Die Erfindung betrifft einen Türschließer zur Erzeugung eines Übersetzungssprunges während der Schließphase gemäß Anspruch 1. Bei einem Türschließer nach der Erfindung werden ineinander eingreifende Kolben vermieden. Ferner bedarf es nur mehr eines einzigen Druckspeichers. Der Aufwand für Fertigung und Montage ist wesentlichen reduziert. Die zueinander gehörenden Passungen des Gehäuses bzw. der Kolben können in einer Aufspannung gefertig werden, wodurch die Laufgenauigkeit der entsprechenden Zylinder bzw. Kolbenflächen ohne zusätzlichen Aufwand wesentlich verbessert und andererseits die Anzahl der Bearbeitungszyklen reduziert wird. Auch ist dadurch das Kanalsystem stark vereinfacht, so dass es keiner langgestreckten Kanäle bedarf und daher bei der Montage die Entlüftung sehr vereinfacht ist. Hierdurch wird auch Leckage nahezu ausgeschlossen.
Beschreibung[de]
Die Erfindung betrifft einen Türschließer nach dem Patentanspruch
1.
Aus der SE 469 342 B
ist ein Türschließer bekannt geworden, bei dem eine an den Türwinkel
angepasste Schließmomentcharakteristik dadurch erreicht wird, indem beim Öffnen
zunächst eine auf den Türkolben wirkende erste Feder und dann in Reihe
eine auf den Druckkolben wirkende zweite Feder gespannt wird. Beim Schließen
gibt zuerst die auf den Türkolben wirkende Feder ihre Energie ab, wobei die
zweite Feder in gespannter Lage verharrt, bis ein zentrisch in beiden Kolben gelagerte
Schieber fluidisch durch ein Kanalsystem einen den Druckkolben anhaltenden Druckraum
entlastet, so dass nunmehr die zweite Feder ihre Energie auf die Abtriebswelle abgeben
kann.
Dieser Türschließer vermag zwar unterschiedliche Momente
in Abhängigkeit der Türöffnung auf die Tür auszuüben, erfordert
jeder einen außerordentlich hohen Herstellungsaufwand.
Insbesondere bedarf es höchstgenauer und damit teurer Herstellung
sowohl des mit seinem Ansatz in den Druckkolben eingreifend Türkolbens als
auch des Druckkolbens selbst. Erschwerend tritt hinzu, dass der Druckkolben neben
der dem Türkolben zugeordneten Passung zwei weitere Passungen aufweist, denen
entsprechende Gehäusepassungen fluchtend zugeordnet sind. Auch dies verteuert
die Herstellung erheblich.
Schließlich weist der bekannte Türschließer einen als
Schaltventil fungierenden, zentrisch angeordneten Schieber auf, der sowohl im Türkolben
als auch im Druckkolben axial verschieblich, hydraulisch dicht gelagert ist. Hierdurch
subsummieren sich Durchmessertoleranzen, was bei der Fertigung eines solchen Türschließers
höchste Anforderungen an die Präzision stellt.
Ferner ist vor allem von Nachteil, dass zahlreiche gegeneinander abzudichtende
Druckräume erforderlich sind, die mittels eine komplizierten Kanalsystems miteinander
fluidisch kommunizieren, und so die gewünschte Schließmomentencharakteristik
temperaturabhängig – besonders bei kalter Witterung – stark beeinträchtigt
ist. Auch stellt der bekannte Türschließer hohe Anforderungen an das Montagepersonal,
da die fluidisch wirksamen, ineinandergreifenden Zylinderflächen beim Ineinanderfügen
des Türkolbens und des Druckkolbens sowie des beide durchsetzenden Schiebers
leicht beschädigt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen besonders wirtschaftlich
herstellbaren, einfachen Türschließer bereitzustellen, de unterschiedliche
Momentenverläufe realisieren kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Bei einem Türschließer nach der Erfindung werden ineinander
eingreifende Kolben vermieden. Ferner bedarf es nur mehr eines einzigen Druckspeichers.
Der Aufwand für Fertigung und Montage ist wesentlich reduziert. Die zueinander
gehörenden Passungen des Gehäuses bzw. der Kolben können in einer
Aufspannung gefertigt werden, wodurch die Laufgenauigkeit der entsprechenden Zylinder
bzw. Kolbenflächen ohne zusätzlichen Aufwand wesentlich verbessert und
andererseits die Anzahl der Bearbeitungszyklen reduziert wird. Auch ist dadurch
das Kanalsystem stark vereinfacht, so dass es keiner langgestreckten Kanäle
bedarf und daher bei der Montage die Entlüftung sehr vereinfacht ist. Hierdurch
wird auch Leckage nahezu ausgeschlossen.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Türschließers
nach der Erfindung ist gegeben, wenn ein mittlerer Druckraum fluidisch verbunden
ist:
– einerseits mit einem zweiten Druckraum mittels eines, dem Ansatz des
Türkolbens zugeordneten, in Abhängigkeit des Verschiebeweges des Türkolbens
schließbaren bzw. zu öffnenden Kanals,
– und andererseits mit einem weiteren Druckraum mittels eines Kanales,
der ein vom mittleren Druckraum her wirksames Rückschlagventil aufweist,
– und der zweite Druckraum mit dem weiteren, dem Druckkolben zugeordneten
Druckraum fluidisch verbunden ist über einen, ein Rückschlagventil aufweisenden
Kanal sowie mit der Überströmleitung und mit einem Kanal, dem ein in Ruhestellung
durchgängig geschaltetes Sperrventil zugeordnet ist, das beim Ansteigen des
Drucks im ersten Druckraum in seine Sperrlage überführt wird.
Hierbei kann der den mittleren Druckraum und einen weiteren Druckraum
verbindende Kanal nebst Rückschlagventil je nach konstruktiven Gegebenheiten
im Druckkolben oder Gehäuse angeordnet sein.
Ferner kann zur Steuerung der Schließgeschwindigkeit eines Türschließers
gemäss der Erfindung der Raum eines Druckraumes in einen ersten
Teil und einen zweiten Teil aufgeteilt werden, wobei beide Räume fluidisch
über einen als Drossel wirkenden Flussquerschnitt miteinander verbunden sind.
Von Vorteil ist, wenn die einander zugewandten Kolbenflächen
der beiden Kolben derart ausgebildet sind, dass ein Aneinanderkleben durch Adhäsion
vermieden wird. Besonders der Forderung nach modularer Bauweise kann erfindungsgemäß
dadurch entsprochen werden, wenn die beiden Kolben eine Gehäuse und der Kraftspeicher
einem weiteren Gehäuse zugeordnet sind, wobei das Gehäuse des Türschließers
und das des Kraftspeichers vorzugsweise mittels einer radialen Schraubverbindung
gekoppelt sind. Hierdurch bedarf es lediglich eines Standardtyps des die Kolben
aufnehmenden Gehäuses, wobei die an die unterschiedlichen, den erforderlichen
Schließkräften angepassten Gehäuse einfach anschraubbar sind. Dabei
entfallen komplizierte Montagegänge, wie sie beim Stand der Technik im Werk
erforderlich sind.
Vorteilhaft kann hierzu in dem Gehäuse ein dem Kraftspeicher
zugeordnetes, von außen zugängliches Einstellmittel vorgesehen sein, wodurch
die Schließkraft in einem weiteren Bereich stufenlos einstellbar ist.
Gemäss der Erfindung ist es ferner von Vorteil, wenn das betätigbare
Sperrventil ein mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbares
2/2-Wegeventil ist, wobei dem ersten Druckraum Mittel zur druckabhängigen Ansteuerung
des Sperrventils zugeordnet sind.
Für die Realisierung eines Überlastschutzes bedarf es nach
der Erfindung dann lediglich einer zur Drossel parallelen Zuordnung eines in Fliessrichtung
zum ersten Druckraum hin sperrenden Überdruckventil
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen
Unteransprüchen.
Im weiteren wird die Erfindung anhand in den Figuren mehr oder minder
schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Es zeigt:
1a eine Strukturdarstellung eines Türschließers
nach der Erfindung,
1b eine Einzelheit einer alternativen Ausgestaltung
eines erfindungsgemäßen Türschließers,
2 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Türschließers
nach der Erfindung,
3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in den Stellungen:
3a Tür geschlossen,
3b Öffnungsbeginn,
3c Tür offen,
3d Umkehrung des Übersetzungsverhältnisses
während des Schließvorganges und
4 den Graph des Übersetzungsverhältnisses
des Türschließers in Abhängigkeit des Drehwinkels der Tür
Gleiche Teile weisen gleiche Bezugszeichen auf. Zunächst soll
anhand der 1 der grundsätzliche Aufbau und die Funktion näher
erläutert werden.
Ein dargestellter Türkolben 100 wirkt links mit einer
Kolbenfläche 101 auf einen Druckraum D1 und rechts mit einer Kolbenfläche
102 auf einen Druckraum D2, wobei die beiden Druckräume D1 und D2
mit einer Überströmleitung 12 und 13 fluidisch verbunden
sind. Sowohl der Überströmleitung 12 als auch der Überströmleitung
13sind jeweils eine voreinstellbare Drossel 121 und
131 zugeordnet. Ferner weist die Überströmleitung 12
ein in Fliessrichtung vom Druckraum 1 zum Druckraum 2 schließendes,
parallel zur Drossel 121 geschaltetes Rückschlagventil RV1 auf. Zur
Überlastsicherung ist parallel zur Drossel 121 ein Sicherheitsrückschlagventil
RV2 vorgesehen.
Der Druckraum D2 ist an der der Kolbenfläche 102 gegenüberliegenden
Seite durch eine ein Rückschlagventil RV3 aufweisende Leitung 14 mit
der Überströmleitung 12 verbunden, wobei die Wirkrichtung des
Rückschlagventils RV3 – in Flussrichtung gesehen – zur Überströmleitung
12 hin gerichtet ist.
Der Türkolben 100 weist rechts einen im Durchmesser
kleineren Ansatz 110 auf, der den Druckraum D2 durchsetzt und dessen wirksame
Kolbenfläche 111 auf einen mittleren Druckraum D3 wirkt. Rechts vom
mittleren Druckraum D3 gelegen ist ein auf diesen mit seiner linken Kolbenfläche
201 wirkender Druckkolben 200 angeordnet. Diesem Druckkolben
200 ist rechts ein weiterer Druckraum D4 zugeordnet, auf den der Druckkolben
200 mit seiner rechten Kolbenfläche 202 wirkt und auf die
eine sich an einem Druckteller 31 ortsfest abstützende Druckfeder
30 drückt.
Der Druckraum D4 und der mittlere Druckraum D3 sind mittels einer
Leitung 15 fluidisch verbunden, wobei diese ein – in Flussrichtung
zu dem Druckraum D4 gesehen – schließendes Rückschlagventil RV4
aufweist. Ferner besteht eine fluidisch wirksame Anbindung des Druckraumes D4 über
eine Leitung 16 an die Überströmleitung 12.
Der Druckraum D1 wirkt mittels einer Steuerleitung 41 fluidisch
auf ein als 2/2-Wegeventil ausgebildetes Sperrventil 40, das in seiner
Ausgangslage den Druckraum D2 mit dem weiteren Druckraum D4 über eine Leitung
42 verbindet.
Der Türkolben 100 weist eine Verzahnung 103
auf, mittels der die Drehbewegung eines mit der Verzahnung wälzend in Eingriff
stehenden Ritzels 51 der Abtriebswelle 50 in eine axiale Bewegung
des Türkolbens 100 umgesetzt wird. Der die Verzahnung 103
aufweisende Teil des Kolbens 100 ist mit Fluid gefüllt. Der Kolben
100 weist ferner auf der der Kolbenfläche 102 zugewandten
Seite eine radiale Dichtung 104 auf. Auf diese Weise ist der Raum der Verzahnung
103 mittelbar dem Druckraum D1 fluidisch zugeordnet, wodurch das Fluid
die Verzahnung 103 und das Ritzel 51 gleichzeitig schmiert.
Ferner weist der Ansatz 110 eine in der Kolbenfläche
111 austretende Bohrung 17auf, in die eine quer im Ansatz
110 liegende, bis zur Bohrung 17 reichende Querbohrung
18 mündet. Die Querbohrung 18 ist in einem Abstand x von
der Kolbenfläche 111 angeordnet. Dieser Abstand x bestimmt den Ort
bezüglich des Drehwinkels phi der Tür, wann eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses
eintreten soll, ist also steuerungstechnisch diejenige vorgegebene Stelle y an der
eine starke Schließkraft gewünscht ist. Die Kolben und seine Flächen
sind in 1 jeweils mit unterbrochener Linie dargestellt.
Wie aus 1b und 2
ersichtlich ist, können die Leitung 15 und das Rückschlagventil
RV4 auch dem Druckkolben 200 zugeordnet sein. Ferner kann der Druckkolben
200 den Druckraum D4 in einen Druckraum D4 (erster Teile) und einen die
Feder 30 aufnehmenden Druckraum D4* (zweiter Teil) teilen, wobei zwischen
den beiden Räumen D4 und D4* ein Flussquerschnitt 19 vorgesehen ist,
der auch Drosselfunktion aufweisen kann. Zur Feineinstellung der Federkraft ist
das gehäuseseitige Widerlager der Feder 30 als axial verstellbarer
Druckteller 31 ausgebildet.
Wie 2 und 3c
zeigen, weist die Kolbenfläche 201 des Druckkolbens 200 eine
Andrehung 203 mit kleinerem Durchmesser auf, so dass zwischen den Kolbenflächen
111 und 201 keine ein Abheben des Türkolbens 100
verhindernden Adhäsionskräfte auftreten können. Hierzu kann eine
oder beide der Kolbenflächen 111 und/oder 201 auch eine ballige
Form aufweisen, oder eine Andrehung 203 kann auch dem Ansatz
110 zugeordnet sein.
Die Durchmesser der Kolben sind so zu wählen, dass der Durchmesser
des Ansatzes 110 kleiner als der des Türkolbens 100 ist,
aber der Durchmesser des Druckkolbens 200 größer als der des
Ansatzes 110, jedoch wiederum kleiner ist als der des Türkolbens
100.
Das sich durch die Druckräume und Kanäle bzw. Leitungen
ergebende Volumen ist mit Hydrauliköl gefüllt und entlüftet.
In der Ausgangslage, wie sie in den 2
und 3a gezeigt ist, liegt der Türkolben
100 nebst Ansatz 110 in seiner Ausgangsstellung, die der der geschlossenen
Türe entspricht. Durch die auf die Kolbenfläche 111 des Ansatzes
110 formschlüssig einwirkende Kolbenfläche 201 des Druckkolbens
200 wird diese Ausgangsstellung kraftbeaufschlagt eingehalten.
Wird nun – wie in 3b dargestellt
– die Tür geöffnet, beginnen sich der Türkolben
100 und der Druckkolben 200 unter Formschluss
entsprechend der von der Abtriebswelle 50 und dem Ritzel 51 auf
die Zahnstange 103 übertragene Öffnungsbewegung der Tür
nach rechts zu bewegen. Hierbei fließt aus dem Druckraum D2 Fluid über
die Leitung 13 und die Überströmleitung 12 in den Druckraum
D1. Die Leitung 14 ist vom Rückschlagventil RV3 verschlossen. Das
durch den in den Druckraum D4 eintauchenden Druckkolben 200 verdrängte
Fluid-Volumen fließt anteilig über die Leitung 16 und die Überströmleitung
12 in den Druckraum D1, wobei das Rückschlagventil RV1 geöffnet
ist. Das zeitlich abhängige Öffnungsverhalten ist dabei durch die Drossel
121 und die Drossel 131 einstellbar. Über die im Druckkolben
200 enthaltene Leitung 15 strömt Fluid in den sich zunehmend
vergrößernden mittleren Druckraum D3. Dieser Zusammenhang – also
ein Übersetzungsverhältnis von i = 1 – bleibt bis zum Erreichen
der, der maximalen Offenstellung der Türe entsprechenden Endlage der Kolben
100 und 200 erhalten, wie dies aus der 4
ersichtlich ist.
Wird von außen keine Kraft mehr in Öffnungsrichtung
4 auf die Tür ausgeübt, so wird durch die auf den Druckkolben
200 wirkende Kraft der Feder 30 der Druckkolben 200 in
Schließrichtung 5 bewegt, wobei gleichzeitig das Rückschlagventil
RV4 ein Austreten von Fluid aus dem mittleren Druckraum D3 verhindert und durch
den Druckanstieg in dem Druckraum D1 das als 2/2-Wegeventil ausgebildete Sperrventil
40 mittels der Steuerleitung 41 in seine Sperrlage überführt
und so die Leitung 42 unterbrochen wird. Hierdurch fließt nur mehr
Fluid aus dem Druckraum D1 über die Überströmleitung 12
und nur mehr über die Leitung 14 gedrosselt durch die Drossel
121 in den Druckraum D2.
Pro Verschiebewegeinheit des Druckkolbens 200 wird von diesem
eine bestimmte Volumensäule verdrängt. Entsprechend des kleineren Durchmessers
des Ansatzes 110 des Türkolbens 100 ergibt dies –
da der mittlere Druckraum D3 fluidisch dicht ist – ein Übersetzungsverhältnis
mit i > 1. Der Türkolben 100 hebt folglich vom Druckkolben
200 ab.
Die Übersetzung i > 1 bleibt solange bis – wie in
4 gezeigt – die den Ansatz 110 durchsetzende,
der gewünschten Stelle y entsprechende Querbohrung 18 der zentrisch
angeordneten Bohrung 19 eine fluidische Verbindung des Druckraumes D3 mit
dem Druckraum D2 schafft. In diesem Moment springt das Übersetzungsverhältnis
auf eine Übersetzung i < 1 – also eine Untersetzung – bis
die Stirnfläche 201 des Druckkolbens 200 wieder auf der dem
Ansatz zugehörigen Druckfläche 111 anliegt und dann das Übersetzungsverhältnis
wieder 1:1 annimmt.
Durch das Überdruckventil RV2 wird eine Beschädigung des
Türschließers bei äußerer Gewalteinwirkung auf die Türe
verhindert.
In 2 ist ferner gezeigt, dass die Kolben
einem Gehäuse 1 zugeordnet sind, und die Feder 30 in einem
mittels einer Schraubverbindung 3 mit dem Gehäuse 1 verbundenen
weiteren Gehäuse 2 untergebracht ist. Auf diese Weise kann besonders
einfach der Forderung nach verschieden starken Schließfedern entsprochen werden.
Durch das dem weiteren Gehäuse zugeordnete, von außen zugängliche
Einstellmittel in Form eines auf die Feder drückenden Drucktellers
31, kann die Feder besonders einfach sowohl vorgespannt als auch feineingestellt
werden.
Bezugszeichenliste
Anspruch[de]
Türschließer mit einem auf eine Abtriebswelle (50)
wirkenden Türkolben (100) mit einem Ansatz (110), einem Druckkolben
(200) und einem auf diesen wirkenden Kraftspeicher (30), wobei
die Kolben (100, 200) in einem Gehäuse (1) axial
verschieblich geführt sind, und mit einem ersten Druckraum (D1) und einem zweiten Druckraum
(D2), die mit einer Überströmleitung (12) verbunden und dem Türkolben
(100) zugeordnet sind, einem mittleren Druckraum (D3), der dem Ansatz (110)
und dem Druckkolben (200) zugeordnet ist, sowie mindestens einem weiteren
Druckraum (D4, D4*), der dem Druckkolben (200) zugeordnet ist, wobei die
Überströmleitung (12) eine Drossel aufweisen kann und die Kolben
bzw. das Gehäuse über jeweils die Druckräume verbindende Kanäle
verfügen, und wobei der Türkolben (100) mittels des abgesetzten
Ansatzes (110) in Öffnungsrichtung (4) formschlüssig
am Druckkolben (200) anliegend und in Schließrichtung (5)
– hydraulisch vom Druckkolben entkoppelbar – zuerst hydraulisch und
anschließend mechanisch in Wirkverbindung steht.Türschließer nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der mittlere Druckraum (D3) fluidisch verbunden ist einerseits mit dem zweiten
Druckraum (D2) mittels eines, dem Ansatz (110) des Türkolbens (100)
zugeordneten, in Abhängigkeit des Verschiebeweges des Türkolbens (100)
schließ- bzw. öffnenbaren Kanals (Querbohrung 18, Bohrung
17) und andererseits mit dem weiteren Druckraum (D4) mittels eines, ein
vom mittleren Druckraum (D3) her wirksamen Rückschlagventil (RV4) aufweisenden
Kanals (15), und dass der zweite Druckraum (D2) mit dem weiteren, dem Druckkolben
(200) zugeordneten Druckraum (D4) fluidisch verbunden ist über einen,
ein Rückschlagventil (RV3) aufweisenden Kanal (14, 16), sowie
mit der Überströmleitung (12) und mit einem Kanal (42),
dem ein in Ruhestellung durchgängig geschaltetes Sperrventil (40)
zugeordnet ist, das beim Ansteigen des Drucks im ersten Druckraum (D1) in seine
Sperrlage überführt wird.Türschließer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der den mittleren Druckraum (D3) und weiteren Druckraum (D4) verbindende Kanal (15)
nebst Rückschlagventil (RV4) im Druckkolben (200) oder Gehäuse
(1) angeordnet ist.Türschließer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Druckraum (D4) in einen ersten Teil (D4) und einen zweiten Teil (D4*) aufgeteilt
ist, wobei die Räume (D4, D4*) über einen Flussquerschnitt (19)
fluidisch miteinander verbunden sind, der als Drossel wirkend ausgebildet sein kann.Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Kolbenflächen (111,
201) der beiden Kolben (100, 200) derart ausgebildet
sind, dass ein Aneinanderkleben durch Adhäsion vermieden wird.Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die die Kolbenfläche (102) aufweisende Seite
des Türkolbens (100) eine radiale Dichtung (104) aufweist.Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden Kolben (100, 200) einem Gehäuse
(1) und der Kraftspeicher (30) einem weiteren Gehäuse (2)
zugeordnet sind.Türschließer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse (1) und das Gehäuse (2) mittels einer radialen
Schraubverbindung (3) gekoppelt ist.Türschließer nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet dass das Gehäuse (2) ein dem Kraftspeicher (30)
zugeordnetes, von außen zugängliches Einstellmittel (Druckteller
31) aufweist.Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der hierdurch erreichte Drehmomentsprung auf gleiche Weise
auch für Gleitschienen-Türschließer eingesetzt wird.Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch
gekennzeichnet, dass der hierdurch erreichte Drehmomentsprung auf gleiche Weise
auch für Boden-Türschließer eingesetzt wird.Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher (30) als mechanischer, hydraulischer,
pneumatischer oder elektrischer Kraftspeicher ausgebildet ist, wobei er eine lineare
oder progressive Kennlinie aufweisen kann.Türschließer nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass das betätigbare Sperrventil (40) ein mechanisch,
hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbares 2/2-Wegeventil ist, wobei
dem ersten Druckraum (D1) Mittel zur druckabhängigen Ansteuerung (Steuerleitung
41) des Sperrventils (40) zugeordnet sind.Türschließer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Überströmleitung (12) anstelle
der Drossel (121) parallel zu dieser ein in Fliessrichtung vom ersten Druckraum
(D1) zum zweiten Druckraum (D2) schließendes Rückschlagventil (RV3) zugeordnet
ist.Türschließer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Überströmleitung (12) an der
Stelle der Drossel (121) parallel zu dieser ein in Fliessrichtung zum ersten
Druckraum (D1) hin sperrendes Überdruckventil (RV2) vorgesehen ist.