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Dokumentenidentifikation DE102007001618A1 09.08.2007
Titel Türschließer zur Erzeugung eines Übersetzungssprunges während der Schließphase
Anmelder Krumhauer, Peter, Dr., 14050 Berlin, DE
Erfinder Krumhauer, Peter, Dr., 14050 Berlin, DE
Vertreter Baumbach, F., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 13125 Berlin
DE-Anmeldedatum 04.01.2007
DE-Aktenzeichen 102007001618
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2007
IPC-Hauptklasse E05F 3/04(2006.01)A, F, I, 20070104, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05F 3/12(2006.01)A, L, I, 20070104, B, H, DE   E05F 3/10(2006.01)A, L, I, 20070104, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Türschließer zur Erzeugung eines Übersetzungssprunges während der Schließphase gemäß Anspruch 1.
Bei einem Türschließer nach der Erfindung werden ineinander eingreifende Kolben vermieden. Ferner bedarf es nur mehr eines einzigen Druckspeichers. Der Aufwand für Fertigung und Montage ist wesentlichen reduziert. Die zueinander gehörenden Passungen des Gehäuses bzw. der Kolben können in einer Aufspannung gefertig werden, wodurch die Laufgenauigkeit der entsprechenden Zylinder bzw. Kolbenflächen ohne zusätzlichen Aufwand wesentlich verbessert und andererseits die Anzahl der Bearbeitungszyklen reduziert wird. Auch ist dadurch das Kanalsystem stark vereinfacht, so dass es keiner langgestreckten Kanäle bedarf und daher bei der Montage die Entlüftung sehr vereinfacht ist. Hierdurch wird auch Leckage nahezu ausgeschlossen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Türschließer nach dem Patentanspruch 1.

Aus der SE 469 342 B ist ein Türschließer bekannt geworden, bei dem eine an den Türwinkel angepasste Schließmomentcharakteristik dadurch erreicht wird, indem beim Öffnen zunächst eine auf den Türkolben wirkende erste Feder und dann in Reihe eine auf den Druckkolben wirkende zweite Feder gespannt wird. Beim Schließen gibt zuerst die auf den Türkolben wirkende Feder ihre Energie ab, wobei die zweite Feder in gespannter Lage verharrt, bis ein zentrisch in beiden Kolben gelagerte Schieber fluidisch durch ein Kanalsystem einen den Druckkolben anhaltenden Druckraum entlastet, so dass nunmehr die zweite Feder ihre Energie auf die Abtriebswelle abgeben kann.

Dieser Türschließer vermag zwar unterschiedliche Momente in Abhängigkeit der Türöffnung auf die Tür auszuüben, erfordert jeder einen außerordentlich hohen Herstellungsaufwand.

Insbesondere bedarf es höchstgenauer und damit teurer Herstellung sowohl des mit seinem Ansatz in den Druckkolben eingreifend Türkolbens als auch des Druckkolbens selbst. Erschwerend tritt hinzu, dass der Druckkolben neben der dem Türkolben zugeordneten Passung zwei weitere Passungen aufweist, denen entsprechende Gehäusepassungen fluchtend zugeordnet sind. Auch dies verteuert die Herstellung erheblich.

Schließlich weist der bekannte Türschließer einen als Schaltventil fungierenden, zentrisch angeordneten Schieber auf, der sowohl im Türkolben als auch im Druckkolben axial verschieblich, hydraulisch dicht gelagert ist. Hierdurch subsummieren sich Durchmessertoleranzen, was bei der Fertigung eines solchen Türschließers höchste Anforderungen an die Präzision stellt.

Ferner ist vor allem von Nachteil, dass zahlreiche gegeneinander abzudichtende Druckräume erforderlich sind, die mittels eine komplizierten Kanalsystems miteinander fluidisch kommunizieren, und so die gewünschte Schließmomentencharakteristik temperaturabhängig – besonders bei kalter Witterung – stark beeinträchtigt ist. Auch stellt der bekannte Türschließer hohe Anforderungen an das Montagepersonal, da die fluidisch wirksamen, ineinandergreifenden Zylinderflächen beim Ineinanderfügen des Türkolbens und des Druckkolbens sowie des beide durchsetzenden Schiebers leicht beschädigt werden können.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen besonders wirtschaftlich herstellbaren, einfachen Türschließer bereitzustellen, de unterschiedliche Momentenverläufe realisieren kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Bei einem Türschließer nach der Erfindung werden ineinander eingreifende Kolben vermieden. Ferner bedarf es nur mehr eines einzigen Druckspeichers. Der Aufwand für Fertigung und Montage ist wesentlich reduziert. Die zueinander gehörenden Passungen des Gehäuses bzw. der Kolben können in einer Aufspannung gefertigt werden, wodurch die Laufgenauigkeit der entsprechenden Zylinder bzw. Kolbenflächen ohne zusätzlichen Aufwand wesentlich verbessert und andererseits die Anzahl der Bearbeitungszyklen reduziert wird. Auch ist dadurch das Kanalsystem stark vereinfacht, so dass es keiner langgestreckten Kanäle bedarf und daher bei der Montage die Entlüftung sehr vereinfacht ist. Hierdurch wird auch Leckage nahezu ausgeschlossen.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Türschließers nach der Erfindung ist gegeben, wenn ein mittlerer Druckraum fluidisch verbunden ist:

  • – einerseits mit einem zweiten Druckraum mittels eines, dem Ansatz des Türkolbens zugeordneten, in Abhängigkeit des Verschiebeweges des Türkolbens schließbaren bzw. zu öffnenden Kanals,
  • – und andererseits mit einem weiteren Druckraum mittels eines Kanales, der ein vom mittleren Druckraum her wirksames Rückschlagventil aufweist,
  • – und der zweite Druckraum mit dem weiteren, dem Druckkolben zugeordneten Druckraum fluidisch verbunden ist über einen, ein Rückschlagventil aufweisenden Kanal sowie mit der Überströmleitung und mit einem Kanal, dem ein in Ruhestellung durchgängig geschaltetes Sperrventil zugeordnet ist, das beim Ansteigen des Drucks im ersten Druckraum in seine Sperrlage überführt wird.

Hierbei kann der den mittleren Druckraum und einen weiteren Druckraum verbindende Kanal nebst Rückschlagventil je nach konstruktiven Gegebenheiten im Druckkolben oder Gehäuse angeordnet sein.

Ferner kann zur Steuerung der Schließgeschwindigkeit eines Türschließers gemäss der Erfindung der Raum eines Druckraumes in einen ersten Teil und einen zweiten Teil aufgeteilt werden, wobei beide Räume fluidisch über einen als Drossel wirkenden Flussquerschnitt miteinander verbunden sind.

Von Vorteil ist, wenn die einander zugewandten Kolbenflächen der beiden Kolben derart ausgebildet sind, dass ein Aneinanderkleben durch Adhäsion vermieden wird. Besonders der Forderung nach modularer Bauweise kann erfindungsgemäß dadurch entsprochen werden, wenn die beiden Kolben eine Gehäuse und der Kraftspeicher einem weiteren Gehäuse zugeordnet sind, wobei das Gehäuse des Türschließers und das des Kraftspeichers vorzugsweise mittels einer radialen Schraubverbindung gekoppelt sind. Hierdurch bedarf es lediglich eines Standardtyps des die Kolben aufnehmenden Gehäuses, wobei die an die unterschiedlichen, den erforderlichen Schließkräften angepassten Gehäuse einfach anschraubbar sind. Dabei entfallen komplizierte Montagegänge, wie sie beim Stand der Technik im Werk erforderlich sind.

Vorteilhaft kann hierzu in dem Gehäuse ein dem Kraftspeicher zugeordnetes, von außen zugängliches Einstellmittel vorgesehen sein, wodurch die Schließkraft in einem weiteren Bereich stufenlos einstellbar ist.

Gemäss der Erfindung ist es ferner von Vorteil, wenn das betätigbare Sperrventil ein mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbares 2/2-Wegeventil ist, wobei dem ersten Druckraum Mittel zur druckabhängigen Ansteuerung des Sperrventils zugeordnet sind.

Für die Realisierung eines Überlastschutzes bedarf es nach der Erfindung dann lediglich einer zur Drossel parallelen Zuordnung eines in Fliessrichtung zum ersten Druckraum hin sperrenden Überdruckventil

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen

Unteransprüchen.

Im weiteren wird die Erfindung anhand in den Figuren mehr oder minder schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.

Es zeigt:

1a eine Strukturdarstellung eines Türschließers nach der Erfindung,

1b eine Einzelheit einer alternativen Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Türschließers,

2 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Türschließers nach der Erfindung,

3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in den Stellungen:

3a Tür geschlossen,

3b Öffnungsbeginn,

3c Tür offen,

3d Umkehrung des Übersetzungsverhältnisses während des Schließvorganges und

4 den Graph des Übersetzungsverhältnisses des Türschließers in Abhängigkeit des Drehwinkels der Tür

Gleiche Teile weisen gleiche Bezugszeichen auf. Zunächst soll anhand der 1 der grundsätzliche Aufbau und die Funktion näher erläutert werden.

Ein dargestellter Türkolben 100 wirkt links mit einer Kolbenfläche 101 auf einen Druckraum D1 und rechts mit einer Kolbenfläche 102 auf einen Druckraum D2, wobei die beiden Druckräume D1 und D2 mit einer Überströmleitung 12 und 13 fluidisch verbunden sind. Sowohl der Überströmleitung 12 als auch der Überströmleitung 13sind jeweils eine voreinstellbare Drossel 121 und 131 zugeordnet. Ferner weist die Überströmleitung 12 ein in Fliessrichtung vom Druckraum 1 zum Druckraum 2 schließendes, parallel zur Drossel 121 geschaltetes Rückschlagventil RV1 auf. Zur Überlastsicherung ist parallel zur Drossel 121 ein Sicherheitsrückschlagventil RV2 vorgesehen.

Der Druckraum D2 ist an der der Kolbenfläche 102 gegenüberliegenden Seite durch eine ein Rückschlagventil RV3 aufweisende Leitung 14 mit der Überströmleitung 12 verbunden, wobei die Wirkrichtung des Rückschlagventils RV3 – in Flussrichtung gesehen – zur Überströmleitung 12 hin gerichtet ist.

Der Türkolben 100 weist rechts einen im Durchmesser kleineren Ansatz 110 auf, der den Druckraum D2 durchsetzt und dessen wirksame Kolbenfläche 111 auf einen mittleren Druckraum D3 wirkt. Rechts vom mittleren Druckraum D3 gelegen ist ein auf diesen mit seiner linken Kolbenfläche 201 wirkender Druckkolben 200 angeordnet. Diesem Druckkolben 200 ist rechts ein weiterer Druckraum D4 zugeordnet, auf den der Druckkolben 200 mit seiner rechten Kolbenfläche 202 wirkt und auf die eine sich an einem Druckteller 31 ortsfest abstützende Druckfeder 30 drückt.

Der Druckraum D4 und der mittlere Druckraum D3 sind mittels einer Leitung 15 fluidisch verbunden, wobei diese ein – in Flussrichtung zu dem Druckraum D4 gesehen – schließendes Rückschlagventil RV4 aufweist. Ferner besteht eine fluidisch wirksame Anbindung des Druckraumes D4 über eine Leitung 16 an die Überströmleitung 12.

Der Druckraum D1 wirkt mittels einer Steuerleitung 41 fluidisch auf ein als 2/2-Wegeventil ausgebildetes Sperrventil 40, das in seiner Ausgangslage den Druckraum D2 mit dem weiteren Druckraum D4 über eine Leitung 42 verbindet.

Der Türkolben 100 weist eine Verzahnung 103 auf, mittels der die Drehbewegung eines mit der Verzahnung wälzend in Eingriff stehenden Ritzels 51 der Abtriebswelle 50 in eine axiale Bewegung des Türkolbens 100 umgesetzt wird. Der die Verzahnung 103 aufweisende Teil des Kolbens 100 ist mit Fluid gefüllt. Der Kolben 100 weist ferner auf der der Kolbenfläche 102 zugewandten Seite eine radiale Dichtung 104 auf. Auf diese Weise ist der Raum der Verzahnung 103 mittelbar dem Druckraum D1 fluidisch zugeordnet, wodurch das Fluid die Verzahnung 103 und das Ritzel 51 gleichzeitig schmiert.

Ferner weist der Ansatz 110 eine in der Kolbenfläche 111 austretende Bohrung 17auf, in die eine quer im Ansatz 110 liegende, bis zur Bohrung 17 reichende Querbohrung 18 mündet. Die Querbohrung 18 ist in einem Abstand x von der Kolbenfläche 111 angeordnet. Dieser Abstand x bestimmt den Ort bezüglich des Drehwinkels phi der Tür, wann eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses eintreten soll, ist also steuerungstechnisch diejenige vorgegebene Stelle y an der eine starke Schließkraft gewünscht ist. Die Kolben und seine Flächen sind in 1 jeweils mit unterbrochener Linie dargestellt.

Wie aus 1b und 2 ersichtlich ist, können die Leitung 15 und das Rückschlagventil RV4 auch dem Druckkolben 200 zugeordnet sein. Ferner kann der Druckkolben 200 den Druckraum D4 in einen Druckraum D4 (erster Teile) und einen die Feder 30 aufnehmenden Druckraum D4* (zweiter Teil) teilen, wobei zwischen den beiden Räumen D4 und D4* ein Flussquerschnitt 19 vorgesehen ist, der auch Drosselfunktion aufweisen kann. Zur Feineinstellung der Federkraft ist das gehäuseseitige Widerlager der Feder 30 als axial verstellbarer Druckteller 31 ausgebildet.

Wie 2 und 3c zeigen, weist die Kolbenfläche 201 des Druckkolbens 200 eine Andrehung 203 mit kleinerem Durchmesser auf, so dass zwischen den Kolbenflächen 111 und 201 keine ein Abheben des Türkolbens 100 verhindernden Adhäsionskräfte auftreten können. Hierzu kann eine oder beide der Kolbenflächen 111 und/oder 201 auch eine ballige Form aufweisen, oder eine Andrehung 203 kann auch dem Ansatz 110 zugeordnet sein.

Die Durchmesser der Kolben sind so zu wählen, dass der Durchmesser des Ansatzes 110 kleiner als der des Türkolbens 100 ist, aber der Durchmesser des Druckkolbens 200 größer als der des Ansatzes 110, jedoch wiederum kleiner ist als der des Türkolbens 100.

Das sich durch die Druckräume und Kanäle bzw. Leitungen ergebende Volumen ist mit Hydrauliköl gefüllt und entlüftet.

In der Ausgangslage, wie sie in den 2 und 3a gezeigt ist, liegt der Türkolben 100 nebst Ansatz 110 in seiner Ausgangsstellung, die der der geschlossenen Türe entspricht. Durch die auf die Kolbenfläche 111 des Ansatzes 110 formschlüssig einwirkende Kolbenfläche 201 des Druckkolbens 200 wird diese Ausgangsstellung kraftbeaufschlagt eingehalten.

Wird nun – wie in 3b dargestellt – die Tür geöffnet, beginnen sich der Türkolben 100 und der Druckkolben 200 unter Formschluss entsprechend der von der Abtriebswelle 50 und dem Ritzel 51 auf die Zahnstange 103 übertragene Öffnungsbewegung der Tür nach rechts zu bewegen. Hierbei fließt aus dem Druckraum D2 Fluid über die Leitung 13 und die Überströmleitung 12 in den Druckraum D1. Die Leitung 14 ist vom Rückschlagventil RV3 verschlossen. Das durch den in den Druckraum D4 eintauchenden Druckkolben 200 verdrängte Fluid-Volumen fließt anteilig über die Leitung 16 und die Überströmleitung 12 in den Druckraum D1, wobei das Rückschlagventil RV1 geöffnet ist. Das zeitlich abhängige Öffnungsverhalten ist dabei durch die Drossel 121 und die Drossel 131 einstellbar. Über die im Druckkolben 200 enthaltene Leitung 15 strömt Fluid in den sich zunehmend vergrößernden mittleren Druckraum D3. Dieser Zusammenhang – also ein Übersetzungsverhältnis von i = 1 – bleibt bis zum Erreichen der, der maximalen Offenstellung der Türe entsprechenden Endlage der Kolben 100 und 200 erhalten, wie dies aus der 4 ersichtlich ist.

Wird von außen keine Kraft mehr in Öffnungsrichtung 4 auf die Tür ausgeübt, so wird durch die auf den Druckkolben 200 wirkende Kraft der Feder 30 der Druckkolben 200 in Schließrichtung 5 bewegt, wobei gleichzeitig das Rückschlagventil RV4 ein Austreten von Fluid aus dem mittleren Druckraum D3 verhindert und durch den Druckanstieg in dem Druckraum D1 das als 2/2-Wegeventil ausgebildete Sperrventil 40 mittels der Steuerleitung 41 in seine Sperrlage überführt und so die Leitung 42 unterbrochen wird. Hierdurch fließt nur mehr Fluid aus dem Druckraum D1 über die Überströmleitung 12 und nur mehr über die Leitung 14 gedrosselt durch die Drossel 121 in den Druckraum D2.

Pro Verschiebewegeinheit des Druckkolbens 200 wird von diesem eine bestimmte Volumensäule verdrängt. Entsprechend des kleineren Durchmessers des Ansatzes 110 des Türkolbens 100 ergibt dies – da der mittlere Druckraum D3 fluidisch dicht ist – ein Übersetzungsverhältnis mit i > 1. Der Türkolben 100 hebt folglich vom Druckkolben 200 ab.

Die Übersetzung i > 1 bleibt solange bis – wie in 4 gezeigt – die den Ansatz 110 durchsetzende, der gewünschten Stelle y entsprechende Querbohrung 18 der zentrisch angeordneten Bohrung 19 eine fluidische Verbindung des Druckraumes D3 mit dem Druckraum D2 schafft. In diesem Moment springt das Übersetzungsverhältnis auf eine Übersetzung i < 1 – also eine Untersetzung – bis die Stirnfläche 201 des Druckkolbens 200 wieder auf der dem Ansatz zugehörigen Druckfläche 111 anliegt und dann das Übersetzungsverhältnis wieder 1:1 annimmt.

Durch das Überdruckventil RV2 wird eine Beschädigung des Türschließers bei äußerer Gewalteinwirkung auf die Türe verhindert.

In 2 ist ferner gezeigt, dass die Kolben einem Gehäuse 1 zugeordnet sind, und die Feder 30 in einem mittels einer Schraubverbindung 3 mit dem Gehäuse 1 verbundenen weiteren Gehäuse 2 untergebracht ist. Auf diese Weise kann besonders einfach der Forderung nach verschieden starken Schließfedern entsprochen werden. Durch das dem weiteren Gehäuse zugeordnete, von außen zugängliche Einstellmittel in Form eines auf die Feder drückenden Drucktellers 31, kann die Feder besonders einfach sowohl vorgespannt als auch feineingestellt werden.

Bezugszeichenliste


Anspruch[de]
Türschließer mit einem auf eine Abtriebswelle (50) wirkenden Türkolben (100) mit einem Ansatz (110), einem Druckkolben (200) und einem auf diesen wirkenden Kraftspeicher (30), wobei die Kolben (100, 200) in einem Gehäuse (1) axial verschieblich geführt sind, und mit einem ersten Druckraum (D1) und einem zweiten Druckraum (D2), die mit einer Überströmleitung (12) verbunden und dem Türkolben (100) zugeordnet sind, einem mittleren Druckraum (D3), der dem Ansatz (110) und dem Druckkolben (200) zugeordnet ist, sowie mindestens einem weiteren Druckraum (D4, D4*), der dem Druckkolben (200) zugeordnet ist, wobei die Überströmleitung (12) eine Drossel aufweisen kann und die Kolben bzw. das Gehäuse über jeweils die Druckräume verbindende Kanäle verfügen, und wobei der Türkolben (100) mittels des abgesetzten Ansatzes (110) in Öffnungsrichtung (4) formschlüssig am Druckkolben (200) anliegend und in Schließrichtung (5) – hydraulisch vom Druckkolben entkoppelbar – zuerst hydraulisch und anschließend mechanisch in Wirkverbindung steht. Türschließer nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Druckraum (D3) fluidisch verbunden ist einerseits mit dem zweiten Druckraum (D2) mittels eines, dem Ansatz (110) des Türkolbens (100) zugeordneten, in Abhängigkeit des Verschiebeweges des Türkolbens (100) schließ- bzw. öffnenbaren Kanals (Querbohrung 18, Bohrung 17) und andererseits mit dem weiteren Druckraum (D4) mittels eines, ein vom mittleren Druckraum (D3) her wirksamen Rückschlagventil (RV4) aufweisenden Kanals (15), und dass der zweite Druckraum (D2) mit dem weiteren, dem Druckkolben (200) zugeordneten Druckraum (D4) fluidisch verbunden ist über einen, ein Rückschlagventil (RV3) aufweisenden Kanal (14, 16), sowie mit der Überströmleitung (12) und mit einem Kanal (42), dem ein in Ruhestellung durchgängig geschaltetes Sperrventil (40) zugeordnet ist, das beim Ansteigen des Drucks im ersten Druckraum (D1) in seine Sperrlage überführt wird. Türschließer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der den mittleren Druckraum (D3) und weiteren Druckraum (D4) verbindende Kanal (15) nebst Rückschlagventil (RV4) im Druckkolben (200) oder Gehäuse (1) angeordnet ist. Türschließer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckraum (D4) in einen ersten Teil (D4) und einen zweiten Teil (D4*) aufgeteilt ist, wobei die Räume (D4, D4*) über einen Flussquerschnitt (19) fluidisch miteinander verbunden sind, der als Drossel wirkend ausgebildet sein kann. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Kolbenflächen (111, 201) der beiden Kolben (100, 200) derart ausgebildet sind, dass ein Aneinanderkleben durch Adhäsion vermieden wird. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kolbenfläche (102) aufweisende Seite des Türkolbens (100) eine radiale Dichtung (104) aufweist. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kolben (100, 200) einem Gehäuse (1) und der Kraftspeicher (30) einem weiteren Gehäuse (2) zugeordnet sind. Türschließer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) und das Gehäuse (2) mittels einer radialen Schraubverbindung (3) gekoppelt ist. Türschließer nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet dass das Gehäuse (2) ein dem Kraftspeicher (30) zugeordnetes, von außen zugängliches Einstellmittel (Druckteller 31) aufweist. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der hierdurch erreichte Drehmomentsprung auf gleiche Weise auch für Gleitschienen-Türschließer eingesetzt wird. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass der hierdurch erreichte Drehmomentsprung auf gleiche Weise auch für Boden-Türschließer eingesetzt wird. Türschließer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher (30) als mechanischer, hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Kraftspeicher ausgebildet ist, wobei er eine lineare oder progressive Kennlinie aufweisen kann. Türschließer nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das betätigbare Sperrventil (40) ein mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbares 2/2-Wegeventil ist, wobei dem ersten Druckraum (D1) Mittel zur druckabhängigen Ansteuerung (Steuerleitung 41) des Sperrventils (40) zugeordnet sind. Türschließer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Überströmleitung (12) anstelle der Drossel (121) parallel zu dieser ein in Fliessrichtung vom ersten Druckraum (D1) zum zweiten Druckraum (D2) schließendes Rückschlagventil (RV3) zugeordnet ist. Türschließer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Überströmleitung (12) an der Stelle der Drossel (121) parallel zu dieser ein in Fliessrichtung zum ersten Druckraum (D1) hin sperrendes Überdruckventil (RV2) vorgesehen ist.






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