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Dokumentenidentifikation DE102007003714A1 09.08.2007
Titel Verfahren und System zur Erzeugung von Objektbildschichten
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Li, Baojun, Waukesha, Wis., US;
Hsieh, Jiang, Brookfield, Wis., US;
Ni, Xianfeng, Merton, Wis., US;
Metz, Stephen W., Greenfield, Wis., US;
Srinivas, Yogesh, Hartland, Wis., US;
Patz, Tabb A., New Berlin, Wis., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 25.01.2007
DE-Aktenzeichen 102007003714
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2007
IPC-Hauptklasse G01N 23/06(2006.01)A, F, I, 20070125, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 6/03(2006.01)A, L, I, 20070125, B, H, DE   
Zusammenfassung Es ist ein Verfahren zur Erzeugung einer variablen Schichtdicke (125) zur Anzeige eines abgebildeten Objektes (120) beschrieben. Das Verfahren enthält eine Akquisition mehrerer Projektionsbilder aus mehreren unterschiedlichen Projektionswinkeln innerhalb eines definierten Überstreichungswinkels, eine Rekonstruktion mehrerer Objektbilder (121) aus den mehreren Projektionsbildern, wobei jedes Objektbild eine erste Schichtdicke (126) aufweist, und eine Anwendung einer Funktionsregel, um Bilder, ganze Bilder oder Teile derselben oder Attribute derselben, der mehreren Projektionsbilder, der mehreren Objektbilder (121) oder von beiden miteinander zu kombinieren, um dadurch die Anzeige des Objektes (120) mit einer zweiten Schichtdicke (125), die sich von der ersten Schichtdicke (126) unterscheidet, zu ermöglichen.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND ZU DER ERFINDUNG

Die vorliegende Beschreibung betrifft allgemein medizinische Bildgebung und insbesondere die Erzeugung von Bildschichten eines Objektes.

Herkömmliche Röntgen-(Projektions)Bildgebung ermöglicht keine Darstellung detaillierter Querschnitte von Gewebestrukturen in einer vorbestimmten Tiefe. In der Röntgenbildgebung stellt Tomosynthese eine fortschrittliche Anwendung dar, die eine retrospektive Rekonstruktion einer beliebigen Anzahl von Tomographieebenen einer Anatomie aus einem Satz dosisarmer Projektionsbilder, die während einer vorgegebenen Verschiebung einer Röntgenquelle akquiriert werden, ermöglicht und eine Tiefeninformation in Bezug auf die Projektionsbilder liefert. Die Verwendung eines digitalen Flat-Panels oder Flachfelddetektors, dessen Abmessungen beispielsweise 40 Zentimeter (cm) × 40 cm betragen können, ermöglicht die Erfassung einer großen Datenmenge bei jeder Bestrahlung. Die durch diese Tomographieebenen mitgeführten Tiefeninformationen sind bei der herkömmlichen Röntgenbildgebung (Projektionsbildgebung) nicht verfügbar.

Mit der Einführung der Tomosynthese ist es möglich, die Tiefeninformation der übereinander/untereinander liegenden anatomischen Strukturen gemeinsam mit den Bildern zu kodieren. Eine minimale Schichtdicke (die auch als eine nominelle Schichtdicke oder Nennschichtdicke bezeichnet wird) der Tomosynthesebildschichten ist in erster Linie durch einen auch als Schwenk- oder Überstreichungswinkel (Sweep Angle) bezeichneten Winkel der Bewegungskurve einer Röntgenquelle bestimmt. Die nominelle Schichtdicke ist gewöhnlich durch die volle Breite bei der Hälfte der Maxima (FWHM, Full-Width-Half-Maxima) des Schichtempfindlichkeitsprofils (SSP, Slice Sensitivity Profile) definiert, weil die Schichtausrichtung senkrecht zu dem Röntgendetektorpanel orientiert ist. Obwohl die nominelle Schichtdicke die maximale z-Auflösung liefern kann, können dickere Schichten in vielen klinischen Einrichtungen praktische Vorteile ergeben.

Demgemäß kann die Technik der Tomosynthesebildgebung verbessert werden, indem ein Verfahren und ein System geschaffen werden, die in der Lage sind, Bildschichten variabler Dicke zu erzeugen und zu handhaben.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Eine Ausführungsform der Erfindung enthält ein Verfahren zur Erzeugung einer variablen Schichtdicke zur Darstellung eines abgebildeten Objektes. Das Verfahren enthält die Akquisition mehrerer Projektionsbilder aus mehreren unterschiedlichen Projektionswinkeln innerhalb eines definierten Schwenk- bzw. Überstreichungswinkels, eine Rekonstruktion mehrerer Objektbilder aus den mehreren Projektionsbildern, wobei jedes Objektbild eine erste Schichtdicke aufweist, und eine Anwendung einer Funktionsregel, um Bilder, gesamte Bilder oder Teile von diesen oder Merkmale oder Attribute von diesen, von den mehreren Projektionsbildern, von den mehreren Objektbildern oder von beiden Arten miteinander zu kombinieren, um dadurch die Darstellung des Objektes unter Verwendung einer zweiten Schichtdicke, die sich von der ersten Schichtdicke unterscheidet, zu ermöglichen.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung enthält eine Benutzerschnittstelle bzw. Benutzeroberfläche zur Darstellung eines abgebildeten Objektes, wobei dem abgebildeten Objekt dies ihm zugeordnete mehrere rekonstruierte Objektbilder zugeordnet sind, die jeweils eine erste Schichtdicke aufweisen, wobei die rekonstruierten Objektbilder aus mehreren Projektionsbildern rekonstruiert worden sind. Die Benutzerschnittstelle enthält eine Einrichtung für einen Benutzer, um eine Funktionsregel oder einen Funktionsregelparameter auszuwählen, eine Einrichtung zur Anwendung der Funktionsregel oder des Funktionsregelparameters, um Bilder miteinander zu kombinieren, wodurch die Darstellung des Objektes unter Verwendung einer zweiten Schichtdicke, die sich von der ersten Schichtdicke unterscheidet, ermöglicht wird, und eine Einrichtung zur Darstellung eines Teils des Objektes bei der zweiten Schichtdicke. Die Funktionsregel kann ganze Bilder oder Teile derselben von den mehreren Projektionsbildern, von den mehreren Objektbildern oder von beiden Bildarten miteinander kombinieren.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung enthält ein System zur Abbildung eines Objektes. Das System enthält einen Bilddetektor, eine Bildgebungsquelle, die eine Winkelbewegung in Bezug auf das Objekt ausführen kann, und eine Verarbeitungsvorrichtung, die mit dem Bilddetektor und der Bildgebungsquelle in Signalkommunikationsverbindung steht. Die Bildgebungsquelle ist dazu eingerichtet, eine Bildgebungsstrahlung in Richtung auf den Bildgebungsdetektor zu richten. In Abhängigkeit von einer Bewegung der Bildgebungsquelle werden an dem Bilddetektor mehrere Projektionsbilder unter mehreren verschiedenen Projektionswinkeln innerhalb eines definierten Schwenk- bzw. Überstreichungswinkels akquiriert. Die Verarbeitungsvorrichtung ist konfiguriert, um mehrere Objektbilder aus den mehreren Projektionsbildern zu rekonstruieren, wobei jedes Objektbild eine erste Schichtdicke aufweist. Die Verarbeitungsvorrichtung ist ferner konfiguriert, um eine Funktionsregel anzuwenden, um Bilder, ganze Bilder oder Teile derselben oder Merkmale derselben, von den mehreren Projektionsbildern, von den mehreren Objektbildern oder von beiden Arten miteinander zu kombinieren, wodurch die Darstellung des Objektes unter Verwendung einer zweiten Schichtdicke, die sich von der ersten Schichtdicke unterscheidet, ermöglicht wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bezugnehmend auf die beispielhaften Zeichnungen, in denen gleiche Elemente in den beigefügten Figuren durchwegs gleich bezeichnet sind, zeigen:

1 ein beispielhaftes Tomosynthesesystem gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in Form eines Blockschaltbilds;

2 eine graphische Darstellung unter Veranschaulichung beispielhafter Schichtempfindlichkeitsprofile für unterschiedliche Schwenk- bzw. Überstreichungswinkel der Röntgenstrahlquelle gemäß Ausführungsformen der Erfindung;

3A und 3B beispielhafte Ausführungsformen von zwei digitalisierten Bildern einer medizinischen Datenanzeige gemäß Ausführungsformen der Erfindung;

4 eine graphische Darstellung unter Veranschaulichung einer beispielhaften Gewichtungskoeffizientenfunktion gemäß Ausführungsformen der Erfindung;

5 eine beispielhafte Ausführungsform eines Verfahrens zur Optimierung der Transformation von Bildschichten gemäß Ausführungsformen der Erfindung;

6 eine beispielhafte Ausführungsform eines Dialogfensters zur Eingabe von Bildparametern gemäß Ausführungsformen der Erfindung; und

7 eine beispielhafte Ausführungsform einer Benutzerschnittstelle bzw. -oberfläche zur Eingabe von Bildparametern und gleichzeitigen Beobachtung von Parametereffekten an Bilddaten gemäß Ausführungsform der Erfindung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Eine Ausführungsform der Erfindung liefert einem Radiologen eine Schnittstelle zur Nutzung der Flexibilität, Tomosynthesebildschichtdicken derart genau anpassen zu können, dass sie den diagnostischen Anforderungen einer Anwendung am besten dienen. Obwohl eine minimale (nominelle) Bildschichtdicke in einer Schichtdickenrichtung eine maximale Auflösung ergeben kann, können dickere Schichten in vielen klinischen Einrichtungen praktische Vorteile ergeben.

Erstens gibt es eine Anzahl von klinischen Anwendungen, die dickere Schichten favorisieren. Zur Diagnostizierung interstitieller Erkrankungen beispielsweise kann eine Schichtdicke von wenigstens 1 cm bevorzugt sein, weil eine Fortsetzung eines Gefäßes viel besser visualisiert werden kann. Ein weiteres Beispiel stellt die Mamographie dar, bei der eine Schichtdicke von ungefähr 1 cm vorteilhaft ist, um die Gegenwart angehäufter Mikroverkalkungen zu diagnostizieren. Zweitens werden bei der Erzeugung dickerer Schichten Bildrauschen und Artefakte reduziert. Dies rührt von einer verbesserten Datenkonsistenz bei dickeren Schichten im Verhältnis zu dünneren Schichten her. In bestimmten klinischen Applikationen ist diese Reduktion von Bildrauschen und Artefakten im Vergleich zu dem Verlust des lokalen Kontrastes und der Bildschärfe, die mit dickeren Bildschichten einhergehen können, von größerem Wert. Drittens können dickere Schichten die Produktivität eines Radiologen verbessern. Bei klinischen Rückmeldungen ist wiederholt betont worden, dass die große Menge von Bildern, die durch Tomosynthese erzeugt werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Produktivität eines Radiologen und hinsichtlich finanzieller Überlegungen haben kann.

Aus all den obigen Gründen ist es vorteilhaft, Bilder mit variabler Schichtdicke durch die Einbindung von dünnen Bildschichten in dickere Bildschichten zu erzeugen. Die optimale Schichtdicke hängt von der diagnostischen Anwendung und der Präferenz eines Benutzers, einschl. eines Kompromisses zwischen dem Erfassungsbereich, der Schichtdicke und den Artefakten, ab. Eine Ausführungsform der Erfindung ermöglicht einem Benutzer, die gewünschte Schichtdicke auf der Basis der Anwendung und seiner/ihrer Präferenz auszuwählen.

Bezugnehmend auf 1 ist dort eine schematisierte Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines Tomosynthesesystems 50 dargestellt. Eine (hier auch als Bildgebungsquelle bezeichnete) Röntgenquelle 100 projiziert einen (hier auch als Bildgebungsstrahlung bezeichneten) Röntgenstrahl 101, der durch ein Bildgebungsobjekt 120, wie beispielsweise einen Teil einer menschlichen Anatomie, gerichtet ist, in Richtung auf einen (hier auch als Bilddetektor bezeichneten) Felddetektor bzw. Paneldetektor 150, der gewöhnlich stationär angeordnet und in einer Ausführungsform von zweidimensionaler Bauart ist. Wenn die Röntgenquelle 100 entlang entweder einer definierten bogenförmigen Bewegungsbahn 105 oder einer definierten linearen Bewegungsbahn 110 von einer ersten Position (die durch die Anordnung der Röntgenquelle 100 in 1 veranschaulicht ist) in eine zweite Position (die durch die Anordnung der Röntgenquelle 100' in 1 dargestellt ist) überführt wird, überstreicht der Röntgenstrahl 101 das Bildgebungsobjekt 120. Wenn der Röntgenstrahl 101 das Bildgebungsobjekt 120 durchdringt, sorgen Komponenten unterschiedlicher Dichten innerhalb des Bildgebungsobjektes 120 für eine unterschiedliche Röntgenabschwächung. Ein abgeschwächter Röntgenstrahl 102 wird durch den Felddetektor 150 empfangen, der ein von der Intensität des abgeschwächten Röntgenstrahls 102 abhängiges elektrisches Signal erzeugt.

Eine Verarbeitungsvorrichtung 160 kommuniziert mit der Röntgenquelle 100, um Leistungs- und Zeittaktsignale zu liefern. Die Verarbeitungsvorrichtung 160 steht ferner mit einem (in 1 nicht dargestellten) Motor, um die Bewegung bzw. Verlagerung der Röntgenquelle 100 zu steuern, dem Felddetektor 150, um die elektrischen Signaldaten zur nachfolgenden Verarbeitung entgegenzunehmen, einer Datenspeichervorrichtung 156, einer Eingabevorrichtung 157 und einer Ausgabevorrichtung 169 in Kommunikationsverbindung. Die Verarbeitungsvorrichtung 160 rekonstruiert die elektrischen Signaldaten, die mehrere Projektionsbilder kennzeichnen, von dem Felddetektor 150 in mehrere einzelne Bildschichten bzw. -schnitte 125 des Bildgebungsobjektes 120. In dem hier verwendeten Sinne ist eine allgemeine Bezugnahme auf Bildschichten eine Bezugnahme auf eine von einer Gruppe von Bildschichten 121, wie in 1 veranschaulicht. Jede Bildschicht 121 repräsentiert einen 3D-Schnitt, der Tiefendaten, einschließlich relativer Positionen und Größen innerer Komponenten bzw. Bestandteile mit variierenden Dichten, enthält. Jede Bildschicht 121 weist eine Sichttiefe in einer z-Richtung 127 auf, die durch eine minimale (hier auch als eine nominelle oder erste bezeichnete) Schichtdicke 126 definiert ist, die nachstehend näher beschrieben ist. Die Verarbeitungsvorrichtung 160 speichert die Bildschichten 121 in der Datenspeichervorrichtung 156 und zeigt die Datensignale in Form eines Bildes über die Ausgabevorrichtung 169 an. Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform können die Bildschichten 121 jeweils einzeln über einen Anzeigebildschirm 170 der Ausgabevorrichtung 169 angesehen werden.

Wenn sich die Röntgenquelle 100 um einen Schwenk- bzw. Überstreichungswinkel B, also den Winkel ihrer Bewegungskurve, von der ersten Position der Röntgenquelle 100 zu der zweiten Position der Röntgenquelle 100' bewegt, werden durch den Felddetektor mehrere radiographische Projektionsbilder von mehreren Projektionswinkeln aus innerhalb des vorgegebenen Überstreichungswinkels &thgr; akquiriert. Der Überstreichungswinkel B bestimmt ein Schichtempfindlichkeitsprofil 130 und die nominelle Schichtdicke 126. Während hier eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben ist, die den stationären Flachdetektor oder Flat-Panel-Detektor 150 verwendet, versteht es sich, dass der Rahmen der Erfindung nicht darauf beschränkt ist, so dass die Erfindung auch für Tomosynthesesysteme 50 gilt, die einen Felddetektor verwenden, der andere Formen, wie beispielsweise ein konkaves Profil, aufweisen und ferner bewegungsfähig sein kann.

Bezugnehmend auf 2 ist dort eine Kurvenschar dargestellt, die jeweils die unterschiedlichen Schichtempfindlichkeitsprofile 130 für den entsprechenden Wert des Überstreichungswinkels &thgr; gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kennzeichnen. Diese Kurven zeigen eine Bestimmung der vollen Breite bei der Hälfte des Maximums der nominellen Schichtdicke 126. Die x-Achse kennzeichnet eine Anzahl von Pixeln, während die y-Achse einen Pixelwert darstellt. Beispielsweise repräsentiert eine äußerste Kurve 200 das Schichtempfindlichkeitsprofil 130, wenn &thgr; 5° beträgt. Der maximale Pixelwert beträgt ungefähr 30.000, so dass folglich die Hälfte des Maximalwertes ungefähr 15.000 beträgt. Bezugnehmend auf die Kurve 200 sind entlang der Kurve zwei Punkte 201, 202 veranschaulicht, die einen y-Achsen-Pixelwert von ungefähr 15.000 kennzeichnen. Die Punkte 201 und 202 entsprechen x-Werten von ungefähr 19 bzw. 43. Deshalb beträgt die minimale (nominelle) Schichtdicke 126 für die durch 2 veranschaulichte Ausführungsform in Abhängigkeit von dem Schwenk- bzw. Überstreichungswinkel &thgr; von 5° annähernd 43 minus 19 oder 24 Pixel. Wenn der Pixelabstand des Detektorfeldes 150 bekannt ist, kann der Wert für die minimale Schichtdicke 126 ermittelt werden. Es erschließt sich aus dem Kurvensatz und der Bildlegende der 2, dass bei einer Vergrößerung des Überstreichungswinkels B die nominelle Schichtdicke 126 abnimmt. Es kann auch wahrgenommen werden, dass, während die minimale (nominelle) Schichtdicke 126 in erster Linie durch eine physikalische Bedingung bzw. Beschränkung (den Überstreichungswinkel &thgr;) bestimmt ist und (ohne Vergrößerung des Überstreichungswinkels &thgr;) nicht weiter reduziert werden kann, eine derartige physikalische Beschränkung bei der Kombination von Schichten 121 zur Erzielung einer Schicht 125 mit einer größeren Dicke in der z-Richtung 127 nicht besteht.

Die Auswahl einer geeigneten Schichtdicke hängt von den Anwendungsanforderungen sowie der Präferenz eines Radiologen ab. Eine Verwendung der nominellen Schichtdicke 126 kann die maximale Schärfe, den maximalen Kontrast und die maximale Auflösung für die z-Dimension 127 innerhalb einer gegebenen Bildschicht 121 ergeben. Jedoch ergeben sich durch die Verwendung von Bildschichten 125, die dicker sind als die nominelle Schichtdicke 126, praktische Vorteile. In dem hier verwendeten Sinne bezieht sich eine Bildschicht 126 auf eine nominelle Schichtdicke, die durch den Schwenk- bzw. Überstreichungswinkel &thgr; definiert ist, während eine Bildschicht 125 sich auf eine gegebene Schichtdicke bezieht, die dicker sein kann als die nominelle Schichtdicke 126. Wenn beispielsweise die Tomosynthese zur Erfassung eines Brustkrebs verwendet werden soll, ist es das Ziel, die Gegenwart von Anhäufungen bzw. Clustern von Mikroverkalkungen zu detektieren. Obwohl eine genaue Beurteilung bzw. Auswertung kleiner Objekte, beispielsweise einzelner Mikroverkalkungen, durch die erhöhte Auflösung der nominellen Schichtdicke 126 verbessert werden kann, kann die Quantifizierung von Mikroverkalkungen innerhalb der Anhäufung bzw. des Clusters und die Bestimmung der Größe der Anhäufung bzw. des Clusters mit der Auswahl einer größeren Bildschichtdicke 125 zur Vergrößerung des Sichtfeldes, so dass dadurch die Begrenzungen der Anhäufung umgeben bzw. umschlossen werden, verbessert werden. Auf eine ähnliche Weise verbessert das durch eine dicke Bildschicht 125 geschaffene größere Sichtfeld die Diagnose von interstitiellen Erkrankungen. Dickere Bildschichten 125 können im Unterschied zu Bildschichten der nominellen Dicke 126, die nur in der Lage sind, einen Teil des Gefäßes zu visualisieren, eine Visualisierung des gesamten Gefäßes, einschließlich einer möglichen Blockade oder Verstopfung, ermöglichen.

Bezugnehmend nun auf 3A und 3B ist links (in 3A) ein Bild dargestellt, das von der Bildschicht 126 mit der nominellen Dicke erzeugt worden ist, während rechts (in 3B) ein Bild dargestellt ist, das über eine Umsetzung bzw. Transformation von mehreren Bildschichten 126 der nominellen Dicke zur Erzeugung einer einzelnen dickeren Bildschicht 125 erzeugt worden ist. Die Verwendung der dickeren Bildschicht 125 verbessert die Datenkonsistenz, was zu der Reduktion von Bildartefakten, Ringbildung und einem höheren Signal-Rausch-Verhältnis führt. Diese Vorteile können durch Vergleich des Bildes auf der linken Seite (3A) mit dem Bild auf der rechten Seite (3B) ersehen werden.

Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung der aus mehreren Bildschichten der nominellen Dicke 126 erzeugten dickeren Bildschichten 125 betrifft den Arbeitsablauf des Radiologen. Wenn beispielsweise eine Ausgestaltung des Bildgebungsobjektes 120 eine Dicke in der z-Richtung 127 von 10 cm aufweist und die nominelle Schichtdicke 126 1 mm beträgt, werden 100 Bildschichten mit der nominellen (hier auch als eine erste bezeichneten) Schichtdicke 126 erzeugt. Wenn der Radiologe alternativ wählt, die Bildschicht in eine zweite dickere Schichtdicke 125 von 1 cm zu transformieren bzw. umzusetzen, wird die Anzahl von Bildschichten von 100 auf 10 reduziert, wodurch dem Radiologen ermöglicht wird, den Zustand des Bildgebungsobjektes 120 schneller zu überprüfen bzw. zu bewerten.

Eine Funktionsregel zur Erzeugung eines zweiten Satzes von Bildschichten 125, die größere Dicken aufweisen, kann durch die folgende Form dargestellt werden:

Gleichung 1,
wobei:

Gy (y = 0, 1, ... M) den zweiten Satz von Bildschichten 125 mit der (vom Benutzer gewählten) zweiten Schichtdicke kennzeichnet,

Si (i = 0, 1, ... N) einen ersten Satz von Bildschichten mit der ersten (nominellen) Schichtdicke 126 kennzeichnet,

start_index, end_index die erste bzw. letzte Schicht des ersten Bildsatzes bei der nominellen Schichtdicke 126 kennzeichnen,

Wi Gewichtungskoeffizienten, die den Beitrag von jeder nominellen Schicht 126 bestimmen, darstellen,

Sstart_index die erste Schicht von dem ersten Satz Bildschichten mit der ersten (nominellen) Schichtdicke 126 kennzeichnet,

Wstart_index den Gewichtungskoeffizienten kennzeichnet, der den Beitrag der ersten Schicht von dem ersten Satz Bildschichten mit der ersten (nominellen) Schichtdicke 126 bestimmt,

Send_index die letzte Schicht von dem ersten Satz Bildschichten mit der ersten (nominellen) Schichtdicke 126 kennzeichnet,

Wend_index den Gewichtungskoeffizienten kennzeichnet, der den Beitrag der ersten Schicht von dem ersten Satz Bildschichten mit der ersten (nominellen) Schichtdicke 126 bestimmt, und

M und N ganze Zahlen darstellen, wobei M < N.

Erneut bezugnehmend auf 1 rekonstruiert die Verarbeitungsvorrichtung 160 die mehreren Projektionsbilder in den ersten Satz von Objektbildschichten 126 bei der nominellen Schichtdicke. In Abhängigkeit von einer Bereitstellung eines Satzes von Parametern 301, 306, 311, die weiter nachstehend mit Bezug auf 6 beschrieben sind, durch den Radiologen über die Eingabevorrichtung 157 wendet die Verarbeitungsvorrichtung 160 die vorerwähnte Funktionsregel an, um den ersten Satz von Bildschichten 126 unter Verwendung der vorstehenden Formel, Gleichung 1, in den zweiten Satz von Bildschichten 125 mit der vergrößerten Schichtdicke umzusetzen bzw. zu transformieren. Gleichung 1 beschreibt eine Funktionsregel, die eine gewichtete Summation zur Transformation bzw. Umsetzung des ersten Satzes von eine nominelle Schichtdicke aufweisenden Bildschichten 126 in den zweiten Satz von Bildschichten 125, die eine größere Dicke aufweisen. In dem hier verwendeten Sinne bezieht sich der Ausdruck „gewichtet" oder „Gewichtung" auf eine Funktionsregel zur Anpassung des Wertes einer gegebenen Variable. Die Gewichtungskoeffizienten können durch eine Funktion einer beliebigen Form gebildet sein. Eine Ausführungsform einer Gewichtungsfunktion, die eine größere Gewichtung (einen größeren Einfluss) der zentralen Bildschichten 126 im Vergleich zu denjenigen an den Enden des ersten Satzes von Bildschichten 126 ergibt, ist in 4 veranschaulicht. Die beispielhafte Gewichtungsfunktion, wie sie in 4 dargestellt ist und in der Gleichung 1 verwendet wird, ist derart definiert, dass die Gewichtungskoeffizienten aufsummiert 1,0 ergeben, so dass W1 + W2 + ... Wn = 1,0. Während hier eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben ist, die eine lineare Gewichtungsfunktion verwendet, die eine dreieckige Gestalt aufweist, um die zentralen Bildschichten 126 stärker zu bewerten, wie in 4 veranschaulicht, versteht es sich, dass der Rahmen der Erfindung nicht darauf beschränkt ist, so dass die Erfindung auch für andere Gewichtungsfunktionen, beispielsweise eine Polynom- oder exponentielle Funktion, mit oder ohne eine stärkere zentrale Bewertung, gilt, die auch beispielsweise auf Projektionsbilder angewandt werden können. Es versteht sich ferner, dass, während 4 implizieren kann, dass die Gewichtungsfunktion über den gesamten Bereich von Projektionsbildern oder von eine nominelle Dicke aufweisenden Bildschichten 126 anzuwenden ist, die Gewichtungsfunktion auch nur an einer Untermenge der Projektionsbilder oder der eine nominelle Dicke aufweisenden Bildschichten 126 verwendet werden kann.

Während eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben ist, die die Funktionsregel zur Schichtdickentransformation über die gewichtete Summation der Bildschichten 126 mit nomineller Schichtdicke (in dem Bildbereich, nach der Rekonstruktion von Projektionsbildern zu Objektbildern) verwendet, ist es verständlich, dass der Rahmen der Erfindung nicht darauf beschränkt ist. Zusätzliche Funktionsregeln können andere Bildeigenschaften, wie beispielsweise Frequenzkomponenten, Signalstärke, Pixelwert, Helligkeit oder Kontrast, verwenden, um Bildschichtdicken zu transformieren bzw. zu wandeln. Eine modifizierte Funktionsregel kann beispielsweise Dickentransformationen von Bildschichten 121 über eine gewichtete Frequenzbandsummation (auch in dem Bildbereich) erzielen. Bei der gewichtete Frequenzbandsummation wird der erste Satz von Bildschichten 126 in diskrete Frequenzbänder unterteilt, die anschließend gewichtet, summiert und in einen zweiten Satz von dickeren Bildschichten 125 transformiert bzw. gewandelt werden. Ein weiteres Transformationsverfahren für die Bildschicht 121 ist die gewichtete Projektionssummation (in dem Projektionsbereich), wobei die Projektionsbilder, wie sie über den Felddetektor 150 akquiriert werden, gewichtet, summiert und beispielsweise vor der Rekonstruktion zu dem ersten Satz von Bildschichten 126 verarbeitet werden.

Es versteht sich jedoch, dass eine praktische Grenze hinsichtlich der durch dickere Bildschichten 125 erzielten Vorteile existiert. Da größere Anzahlen von Bildschichten 121 miteinander kombiniert werden, liegt eine gesteigerte Mittelung oder ein Verlust der Tiefeninformation vor. Wenn beispielsweise alle der eine nominelle Dicke aufweisenden Bildschichten 126 (unter der Annahme einer perfekten Transformationsfunktionsregel) zu einer einzigen, dicken Bildschicht 125 transformiert würden, würde diese keine über ein zweidimensionales radiographisches Projektionsbild hinausgehende nützliche Information liefern.

Indem nun gemeinsam auf 5 und 6 Bezug genommen wird, ist dort eine Ausführungsform eines Verfahrens 299 zur Optimierung der durch den Radiologen vorzunehmenden Auswahl der Dicke der Bildschicht 121 veranschaulicht.

Block 300 kennzeichnet die Auswahl eines (hier auch als Volumenbereich bezeichneten) Bereiches eines interessierenden Volumens 301. Der Volumenbereich 301 beschriebt die Dimension des interessierenden Volumens innerhalb des Bildgebungsobjektes 120 in der z-Richtung 127 und wird durch die Auswahl einer Anfangshöhe und einer Endhöhe (siehe 6) des interessierenden Volumens festgelegt. Block 305 kennzeichnet die Auswahl einer Bildschichtdicke 306, während Block 310 die Auswahl einer Bildschichtteilung (überlappung) 311 kennzeichnet. Die Schichtdicke 306 gibt die durch den Radiologen ausgewählte Dimension in der z-Richtung 127 der Bildschicht 125 mit der zweiten, größeren Dicke vor. Die Bildschichtteilung (Bildschichtüberlappung) 311, beschreibt, wie viel Bildinformation jede Bildschicht 125 mit der vom Benutzer ausgewählten zweiten Dicke mit den benachbarten Bildschichten 121 gemeinsam teilen bzw. enthalten wird. Der Block 315 kennzeichnet eine Transformation des ersten Satzes von eine nominelle Dicke aufweisenden Bildschichten 126 in den zweiten Satz dickerer Bildschichten 125 durch das Verarbeitungssystem 160. Block 320 kennzeichnet eine durch den Radiologen vorzunehmende Bestimmung, ob der zweite Satz dickerer Bildschichten 125 die diagnostischen Ziele erfüllt. Falls der zweite Satz dickerer Bildschichten 125 die diagnostischen Ziele des Radiologen nicht erfüllt, wird das Verfahren 299 wiederholt, bis der Radiologe mit den Ergebnissen des zweiten Satz dickerer Bildschichten 125 zufrieden ist.

Die Volumenbereichsauswahl 300, Schichtdickenauswahl 305 und Schichtteilungsauswahl (Schichtüberlappungsauswahl) 310 können über eine direkte Eingabe der Bildparameter 301, 306, 311 in eine ASCII- oder binäre Computerkonfigurationsdatei bewerkstelligt werden. Das Editieren bzw. Bearbeiten derartiger Dateien, wie es durch wiederholte Iterationen von Änderungen erforderlich ist, kann sehr zeitaufwendig werden. 6 zeigt eine Ausführungsform eines Dialogfensters 419, das dem Radiologen ermöglicht, die Parameter 301, 306, 311 einzugeben. Der Volumenbereich 301 kann durch den Radiologen über zwei Dialogboxen 420, 421, die Schichtteilung (Überlappung) 311 über eine Dialogbox 422 und die Schichtdicke 306 über eine Drop-Down-Box bzw. Listenfeldbox 423 eingegeben werden. Es ist zu beachten, dass nach der Eingabe der Parameter 301, 306, 311 über das Dialogfenster 419 der Radiologe die Dialogbox 419 verlassen muss, um die Auswirkungen dieser Parameter 301, 306, 311 zu sehen und auszuwerten. Es kann eine beträchtliche Zeitdauer erforderlich sein, um zwischen dem Dialogfenster 419 und dem Bild umzuschalten, wenn mehrere iterative Schleifen der Parameterauswahl 300, 305, 310 erforderlich sind, um ein für Diagnostikzwecke zufriedenstellendes Bild zu erhalten.

Bezugnehmend nun auf 7 ist dort eine Ausführungsform einer Benutzerschnittstelle bzw. -oberfläche für die Eingabe der Bildparameter 301 (über Dialogboxen 420, 421), 306 und 311 (über die Dialogbox 422) dargestellt. In der veranschaulichten Ausführungsform ist der Anzeigebildschirm 170 in drei Zonen unterteilt. Es sind ein erster Eingabebereich 400, ein zweiter Eingabebereich 405 und ein Bilddarstellungs- bzw. Bildsichtbereich 410 dargestellt. Der Sichtbereich 410 ist konfiguriert, um die Bildschichten 121 entweder bei der ersten (nominellen) 126 oder der zweiten (transformierten) Dicke 125 anzuzeigen. Der erste Eingabebereich 400 kann dem Radiologen einen Zugriff auf vielfältige Bildbetrachtungs- und -analysewerkzeuge verschaffen, die für einen Fachmann allgemein bekannt sind. In der dargestellten Ausführungsform ermöglicht der erste Eingabebereich 400 ferner dem Radiologen, Funktionsregelparameter des Volumenbereiches 301 und der Schichtteilung (Überlappung) 311 über die Dialogboxen 420, 421, 422 einzugeben. Eine Schaltfläche 425 in dem ersten Eingabebereich 400 wendet die Funktionsregel und -parameter 301, 306, 311 an, um eine Bildschicht 121 aus dem zweiten Satz von Bildschichten 125 zu erzeugen und in dem Bildsichtbereich 410 anzuzeigen. Der zweite Eingabebereich 405 enthält einen ersten Pfeil oder Cursor 430, einen zweiten Pfeil bzw. Cursor 440 und einen Satz von Kontrollmarkierungen 435, die in der Nähe einer Schieberleiste 445 angeordnet sind, um die Bildschichtdicke 306 und/oder den Volumenbereich 301 darzustellen. Der Radiologe kann die Eingabevorrichtung 157 verwenden, am den ersten Pfeil bzw. Cursor 430 sowie den zweiten Pfeil bzw. Cursor 440 derart zu positionieren, dass diese die gewünschten Funktionsregelparameter der Schichtdicke 306 und/oder des Volumenbereiches 301 kennzeichnen.

In der Ausführungsform einer in 7 dargestellten Benutzerschnittstelle kann ersehen werden, dass neun Kontrollmarkierungen 435 zwischen den Pfeilen 430, 440 (einschließlich dieser) dargestellt sind. Dies kann derart interpretiert werden, dass es anzeigt, dass das in dem Bildsichtbereich 410 angezeigte Bild eine transformierte, dickere Bildschicht 125 darstellt, die aus acht Bildschichten der nominellen Schichtdicke 126 erzeugt worden ist. Der Bildsichtbereich 410 ermöglicht dem Radiologen, sich die Effekte der Veränderung der Parameter 301, 306, 311 anzusehen, ohne irgendwelche zusätzlichen Dialogfenster 419 schließen oder öffnen zu müssen. Das aus den durch den Radiologen ausgewählten Parametern 301, 306, 311 resultierende Bild kann in dem Bildsichtbereich 410 durchgesehen bzw. überprüft werden, um zu bestimmen, ob das Ergebnis passend bzw. akzeptabel ist. Falls es nicht akzeptabel ist, kann einer der Parameter 301, 306, 311 verändert werden, wobei der Effekt gleichzeitig in dem Bildsichtbereich 410 beobachtet werden kann. Durch Integration der Parameterauswahl 300, 305 und 310 und des Anzeigebildes innerhalb der gleichen Benutzerschnittstelle bzw. -oberfläche des Anzeigebildschirms 170 kann die Menge einzelner Schritte (und folglich die Zeitdauer) zur Bestimmung der geeigneten Schichtdicke für eine spezielle diagnostische Anwendung reduziert werden. Während eine Ausführungsform unter Veranschaulichung des Bildsichtbereiches 410 beschrieben ist, wie dieser zwischen dem ersten Eingabebereich 400 und dem zweiten Eingabebereich 405 angeordnet ist, versteht es sich, dass der Rahmen der Erfindung nicht darauf beschränkt ist, so dass die Erfindung in gleicher Weise für andere Anordnungen bzw. Einrichtungen des Anzeigebildschirms 170 gilt, beispielsweise eine, in der sowohl der erste Eingabebereich 400 als auch der zweite Eingabebereich 405 zu einem einzigen Eingabebereich vereinigt sind, der beispielsweise oberhalb, unterhalb, links von oder rechts von dem Bildsichtbereich 410 angeordnet ist.

Wie beschrieben, können einige Ausführungsformen der Erfindung einige der folgenden Vorteile umfassen: die Fähigkeit, die Bildschichtdicke zu modifizieren, um sie an die Präferenz eines Radiologen und die diagnostischen Erfordernisse der Anwendung anzupassen; die Fähigkeit, den Arbeitsablauf eines Radiologen zu reduzieren, indem die Gesamtanzahl von Bildern zur Durchsicht minimiert wird; die Fähigkeit, die Bildqualität durch Reduktion der Ringbildung und Bildartefakte und Erhöhung des Signal-Rausch-Verhältnisses zu verbessern, und die Fähigkeit, die Effekte der Schichtdickenmodifikation an einer einzigen Benutzerschnittstelle ohne Umschaltung zwischen verschiedenen Fenstern zu beobachten.

Eine Ausführungsform der Erfindung kann in Form von Computer implementierten Prozessen und Vorrichtungen zur Ausführung dieser Prozesse verwirklicht sein. Die vorliegende Erfindung kann auch in Form eines Computerprogrammproduktes mit einem Computerprogrammcode verwirklicht sein, der Instruktionen beinhaltet, die in einem greifbaren Medium, beispielsweise Disketten, CD-ROMs, Festplattenlaufwerken, USB(Universeller Serieller Bus)-Laufwerken oder einem beliebigen sonstigen Computer lesbaren Speichermedium, enthalten sind, wobei, wenn der Computerprogrammcode in einen Computer geladen und durch diesen ausgeführt wird, der Computer zu einer Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung wird. Die vorliegende Erfindung kann auch beispielsweise in Form eines Computerprogrammcodes enthalten sein, unabhängig davon, ob sie auf einem Speichermedium gespeichert, in einen Computer geladen und/oder durch einen Computer ausgeführt oder über irgendein Übertragungsmedium, beispielsweise über elektrische Leitungen oder Kabel, durch Glasfaser oder über elektromagnetische Strahlung, übertragen wird, wobei, wenn der Computerprogrammcode in einen Computer geladen und durch diesen ausgeführt wird, der Computer zu einer Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung wird. Wenn der Computerprogrammcode auf einem Universalmikroprozessor implementiert ist, konfigurieren die Computerprogrammcodesegmente den Mikroprozessor, um spezielle Logikschaltkeise zu schaffen. Ein technischer Effekt der ausführbaren Instruktionen ist es, die Anzeige eines Objektes unter Verwendung einer zweiten Bildschichtdicke zu ermöglichen, die sich von einer ersten, ursprünglichen Schichtdicke unterscheidet, wobei das Objekt mittels Röntgentomographie abgebildet worden ist.

Während die Erfindung mit Bezug auf beispielhafte Ausführungsformen beschrieben ist, versteht es sich für einen Fachmann, dass verschiedene Änderung vorgenommen und ihre Elemente durch äquivalente Mittel ersetzt werden können, ohne den Rahmen bzw. Schutzumfang der Erfindung zu berühren. Außerdem können viele Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Material an die Lehre der Erfindung anzupassen, ohne von ihrem wesentlichen Rahmen abzuweichen. Deshalb soll die Erfindung nicht auf die als die beste oder einzige Form zur Ausführung dieser Erfindung beschriebene besondere Ausführungsform beschränkt sein, sondern sämtliche Ausführungsformen mit umfassen, die in den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche fallen. Ferner sind in den Zeichnungen und der Beschreibung beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung offenbart, wobei, obwohl spezielle Ausdrücke verwendet worden sind, diese lediglich in einem allgemeinen und beschreibenden Sinne und nicht für die Zwecke einer Beschränkung angegeben sind, so dass folglich der Rahmen der Erfindung dadurch nicht beschränkt ist. Außerdem wird durch die Verwendung der Ausdrücke erste(r, s), zweite(r, s), etc. keine Reihenfolge oder Wichtigkeit bezeichnet, vielmehr werden die Ausdrücke erste(r, s), zweite(r, s), etc. verwendet, um ein Element von einem anderen zu unterscheiden. Ferner bezeichnet die Verwendung der Ausdrücke ein, eine, etc. keine Mengenbegrenzung, sondern zeigt lediglich die Gegenwart wenigstens eines des in Bezug genommenen Elementes an.

Es ist ein Verfahren zur Erzeugung einer variablen Schichtdicke 125 zur Anzeige eines abgebildeten Objektes 120 beschrieben. Das Verfahren enthält eine Akquisition mehrerer Projektionsbilder aus mehreren unterschiedlichen Projektionswinkeln innerhalb eines definierten Überstreichungswinkels, eine Rekonstruktion mehrerer Objektbilder 121 aus den mehreren Projektionsbildern, wobei jedes Objektbild eine erste Schichtdicke 126 aufweist, und eine Anwendung einer Funktionsregel, um Bilder, ganze Bilder oder Teile derselben oder Attribute derselben, der mehreren Projektionsbilder, der mehreren Objektbilder 121 oder von beiden miteinander zu kombinieren, um dadurch die Anzeige des Objektes 120 mit einer zweiten Schichtdicke 125, die sich von der ersten Schichtdicke 126 unterscheidet, zu ermöglichen.

50
Tomosynthesesystem
100
Röntgenquelle
101
Röntgenstrahl
105
Bogenförmige Bewegungsbahn
110
Lineare Bewegungsbahn
120
Bildgebungsobjekt
121
Bildschichtgruppe
125
Bildschicht, Bildschnitt
126
Minimale Schichtdicke
127
z-Achse
130
Schichtempfänglichkeitsprofil
150
Felddetektor
151
Steuerungseinrichtung
152
Röntgensteuerung
153
Motorsteuerung
154
Datenakquisitionssystem
155
Bildrekonstruktionsvorrichtung
156
Datenspeichervorrichtung
157
Eingabevorrichtung
160
Verarbeitungsvorrichtung
169
Ausgabevorrichtung
170
Anzeigebildschirm
200
Kurve
201
Kurvenpunkt
202
Kurvenpunkt
299
Parameterauswahl
300
Volumenauswahl
301
Volumenbereich
305
Schichtdickenauswahl
306
Schichtdicke
310
Auswahl der Schichtteilung (Überlappung)
311
Schichtteilung
315
Berechnung neuer Bilder
320
Auswertung neuer Bilder
400
Erster Eingabebereich
405
Zweiter Eingabebereich
410
Bildsichtbereich
419
Dialogfenster
420
Dialogbox
421
Dialogbox
422
Dialogbox
423
Drop-Down-Box, Listenfeldbox
425
Schaltfläche
430
Erster Pfeil, Cursor
435
Kontrollmarkierung
440
Zweiter Pfeil, Cursor
445
Schieberleiste


Anspruch[de]
Verfahren zur Erzeugung einer variablen Dicke einer Schicht (125) zur Anzeige eines abgebildeten Objektes (120), wobei das Verfahren aufweist:

Akquisition mehrerer Projektionsbilder aus mehreren unterschiedlichen Projektionswinkeln innerhalb eines definierten Überstreichungswinkels;

Rekonstruktion mehrerer Objektbilder (121) aus den mehreren Projektionsbildern, wobei jedes Objektbild (121) eine erste Schichtdicke (126) aufweist; und

Anwendung einer Funktionsregel, um Bilder (121), ganze Bilder oder Teile derselben oder Eigenschaften derselben, der mehreren Projektionsbilder, der mehreren Objektbilder (121) oder von beiden, miteinander zu kombinieren, so dass dadurch die Anzeige des Objektes (120) unter Verwendung einer zweiten Schichtdicke (125) ermöglicht wird, die sich von der ersten Schichtdicke (126) unterscheidet.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei:

die Anwendung der Funktionsregel nach der Akquisition und vor der Rekonstruktion stattfindet.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei:

die Anwendung der Funktionsregel nach der Akquisition und nach der Rekonstruktion stattfindet.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei: die Funktionsregel der folgenden Gleichung entspricht:
wobei:

Gj (j = 0, 1, ... M) die mehreren Objektbilder (121) mit der zweiten Schichtdicke (125) kennzeichnet;

Si (i = 0, 1, ... N) die mehreren Projektionsbilder oder die mehreren Objektbilder (121) kennzeichnet, die die erste Schichtdicke (126) aufweisen;

start_index, end_index die erste bzw. letzte Schicht der mehreren Projektionsbilder oder der mehreren Objektbilder (121) definieren, die die erste Schichtdicke (126) aufweisen;

Wi Gewichtungskoeffizienten darstellen, die den Beitrag jeder Schicht der mehreren Projektionsbilder oder jeder Schicht der mehreren Objektbilder, die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, zu den mehreren Objektbildern (121) mit der zweiten Schichtdicke (125) bestimmen;

Sstart_index die erste Schicht der mehreren Projektionsbilder oder der mehreren Objektbilder (121), die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, kennzeichnet;

Wstart_index den Gewichtungskoeffizienten kennzeichnet, der den Beitrag der ersten Schicht der mehreren Projektionsbilder oder der mehreren Objektbilder (121), die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, zu den mehreren Objektbildern (121) mit der zweiten Schichtdicke (125) angibt;

Send_index die letzte Schicht der mehreren Projektionsbilder oder der mehreren Objektbilder (121), die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, kennzeichnet;

Wend_index den Gewichtungskoeffizienten kennzeichnet, der den Beitrag der letzten Schicht der mehreren Projektionsbilder oder der mehreren Objektbilder (121), die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, zu den mehreren Objektbildern (121) mit der zweiten Schichtdicke (125) bestimmt;

M und N ganze Zahlen sind und

M kleiner ist als N.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei:

die zweite Schichtdicke (125) größer ist als die erste Schichtdicke (126).
Programmspeichervorrichtung (156), die durch eine Maschine (160) lesbar ist, wobei die Vorrichtung (156) ein Programm oder Instruktionen enthält, das bzw, die durch die Maschine (160) ausführbar sind, um das Verfahren nach Anspruch 1 auszuführen. Benutzerschnittstelle zur Anzeige eines abgebildeten Objektes (120), wobei das abgebildete Objekt (120) diesem zugeordnete mehrere rekonstruierte Objektbilder (121) aufweist, die jeweils eine erste Schichtdicke (126) aufweisen, wobei die rekonstruierten Objektbilder (121) aus mehreren Projektionsbildern rekonstruiert worden sind, wobei die Benutzerschnittstelle aufweist:

eine Einrichtung für einen Benutzer zur Auswahl einer Funktionsregel oder eines Funktionsregelparameters;

eine Einrichtung zur Anwendung der Funktionsregel oder des Funktionsregelparameters, um Bilder (121), ganze Bilder oder Teile derselben oder Eigenschaften derselben, der mehreren Projektionsbilder, der mehreren Objektbilder (121) oder von beiden Arten, miteinander zu kombinieren, so dass dadurch die Anzeige des Objektes (120) unter Verwendung einer zweiten Schichtdicke (125) ermöglicht wird, die sich von der ersten Schichtdicke (126) unterscheidet;

eine Einrichtung zur Anzeige eines Teils des Objektes bei der zweiten Schichtdicke;

wobei die Anzeigeeinrichtung einen Anzeigebildschirm (170) aufweist, wobei der Anzeigebildschirm (170) aufweist:

wenigstens einen ersten Benutzereingabebereich (400), der konfiguriert ist, um einen Eingangsparameter (301, 306, 311) entgegenzunehmen; und

einen von dem wenigstens einen ersten Benutzereingabebereich (400) gesonderten Bildsichtbereich (410), wobei der Bildsichtbereich (410) von dem Eingabeparameter (301, 306, 311) abhängig ist;

wobei der Bildsichtbereich (410) konfiguriert ist, um gleichzeitig auf eine Eingabe des Parameters an dem wenigstens einen ersten Benutzereingabebereich (400) anzusprechen.
Bildgebungssystem (50) zur Abbildung eines Objektes (120), wobei das System (150) aufweist:

einen Bilddetektor (150);

eine Bildgebungsquelle (100), die zur Winkelbewegung in Bezug auf das Objekt (120) in der Lage ist, wobei die Bildgebungsquelle (100) eingerichtet ist, um eine Bildgebungsstrahlung (101) in Richtung auf den Bildgebungsdetektor (150) zu richten; und

eine Verarbeitungsvorrichtung (160), die mit dem Bildgebungsdetektor (150) und der Bildgebungsquelle (100) in Signalkommunikationsverbindung steht;

wobei in Abhängigkeit von einer Bewegung der Bildgebungsquelle (100) mehrere Projektionsbilder unter mehreren unterschiedlichen Projektionswinkeln in einem vorgegebenen Überstreichungswinkel an dem Bildgebungsdetektor (150) akquiriert werden;

wobei die Verarbeitungsvorrichtung (160) konfiguriert ist, um mehrere Objektbilder aus den mehreren Projektionsbildern zu rekonstruieren, wobei jedes Objektbild (121) eine erste Schichtdicke (126) aufweist; und

wobei die Verarbeitungsvorrichtung (160) konfiguriert ist, um eine Funktionsregel anzuwenden, um Bilder, ganze Bilder oder Teile derselben oder Merkmale derselben, der mehreren Projektionsbilder, der mehreren Objektbilder (121) oder von beiden Arten miteinander zu kombinieren, um dadurch eine Anzeige des Objektes (120) unter Verwendung einer zweiten Schichtdicke (125) zu ermöglichen, die sich von der ersten Schichtdicke (126) unterscheidet.
Bildgebungssystem nach Anspruch 8, wobei:

die erste Schichtdicke (126) eine minimale Dicke aufweist, die in Abhängigkeit von dem Überstreichungswinkel variiert.
Bildgebungssystem nach Anspruch 8, wobei:

die Funktionsregel durch Gewichtungskoeffizienten definiert ist, die den Beitrag von jedem der mehreren Projektionsbilder oder von verschiedenen Attributen der mehreren Projektionsbilder oder von jedem der mehreren Objektbilder (121), die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, oder von verschiedenen Attributen der mehreren Objektbilder, die die erste Schichtdicke (126) aufweisen, zu den mehreren Objektbildern mit der zweiten Schichtdicke (125) spezifizieren.






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