Die Erfindung betrifft einen Stiftspitzer zum Anspitzen
eines Schreib-, Mal- oder Kosmetikstiftes.
Herkömmliche Stiftspitzer umfassen in der Regel einen
Spitzerkörper, in welchen ein kegelförmiger Stiftführungskanal eingebracht
ist. Ein seitlich am Stiftführungskanal angeordnetes Schälmesser trägt
von einem sich im Stiftführungskanal drehenden Stift Material ab, was zu einem
Anspitzen des Stiftes führt. Zum Auffangen von Spitzabfall sind weiter Behälterspitzer
bekannt, bei welchen ein Spitzeinsatz mit Stiftführungskanal und Schälmesser
einem Behälter lösbar aufgesetzt ist. Durch Lösen des Spitzeinsatzes
vom Behälter kann dieser entleert werden.
Zum Spitzen eines Stiftes in der beschriebenen Art und
Weise muss von einem Benutzer ein gewisses Drehmoment aufgebracht werden, um den
zu spitzenden Stift gegen das Schälmesser zu drehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stiftspitzer
mit verbesserter Handhabbarkeit anzugeben. Weiter liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines derart verbesserten Stiftspitzers
bereitzustellen.
Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch einen Stiftspitzer gelöst, der einen Handgriff und einen in den Handgriff
eingesetzten Spitzeinsatz mit einem Stiftführungskanal und einem Schälmesser
umfasst, wobei der Handgriff zumindest teilweise den Innenkonturen einer gekrümmten
menschlichen Hand angeformt ist.
Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass
sich die Handhabbarkeit eines Stiftspitzers dadurch verbessern lässt, dass
die Kopplung des Stiftspitzers zum menschlichen Benutzer verbessert wird. Hierzu
ist der Spitzeinsatz in einen Handgriff eingebracht, der als solcher von einer menschlichen
Hand gut umgriffen werden kann. Die Mensch-Werkzeug-Schnittstelle wird weiter dadurch
verbessert, dass der Handgriff zumindest teilweise den Innenkonturen einer gekrümmten
menschlichen Hand angeformt ist. Mit anderen Worten weist der Handgriff zumindest
Teilbereiche auf, die im Wesentlichen zur Innenseite einer gekrümmten menschlichen
Hand komplementär ausgestaltet sind.
Durch die ergonomische Ausgestaltung des Stiftspitzers
durch einen Handgriff, der in Teilbereichen den Innenflächen einer gekrümmten
menschlichen Hand angeformt ist, wird eine verbesserte Kraftübertragung durch
den Benutzer erzielt. Gegenüber herkömmlichen Stiftspitzern ist ein geringerer
Krafteintrag zum Erreichen des für den Spitzvorgang notwendigen Drehmomentes
erforderlich. Zudem werden die Krafteintragung verschlechternde Haltungen des Stiftspitzers
verhindert. Die Haltung ist durch die Anformung an die menschliche Hand vorgegeben.
Fehlhaltungen werden vermieden. Durch die ergonomische Ausgestaltung des Stiftspitzers
gelingt es insbesondere Kindern oder Benutzern mit eingeschränkten manuellen
Fähigkeiten, den Spitzvorgang leicht und problemlos durchzuführen. Als
Nebeneffekt wird zudem der Stiftspitzer mit einem derart ausgestalteten Handgriff
und wegen der Leichtigkeit des Spitzvorgangs gerne zur Hand genommen. Insbesondere
Kinder werden daher zu häufigerem Spitzen animiert.
Der Haltegriff kann prinzipiell verschiedenen Teilbereichen
der gekrümmten menschlichen Hand angeformt sein. Eine Anformung ist insbesondere
an Druckgriffpunkten sinnvoll, an welchen die menschliche Hand beim Greifen eines
Gegenstands Druck auf diesen ausübt. Dies können beispielsweise die Handflächen
oder einzelne Fingerflächen als solche sein. Werden die Flächen des Handgriffs
in der Nähe der Druckgriffpunkte der Innenkontur einer menschlichen Hand angeformt,
so liegt der Stiftspitzer als solcher gut in der Hand und ist leicht bedienbar.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der Handgriff
eine von der menschlichen Hand mit Daumen und Zeigefinger greifbare Basis mit einer
zentralen Längsachse, wobei der Basis eine sich quer zur Längsachse erstreckende
Daumenauflagerille und ihr gegenüberliegend zumindest eine sich quer zur Längsachse
erstreckende Fingerauflagerille eingeformt sind. Da die menschliche Hand als eine
Greifhand ausgebildet ist, wobei der Daumen den übrigen Fingern gegenübergestellt
ist, bietet sich diese Ausgestaltung an, da hierdurch der Handgriff zwischen Daumen
und mindestens einem der übrigen Finger gut und kräftig gehalten werden
kann. Hierzu genügt es, wenn sich der Handgriff entlang der Längsachse
im minimalsten Fall über eine Strecke der Dimension etwa einer Fingerdicke
erstreckt. In diesem Fall würde der Handgriff des Stiftspitzers eine flache
Basis mit etwa ovalem Querschnitt aufweisen, an deren Rand sich gegenüberliegend
die Daumenauflagerille und die Fingerauflagerille eingeformt sind.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
der Handgriff in Richtung der Längsachse verlängert, so dass der Basis
der Daumenauflagerille gegenüberliegend mehrere parallel verlaufende Fingerauflagerillen
eingeformt werden können. Dabei ist die Basis an der Stelle, an welcher die
Fingerauflagerillen eingeformt sind, der Innenkontur der menschlichen Hand dadurch
angeformt, dass die Fingerauflagerillen voneinander durch zwischenliegende Stege
getrennt sind. Auf diese Weise fügt sich der Handgriff in die diesen umschließende
Hand.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung
ist der Handgriff im Wesentlichen dem durch den Innenraum einer gekrümmten
menschlichen Hand gebildeten Körper angeformt. Hierzu wird die Basis um die
Längsachse im Wesentlichen von einer ersten, einer zweiten, einer dritten und
einer vierten Wandungsfläche umlaufen, wobei die Wandungsflächen in Umfangsrichtung
weich ineinander übergehend geformt sind. Jede der vier Wandungsflächen
weist eine spezifische Flächencharakteristik auf. Die Flächencharakteristik,
d.h. die Lage und Form der Fläche im dreidimensionalen Raum, kann beispielsweise
von Wandungsfläche zu Wandungsfläche in der Krümmung sowohl in Richtung
der Längsachse als auch in Umfangsrichtung, als auch in eingebrachten Oberflächenstrukturen,
wie Fingerauflagerillen, variieren, Insbesondere entspricht die erste Wandungsfläche
einer Daumenauflagefläche, in welcher die Daumenauflagerillen eingebracht ist.
Die zweite Wandungsfläche entspricht einer Daumenballenauflagefläche und
liegt bei umschlossener Basis dem Daumenballen und gegebenenfalls einem Teil der
Mittelhand der menschlichen Hand an. Die dritte Wandungsfläche bildet eine
Fingerauflagefläche, in welcher insbesondere die Fingerauflagerillen eingeformt
sind. Die vierte Wandungsfläche ist als eine Umfangsabschlussfläche ausgebildet,
deren Dimension durch den Umfang der Basis bestimmt ist. Kann die Basis von einer
menschlichen Hand vollständig umgriffen werden, so kann die vierte Wandungsfläche
lediglich den Übergang zwischen erster und dritter Wandungsfläche bildend
ausgestaltet sein. Ist die Basis derart dimensioniert, dass sie von einer menschlichen
Hand nicht vollständig umgriffen werden kann, so entspricht die vierte Wandungsfläche
dem zwischen Daumen und Zeigefinger der menschlichen Hand liegenden, nicht umgriffenen
offenen Teil der Basis.
Zur Auflage des Daumenballens ist die zweite Wandungsfläche
oder Daumenballenauflagefläche sattelförmig ausgestaltet. Hierzu weist
die Daumenballenauflagefläche in Richtung der Längsachse eine konkave
und in Umfangsrichtung eine konvexe Krümmung auf.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist die erste
Wandungsfläche oder Daumenauflagefläche ebenfalls sattelförmig ausgebildet.
Dabei entsteht eine konkave Krümmung der Daumenauflagefläche in Längsrichtung
durch die eingebrachte Daumenauflagerille. Die Krümmung der Daumenauflagefläche
in Umfangsrichtung ist konvex mit kleiner Krümmung bis flach ausgebildet.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besitzt
die dritte Wandungsfläche oder Fingerauflagefläche quer zur Längsachse
einen im Wesentlichen bogenförmigen Querschnitt mit einem Scheitelpunkt. Hierbei
ist die oder jede Fingerauflagerille dem Scheitelpunkt ausgeformt, so dass die an
der Wandungsfläche parallel zur Längsachse verlaufende Scheitellinie einen
wellenförmigen Verlauf besitzt. Der restliche Flächenbereich der dritten
Wandungsfläche ist im Wesentlichen glatt. Bei dieser Ausgestaltung bilden die
Fingerauflagerillen mit den dazwischenliegenden Stegen die Auflagefläche für
den Fingerbereich der hinteren Fingerknochen. Diese stehen bei einer locker gekrümmten
menschlichen Hand dem Daumen gegenüber. Mit anderen Worten werden durch eine
derartige Basis des Handgriffes für eine locker umschließende Hand Druckgriffpunkte
im Bereich der hinteren Fingerknochen gebildet, wodurch ein idealer Krafteintrag
zum Zwecke des Spitzens erfolgen kann. Der Handgriff liegt auf diese Weise ergonomisch
in einer locker gekrümmten menschlichen Hand. Dadurch, dass die Fingerauflagerillen
im Wesentlichen im Bereich der Scheitellinie der dritten Wandungsfläche angeordnet
sind, wird eine Fehlhaltung des Stiftspitzers sicher vermieden.
Wie ausgeführt, dient die vierte Wandungsfläche
als eine Umfangsabschlussfläche. Während erste, zweite und dritte Wandungsfläche
bei entsprechender Dimensionierung der Basis des Handgriffs den Innenseiten einer
menschlichen Hand angeformt sind, bleibt die Gestaltung der vierten Wandungsfläche
offen. Je nachdem, ob erste, zweite und dritte Wandungsfläche in Umfangsrichtung
im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn angeordnet sind, entsteht ein Stiftspitzer
für Links- bzw. Rechtshänder.
Wird die vierte Wandungsfläche ähnlich der zweiten
Wandungsfläche geformt, so ist vorteilhafterweise eine einheitliche Gestaltung
des Handgriffs sowohl für Linksals auch für Rechtshänder möglich.
In diesem Fall bildet die vierte Wandungsfläche für eine linke Hand eine
Umfangsabschlussfläche, die von der Hand nicht umgriffen ist. Die zweite Wandungsfläche
ist hierbei als die Daumenballenauflagefläche ausgeformt. Für eine rechte
Hand bildet die vierte Wandungsfläche aber gleichzeitig eine Daumenballenauflagefläche
und ist beispielsweise sattelförmig ausgeformt. Die zweite Wandungsfläche
hat dann die Funktion der Umfangsabschlussfläche und wird von der menschlichen
Hand nicht umgriffen. Durch die angegebene Ausgestaltung des Handgriffs wird es
also möglich, einen einheitlichen Stiftspitzer zu schaffen, der sowohl für
Links- als auch für Rechtshänder einen ergonomisch ausgestalteten Handgriff
aufweist.
Zweckmäßigerweise ist der Basis des Handgriffs
eine zur Längsachse senkrechte, überkragende obere Plateaufläche
angeformt. Hierdurch wird erreicht, dass der zum Spitzen gegen die Hand in Richtung
der Längsachse aufzuwendende Druck nicht zu einem Verrutschen des Handgriffs
in der Hand führt. Dies wird sicher durch die überkragende obere Plateaufläche
verhindert, da diese bei umgriffener Basis der gekrümmten menschlichen Hand
aufliegt.
Zweckmäßigerweise sind dem überkragenden
Teil der oberen Plateaufläche unterseitig Fingermulden zur Auflage auf den
Daumen und den Zeigefinger eingeformt. Hierdurch werden einzelne Druckstellen auf
der menschlichen Hand verhindert, die bei der Durchführung des Spitzvorgangs
für den Benutzer unangenehm wären. Auch dies führt zu einer Verbesserung
der Schnittstelle zwischen menschlicher Hand und Werkzeug.
Zum Aufstellen des Stiftspitzers ist es vorteilhaft, wenn
der Basis eine senkrecht zur Längsachse verlaufende flache untere Auflagefläche
angeformt ist. Besteht die untere Auflagefläche aus zwei gegeneinander gekippt
verlaufenden ebenen Flächen, so kann hierdurch Material des Handgriffs eingespart
werden. Gleichzeitig erlaubt diese Ausgestaltung ein Abstellen des Stiftspitzers
in zwei möglichen Positionen. Auch kann ein freier, nicht in einer Fingerauflagerille
geführter Finger der schrägen Fläche angenehm aufgelegt werden.
Vorteilhafterweise ist der Spitzeinsatz in etwa zentral
parallel zur Längsachse in die Basis eingesetzt. Hierdurch wird eine ideale
Krafteintragung von der menschlichen Hand in den Stiftspitzer zur Aufbringung des
für den Spitzvorgang notwendigen Drehmomentes erreicht.
In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung
ist der Spitzeinsatz in eine Bohrung zur Aufnahme von Spitzabfall eingesetzt. Zum
Entfernen des Spitzabfalls kann entweder der Spitzeinsatz lösbar eingesetzt
sein, oder aber die Bohrung durchsetzt die Basis in voller Länge, so dass dem
Spitzeinsatz gegenüberliegend am Boden der Basis ein Deckel zum Entleeren der
Bohrung angebracht werden kann.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der
Handgriff Materialen unterschiedlicher Elastizität. So kann der Handgriff an
den Stellen der Handdruckpunkte ein Material hoher Elastizität und ansonsten
ein Material geringerer Elastizität aufweisen. Das weichere, höher elastische
Material gibt hierbei den Handdruckpunkten nach, während das härtere Material
geringerer Elastizität die vorgegebene Handgriffbeaufschlagung steuert. Hierdurch
kann eine optimale Greifposition vorgegeben werden.
Die zweitgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch ein Verfahren zur Herstellung eines Stiftspitzers gelöst, wobei ein im
Wesentlichen zylinderförmiger Körper in etwa der Dimension einer menschlichen
Hand aus einer formbaren Masse mit einem für den Spitzeinsatz Raum schaffenden
Platzhalter versehen wird, wobei der Körper manuell fest umgriffen wird, wodurch
dem Körper zumindest ein Teil der Innenkonturen einer menschlichen Hand eingeformt
wird, wobei der geformte Körper gegebenenfalls mit entnommenem Platzhalter
entweder als eine Rohvorlage eingesetzt wird, mit deren Hilfe mittels einer formgebenden
Bearbeitungstechnologie insbesondere einer Guss-, Gieß-, Spritz-, Dreh-, Fräs-
oder Laserbearbeitungstechnologie, der Handgriff hergestellt wird, oder der geformte
Körper zum Handgriff ausgehärtet wird, wobei der Platzhalter gegebenenfalls
vor oder nach der Aushärtung entnommen wird und wobei in den Platzhalter oder
in die durch den Platzhalter entstandene Öffnung ein Spitzeinsatz eingesetzt
wird.
Durch dieses Herstellungsverfahren wird es in einfacher
Art und Weise möglich, einen Stiftspitzer zu schaffen, der einen Handgriff
aufweist, der teilweise den Innenkonturen einer gekrümmten menschlichen Hand
angeformt ist. Der Handgriff wird gewissermaßen als Abdruck der menschlichen
Hand geschaffen. Hierzu ist es in bekannter Art und Weise möglich, den Abdruck
der menschlichen Hand als eine Grund- oder Rohform für weitere übliche
Fertigungstechnologien zu verwenden. Insbesondere kann aus der Rohform eine Negativ-
oder Gussform hergestellt werden, durch welche beispielsweise mittels Kunststoffspritzguss
der Handgriff für den Stiftspitzer hergestellt werden kann. In dieser Variante
dient der einmal geschaffene Abdruck der menschlichen Hand als Vorlage für
einen in Serie fertigbaren Stiftspitzer.
Alternativ ist es ebenfalls möglich, jeden einzelnen
der Stiftspitzer dadurch herzustellen, dass der Körper von dem späteren
Benutzer selbst von der menschlichen Hand umgriffen wird, wodurch die eigene Hand
in den Handgriff des Stiftspitzers eingeformt wird. Durch Aushärtung der eingeformten
Basis des Handgriffs wird ein für den Benutzer persönlicher Stiftspitzer
erstellt, der perfekt in der eigenen Hand liegt.
Zur Aushärtung des geformten Körpers umfasst
dieser vorteilhafterweise eine Knetmasse aus einem Duroplast, dem in weicher Form
die menschliche Hand eingeformt werden kann. Anschließend wird der Körper
beispielsweise durch eine Temperaturbehandlung, die gegebenenfalls in einem häuslichen
Backofen durchgeführt werden kann, ausgehärtet. Der persönliche Stiftspitzer
liegt perfekt in der Hand des Benutzers, wodurch ein guter Krafteintrag zum Erreichen
des für den Spitzvorgang notwendigen Drehmomentes resultiert. Insbesondere
Kinder werden hierdurch zu häufigem Spitzen animiert.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden für
die formbare Masse Materialien unterschiedlicher Plastizität eingesetzt. Durch
eine vorgegebene Verteilung von Materialien unterschiedlicher Plastizität im
zylinderförmigen Körper kann eine Gewisse Einflussnahme auf die Formgebung
erzielt werden. Insbesondere erlaubt der Einsatz eines Materials hoher und eines
Materials geringerer Plastizität, gewisse Stellen mit hoher Verformbarkeit
zu erzielen, wobei andere Stellen eher die ursprüngliche Form beibehalten werden.
Wird beispielsweise das Material hoher Plastizität an der Außenseite des
zylinderförmigen Körpers und das Material geringerer Plastizität
im Innenraum des zylinderförmigen Körpers eingesetzt, so gibt das weichere
Material bei der Formgebung durch die menschliche Hand den Handdruckpunkten nach,
während das härtere Material die Handgriffformgebung als solche steuert.
Bei der Herstellung des Stiftspitzers können insbesondere
solche Materialen eingesetzt werden, die im Endzustand eine unterschiedliche Elastizität
aufweisen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1 bis 4
- in einer dreidimensionalen Darstellung jeweils einen Stiftspitzer mit einem
teilweise den Innenkonturen einer gekrümmten menschlichen Hand angeformten
Handgriff (aus verschiedenen Blickrichtungen),
- Fig. 5
- schematisch den Stiftspitzer gemäß den Fig. 1 bis 4, wie er von einem
menschlichen Hand umgriffen wird, und
- Fig. 6
- in einem Längsschnitt den in den Stiftspitzer integrierten Spitzeinsatz
mit einer Bohrung zur Aufnahme von Spitzabfall.
In den Fig. 1 bis 4 ist aus unterschiedlichen Blickrichtungen
in dreidimensionaler Darstellung ein Stiftspitzer 1 gezeigt, der einen ergonomischen
Handgriff 3 und einen in den Handgriff 3 eingesetzten Stifteinsatz 4 umfasst. Der
Stifteinsatz 4 ist hierbei im Wesentlichen entlang der Längsachse des Handgriffes
3 zentral eingesetzt. Ebenfalls dargestellt ist ein Stift 6, wie er zum Spitzen
in den Stiftführungskanal des Stifteinsatzes 4 eingesetzt wird. Der Stift 6
definiert dabei gleichzeitig die Längsachse des Handgriffs 3 bzw. seiner von
der Hand umgreifbaren Basis.
Die entlang der Längsachse verlaufende Basis wird
insgesamt von vier Wandungsflächen mit charakteristischen Eigenschaften umlaufen.
In Fig. 1 ist der Handgriff 3 mit Blick auf die dritte
Wandungsfläche 7 dargestellt. Die dritte Wandungsfläche 7 ist als eine
Fingerauflagefläche ausgebildet und weist hierzu eingebrachte Fingerauflagerillen
8 sowie zwischen den Fingerauflagerillen 8 verlaufende Stege 9 auf. Die dritte Wandungsfläche
7 weist weiter senkrecht zur Längsachse, die durch den Stift 6 definiert ist,
einen im Wesentlichen bogenförmigen Verlauf mit einem Scheitelpunkt auf. Dies
wird aus der eingezeichneten Konturlinie 10 ersichtlich. Die Fingerauflagerillen
8 sind jeweils am Scheitelpunkt angebracht, so dass sich an dieser Stelle in Richtung
der Längsachse eine wellenförmige Scheitellinie ergibt. Beidseits der
Fingerauflagerillen 8 ist die dritte Wandungsfläche 7 im Wesentlichen flach
ausgebildet.
Der Basis des Handgriffs 3 ist eine obere Plateaufläche
11 angeformt, die eine umlaufende Überkragung 12 aufweist. Durch die Überkragung
12 steht die Plateaufläche 11 der Basis des Handgriffs 3 über, wodurch
für die den Handgriff umschließende Hand eine Auflagefläche geschaffen
wird. Hierdurch ist der für den Spitzvorgang notwendige Druck in Richtung des
Stiftes 6 bzw. in Richtung der Längsachse leicht erzeugbar.
Fig. 2 zeigt den Stiftspitzer 1 aus einer anderen Blickrichtung.
Gegenüber Fig. 1 ist die dritte Wandungsfläche 7 nach links weggedreht.
Man erkennt noch die Fingerauflagerillen 8 und die dazwischen liegenden Stege 9.
Man blickt schräg von unten gegen die Unterseite der oberen Plateaufläche
11. Zur Vermeidung von Druckstellen sind der Unterseite der oberen Plateaufläche
11 Fingermulden 14 eingeformt.
Aus der in Fig. 2 gezeigten Blickrichtung erkennt man die
zweite Wandungsfläche 16 der Basis des Handgriffs 3. Die zweite Wandungsfläche
16 ist im Wesentlichen sattelförmig ausgebildet. Man erkennt die konvexe Krümmung
in Umfangsrichtung und die konkave Krümmung in Richtung der Längs- bzw.
Stiftachse. Da die dritte Wandungsfläche 7 oder Fingerauflagefläche links
von der zweiten Wandungsfläche 16 oder Daumenballenauflagefläche angeordnet
ist, ist der dargestellte Stiftspitzer 1 ergonomisch für einen Linkshänder
ausgestaltet.
An dem dem Stift 6 bzw. dem Spitzeinsatz 4 gegenüberliegenden
Ende weist der Handgriff 3 eine flache untere Auflagefläche 18 auf.
In Fig. 3 ist der Stiftspitzer 1 wiederum aus einer anderen
Blickrichtung dargestellt. Man erkennt nun die dritte Wandungsfläche 7 oder
Fingerauflagefläche am unteren Rand des Handgriffs 3. Aus dieser Darstellung
wird ersichtlich, dass die untere Auflagefläche 18 aus zwei gegeneinander abgeschrägten
Teilebenen besteht. In Fig. 3 wird die nach oben abgeschrägte gekippte Teilebene
18' ersichtlich.
Man blickt auf die der dritten Wandungsfläche 7 oder
Fingerauflagefläche gegenüberliegende erste Wandungsfläche 20, in
welche eine Daumenauflagerille 21 eingeformt ist. Die Daumenauflagerille 21 ist
im Wesentlichen in Umfangsrichtung flach eingeformt. Es ergibt sich insgesamt eine
sattelförmige Form der ersten Wandungsfläche 20.
Zwischen der ersten Wandungsfläche 20 und der dritten
Wandungsfläche 7 ist die vierte Wandungsfläche 23 erkennbar. Diese weist,
wie aus der eingezeichneten Konturlinie 24 ersichtlich wird, in Umfangsrichtung
eine konvexe Krümmung und in Längsrichtung eine konkave Krümmung
auf. Mit anderen Worten ist die vierte Wandungsfläche 23 ähnlich der zweiten
Wandungsfläche 16, nämlich sattelförmig, ausgestaltet. Greift ein
Rechtshänder den dargestellten Stiftspitzer 1, so dient die vierte Wandungsfläche
23 als Daumenballenauflagefläche. Die zweite Wandungsfläche 16 liegt in
diesem Fall zwischen dem Daumen und den übrigen Fingern frei und wirkt dann
als eine Umfangsabschlussfläche. Der gezeigte Stiftspitzer 1 ist somit sowohl
für einen Links- als auch für einen Rechtshänder ergonomisch ausgeformt.
Aus der in Fig. 4 dargestellten Blickrichtung wird insbesondere
die erste Mantelfläche 20 mit eingeformter Daumenauflagerille 21 ersichtlich.
Auch die Ausgestaltung der unteren Auflagefläche 18 mit einer gekippten Teilebene
18' wird klar erkennbar.
In Fig. 5 ist schematisch der in den Fig. 1 bis 4 gezeigte
Stiftspitzer 1 gezeigt, wie er von einer menschlichen linken Hand 26 umgriffen wird.
Man erkennt die in der menschlichen Hand liegende Basis 31 des Handgriffs 3. Die
Kontur der Basis 31 wird durch die erste, zweite, dritte und vierte Wandungsfläche
20, 16, 7 bzw. 23 gebildet. Hierbei liegt die erste Wandungsfläche 20 dem Daumen
29, die zweite Wandungsfläche 16 dem Daumenballen, die dritte Wandungsfläche
7 den Fingern (dargestellt sind Zeigefinger 27 und Mittelfinger 28) an; die vierte
Wandungsfläche 23 dient als eine Umfangsabschlussfläche. Sie wird von
der Hand 26 nicht umschlossen.
Weiter erkennt man die der Basis 31 des Handgriffs 3 angeformte
obere Plateaufläche 11, die der menschlichen Hand 26 auf der von Daumen 29
und Zeigefinger 27 gebildeten Fläche aufliegt. Der Umriss der Plateaufläche
11 ist hierbei gestrichelt dargestellt.
Der Spitzeinsatz 4 ist dem Stiftspitzer 1 zentral in der
Basis 31 des Handgriffs 3 eingesetzt. Der Stifteinsatz 4 weist zwei Stiftführungskanäle
33 mit unterschiedlichem Durchmesser auf. In jedem der Stiftführungskanäle
33, die konisch zulaufend ausgebildet sind, ist jeweils ein Schälmesser 34
zum Spitzen eines eingesetzten Stiftes eingesetzt.
Fig. 6 zeigt den Stiftspitzer 1 mit ergonomisch ausgebildetem
Handgriff 3 in einem Längsschnitt. Der Spitzeinsatz 4 mit Stiftführungskanal
33 und Schälmesser 34 ist mittels eines Deckels 35 in eine Bohrung 37 eingesetzt.
Die Bohrung 37 ist zentral in der Basis 3 des Stiftspitzers 1 eingebracht. Der Deckel
35 ist zum Leeren der Bohrung 37 von Spitzabfall abnehmbar.
In einer gestrichelt dargestellten Alternative erstreckt
sich die Bohrung 37, die den Spitzeinsatz 4 aufnimmt, bis zur unteren Auflagefläche
18. Hier ist die Bohrung 37 mittels eines abnehmbaren Deckels 38 verschlossen. In
der gestrichelten Ausführungsvariante kann der Spitzeinsatz 4 fest in den Haltegriff
3 montiert sein. Die Bohrung 37 wird von Spitzabfall geleert, indem der Deckel 38
geöffnet wird.
Bezugszeichenliste
- 1
- Stiftspitzer
- 3
- Handgriff
- 4
- Spitzeinsatz
- 6
- Stift
- 7
- dritte Wandungsfläche
- 8
- Fingerauflagerillen
- 9
- Stege
- 10
- Konturlinie
- 11
- obere Plateaufläche
- 12
- Überkragung
- 14
- Fingermulden
- 16
- zweite Wandungsfläche
- 18
- untere Auflagefläche
- 18'
- gekippte Teilebene
- 20
- erste Wandungsfläche
- 21
- Daumenauflagerille
- 23
- vierte Wandungsfläche
- 24
- Konturlinie
- 26
- menschliche Hand
- 27
- Zeigefinger
- 28
- Mittelfinger
- 29
- Daumen
- 31
- Basis
- 33
- Stiftführungskanal
- 34
- Schälmesser
- 35
- Deckel
- 37
- Bohrung
- 38
- Deckel