Die Erfindung betrifft einen Träger für Installationen
im Bereich der Haustechnik und der Industrie, der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten Art.
Für eine flexible Installation von Leitungen, wie
Rohren, Lüftungskanälen, Elektrokabeltrassen und dergleichen, im Bereich
der Haustechnik oder der Industrie werden heutzutage oftmals aus Blech gefertigte
Montageschienen eingesetzt. Diese Montageschienen weisen beispielsweise einen C-förmigen
Querschnitt auf, wobei der offene Bereich der Montageschiene der Befestigung z.
B. mittels so genannten Schienenmuttern von Gewindestangen dient, an denen die Leitungen
aufgeständert oder abgehängt werden.
Für eine formschlüssige Fixierung solcher Befestigungselemente
an einer C-förmigen Montageschiene weisen diese innerhalb des offenen Bereichs
eine Verzahnung auf, die aus herstellungstechnischen Gründen nur an den freien
Blechkanten ausreichend tief eingeprägt beziehungsweise eingerollt werden kann.
Über spezielle Verbindungswinkel sind diese Montageschienen
untereinander zu ebenen oder räumlichen Tragkonstruktionen zusammenbaubar.
Zudem weisen solche Montageschienen häufig Durchführöffnungen im
Bereich des Bodenabschnitts für eine direkte Befestigung der Montageschiene
an einer Wand oder Decke beispielsweise mittels eines Dübels auf.
Diese Montageschienen haben sich in der Praxis bewährt,
weisen jedoch den Nachteil auf, dass nur auf einer Seite der Montageschiene Anbindemöglichkeiten
vorhanden sind. Da es sich bei einer C-förmigen Montageschiene um ein offenes
Profil handelt, weist diese zudem im Gegensatz zu einem geschlossenen Profil eine
wesentlich schlechtere Torsionssteifigkeit auf.
Es sind deshalb so genannte Doppel-C-Profilschienen bekannt,
die beispielsweise aus zwei miteinander vernieteten oder verschweissten C-förmigen
Montageschienen gebildet sind und zwei einander gegenüberliegende Anbindemöglichkeiten
bieten, so dass eine Rohrleitung ober- und unterhalb der Doppel-C-Profilschiene
befestigt werden kann. Wie C-förmige Montageschienen stellen auch die Doppel-C-Profilschienen
bezüglich des Tragverhaltens einen Kompromiss zwischen den Möglichkeiten
für die Befestigungen und der Steifigkeit des Profils dar. Des Weiteren weisen
die Doppel-C-Profilschienen ein verhältnismässig hohes Eigengewicht pro
Laufmeter auf, benötigen für die Zahl der Befestigungsmöglichkeiten
verhältnismässig viel Material und sind zudem aufwändig in der Herstellung.
Aus der
GB 1 358 261
ist ein Träger für Betonschalungen bekannt, der einen ersten
Traggurt sowie einen parallel in einem Abstand zum ersten Traggurt angeordneten
zweiten Traggurt aufweist, die über zwei in deren Längserstreckung wellenförmig
verlaufende Stäbe über deren Wendebereiche miteinander verbunden sind.
Dieser Träger weist beispielsweise gegenüber einer C-förmigen Montageschiene
oder Doppel-C-Profilschiene ein geringeres Eigengewicht pro Laufmeter auf.
Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass dieser
Träger keine Anbindemöglichkeiten zum Abhängen des Trägers oder
zum Abhängen und Aufständern von Leitungen aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Träger mit variablen
Anbindemöglichkeiten entlang der Längserstreckung bei vergleichsweise
guten statischen Eigenschaften des Trägers zu schaffen.
Die Aufgabe ist durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
dargelegt.
Gemäss der Erfindung umfasst ein Träger für
Installationen im Bereich der Haustechnik und der Industrie einen ersten Traggurt
und einen in einem Abstand zum ersten Traggurt angeordneten zweiten Traggurt. Der
erste Traggurt und der zweite Traggurt sind über zwei in deren Längserstreckung
wellenförmig verlaufende Stäbe über deren Wendebereiche miteinander
verbunden. Der erste Traggurt und der zweite Traggurt sind jeweils von zwei parallel
in einem Abstand zueinander verlaufenden Längsprofilen gebildet. Die Längsprofile
eines Traggurtes sind über U-förmige Verbindungsprofile miteinander verbunden.
Die Schenkel der U-förmigen Verbindungsprofile sind an den Längsprofilen
festgelegt und die Basis der U-förmigen Verbindungsprofile, welche die Schenkel
verbindet, ist beabstandet zu den Längsprofilen angeordnet. Die Wendebereiche
der wellenförmig verlaufenden Stäbe stehen mit den Längsprofilen
in Verbindung.
Der Träger weist eine dreidimensionale Fachwerkträgerstruktur
auf, wobei der erste Traggurt vorteilhaft parallel zu dem zweiten Traggurt angeordnet
ist. Die U-förmigen Verbindungsprofile umgreifen vorteilhaft die Längsprofile
eines Traggurtes, wobei die Verbindungsprofile im Bereich der freien Enden deren
Schenkel mit den Längsprofilen beispielsweise über Schweisspunkte verbunden
sind. Infolge der beabstandeten Anordnung der Basis, welche die Schenkel der Verbindungsprofile
miteinander verbindet, zu den Längsprofilen eines Traggurtes wird ein Freiraum
zwischen diesen geschaffen, der eine Montage einer Schienenmutter mit einem Hintergreifteil
und einem Anschlag entlang der Längserstreckung des Trägers analog an
einer C-förmigen Montageschiene ermöglicht, wobei der erfindungsgemässe
Träger jedoch vorteilhafte statische Eigenschaften und ein verhältnismässig
geringes Eigengewicht pro Laufmeter aufweist.
Unter U-förmig wird in diesem Sinne eine Ausgestaltung
eines Verbindungsprofils mit zwei Schenkeln verstanden, die jeweils ein freies Ende
aufweisen und über eine Basis miteinander verbunden sind. Die Basis kann gerade,
gebogen oder auch winklig verlaufen.
Der Abstand der den ersten Traggurt oder auch der den zweiten
Traggurt ausbildenden Längsprofile zueinander ist derart gewählt, dass
ein Hintergreifteil einer Schienenmutter zwischen diesen hindurchführbar ist
und nach Verdrehen derselben die Längsprofile hintergreifen kann, so dass die
Schienenmutter an dem Träger verspannbar ist. Mit entsprechend ausgebildeten
Unterlegscheiben oder Anschlagelementen sind auch Gewindestangen, Verbindungselemente
und dergleichen direkt in den von den Längsprofilen geschaffenen Längsöffnungen
des Trägers festlegbar. Zudem bieten die Öffnungen an den Seiten des Trägers
zwischen den Traggurten weitere Anbindemöglichkeiten beispielsweise für
Gewindestangen, Verbindungselemente und dergleichen. Die offene, von allen Seiten
zugängliche Fachwerkträgerstruktur des Trägers ermöglicht ein
Verspannen von Kontermuttern von allen Seiten und auch innerhalb des Trägers.
Dabei kann nur der erste Traggurt, nur der zweite Traggurt oder beide Traggurte
des Trägers für die Anbindung verwendet werden.
Des Weiteren ist infolge der offenen Fachwerkträgerstruktur
des Trägers auch die Durchführung von Installationen, wie z. B. Rohrleitungen
zwischen dem ersten und zweiten Traggurt möglich, womit die Installationen
platzsparend direkt unter der Decke befestigbar sind. Der Träger nutzt die
maximal zur Verfügung stehende Höhe und hat daher bei einem gegenüber
einer C-förmigen Montageschiene vergleichbaren Materialbedarf eine mehrfach
höhere Biegesteifigkeit.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe sind im Bereich
ihrer Wendebereiche vorteilhaft mit den, den ersten Traggurt und den zweiten Traggurt
ausbildenden Längsprofilen verschweisst. Gleichzeitig gewährleisten die
wellenförmig verlaufenden Stäbe einen konstanten Abstand des ersten Traggurtes
zu dem zweiten Traggurt bei einer parallel zueinander verlaufenden Anordnung derselben
über die gesamte Längserstreckung des Trägers. Die wellenförmig
verlaufenden Stäbe werden vorteilhafterweise aus einem geraden Profilstück
in die wellenförmige Ausgestaltung gebogen. Vorteilhaft schliessen die benachbarten
Abschnitte der wellenförmig verlaufenden Stäbe einen Winkel im Bereich
von 60° bis 100° ein, womit ein Träger mit vorteilhaften statischen
Eigenschaften geschaffen wird.
Neben einem kontinuierlichen Verlauf der wellenförmigen
Ausgestaltung kann diese auch durch eine trapezförmige Ausgestaltung die Wellenform
ausbilden. Dabei sind die wellenförmig verlaufenden Stäbe in eine Form
gebogen, die aneinandergereihten Trapeze entsprechen. Vorteilhaft schliessen die
benachbarten Abschnitte der aneinandergereihten Trapeze einen Winkel im Bereich
von 15° bis 35° ein, womit ein Träger mit vorteilhaften statischen
Eigenschaften geschaffen wird. Eine weitere wellenförmige Ausgestaltung stellen
im Sinne der Erfindung auch im Zickzack verlaufende Stäbe dar.
Die wellenförmig verlaufenden Stäbe sind aussenseitig
der Längsprofile mit diesen verbunden, was eine einfache Fertigung des Trägers
ermöglicht. Zudem steht bei dieser Ausführungsform des Trägers der
gesamte von den Längsprofilen in der quer zu deren Längserstreckung verlaufenden
Ebene aufgespannte Raum für Befestigungsmittel zur Verfügung, ohne dass
die wellenförmig verlaufenden Stäbe diesen einengen.
Die U-förmigen Verbindungsprofile sind in einem Winkel
zur Längserstreckung der Längsprofile an den Traggurten angeordnet, so
dass die Längserstreckung der Verbindungsprofile zur Längserstreckung
der Längsprofile schneidend ausgerichtet ist. Die Verbindungsprofile weisen
eine Längserstreckung auf, die grösser als der Abstand der Längsprofile
zueinander ist, so dass die Verbindungsprofile sich mit den Längsprofilen kreuzen
und somit eine ausreichend grosse Kontaktfläche zwischen den Verbindungsprofilen
und den Längsprofilen zur Schaffung einer sicheren Verbindung zwischen diesen
vorhanden ist. Desto flacher der von der Längserstreckung der Verbindungsprofile
und der Längserstreckung der Längsprofile eingeschlossene Winkel ist,
desto länger muss die Längserstreckung der Verbindungsprofile sein. Die
Längserstreckung der Verbindungsprofile ist vorteilhaft derart gewählt,
dass die Längsprofile eines Traggurtes von den Schenkeln der U-förmigen
Verbindungsprofile aussenseitig, bezogen auf die Anordnung der Längsprofile
zueinander, umgriffen werden.
Vorzugsweise sind die U-förmigen Verbindungsprofile
senkrecht zur Längserstreckung der Längsprofile ausgerichtet, so dass
zwischen diesen ein ausreichender Freiraum zur Anbindung von Gewindestangen, Verbindungselemente
und dergleichen vorhanden ist. Zudem bleibt ein solcher Träger auch nach dem
Ablängen auf eine gewünschte Länge weiterhin stabil.
Bevorzugt bilden die Längsprofile in einer quer zu
deren Längserstreckung verlaufenden Ebene Eckpunkte eines Rechtecks. Der Träger
kann in verschiedenen Ausrichtungen angeordnet werden und bietet dabei weiterhin
eine Vielzahl von Anbindemöglichkeiten.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des
Trägers bilden die Längsprofile in der quer zu deren Längserstreckung
verlaufenden Ebene Eckpunkte eines Quadrats. In dieser vorteilhaften Ausführungsform
des Trägers können beim ersten Traggurt, beim zweiten Traggurt und sogar
seitlich zwischen diesen die gleichen Befestigungsmittel, wie z. B. Schienenmuttern,
zur Befestigung z. B. einer Leitung an dem Träger oder zum Abhängen des
Trägers verwendet werden.
Mit einer einfachen Verbindungseinrichtung lassen sich
mehrere Träger mit einem rechteckigen oder quadratischen Querschnitt leicht
zu ebenen und räumlichen Tragkonstruktionen verbinden. Die Verbindungseinrichtung
umfasst beispielsweise Befestigungsschrauben und als Anbindeelement einen L-förmigen
Winkel mit in einem Winkel zueinander ausgerichteten Schenkeln, die jeweils mit
einer Durchführöffnung für die Befestigungsschrauben versehen sind.
Vorzugsweise sind die Basis der U-förmigen Verbindungsprofile
des ersten Traggurtes und die Basis der U-förmigen Verbindungsprofile des zweiten
Traggurtes einander zugewandt, womit zwischen den, den ersten Traggurt ausbildenden
Längsprofilen beziehungsweise zwischen den, den zweiten Traggurt ausbildenden
Längsprofilen eine über die gesamte Längserstreckung verlaufende
Montageöffnung z. B. für eine Schienenmutter geschaffen wird, in welcher
diese eingeführt und entlang derselben die Schienenmutter für eine Positionierung
derselben verschiebbar ist. Weiter wird ein Aufnahmeraum beispielsweise für
einen Führungsabschnitt eines Anbindeelementes geschaffen, mit welchem zwei
Träger miteinander verbindbar sind.
Das Anbindeelement zum Verbinden zweier Träger ist
beispielsweise ein mit Sicken versehener L-förmiger Winkel, wobei der Sickenboden
bei Anlage des Winkels an dem Träger in den Freiraum zwischen den Längsprofilen
eines Traggurtes eindringt. Die Sicken in dem Winkel dienen einerseits als Führungsmittel
sowie als Verdrehsicherung an dem Träger und andererseits wird der Winkel durch
die Sicken bezüglich der Festigkeitseigenschaften verbessert. Dieser Freiraum
kann gleichzeitig auch der Aufnahme eines Vierkantansatzes einer Flachrundschraube
dienen, womit die montierte Flachrundschraube beim Verspannen derselben drehgesichert
gehalten wird.
Bevorzugt sind die Längsprofile wenigstens eines der
Traggurte mit einer Verzahnung versehen, die innenseitig und aussenseitig an den
Längsprofilen angeordnet sein kann und eine formschlüssige Verklemmung
der Anbindeteile ermöglicht. Vorteilhaft weisen die Hintergreifteile und/oder
der Anschlag einer Schienenmutter ebenfalls eine Verzahnung auf, die mit der Verzahnung
an den Längsprofilen in Eingriff bringbar ist. Die Verzahnung wird z. B. mit
einem Rollierverfahren auf die Längsprofile aufgebracht. Alternativ kann als
Längsprofil auch eine Gewindestange verwendet werden, wobei das Gewinde der
Gewindestange eine umlaufende Verzahnung für dieses Längsprofil ausbildet.
Vorzugsweise ist wenigstens eines der Längsprofile
mit zwei Verzahnungen versehen, wobei die Verzahnungen an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten der Längsprofile angeordnet sind. Insbesondere wenn ein Hintergreifteil
und ein Anschlag einer Schienenmutter ebenfalls mit einer Verzahnung versehen sind,
lässt sich die Anbindung an den Träger in Längserstreckung des Trägers
besser fixieren.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist
das Längsprofil jeweils mehr als zwei, beispielsweise vier Verzahnungen auf,
die vorteilhaft senkrecht zueinander ausgerichtet sind. Somit sind z. B. auch seitliche
Befestigungen zwischen den Traggurten beispielsweise mittels Schienenmuttern oder
entsprechend ausgebildeten Unterlegscheiben beziehungsweise Anschlägen formschlüssig
an dem Träger festlegbar.
Bevorzugt fluchten die wellenförmig verlaufenden Stäbe
in einer quer zur Längserstreckung der Längsprofile verlaufenden Richtung,
so dass auch an den Seiten des Trägers, zwischen dem ersten Traggurt und dem
zweiten Traggurt zusätzliche Anbindemöglichkeiten gegeben sind und beispielsweise
eine Installation, wie eine Rohr- oder Elektroleitung auch zwischen dem ersten Traggurt
und dem zweiten Traggurt hindurchführbar ist.
Vorzugsweise weist zumindest eines der Längsprofile
einen runden Querschnitt auf. Besonders vorteilhaft weisen alle Längsprofile
einen runden Querschnitt auf. Ein solcher Träger ist einfach zu fertigen und
ermöglicht eine Vielzahl von Ausgestaltungen um einen grossen Bereich von statischen
Anforderungen an den Träger abdecken zu können.
Bevorzugt weist zumindest eines der U-förmigen Verbindungsprofile
und/oder zumindest einer der wellenförmig verlaufenden Stäbe einen runden
Querschnitt auf. Besonders vorteilhaft weisen alle U-förmigen Verbindungsprofile
und/oder wellenförmig verlaufenden Stäbe einen runden Querschnitt auf.
Ein solcher Träger ist einfach zu fertigen und ermöglicht eine Vielzahl
von Ausgestaltungen um einen grossen Bereich von statischen Anforderungen an den
Träger abdecken zu können.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
weisen die Längsprofile, die U-förmigen Verbindungsprofile sowie die wellenförmig
verlaufenden Stäbe jeweils einen runden Querschnitt auf. In einer alternativen
Ausführung können auch einzelne Profile einen unrunden Querschnitt aufweisen,
wobei z. B. auch eine Kombination von Längsprofilen mit einem polygonalen,
wie z. B. einem rechteckigen, Querschnitt und mit einem runden Querschnitt zur Bildung
des ersten Traggurtes und/oder des zweiten Traggurtes möglich sind.
Vorteilhaft liegt das Verhältnis der Querschnittsabmessungen
der Längsprofile zu den Querschnittsabmessungen der wellenförmig verlaufenden
Stäbe im Bereich von 1.1:1 bis 3:1, womit ein Träger mit vorteilhaften
statischen Eigenschaften bei einem geringen Eigengewicht pro Laufmeter geschaffen
wird.
Weiter vorteilhaft liegt das Verhältnis der Querschnittsabmessungen
der Längsprofile zu den Querschnittsabmessungen der Verbindungsprofile im Bereich
von 1:1.1 bis 1:3.0, womit ein Träger mit vorteilhaften statischen Eigenschaften
bei einem geringen Eigengewicht pro Laufmeter geschaffen wird.
Die Längsprofile, die Verbindungsprofile und/oder
die wellenförmig verlaufenden Stäbe sind vorteilhaft aus einem Draht gebildet.
Für eine einfache Fertigung des Trägers werden vorteilhaft für die
wellenförmig verlaufenden Stäbe und die Verbindungsprofile Profile oder
Drähte mit den gleichen Querschnittsabmessungen und/oder mit der gleichen Querschnittsausgestaltung
verwendet.
Anstelle von geschweissten Verbindungen können die
Längsprofile, die Verbindungsprofile und die wellenförmig verlaufenden
Stäbe auch miteinander verlötet oder verklebt sein.
Als Ausgangsmaterial für die Profile oder die Drähte
wird vorteilhaft Metall verwendet. In Abhängigkeit von dem Ort der Anwendung
kommt beispielsweise ein rostfreier Stahl oder Aluminium als Ausgangsmaterial für
die Profile oder die Drähte zur Anwendung. Alternativ können auch Profile
oder Drähte aus einem Kunststoff oder aus einem Kohlenstofffaserverstärkten
Kunststoff zur Herstellung des Trägers verwendet werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Ansicht eines erfindungsgemässen Trägers in der Perspektive;
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1; und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Trägers.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit
den gleichen Bezugszeichen versehen.
Der in den Figuren dargestellte Träger 11 für
Installationen im Bereich der Haustechnik und der Industrie umfasst einen ersten
Traggurt 12 und einen parallel in einem Abstand zum ersten Traggurt 12 angeordneten
zweiten Traggurt 22. Der erste Traggurt 12 und der zweite Traggurt 22 sind über
zwei in deren Längserstreckung wellenförmig verlaufende Stäbe 31
über deren Wendebereiche 32 miteinander verbunden. Die benachbarten Abschnitte
23 der wellenförmig verlaufenden Stäbe 21 schliessen einen Winkel W von
80° ein.
Der erste Traggurt 12 ist von zwei parallel in einem Abstand
A zueinander verlaufenden Längsprofilen 13 und diese verbindende U-förmige
Verbindungsprofile 14 gebildet, wobei die U-förmigen Verbindungsprofile 14
senkrecht zur Längserstreckung der Längsprofile 13 ausgerichtet sind und
eine Längserstreckung aufweisen, die grösser als der Abstand A der Längsprofile
13 zueinander ist. Die U-förmigen Verbindungsprofile 14 weisen zwei Schenkel
15 und eine, diese verbindende Basis 16 auf. Die Schenkel 15 umgreifen die Längsprofile
13 und sind mittels Schweisspunkten an diesen festgelegt. Die Basis 16, welche die
Schenkel 15 des Verbindungsprofils 14 verbindet, ist zur Schaffung eines Freiraums
17 zum Hintergreifen der Längsprofile 13 beabstandet zu diesen angeordnet.
Die Längsprofile 13 sowie die Verbindungsprofile 14 sind aus einem Draht gebildet
und weisen jeweils einen runden Querschnitt auf. Auch die wellenförmig verlaufenden
Stäbe 31 sind aus einem Draht gebildet und weisen jeweils einen runden Querschnitt
auf.
Der zweite Traggurt 22 ist von zwei parallel in einem Abstand
A zueinander verlaufenden Längsprofilen 23 und diese verbindende U-förmige
Verbindungsprofile 24 gebildet, wobei die U-förmigen Verbindungsprofile 24
senkrecht zur Längserstreckung der Längsprofile 23 ausgerichtet sind und
eine Längserstreckung aufweisen, die grösser als der Abstand A der Längsprofile
23 zueinander ist. Die U-förmigen Verbindungsprofile 24 weisen zwei Schenkel
25 und eine, diese verbindende Basis 26 auf. Die Schenkel 25 umgreifen die Längsprofile
23 aussenseitig und sind mittels Schweisspunkten an diesen festgelegt. Die Basis
26, welche die Schenkel 25 verbindet, ist zur Schaffung eines Freiraums 27 zum Hintergreifen
der Längsprofile 23 beabstandet zu diesen angeordnet. Die Längsprofile
23 sowie die Verbindungsprofile 24 sind aus einem Draht gebildet und weisen jeweils
einen runden Querschnitt auf.
Die Längsprofile 13 bzw. 23 bilden in einer quer zu
deren Längserstreckung verlaufenden Ebene Eckpunkte eines Rechtecks beziehungsweise
eines Quadrats. Die Breite B des Trägers 11 entspricht in der Abmessung der
Höhe H des Trägers 11. Der Abstand A der Längsprofile 13 des ersten
Traggurtes 12 und der Abstand A der Längsprofile 23 des zweiten Traggurtes
22 sind aus diesem Grund gleich gross. Die wellenförmig verlaufenden Stäbe
31 fluchten in einer quer zur Längserstreckung der Längsprofile 13 bzw.
23 verlaufenden Richtung und sind aussenseitig der Längsprofile 13 bzw. 23
mit diesen verbunden.
Die Basis 16 der U-förmigen Verbindungsprofile 14
und die Basis 26 der U-förmigen Verbindungsprofile 24 sind einander zugewandt.
Die Basis 16 der U-förmigen Verbindungsprofile 14 des ersten Traggurtes 12
ist zur Schaffung des Freiraums 17 an der Seite der jeweils den ersten Traggurt
12 ausbildenden Längsprofile 13 angeordnet, die der den zweiten Traggurt 22
ausbildenden Längsprofile 23 zugewandt ist. Die Basis 26 der U-förmigen
Verbindungsprofile 24 des zweiten Traggurtes 22 sind zur Schaffung des Freiraums
27 an der Seite der jeweils den zweiten Traggurt 22 ausbildenden Längsprofile
23 angeordnet, die der den ersten Traggurt 12 ausbildenden Längsprofile 13
zugewandt ist. Der Freiraum 17 sowie der Freiraum 27 bilden eine von aussen zugängliche,
über die gesamte Längserstreckung des Trägers 11 verlaufende Montageöffnung
zur Anordnung von Schienenmuttern 1 aus.
Die U-förmigen Verbindungsprofile 14 an den, den ersten
Traggurt 12 ausbildenden Längsprofilen 13 sowie die U-förmigen Verbindungsprofile
24 an den, den zweiten Traggurt 22 ausbildenden Längsprofilen 23 sind jeweils
zwischen den Wendebereichen 32 der wellenförmig verlaufenden Stäbe 31
vorgesehen.
Die Längsprofile 13 des Traggurtes 12 und die Längsprofile
23 des Traggurtes 22 sind jeweils an zwei Seiten der Längsprofile 13 bzw. 23
mit einer Verzahnung 18 bzw. 28 versehen, die einerseits aussenseitig, auf der,
dem Längsprofil 23 bzw. 13 abgewandten Seite, und andererseits innenseitig,
auf der dem Längsprofil 23 bzw. 13 zugewandten Seite, des jeweiligen Längsprofils
13 bzw. 23 angeordnet ist.
Das Verhältnis des Durchmessers D der Längsprofile
13 bzw. 23 zu dem Durchmesser S der wellenförmig verlaufenden Stäbe 31
beträgt 2:1. Das Verhältnis des Durchmessers D der Längsprofile 13
bzw. 23 zu dem Durchmesser V der U-förmigen Verbindungsprofile 14 bzw. 24 beträgt
in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls 2:1.
Nachfolgend wird anhand der Figur 1 ein Beispiel für
eine mögliche Anbindung an dem Träger 11 beschrieben.
Das Hintergreifteil 2 einer Schienenmutter 1 wird an der
gewünschten Stelle an dem erfindungsgemässen Träger 11 zwischen den
Längsprofilen 13 des ersten Traggurtes 12 in den Freiraum 17 eingeführt,
bis der Anschlag 3 der Schienenmutter 1 mit der Aussenseite der Längsprofile
13 in Anlage kommt. Anschliessend wird das Hintergreifteil 2 zum Hintergreifen der
Längsprofile 13 um 90° verdreht. Die Schienenmutter 1 wird für eine
exakte Positionierung derselben entlang der Längserstreckung des Trägers
11 verschoben und an der gewünschten Stelle verspannt. Das Hintergreifteil
2 ist mit einer Verzahnung versehen, die beim Verspannen der Schienenmutter 1 mit
der Verzahnung 18 an dem Längsprofil 13 in formschlüssigen Eingriff kommt.
An der Schienenmutter 1 ist zum Aufständern einer Rohrleitung (hier nicht dargestellt)
eine Rohrschelle 4 angeordnet, die über eine Gewindestange 5 zu der Schienenmutter
1 beziehungsweise zu dem Träger 11 justierbar ist.