelstangenverschwenkbasis 6 fixiert, welche
die Nadelstange 4 und die obere Vorschubstange 21 derart hält,
das die Nadelstange 4 und die obere Vorschubstange 21 mit Bezug
auf ein (nicht dargestelltes) Nähmaschinengestell oszillieren können.
Deshalb ist der obere Vorschubteil 20 auf eine Bewegungsrichtung derart
beschränkt, dass er sich lediglich entlang einer Länge des Schlitzes des
Führungsgliedes 63 bewegen kann.
Der obere Vorschubfuß 22 ist am unteren Ende der oberen
Vorschubstange 21 befestigt. Der obere Vorschubfuß 22 hält
das auf die Stichplatte 2 gelegte Nähgut 2 von oben her und
hält das Nähgut sandwichartig mit einem (nicht dargestellten) Vorschubzahn,
welcher von unten her in einem vorbestimmten Timing über die Stichplatte
2 vorsteht, wodurch das Nähgut in der Vorschubrichtung vorgeschoben
wird. Ein Ende des oberen Vorschubfußes 22, welches ein unteres Ende
des oberen Vorschubteils 20 ist, ist ausgehend von einer vertikalen Richtung
gebogen, so dass es sich in einer Richtung entlang einer Oberfläche der Stichplatte
2 erstreckt. Der obere Vorschubfuß 22 ist an seinem unteren
Flächenteil, wo das Nähgut gegen die Stichplatte 2 gehalten wird,
mit einem Sägezahn ausgebildet, um das Nähgut mit dem Vorschubzahn dazwischenzulegen.
Der obere Vorschubfuß 22 ist ferner mit einer Einsetzöffnung
22a ausgebildet, durch die eine Nadel 3 eingesetzt wird.
Der obere Vorschubteil 20 ist mit dem zweiten Betätigungsmechanismus
20 verbunden, was später beschrieben werden wird, so dass er mit der
Nadelstange verriegelt sich hin- und herbewegt, und das untere Ende des oberen Vorschubteils
20 kann sich in Nähgutvorschubrichtung hin- und herbewegen.
Die Nadelstange 4 ist über ein Verbindungsglied
11 mit einem exzentrischen Nocken 10 verbunden, der an einem Ende
einer Welle 5 vorgesehen ist, so dass er sich wenn die Welle
5 um ihre Achse rotiert, in einer vertikalen Richtung bewegt (siehe
1). Die Nadelstange 4 ist derart angeordnet,
dass ihre Längsrichtung entlang der Vertikalrichtung ausgerichtet ist und im
wesentlichen parallel mit dem oberen Vorschubteil 20 ist. Die Nadel
3 ist an einem unteren Ende der Nadelstange 4 befestigt, und ein
Faden wird durch die Nadel 3 hindurch eingesetzt. Wenn
die Nadelstange 4 sich in der Vertikalrichtung bewegt, durchsticht ein
zugespitztes Ende der Nadel 3 das Nähgut, und passiert durch die Einsetzöffnung
22a, die an dem oberen Vorschubfuß 22 ausgebildet ist.
Die Nadelstange 4 bewegt sich in der Vertikalrichtung in
Synchronisation mit der Vertikalbewegung des oberen Vorschubteils 20 durch
den ersten Betätigungsmechanismus 40, so dass die Nadel
3 und der obere Vorschubfuß 22 sich vertikal zusammen mit
der Nadelstange 4 bewegt.
Der Nähgutdrückerteil 30 schließt ein: eine
Drückerstange 31, welche entlang der Vertikalrichtung angeordnet ist,
und den Drückerfuß, der an einem unteren Teil derselben gehalten ist.
Der Nähgutdrückerteil 30 ist in der Nähgutvorschubrichtung
mit dem oberen Vorschubteil 20 ausgerichtet.
Ein winkelförmiges Stück 34 ist drehbar mit der
Drückerstange 31 im wesentlichen an deren Mittelteil durch einen (nicht
dargestellten) Drückerstangenhalter verbunden, der die Drückerstange
31 hält und fixiert. Das winkelförmige Stück 34
greift gleitbar in einen Schlitz eines sich vertikal erstreckenden Führungsgliedes
64 ein, welches an einem (nicht dargestellten) Nähmaschinengestell
befestigt ist.
Ein Ende des Drückerfußes 32, das ein unteres Ende
des Nähgutdrückerteils 30 ist, ist ausgehend von der vertikalen
Richtung gebogen, so dass es sich in der Richtung entlang der Oberfläche der
Stichplatte 2 erstreckt. Ein Teil des Drückerfußes
32, wo das Nähgut gegen die Stichplatte 2 gehalten wird,
ist in Gestalt eines rechteckigen Rahmens derart ausgebildet, dass eine Innenseite
desselben vertikal durchdrungen wird. Der Innenseitenteil des Rahmens ist ausreichend
lang ausgebildet, um die Hin- und Herbewegung des oberen Vorschubteils
20 in Vorschubrichtung zu gestatten.
Der erste Betätigungsmechanismus 40 erhält eine
Antriebskraft von dem Motor, um den oberen Vorschubteil 20 und den Nähgutdrückerteil
30 zu veranlassen, sich abwechselnd in der Vertikalrichtung hin- und herzubewegen.
Der erste Betätigungsmechanismus 40 weist eine Schwingwelle
41 auf, die parallel zur Welle 5 angeordnet ist. Die Antriebskraft
des Motors wird an die Welle 5 abgegeben.
Ein Ende der Schwingwelle 41 ist mit der Welle
5 über einen exzentrischen Nocken 45 und eine Stange
46 verbunden, so dass die Schwingwelle 41 um eine Achse der Welle
5 hin- und hergehend schwingt, wenn die Welle 5 umläuft.
Ein Basisende eines Schwingarms 42 ist am anderen Ende der Schwingwelle
41 befestigt.
Der Schwingarm 42 ist schwenkbar mit einer ersten Verbindungsstelle
eines dreieckigen Verbindungsgliedes 44 über ein (nicht dargestelltes)
Transmissionsverbindungsglied verbunden.
Das dreieckige Verbindungsglied 44 ist ein Verbindungsgliedkörper,
der im wesentlichen in einer dreieckigen Gestalt ausgebildet ist und schwenkbar
mit dem Transmissionsverbindungsglied an einem Scheitel (der ersten Verbindungsstelle)
verbunden ist, so dass eine Antriebskraft erhalten wird, um den oberen Vorschubteil
20 und den Nähgutdrückerteil 30 vertikal anzutreiben.
Das dreieckige Verbindungsglied 44 ist weiterhin schwenkbar mit dem oberen
Vorschubteil 20 an einer zweiten Stelle (einem der beiden übrigen
Scheitel) verbunden und weiterhin mit dem Nähgutdrückerteil
30 an einer dritten Stelle (dem anderen der beiden übrigen Scheitel).
Der obere Vorschubteil 20 und der Nähgutdrückerteil
30 sind direkt oder indirekt über das dreieckige Verbindungsglied
44 nach unten durch ein (nicht dargestelltes) Vorspannglied vorgespannt,
beispielsweise eine Feder, etc.
Der zweite Betätigungsmechanismus 50 dient dazu, den
oberen Vorschubteil 20 und die Nadelstange 4 in der Nähgutvorschubrichtung
hin- und herzubewegen. Wenn die Nadelstange 4 in einer Horizontalrichtung
in Synchronisation mit ihrer Vertikalbewegung verschwenkt wird, durchsticht die
Nadel 3 das auf der Stichplatte 2 platzierte Nähgut, und
das Nähgut wird um ein Nähgutvorschubausmaß vorgeschoben, welches
einer Verschwenkungsweite der Nadelstange 4 entspricht.
Wie in 1 bis 3
gezeigt, schließt der zweite Betätigungsmechanismus 50 eine Stange
52 ein, deren eines Ende über einen Exzenternocken 51 schwenkbar
mit der Welle 5 verbunden ist. Eine Stange 53 ist drehbar mit
dem anderen Ende der Stange 52 an einem Mittelteil der Stange
52 verbunden. Die Stange 53 überschneidet sich mit der Stange
52 im wesentlichen senkrecht. Ein winkelförmiges Stück
54 ist an einem oberen Ende der Stange 53 befestigt. Das winkelförmige
Stück 54 ist mit einem Justierkörper 55 in Eingriff,
der eine Führungsnut 55a einschließt, um das winkelförmige
Stück 54 zu führen. Das winkelförmige Stück
54 ist nämlich gleitbar auf der Innenseite der Führungsnut
55a in Eingriff.
Der Justierkörper 55 ist so aufgebaut, dass er befähigt
ist, sich zu neigen.
Der Justiermechanismus einschließlich des Justierkörpers
55 ist im einzelnen so ausgebildet, wie in 3
dargestellt. Ein Ende eines Verbindungsgliedes 55b ist drehbar mit dem
Justierkörper 55 durch eine gestufte Schraube 55c verbunden.
Ein Ende eines Verbindungsarms 55d ist mit dem anderen Ende des
Verbindungsgliedes 55b durch eine gestufte Schraube 55e verbunden,
und das andere Ende des Verbindungsarms 55d ist mit einer Ausgangswelle
eines Impulsmotors 55f durch eine Schraube 55g verbunden.
Wenn deshalb der Impulsmotor 55f angetrieben und dessen Ausgangswelle
in Umlauf versetzt werden, wird die Antriebskraft auf den Justierkörper
55 durch den Verbindungsarm 55d und das Verbindungsglied
55b übertragen, so dass der Justierkörper 55 verschwenkt
wird. Der Justierkörper 55 wird veranlasst zu schwingen, so dass die
Führungsnut 55a in ihrer Neigung verändert wird und zwar so,
dass ein Bewegungsausmaß des winkelförmigen Stücks 54 geändert
werden kann.
Ein Ende eines oberen Vorschubwellenschwingarms 56 ist drehbar
mit einem unteren Ende der Stange 53 verbunden. Ein Ende einer oberen Vorschubwelle
57 ist mit dem anderen Ende des oberen Vorschubwellenschwingarms
56 verbunden. Die obere Vorschubwelle 57 ist im wesentlichen parallel
zur Welle 5 angeordnet, und ein Basisende eines oberen Vorschubarms
58 ist am anderen Ende der oberen Vorschubwelle 57 befestigt.
Ein unteres Ende des oberen Vorschubarms 58 ist mit der Nadelstangenverschwenkbasis
6 durch das drehbar verbundene winkelförmige Stück
74 verbunden. Auf diese Weise kann der zweite Betätigungsmechanismus
den oberen Vorschubteil 20 und die Nadelstange 4 in der Nähgutvorschubrichtung
hin- und herbewegen und das Nähgutvorschubausmaß einstellen.
Der Nähgutdickensensor 70 schließt einen Abfühlarm
71 und ein Potentiometer 72 ein. Ein vorderer Endteil des Abfühlarms
71 kontaktiert das auf die Stichplatte 2 gelegte Nähgut von
oben in der Nähe des Nähgutdrückerteils 30, und das Potentiometer
72 stellt einen Drehwinkel des Abfühlarms 71 fest. Das Potentiometer
72 ist unter einem vorderen Endteil eines Maschinenarms angeordnet.
Das Potentiometer 72 schließt eine (nicht dargestellte)
drehbare Feststellwelle ein, die schwenkbar ein Basisende des Abfühlarms
71 hält. Das Potentiometer 72 funktioniert so, dass es ein
Signal, welches einem Drehwinkel der Feststellwelle entspricht, zu einer Steuereinheit
80 hin abgibt, (siehe 4).
Ein vorderer Endteil des Abfühlarms 71 ist schräg
nach abwärts in einer Richtung senkrecht zur Feststellwelle angeordnet. Der
vordere Endteil des Abfühlarms 71 ist auf die obere Fläche der
Stichplatte 2 an einer Stelle in der Nähe des Nähgutdrückerteils
30 aufgesetzt und legt sich gegen das Nähgut an, das auf die obere
Fläche der Stichplatte 2 im Zeitpunkt der Vernähung aufgelegt
ist. Dementsprechend dreht sich der Abfühlarm 71 in Abhängigkeit
von der Dicke des Nähguts im Zeitpunkt der Vernähung, und die Feststellwelle
des Potentiometers 72 an der Basisendseite des Abfühlarms
71 gibt ein Signal, welches einen Drehwinkel entspricht, zur Steuereinheit
80 in Abhängigkeit von der Dicke des Nähgutes ab.
Die Steuereinheit 80 berechnet eine Dicke des Nähguts,
ausgehend von einem festgestellten Drehwinkel und einer bekannten Länge des
Abfühlarms 71.
Eine Bedienungsperson führt verschiedene Einstellvorgänge
der Nähmaschine und eine Eingabeoperation verschiedener Daten, etc. an der
Betriebstafel 90 (siehe 4) aus. Die Betriebstafel
90 und die Nähmaschine 1 sind miteinander durch eine verdrahtete
oder drahtlose (nicht dargestellte) Schaltung verbunden.
Die Betriebstafel 90 schließt eine Mehrzahl (nicht dargestellter)
Betätigungstasten ein, von welchen aus verschiedene Einstellungen der Nähmaschine
eingestellt werden können, und es können verschiedene Daten eingegeben
werden, und ferner schließt die Betriebstafel 90 eine (nicht dargestellte)
Datenanzeige ein, welche einen Zustand verschiedener Einstellungen, etc. darstellt.
Daten, die eingestellt und von der Betriebstafel über verschiedene
Tasten eingegeben werden, werden zur Steuereinheit 80 hin ausgegeben.
Wie in 4 gezeigt, schließt die Steuereinheit
80 eine CPU 81 ein, welche verschiedene Arbeitsvorgänge entsprechend
einem auf die Vernähung bezogenen Arbeitsprogramm aus, ein, ferner ein RAM
82, welches das Arbeitsprogramm entwickelt, um einen Arbeitsbereich der
CPU 81 zu machen, und ein ROM 83, welches Prozessdaten, das Prozessprogramm,
etc. zur Ausführung verschiedener Vorgänge speichert.
Das RAM 82 speichert zeitweise Nähgutvorschubausmaßdaten
82a, welche von der Betriebstafel 90 eingegeben werden.
Das ROM 83 speichert ein Antriebssteuerprogramm
83a, welches eine Antriebsfunktion des Nähgutvorschubmechanismus
5 (insbesondere des Impulsmotors 55f) auf der Basis der Nähgutvorschubausmaßdaten
82a realisiert, die von der Betriebstafel 90 eingegeben werden.
Die CPU 81 führt nämlich das Antriebssteuerprogramm
83a aus, so dass die Steuereinheit 80 als ein Antriebssteuermittel
funktioniert.
Das ROM 83 speichert eine Nähgutvorschubausmaßumwandlungstabelle
83b, von welcher eine Korrespondenz zwischen einer Dicke des Nähguts
und einem Nähgutvorschubausmaß, die für die Dicke des Nähguts
geeignet ist, zur Verfügung gestellt werden. Das ROM 83 funktioniert
nämlich als Speichermittel.
Das ROM 83 speichert ein Nähgutvorschubausmaßkorrekturprogramm
83c, welches eine Extrahierfunktion für ein Nähgutvorschubausmaß
aus der Nähgutvorschubausmaßumwandlungstabelle 83b extrahiert,
wobei das Vorschubausmaß einer Dicke des Nähguts entspricht, die durch
das Potentiometer 72 festgestellt ist, und das Programm korrigiert die
Nähgutvorschubausmaßdaten 82a, die von der Betriebstafel
90 eingegeben werden, so dass das extrahierte Nähgutvorschubausmaß
realisiert wird. Die CPU 81 führt nämlich das Nähgutvorschubausmaßkorrekturprogramm
83c durch, das die Steuereinheit 80 als Nähgutvorschubausmaßkorrekturmittel
funktioniert.
Nachstehend erfolgt eine Erläuterung des Nähverfahrens gemäß
der Nähgutvorschubvorrichtung 1.
Wenn, wie in 5 dargestellt, eine Bedienungsperson
vor dem Nähvorgang ein Nähgutvorschubausmaß von der Betriebstafel
90 her eingibt (S1), wird das eingegebene Nähgutvorschubausmaß
zeitweise als Nähgutvorschubausmaßdatenwert im RAM 82 gespeichert.
Wenn eine Bedienungsperson auf ein Pedal tritt und eine Instruktion zum Starten
des Nähvorgangs eingegeben wird, führt die CPU 81 den Nähvorgang
durch und steuert den Impulsmotor 55f, um so das Nähgutvorschubausmaß,
das im RAM 82 gespeichert ist, zu realisieren (S2). Während des Nähvorgangs
stellt das Potentiometer 72 eine Dicke des Nähguts fest (S3). Wenn
die Dicke des Nähguts festgestellt ist, führt die CPU 81 das
Nähgutvorschubausmaßkorrekturprogramm 83c durch und nimmt Zugriff
zur Nähgutvorschubausmaßumwandlungstabelle 83b, um ein Nähgutvorschubausmaß
zu extrahieren, welches der festgestellten Dicke des Nähguts entspricht (S4).
Zu diesem Zeitpunkt aktualisiert die CPU 81 die Nähgutvorschubausmaßdaten
82a, die im RAM 82 gespeichert sind, zu dem extrahierten Nähgutvorschubausmaß.
Die CPU 81 führt das Antriebssteuerprogramm
83a durch, um den Impulsmotor 55f anzutreiben, um so das im RAM
82 aktualisierte Nähgutvorschubausmaß zu realisieren (S5).
Anschließend bestimmt die CPU 81, ob eine Nähserie
abgeschlossen ist, oder nicht (S6). Wenn die CPU 81 bestimmt, dass eine
Nähserie abgeschlossen ist (S6: JA), beendet die CPU 81 den Vorgang.
Wenn andererseits die CPU 81 bestimmt, dass eine Nähgutserie nicht
abgeschlossen ist (S6: NEIN), kehrt die CPU zum Vorgang von S3 zurück.
Wenn entsprechend der Nähgutvorschubvorrichtung 1 der
Nähmaschine die Nähgutvorschubausmaßdaten 82a von der Betriebstafel
eingegeben werden und der Nähvorgang startet, führt die CPU
81 das Antriebssteuerprogramm 83a durch, um den Impulsmotor
55f auf der Basis der Nähgutvorschubausmaßdaten 82a
anzutreiben, die von der Betriebstafel 90 eingegeben sind. Das Potentiometer
72 stellt eine Dicke des Nähguts fest, das vom Nähgutvorschubmechanismus
S vorgeschoben wird. Die CPU 81 führt, ausgehend von der Nähgutvorschubausmaßumwandlungstabelle
83b das Nähgutvorschubausmaßkorrekturprogramm 83c durch,
um ein Nähgutvorschubausmaß zu extrahieren, welches der festgestellten
Dicke des Nähguts entspricht, und die CPU 81 korrigiert die eingegebenen
Nähgutvorschubausmaßdaten 82, um so das extrahierte Nähgutvorschubausmaß
zu realisieren. Wenn die Nähgutvorschubausmaßdaten 82a korrigiert
werden, steuert die CPU 81 den Impulsmotor 55f, so dass das Nähgut
in Übereinstimmung mit den korrigierten Nähgutvorschubausmaßdaten
82a vorgeschoben wird.
Auf diese Weise wird selbst dann, wenn sich eine Dicke des vorgeschobenen
Nähgutes ändert, der Impulsmotor 55f in Übereinstimmung
mit einer Veränderung der Dicke des Nähguts gesteuert, so dass ein Nähgutvorschubausmaß
durch den zweiten Betätigungsmechanismus 50 des Nähgutvorschubmechanismus
S korrigiert wird. Infolgedessen kann ein Stichabstand des Nähvorgangs im wesentlichen
gleich gehalten werden.
Da es möglich ist, einen Exzenternocken in einem Nähgutvorschubmechanismus
zu verwenden, werden auch ein Geräusch und eine Vibration, die in einem Fall
erzeugt werden, in welchem ein dreieckiger Nocken benutzt wird, reduziert, so dass
eine Belastung einer Bedienungsperson verringert werden kann. Da weiterhin eine
Drehgeschwindigkeit der Welle 5 im Vergleich mit dem Falle gesteigert werden
kann, in welchem der dreieckige Nocken verwendet wird, kann die Produktivität
der Näherzeugnisse verbessert werden.
Während die Beschreibung im Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung erfolgte, ist es dem Fachmann offensichtlich, dass verschiedene
Änderungen und Modifikationen daran vorgenommen werden können, ohne von
der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Während beispielsweise das Ausführungsbeispiel anhand einer
Nähmaschine mit integriertem Vorschub beschrieben wurde, kann die Erfindung
auch auf eine Nadelvorschubnähmaschine angewandt werden.
Auch können die jeweiligen Programme, die im ROM gespeichert
sind, als ein einziges Programm ausgebildet werden, oder sie können unterteilt
werden. Weiterhin ist das Ausführungsbeispiel nicht auf einen Arbeitsvorgang
beschränkt, bei dem Softwareprogramme benutzt werden, sondern ein Arbeitsvorgang
kann auch innerhalb von Hardware durchgeführt werden.
Nähgutdickenfeststellmittel zum Feststellen einer Dicke des Nähguts
sind nicht auf ein Potentiometer beschränkt, sondern können auch als Encoder
ausgebildet sein.
Während ein oberer Vorschubmechanismus als Nähgutvorschubmechanismus
beschrieben wurde, kann auch ein unterer Vorschubmechanismus angewandt werden, bei
dem ein Vorschubzahn, welcher das Nähgut durch Anlegen gegen eine Unterseite
des Nähguts vorschiebt, vorgesehen ist, Anwendung finden.