Die Erfindung betrifft einen Schreiblernstift nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Schreiblernstifte sind durch offenkundige Vorbenutzung
bekannt. Das Auffinden der richtigen Griffposition, also der korrekten Schreibstellung
bzw. -haltung ist bei derartigen Schreiblernstiften nicht immer einfach.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
Schreiblernstift der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass das Auffinden
einer korrekten Griffposition insbesondere für Schreibanfänger erleichtert
ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst
durch einen Schreiblernstift mit den im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine Längsrippe
in der Griffzone sich besonders gut als Markierung für eine korrekte Griffposition
eignet, die leicht ertastet werden kann. Fehler in der Griffposition, etwa unerwünschtes
Verdrehen des Stiftes oder falsche axiale Griffposition, können hierdurch einfach
korrigiert werden. Es reicht aus, wenn die Längsrippe einen Überstand
über den Umfang des Stiftgehäuses im Bereich von einigen Millimetern hat.
Bevorzugt ist ein Überstand von etwa 5 mm. Die Längsrippe verhindert zudem
ein unerwünschtes Wegrollen des abgelegten Schreiblernstifts. Der Schreiblernstift
ist insbesondere als Schulfüller geeignet. Die Längsrippe ist gleichermaßen
für Rechts- und Linkshänder einsetzbar. Bei korrekter Griffposition liegt
diese Längsrippe zwischen Daumen und Zeigefinger des Benutzers, sodass bei
korrekter Griffposition eine eindeutige haptische Rückmeldung an den Benutzer
erfolgt.
Umfangserstreckungen nach Anspruch 2 sowie Längserstreckungen
nach Anspruch 3 haben sich für die Funktion der Längsrippe als besonders
geeignet herausgestellt. Mit derartigen Erstreckungen kann die Längsrippe einerseits
einfach ertastet werden, stört andererseits aber auch nicht den Schreibablauf.
Eine Längsrippe nach Anspruch 4 lässt sich kostengünstig
fertigen. Eine separate Befestigung der Längsrippe an der Griffzone entfällt.
Ein konvex gebogener führender Abschnitt nach Anspruch
5 vermeidet störende Druckstellen an den an der Längsrippe anliegenden
Fingern des Benutzers.
Eine Auskehlung nach Anspruch 6 spart Material.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
an Hand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen.
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines Schreiblernstifts ohne Verschlusskappe;
- Fig. 2
- den Schreiblernstift nach Fig. 1 mit Verschlusskappe;
- Fig. 3
- einen eine Schreibspitze umfassenden Abschnitt einer weiteren Ausführungsform
eines Schreiblernstifts ohne Verschlusskappe;
- Fig. 4
- den Schreiblernstift nach Fig. 3 mit Verschlusskappe; und
- Fig. 5
- eine zu Fig. 1 ähnliche Darstellung einer weiteren Ausführungsform
eines Schreiblernstifts.
Ein Schreiblernstift 1 nach den Figuren 1 und 2 hat ein
Stiftgehäuse 2, welches eine Griffzone 3 aus griffigem Kunststoff mit hohem
Reibungskoeffizienten aufweist. Die Griffzone 3 liegt dort, wo bei korrekter Stifthaltung
die Enden von Daumen, Zeige- und Mittelfinger des Benutzers am Schreiblernstift
1 anliegen. Der Schreiblernstift 1 ist als Tintenfüller, zum Beispiel als Schulfüller,
ausgeführt.
Eine Schreibfeder 4 des Schreiblernstifts 1 ist zu einer
die Längsachse des Schreiblernstifts 1 enthaltenden Symmetrieebene spiegelsymmetrisch.
Diese Symmetrieebene verläuft in etwa parallel zur Zeichenebene der Figuren
1 und 2. In dieser Symmetrieebene erstreckt sich eine Längsrippe 5 der Griffzone
3. Die Längsrippe 5 ist einstückig an die Griffzone 3 angeformt. Diese
Längsrippe 5 ragt über den Umfang des Stiftgehäuses 2, insbesondere
im Bereich der Griffzone 3, in den Figuren 1 und 2 nach oben um etwa 5 mm hinaus.
Die Längsrippe 5 hat eine Stärke und damit eine Umfangserstreckung, die
im Bereich zwischen 1 mm und 2 mm liegt. Die Längsrippe 5 hat eine Längserstreckung,
die im Bereich zwischen 1 cm und 2 cm liegt. Diese Längserstreckung ist in
Fig. 1 mit L bezeichnet.
Der Querschnitt der Längsrippe 5, geschnitten in der
Symmetrieebene, ist in etwa rechteckig, wobei eine der Schreibfeder 4 zugewandte
Ecke 6 vergleichsweise scharfkantig und eine einem Stiftende 7 zugewandte Ecke 8
der Längsrippe 5 abgerundet ausgeführt ist.
Fig. 2 zeigt den Schreiblernstift 1 mit aufgeschraubter
Verschlusskappe 9.
Die Anordnung und Formgebung der Längsrippe 5 an der
Griffzone 3 hat zur Folge, dass die Längsrippe 5 bei korrekter Schreibhaltung
des Benutzers bzw. bei korrekter Griffposition zwischen dessen Daumen und Zeigefinger
zu liegen kommt. Die Längsrippe 5 bietet daher eine Orientierungshilfe zum
Finden der korrekten Griffposition. Ferner verhindert die Längsrippe 5 ein
Wegrollen des abgelegten Schreiblernstifts 1.
Figuren 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführungsform
eines Schreiblernstifts 10. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend
schon unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 beschrieben wurden, tragen die gleichen
Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
Vom Schreiblernstift 1 nach den Figuren 1 und 2 unterscheidet
sich der Schreiblernstift 10 nach den Figuren 3 und 4 durch die Querschnittsform
der Längsrippe 11 in der Symmetrieebene. Diese Querschnittsform erinnert an
die Rückenflosse eines Hais. Der Schreibfeder 4 des Schreiblernstifts 10 zugewandt
verjüngt sich die Längsrippe 11 bogenförmig. Hin zum Stiftende 7
weist die Längsrippe 11 eine relativ scharfkantige Ecke 12 auf, die ähnlich
zur Ecke 6 des Schreiblernstifts 1 gestaltet ist. Die Funktion der Längsrippe
11 entspricht derjenigen der Längsrippe 5. Zusätzlich kann der Stift mit
der Längsrippe 11 so gehalten werden, dass der Zeigefinger des Benutzers zum
Teil auf einem führenden Abschnitt 13 der Längsrippe 11, also im Bereich
von deren stärkster Verjüngung, aufliegt, was die Haltesicherheit bei
der korrekten Griffposition nochmals verbessert.
Die Umfangserstreckung der Längsrippe 11 ist in der
Fig. 3 durch den Abstand U angedeutet.
Beide Schreiblernstifte 1, 10 sind aufgrund der Symmetrie
der Anordnung der Längsrippen 5, 10 sowohl für Rechts- als auch für
Linkshänder geeignet.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Schreiblernstifts
10. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend schon unter Bezugnahme
auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben wurden, tragen die gleichen Bezugsziffem und werden
nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
Vom Schreiblernstift 10 nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet
sich der Schreiblernstift 10 nach Fig. 5 durch die Querschnittsform der Längsrippe
11 in der Symmetrieebene. Die Längsrippe 11 erinnert im Querschnitt an die
Rückenflosse eines Hais. Der Schreibfeder 4 des Schreiblernstifts 10 zugewandt,
also in einem führenden Abschnitt 13 der Längsrippe 11, verjüngt
sich diese wiederum bogenförmig. Ein gegenüberliegender Abschnitt 14 ist
als Auskehlung ausgeführt, sodass die Längsrippe 11 nach Fig. 5 bei im
Vergleich zur Längsrippe nach den Fig. 3 und 4 gleicher Länge längs
der Stift-Längsachse und bei gleicher Stärke weniger Material braucht.
Die konvexe Bogenform des führenden Abschnitts 13
vermeidet bei den Ausführungen nach den Fig. 3 bis 5 Druckstellen an den hieran
anliegenden Fingern des Benutzers.