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Dokumentenidentifikation DE102007003619A1 16.08.2007
Titel Druckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Mey, Olaf, 80809 München, DE
DE-Anmeldedatum 18.01.2007
DE-Aktenzeichen 102007003619
Offenlegungstag 16.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse B41F 31/00(2006.01)A, F, I, 20070118, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 13/22(2006.01)A, L, I, 20070118, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Druckmaschne, insbesondere eine Bogendruckmaschine, mit mehreren in Druckwerke (13) der Druckmaschine oder sonstige Aggregate derselben integrierten, über einen Fluidkreislauf, insbesondere einen Wasserkreislauf, zu temperierenden Einrichtungen (14), wobei die zu temperierenden Einrichtungen (14) über eine zentrale, zu der Druckmaschine verlaufende Primärvorlaufleitung (15) und eine zentrale, zu der Druckmaschine verlaufende Primärrücklaufleitung (16) an eine zentrale Temperiereinrichtung (17) für das Fluid angeschlossen sind. Erfindungsgemäß sind die zu temperierenden Einrichtungen (14) über für jede zu temperierende Einrichtung individuelle Sekundärvorlaufleitungen (18) an die zentrale Primärvorlaufleitung (15) und über für jede zu temperierende Einrichtung individuelle Sekundärrücklaufleitungen (19) an die zentrale Primärrücklaufleitung (16) angeschlossen, wobei die Sekundärvorlaufleitung (18) und die Sekundärrücklaufleitung (19) jeder zu temperierenden Einrichtung (14) unter Zwischenschaltung mindestens eines Ventils und einer Bypassleitung (20) miteinander gekoppelt ist, um für jede zu temperierende Einrichtung (14) eine individuelle Temperierung zu gewährleisten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Druckmaschinen verfügen über eine Vielzahl von Einrichtungen, die zur Gewährleistung eines optimalen Druckergebnisses temperiert, nämlich gekühlt und/oder erwärmt, werden müssen. Zu solchen zu temperierenden Einrichtungen einer Druckmaschine zählen z. B. die Farbwerke von Druckwerken einer Druckmaschine, da die rheologischen Eigenschaften der Druckfarbe von der Temperatur abhängig sind und somit das Druckergebnis von der Temperatur der Druckfarbe bestimmt wird. Weitere zu temperierende Einrichtungen einer Druckmaschine sind z.B. Lackwerke oder Walzen eines Druckwerks oder in sonstige Aggregate einer Druckmaschine integrierte Einrichtungen.

Bei aus der Praxis bekannten Druckmaschinen können zu temperierende Einrichtungen derselben über einen Fluidkreislauf, insbesondere einen Wasserkreislauf, temperiert werden, wobei die zu temperierenden Einrichtungen über eine zentrale Primärvorlaufleitung und eine zentrale Primärrücklaufleitung an eine zentrale Temperiereinrichtung für das Fluid angeschlossen sind. Bei solchen aus der Praxis bekannten Druckmaschinen sind die zu temperierenden Einrichtungen nur alle gleichartig temperierbar, eine für die zu temperierenden Einrichtungen individuelle Temperierung ist demnach nicht möglich.

In der DE 44 29 520 A1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Temperierung von Temperierflüssigkeiten in Druckmaschinen beschrieben. Hierin erfolgt eine Temperierung nur eines Verbrauchers durch einen einzigen Thermostaten. Entsprechend wird die Vorrichtung so erläutert, dass nur ein geschlossener Temperierflüssigkeitskreislauf mit nur einer Temperiereinrichtung Anwendung findet. Es wird auch auf ein Verfahren mit drei parallel geschalteten Temperierflüssigkeitskreisläufen beschrieben. Diese Ausführungsvariante ermöglicht eine individuelle Temperierung der einzelnen Verbraucher, allerdings unter dem erhöhten Aufwand einer Vorrichtung mit drei parallelen Kreisläufen.

Eine individuelle Temperierung einzelner Einrichtungen innerhalb der Druckmaschine im Sinne einer Einzelverbrauchertemperaturregelung ist nur unter erhöhtem Aufwand möglich. Insbesondere ist keine Abstimmung der Temperierungen auf die örtlichen Bedingungen möglich.

In der DE 101 33 901 B4 wird ein Druckmaschinen-Flüssigkeitsversorgungsgerät beschrieben. Das genannte Gerät ist als Kombinationsgerät beschrieben, das die Versorgung einer Druckmaschine mit Feuchtwasser und Kühlwasser zur Temperierung der Druckmaschine in einem Aggregat vereinigt. Darüber hinaus ist das Flüssigkeitsversorgungsgerät dazu ausgebildet, Waschflüssigkeit einer Waschvorrichtung an der Druckmaschine zu konditionieren. Ein zur Regelung vorgesehenes Regelventil dient nur der Temperaturregelung eines Wärmetauschers in Verbindung mit einem zu temperierenden Zylinder der Druckmaschine. Auf die Funktionsweise insbesondere der Temperaturregelung mehrerer getrennter Wärmetauscher wird nicht näher eingegangen. Eine Einzelverbraucher-Temperaturregelung ist nicht vorgesehen.

In der DE 295 20 464 U1 wird eine Anordnung zur Temperierung eines Feuchtmittels und/oder ausgewählter Walzen einer Druckmaschine beschrieben. Hierin ist ein Kombinationsgerät dargestellt, das die Versorgung der Druckmaschine mit Feuchtwasser und Kühlwasser zur Temperierung der Druckmaschine mit nur einem Kälteaggregat ermöglicht. Der Feuchtwasserverbraucher und der Kühlwasserverbraucher zur Temperierung der Druckmaschine sind dabei in Reihe hintereinander geschaltet. Ein Regelventil dient hierin nur der Temperaturregelung einer Walzenkühleinrichtung. Auf die Funktionsweise des genannten Regelventils und insbesondere der Temperaturregelung mehrerer getrennter Walzenkühleinrichtungen wird nicht näher eingegangen. Eine Einzelverbraucher-Temperaturregelung ist nicht vorgesehen.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, eine Druckmaschine mit verbesserter lokaler Temperierung zu schaffen.

Dieses Problem wird durch eine Druckmaschine gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß sind die zu temperierenden Einrichtungen über für jede zu temperierende Einrichtung individuelle Sekundärvorlaufleitungen an die zentrale Primärvorlaufleitung und über für jede zu temperierenden Einrichtung individuelle Sekundärrücklaufleitungen an die zentrale Primärrücklaufleitung angeschlossen, wobei die Sekundärvorlaufleitung und die Sekundärrücklaufleitung jeder zu temperierenden Einrichtung unter Zwischenschaltung mindestens eines Ventils und mindestens einer Bypassleitung miteinander gekoppelt ist, um für jede zu temperierende Einrichtung eine individuelle Temperierung zu gewährleisten.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist eine individuelle Temperierung, nämlich Kühlung und/oder Heizung, von zu temperierenden Einrichtungen einer Druckmaschine im Sinne einer Einzelverbrauchertemperaturregelung bzw. Einzelverbrauchertemperatursteuerung möglich. Alle zu temperierenden Einrichtungen einer Druckmaschine können unabhängig voneinander dezentral temperiert werden. Da die erfindungsgemäße Druckmaschine weiterhin wie im Stand der Technik über eine einzige zwischen der zentralen Temperiereinrichtung und der Druckmaschine verlaufende zentrale Primärvorlaufleitung und eine einzige, zwischen der Druckmaschine und der zentralen Temperiereinrichtung verlaufende zentrale Primärrücklaufleitung aufweist, lässt sich die individuelle Temperierung der zu temperierenden Einrichtungen mit einem relativ geringen Verrohrungsaufwand realisieren.

Vorzugsweise sind die Sekundärvorlaufleitungen, die Sekundärrücklaufleitungen und die Bypassleitungen der zu temperierenden Einrichtungen zusammen mit den zur individuellen Temperierung der Einrichtungen erforderlichen Regel- bzw. Steuereinrichtungen wie Ventilen, Drosseln, Sensoren und gegebenenfalls Pumpen im Bereich der zu temperierenden Einrichtungen in die Druckmaschine bzw. in die sonstigen Aggregate derselben integriert bzw. eingebaut. Alternativ können diese Baugruppen auch an die Druckmaschine bzw. in die sonstigen Aggregate derselbe angebaut sein.

Nach einer ersten vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in die Sekundärvorlaufleitung einer zu temperierenden Einrichtung ein Dreiwegeventil integriert, wobei die Bypassleitung an das Dreiwegeventil angeschlossen ist, wobei in die Sekundärvorlaufleitung zwischen dem in dieselbe integrierten Dreiwegeventil und die zu temperierende Einrichtung ein Pumpe geschaltet ist, und wobei in die Sekundärrücklaufleitung ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel integriert ist.

Nach einer zweiten, alternativen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in die Sekundärrückaufleitung der zu temperierenden Einrichtung ein Dreiwegeventil integriert, wobei die Bypassleitung an das Dreiwegeventil angeschlossen ist, wobei in die Sekundärvorlaufleitung eine Pumpe und in die Sekundärrücklaufleitung zwischen dem in dieselbe integrierten Dreiwegeventil und die zu temperierende Einrichtung ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel integriert ist.

Nach einer dritten, alternativen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in die Sekundärrückaufleitung der zu temperierenden Einrichtung ein Dreiwegeventil integriert, wobei die Bypassleitung an das Dreiwegeventil angeschlossen ist, und wobei in die Sekundärvorlaufleitung ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel integriert ist.

Nach einer vierten, alternativen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in die Sekundärrückaufleitung der zu temperierenden Einrichtung ein Durchgangsventil integriert, wobei die Bypassleitung an der Sekundärrücklaufleitung stromaufwärts des Durchgangsventils angeschlossen ist, wobei in die Bypassleitung ein Rückschlagventil integriert ist, und wobei in die Sekundärvorlaufleitung und in die Sekundärrücklaufleitung jeweils ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel integriert ist. Gegebenfalls kann in die Sekundärvorlaufleitung eine Pumpe integriert sein.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt:

1: eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Druckmaschine zusammen mit Details Ia, Ib, Ic und Id nach vier bevorzugten Varianten der Erfindung.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Druckmaschine 10, die als Bogendruckmaschine ausgeführt ist. Von der erfindungsgemäßen Druckmaschine 10 sind in 1 ein Anleger 11, ein Ausleger 12 sowie sechs zwischen dem Anleger 11 und dem Ausleger 12 angeordnete Druckwerke 13 dargestellt. In die Druckwerke 13 sind zu temperierende Einrichtungen 14 integriert, wobei es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel bei den zu temperierenden Einrichtungen der Druckwerke 13 um Farbwerke handelt.

Die Temperierung der zu temperierenden, nämlich der zu kühlenden und/oder zu erwärmenden, Einrichtungen 14 erfolgt mit Hilfe eines Fluidkreislaufs, vorzugsweise eines Wasserkreislaufs, wobei die zu temperierenden Einrichtungen 14 über eine zentrale Primärvorlaufleitung 15 und eine zentrale Primärrücklaufleitung 16 an eine zentrale Temperiereinrichtung 17 angeschlossen sind. Die zentrale Primärvorlaufleitung 15 verläuft zwischen der zentralen Temperiereinrichtung 17 und den Druckwerken 13 der Druckmaschine 10. Ebenso verläuft die zentrale Primärrücklaufleitung 16 zwischen den Druckwerken 13 der Druckmaschine 10 und der zentralen Temperiereinrichtung 17. Im Bereich der zentralen Temperiereinrichtung 17 wird Fluid, vorzugsweise Wasser, für alle zu temperierenden Einrichtungen 14 zentral gekühlt oder erwärmt, je nach dem ob die zu temperierenden Einrichtungen 14 zu kühlen oder zu erwärmen sind.

Um nun eine individuelle Temperierung der Einrichtungen 14 zu gewährleisten, sind die zu temperierenden Einrichtungen 14 über für jede zu temperierende Einrichtung 14 individuelle Sekundärvorlaufleitungen 18 an die zentrale Primärvorlaufleitung 15 sowie über für jede zu temperierende Einrichtung 14 individuelle Sekundärrücklaufleitungen 19 an die zentrale Primärrücklaufleitung 16 angeschlossen. Die Sekundärvorlaufleitung 18 sowie die Sekundärrücklaufleitung 19 einer jeden zu temperierenden Einrichtung 14 sind über eine Bypassleitung 20 und mindestens ein Ventil miteinander gekoppelt, um für jede zu temperierende Einrichtung 14 eine individuelle Temperierung zu gewährleisten.

Die Sekundärvorlaufleitungen 18, die Sekundärrücklaufleitungen 19, die Bypassleitungen 20 zum Verbinden der Sekundärvorlaufleitungen 18 mit den Sekundärrücklaufleitungen 19 sowie zur individuellen Temperierung erforderliche Regel- bzw. Steuereinrichtungen wie Ventile, Drosseln, Sensoren und gegebenenfalls Pumpen sind dabei im Bereich der zu temperierenden Einrichtungen 14 angeordnet und vorzugsweise in die Druckmaschine, nämlich in 1 in die Druckwerke 13 der Druckmaschine 10, integriert bzw. eingebaut. Die Details Ia bis Id gemäß 1 zeigen mögliche Varianten der Integration dieser Baugruppen in die Druckmaschine 10, nämlich im Ausführungsbeispiel der 1 in die Druckwerke 13 derselben. Alternativ können diese Baugruppen auch an den Druckwerken 13 der Druckmaschine 10 angebaut sein.

Nach einer ersten vorteilhaften Weiterbildung der hier vorliegenden Erfindung im Sinne des Details Ia ist in die Sekundärvorlaufleitung 18 einer zu temperierenden Einrichtung 14 ein Dreiwegeventil 21 integriert, wobei die Bypassleitung 20 an das Dreiwegeventil 21 angeschlossen ist. Zwischen das Dreiwegeventil 21 und die zu temperierende Einrichtung 14 ist eine Pumpe 22 geschaltet. In die Sekundärrücklaufleitung 19 ist eine Abgleichdrossel 23 integriert, und zwar stromaufwärts einer Abzweigstelle der Bypassleitung 20 von der Sekundärrücklaufleitung 19. Mit dem Dreiwegeventil 21 wirkt eine Stelleinrichtung 24 zusammen, mit Hilfe derer die Öffnungsstellung des Dreiwegeventils 21 bestimmt wird.

Durch die Öffnungsstellung des Dreiwegeventils 21 kann der Anteil der durch die Sekundärrücklaufleitung 19 fließenden Strömung bestimmt werden, der über die Bypassleitung 20 der durch die Sekundärvorlaufleitung 18 fließenden Strömung beigemischt wird.

Die Stelleinrichtung 24 des Dreiwegeventils 21 ist über eine nicht-dargestellte Steuerleitung mit einer Regelungseinrichtung verbunden, in welcher ein Temperatursollwert der durch die Sekundärrücklaufleitung 19 fließenden Strömung mit einem entsprechenden Temperaturistwert verglichen wird, wobei zur Erfassung des Temperaturistwerts der Sekundärrücklaufleitung 19 ein nicht-dargestellter Sensor zugeordnet ist. Dann, wenn der gemessene Temperaturistwert dem Temperatursollwert entspricht, kann das Dreiwegeventil 21 von der Stelleinrichtung 24 derart eingestellt werden, dass der zu temperierenden Einrichtung 14 über die Sekundärvorlaufleitung 18 lediglich solches Fluid zugeführt wird, welches die zu temperierende Einrichtung 14 über die Sekundärrücklaufleitung 19 verlässt.

Es sei darauf hingewiesen, dass ein Sensor zur Erfassung des Temperaturistwerts auch in die Sekundärvorlaufleitung 18 integriert sein kann, wobei dann in der Regelungseinrichtung der entsprechende Temperaturistwert mit einem Temperatursollwert der durch die Sekundärvorlaufleitung 18 fließenden Strömung verglichen wird. Die Steuerung der Temperatur der zu temperierenden Einrichtung 14 auf Basis von Temperaturistwert und Temperatursollwert der durch die Sekundärvorlaufleitung 18 fließenden Strömung verfügt gegenüber der Regelung der Temperatur der zu temperierenden Einrichtung 14 auf Basis von Temperaturistwert und Temperatursollwert der durch die Sekundärrücklaufleitung 19 fließenden Strömung über den Vorteil geringerer Verzögerungszeiten.

Nach einer alternativen vorteilhaften Weiterbildung der hier vorliegenden Erfindung im Sinne des Details Ib ist in die Sekundärrücklaufleitung 19 der zu temperierenden Einrichtung 14 ein Dreiwegeventil 25 integriert, wobei die Bypassleitung 20 wiederum am Dreiwegeventil 25 angreift.

Auch nach dem Ausführungsbeispiel des Details Ib ist in die Sekundärvorlaufleitung 18 eine Pumpe 26 und in die Sekundärrücklaufleitung 19 eine Abgleichdrossel 27 integriert. Die Pumpe 26 ist derart in die Sekundärvorlaufleitung 18 integriert, das dieselbe zwischen der zu temperierenden Einrichtung 14 und eine Einmündungsstelle der Bypassleitung 20 in die Sekundärvorlaufleitung 18 angeordnet ist. Die Abgleichdrossel 27 ist zwischen die zu temperierenden Einrichtung 14 und das Dreiwegeventil 25 in die Sekundärrücklaufleitung 19 integriert. Das Dreiwegeventil 25 ist wiederum mit Hilfe einer Stelleinrichtung 28 ansteuerbar um die Öffnungsstellung des Dreiwegeventils 25 zu bestimmen. Die Stelleinrichtung 28 des Dreiwegeventils 25 ist wiederum über eine nicht-dargestellte Steuerleitung mit einer Regelungseinrichtung verbunden, in welcher ein Temperatursollwert der durch die Sekundärrücklaufleitung 19 oder die Sekundärvorlaufleitung 18 fließenden Strömung mit einem entsprechenden Temperaturistwert verglichen wird, wobei zur Erfassung des Temperaturistwerts der Sekundärrücklaufleitung 19 oder der Sekundärvorlaufleitung 18 ein nicht-dargestellter Sensor zugeordnet ist.

Eine dritte vorteilhafte Weiterbildung der hier vorliegenden Erfindung zeigt das Detail Ic der 1, wobei in diesem Fall wiederum in die Sekundärrücklaufleitung 19 ein Dreiwegeventil 29 integriert ist, und wobei die Bypassleitung 20 an dem Dreiwegeventil 29 angreift. Gemäß dem Detail Ic wird auf eine Pumpe in der Sekundärvorlaufleitung 18 verzichtet, vielmehr ist in die Sekundärvorlaufleitung 18 eine Abgleichdrossel 30 integriert, und zwar stromaufwärts einer Einmündungsstelle der Bypassleitung 20 in die Sekundärvorlaufleitung 19. Das Dreiwegeventil 29 ist wiederum über eine Stelleinrichtung 31 ansteuerbar, die über eine nicht-dargestellte Steuerleitung mit einer Regelungseinrichtung verbunden ist. In der Regelungseinrichtung wird ein Temperatursollwert der durch die Sekundärrücklaufleitung 19 oder die Sekundärvorlaufleitung 18 fließenden Strömung mit einem entsprechenden Temperaturistwert verglichen wird. Zur Erfassung des Temperaturistwerts ist der Sekundärrücklaufleitung 19 oder der Sekundärvorlaufleitung 18 ein nicht-dargestellter Sensor zugeordnet.

Das Detail Id der 1 zeigt eine weitere mögliche Ausgestaltung der hier vorliegenden Erfindung, wobei in die Sekundärrücklaufleitung 19 ein Durchgangsventil 32 und zwischen das Durchgangsventil 32 und die zu temperierende Einrichtung 14 eine Abgleichdrossel 33 in die Sekundärrücklaufleitung 19 integriert ist. Zwischen dem Durchgangsventil 32 und der Abgleichdrossel 33 greift die Bypassleitung 20 an der Sekundärrücklaufleitung 19 im Sinne einer Abzweigstelle an, wobei in die Bypassleitung 20 ein Rückschlagventil 34 integriert ist, welches eine Durchströmung der Bypassleitung 20 lediglich von der Sekundärrücklaufleitung 19 in Richtung auf die Sekundärvorlaufleitung 18 zulässt. In die Sekundärvorlaufleitung 18 ist eine weitere Abgleichdrossel 35 integriert, wobei die Bypassleitung 20 in Strömungsrichtung des Fluids gesehen stromabwärts der Abgleichdrossel 35 an der Sekundärvorlaufleitung 18 im Sinne einer Einmündungsstelle angreift. Zur Bestimmung der Öffnungsstellung des Durchgangsventils und demnach zur Ansteuerung desselben ist dem Durchgangsventil 32 eine Stelleinrichtung 36 zugeordnet, die über eine nicht-dargestellte Steuerleitung mit einer Regelungseinrichtung verbunden ist. In der Regelungseinrichtung wird ein Temperatursollwert der durch die Sekundärrücklaufleitung 19 oder die Sekundärvorlaufleitung 18 fließenden Strömung mit einem entsprechenden Temperaturistwert verglichen wird. Zur Erfassung des Temperaturistwerts ist der Sekundärrücklaufleitung 19 oder der Sekundärvorlaufleitung 18 ein nicht-dargestellter Sensor zugeordnet. Gegebenfalls kann in die Sekundärvorlaufleitung 18 eine Pumpe integriert sein, vorzugsweise stromabwärts der Einmündungsstelle der Bypassleitung 20 in Sekundärvorlaufleitung 18.

Mit allen in 1 dargestellten Varianten der hier vorliegenden Erfindung im Sinne der Details Ia, Ib, Ic und Id kann an Druckmaschinen eine konstruktiv einfache Einzelverbrauchertemperaturregelung zur individuellen Temperierung von in die Druckmaschine 10 integrierten, zu temperierenden Einrichtungen 14 realisiert werden. Zwischen der Druckmaschine 10 und der zentralen Temperiereinrichtung 17 verläuft lediglich eine zentrale Primärvorlaufleitung 15 und eine zentrale Primärrücklaufleitung 16, so dass ein äußerst geringer Verrohrungsaufwand erforderlich ist.

Alle zum Aufbau der Einzelverbrauchertemperaturregelung erforderlichen Baugruppen, nämlich die Sekundärvorlaufleitungen 18, Sekundärrücklaufleitungen 19, Bypassleitungen 20 sowie alle zur Regelung erforderlichen Einrichtungen wie Ventile, Abgleichdrosseln, Sensoren und gegebenenfalls Pumpen sind im Bereich der zu temperierenden Einrichtungen 14 in die Bogendruckmaschine 10 integriert oder angebaut und greifen erst im Bereich der Druckmaschine 10 an der zentralen Primärvorlaufleitung 15 und der zentralen Primärrücklaufleitung 16 an.

Hier sei darauf hingewiesen, dass anstelle der Abgleichdrosseln 23, 27, 30, 33 und 35 auch Abgleich- oder Strangregulierventile verwendet werden können. Die Abgleichdrosseln bzw. Abgleichventile bzw. Strangregulierventile dienen der Einstellung eines für alle zu temperierenden Einrichtungen 14 gleichen Fluidstroms durch die jeweiligen Sekundärvorlaufleitungen 18 bzw. die jeweiligen Sekundärrücklaufleitungen 19. Hierdurch wird das Regelverhalten der Temperiereinrichtung 17 in Verbindung mit den Regeleinrichtungen an den zu temperierenden Einrichtungen (14) deutlich kontinuierlicher und damit besser und schneller an den Druckprozeß anpassbar. Weiterhin ist das Regelverhalten der einzelnen Ventile separat und untereinander leichter ansteuerbar, da von einem gleichmäßigen Wärmetransport an allen Übergabestellen ausgegangen werden kann.

Schließlich ist zur erfindungsgemäßen schnellen und effektiven Regelung der Temperaturverläufe in der Temperiereinrichtung 17 und der zu temperierenden Einrichtungen 14 eine Anordnung gemäß 2 vorgesehen.

In 2 sind Ventile 21 bzw. Stelleinrichtungen 24 und diese exemplarisch in einem Druckwerk 13 angedeutet. In diesem Schema wird eine Steuerungseinrichtung 38 mittels eines Bussystems 37 mit den Ventilen 21 bzw. Stelleinrichtungen 24 der jeweiligen zu temperierenden Einrichtungen 14 verbunden. Die Steuerungseinrichtung 38 ist selbstverständlich auch mit der Temperiereinrichtung 17 und den in Verbindung mit den zu temperierenden Einrichtungen 14 vorgesehenen Sensoren verbunden.

Die Steuerungseinrichtung 38 kann in diesem Zusammenhang als Teil einer Steuerung der Temperiereinrichtung 17, Teil einer Maschinensteuerung der Druckmaschine oder auch Teil eines der Druckmaschine zugeordneten Leitstandes ausgebildet sein.

Mittels der Steuerungseinrichtung 38 können daher von einer zentralen Stelle aus für jede zu temperierende Einrichtung 14 separat gewählte Temperatursollwerte vorgegeben werden. Dies ist insbesondere bei der Verwendung spezieller Druckverfahren, Druckfarben, Druckplatten oder sonstiger Hilfsmittel in den Druckwerken von Offsetdruckmaschinen wichtig, die gegebenenfalls eine von Druckwerk 13zu Druckwerk 13 betrachtet unterschiedliche Temperierung erfordern. Darüber hinaus kann die Temperierung auch innerhalb eines Druckwerkes 13 lokal unterschiedlich eingestellt und geregelt werden.

Mittels einer derart eingerichteten zentralen Steuerung der Temperierung ist auf diese Weise auch eine Voreinstellung der Temperierparameter vor Maschinenstart oder auch eine Nachregelung von Temperierverläufen im Produktionsbetrieb möglich. Weiterhin kann die Temperierung der zu temperierenden Einrichtungen 14 zustandsabhängig in Kennlinienverläufen gefahren werden. Die Werte der Kennlinien können in Speichereinheiten der Steuerungseinrichtung 38, der Maschinensteuerung oder des Leitstandes hinterlegt sein. In den abrufbaren Kennlinien zur Temperierung kann die Art des Druckauftrages, die Art der verwendeten Materialien und die Maschinengeschwindigkeit zur Parametrierung verwendet werden.

10
Druckmaschine
11
Anleger
12
Ausleger
13
Druckwerk
14
zu temperierende Einrichtung
15
zentrale Primärvorlaufleitung
16
zentrale Primärrücklaufleitung
17
zentrale Temperiereinrichtung
18
Sekundärvorlaufleitung
19
Sekundärrücklaufleitung
20
Bypassleitung
21
Dreiwegeventil
22
Pumpe
23
Abgleichdrossel
24
Stelleinrichtung
25
Dreiwegeventil
26
Pumpe
27
Abgleichdrossel
28
Stelleinrichtung
29
Dreiwegeventil
30
Abgleichdrossel
31
Stelleinrichtung
32
Durchgangsventil
33
Abgleichdrossel
34
Rückschlagventil
35
Abgleichdrossel
36
Stelleinrichtung
37
Bussystem
38
Steuerungseinrichtung


Anspruch[de]
Druckmaschine, insbesondere Bogendruckmaschine, mit mehreren in Druckwerke (13) der Druckmaschine oder sonstige Aggregate derselben integrierten, über einen Fluidkreislauf, insbesondere einen Wasserkreislauf, zu temperierenden Einrichtungen (14), wobei die zu temperierenden Einrichtungen (14) über eine zentrale, zu der Druckmaschine verlaufende Primärvorlaufleitung (15) und eine zentrale, zu der Druckmaschine verlaufende Primärrücklaufleitung (16) an eine zentrale Temperiereinrichtung (17) für das Fluid angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zu temperierenden Einrichtungen (14) über für jede der zu temperierende Einrichtungen (14) individuelle Sekundärvorlaufleitungen (18) an die zentrale Primärvorlaufleitung (15) und über für jede der zu temperierenden Einrichtungen (14) individuelle Sekundärrücklaufleitungen (19) an die zentrale Primärrücklaufleitung (16) angeschlossen sind, wobei die jeweilige Sekundärvorlaufleitung (18) und die jeweilige Sekundärrücklaufleitung (19) jeder zu temperierenden Einrichtung (14) unter Zwischenschaltung wenigstens eines Ventils (21, 25, 29, 32) und einer Bypassleitung (20) miteinander gekoppelt sind, um für jede der zu temperierenden Einrichtungen (14) eine individuelle Temperierung zu gewährleisten, und wobei weiterhin jedes Ventil (21, 25, 29, 32) in Abhängigkeit von einem individuell jeder der zu temperierenden Einrichtungen (14) zugeordnet vorgebbaren Temperatursollwert steuerbar und/oder regelbar ist. Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärvorlaufleitung (18) einer zu temperierenden Einrichtung (14) ein Ventil (21) integriert ist, wobei die Sekundärrücklaufleitung (19) der zu temperierenden Einrichtung über die Bypassleitung (20) an die Sekundärvorlaufleitung (18) gekoppelt ist. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärvorlaufleitung (18) der zu temperierenden Einrichtung (14) ein Dreiwegeventil (21) integriert ist, wobei die Bypassleitung (20) an das Dreiwegeventil (21) angeschlossen ist. Druckmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärvorlaufleitung (18) zwischen dem in dieselbe integrierten Ventil (21) und die zu temperierende Einrichtung (14) eine Pumpe (22) integriert ist. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärrücklaufleitung (19) ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel (23) integriert ist. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärrücklaufleitung (19) einer zu temperierenden Einrichtung (14) ein Ventil (25; 29) integriert ist, wobei die Sekundärvorlaufleitung (18) der zu temperierenden Einrichtung über eine Bypassleitung (20) an die Sekundärrücklaufleitung (19) gekoppelt ist. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärrückaufleitung (19) der zu temperierenden Einrichtung (14) ein Dreiwegeventil (25; 29) integriert ist, wobei die Bypassleitung (20) an das Dreiwegeventil (25; 29) angeschlossen ist. Druckmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärvorlaufleitung (18) eine Pumpe (26) und in die Sekundärrücklaufleitung (19) zwischen dem in dieselbe integrierten Ventil (25) und die zu temperierende Einrichtung (14) ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel (27) integriert. Druckmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärvorlaufleitung (18) ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel (30) integriert ist. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärrückaufleitung (19) der zu temperierenden Einrichtung (14) ein Durchgangsventil (32) integriert ist, wobei die Bypassleitung (20) an der Sekundärrücklaufleitung (19) angeschlossen ist, und wobei in die Bypassleitung (20) ein Rückschlagventil (34) integriert ist. Druckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sekundärvorlaufleitung (18) und in die Sekundärrücklaufleitung (19) jeweils ein Abgleichventil bzw. ein Strangregulierventil oder eine Abgleichdrossel (33; 35) integriert ist. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärvorlaufleitungen (18), in die Sekundärrücklaufleitungen (19) und die Bypassleitungen (20) der zu temperierenden Einrichtungen (14) zusammen mit den zur individuellen Temperierung der Einrichtungen erforderlichen Regel- bzw. Steuereinrichtungen wie Ventilen (21; 25; 29; 32, 34), Drosseln (23; 27; 30; 33, 35), Sensoren und gegebenenfalls Pumpen (22; 26) im Bereich der zu temperierenden Einrichtungen (14) in die Druckmaschine bzw. in die sonstigen Aggregate derselben integriert oder an die Druckmaschine bzw. an die sonstigen Aggregate angebaut sind. Druckmaschine nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Druckmaschine in Verbindung mit der Temperiereinrichtung (17) oder direkt in de Temperiereinrichtung (17) eine Steuerungseinrichtung (38) vorgesehen ist, dass die Steuerungseinrichtung (38) mittels eines gemeinsamen Bussystems (37) derart wenigstens mit den Ventilen (21, 25, 29, 32) bzw. deren Stelleinrichtungen (24, 26, 34, 36) verbunden ist, dass den Ventilen (21, 25, 29, 32) bzw. deren Stelleinrichtungen (24, 26, 34, 36) mittels des gemeinsamen Bussystems (37) Daten einer individuell vorwählbaren Temperatursollwertvorgabe zuleitbar sind. Druckmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Druckmaschine die Steuerungseinrichtung (38) separat oder in einem Leitstand oder in einer Maschinensteuerung angeordnet ist, dass die Steuereinrichtung einen Speicher aufweist, in dem Werte zur Einstellung der Parameter der Temperiereinrichtung (17) hinsichtlich der Temperatur und der Umwälzung von Temperiermittel an den zu temperierenden Einrichtungen (14) abrufbar gespeichert sind, und dass die Werte zur Einstellung der Temperiereinrichtung (17) direkt oder unter Verarbeitung aus dem Speicher mittels des Bussystems (37) den Ventilen (21, 25, 29, 32) bzw. deren Stelleinrichtungen (24, 26, 34, 36) zuleitbar sind. Druckmaschine nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten zur Einstellung einer individuell vorwählbaren Temperatursollwertvorgabe für die zu temperierenden Einrichtungen (14) kennlinienförmig abgespeichert sind und der zentralen Temperiereinrichtung (17) und/oder den Ventilen (21, 25, 29, 32) bzw. deren Stelleinrichtungen (24, 26, 34, 36) zur Voreinstellung der Druckmaschine oder zur Prozessbeeinflussung während des Produktionsbetriebes zuleitbar sind.






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