Die Neuerung betrifft eine Lichterkette für ein Fenster, bei
dem eine Scheibe von einem hervorstehenden Blendrahmen umrandet ist, mit mehreren
elektrischen Leuchten. Weiterhin betrifft die Neuerung ein Fenster mit einer solchen
Lichterkette.
Lichterketten werden häufig in Fenster von Wohnräumen oder
in Schaufenster gehängt und bestehen häufig aus mit Kabel verbundenen
Leuchten. Die Kabel werden häufig auf dem Blendrahmen festgeklebt, was einen
hohen Aufwand für die Montage der Lichterkette zur Folge hat. Die Demontage
der Lichterkette erfordert zudem die Reinigung des Blendrahmens von Klebstoffresten.
Nachteilig bei den bekannten Lichterketten ist jedoch, dass die Länge des Kabels
festlegt, für welche Größe des Fensters die Lichterkette geeignet
ist. Weiterhin ist die Anzahl der Leuchten festgelegt. Wenn man unterschiedlich
große Fenster mit den Lichterketten ausstatten möchte, benötigt man
daher angepasste Lichterketten.
Der Neuerung liegt das Problem zugrunde, eine Lichterkette der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, dass sie eine einfache Anpassung und Montage an
beliebige Fenster ermöglicht. Weiterhin soll ein Fenster mit einer vorteilhaften
Anordnung von Leuchten der Lichterkette geschaffen werden.
Das erstgenannte Problem wird neuerungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Leuchten auf Basiselementen angeordnet sind, dass die Basiselemente entsprechend
den Abmessungen von Seitenlängen des Blendrahmens zu einem Basisrahmen zusammenstellbar
sind und dass der Basisrahmen Mittel zur Befestigung an der an die Scheibe angrenzenden
Seite des Blendrahmens hat.
Durch diese Gestaltung lässt sich die Lichterkette entsprechend
den Abmessungen und den Formen des Fensters einfach baukastenartig zusammenstellen.
Der die Leuchten tragende Basisrahmen wird unmittelbar an dem Fenster befestigt
und kann nach Entnahme der Leuchten dauerhaft am Fenster verbleiben. Hierdurch lässt
sich die neuerungsgemäße Lichterkette an nahezu beliebige Fenster anpassen
und montieren. Mit Fenster ist nach der Neuerung nicht nur ein Fenster für
einen Wohnraum, sondern beliebige Scheiben und einen Blendrahmen aufweisende Bauteile,
wie beispielsweise eine Fenstertür für eine Terrasse oder ein Schaufenster
definiert.
Der Basisrahmen lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Neuerung einfach für ein rechteckiges Fenster oder Rundbogenfenster
zusammenstellen, wenn die Basiselemente lang gestreckt oder winklig oder bogenförmig
gestaltet sind.
Die neuerungsgemäße Lichterkette lässt sich auch an
unterschiedlich breiten und langen Blendrahmen montieren, wenn die Basiselemente
zumindest ein teleskopartig ineinander schiebbares Längenausgleichselement
aufweisen und wenn das Längenausgleichselement von einem Federelement in eine
auseinander geschobene Lage vorgespannt ist. Weiterhin ermöglicht das Längenausgleichselement
einen Toleranzausgleich und vereinfacht die Montage der neuerungsgemäßen
Lichterkette an dem Blendrahmen.
Die lang gestreckten Basiselemente könnten beispielsweise in
jeder Seite jeweils ein Längenausgleichselement aufweisen. Zur Verringerung
der Anzahl der zu montierenden Bauteile der neuerungsgemäßen Lichterkette
trägt es jedoch bei, wenn jeweils ein Federelement in winklig oder bogenförmig
gestalteten Basiselementen angeordnet ist und wenn die lang gestreckten Basiselemente
teleskopartig in die winklig oder bogenförmig gestalteten Basiselemente einschiebbar
sind. Durch diese Gestaltung bilden die winklig oder bogenförmig gestalteten
Basiselemente zusammen mit den daran angrenzenden lang gestreckten Basiselementen
jeweils die Längenausgleichselemente.
Zur Vereinfachung der Montage der neuerungsgemäßen Lichterkette
an dem Fenster trägt es bei, wenn die winklig oder bogenförmig gestalteten
Basiselemente jeweils eine hervorstehende Kralle zur Halterung in dem Blendrahmen
aufweisen. Vorzugsweise ist die Kralle als von dem winklig oder bogenförmig
gestalteten Basiselement nach außen abstehende Spitze ausgebildet. Durch die
Vorspannung der winklig oder bogenförmig gestalteten Basiselemente und der
lang gestreckten Basiselemente mittels der Längenausgleichselemente wird hierdurch
das winklig oder bogenförmig gestaltete Basiselement mit der Kralle gegen den
Blendrahmen vorgespannt und wird damit zuverlässig am Fenster gehalten.
Zur Vergleichmäßigung der Anlage der Basiselemente an dem
Blendrahmen trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Neuerung bei, wenn die Basiselemente an ihrer zur Anlage an dem Blendrahmen
vorgesehenen Seite eine Schicht aus einem gummielastischen Material aufweisen. Die
Schicht aus einem gummielastischen Material stabilisiert zusätzlich den Basisrahmen
in dem Blendrahmen.
Die Leuchten der neuerungsgemäßen Lichterkette lassen sich
in nahezu beliebiger Anzahl und Anordnung über den Blendrahmen verteilt anordnen,
wenn zumindest einige der Basiselemente U-förmig zur Aufnahme von Fassungen
mit Kontakten der Leuchten gestaltet sind und über ihre gesamte Länge
Kontaktflächen zur Kontaktierung der Kontakte der Leuchten
haben. Durch diese Gestaltung ist die neuerungsgemäße Lichterkette besonders
vielseitig einsetzbar.
Die Montage der Leuchten gestaltet sich gemäß einer anderen
vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung besonders einfach, wenn die Leuchten in
dem U-förmig. gestalteten Bereich der Basiselemente eingeklemmt oder verrastet
sind. Weiterhin lässt sich hierdurch der U-förmig gestaltete Bereich der
Basiselemente auch zur Befestigung weiterer Halterungen, beispielsweise für
Gardinen oder für vor dem Fenster aufzuhängenden Schmuck und Zierelementen
einsetzen. Die Halterungen benötigen hierfür den Fassungen der Leuchten
entsprechende Fußelemente, mit denen sie in den U-förmig gestalteten Bereich
der Basiselemente eingesetzt werden.
Die Versorgung der Kontaktflächen und damit der Leuchten mit
elektrischem Strom gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Neuerung besonders einfach, wenn die Basiselemente an jedem ihrer Enden einen
hervorstehenden Stecker und eine Buchse aufweisen und wenn die Stecker und die Buchsen
der Basiselemente mit den Kontaktflächen verbunden sind. Die Gestaltung der
Stecker und der Buchsen an jedem Ende ermöglicht es, mehrere Basiselemente
bei großen Blendrahmen zusammenzustecken. Dies ermöglicht es, die neuerungsgemäße
Lichterkette für unterschiedlich große Fenster aus wenigen Bauteilen zusammenzustellen.
Eine nach dem Zusammenstecken der Basiselemente zusätzliche mechanische
Verbindung lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Neuerung einfach vermeiden, wenn die Stecker und die Buchsen eine zur Abstützung
von auf die Basiselemente einwirkenden Kräften entsprechende Stabilität
aufweisen. Durch diese Gestaltung bilden die Stecker und die Buchsen neben der elektrischen
Kontaktierung auch die mechanische Befestigung der Basiselemente untereinander.
Das zweitgenannte Problem, nämlich die Schaffung eines Fensters
mit einer vorteilhaften Anordnung von Leuchten der Lichterkette nach einem der vorhergehenden
Ansprüche wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, dass die Leuchten
auf der radial inneren Seite des Basisrahmens angeordnet sind. Mit Fenster ist nach
der Neuerung nicht nur ein Fenster für einen Wohnraum, sondern beliebige Scheiben
und einen Blendrahmen aufweisende Bauteile, wie beispielsweise eine Fenstertür
für eine Terrasse oder ein Schaufenster definiert.
Die Neuerung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
1 eine Ansicht eines Fensters mit einer neuerungsgemäßen
Lichterkette,
2a eine Schnittdarstellung durch ein lang gestrecktes
Basiselement aus 1 entlang der Linie II–II,
2b eine Seitenansicht von links auf das Basiselement
aus 2a,
3a eine Schnittdarstellung durch ein winkliges Basiselement
aus 1 entlang der Linie III–III,
3b eine Seitenansicht von links auf das Basiselement
aus 3a,
4 eine teilweise perspektivische Schnittdarstellung
durch ein lang gestrecktes Basiselement aus 1 entlang
der Linie IV-IV.
1 zeigt ein Fenster mit einem Flügel. Der Flügel
weist eine Scheibe 1 und einen die Scheibe 1 umrandenden Blendrahmen
2 auf. In dem Blendrahmen 2 ist eine Lichterkette 3 befestigt,
deren Leuchten 4 auf der radial inneren Seite eines in dem Blendrahmen
2 befestigten Basisrahmens 5 angeordnet sind und über die
Scheibe 1 ragen. Der Basisrahmen 5 der Lichterkette
3 weist mehrere lang gestreckte Basiselemente 6 und in den Ecken
des Blendrahmens 2 angeordnete winklige Basiselemente 7 auf. Bei
einem nicht dargestellten Rundbogenfenster kann der Basisrahmen 2 anstelle
der winkligen Basiselemente 7 selbstverständlich auch bogenförmige
Basiselemente aufweisen. Jeweils mehrere lang gestreckte Basiselemente
6 sind an den Seiten des Blendrahmens 2 zusammengesteckt und in
die winkligen Basiselemente 7 eingesteckt. Die lang gestreckten Basiselemente
6 lassen sich dabei teleskopartig in die winkligen Basiselemente
7 einschieben und werden von einer Federkraft aus den winkligen Basiselementen
7 heraus vorgespannt. Die Möglichkeiten der Bewegungen der lang gestreckten
Basiselemente 6 in den winkligen Basiselementen 7 sind in der
Zeichnung mit Doppelpfeilen gekennzeichnet. Hierdurch weist der Basisrahmen
5 in den Eckbereichen Längenausgleichselemente 8 auf, wodurch
sichergestellt ist, dass sich der Basisrahmen 5 zuverlässig in dem
an die Scheibe 1 angrenzenden Rand des Blendrahmens 2 abstützt.
Die Lichterkette 3 wird über ein Netzteil 9 an einem der
winkligen Basiselemente 7 mit elektrischem Strom versorgt.
2a zeigt stark vergrößert eines der lang
gestreckten Basiselemente 6 aus 1 in einer
Schnittdarstellung entlang der Linie II–II. 2b
zeigt das lang gestreckte Basiselement 6 aus 2a
in einer Seitenansicht von links. Hierbei ist zu erkennen, dass das lang gestreckte
Basiselement 6 im Querschnitt U-förmig zur Aufnahme der in
1 dargestellten Leuchten
4 gestaltet ist. Das lang gestreckte Basiselement 6 weist über
seine gesamte Länge Kontaktflächen 10, 11 zur Kontaktierung
der Leuchten 4 auf. Die Kontaktflächen 10, 11 sind
an den Enden jeweils mit Buchsen 13 und Steckern 12 verbunden.
Die Buchsen 13 und Stecker 12 sind derart zueinander versetzt,
dass sich zwei gleichartige, lang gestreckte Basiselemente 6 zusammenstecken
lassen. An seiner an dem Blendrahmen 2 anliegenden Seite hat das lang gestreckte
Basiselement 6 eine Schicht 14 aus einem gummielastischen Material.
3a zeigt stark vergrößert eines der winkligen
Basiselemente 7 aus 1 in einer Schnittdarstellung
entlang der Linie III–III. 3b zeigt einen Teilbereich
des winkligen Basiselementes 7 aus 3a in einer
Seitenansicht von links. Hierbei ist zu erkennen, dass das winklige Basiselement
7 geringfügig größer ist als das lang gestreckte Basiselement
6 aus den 2a und 2b.
Hierdurch können die Enden des lang gestreckten Basiselementes 6 zum
Längenausgleich in das winklige Basiselement 7 eingeführt werden.
Buchsen 16 und Stecker 15 des winkligen Basiselementes
7 sind mittels Federelementen 17 in die dargestellte Lage vorgespannt
und lassen sich beim Einstecken des lang gestreckten Basiselementes 6 in
das winklige Basiselement 7 einschieben. Die Stecker 15 und de
Buchsen 16 sind ebenfalls mit Kontaktflächen 18,
19 verbunden. Wie zu dem lang gestreckten Basiselement 6 beschrieben,
verbinden die Kontaktflächen 18, 19 auf einander abgewandten
Enden angeordnete Buchsen 16 und Stecker 15. Das winklige Basiselement
7 weist zudem eine als Spitze ausgebildete Kralle 20 auf, mit
dem es in dem Blendrahmen 2 befestigt wird. Das winklige Basiselement
7 weist ebenfalls an seiner dem Blendrahmen 2 zugewandten Seite
eine Schicht 21 aus einem gummielastischen Material auf.
4 zeigt zur Verdeutlichtung eine Schnittdarstellung
der Lichterkette 3 mit angrenzenden Bereichen des Fensters aus
1 entlang der Linie IV-IV im Bereich einer der Leuchten
4. Die Leuchte 4 hat eine Fassung 22 mit der sie in das
lang gestreckte Basiselement 6 eingesteckt ist. Auf der Fassung
22 angeordnete Kontakte 23, 24 der Leuchten
4 sind jeweils mit einer der Kontaktflächen 10,
11 verbunden. Zur mechanischen Halterung hat die Leuchte 4 von
einem Hebel 25 lösbare Rastmittel 26.