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Dokumentenidentifikation DE102006004378A1 16.08.2007
Titel Gargerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät, und Verfahren zum Herstellen eines Gargeräts
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Bally, Ingo, 83278 Traunstein, DE;
Mallinger, Peter, 83301 Traunreut, DE;
Namberger, Angelika, 83352 Altenmarkt, DE
DE-Anmeldedatum 31.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004378
Offenlegungstag 16.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse F24C 15/30(2006.01)A, F, I, 20060131, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 77/08(2006.01)A, L, I, 20060131, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät, mit einer einen Garraum (3) eingrenzenden Muffel (5) mit einer Muffelöffnung (6) zum Ausbilden einer Beschickungsöffnung (61), wobei die Muffel rückseitige Halteelemente (55) zum Befestigen an diesen zugeordnete Halteelementaufnahmen eines Befestigungsgestells (80) aufweist, wobei zumindest ein Teil der Halteelemente (55) und die diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen derart zueinander dimensioniert ausgebildet sind, eine begrenzte horizontale und/oder vertikale Bewegung der Halteelemente (55) in den Halteelementaufnahmen zu ermöglichen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät, insbesondere ein Hocheinbau-Gargerät, mit mindestens einer einen Garraum eingrenzenden Muffel mit einer Muffelöffnung, einer Tür zum Schließen der Muffelöffnung und Heizkörpern zum Aufheizen des Garraums sowie ein Verfahren zum Befestigen einer Muffel eines Gargeräts.

DE 102 61 356 A1 beschreibt ein Haushaltsgerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät, mit einer Wandmontage-Einrichtung. Die Wandmontage-Einrichtung besteht dabei aus einem rahmenartigen Gestell, welches an einer im Wesentlichen vertikalen Wand befestigt wird. Die Wandmontage-Einrichtung weist ein tragendes Trägerelement auf, welches ein vertikales Einsetzen des Haushaltsgeräts mit rückseitigen Rastelementen in eine untere Aufnahme ermöglicht. Dabei kann das Haushaltsgerät unter einem Winkel angesetzt werden. Anschließend kann eine Verschwenkung um eine Kippachse vorgenommen werden. Dazu dient ein Einstellelement an der Wandmontage-Einrichtung, welches zum Einstellen einer Position des Haushaltsgeräts in einer Bautiefen-Richtung aufweist. Das Trägerelement ist dabei über die Kippachse kippbar gelagert und das Einstellelement stellt einen Kippwinkel des Trägerelements ein.

Bei einer derartigen Befestigungsanordnung handelt es sich um eine sehr aufwändige Konstruktion. Insbesondere zur Befestigung eines Haushaltsgeräts in Form eines Gargeräts besteht generell die Problematik, dass bei einer Erhitzung, beispielsweise einer sehr hohen Erhitzung im Pyrolysebetrieb eine zeitweilige thermische Verformung insbesondere der oberen Muffel-Rückseite erfolgen kann. Eine feste Einspannung von Halteelementen, welche im oberen rückseitigen Bereich der Muffel befestigt sind, an entsprechenden Gegenelementen eines Befestigungsgestells führt dadurch zu mechanischen Verspannungen insbesondere während des Pyrolysebetriebs.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät, und ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Gargeräts bereitzustellen, welche bei vorzugsweise einfachem Aufbau eine einfache und sichere Montage ermöglichen. Insbesondere soll der Aufbau die Entstehung mechanischer Spannungen aufgrund temporärer thermischer Verformungen auf einfache Art und Weise verhindern.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät und ein Verfahren zum Herstellen einer Muffel für ein Gargerät bereitzustellen, welche bei vorzugsweise einfachem Aufbau eine einfache und sichere Montage ermöglichen.

Die vorliegende Aufgabe wird durch das Gargerät, insbesondere. Hocheinbau-Gargerät, mit den Merkmalen der Patentanspruchs 1 bzw. durch das Verfahren zum Befestigen einer Muffel eines Gargeräts mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst.

Bevorzugt wird somit ein Gargerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät, mit einer einen Garraum eingrenzenden Muffel mit einer Muffelöffnung zum Ausbilden einer Beschickungsöffnung, wobei die Muffel rückseitige Halteelemente zum Befestigen an diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen eines Befestigungsgestells aufweist, wobei zumindest ein Teil der Halteelemente und die diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen ausgebildet sind, eine begrenzte horizontale und/oder vertikale Bewegung der Halteelemente in den Halteelementaufnahmen zu ermöglichen. Gemäß einem Verfahren zum Herstellen einer Muffel eines Gargeräts, bei dem die Muffel mittels rückseitig an der Muffel befestigten Halteelementen in diesen jeweils zugeordneten Halteelementaufnahmen eines Befestigungsgestells einsetzt wird, werden entsprechend zumindest ein Teil der Halteelemente und die diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen derart zueinander dimensioniert ausgebildet und/oder bereitgestellt, dass nach dem Ineinander-Eingreifen eine begrenzte horizontale und/oder vertikale Bewegbarkeit der Halteelemente in den Halteelementaufnahmen ermöglicht bleibt.

Eine solche Befestigung eines Gargeräts bzw. von dessen Muffel ermöglicht in vorteilhafter Weise eine Expansion und Kontraktion der Muffel und damit eine Bewegung der an dieser rückseitig angeordneten Halteelemente, so dass insbesondere bei einer hohen Erwärmung durch einen Pyrolysebetrieb keine auf Dauer materialermüdenden oder sonst schädigenden Materialspannungen im Bereich der entsprechenden Befestigungselemente auftreten.

Vorzugsweise weisen dazu die Halteelemente jeweils ein nach unten gerichtetes Rastelement auf und die Halteelementaufnahmen sind bevorzugt als Rastelementaufnahmen ausgebildet.

Konstruktiv einfach aufgebaut sind die Halteelemente jeweils mit einem nach unten gerichteten und vorzugsweise hakenförmigen Rastelement, welches zum Hintergreifen einer zugeordneten Rastelementaufnahme ausgebildet ist.

Vorzugsweise weisen insbesondere zumindest die im oberen Bereich der Muffel angeordneten Halteelemente jeweils das Rastelement mit einer nach unten gerichteten Rastelementhöhe auf, welche eine begrenzte Expansion der Muffel in vertikaler Richtung ohne ein Lösen des Rasteingriffs des Rastelements und der zugeordneten Rastelementaufnahme zulässt. Unter dem oberen Bereich ist dabei insbesondere ein oberes Drittel der Höhe der Muffel zu verstehen, so dass die Muffel einen sicheren Halt erfährt.

Insbesondere zumindest die Rastelemente der zumindest im oberen Bereich der Muffel angeordneten Halteelemente weisen eine bevorzugte Rastelementbreite aufweisen, welche schmaler als eine Aufnahmebreite der jeweils zugeordneten Rastelementaufnahmen ausgebildet sind, so dass eine begrenzte vertikale Bewegung ermöglicht wird.

Insbesondere zumindest an einem im unteren Bereich der Muffel angeordneten Halteelement ist eine Fixierlasche ausgebildet zum Befestigen des Halteelements an dem Befestigungsgestell. Dadurch wird eine Ausrichtung, insbesondere Zentrierung der Muffel an dem Befestigungsgestell in horizontaler Ausrichtung auf einfache Art und Weise ermöglicht. Unter dem unteren Bereich ist dabei insbesondere ein unteres Drittel oder Viertel der Höhe der Muffel zu verstehen, so dass die Muffel nach unten hin sicher abgestützt wird. Die Fixierlasche ist dabei bevorzugt ausgebildet, eine begrenzte Bewegung, insbesondere horizontale Bewegung des Halteelements und/oder der Muffel zuzulassen. Dadurch kann eine bei einem Pyrolysebetrieb entstehende starke thermische Expansion auch im unteren Bereich der Muffel ohne einen nachteiligen Spannungsaufbau kompensiert werden. Vorzugsweise ist die Lasche, beispielsweise mittels einer Schraube, so fixiert, dass die Schraube die Lasche nicht so fest hält, dass eine thermische Ausdehnung des Backrohrs bzw. des Korpus eine relative Verschiebung zwischen Schraube und Lasche verhindert, aber so fest ist, dass ein einfaches Lösen von Muffel und Gestell verhindert wird.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beigefügten Figuren schematisch ausführlicher beschrieben. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines an einer Wand montierten Hoch-Einbaugargeräts mit abgesenkter Bodentür;

2 eine perspektivische Ansicht des Hocheinbau-Gargeräts mit verschlossener Bodentür;

3 eine rückseitige perspektivische Ansicht von Komponenten einer Muffel des Hocheinbau-Gargeräts und eines Befestigungsgestells; und

4 Ausschnittsvergrößerungen zu einer solchen Anordnung in schräg vorderseitiger Ansicht.

In der 1 ist ein Hocheinbau-Gargerät mit einem Gehäuse 1 gezeigt. Die Rückseite des Gehäuses 1 ist nach Art eines Hängeschranks an einer Wand 2 montiert. In dem Gehäuse 1 ist ein Garraum 3 definiert, der über ein frontseitig im Gehäuse 1 eingebrachtes Sichtfenster 4 kontrolliert werden kann. In der 4 ist zu erkennen, dass der Garraum 3 von einer Muffel 5 begrenzt ist, die mit einer nicht dargestellten wärmeisolierenden Ummantelung versehen ist, und dass die Muffel 5 eine bodenseitige Muffelöffnung 6 aufweist. Die Muffelöffnung 6 ist mit einer Bodentür 7 verschließbar. In 1 ist die Bodentür 7 abgesenkt gezeigt, wobei sie mit ihrer Unterseite in Anlage mit einer Arbeitsplatte 8 einer Kücheneinrichtung ist. Um den Garraum 3 zu verschließen, ist die Bodentür 7 in die in der 2 gezeigte Position, die sog. "Nullposition", zu verstellen. Zur Verstellung der Bodentür 7 weist das Hoch-Einbaugargerät eine Antriebsvorrichtung 9, 10 auf. Die Antriebsvorrichtung 9, 10 hat einen in den 1 und 2 mit gestrichelten Linien dargestellten Antriebsmotor 9, der zwischen der Muffel 5 und einer Außenwand des Gehäuses 1 angeordnet ist. Der Antriebsmotor 9 ist im Bereich der Rückseite des Gehäuses 1 angeordnet und steht, wie in der 1 gezeigt, in Wirkverbindung mit einem Paar von Hubelementen 10, die mit der Bodentür 7 verbunden sind. Dabei ist jedes Hubelement 10 vorzugsweise als ein L-förmiger Träger ausgestaltet, dessen senkrechte Schenkel sich ausgehend von dem gehäuseseitigen Antriebsmotor 9 erstreckt. Zum Verstellen der Bodentür 7 kann der Antriebsmotor 9 mit Hilfe eines Bedienfelds 12 und einer Steuerschaltung 13 betätigt werden, das gemäß den 1 und 2 frontseitig an der Bodentür 7 angeordnet ist. Die Steuerschaltung 13 befindet sich z.B. hinter dem Bedienfeld 12 innerhalb der Bodentür 7. Die Steuerschaltung 13, die sich hier aus mehreren räumlich und funktional getrennten und über einen Kommunikationsbus kommunizierenden Leiterplatten zusammensetzt, stellt eine zentrale Steuereinheit für den Gerätebetrieb dar und steuert und/oder regelt z. B. ein Aufheizen, ein Verfahren der Bodentür 3, ein Umsetzen von Nutzereingaben, ein Beleuchten, einen Einklemmschutz, ein Takten der Heizkörper 16, 17, 18 und vieles mehr.

Der 1 ist zu entnehmen, dass eine Oberseite der Bodentür 7 ein Kochfeld 15 aufweist. Nahezu die gesamte Fläche des Kochfelds 15 ist von Heizkörpern 16, 17, 18 eingenommen, die in 1 strichpunktiert angedeutet sind. In 1 sind die Heizkörper 16, 17 zwei voneinander beabstandete, verschieden große Kochstellenheizkörper, während der Heizkörper 18 ein zwischen den beiden Kochstellenheizkörpern 16, 17 vorgesehener Flächenheizkörper ist, der die Kochstellenheizkörper 16, 17 nahezu umschließt. Die Kochstellenheizkörper 16, 17 definieren für den Nutzer zugehörige Kochzonen bzw. Kochmulden; die Kochstellenheizkörper 16, 17 zusammen mit dem Flächenheizkörper 18 definieren eine Unterhitzezone. Die Zonen können durch ein geeignetes Dekor auf der Oberfläche angezeigt sein. Die Heizkörper 16, 17, 18 sind jeweils über die Steuerschaltung 13 ansteuerbar.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Heizkörper 16, 17, 18 als Strahlungsheizkörper ausgestaltet, die von einer Glaskeramikplatte 19 abgedeckt sind. Die Glaskeramikplatte 19 hat in etwa die Ausmaße der Oberseite der Bodentür 7. Die Glaskeramikplatte 19 ist weiterhin mit Montageöffnungen ausgestattet (nicht dargestellt), durch die Sockel zur Halterung von Halterungsteilen 20 für Gargutträger ragen. Statt einer Glaskeramikplatte 19 können auch andere – vorzugsweise schnell ansprechende – Abdeckungen verwendet werden, z. B. ein dünnes Blech.

Mit Hilfe eines im Bedienfeld 12 vorgesehenen Bedienknebels kann das Hocheinbau-Gargerät auf eine Kochstellen- oder eine Unterhitzebetriebsart geschaltet werden, die nachfolgend erläutert werden.

In der Kochstellenbetriebsart können die Kochstellenheizkörper 16, 17 mittels Bedienelementen 11, die im Bedienfeld 12 vorgesehen sind, über die Steuerschaltung 13 individuell angesteuert werden, während der Flächenheizkörper 18 außer Betrieb bleibt. Die Kochstellenbetriebsart ist bei abgesenkter Bodentür 7 ausführbar, wie es in 1 gezeigt ist. Sie kann aber auch bei verschlossenem Garraum 3 mit hochgefahrener Bodentür 7 in einer Energiesparfunktion betrieben werden.

In der Unterhitzebetriebsart werden von der Steuereinrichtung 13 nicht nur die Kochstellenheizkörper 16, 17 sondern auch der Flächenheizkörper 18 angesteuert.

Um während des Unterhitzebetriebs ein möglichst gleichmäßiges Bräunungsbild des Garguts zu erreichen, ist entscheidend, dass das die Unterhitze bereitstellende Kochfeld 15 eine über die Fläche des Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung der Heizleistungsabgabe aufweist, obwohl die Heizkörper 16, 17, 18 verschiedene Nennleistungen aufweisen. Vorzugsweise werden daher die Heizkörper 16, 17, 18 von der Steuerschaltung 13 nicht auf einen Dauerbetrieb geschaltet, sondern die Stromversorgung zu den Heizkörpern 16, 17, 18 wird getaktet. Dabei werden die unterschiedlich großen Nenn-Heizleistungen der Heizkörper 16, 17, 18 individuell so reduziert, dass die Heizkörper 16, 17, 18 eine über die Fläche des Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung der Heizleistungsabgabe verschaffen.

Das Bedienfeld 12 ist hauptsächlich an der Vorderseite der Bodentür 7 angeordnet. Es sind alternativ auch andere Anordnungen denkbar, z. B. an der Vorderseite des Gehäuses 1, auf verschiedene Teilfelder aufgeteilt und/oder teilweise an Seitenflächen des Gargeräts. Weitere Gestaltungen sind möglich. Die Bedienelemente 11 sind in ihrer Bauart nicht eingeschränkt und können z. B. Bedienknebel, Kippschalter, Drucktasten und Folientasten umfassen, die Anzeigenelemente 14 umfassen z. B. LED-, LCD- und/oder Touchscreen-Anzeigen.

3 zeigt aus rückseitiger Ansicht eine Muffel 5 eines Gargeräts in Form eines bevorzugten Hocheinbau-Gargeräts. Die Muffel 5 weist in ihrem rückseitigen Bereich, vorzugsweise in einem Übergangsbereich von zwei seitlichen Seitenwänden 42 und einer Rückwand 44 Halteelemente 55 auf. Vorzugsweise sind auf jeder Seite ein oberes und ein unteres Halteelement 55 an der Muffel 5 befestigt. Die Halteelemente weisen jeweils ein Rastelement 56 in Form eines rückseitig davon vorspringenden und nach unten gerichteten Hakens auf.

Zur Befestigung der Muffel 5 und gegebenenfalls insbesondere weiterer an der Muffel 5 oder an einem unterseitig der Muffel 5 befestigten Flansch angeordneter Komponenten dient ein Befestigungsgestell 80. Das Befestigungsgestell 80 weist eine rahmenartige Struktur auf, welche vor Montage des Haushaltsgeräts, insbesondere vor einer Montage der Muffel 5 an einer im Wesentlichen vertikalen Wand befestigt wird. Das Befestigungsgestell 80 weist Rastelement-Aufnahmen 81 auf, welche als längliche und im Wesentlichen horizontal verlaufende stegartige Strukturen ausgebildet sind. Die Rastelement-Aufnahmen 81 des Befestigungsgestells 80 sind dabei so angeordnet, dass sie jeweils von einem der Rastelemente 56 an der Muffel 5 hintergriffen werden können. Das Einsetzen der Muffel 5 erfolgt dadurch im Wesentlichen durch ein Einhaken in das Befestigungsgestell 80.

Um insbesondere eine temporäre thermische Kontraktion oder Expansion der Muffel 5 und damit auch der Rastelemente 56 relativ zu dem Befestigungsgestell 80 und der Rastelement-Aufnahmen 81 kompensieren zu können, weisen die Rastelement-Aufnahmen 81 eine horizontale Aufnahmebreite b auf, welche breiter ist, als die entsprechende Breite b* der Rastelemente 56. Dadurch ist die Muffel mittels der Rastelemente 56 in den Rastelement-Aufnahmen 81 des Befestigungsgestells 80 in seitlicher Richtung verschiebbar gelagert.

Zur Fixierung der Muffel 5 in einer vorzugsweise mittigen Position an dem Befestigungsgestell 80 sind vorzugsweise an den unteren Halteelementen 55 Fixierlaschen 82 ausgebildet, mit welchen die unteren Halteelemente 55 mittels Feststellschrauben am Befestigungsgestell 80 befestigbar sind. Vorzugsweise sind die Fixierlaschen 82 derart dimensioniert und abgewinkelt an den unteren Halteelementen 55 ausgebildet, dass auch nach dem Festschrauben bei höheren Kräften eine seitliche Bewegung innerhalb vorbestimmter Toleranzmaße ermöglicht wird, insbesondere durch Versetzen bzw. Verschieben von Schraube und Fixierlasche 82 zueinander. Die Anordnung der Fixierlaschen 82 an den unteren Halteelementen 55 dient somit zur Fixierung der Muffel 5 in vorzugsweise einer mittigen Position am Befestigungsgestell 80, wobei aufgrund einer eher im oberen Bereich der Muffel 5 entstehenden Expansion aufgrund thermischer Einflüsse die Fixierung im unteren Bereich mittels der Fixierlaschen 82 nur geringe seitliche Toleranzmaße zuzulassen braucht.

Um eine vertikale thermische Expansion oder Kontraktion zu ermöglichen, sind die Rastelemente 56 an den oberen Halteelementen 55 mit einer die Rastelement-Aufnahme 81 hintergreifenden Rastelementhöhe h ausgebildet, so dass ein sicherer Halt auch bei einer begrenzten vertikalen Aufwärtsbewegung sicher gewährleistet bleibt.

1
Gehäuse
2
Wand
3
Garraum
4
Sichtfenster
5
Muffel
6
Muffelöffnung
7
Bodentür
8
Arbeitsplatte
9
Antriebsmotor
10
Hubelement
11
Bedienelement
12
Bedienfeld
13
Steuerschaltung
14
Anzeigenelemente
15
Kochfeld
16
Kochstellenheizkörper
17
Kochstellenheizkörper
18
Flächenheizkörper
19
Glaskeramikplatte
20
Halterungsteil
21
Gargutträger
25
Verfahrschaltfeld
28
Bestätigungstaste
42
seitliche Wand
44
Rückwand
55
Halteelemente an 5 für Befestigungsgestell
56
Haken/Rastelement an 55
60
Flansch
80
Befestigungsgestell
81
Rastelementaufnahmen an 80
82
Fixierlaschen an 55
h
Rastelementhöhe
b
Aufnahmebreite
b*
Rastelementbreite


Anspruch[de]
Gargerät, insbesondere Hocheinbau-Gargerät, mit einer einen Garraum (3) eingrenzenden Muffel (5) mit einer Muffelöffnung (6) zum Ausbilden einer Beschickungsöffnung (61), wobei die Muffel rückseitige Halteelemente (55) zum Befestigen an diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen eines Befestigungsgestells (80) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Halteelemente (55) und die diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen ausgebildet sind, eine begrenzte horizontale und/oder vertikale Bewegung der Halteelemente (55) in den Halteelementaufnahmen zu ermöglichen. Gargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (55) jeweils ein nach unten gerichtetes Rastelement (56) aufweisen und die Halteelementaufnahmen als Rastelementaufnahmen (81) ausgebildet sind. Gargerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (55) jeweils ein nach unten gerichtetes Rastelement (56) aufweisen und die Rastelementaufnahmen (81) zum Hintergreifen lassen eines solchen Rastelements (56) ausgebildet sind. Gargerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die im oberen Bereich der Muffel (5) angeordneten Halteelemente (55) jeweils das Rastelement (56) mit einer nach unten gerichteten Rastelementhöhe (h) aufweisen, die eine begrenzte Expansion der Muffel (5) in vertikaler Richtung ohne ein Lösen des Rasteingriffs des Rastelements (56) und der zugeordneten Rastelementaufnahme (81) zulässt. Gargerät nach einem der Ansprüche 2–4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Rastelemente (56) der zumindest im oberen Bereich der Muffel (5) angeordneten Halteelemente (55) eine Rastelementbreite (b*) aufweisen, welche schmaler als eine Aufnahmebreite (b) der jeweils zugeordneten Rastelementaufnahmen (81) ausgebildet sind. Gargerät nach einem der Ansprüche 2–5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem im unteren Bereich der Muffel (5) angeordneten Halteelement (55) eine Fixierlasche (82) ausgebildet ist zum Befestigen des Halteelements (55) an dem Befestigungsgestell (80). Gargerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierlasche (82) ausgebildet ist, eine begrenzte Bewegung, insbesondere horizontale Bewegung des Halteelements (55) und/oder der Muffel (5) zuzulassen, insbesondere durch horizontale Verschiebung zueinander. Muffel (5) mit rückseitigen Halteelementen (55) für ein Gargerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7. Befestigungsgestell (80) für ein Gargerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7. Verfahren zum Herstellen eines Gargeräts, bei dem die Muffel (5) mittels rückseitig an der Muffel (5) befestigten Halteelementen (55) in diesen jeweils zugeordneten Halteelementaufnahmen eines Befestigungsgestells (80) einsetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Halteelemente (55) und die diesen zugeordneten Halteelementaufnahmen derart zueinander dimensioniert ausgebildet und/oder bereitgestellt werden, dass nach dem Ineinander-Eingreifen eine begrenzte horizontale und/oder vertikale Bewegbarkeit der Halteelemente (55) in den Halteelementaufnahmen ermöglicht bleibt.






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